Michael Bierut: Wie man als Grafikdesigner Produkte erfolgreicher verkauft, Dinge besser erklärt, Sachen schöner macht, Leute zum Lachen bringt (oder zum Weinen)−und manchmal sogar die Welt verbessert.

Michael Bierut: Wie man als Grafikdesigner …

Michael Bierut ist Partner der internationalen Designfirma Pentagram in New York. Seine Karriere begann in der Firma des legendären Designers Massimo Vignelli. Vor kurzem ist ein Buch von ihm erschienen, das als Monografie, Designmanifest und gleichsam Handbuch in einem konzipiert ist und bei dem nicht nur der Titel ungewöhnlich ist. Auf dt-Leser wartet ein Gratis-Exemplar.

Design-Monografien tendieren dazu, da sie meist viel bebildert sind, jedoch kaum Information in Textform bieten, sich auf eine Ansammlung von Projekten zu beschränken. Diese belegen zwar in aller Regel ein hohes Maß an Kreativität, darüber hinaus liefern sie jedoch kaum Input für den Leser, weder in Bezug auf die Arbeits- und Vorgehensweise, die Rahmenbedingungen und schon gar nichts über die zugrunde liegenden Gestaltungsprinzipien.

Dass hinter jedem Designprojekt eine Geschichte steckt, eine Geschichte, die vor allem auch von Menschen handelt, veranschaulicht Bierut in seinem Buch „Michael Bierut: Wie man als Grafikdesigner Produkte erfolgreicher verkauft, Dinge besser erklärt, Sachen schöner macht, Leute zum Lachen bringt (oder zum Weinen)−und manchmal sogar die Welt verbessert.“, dessen Titel, der gleichsam Prolog ist, in der nachfolgenden Besprechung aus nachvollziehbaren Gründen kein weiteres Mal genannt werden soll. Michael Bierut präsentiert in diesem autobiografischen Buch ausgewählte Werke seiner Arbeit aus über 35 Jahren. Indem er auf persönliche Weise und mit Anekdoten gespickt die Geschichte hinter jedem einzelnen Projekt erzählt, gewährt er dem Leser Einblick nicht nur in seine Arbeit, sondern auch in sein Leben.

Die Zuordnung zur Gattung ist bei einem solchen Werk zugegebenermaßen nicht leicht. Ein Handbuch im Sinne eines Nachschlagwerkes ist das Buch, das in der deutschen Übersetzung im Niggli Verlag erschienen ist, nicht, auch kein Designmanifest, im Sinne eines Grundsatzprogramms, wie es etwa Dieter Rams oder Otl Aicher formuliert hatten. Nicht das Grundsätzliche, sondern das Spezifische steht bei Bierut im Mittelpunkt, das Lösen von spezifischen Gestaltungsaufgaben. Wobei die im Zusammenhang der Projekte formulierten Aussagen mitunter schon thesenhaften Charakter aufweisen, etwa wenn Bierut im Rahmen des MIT Media Lab-Projektes beschreibt, dass Wandelbarkeit immer den Charakter von Beliebigkeit inne wohne, womit er sicherlich recht hat.

Man kennt das von Kinofilmen: allzu oft misslingen Übersetzungen ins Deutsche. So auch hier. Denn während es in der Originalfassung  „How to Use Graphic Design to Sell Things, …“ heißt, wurde aus der Disziplin „Graphic Design“ im deutschen Titel kurzer Hand die Berufsbezeichnung „Grafikdesigner“, was in diesem Kontext erstens falsch und zweites ungeschickt ist. Denn Aufgabe eines Grafikdesigners ist keineswegs, Produkte zu verkaufen. Das ist Aufgabe des Händlers. Der Grafikdesigner sorgt lediglich dafür, das die von ihm gestalteten Anwendungen (Anzeigen, Kataloge, Geschäftsausstattung, etc.) im besten Fall einen positiven Effekt auf die Verkaufszahlen haben. Darüber hinaus ist der englische Titel deshalb geschickter gewählt, weil er eben nicht nur Grafikdesigner als Leser adressiert, sondern all diejenigen, die sich mit Grafikdesign beschäftigen, beispielsweise auch Marketing- und Marken-Verantwortliche. Davon abgesehen ist auch die Cover-Gestaltung der bei Thames & Hudson erschienenen Originalausgabe überzeugender, weil spannungsvoller.

Insgesamt 37 Projekte werden in Phrasenform („Wie man …“) im Buch mehr noch als vorgestellt, sie werden in Form persönlicher Erfahrungsberichte erzählt. Ein Buch, das wie gemacht für das Zeitalter des Story-Tellings scheint, ohne allerdings, dass es die damit oftmals in der Werbung einhergehende Künstlichkeit und Aufgesetztheit aufwiese – im Gegenteil. Wenn Michael Bierut Geschichten erzählt und damit seine Leidenschaft und Hingabe fürs Gestalten deutlich wird, wirkt dies authentisch und ebenso inspirierend wie die vorgestellten Logos, Fotos, Entwürfe und Skizzen. Ein wunderbares Buch, dessen Konzept selbst Ausdruck von Kreativität ist.

