UEFA EURO 2016 Mascot

Maskottchen der UEFA EURO 2016

UEFA EURO 2016 Mascot

Gestern Abend wurde in Marseille beim Testspiel zwischen Frankreich und Schweden das Maskottchen der UEFA EURO 2016 vorgestellt. Deutlich weniger abstrakt als die Maskottchen vergangener Sport-Großveranstaltungen ist die Figur, die halb Junge und halb Superheld verkörpert.

Vielleicht ja wirklich einmal eine Figur, mit der Kinder, die mit Star-Wars-Figuren, Minions, Ninja Turtels oder Dreamworks Dragons aufwachsen, auch tatsächlich etwas anfangen können. Im Gegensatz zu bisherigen Kunst- beziehungsweise Pseudotier-Geschöpfen wie Fuleco oder dem hosenlosen Goleo durchaus ein sympathischer kleiner Fratz. Nur einen Namen hat er noch nicht. Bis zum 26. November 2014 kann dieser hier gewählt werden. Zur Auswahl stehen „Driblou“, „Goalix“ und „Super Victor“.

UEFA EURO 2016 Mascot

25 Kommentare zu “Maskottchen der UEFA EURO 2016

  1. Ja – grundsätzlich nicht unsympatisch, „superheroes“ sind ja gerade zeitgeistig und von daher nicht die schlechteste Grundidee. Ich denke aber es gibt Optimierungspotential:

    Character Design sollte einfach aber effektiv sein, seine Silhouette ist ein wenig austauschbar und könnte auch einfach einen mini-superman vermuten lassen.

    Braucht er wirklich Cape, Schuhe, Handschuhe UND Hose auf denen die grafischen Elemente der Veranstaltung zu sehen sind? wirkt etwas überladen, bei dezenterem Einsatz würde die Wirkung klarer und effektiver sein.

    Die Basis ist sehr „toon“ und kollidiert etwas unglücklich mit der realistischeren Iris der Augen, wirkt zusammen etwas gruselig der Blick – Stichwort uncanny valley.

    Konzept hinkt also ein wenig in meinen Augen, die technische Ausführung sieht aber sehr solide aus.

    • “superheroes” sind ja gerade zeitgeistig

      Wirklich? Die Verehrung von Helden hat ja durchaus eine lange Tradition. Jede Zeit hat ihre Entsprechung, seien es rein textliche Überlieferungen, Bücher, Comics, Videospiele oder (3D)Filme.

      • Ja. Klar gibt es die Heldenverehrung sogar seit Jahrtausenden und selbst die „Superhelden“ sind schon sehr lange unter uns. Aber gerade in den letzten Jahren durch die Batman-Trilogie von Nolan und die Avenger-Filme (mit Iron Man und den ganzen anderen) ist das Thema von der Subkultur in den Mainstream gewandert. Gibt ja neben den Comicbüchern und Filmen auch zahlreiche TV-Serien (mit einigen in der Entwicklung), Computerspiele, Merchandise,…

        Ich würde schon sagen, dass das Thema gerade sehr aktuell ist.

  2. Die grafische Arbeit ist sicherlich zeitgemäß und qualitativ auf aktuellem Stand. Heute muss ja alles 3D und HD und was weiß ich noch sein… Ich persönlich, der seine Kindheit in den 80er und 90er Jahren verbracht hat, kann dieses plastische Animations-Gedöns nicht mehr sehen. Aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.

    Was ich – davon abgesehen – aber noch etwas schwierig finde, ist, dass es sich um eine menschliche Figur und nicht wie meist üblich um ein Tier oder eine Fantasiefigur handelt. Als Maskottchen wäre das in meinen Augen besser.

    Insgesamt ist es nichts, worüber ich mich aufregen müsste, aber es ist eben nicht nach meinem Geschmack.

  3. Mir mag es nicht gefallen und ich frage mich ob es nicht etwas „erwachsener“, „männlicher“ und „markanter“ ausfallen müsste? Es handelt sich dabei um die EM der Nationalteams – also von erwachsenen Männern und nicht von Jugendlichen oder Kindern. Es ist keine U-Mannschaft auf dem Platz. Mit dem was hier gezeigt wird, bekommt der Fußball ein Gesicht, den ich als Zuschauer nicht auf dem Platz sehen möchte – ich möchte schon faire Zweikämpfe, Harte Pässe, Schnelligkeit Tore und, ja ich gebs zu, auch Fouls und etwas Härte sehen.
    Das Maskottchen wirkt dagegen extrem kindlich, naiv und platt mit sehr weichen Charakterzügen und einer Verniedlichung. Die von mir beschriebenen Erwartungen an Fußball-Spiele kommen nicht zur geltung. Klar – es werden daraus Merchandising-Artikel hergestellt, welche überwiegend die jungen Fußball-Fans und Kinder ansprechen sollen – aber sollte das Maskottchen nicht auch für die Sache („Männerfußball“) stehen? Meiner Ansicht nach kommt das nur sehr bedingt zum ausdruck.

