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30 Kommentare

  1. Das neue Logo, bei dem an ein vorhandenes Logo der Schriftzug “multiplicity” angefügt wurde, sieht aus, als ob an ein vorhandenes Logo der Schriftzug “multiplicity” angefügt wurde.

    Will heißen: sieht irgendwie willkürlich zusammengeschustert aus. Beides für sich OK, aber eben nicht zueinander passend, wie ich finde.

  2. Die Idee, mit den unterschiedlich farbigen i als symbolisierte Personen, das multiplicity zu visualisieren, ist durchaus OK. Aber die Schriftart bricht ansonsten mit allem, was das Logo ausmacht. Entsprechend wirkt das multiplicity aufgesetzt und wie ein Fremdkörper. Damit wird die gewollte Aussage des Logos konterkariert.

  3. “multiplicity” = die Mannigfaltigkeit, die Mehrwertigkeit oder einfach nur: die Vielfalt. Schon als eigenständiges Wort schön. Aber es ist genial, darin das Wort CITY zu erkennen und für eine Stadt sprechen zu lassen. Wunderbar gedacht, perfekt für Luxemburg und für sich genommen typografisch schön umgesetzt.

    Ansonsten stimme ich meinen Vorgängern zu. Eine optische Brücke zum Stadtlogo fehlt – die Kombination ist äußerst unglücklich.

  4. Multiplicity? Da sieht man Consultants mit verkopften Konzepten vor dem Flipchart stehen. Und andächtig nickende Entscheider, die einmütig zustimmen, da sie für ein vernünftiges Konzept jetzt ohnehin kein Budget mehr haben. Nur Luxemburg assoziiert man als allerletztes.

  5. Ich finde es absolut nicht gelungen.
    Wenn meine Vorgänger hier schreiben, dass jedes Logo für sich genommen OK sei, so ist das völlig bedeutungslos, selbst wenn es stimmen sollte.
    Denn die Aufgabe war ja wohl nicht, einen schönen und funktionierenden Schriftzug “multiplicity” zu entwerfen und diesen irgendwie an die vorhandene Wort-/Bildmarke anzufügen, sondern doch eher die Marke “Ville de Luxembourg” inhaltlich neu zu positionieren.
    Und dabei ist eine typografische Katastrophe herausgekommen.
    Gekonnt wäre gewesen, dem Schriftzug “Ville de Luxembourg” einen Zusatz beizufügen, der dem Geist dieses Schriftzuges entspricht und ihn nicht mit Füßen tritt.
    So ist aus einer netten Idee – die allerdings in ihrer Farbgebung eher an einen Druckereibetrieb erinnert -, ein weiteres Negativbeispiel nach dem Motto “Es war ja gut gemeint …” entstanden.
    Ich gebe Corinna (Nr.4) recht, das sieht alles nach einer windigen Notoperation aus…

  6. 2 Fonts ein Logo, kein Plan was das nun soll. Jedes für sich OK aber das ist flickenschusterei und sehr Kompromisslos. Der eine wollte das andere nicht aufgeben sowie der andere das andere nicht.

  7. Vorher war’s ein Maybach – jetzt ist es ein Smart. Ein schönes Beispiel dafür, wie man aus einem “edlen”, “luxuriösen” Logo ein Mainstream-Produkt für den kleinen Geldbeutel machen kann. Wobei: Als Stadtlogo taugen beide nichts.

  8. Witzig,

    ich habe erst “Strasbourg” gedacht und fand “multiplicity”, Vielfalt, Weltoffenheit sehr passend. Dann hab ich mich gefragt, warum sie bislang den mächtigen Löwen samt Krone als Wappen hatten, bis ich meinen Verleser bemerkte.

    Zu meiner bisherigen Vorstellung von Luxembourg passen der royale Löwe und die gradlinige, geometrische Typo gut.

    Zu meiner Vorstellung einer vielfältigen, weltoffenen Stadt passt das “multiplicity”-Logo hervorragend. Vielleicht ein bißchen arg playmobil-ähnlich, die Typo, aber sonst…

    Was aber nicht passen mag – in meiner Vorstellungswelt – ist eine royale, erhabene Stadt, ein weltwichtiger Finanzplatz und bunte, wuselige Diversity-(divercity?)-Gesellschaft.

    Die neue Logo-Kombination erinnert mich drum an den Umbau eines Ratskellers in ein hippes Erlebnis-Restaurant, bei dem die alte Kundschaft nicht vergrault und die neue trotzdem angesprochen werden soll und der dann “El Ratskeller – Schnitzel y Tapas” heißt.