Basisdaten

Titel: Michael Bierut: Wie man als Grafikdesigner Produkte erfolgreicher verkauft, Dinge besser erklärt, Sachen schöner macht, Leute zum Lachen bringt (oder zum Weinen)−und manchmal sogar die Welt verbessert.
erschienen bei: Niggli Verlag
Deutsche Übersetzung von Peter Littger
320 Seiten, 550 Abbildungen
24,5 × 25,4 cm, Hardcover mit Schutzumschlag
Euro (D) 49,90
ISBN 978-3-7212-0939-6

Verlosung

Wer sich das Gratis-Exemplar frei Haus zustellen lassen möchte, hinterlasse bitte bis zum 13.12.2015 einen Kommentar, der sich inhaltlich mit den im Buchtitel formulierten Aussagen/Fragestellungen befasst. Kann man mit Grafikdesign Produkte erfolgreicher verkaufen, Dinge besser erklären, Sachen schöner machen, Leute zum Lachen bringen oder zum Weinen und manchmal sogar die Welt verbessern?

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Michael Bierut: Wie man als Grafikdesigner …

146 Kommentare zu “Michael Bierut: Wie man als Grafikdesigner Produkte erfolgreicher verkauft, Dinge besser erklärt, Sachen schöner macht, Leute zum Lachen bringt (oder zum Weinen)−und manchmal sogar die Welt verbessert.

  1. fühlen wir uns als designer nicht ohnehin allesamt als weltverbesserer – wie traurig wäre eine welt ohne uns verrückten spaß- und lifestyle-liebende extrentische und bunten vögel… wir bringen farbe ins leben wir fühlen uns großartig dabei die welt mit neuen und tollen designs zu überschütten – auch wenn das nicht immer jeder versteht – die feder ist mächtiger als das schwert :P

  2. Toller Gewinn!

    Dazu möchte ich gerne David Carson zitieren:
    “Graphic design will save the world right after rock and roll does.”

  3. „Kann man mit Grafikdesign Produkte erfolgreicher verkaufen, Dinge besser erklären, Sachen schöner machen, Leute zum Lachen bringen oder zum Weinen und manchmal sogar die Welt verbessern?“
    Man kann nicht nur, man muss!

  4. Man kann mit seinem Design die Welt verändern. Dass dies möglich ist und sich besser verkaufen lässt, hat uns Apple gelehrt. Wichtig ist, sich mit dem Produkt zu identifizieren, den Prozess nicht nur als Arbeit sondern als Leidenschaft zu sehen. Wenn man Liebe und Herzblut in seine Sachen steckt, so werden andere den Unterschied merken und auch zu schätzen wissen. Ich hoffe doch dass man mit seinen Werken Menschen zum Lachen und zum Weinen bringen kann, denn sonst wäre die Welt um Einiges ärmer.

  5. Durch die Arbeit von gut ausgebildeten Grafikern wird die Welt insofern verbessert, dass unsere Umwelt und ihre Oberflächen entschieden gestaltet werden. Das prägt die Sehgewohnheiten aller und hebt damit den allgemeinen ästhetischen Anspruch, was wiederum die Qualität und den Wert unserer Lebensrealität bestimmt. Geht ein Grafiker mit hohem Anspruch an sich selbst und sein Handwerk an die Sache heran, bedeutet es auf lange Sicht einen gesteigerten visuellen Mehrwert für alle. Die Arbeit des einzelnen bestimmt so den Anspruch an das Handwerk insgesamt.

  6. Kann man auch ohne Grafikdesign Produkte erfolgreicher verkaufen, Dinge besser erklären, Sachen schöner machen, Leute zum Lachen bringen oder zum Weinen und manchmal sogar die Welt verbessern? Falls ja, wie?

  7. Kann man mit Grafikdesign Produkte erfolgreicher verkaufen, Dinge besser erklären, Sachen schöner machen, Leute zum Lachen bringen oder zum Weinen und manchmal sogar die Welt verbessern?

  8. Als einzelner (Grafiker) die Welt besser zu machen ist sicher ein hoch gegriffenes Ziel, aber einen Beitrag kann man dazu definitiv leisten. Und wenn es nur das ist, auch mal ‚Nein‘ zu sagen, wenn es darum geht, dass bspw. ein Produkt beworben werden soll, das moralisch fragwürdig ist. Klar findet sich immer ein anderer, aber es ist m. E. ein ziemlich klares und wichtiges Feedback für den Kunden, wenn jemand das Produkt so besch…eiden findet, dass es ihn/sie in Gewissenskonflikte bringen würde, wenn er/sie dafür arbeitete.

  9. Man kann mit Grafik-Design die Welt verändern. Man kann damit auch Leute zum Lachen bringen. Auch andere Gefühlsrichtungen sind möglich, aber nicht immer so gern gesehen… Auf jeden Fall eignet es sich aber dazu, Dinge besser zu erklären. Das habe ich erst kürzlich bei meinem Patenkind miterleben können.

  10. Das ist unser täglich Brot! Natürlich kann man mit guten Grafikdesign Produkte besser verkaufen, ich glaube das bezweifelt niemand, oder? Und mit schlechtem Grafikdesign bringt man jedenfalls mich zum Weinen ;-)

  11. Auch der schön gedeckte Tisch macht mehr Arbeit als die Verteilung von Papptellern. Aber jeder, der einen schöne gedeckten Tisch zu würdigen weiß , erkennt an der damit einhergehenden Freude den Wert dieses Tuns. Wenn dann noch Messer und Gabel am ergonomisch richtigen Platz liegen kommt die Praktikabilität nicht zu kurz und wir erreichen die Symbiose von Ästhetik und Funktionalität. So solls sein!

  12. „Weil Design diejenige Disziplin ist, die heute nahezu alle Lebensbereiche umfasst – von der sozialen Interaktion bis zur Produktgestaltung –, ist sie auch diejenige, die den größten Einfluss auf unser Leben oder, noch allgemeiner, auf „die Welt“ hat.“

    Design matters.

