Neue Logos für die 1. und 2. Bundesliga

Bundesliga Logo

Die Deutsche Fußball Liga (DFL), seit 2001 für die Organisation des Spielbetriebs der 1. und 2. Bundesliga verantwortlich, hat auf der am Montag durchgeführten Mitgliederversammlung neue Logos präsentiert. Während die DFL und die 2. Liga jeweils erstmals ein eigenes Logo erhalten, wurde das Logo der 1. Liga modifiziert.

Zur Saison 2017/18 bekommen 1. und 2. Bundesliga sowie die DFL als Liga-Organisation jeweils eigene Logos. Ziel sei es, so DFL, die 2. Bundesliga noch klarer im Sinne von Fans, Medien sowie Sponsoren zu positionieren und so das Profil des Wettbewerbs weiter zu schärfen. Das Logo der 1. Bundesliga wurde modifiziert und auf die „Erfordernisse der Digitalisierung leicht angepasst“.

Das Logo der 1. Bundesliga – vorher und nachher

Bundesliga Logo – vorher und nachher

Die Zeiten von Glossy-Look samt „Flipper-Kugel“ sind damit vorbei. Zukünftig sind derlei grafische Spielereien im Marktauftritt der Bundesligen passé. Im Flat Design und vergleichsweise minimalistisch angelegt präsentieren sich die neuen Logos. Der Ball wurde in die nunmehr eckige Rechteckform integriert und unterscheidet sich hinsichtlich der Darstellungsweise nicht mehr vom Spieler. Dabei wurden die Proportionen zugunsten des Spielers verändert; das Spielgerät wurde leicht verkleinert. Der Spieler selbst wirkt etwas schlanker. Die Wortmarke wurde neu gesetzt und verfügt über eine, im Vergleich zum Vorgängerlogo, geringere Höhe. Das Verhältnis von Wortmarke zu Bildmarke hat sich zugunsten letzterer verschoben. Somit ist die Bildmarke, etwa im Kontext als Aufnäher auf den Trikots, bei gleichem Raumangebot respektive gleicher Breite größer als bisher.

Die grafische Umsetzung der neuen Logos erfolgte durch die DFL Tochtergesellschaft DFL Digital Sports mit Unterstützung der Agentur Mutabor.

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41 Kommentare zu “Neue Logos für die 1. und 2. Bundesliga

    • Ich empfinde die veränderte Kopfhaltung Richtung Ball entgegen den Meinungen der meisten Kommentatoren hier als negativ. Es wirkt doch viel dynamischer, wenn der Kopf nach unten gerichtet ist – dorthin nämlich, wo sich der Ball noch kurz vor dem Schuss befunden hat. Das suggeriert einen viel stärkerer Schuss als bei der neuen Kopfhaltung. Da wirkt der Spieler eher, als würde er einen ankommenden Ball annehmen wollen. Also eher zum Ball hinspringend mit weniger Körperspannung.

  1. Sehr saubere, funktionale Optimierung. Die gesamte Markenfamilie der Ligen nun durchgängig und schlüssig. Für mich eine klare Verbesserung gegenüber der verspielten Vorgängerversion, die in ihrer „plastikartigen“ Form ein typisches (und damit häufig mehr schlecht als rechtes) Verbandslogo war. Gut gemacht Mutabor.

  2. ich finde es halbherzig.

    + der Spieler schaut auf den Ball
    – hat aber keinen Hals mehr
    – die Beine sehen zu dünn aus
    – rücken macht jetzt nen Buckel

    — der Ball geht komplett unter!

    – wieso diese merkwürdige „2“
    – die „Diagonale“ bei 2. Liga sitzt merkwürdig im Bezug zu den Ecken.

    • der Spieler hatte vorher auch schon keinen Hals und der Rücken machte einen Buckel. Und nein, der Ball geht gar nicht unter, finde ich. Warum sollte der Spieler auf seine Beine schauen beim Schuss? Wenn ich Fußball schaue, schauen sie immer dem Ball hinterher.

      Mit der 2 und dem „Bruchstrich“ bin ich bei dir. Da musste einfach irgendwie die Zweitklassigkeit ins Logo eingebaut werden.

