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Mercedes-Benz erneuert Markenauftritt

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Mercedes-Benz Logo

Erst im Oktober 2007 wurde für Mercedes-Benz ein neues Erscheinungsbild kreiert. Stern und Wortmarke der Automarke erscheinen seitdem getrennt. Ab sofort werden Wort- und Bildmarke wieder zusammengeführt. Auch die Darstellung des Markenzeichens vollzieht eine Kehrtwende. Das Markenlogo entspricht nun 1:1 dem Emblem auf den Fahrzeugen und löst sich ein Stück weit von einem einzigartigen Design.

Mercedes-Benz-Stern

Die Darstellung ist nun wieder dreidimensional und plastischer denn je. Daimler-Chef Dieter Zetsche lässt im Interview mit der FAZ durchklingen, dass ihm die schlichte, zweidimensionale Sternanmutung offenbar nie so recht gefallen hat, auch weil sie seiner Ansicht nach zu wenig eine Qualitätsanmutung vermittelte. Ein chromblitzendes Emblem, wie es mittlerweile nahezu alle Autobauer haben, soll dies besser können. Ein Interview mit Anders-Sundt Jensen, Leiter Brand Communications von Mercedes-Benz, der im Daimler-Blog seine Vorliebe zur Mir-san-mir-Haltung der Münchner Bayern bekundet, wird in ein paar Tagen da vielleicht etwas mehr Licht hineinbringen. Ich bleib dran.

Mercedes-Benz Anzeige

Man kann sich vorstellen, dass die „Bauchschmerzen“ mit dem bisherigen Erscheinungsbild schon sehr stark gewesen sein müssen, denn einen Wechsel des Markenzeichens bereits nach zweieinhalb Jahren sieht man doch sehr selten. Gerade bei einer automobilen Weltmarke wie Mercedes würde man einen derart raschen Markenzeichenwechsel sicherlich am aller wenigsten erwarten.

Das alte Zeichen hat ausgedient, was sehr schade ist, denn der rein weiße Stern war nicht nur eine Form, er war auch ein Bekenntnis. In seiner reduzierten Form vereinte er Klarheit und Klasse und gleichzeitig stellte er eine Gegenbewegung zur Norm dar. Progressiv und unangepasst war er. Klassisch, handwerklich perfekt und deutlich konservativer in der Darstellung ist der neue Stern. Nahezu alle großen Automarkenzeichen blitzen chromfarben, so nun auch der Mercedes-Stern. Differenzierbarer war der Vorgänger. Das Soundlogo – Uhuhuuuuuuuu – ist übrigens ebenfalls Geschichte.

Der neue Markenclaim lautet „Das Beste oder nichts.“ Ein Zitat des Gründervaters Gottlieb Daimler. Perfektion, Verantwortung und Faszination rücken in das Zentrum der Marke. In der englischen Übersetzung lautet der Claim “The best or nothing”.

Entwickelt wurde die Kampagne, sowie das neue Erscheinungsbild gemeinsam von der hauseigenen Designabteilung und der Brand Identity Unit von Jung von Matt. Die Markenkampagne wird ab heute über die Kanäle Print, TV und Online kommuniziert.

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88 Kommentare

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  1. manchmal muss man einen schritt zurückgehen, damit man etwas mehr schwung beim nächsten schritt hat!

    wer weiss wofürs gut ist ….

    (ich persönlich würde den neuen CLS nicht von der bettkante stossen)

  2. Wen kümmert überhaupt das logo in der printwerbung? Die ganzen kleinen modifikationen sind bald vergessen. Was jedoch bleibt, ist das signet auf den fahrzeugen (schließlich tritt der hersteller mit dem anspruch auf, etwas beständiges zu bauen), und das hat sich beim übergang zum “flachen” printlogo ebensowenig verändert wie bei der neuesten kehrtwendung. Die variante als kühlerfigur scheint nur noch beim E und S sowie einigen C-modellen in gebrauch zu sein, ansonsten ist es der große stern in der mitte des kühlergrills (der manchmal kein solcher ist, so etwa bei bussen). Diese beiden versionen sind nun schon über 50 jahre alt, auf manchen älteren fahrzeugen war außerdem eine umkränzte variante zu finden, die außer gebrauch gekommen scheint.

    (Ich lasse mich gern eines besseren belehren. Hat jemand einen kühlerfigur-stern von vor 50 jahren und kann diesen mit einem heutigen vergleichen? Hat sich an der form, etwa an den materialstärken, etwas geändert, oder nur an der funktion? Die “kippfunktion” zum schutz von fußgängern gibt es möglicherweise noch nicht so lange.)

    Ebenso von etwas längerer dauer als die werbeanzeigen und spots sind übrigens die beschilderungen der vertragswerkstätten. Ändert sich daran etwas?

  3. Für mich sind Mercedesse Autos für Angeber, Blender und Spießer – und genauso sieht das Logo jetzt auch wieder aus. Das flache Logo von 2007 hat meine diesbezüglichen Vorurteile besänftigen können, es strahlte Ruhe, Kraft und innere Werte aus. Jetzt glitzert es wieder so oberflächlich-nuttig, dass alle meine Voruteile wieder inkraft getreten sind. Aber vielleicht sind das gar keine Voruteile, vielleicht ist das tatsächlich so gewollt, dass es denen gefällt, denen auch Goldkettchen gefallen.

  4. als ich noch Design-Student war, lernte ich…
    dass ein gutes Logo, in den unterschiedlichsten Größen, gleich gut erkennbar sein sollten.

    Vom Benz-Stern kann man das gerade noch sagen.
    Ob seine, dabei immer feiner werdenden, Linien noch druckfähig bleiben, wage ich zu bezweifeln.

    Viele der neumodische Markenabzeichen sind nichts anderes als Industrie-Ohrstecker.

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