  13. Kann man mit Grafikdesign Produkte erfolgreicher verkaufen?
    Natürlich! Dafür ist Grafikdesign ja da!
    Dinge besser erklären?
    Definitiv!
    Sachen schöner machen?
    Absolut!
    Leute zum Lachen bringen oder zum Weinen und manchmal sogar die Welt verbessern?
    Emotionen – das bringt gutes Grafikdesign im Optimalfall hervor.
    Die Welt verbessern?
    Bedingt würd‘ ich sagen. Aber die subjektive Welt des Kunden auf jeden Fall :)

  14. Ich stimme dem Titel in allen Punkten zu.
    Aber ob man die Welt mit Design verbessern kann?
    Ich bin mir nicht sicher. Vielleicht. Vielleicht auch nicht.
    Es kommt wohl drauf an, wie jeder einzelne es sieht.
    Aber muss Design denn die Welt verbessern? Reicht es nicht, dass die Welt dadurch ein wenig schöner wird?

  15. Ich kaufe ständig Dinge, die ich gar nicht brauche, nur weil sie schön gestaltet sind. Ob das die Welt besser macht, ist eine andere Frage.
    Ein Beispiel, wo versucht wird, Grafikdesign zu nutzen, um die Welt ein wenig besser zu machen ist der sehr lobenswerte Mut zur Wut Plakatwettbewerb.

  16. …viele werden sagen „KANN MAN“ andere sagen, „KANN MAN NICHT“, am liebsten mag ich ja „ES KOMMT DARAUF AN“. Letztendlich muss jeder seinen eigenen Weg durch den Grafikdschungel finden… Ich erwarte mir von dem Buch, dass Michael Bierut seinen Weg einmal aufzeigt und vielleicht können wir uns etwas für unseren Weg davon mitnehmen. …würd mich freuen, wenn es klappt :-)

  17. Ich bin mir sicher, dass das geht… sogar die Welt verbessern.
    Besonders den letzten Punkt „die Welt verbessern“ sollte jeder für
    sich bestmöglich versuchen umzusetzen oder es zumindest versuchen.

  18. Kann man mit Grafikdesign Produkte erfolgreicher verkaufen, Dinge besser erklären, Sachen schöner machen, Leute zum Lachen bringen oder zum Weinen und manchmal sogar die Welt verbessern?

    Die Antwort ist – leider – ja, denn die Punkte widersprechen sich teilweise ja: Natürlich lassen sich durch gutes Grafikdesign Produkte erfolgreicher verkaufen. In Anbetracht der globalen Situation – von der Ausbeutung asiatischer Arbeiter bis hin zum CO2-Ausstoß in der Produktion – ist das aber das Gegenteil von »die Welt verbessern«. Wer die Texte von Wachstumskritikern wie Niko Paech liest, der wird mir zustimmen: Wer die Welt verbessern will, sollte dann wohl eher schlecht gestalten. Oder lieber gar nicht gestalten. Hauptsache, es wird weniger verkauft.

    Aber – nach all dem Pessimismus: Grafikdesign ist ja nicht nur für den »bösen« Konsum verantwortlich. Es hilft uns, den Notausgang zu finden, das U-Bahn-Netz zu entziffern. Es visualisiert die Musik auf dem Cover der CD oder Platte und ein guter Roman liest sich besser, wenn er perfekt gesetzt ist. Somit: Danke, liebes Grafikdesign, du machst vieles in der Welt ein bisschen schöner. Es wäre nur gut, wenn du ein bisschen mehr Haltung hättest.

  19. Grafikdesign ist sehr viel mehr als als nur ein schöner neuer Anstrich. Es geht ja immer darum, eine Idee zu visualisieren und eine Botschaft zu kommunizieren. Und so kann man mit Grafikdesign definitiv „Produkte erfolgreicher verkaufen, Dinge besser erklären, Sachen schöner machen, Leute zum Lachen bringen oder zum Weinen und manchmal sogar die Welt verbessern“ !
    Ich bin sehr gespannt auf die Geschichten hinter der persönlichen Story des Grafikdesigns von Michael Beirut im Niggli Verlag.

  20. Michael Bierut Wieman, als Grafikdesignerprodukt erfolgreicher, verkauft Dinge besser, erklärt Sachen schöner, macht Leute zum Lachen, bringt zum Weinen (manchmal sogar die Welt) und verbessert. Bloß was? Den Blick aufs Grafikdesign? Ich denke schon. Will ich auch.

  21. Wenn man erreicht, dass Menschen Dinge besser verstehen, auf eine neue Art und Weise sehen. Dann hat man die Welt zumindest ein klein bisschen besser gemacht!

  22. Der Buchtitel selbst zeigt es schon, dass man es besser machen kann –
    verglichen mit Titeln wie: „Grafikdesign für Dummies“. Macht jedenfalls Lust auf mehr…
    sehr schöne Verlosung.

  23. Müssen wir immer den Anspruch haben, die Welt zu verbessern?
    Ist es nicht auch schon ein Erfolg, wenn wir Dinge „nur“ besser erklären, sie schöner machen und Emotionen in den Menschen auslösen?
    Schöner Titel – bis auf diese lose Phrase, diese Utopie am Ende!

    Ich bin sehr auf den Inhalt gespannt!

  24. Kann man mit Grafikdesign Produkte erfolgreicher verkaufen
    > JA
    Dinge besser erklären
    > JA
    Sachen schöner machen
    > JA
    Leute zum Lachen bringen
    > JA
    oder zum Weinen
    > JA
    und manchmal sogar die Welt verbessern?
    > NEIN

    Design verbessert Produkte und Services und das Erlebnis mit diesen, aber nicht die Welt. Auch wenn das einige Designer gerne so sehen.