      • Der „Buckel“ vorher entstand dadurch, dass der Kopf nach Vorn geneigt war und ist somit kein Buckel in dem Sinne, sondern eine natürliche Krümmung, haltungsbedingt.
        Dadurch, dass der Kopf höher gerichtet ist bei der neuen Version, wirkt es eben viel gestauchter und buckeliger, da die Haltung so um einiges unnatürlicher wirkt…und vor allem weniger dynamisch meiner Meinung nach.

        Dass der Ball unter geht würde ich nicht bestätigen – im Gegenteil.
        Die Idee vorher war ja ganz nett, aber ich finde der alte Ball fügte sich nicht harmonisch mit dem Rest zusammen. Im neuen Logo bildet er eine Einheit mit dem Spieler – so wie es beim Fußball sein sollte.

    • Ich kann einige der negativen Punkte auch nicht nach vollziehen.

      • Der Ball ist näher am Fuß und bildet jetzt mit dem Spieler eine Einheit, finde ich insgesamt harmonischer als vorher.
      • Zur Haltung, die ist identisch mit der vorher, einzig der Kopf wurde gen Ball aufgerichtet, daher die jetzt vielleicht unnatürlich wirkende Haltung sonst recht unverändert.

      Bei der 2 bin ich bei dir, etwas lieblos gestaltet. Hauptsache irgendwie ins Logo integriert.

  3. Der Hals- und Schulterbereich ist nicht optimal und die Haltung sieht – im Gegensatz was eigentlich Sport vermitteln sollte – ungesund aus. Auch die scharfen Einschnitte im Achsel- und Schrittbereich hätten besser gelöst werden können.

    Eine Verbesserung ist es zwar, aber wieso z.B. die Liga 2 eine solche Diagonale bekommt bleibt unklar.

  4. Deutlich besser. Die Illustration sieht dynamischer aus, der Spieler wirkt athletischer und er schaut in Richtung Ball. Typo besser, Hintergrundfarbe besser. Das Einzige nicht optimale ist die Version für die 2. Bundesliga, das hätte ich anders gelöst. Trotzdem sehr gute Arbeit!

  5. Der Kopf kommt mir zu stark angehoben vor. Dadurch wird die Linie des gekrümmten Rückens nicht mehr konsequent fortgesetzt und der Schuss verliert in meinen Augen an Wucht.

    Die neue, exakt quadratische Grundform (inkl. Unterzeile) wird bei Twitter, Facebook usw. den zur Verfügung stehenden Platz für Avatarbilder optimal ausnutzen können.

  6. Ach du Schreck… Anatomisch ist dieser Mann völliger Murks.
    Das die Zwei an die schräge Linie andötzt sieht auch etwas klemmig aus.
    Irgendwie scheint mir die Sache nicht ganz zu Ende gedacht und gestaltet.

  7. Ich würde mal vermuten, dass die anatomischen Unstimmigkeiten damit zusammenhängen, dass bei dem vorherigen Logo wirklich ein Real-Foto Model gestanden hat. Jetzt haben sie aber kein neues Foto verwendet, sondern schlicht am Logo selbst gearbeitet und einzelne Linien abgeändert. Dadurch entstehen wohl diese leicht verkorksten Proportionen, der unnatürliche Buckel usw. Es wäre in der Tat sinnvoller gewesen, sich noch einmal an einem komplett neuen Foto zu orientieren. Ohne Vorlage zeichnerisch am menschlichen Körper rumzuwerkeln gelingt seltenst, wenn es absolut realistisch aussehen soll.

    An sich sonst ein gutes Logo, dass seinen Zweck erfüllt, aber wegen der strengen Kastenform zu trocken, zu businesshaft. Es fehlt irgendwie die Leichtigkeit, die Leidenschaft, bisschen auch das aus sich raus kommen, dass man ja eigentlich mit der Fußballkultur verbindet. Für die meisten soll es ja Hobby sein, nicht Firma. Das kommt mir zu wenig rüber.
    Da das alte Logo den roten Kasten durchbricht, ist es in der Hinsicht etwas gelungener.

    „Fußball ist einfach, wenn man den richtigen Finanzpartner hat“… :-)

  8. Erstmal: Der 3D-Effekt ist weg und damit die optisch tonnenschwere Stahlkugel (Ball). Das schaut ganz sauber und Zeitgemäß aus. Der Blick nach vorn macht nun auch mehr Sinn; zuvor sah es so aus, als müsse der Spieler sich in das rote Kästchen zwängen. Die Winkel des Fußes und des zweiten Beines sind angeglichen worden, was spätestens bei dem Schrägstrich zur 2. Liga unbedingt nötig wurde.