    Kann eine so simple Kombination diametral unterschiedlicher Wesenszüge tatsächlich das Ergebnis guten Designs sein? Wird die hierarchische Struktur dem gerecht? Oder wäre mulitplicity nicht besser als kleineres, aber näheres Add-On oben rechts, wie eine mathematische Potenz, besser aufgehoben? So erscheint es mir in seiner Platzierung dem Wesen und Prinzip des “alten” Luxemburg unterworfen: hier gehörst du hin, ordne Dich unter. An anderer Stelle wäre es selbst-sicherer, mutiger, seinem eigenen Wesen entsprechend “Ich bin ein neuer, bunter Fleck auf der Landkarte”. Nur eine von sicherlich mehreren möglichen Alternativen.

    Ob ein komplettes Re-Design die Aufgabe besser löste, als jedwede Kombination dieser unterschiedlichen Inhalte und Signets, ist – gerade im Hinblick auf die Nützlichkeit von Markenpflege und den Aufwand eine Neuaufbaus – für mich jedenfalls fraglich.

    Herzliche Grüße
    liqui.do

  9. vorgängerlogo war schlecht gestalterisch umgesetzt.
    löwe wirkt harmlos. typo und symbol nicht abgestimmt zusammengesetzt.

    das neue logo wirkt katastrophal. man weiss gar nicht wohin man zuerst schauen soll.
    liegt daran dass alle drei objekte (löwe, typo, typo bunt) von der größe her optisch gleichwertig sind. schade. man kann daraus viel mehr machen können.

    ps. finde übrigens dass löwenkopf grafisch nicht schön gezeichnet ist. viel zu harmlos und königliche eleganz fehlt auch… draufgesetze krone rettet die sache auch nicht.

  10. Der “Ville de Luxembourg”-Teil des Logos hat deutlich gewonnen und wirkt jetzt hochwertiger durch die Einfarbigkeit, linksbündige Typo und harmonischere Proportionen von Bild- zu Wortmarke. Bis dahin also durchaus gelungen.

    Und dann kommt “multiplicity”. Die verschiedene-Menschen-(i)dee mag nett sein, der Schriftzug an sich vielleicht auch okay, wenn auch weitgehend charakterfrei.

    Aber die Kombination aus “Königshaus” und “Kinderspielplatz” finde ich eher verwirrend und unausgereift. Ich bin gespannt, ob in der weiteren Umsetzung die Themen “Vielfältigkeit – Empfang – Gastlichkeit – Toleranz” besser transportiert werden können.

  11. Das alte Logo fand ich durchaus gelungen. Die Illustration des Löwen finde ich persönlich recht schön und die abgerundete Form hat einen schönen Kontrast zum konstruierten und eckigen Schriftzug gebildet. Auch das Aufgreifen der Schräge an der Unterseite des Löwenkopfes auf der Internetseite war eine gute Idee.

    Beim Relaunch finde ich einiges sehr störend. Die Kombination aus “multiplicity” und “Ville de Luxembourg” funktioniert überhaupt nicht. Die Strichstärken harmonieren nicht und die abgerundete Form bildet in dem Fall keinen anständigen Kontrast zur alten Schrift (da es ebenfalls eine konstruierte und keine organische Schrift ist), sondern ist ein Störfaktor. Auch für sich genommen finde ich die “multiplicity”-Schrift nicht gut. Sie hat wenig bis keinen emotionalen Wert und ist typografisch an einigen Stellen unausgereift. Das “m” und das “u” dann noch zu verbinden und dann die “i” einzufärben sind überflüssigerweise nochmal zwei neue Gestaltungselemente, die das ohnehin überfrachtete Logogebilde noch komplexer machen.

    Vielleicht hätte man das alte Logo durch ein handschriftliches “multiplicity” ergänzen können (vielleicht auch der variable Einsatz verschiedener Handschriften von unterschiedlichen Menschen). Das hätte dem hochwertigen, royalen Touch nichts genommen, hätte meiner Meinung nach mit dem Rest gut harmoniert und den Gedanken der Vielfalt kommuniziert.

  12. Zur mangelnden Verbindung der Typografien: Die Schriftzüge lassen sich in meinem Kopf nie zu einem gemeinsamen Logo zusammenfügen. Ich sehe immer 2 Logos: Ville de Luxembourg und ein eigenständigen multiplicity.

    Warum ist das so? Vor allem die stärkere Fettung des multiplicity lässt einen ein separates Logo vermuten – mal ganz abgesehen vom ganz eigenständigen Wortmarken-Style dank Farbgebung und Buchstabenverbindung.

    Wie könnte man beide Teile verbinden?
    – Die Schrift angleichen, eine Schrift für beides finden: nicht so Wii wie die Schrift unten, aber auch nicht ganz so klassisch wie die Futura.
    – Multiplicity zumindest nicht fetter als die Futura Medium.
    – Die Farben aus multiplicity im Löwenkopf auftauchen lassen, um eine Visuelle Verbindung zu schaffen.