  25. Man kann auch als Nicht-Grafikdesigner die Welt verbessern – man muss sich nur ein bisschen Mühe geben. Aber das Designen überlässt man besser den Designern. ;-)

  26. Mit gutem Grafikdesign kann man sicherlich die Welt verändern oder das Leben vieler beinflussen, das wurde ja in der Vergangenheit öfters gezeigt – wie Marken und deren Erscheinung Einfluss auf unser Leben und/oder unser Kaufverhalten haben.

    Aber das Ziel von gutem Design (egal ob Grafik- oder Produktdesign oder sonstiges) sollte es sein, funktional den Anwender zu leiten und ihm ein bestmögliches Erlebnis oder eine gute Erfahrung zu generieren. Alles weiter hängt dann von andern Umständen ab, wie weit das Design zum Welt verbessern reicht.

    Von daher wäre ich auch sehr auf das Buch und die darin gezeigten Lösungen samt Beschreibungen, Anekdoten und Erklärungen gespannt – sicher faszinierend in detaillierten Blick auf die Arbeits und Herangehensweiße bei solch bekannten Projekten zu sehen.

    Aber mit gut gemachtem Design, kann man sicherlich Dinge schöner und einfacher machen oder Emotionen der Menschen hervorrufen. Siehe nicht zuletzt den Edeka Werbesport.

  27. Ehrlich gesagt hoffe ich das wir uns damit nicht zuviel einbilden. Grafikdesign wurde wahrscheinlich mehr missbraucht als Sinnvoll genutzt. Deswegen sollten wir uns nicht damit zufrieden geben, Haltung beweisen und die Welt mit unserem Beitrag ein Stückweit verbessern. Ich stimme also zu.

  28. Das Blöde ist, dass wenn man etwas mit Leidenschaft, Hingabe macht und damit – AUCH DAS NOCH! aua – die Welt verbessern will, der Kunde/Auftraggeber noch weniger im Traum daran denkt, uns entsprechend zu vergüten.

    Weil: Warum für Spaß zahlen?

    Es muss euch weh tun, dann gibt es erst Geld von diesen Herrschaften.
    Sagt entschieden, dass es euch ganz arg weh tut.
    Muss ja nicht stimmen, hust ^^.

  29. Die Fragen drehen sich um das Können.
    In jeder Hinsicht.
    Man kann, wenn man kann und wenn man will.
    Das erfordert aber Hingabe und Leidenschaft.
    Jedes Projekt hat das Potential.
    Aber nicht jeder versteht das.
    Michael Beirut hat das erkannt.
    Deshalb gibt es dieses Buch.

  30. Unter der Annahme, dass wir in einer pansemiotischen Welt leben muss die Frage, ob Design Einfluss auf Kaufentscheidungen haben kann mit Ja beantwortet werden. Genau wie jede Handlung, bewusst oder unbewusst, eben auch Einfluss auf unsere Umwelt hat. Spannend ist die Frage, ob und inwieweit eine Steuerung des Effekts möglich ist. Wenn man bei dieser Fragestellung einbezieht, dass Gestalten nicht „hübsch machen“ bedeutet, sondern bestimmte Wahrnehmungseffekte zu erzielen zum Ziel hat, die (zumindest empirisch) messbar sind, sollte auch diese Frage mit Ja beantwortet werden können.

  31. Grafik Design ist Ausdruck der Eindruck hinterlässt… in kunstvoll balancierter, durchdachter Form.. welcher zielgruppenorientiert und am Puls der Zeit, im besten Falle nachhaltig wirkt. Somit kann Grafik Design – sofern Herz und Verstand und Talent im Einklang waren – die Welt ein bisschen besser machen. JA!

  32. Als Grafikdesigner kann man sogar für sich selbst eine eigene Welt erschaffen. Wenn diese Welt dann sogar noch andere anspricht, dann fühlt man sich besser. Bessere Laune ist ansteckend.

  33. Designer (oder besser: Design-Denker?) können so einiges!

    Denn sie sind Innovatoren, Mediatoren, Operatoren, Problemlöser und -erkenner, Moderatoren, Generalisten, Querdenker, Impulsgeber, Unternehmer, aber natürlich auch Handwerker und (vor allem) Visualisierer. Damit lässt sich doch schon einiges anfangen! Welcher andere Beruf kann das vorweisen?

    Wenn sie doch nur mal ihre Komfortzone der reinen Gestaltung verlassen würden… ;)

    (Schreibe grad meine Masterarbeit darüber, das Buch würde sich gut zum Zitieren eignen :) )

  34. Ja kann man, weil man das kann und manchmal auch das. Das kann man auch – oder das.
    Und manchmal auch das, weil man eben das, das und das richtig gemacht hat.

  35. Ich persönlich finde dass das genannte nur auf bestimmte Produktkategorien zutrifft. Wenn ich eine Vase verkaufe verkauft sie sich vielleicht besser wenn ich ein schönes Schildchen dranhänge oder sie in eine schön gestaltete Verpackung stecke. Dadurch wird die Vase selbst aber nicht besser, schöner oder effektiver in ihrer Funktion als Vase wenn ich sie erst einmal von ihrer Verpackung befreit habe.

