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Neuausrichtung der Kreativrankings

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Erste Bewegungen in Sachen Änderung am Award-Betrieb sind im Gange. Sowohl W&V wie auch Horizont präsentierten heute ihre Agentur-Rankings für 2013, die neu ausgerichtet und in denen die berücksichtigten Wettbewerbe neu gewichtet wurden. Statt der zuletzt über 40 Wettbewerbe werden 2013 lediglich noch 15 Award-Ausrichter für die Rankings berücksichtigt, wobei sich die Rankings hinsichtlich ihrer Zusammenstellung und in Bezug auf die Gewichtung der Wettbewerbe unterscheiden.

Der iF Award sowie der red dot award sind in beiden Rankings nicht mehr vertreten. Beide Ausrichter vergeben Jahr für Jahr viele Hundert Auszeichnungen pro Kategorie, sodass es kaum noch möglich ist, mit einer wirklich ausgezeichneten Arbeit herauszuragen (siehe Statistik if Award und Statistik red dot Award). Auch der Designpreis der Bundesrepublik, der aufgrund enorm hoher Gebühren in der Vergangenheit zu Recht viel kritisiert wurde, fliegt aus den Rankings. Sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Die Cannes-Löwen rücken hingegen in beiden Rankings zum am stärksten gewichteten Wettbewerb auf.

Die neuen Kreativrankings im Vergleich:

HORIZONT-Kreativranking

Wettbewerb Multiplikator
Cannes Lions 8
Clio 4
D&AD 6
One Show 6
LIA 6
ADC Dtl. 6
Eurobest 4
New York Festival 4
Klappe 2
Spotlight 2
DDP 2
Ramses 2
Radiostars 2
BoB 1
ZMG 1

W&V-Kreativranking

Wettbewerb Multiplikator
Cannes Lions 8
ADC Dtl. 6
D&AD 6
London International Awards 6
One Show / OS Design / OS Interactive 6
Eurobest 4
New York Festival 4
Clio 4
Deutscher Dialogmarketing Preis DDP 2
Die Klappe 2
DMMA Online Star 2
New Media Award 2
Radiostars 2
Ramses 2
Spotlight 2

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10 Kommentare

  1. Guter Schritt um den (Paid)Award-Wahnsinn zu stoppen. Leider rücken die Awards, die ihre Wurzeln im Advertising haben dadurch zunehmens in den Mittelpunkt und designlastige Awards werden kaum noch berücksichtigt.

  2. Clemens, unter anderem gab es bislang auch Punkte für Awards beim DDC (Deutscher Designer Club e. V.), beim Corporate Design Preis, beim TDC (Type Directors Club), beim Berliner Type sowie dem Best of Corporate Publishing. All diese Awards sowie die bereits genannten if, red dot und der Designpreis der Bundesrepublik werden fortan nicht mehr berücksichtigt.

  3. Also der red dot communication design award war vielleicht nicht der härteste, aber mit 7,44 Prozent Auszeichnungen (Durchschnitt) wohl noch im Rahmen. Beim IF Award ist es mit zirka 25 Prozent an Auszeichnungen schon eine andere Nummer.

    Auszeichnungen – red dot communication design award
    2012 – 8,41%
    2011 – 6,31%
    2010 – 9,58%
    2009 – 7,71%
    2008 – 5,72%
    2007 – 8,66%
    2006 – 5,66%

    Ø – 7,44%

    Quelle:
    http://www.designtagebuch.de/wer-bezahlt-siegt-was-sich-am-award-betrieb-aendern-muss/awards/

    Jeder Award-Ausrichter sollte auf seiner Webseite transparent die Anzahl an Einreichungen gegenüber der Anzahl an Auszeichnungen veröffentlichen. Dann herrscht mehr Klarheit und Transparenz.

  4. um den TDC ists schade, der ist aber für die Agenturen, die auf die Rankings schielen eh ohne Bedeutung


    die beiden Rankings unterscheiden sich kaum (nur manche Preise haben andere Namen) – jetzt die noch zusammenlegen und die Awards kicken, die eh nur einen oder 2 Punkte geben …

  5. der Red Dot ist einfach nur ein Geldgrab – ein Kumpel von mir hat da als Student mal blauäugig teilgenommen (Studentenkategorie) – was gewonnen und dann konnt er kaum die gar nicht mal so unbeträchtliche Asche zusammenkratzen. Wenn ich da jetzt mal zum hochgelobten Cannes Preis schaue, dann halten sich da ja die Kosten noch einigermaßen in Grenzen, wenn ich nichts übersehen hab.

  6. Ist ja schön, dass neugeordnet wurde; aber ich bin eher von einem TDC als einem ADC oder Canneschen Löwen beeindruckt.

    Richtet sich wohl hauptsächlich an Werber. Finde ich nur schade, weil Kunden sich von dem Ranking blenden lassen werden und so viele wichtige Designagenturen unter den Tisch fallen werden.

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