    Aber dann: Das Fußballmännchen hätte man besser von Grundauf überarbeiten sollen. Die Arme des „Armen“ sind viel zu kurz und gehen ihm gerade einmal bis zur Gürtellinie. Ich weiß nicht, von welchem Originalfoto hier die Linien nachgezeichnet wurden, aber ich vermute, dass dessen reale Tiefe bei dieser 2D-Zeichnung nicht berücksichtigt wurde. Das Ergebnis sind viel zu kleine Arme, zu dicke Beine und eine etwas bucklige Anmutung. Aber im Gesamtkonzept sieht es schonmal wertiger aus als der Vorgänger.

    Ist die Variante mit der „2“ unbedingt so sehr hervorzuheben? Wie wurde zuvor die 2. Bundesliga gekennzeichnet?

  9. Fehlt nur noch, dass der Rasen in allen Stadien rot gefärbt wird. Oder warum ist Rot die Signalfarbe für Fußball?
    Und mIt der Konzentration auf schwarz/weiß/rot werden mir persönlich allzu stark Assoziationen an das Deutsche Reich geweckt.

      • … oder Kinderschokolade?

        Die Farbkombination schwarz-weiß-rot ist schon sehr universell, bietet sich durch ihre Kontraste und Signalwirkung auch extrem an (Verkehrsschilder!). Rückschlüsse auf’s Deutsche Reich finde ich da auch sehr weit hergeholt.
        Was aber stimmt: Wieso gerade Rot? Wieso nicht grasgrün…?

  10. Also deutsches Reich ist mir jetzt arg weit hergeholt – insbesondere weil weder durch generelle Formgebung noch durch Gewichtung begründbar. Da hätte man schon den Spieler in Schwarz vor einem großen weißen Ball mittig auf roter Fläche plazieren müssen…

    Das Männchen indes sieht für mich aus wie ein unmotivierter Klecks.
    Ein Realfoto als Vorlage für eine 2D-Zeichnung zu nehmen, funktioniert häufig nicht – dann muss das bei der Fotoerstellung schon entsprechend berücksichtigt werden. Hier war die Darstellung vorher schon nicht toll und es ist nicht besser geworden. Vorher hat wenigstens die ganze Spiegelei vom Spieler abgelenkt. Und der Ball als Auflockerung der Kastenform war vielleicht keine gute Idee, aber wenigstens war es eine Idee.
    Das ist vielleicht (dank flat Design) eine Entschlackung, aber es überzeugt mich nicht – von der zweiten Liga will ich gar nicht erst reden. Die Typo ist allerdings deutlich besser als zuvor.

  11. Glossy und flat hin oder her: das bisherige Logo wirkt auf mich dynamisch, das neue statisch. Das liegt zum einen ander „überkonstruierten“ Diagonalen, die sich von der linken Zehenspitze über das Schienbien und die rechte Schuhsohle bis zum Ball zieht. Im alten Logo vollzog sich entlang derselben Elemente eine Kreisbahn, die im Ball mit einer zweiten Kreisbahn (dem Gloss-Reflex) zusammengelaufen ist. Zum anderen wirkt der Ball, der den Kasten verlässt, um Einiges Dynamischer als der, der das eben nicht tut.
    Zu guter Letzt: In der bisherigen Gestaltung habe ich immer den Anflug eines „B“ gespürt (auch dank Glossy-Effekt und der Überschneidung der Ballfläche).
    Ich denke, man hätte das bestehende Logo besser optimieren und an die Bedürfnisse der „neuen Medien“ (quadratische Grundform) anpassen können.
    Die Typographie, da sind sich ja wahrscheinlich alle einig, ist eine deutliche Verbesserung.

    • UPDATE: Das Art-Department des SPIEGEL hat mich erhört und zeigt auf dem Titel der Ausgabe Nr. 50 eine Flat-Abwandlung des alten Logos. Das scheint mir wesentlich gelungener.

      • Es handelt sich dabei nicht um eine Art „Abwandlung“, sondern um eine offizielle Logovariante, die in dieser Form immer dann zum Einsatz kommt, sofern sich Verläufe drucktechnisch nicht realisieren lassen.