    Verkaufe ich hingegen einen Bildband über Vasen, kann ein gelungenes Grafikdesign den Käufer so ansprechen, dass er ungeachtet der Tatsache dass er eigentlich überhaupt keinen Bildband über Vasen braucht, ihn trotzdem kauft. Und wenn der Käufer dann zuhause doch einmal in das gekaufte Buch hineinschaut, wird er vielleicht durch eine gelungene Gestaltung dazu angeregt sich die ein oder andere abgebildete Vase zu kaufen. Oder der Bildband hilft ihm durch eine gute Strukturierung und Gestaltung dabei zu verstehen wie Vasen in der Antike hergestellt wurden. – Was ihn vielleicht zum Lachen bringt und seine Frau zum Weinen weil sie eigentlich mit ihm ins Theater gehen wollte und stattdessen jetzt mit ihrem Mann über Vasen philosophiert.

    Grafikdesign kann bestimmten Produkten bei dessen Vermarktung helfen sowie manche Dinge besser erklären als es ein lieblos erstelltes Handout vermag. Das kann Menschen zum Lachen und Weinen bringen, ob es jedoch die Welt besser macht liegt meiner Meinung nach völlig im Blicke des Betrachters; für den Mann hat sich eine neu Welt eröffnet, er wird sich vielleicht in Zukunft häufiger Vasen kaufen. Sein Leben und seine Wahrnehmung hat sich um eine weitere Blickweise erweitert, vielleicht hat er sogar ein Hobby gefunden. Gleichzeitig haben sich durch den Kauf des Bildbandes und der eventuell darauf folgenden Vasen allerdings natürlich nicht die Einstellchancen für Grafikdesigner verbessert weshalb aus diesem Blickwinkel das Design des Bildbandes nicht von weltverbesserndender Qualität war.

    Es ist eine Sache des Blickwinkels.

  36. Design ist gut, wenn es eine Funktion hat, wenn es einen „sinnvollen“ Nutzen vorweist. Wenn es möglichst nachhaltig ist und die Seele des Menschen trifft.

    … Erfolg – Nicht nur das „Wie“, sondern eher das „Womit“ ist entscheidend.
    … Dinge besser erklären – selbsterklärend.
    … Sachen schöner macht – sehr subjektiv.
    … Menschen zum Lachen und zum Weinen bringen. – Ok.
    … Die Welt verbessern – Design kann als Kommunikationsmittel dazu beitragen. Aber zur Weltverbesserung gehört noch viel mehr.

  37. Eine gute und inovative Technology ohne hervorragendes Design, ist Seelenlos.
    Design ist schon immer Teil der menschlichen Geschichte gewesen. Leider wird nur viel zu oft nur auf das Geld geschaut und nicht auf das bestmögliche Ergebnis (Design).

  38. Spätesten wenn ein simpler Mix aus Eifelturm & Peace-Zeichen um die Welt geht und mehr über unsere Gefühle und Ängste aussagt, als große Reden von Politikern, kann man erahnen welche Macht Gestaltung haben kann!

  39. Man kann die Welt vielleicht nicht direkt verbessern. Aber man kann Impulse geben, sensibilisieren und anregen. Gewohnheiten und Routinen in Frage stellen und Prozesse neu erfinden. Da sind wir als Kreativschaffende genauso gefragt, wie all derer aus anderen Berufsgruppen: raus gehen und die Welt ein klein wenig besser machen :)

  40. Für mich ist Grafikdesign eher die Kirsche auf dem Kuchen. Stimmt das Produkt nicht ist auch gutes Grafikdesign oft nur sinnloser Zierat. Ist das Produkt prima kann das Grafikdesign aber die entscheidende Komponente zum Erfolg sein….

  41. Man kann mit Grafik-Design die Welt verändern!!! Emotionen steuern, Leute zum Lachen bringen. Viele, viele Gefühle und Dinge besser erklären.

  42. Kann man mit Grafikdesign die Sachen schöner machen und vielleicht ein bisschen die Welt verbessern? Der Mensch hat den Hang zum Schönen und fühlt sich unweigerlich davon angezogen. Grafikdesign ist einer der vielen Bausteine, um unsere Welt etwas vollkommener und lebenswerter zu machen und es kann nebenher sogar noch Spaß machen.

  43. Es ist die Frage der Weltverbesserung, die immer wieder auftritt. Es kann ja auch Verschlechterung geben. Sie herrscht überall vor, passiert jeden Tag, ist immanent. Schlechtes Design ebenso. Damit einem dies nicht passiert und man vielleicht auf die richtige Bahn kommt, ist dieses Buch existent.

  44. Die Frage ist doch: Warum viele Grafikdesigner ihre Fähigkeit die Welt zu verbessern nicht nutzen, sondern einfach möglichst viele Projekte, mit geringstem Aufwand umzusetzen. Designer ist kein Beruf, sondern sollte Berufung sein!

  45. „Never judge a book by its cover“. Tut man aber. Tun wir alle. Und genau deshalb ist Grafik Design wichtig. Man kann nicht nicht kommunizieren, deshalb ist es wichtig dass man es gleich ordentlich macht und versucht wenigstens das zu kommunizieren, was man auch tatsächlich kommunizieren möchte.
    Wichtiges thema -> wichtiges Buch.
    Würd mich über eine Ausgabe freuen :)

  46. Es geht um die anspruchsvolle Atmosphäre, die Komposition von Zwischenräumen – im Dazwischen und im Leeren, sie liegt an unserer Unvollkommenheit, in unserer Spontanität und unserer Unkalkulierbarkeit und lässt uns (für)immer den Raum offen, um diese Fragestellung zu bearbeiten.

