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Microsoft wills mit msn nochmal wissen

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Microsoft hat sein msn-Webportal gründlich erneuert. Kein Pixel steht seit Anfang dieser Woche auf dem anderen. Das Interface ist responsive, das Design, ganz in der Modern-UI-Linie, flat und auch dem Schmetterling-Signet wurden die Flügel gestrafft. Wobei man sicherlich auch fragen könnte: wozu eigentlich der ganze Aufwand?

Früher waren Webportale wie die von Microsoft, AOL, Yahoo, Web.de, und noch früher von Lycos oder AltaVista echte Einstiegspunkte ins Netz, daher auch die Bezeichnung „Portal“. Von hier aus begann für die meisten Nutzer die Reise durchs WWW. Die großen Zeiten von Onlineportalen sind schon lange vorbei. Statt des bunten Themenstraußes, den man auf derlei Portalen gereicht bekommt, nutzt man heute lieber die Möglichkeit, sich personalisierte Inhalte im eigenen Dashboard anzeigen zu lassen, sei es per Facebook, Twitter und Google+ oder via Feedly, Netvibes und anderen Anbietern. Personalisierbar ist freilich auch msn, zumindest rudimentär. RSS-Feeds lassen sich nicht einbinden.

msn ist eine von Microsofts Visitenkarten. Das Portal im Zustand vor dem nun erfolgten Relaunch zu belassen, hätte sich das Unternehmen auf Dauer nicht leisten können. Es bestand echter Handlungsbedarf. So sah das Portal bislang aus: Screenshot. Auf die über das Portal generierten Werbeeinnahmen verzichten mag Microsoft natürlich auch nicht, und so wurde unter ziemlich großem Aufwand der Tanker msn in die richtige Richtung bewegt.

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Die msn-Web-Oberfläche macht einen guten Eindruck. Tatsächlich eine sehr ansprechende Optik. Ein klares Spaltenkonzept. Ein sauberes, unaufdringliches Schriftbild. Genau das soll die Segoe UI leisten. Die Konzeption des „einheitlichen Nutzungserlebnisses“, wie es die Verantwortlichen nennen, ist klug und spricht für die Professionalität, mit der das Projekt angegangen wurde. Werde ich msn deswegen zukünftig nutzen? Wohl nicht. Als „Heavy-User“ fühlt man sich nicht wirklich als Zielgruppe angesprochen. Wie halten es die dt-Leser mit Webportalen im Allgemeinen und mit msn im Speziellen?

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6 Kommentare zu “Microsoft wills mit msn nochmal wissen

  1. Das Redesign ist schön und gelungen. Gestalterisch ist die Seite super.
    Leider ist es wie aktuell an vielen Baustellen von Microsoft. Es wird fleißig an der Gestaltung gewerkelt – flach soll es sein – aber ansonsten ist nach dem dicken Bruch Windows 7 zu 8 nicht viel passiert. Das Metrointerface, das ich an sich stimmig finde, wird bei Windows 10 gerade mehr schlecht als recht mit den altern Interfaceelementen kombiniert. Man sieht, dass man sich bei Microsoft gerade schwer tut.

    Zu Portalen allgemein: Habe ich nie benutzt und werde ich auch nie. Ich habe eine persönliche Startseite mit einer Liste aus Links, die mich zu viel benutzten Seiten bringen. Eines meine Bilder als Hintergrund, das reicht. Dank local storage funktioniert die Seite sogar, wenn das Internet mal nicht geht. Manche Seiten hat man als Webdeveloper ja auch lokal zur Verfügung. Wenn ich News will, dann geh ich zu meinem RSS Reader. Für einfach mal zufällig berieseln lassen ist mir die Zeit zu schade.

    • “ Man sieht, dass man sich bei Microsoft gerade schwer tut.“

      Naja, Microsoft sieht, dass sich leider viel zu viele Nutzer schwer tun. Die Idee hinter Windows 8, also dem Startscreen mit Kacheln, ist mMn sehr gelungen. Der Nutzen enorm… wenn man sich als Nutzer die Zeit nimmt, sich damit auseinander zu setzen. Das tun aber die wenigsten – natürlich ist auch gerade im Business-Bereich dafür kaum Zeit – und das macht Microsoft das Leben natürlich schwer. So ist es kein Leichtes Innovationen an den Markt zu bringen. Zumindest nicht, wenn man nicht alle Nutzer vergraulen will. Da tut man sich dann schwer… auf eine gewisse Weise.

      Da hatte es Apple leichter. Aus dem (nahezu) Nichts, lässt sich mutiger innovieren.
      Wirklich schade… bei Windows 8(.1) ist sicherlich nicht alles Gold, es ist aber mit Nichten so schlecht, wie es oft gemacht wird. Es ist nur neu und etwas anders.

      Naja… wollte ich mal sagen. :-)

      MSN gefällt mir btw sehr… aber das gilt gestalterisch zZ für alles, was Microsoft macht.

  2. Microsoft will offensichtlich MSN wieder mehr als Dienstleistungsmarke des Unternehmens positionieren. Auch die bekannten Bing Apps werden in Zukunft in MSN Apps umgetauft. Ziel scheint zu sein, die Marke MSN wieder zurück ins Bewusstsein zu holen und damit auf die entsprechenden Angebote auch mehr User zu ziehen, daraus mehr Werbekunden zu generieren, etc. Dazu passt, dass Microsoft Advertising das ganze angekündigt hat. Und die Nachrichtenangebote, die auf MSN in Deutschland eingebunden werden sollen, sind ja nicht von schlechter Qualität. Allerdings wirkt es doch ein wenig aus der Zeit gefallen, ein Portal beleben zu wollen. Aber wer weiß, verknüpft mit Diensten wie outlook.com, etc. könnte sich das sogar wieder ändern.

    • Die Marke ist in den USA, dem Heimatmarkt, nie aus dem Bewusstsein verschwunden. Siehe der große TV Sender MSNBC (Kooperation von MSN und NBC). Die Deutschen sind zudem überdurchschnittlich im int. Vergleich auf Google fixiert.

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