C&A Logo

Neuer Look für das Logo von C&A

C&A Logo

Das Bekleidungsunternehmen C&A hat weitestgehend unbemerkt ein modifiziertes Logo eingeführt. Auch wenn die Umstellung auf eine vereinfachte Form bereits im Frühjahr dieses Jahres erfolgte, ist die Implementierung derzeit noch nicht abgeschlossen.

Zuletzt fand bei C&A vor fünf Jahren ein Redesign statt (dt berichtete). Im Zuge der neuerlichen Anpassungen am Logo, die von Seiten des Unternehmens mit keiner Zeile kommentiert worden sind, hat C&A eine seiner Hausfarben abgelegt. Keine Kleinigkeit, denn schließlich ist Blau seit 1958 zentraler Bestandteil der visuellen Identität von C&A (siehe Logo-Evolution).

C&A-Logo – vorher und nachher

C&A Logo

Bereits seit einigen Monaten nutzt C&A in der Werbung eine einfarbige Logo-Version, mal in schwarz und mal als Negativform. Nun wurde beispielsweise im Onlineshop cunda.de auf eine vereinfachte Logoform umgestellt. In den Filialen kommt derzeit noch größtenteils das alte, rot-blaue Signet zur Anwendung.

Da bereits das Vorgängerlogo flach ist, dürfte der Trend in Richtung Flat Design hier weniger eine entscheidende Rolle gespielt haben. Im direkten Vergleich von vorher und nachher (Abb. oben) wird deutlich: auch die Form des Logos hat sich geändert. Der weiße Binnenraum wurde vergrößert und die Buchstaben neu angeordnet.

Mediengalerie

30 Kommentare zu “Neuer Look für das Logo von C&A

  1. Hmm, für mich war auch immer die Kombination der Farben Blau und Rot markant für die Marke C&A. Einen großen Schritt nach vorne kann ich hier nicht erkennen, der die Reduzierung auf eine Farbe rechtfertigen würde. Ich finde es schade.

  2. Langsam wird es unheimlich, diese nicht enden wollende Serie von ein- und rotfarbigen Logos. Vielleicht gehören die ganzen Marken schon heimlich einem im Untergrund agierenden Mega-Super-Konzern, dessen Vorstandsvorsitzender Donald Trump ist. Und in wenigen Jahren gibt es nur noch 2 Arten von Logos: Rote Logos im Flatdesign (50 % der Welt) und der unwichtige, bunte Rest… äh ich schweife ab in ausufernde Ironie… :-D

  3. Ob nun nur rot oder rot-blau macht wirklich keinen großen Unterschied.
    Aus Gewohnehit würde ich eher zum rot-blauen tendieren.

    Ansonsten finde ich es echt unfassbar egal.

  4. Ein Bitte! Könnten die „vorher“ und „nachher“ wieder einzelt nebeneinander dargestellt werden? Das ist m.E. die bessere und angenehmere Darstellung als ein wechselndes Bild.

    • Erst anhand der gewählten Darstellungsform wird die Vergrößerung des weißen Binnenraumes sichtbar. Nebeneinandergestellt würde man diesen übersehen, weswegen ich in diesem Fall der überlagernden Ansicht den Vorzug gegeben habe.

    • Hallo Phillipp,

      Das wechselnde Bild soll sicher die kleinen Unterschiede in darstellen. Ohne diese GIF-Animation würde man kaum den minimal schmaleren Kranz erkennen.

      Übrigens beim Artikelende wird auf die Medien-Galerie hingewiesen, da sieht man die zwei Logos auch ;).

          • Meiner Meinung nach nicht ganz egal. Ist das nicht gerade die Kunst? Innerhalb eines vorgegebenen Rahmens eine visuelle Identität zu transformieren ohne das man das gleich merkt.
            Könnte man beinahe mit sich selbst vergleichen. Ich bin immer noch die selbe, und doch anders, etwas älter und verändert.

            Es ist doch so wie es Chris wunderbar in seinem Kommentar schreibt (zurecht markiert als „ausgezeichnet kommentiert“).

  5. Und wieder ein Logo bestehend aus den Farben ROT & WEIß.

    Geht es euch genau so, dass ihr das nicht mehr sehen könnt??

    ROT und WEIß = extrem ausgelutscht!

    • Gibts überhaupt noch Leute, die die vorherigen Kommentare oder den Eingangstext lesen, ohne gleich loszuschreiben? Soll ich jetzt auch nochmal schreiben: „Ja, mich nerven auch diese schrecklichen roten Logos!! Warum immer rot? Rot ist wirklich sowas von langweilig!“

      Passend zum Niveau der Logos sinkt auch das der Kommentare…

      Viele Firmen und Marken haben nunmal traditionell die Farbe rot, schon seit Anbeginn. Zudem oft in Kombination mit anderen Farben. Da rot Signalwirkung hat und der Trend sich zu Einfarbigem neigt, fallt wie in diesem Fall nunmal die Farbe blau weg. Ich find das auch nicht unbedingt super, aber dieses sich gegenseitig Hochschaukeln und ständige Wiederholen nervt einfach….