  47. In meiner Ausbildung zum Grafiker habe ich immer folgendes „Mantra“ im Kopf: Kiss! Keep it Simple & Short! Für mich bedeutet es, dass wesentliche auf das minimalste reduziert mit maximaler Aussagekraft. Das ist die Kunst, den Dingen ihren Charakter zu geben. Und diese Sprache versteht dann jeder. Man benutzt Farben, Formen, Fotos sowie Schriften wie ein Bildhauer und transportiert eine Emotion allein durch die durchdachte Komposition dieser Elemente. Ob zeitlos, modern, traditionell, innovativ. Der Zeitgeist oder die Zielgruppe bestimmt nur die Richtung. Oft ist eine Idee im Kopf, die sich mit der Entwicklung verändert, und am Ende etwas entsteht, dessen Existenz man sich Anfangs nicht bewusst war. Das ist das spannende für mich, zu erfahren was in mir steckt.

  48. Designer würden gerne vieles schöner und besser machen und werden eigentlich auch damit beauftragt, Produkte besser verkaufbar zu machen, aber da der Kunde bzw. Auftraggeber meist noch ein Wörtchen mitzureden hat … wird es meistens ja doch nicht so ganz wie der Designer sich das gedacht hat.

  49. Der Titel beschreibt es treffend, was Design kann. Die Präposition „durch“ brächte es für mich auf den Punkt. Besser verkaufen und eine bessere Welt durch eine bessere Erklärung, eine treffendere Ästhetik und angemessenere Emotionen. Was jetzt das „Produkt“ ist und wie eine „bessere“ Welt für wen aussähe steht auf einem anderen Blatt.

  50. Wenn allein schon das optische Rauschen, der optische Restmüll um uns herum durch gutes Design reduziert würde – dann wäre uns schon ein wenig geholfen.

  51. Design kann alles, muss aber nichts. Es muss in meinen Augen die Welt nicht zwangsläufig verbessern. Finde es ehrlich gesagt auch etwas überheblich, wenn man das von sich als Designer behauptet.

  52. Ich denke, die ersten beiden Punkte des Titels gehören zusammen. Wenn man vielen besser erklären würde, warum gutes Design wichtig ist, dann würden sich viele (grafische) Produkte automatisch besser verkaufen.

  53. Mit der nötigen Portion Leidenschaft, Liebe und Vision für das was man tut, ja.

    Aber auch nur weil die Frage „Kann man …?“ lautet. Man kann viel, muss aber nicht, und auch nicht jeder Mensch in jedem Lebensbereich. Will man …? -> Ja, meistens wenn man von dem was man tut und weiß überzeugt ist. Muss man …? -> Nein.

  54. Kann man mit Grafikdesign Produkte erfolgreicher verkaufen, Dinge besser erklären, Sachen schöner machen, Leute zum Lachen bringen oder zum Weinen und manchmal sogar die Welt verbessern?

    Als Designer, die mit Herzblut an ihre Sache glauben, KÖNNEN wir das nicht nur, wir SOLLTEN auch.
    Genau diese Punkte sollten doch dem Design zugrunde liegen, damit wir selbst vollkommen davon überzeugt sind (und somit auch unsere Kunden glücklich machen und ein klein wenig auch die Welt verbessern).

  55. Grafik Design wird keine Kriege verhindern, keine politischen Konflikte lösen und auch nicht den Hunger vieler stillen. Aber Grafik Design kann die Welt in kleinen Dingen verbessern – komplexe Inhalte vermitteln, Orientierung im öffentlichen Raum geben, auf Gefahren hinweisen, helfen sprachliche Barrieren zu überwinden, um nur einige Beispiele zu nennen. Von daher – JA, Grafik Design kann die Welt verbessern. Vielleicht nicht die ganze Welt auf einmal, aber da und dort können kleine „Alltäglichkeiten“ das Leben unkomplizierter und schlichtweg besser machen.
    Und was wären denn die großen Erfolge ohne die kleinen?

  56. Ich glaube viel wichtiger als das „einfach nur schöner machen“ ist, dem zu verkaufenden Produkt ein Gesicht zu geben, es emotional aufzuladen oder dem Produkt/Unternehmen ein Gesicht zu geben. Menschen sind nunmal emotional gesteuerte Wesen und Design schafft die Brücke zwischen Rationalität der Dinge und Emotionalität der Menschen, die dahinter stehen.
    Darüber hinaus ist es einfacher, Botschaften in einem solchen emotionalen Kontext zu transportieren, deswegen denke ich auch, dass Grafikdesign dabei hilft, Dinge greifbarer und besser erklärbar zu machen.
    Ob man damit auch die Welt verbessern kann, wage ich nicht zu beantworten, weil der Ausdruck allein schon für jeden eine Individuelle Bedeutung haben kann.

  57. Wenn dieses Buch einen besser, nämlich prägnanter formulierten und nicht einfach modisch-unendlich langen Titel hätte, wenn dieses Buch einen besser, nämlich ordentlich gesetzten Titel auf dem Einband hätte, dann könnte man dem Autor (und Verlag) trauen, dass er etwas zum Thema sagen kann. So zeigt er jedenfalls mir, dass er noch einiges lernen muss in Sachen »Texten und Typographie für Grafikdesigner«.
    Und wäre eine Grundlage für Weltverbessern nicht das Selberdenken, das Aufhören des Nachplapperns und Nachmassens, unabhängig vom Beruf?