        Bundesliga Logo (2016, Alternative Varianten)Bundesliga Logo (2016, Alternative Varianten)

        • Das mag sein, allerdings zeigt der SPIEGEL trotzdem eine Abwandlung dieser ‚reduzierten‘ offiziellen Logo-Versionen, denn der Ball ist, wie der Spieler, reinweiß, ohne Kontur oder Cutout in der roten Fläche und weiter innen positioniert.

  12. „Das Bucklige muss in das Eckige“ …
    Schade, ich fand den ausbrechenden Ball immer recht charmant – auch wenn man immer Angst haben musste, dass sich der Spieler die Zehen bricht, wenn er die Stahlkugel trifft.

    Die Version für die 2. Bundesliga (oder neu wohl eher Bundesliga 2) wirkt auf mich sehr unausgegoren. Schade, dass hier mit einer weiteren Farbe/Schattierung gearbeitet wurde.
    Auch die angeschnittene 2 macht so einen unentschlossenen Eindruck – ein wenig angeschnitten, aber dann lieber doch nicht richtig …

  13. Der neue Fußballer:
    Passt nicht in der Bewegung. Nie. DAs aht keien Kraft mehr, das seiht nur noch geposet, gestellt aus.

    Wer noch richtig Grafikdesign studiert hat und noch ordentlich viel hat zeichnen müssen, der weiß, was ich meine und der kennt ihn vielleicht noch:

    Den berühmten gezeichneten Mann, der mit der Axt ausholt, um das Holz auf dem Block zu spalten.

    Da ist der dynamischste und kraftvollste kurze Moment immer der, der kurz vor Vollendung des Ausholens ist. Nicht der, der den Zenit des Ausholens zeigt. Das ist bereits ein schwacher Moment ohne Kraft, dazwischen liegen Millisekunden, die wichtig sind.

    Ähnliches scheint mir mit dem neuen Fußballer passiert zu sein.

    So etwas geschieht,
    a)
    wenn man nur die vorherige Zeichnung als „Vorlage“ nimmt und meint sie verbessert zu haben, indem man sie strenger, steiler und steifer macht.
    b)
    wenn man wenig Ahnung vom Zeichnen hat.
    c)
    wenn man wenig Ahnung von Physik, dem Körper, Sport und Fußball hat.

    (Tipp: Die Krümmung des Rückens vorher war richtig, sie zeigt die Kraft und den Moment der Anspannung und mehr Dymanik als der entspannte gerade Rücken des neuen Fußballers)

    Das sind geschätzt die meisten der Designer, die sich heute am Markt tummeln.

  14. Der Hals ist mir jetzt auch zu kurz, darüberhinaus gehen mir die anatomisch-orthopädischen Erörterungen für eine piktogrammartige Figur hier aber doch irgendwie zu weit.

    Auch, wenn es vorher etwas viel Effekt war, und nun medientechnische Gestaltungsnotwendigkeiten dahinterstehen sollten: Ist ein „nüchterner“ Fußballpieler im Profil mit Ball in einem geschlossenen, eckigen Kasten nicht sowas von banal? Man könnte dieses Darstellungsprinzip sicherlich ohne weiteres auf (fast) alle anderen Sportarten übertragen ‒ nur, wo bliebe da noch der Reiz?

  15. Mir gefällt der neue Logo sehr gut. Vielleicht besonders gut, weil das alte Logo an vielen Stellen nicht so durchdachte wurde bzw. Fragen aufwirft. Der Blick mit Fokus auf dem Ball ist diesmal zum Glück umgesetzt worden. Ich habe mich schon vor Jahren gefragt, wieso der Spieler nicht auf den Ball schaut.

  16. also wenn man sich die logos anderer grosser ligen betrachtet, vor allem das der premier league, ist das hier ein ziemlicher murks in meinen augen. die proportionen der figur stimmen ueberhaupt nicht. die bewegung ist fuer einen fussballer total unnatuerlich.

    warum hast man nicht etwas kunstvolleres mit einem adler gemacht? oder der silhoutte der deutschlandkarte? oder ein stillisiertes B?

    zum logo fuer die 2. liga…grauenvoll! voellig uninspiriert. als haette man noch 5 min vor der praesentation gehabt.

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