  6. Eigentlich ganz gut, dass nicht aus jeder Miniänderung gleich eine Pressemitteilung mit aus den Fingern gesaugter Begründung folgt.
    Die Änderungen werden in Zukunft in immer kürzeren Abständen kommen. Einfach, weil der hippe Facebooktrend von letzter Woche heute schon weider ausgelutscht und alt ist. Deshalb wird es Änderungen einfach der Änderung wegen geben.

  7. Wie im Artikel schon anklingt ist die einfarbige Logo-Variante nichts völlig neues bei C&A. Da gab es in der Kommunikation immer wieder mal neue Ansätze und Impulse. Auch das hier genannte Redesign von vor 5 Jahren hatte zuletzt schon nur noch bedingt Gültigkeit. Viel mehr haben sie die Marke jetzt scheinbar in mehreren Schritten modifiziert und zu dem umgebaut was wir jetzt hier sehen.

    Was wahrscheinlich nur wenigen aufgefallen ist, dass seit inzwischen guten zwei Jahren (eher 2 1/2) eine neue Farbwelt und C&A eigene Schriftarten eingesetzt werden. Seit geraumer Zeit sieht man auch schon diese eigenartige Variante mit den bunten Siegeln eingesetzt als Hintergrund-Pattern (aus dem Redesign von vor 5 Jahren) schon nicht mehr.

    Das finde ich fast die eigentliche Leistung, dass wir schon über den gesamten Zeitraum ein Redesign bekommen haben, das für mein Gefühl erstaunlich homogen verlaufen ist bis zu dem Punkt wo jetzt schon über das „neue Logo“ gespottet wird, weil die Anpassungen so vermeintlich trivial sind. Im Endeffekt sind sie das, mehr als das sollte es aber wahrscheinlich in dem Schritt auch nicht sein.

    Auf den ersten Blick mag dieses neue Logo natürlich witzig anmuten, aber im Endeffekt vollzieht es mir eher den nächsten konsequenten Schritt aus dem was eh schon seit einer Weile so praktiziert wurde. Und dass dieser Prozess mit erstaunlich wenigen harten Brüchen/Widersprüchen geschieht find ich immerhin eine Leistung.

  8. Ich hätte jetzt eher Benny Lavas Kommentar ausgezeichnet. Der trifft es nämlich exakt auf den Punkt.
    Egal ob Unternehmen, Verein oder kommulale Institution, wer etwas auf sich hält, muss spätestens alle zwei Jahre ein „Redesign“ durchführen, alle bisherigen Offline- und Online-Werbemittel kostenspielig zur Makulatur machen und mit großem Getöse und wohlfeilem Marketingblabla die tolle, neue (rote, flatdesignte) Corporate Identity herausposaunen.
    Dass C&A auf diesen gestalterischen Zug aufsprint, finde ich schade; das rot-blaue Logo gefällt mir besser, und ich hoffe, dass sie auch in zwei Jahren nicht auf die Idee kommen, den lustigen undefinierbaren Häkeldeckchenrahmen zu entsorgen und/oder das C&A in der $serifenlosemodeschrift setzen. Aber wie gesagt, es ist wirklich C&A sehr hoch anzurechnen, dass sie um den aktuellen Rebrush nicht so ein Gewese machen.

  9. Warum schreiben hier so viele Gestalter etwas mit: »ich finde …«. Sollten wir nicht mal unser Empfindung zurückstellen und eine fachliche Diskussion beginnen bei solchen Themen? Eine Empfindung ist kein Argument wieso das Logo schlecht ist. Wenn der Kunde sagt: »ich finde /mag die farbe blau nicht«, ärgern wir uns ja beim Kunden auch, dass er uns jetzt erzählen möchte was er toll findet und was nicht. Da jeder verschiedene Geschmäcker hat (ja auch wir Gestalter) bietet das nun keine Grundlage für eine Diskussion. Vielleicht sollte man sich den Prozess anschauen und darüber diskutieren. Denn was kaum einer bemerkt hat C&A entwickelt gerade die Marke neu, nicht nur sein Corporate Design. Wenn man sich die Mode anschaut welche C&A verkauft und wie sie mit E-Commerce versuchen umzugehen, merkt man da tut sich was. Die gesamte Marke wirkt hochwertiger und moderner. Die Gestaltung wie Online-Banner, Print-Produkte und sowie das Logo müssen sich nun dem Wandel der Marke anpassen. Wie schon einige hier kommentiert haben, ist daer Prozess so reibungslos verlaufen, dass C&A sich schleichend aber sicher neu Positioniert hat. Und insgesamt funktioniert alles noch gut innerhalb des Corporate Designs und Corporate Identiny, somit konnte C&A einige Kosten / Kritik /Kundenverlust vermeiden.

    Also Bravo C&A !