  58. Ich würde behaupten, dass jeder mit seinen Stärken und Fähigkeiten die Welt verbessern kann.
    Die Frage ist nur, wie und für was man diese einsetzt.
    Grafikdesign wird sehr stark wird Werbung und somit dem Verkauf eines Prdoukts verbunden. Durch eine ansprechende Gestaltung, „die schöne Verpackung“, des Prdoukts an sich oder dessen Werbung wird dieses akttraktiver und besser verkauft. Die entscheidende Frage ist nur, ob ich damit seine tatsächlichen Stärken hervorhebe oder den potentiellen Kunde täusche.
    An sich ist Grafikdesign ein Teil unserer Kommunikation, mit der ich Dinge einfacher erklären kann, denn auch Worte haben Grenzen. Und plump gesagt, macht es vieles auch einfach schöner – und somit auch besser.

  59. Ich gehe mit der Aussage auf dem Cover mit, außer dass ich den Wahn nach Schönheit und der damit verbundenen teilweise auftretenden Langweiligkeit kritisch gegenüber stehe. Die Welt kann man auch mit vermeintlich hässlichem Grafikdesign verbessern. Inhaltliche Schönheit steht meines Erachtens weit über der formalen Schönheit.

  60. Das gilt für viele Tätigkeiten. Nimmt sich das Grafik Design zu wichtig? Bestimmt. Wobei es dann am besten ist, wenn es das eben nicht tut.

  61. Ich würde gerne die Geschichte erzählen, wie Michael und ich im Säuglingsalter namentlich getrennt wurden und wie wir über die uns darin enthaltenen individuellen Buchstaben als Hinweis wieder zusammen finden sollen. Dazu fehlt mir jedoch das Büchlein! – Michael Bierut (at) Felix Beirau. =)

  62. Manchmal reicht es manchmal einfach schon aus die Menschen zum Lachen, Strahlen oder Schmunzeln zu bringen, um die Welt ein bisschen besser zu machen? JA! Ob einfach eine tolle Geburtstagskarte, besondere Visitenkarte oder ein ganz besonders gestaltetes Magazin (das sich auch noch toll anfühlt) in meinen Händen, wenn ich nach einem langen Arbeitstag auf der Couch sitze und abschalten möchte. In den Momenten weiß ich, mein Mann und seine Kollegen verbessern meine Welt jeden Tag ein Stückchen, sie machen sie fröhlicher!

  63. Herz, Hirn & Bauch nehmen Hand in Hand den Kunden auf angenehme Art & Weise gefangen!?
    Bin gespannt auf neue Erkenntnisse & würd mich sehr über einen Gewinn freuen.

  64. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte und ein Grafikdesigner spricht ganze Bände mit Verkäufen, Erklärungen, Verschönerung, Humor, Emotionen, Weltverbesserungen. Echt und WIE kann MAN es?

  65. „Ohne Gestaltung ist Alles nichts“. Demnach verkauft nicht der Designer – sondern das Design vs. die Gestaltung, spricht an – Verkaufsargument …! Frohe Weihnachten!

  66. Design mach viel zu oft Sachen nur „schöner“ und verbessert viel zu selten die Welt. Trotzdem bleibe ich Idealist und gebe die Hoffnung nicht auf ;)

  67. Klar kann man als Grafikdesigner die Welt Verbessern oder Emotionen hervorrufen!

    Man hat als Designer die Macht, Menschen zum Umdenken oder zum Handeln zu bewegen.
    Am meisten Aufmerksamkeit bekommt man natürlich, wenn man Menschen zum Lachen (oder zum Weinen) bringt.

    Design ist der Spiegel der Gesellschaft und deshalb gibt es auch „Böses“ Design. Ich aber hoffe, dass immer mehr „Gutes“ Design geschaffen wird! :)

    Ich hoffe ich kann später mein Teil, zum „Guten“ Design, beitragen.
    (Dieses Buch hilft mir vielleicht (-in meinem Studium) auf dem Weg dorthin)

  68. Gutes Design besteht nicht darin Dinge zu verschönern, dahinter steckt mehr ein schlüssiges konzeptionelles Denken, woraus sich das Design ableitet. Designer müssen sich mit Inhalten auseinander setzen und diese durch ihre Gestaltung unmissverständlich nach außen transportieren. Damit haben sie eine Verantwortung und sollten diese auch ernst nehmen.

  69. Ein schlüssiges Konzept ist der wie ein Diamant auf einem Ring. Viele lassen sich vom Schein trügen und beschäftigen sich nur mit dem Design und nicht mit dem was hinter dem Design steckt, daher bin ich mir sicher dass das Design entscheidend ist.

  70. „Design won’t save the world. But it damn sure makes it look good.“

    Design kann Produkte durchaus verbessern aber leider auch das Gegenteil bewirken! Grundsätzlich sollte das Design aber nicht nur dafür da sein das Produkt zu verschönern sondern es sollte das Konzept, welches dahinter steht nach Außen transportieren. Aber nichtsdestotrotz zaubert gute Gestaltung einem ein Lächeln ins Gesicht.

  71. Die Welt verbessern und Menschen zum Lachen bringen ist ja schon mal ein sehr viel besserer Ansatz, als bewusst leicht zu findende Fehler für den Kunden in der Präsentation zu verstecken. Ich bin also gespannt, denn gute Gestaltung, bei der Form und Funktion Hand in Hand gehen und nicht nur einander folgen, ist sehr selten zu finden. Bitte mehr davon.

  72. Klar kann man Produkte erfolgreicher verkaufen, Dinge besser erklären, Sachen schöner machen, Leute zum Lachen bringen oder zum Weinen (hoffentlich nur Freudetränen) und manchmal sogar die Welt verbessern, wenn man genau die emotionale Basis des Kunden und dessen Zielgruppe kennt und so sein Design genau auf diese Zielgruppe fokussiert :)

  73. Zur Frage: Kann man mit Grafikdesign Produkte erfolgreicher verkaufen, Dinge besser erklären, Sachen schöner machen, Leute zum Lachen bringen oder zum Weinen und manchmal sogar die Welt verbessern? – Ja, das ist die Vision!