    • Mein Gott, das ist ja furchtbar was du für Probleme hast. Geh doch in die nächste Muckibude oder hör dir ein Kollegah-Album an, um dein Bedürfnis nach echter Männlichkeit zu befriedigen!

      • Wenn ich ihm jetzt zustimme, laufe ich Gefahr, von dir unterstellt zu bekommen, solch minderwertige Geräusche von Kollegah etc., von manchen mitunter als Musik bezeichnet, zu hören?

    • Ich finde es genau richtig, dass ein Maskottchen kindlich wirkt. Es soll ja schließlich emotionale Gefühle wecken, denn genau das ist der Zweck eines Maskottchens, sonst hätte es sein Dasein verfehlt. Übermäßige Seriosität ist an dieser Stelle genau fehl am Platz (das würde wohl nur unfreiwillig albern oder abstoßend wirken), da es direkt eine Bindung zu den Menschen aufbauen soll. Nebenbei heißt der Begriff auch nicht ohne Grund verniedlicht Maskottchen.

      Aber einmal abgesehen von den generell kindlichen Zügen eines Maskottchens: Ob es jetzt unbedingt wie ein Kinderfußballer aussehen musste ist eine andere Sache, das finde ich auch nicht so super.

    • Und weil Flat Design derzeit (noch) im UI Design eine prägende Rolle einnimmt, muss man es in den Bereich der Illustration übertragen? Eint diese beiden Welten etwas, dass ähnliche Gestaltungslösungen rechtfertigte? Der Inhalt? Die Aufgabenstellung? Der Kontext? Die Anforderungen? Die Ziele? Die Zielgruppen? Ich würde alle Fragen verneinen.

    • Mir ist erstmal aufgefallen, dass die Kleidung eher an einen Raumfahrt-Anzug erinnert…durch den großen, runden Kragen und die Handschuhe und Stiefel. Wenn man schnell hinschaut, könnte das Emblem mit der Vase auch ein kleines Planeten-Logo auf dem Outfit sein :-)

  4. Meins ist das Maskottchen nicht. Da kann ich keinerlei Emotionen entwickeln. Auch die Präsentationen und Spots finde ich etwas „too much“, zu glatt. Mir fehlt eindeutig die Individualität. Ist ein 08/15-netter Junge, wie in allenmöglichen Werbespots, auf Agenturfotos, auf Lebensmittelverpackungen, … Meiner Meinung nach machen Eigenheiten einen sympathischen Charakter aus, mit dem man sich identifizieren kann. Das ist hier nicht der Fall.
    Zum Beispiel etwas zu große Ohren ;-)
    http://images2.alphacoders.com/758/75832.jpg

  5. Hmm… das Logo allein taugt imho schon nichts, es ist viel zu unruhig und überladen.
    Das Maskottchen führt das fort, wirkt aber zumindest sympathisch.

    Vielleicht ja wirklich einmal eine Figur, mit der Kinder, die mit Star-Wars-Figuren, Minions, Ninja Turtels oder Dreamworks Dragons aufwachsen, auch tatsächlich etwas anfangen können.
    In diesem Fall vermutlich Kinder = Jungs und ich frag mich nur, ob das auch die sind, die damit angesprochen werden sollen.

  6. Unabhängig von der gestalterischen Ausführung finde ich es toll, dass sich hier ein Entwurf durchsetzen konnte, der inhaltlich Kante hat.

    Damit meine ich, dass in Zeiten von PC viele große Organisationen, die in der Öffentlichkeit stehen bei Maskottchen keine Angriffsfläche bieten wollen und deswegen in die Abstraktion verfallen. Warum ist das ein Junge und kein Mädchen? Warum ist er hellhäutig? Derartigen Diskussionen will im Vorfeld oft vorbeugen, indem man alles abschießt, was irgendwie bei irgendwem Anstoß erregen könnte.

  7. Ein solider Character, der sich wohltuend von den bisher oft abstrakten Figuren unterscheidet. Allerdings kann ich Benjamins (#1) Gedanken nachvollziehen: Die Augen bzw. der gesamte Ausdruck des Gesichts wandelt hart an der Grenze, wenn ich genau hinsehe, empfinde ich diese „Puppe“ als eher furchteinflössend bis unsympathisch. Eigentlich ist er schon über die Grenze und steckt ganz tief drin, im „uncanny valley“….

    Das ist Schade, weil man doch konstatieren muss: Form und Proportion des Buben sind, höflich formuliert, nicht unbedingt gestalterisches Neuland – Die dadurch freigewordene Kreativ-Kapazitäten hätte man durchaus noch in das Gesicht des Jungen stecken können… ;-)

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