  13. Die beiden Logos widersprechen sich komplett voneinander, man könnte sagen, das eine ist das Gegenteil des anderen. Das liegt aber auch an der Entscheidung nach Vielfalt, die an sich schon dem vorigen Logo sehr konsequent entgegen spricht. Ein elitär und edel anmutendes Adelsbild (mal ganz übertrieben gesagt) unterscheidet sich nun mal grundsätzlich vom Wunsch nach egalitärer Vielfalt. Meiner Meinung nach hätte man das gesamte Image anpassen müssen; in dialektischer Weise eine neue Identität mit neuen Werten schaffen wäre der beste Weg gewesen.
    So aber sieht man die Widerstände in den Botschaften radikal: Französisch gegen Englisch, spitz gegen rund, edle farbliche Zurückhaltung gegen kunterbunt, Ikone gegen Spielerei, zart gegen fett, usw.
    Damit wird jede Wirkung hinfällig. Es gibt keine klare Botschaft, wenn überhaupt mutet die Sache eher scheinheilig an.

    Schade, denn für sich genommen wäre jedes der beiden Logos brauchbar. Für jeweils passende Identitäten…

  14. Ich bin überrascht, wie das „Multiplicity“ hier hingenommen wird und es nur noch um dessen Integration in ein Logo geht. Dabei ist „Multiplicity“ doch ganz offenkundig das Grundproblem, das traurige Ergebnis eines fruchtlosen Brainstormings: ein Potpourri banaler Attribute, zusammengerührt zu einem billigen Etikett ohne jedes Profil. „Ruhr hoch n – Teamwork Capital“ lässt schön grüßen.

    Über die visuelle Umsetzung ist dann letzendlich auch nichts mehr zu retten – ich würde sogar sagen, sie passt dazu.

  15. Das ist nicht ein neues logo, das sind zwei logos, die nichts miteinander zu tun haben und so aussehen, als stünden sie nur zufällig untereinander.

  16. Da sind zu viele Textideen* auf einmal drin.
    Was will man damit sagen:
    multi?, oder multiply? (haha vemehret euch… ?) oder m …-city ?

    Zusatzerklärung für Nichtfranzosen? “Ville de”… heißt ja Stadt …

    *zuviele formale Ideen sowieso:
    Man weiß nicht, wo man zuerst hinschauen soll.
    Dat Löwe hat seine Farbe verloren und guckt entsetzt.

  17. Ich hätte “multiplicity” (typografisch übrigens meiner Meinung nach wirklich schlecht umgesetzt) auch eher als Motto für das Jahr 2011 verstanden. Eine eigenständige Aktion mit einem eigenen Logo, dass aber nicht notwendigerweise immer in solch einer Einheit mit dem Stadtlogo auftauchen muss.

    Allerdings muss ich auch sagen, dass das Wort “multiplicity” dafür zu komplex (auch in der Aussprache) und wenig greifbar ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich darin die dargestellten Menschen wiederfinden werden.

  18. Der Tathergang in der Agentur Minale Design Strategy baut sich vor meinem geistigen Auge auf:
    Agent#1: “Wir brauchen noch etwas peppiges, das unmissverständlich aussagt wie modern und cosmopolit wir sind, immer den Fühler am Puls der Zeit haben…”
    Agent#2: “(Heureka!) Ich hab’s! Wir mischen einen englischen (oder zumindest englisch aussehenden) Begriff ein. Das ist immer gut. Dann müssen wir uns auch nicht mit der Kultur und Sprache des Auftraggebers auseinandersetzen.”
    Alle Anwesenden (zustimmendes Kopfnicken): “Genial”
    Der Chef: “Genau: frische Ideen. Das ist unser Ding. Das hat noch keiner gemacht.”
    Agent#1: “Aber was nehmen wir?”
    Agent#2: “Innovative?”
    Chef: “zu plump.”
    Agent#1: “Innovativness?”
    Chef: “besser, aber ich denke ich hab’s: The Innovation City”
    Agent#2: “InnoCity! wie innocence”
    Agent#1: “Multiplicity!”
    Beifall. Vorhang fällt.

  19. I lived in England and the US for 8 years, and NEVER once heard the word “multiplicity”.

    Sounds a bit like wellness, a fake English word in that no native speaker uses it.

  20. Naja, ich weiß nicht. Die Schrift bei “multiplicity” sieht ein wenig aus wie von einem Kinderspieleparadies. Zu bunt und irgendwie passt sie auch nicht zum Rest des Logos.

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