  74. Grafik Design sollte immer einen Mehrwert über „Dinge gut aussehen lassen“ bringen. Und genau dieser Mehrwert wie die emotionale Reaktion des Kunden, die gesteigerten Verkaufszahlen, die ausgeklügelte User Interaction, dieses kleine Bisschen mehr Gutes in der Welt, etc. ist es der unseren Job von einem Beruf zu einer Berufung macht.

  75. Gestaltet wird immer und überall. Aber Gestaltung ist mehr als die reine Optik. Es ist Teil der Bedienung und Verwendung eines jeden Objektes und somit total menschlich und vor allem wichtig.

  76. „Kann man mit Grafikdesign Produkte erfolgreicher verkaufen, Dinge besser erklären, Sachen schöner machen, Leute zum Lachen bringen oder zum Weinen und manchmal sogar die Welt verbessern?“
    Klar, kann man das – wenn nicht, wozu bräuchte man denn sonst Graphiker? Und ich wäre sonst vielleicht Landschaftsgärtner geworden.
    Nur, beim ersten Punkt sollte man schon drauf achten, was für Produkte es sind. Verkaufen an sich ist ja nichts böses ;-)

  77. „Design ist nicht dann perfekt, wenn man nichts mehr hinzufügen kann. Es ist perfekt, wenn nichts mehr entbehrlich ist.“ — Würde mich freuen ein Buch zu besitzen, welches den manchmal beschwerlichen Weg zur maximalen Minimalistik erzählerisch beschreibt. ;)

    Generell bin ich der Meinung: Technologie sorgt für Funktionalität, während Design & das darüber vermittelte Storytelling ein Produkt mit Bedeutung für die Lebenswelt des Nutzers versorgen. Gelingt beides in Symbiose, dann ist das Magie. :)

    Ich drücke allen Kommentatoren die Daumen und wünsche euch eine schöne Vorweihnachtszeit.

  78. Anständige Arbeit für anständige Menschen machen und selbst anständig sein, damit ist mehr gewonnen, als die meisten Weltverbesserer je erreichen.

  79. Die Welt ist genial und schön erschaffen. Nur ist das nicht immer sichtbar. Wir können helfen, den Menschen die Schönheit neu zu entdecken.

  80. Ja, man kann mit Grafikdesign Produkte erfolgreicher verkaufen, Dinge besser erklären, Sachen schöner machen, Leute zum Lachen bringen oder zum Weinen und manchmal sogar die Welt verbessern!

    >Deshalb mache ich meinen Job leidenschaftlich gern.

  81. Eine gelungene Gestaltung erfreut nicht nur das Auge, sondern erleichtert per se die Handhabung und somit das Leben. Sonst wäre sie ja nicht gelungen. Wer einmal ein Handbuch in Verdana musste, weiß, wovon ich spreche :D

  82. Jeder, der seine Sache besser macht als „nur ganz okay“, verbessert damit ein wenig die Welt. Wer Züge pünktlich fahren läßt anstatt unpünktlich, gutes Essen zubereitet anstatt schlechtes, Termine einhält anstatt sein Gegenüber telefonisch zu vertrösten und so weiter. Wer freundlich, verbindlich und ehrlich gegenüber anderen ist, übrigens auch. Insofern kann gut gemachtes Design ebenfalls seinen Beitrag zur Weltverbesserung leisten, zumal es oft ein sehr großes Publikum erreicht.
    Gut gemachtes Design könnte allerdings auch eine visuell geschmackvolle, argumentativ überzeugende und einprägsam umgesetzte Kampagne für z. B. Kohlestrom sein. Es ist eben auch der Zweck, der die Mittel heiligt.

  83. Der Titel klingt ziemlich nach einem Erfolgsrezept, das so nicht angemischt werden kann. Für mich müssen die entscheidenden Impulse vom Auftraggeber/ Unternehmen oder aus der Unternehmensphilosophie kommen. Layouts „nur“ schöner machen oder besser verkaufen ist glaube ich ziemlich einfach. Mein Anspruch ist es nicht. Die eigenen Gestaltungsentscheidungen zu begründen und mit handfesten Fakten zu belegen macht das gesamte Konzept erst authentisch. Erst dadurch kann etwas (im positiven Sinne) „merkwürdiges“ entstehen. Bin sehr gespannt auf das Buch.

  84. Ja, Design kann dabei helfen, Dinge „schöner“ zu machen und zu verkaufen. Aber Design kann noch mehr: Design kann das Denken beeinflussen, Design kann kritisch sein, Design kann tatsächlich die Welt verbessern. Daher sollte man sich als Designer fragen, was wert ist, gestaltet zu werden. („First things first!“ – Ken Garland). Gleichzeitig sollte man als Designer nicht die Vermessenheit entwickeln, Lösungen aufdrücken zu wollen, bevor man ein Problem in seiner Komplexität verstanden hat.

  85. Kann man mit Grafikdesign Produkte erfolgreicher verkaufen, Dinge besser erklären, Sachen schöner machen, Leute zum Lachen bringen oder zum Weinen und manchmal sogar die Welt verbessern?

    Um die Zeit nicht mit langen theoretischen Ausführungen zu verschwenden, fasse ich mich kurz:
    Ja, das steht wohl außer Frage. Und freu mich über das Buch, mit dem ich die Theorie dann hoffentlich auch (noch besser) in die Praxis umsetzen kann.

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