  10. Man könnte sich darüber unterhalten, ob ein schleichender Prozess immer so sinnvoll ist. Wird eine Veränderung nicht wahrnehmbar, tritt die Marke auch nicht neu auf – der Veränderungsprozess hat dann eventuell die gleiche Qualität wie ein Alterungsprozess. Möglicherweise hat sich also C&A verändert – doch wenn ich es nicht merke, was geht’s mich dann an? Gemäß Ansatz dieses Artikels betrachten wir hier aber nur das Signet – und das neue hat keinen Charakter. Es ist geglättet bis zur Geschmacklosigkeit. Gerade die Animation zeigt die Verschlechterung der Gestaltung überdeutlich.

  11. In Ergänzung zum ausgezeichneten Kommentar noch die Anmerkung, dass das Logo bereits seit September 2014 durch eine einfarbige türkise Version online ersetzt wurde (und das hat man immerhin zwei Jahre konsequent durchgezogen). Insofern ist das einfarbige Logo bei C&A also nichts ganz neues. Während der gesamten Zeit wurde aber das Logo an den Filialen nicht angerührt. In Pressemitteilungen hingegen taucht das rote Logo bereits seit März diesen Jahres auf (zumindest in den online einsehbaren), auch während dieser Zeit wurde das türkise Logo weiterverwendet. Die C&A Foundation nutzt bzw. nutzte bereits im letzten Jahr ein blaues Logo, dass dem Aufbau des roten C&A-Logos (ergänzt um das Wort Foundation) meines Erachtens entspricht. Interessant wäre es also (das geht aus dem Artikel leider nicht hervor) zu erfahren, ob C&A tatsächlich sein Logo an den Filialen plant auszutauschen.

    Daneben finde ich es dennoch interessant, dass C&A auf die Farbe rot setzt. Damit rückt man definitiv näher an H&M (wurde hier meines Erachtens noch gar nicht thematisiert). Möglicherweise zielt man im Hause Brenninkmeijer ja darauf ab junge Kundschaft anzulocken. Ich kann nur für mein eigenes Umfeld berichten (20- bis 35-jährige): Die meisten besuchen C&A selten oder gar nicht, sind aber häufig darüber erstaunt, dass das Sortiment neben den Produkten für Eltern und Großeltern auch für junge Leute vorhanden ist und durchaus mit dem von H&M mithalten kann.

    • Auch Dir, Torsten, herzlichen Dank für die Ergänzungen. Und um Deine Frage zu beantworten: Bei den kürzlich (wieder)eröffneten Filialen in Oberhausen und Delmenhorst greift bereits ein Store Design, das das neue Logo beinhaltet.

      C&A Centro Oberhausen, Quelle: textilwirtschaft.de C&A Centro Oberhausen, Quelle: textilwirtschaft.de

      C&A Delmenhorst, Quelle: friesischer-rundfunk.de C&A Delmenhorst, Quelle: friesischer-rundfunk.de

  12. @ Redaktion:

    vielen Dank für all die tollen Beiträge auf designtagebuch.de

    Besuche täglich mehrmals eure Seite :)

    Frage: kommt noch ein Beitrag bezüglich des neuen TACO BELL Logos?

    Viele Grüße

  13. Hi,

    es macht ja bekanntlich wenig Sinn über neue Logos und deren Geschmack zu disktutieren. C&A ist ja schon ne Weile auf den Beinen und hat es zumindest geschafft irgendwie zu überlegen. Eine Zielgruppe scheint also vorhanden zu sein. :) Davor erst mal Hut ab. Keine Selbstverständlichkeit in solchen Zeiten. Das Rot passt ja ganz nett zu Xmas. Die neue Kombi mit dem Rot-Blau ist ja nicht auch wirklch neu, die kenne ich seit den 70-ziger Jahren schon, als ich mit meiner Mutter ab und an im C&A war. Aber mal ganz gleich, ob das alte Farbe sind oder nicht. Das Rot und das Blau empfinde ich ohnehin als nicht vorteilhaft als Kombi für den Gesamtauftritt und der Bildwelt von C&A. Der Auftritt reiht sich irgendwo ein zwischen Versandhandelsunternehmen und H&M. Irgendwie hat man ich nach den vielen Jahren des Bestehens meiner Meinung nach selbst noch nicht so richtig gefunden. Aber so ist das Leben, es verändert sich und wir uns auf bestimmte Art und Weisen einfach mit – und X Leute haben den besten für einen. :)

  14. Aus fachlicher Sicht: Guter Job. Wiedererkennung bewahrt. Visibilität verbessert. Konsumenten nicht verunsichert.
    Der Wert eines Logos (das lediglich die Spitze des Eisbergs jeden Corporate Designs ausmacht) resultiert nicht aus dem Faktor „Gefallen” sondern primär aus dem Kriterium ob das Logo im Sinne des Unternehmens funktioniert . Ist es dann noch in der ästhetischen Disziplin ansprechend, wird’s besonders gut.
    Im Umkehrschluss gibt es leider eine breite Masse „blendend schöner” Logos, die nicht funktionieren, sei es ganz banal technisch, kommunikativ inhaltlich oder strategisch im Sinne des Unternehmens.
    Auch hier gilt die einzige Wahrheit im Design: „Es gibt kein Falsch oder richtig, sondern nur ein passt oder passt nicht.”

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