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Sprache und Design haben gemein, dass sie, vorausgesetzt der Ausdruck beziehungsweise die Form stimmen, Dinge größer und bedeutender erscheinen lassen können als sie tatsächlich sind. Das ist übrigens ein Grund, weshalb Politiker ein so komisches Deutsch sprechen, das immer weniger Menschen verstehen. Wer Lügen wohlklingend und formschön verpackt, der braucht sich nicht wundern, wenn Menschen sich abwenden.
Government Logos

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Corporate Design ist zum Teil schwer vermittelbar. Werbung, ja, damit wissen die Meisten etwas anzufangen, aber Kommunikationsdesign und Corporate Design? Wie das manchmal so ist – erst wenn etwas fehlt, wird sichtbar, wie essenziell es ist. Die visuellen Identitäten europäischer Regierungen nebeneinander gestellt, verdeutlichen dies in besonderer Weise.
Heart Logos

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Was haben Palma de Mallorca, Thomas Cook, Beate Uhse und der Flughafen Erfurt, um nur einige zu nennen, fortan mit dem Flughafen Brüssel gemein? Richtig, alle nutzen seit dem jeweils letzten Redesign ein Herz als Bildmarke. Dass in der Werbung Liebe alle lieben, wissen wir seit geraumer Zeit. Auch die Anzahl an Corporate Designs, die sich diesem Thema verschrieben haben, nimmt stetig zu. Ein Trend? Absolut.
Gotteslob

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Es ist ein Buch, das seine Superlative geschickt hinter einem schlichten Äußeren verbirgt. Als am 1. Dezember 2013, dem ersten Adventssonntag, die neue Fassung des Gebet- und Gesangbuches der katholischen Kirche für Deutschland, Österreich und für die Diözese Bozen-Brixen vorgestellt wurde und in den Medien durchaus auf breites Echo stieß, war dies der Höhepunkt eines knapp 10-jährigen Entstehungsprozesses.
Kunsthalle Wien – Jahreskarte Flyer

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Bereits im April dieses Jahres stellte die Kunsthalle Wien ihr neues Erscheinungsbild vor. Ein Erscheinungsbild, das zum Zeitpunkt der Einführung für reichlich Wirbel gesorgt hatte. Nicht des Wirbels wegen möchte ich das Erscheinungsbild an dieser Stelle vorstellen, sondern weil es die höchst spannende, von der Tagesaktualität losgelöste Frage thematisiert, wie dynamisch versus statisch ein Corporate Design sein darf.

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Das Museum Angewandte Kunst Frankfurt hat sich ein neues Corporate Design zugelegt, still und heimlich, und das ist durchaus so gewollt. Die in diesem Jahr abgeschlossenen Umbaumaßnahmen – der Richard-Meier-Bau des Museums wurde 27 Jahre nach seiner Errichtung in seinen Originalzustand versetzt – überschatteten die Neuerungen im Bereich der visuellen Identität, die gleichwohl eminent sind und nichts anderes als einen Paradigmenwechsel in der Frage der Außenwahrnehmung. Eines der spannendsten Logo-Redesigns der vergangenen Jahre.