National Arts Centre – Logo

National Arts Centre Canada mit neuer visuellen Identität

National Arts Centre – Logo

Das National Arts Centre (NAC) in Ottawa legt sich eine neue visuelle Identität zu. Es ist dies das erste Redesign seit Öffnung des Hauses im Jahr 1969. Das NAC beheimatet zahlreiche Orchester, Theater und Festivals. Mit einem neuen Erscheinungsbild möchte man die Bedeutung des Hauses innerhalb der kulturellen und künstlerischen Bewegung des Landes unterstreichen.

National Arts Centre (NAC) – Logo

Das neue Design ist Teil der sogenannten Road to 2019, dem Jahr, in dem das NAC 50-jähriges Bestehen feiert. Während das Vorgängerlogo sich direkt auf die Architektur des NAC bezieht, löste man sich beim neuen Logo von einem Konzept, das in erster Linie ein Gebäude betont. „Canada Is Our Stage“ lautet der neue Slogan, der gleichsam Anspruch und Ziel darstellt, eine Bühne für ganz Kanada zu sein.

Die Idee zum neue Logo ist in Skizzen festgehalten. Das Rechteck spielt auf die Form einer Flagge an. Die weiße, kegelförmige Aussparung erlaubt sowohl die Assoziation des Buchstabens N wie auch die eines Scheinwerfers.

National Arts Centre – Logo

Verantwortlich für das Redesign zeichnet die Agentur Scott Thornley + Company (STC) aus Toronto, die seit vielen Jahren für das NAC tätig ist. Die Kosten für das Redesign liegen bei umgerechnet 60.000 Euro.

Interessant bei diesem Redesign ist insbesondere der Umstand, dass das bisherige Logo keinesfalls den Eindruck erweckt, es sei veraltet oder verstaubt. Ich würde es tatsächlich als zeitlos beschreiben. Schlecht, sei es handwerklich oder formalästhetisch, war das bisherige Erscheinungsbild keinesfalls. Vor dem Hintergrund der veränderten Ausrichtung, weg von der Verörtlichung einer Kulturstätte, hin zu der, wenn man es so bezeichnen will, Auslobung eines nationalen Kunstanspruchs, erschließt sich allerdings der Wechsel.

NAC Branding Prelude

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13 Kommentare zu “National Arts Centre Canada mit neuer visuellen Identität

  1. Die Bildmarke ist interessant, der Rest wirkt sehr überhastet. Und Photoshop Lens-Flares sind derart eingesetzt ganz schrecklich. 1 Punkt von möglichen 10 :-)

  2. Da ich Fan von minimalistischen Logos bin, finde ich das Redesign gelungen.
    Allerdings hätte man das alte Logo auch anpassen können, runder und moderner machen können.
    Aber sonst finde ich das nicht schlecht, dachte ich bei der Aussparung jedoch erst an einen Bilderrahmen.

  3. Schon heftig, dass Agenturen allen ernstes mit sowas einen Haufen Asche verdienen. :D
    Die Bildmarke finde ich schon nicht besonders und erweckt den Anschein, dass etwas fehlt. Die angehängten Grafiken dagegen sind wahrlich mies.

  4. Mit Aussagen wie: „Schon heftig, dass Agenturen allen ernstes mit sowas einen Haufen Asche verdienen.“ wäre ich sehr vorsichtig.

    Die Vergangenheit hat uns gelernt, dass es nicht das Logo ist was man verkauft, sondern eine Idee und die dazugehörige Umsetzung! Klar, ich gebe manchen recht, dass man das Logo vielleicht hätte spannender umsetzen können. Das sehe ich ähnlich.

    Man sollte sich vor seiner Kritik aber ein paar Fragen stellen: Wozu, Weshalb, Warum. Wenn man diese Fragen beantwortet hat, ergibt sich häufig ein anderes Bild von der Umsetzung.

  5. Ja, mich erinnerte es auch spontan an eine Haifischflosse… mir gefallen reduzierte Lösungen ebenfalls sehr gut, hier wäre eine andere Perspektive des Flügels sicher sinnvoll gewesen. Er erscheint so zu kurz und damit letztenendes haifischflossig.

    ———
    Herrje, verzeihung. Genauer lesen ist stets von Vorteil. Eine Flagge also… okay.

  6. Mir gefällt das Signet ganz gut, auch wenn ich den Scheinwerfer erst erkannt habe, als ich las, dass es einer sein soll. Hatte eher ein kleines n und ein großes A gesehen. Ich finde, dass der Buchstabenabstand etwas zu gering ist. Wirkt irgendwie gedrängt und unruhig.

    Lustig ist die „Skizze“. Mit „Kaffeeflecken“ und „Knicken“, damit es so aussieht, als käme sie aus der Entwurfsphase. Zumindest unterstelle ich das dem Büro, dass sie die am Schluss noch für die Präsentation o.Ä. gemacht haben :)

  7. Ich konnte auf dem ersten Blick auf die Bildmarke nichts dergleichen sehen. Für mich war es ein Kasten mit einem weißen Strich der immer dicker wurde.

    Erst durch deine Erläuterung und die Skizze konnte ich das „N“ und den „Scheinwerfer“ erkennen und als gut empfinden. Für Leute die aber nichts künstlerisch sehen können ist mir das Logo zu minimalistisch gestaltet worden.

    Ich finde hier hätte man definitiv mehr rausholen können.

  8. „Canada is our stage.“ – eine gute Positionierung und ein stimmiger Anspruch für ein National Arts Center, finde ich.

    Und „Bühne“ bzw. „Spot“ sind auch schöne Bilder, das Land als Bühne eine tolle Metapher. Damit könnte man eine Menge anfangen! Sehr schade, dass das nicht passiert. Die Reduktion dieses Themas im Markenzeichen find ich ja in Ordnung. Aber darüber hinaus ist kein Versuch erkennbar, das Bild nochmal aufzugreifen und zu etablieren, den Anspruch zu kommunizieren, über den Claim hinaus. Bühne, Bretter, Rampenlicht, Vorhang, eine Landkarte als Bühne… was weiß ich – da hätte es so viele Möglichkeiten gegeben, den Claim lebendig werden zu lassen.

    Das gilt auch für die Website. Die ist, nebenbei bemerkt, eine moderne und technisch saubere Übersetzung des neuen Corporate Design, keine Frage. Aber hier ist noch nicht mal das Schaufenster auf der Startseite besonders pfiffig genutzt worden – als „Bühne“.
    Und das gilt auch für den Film. Der bildet für mich lediglich ganz schön ein künstlerisches Spektrum ab, hat aber sonst nichts mit dem neuen Anspruch zu tun.

    In den Diskussionen um Budgets wird das immer betont, hier wird es praktisch: Corporate Design ist halt mehr als ein Logo und die zugehörigen Farben. Für mich jedenfalls.

  9. Ein gelungenes Logo, einfach, klar, eine Wohltat im globalen Logo-Basar. Mir schwante etwas: aber erst durch das, (schöne) Video bekam ich die Auflösung: „Lichtkegel“. Auch ist das Spiel mit dem N im Logo enthalten. Alles entfaltete sich, bezieht mich mit ein…

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