Qualitätsgarantie für Logo-Design?

Lässt sich die Qualität eines Logos messen?

Qualitätsgarantie für Logo-Design?

Felicitas Knapp hat sich im Rahmen ihrer Bachelorarbeit an der Westfälischen Hochschule eingehend mit der Frage beschäftigt, ob sich die Qualität eines Logos auf Basis eines Kriterienkatalogs messen lässt. Knapp, die im Fachbereich Journalismus und Mediengestaltung studiert hat, ist davon überzeugt, dass der von ihr entwickelte Evaluationsbogen viele Vorteile sowohl für Gestalter wie auch für Unternehmen mit sich bringt. Mittlerweile ist ihre Arbeit in Buchform erschienen. Für dt-Leser steht ein Gratisexemplar bereit.

Wann ist ein Logo gut?

Wie wir wissen ist laut Kurt Weidemann ein Logo dann gut, wenn man es mit dem großen Zeh in den Sand kratzen kann (siehe Zitate über Design). Womit auch schon die Notwendigkeit zur Reduktion als ein wesentliches Kriterium benannt wäre. Anwendbarkeit und Reproduzierfähigkeit sind weitere leicht objektivierbare Kriterien, die eine faire und nachvollziehbare Bewertung hinsichtlich der Qualität eines Logos ermöglichen. Anderseits bringt es das individuelle ästhetische Empfinden von Menschen mit sich, dass Logos höchst unterschiedlich bewertet werden.

Das von Knapp erarbeitete „Evaluationsinstrumentarium zur Qualitätsprüfung eines Logos“ kann im Rahmen der Entwurfsphase potenzielle Schwächen oder Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen, so die Autorin. Designer und Agenturen, die den Logo-Evaluationsbogen einsetzen, können gegenüber Kunden und Auftraggebern die Qualität der Entwurfsarbeit nachweislich aufzeigen. Eine Garantie für gutes Logodesign gibt es nicht. Wer allerdings Kriterien wie Anwendbarkeit, Einzigartigkeit, Verständlichkeit u.a. in seiner Beurteilung berücksichtigt, wird garantiert zu einer Bewertung gelangen, die weit über ein „gefällt mir“ oder „gefällt mir nicht“ hinausgeht.

Erschienen ist das Buch bei Steinbeis-Edition (Detailseite zum Buch). Ich hatte die Freude, das Evaluationsinstrumentarium bereits im Rahmen der, wie ich meine, bemerkenswerten Bachelor-Thesis als Zweitprüfer kennenzulernen. Den im Buch beschriebenen Evaluationsbogen gibt es unter LogoStrator in Form einer Excel-Datei als Download.

Verlosung

Auf dt-Leser wartet ein Gratis-Exemplar. Wer bis zum 14. Juli als Kommentar die folgende Frage beantwortet, nimmt an der Verlosung teil: Wann ist deiner Meinung nach ein Logo gut? Was braucht es, damit es funktioniert?

143 Kommentare zu “Lässt sich die Qualität eines Logos messen?

  1. Ein gutes Logo muss für mich in erster Linie einen hohen Wiedererkennungswert besitzen. Es sollte mit einem Blick richtig zugeordnet werden können.

  2. Für mein Empfinden muss ein Logo nicht nur für die Fax-Tauglichkeit (die in der Form unweigerlich aussterben wird) auch in SW funktionieren und gut wiedererkennbar sein.

  3. Ich zitiere gern Kurt Weidemann, da ich diesen Satz sehr treffend finde:
    „Ein Logo ist dann gut, wenn man es mit dem großen Zeh in den Sand kratzen kann.“

  4. Damit ein Logo funktioniert, muss es vor allem unterscheidbar von anderen sein. Die Sache mit dem großen Zeh im Sand klingt zwar auf den ersten Blick gut, ist aber wie so vieles von Weidemann nur Wichtigtuerei: das alte Höchst-Logo beispielsweise hat hervorragend funktioniert, aber kaum jemand konnte es ordentlich nachzeichnen.

  5. Ein Logo ist immer eine Identität. Das Logo muss zum Kunden passen, dieser muss sich damit identifizieren können und sollte sich durch sein grafisches Abbild zu 100% vertreten fühlen. Meiner Meinung nach muss ein Logo nur diesen einen Aspekt erfüllen. Wenn das Unternehmen hinter der (grafischen) Marke steht wird diese selbstbewusste Haltung auch an den Kunden weitergegeben und erzeugt ein positives Bild.

    Gruß,
    Sascha

  6. sofern ich eins mit dem produkt bin, ist für mich persönlich ein logo dann gut, wenn ich das logo im stickerformat haben möchte und honorarfrei werbung mache, in dem ich den sticker mit genuss auf meinem latop klebe!

  7. Wenn Menschen beginnen, das Logo selbst neu zu interpretieren (Plakate, Banner, Fahnen …) und sich dadurch damit identifizieren – Dann bekommt das Logo und die damit verbundene Institution einen eigenen Charakter.

  8. Es sollte so einfach wie möglich dargestellt sein und die Marke trotzdem so kreativ wie möglich darstellen.

  9. Bitte nicht böse sein, wenn ich die Frage NICHT beantworte und somit NICHT an der Verlosung teilnehmen möchte. Denn dieses Buch will ich auf gar keinen Fall gewinnen. Es würde bei mir nur als ungelesener Staubfänger enden ;-)

    Aus meiner Sicht ist die Behauptung, die Qualität bzw. den Erfolg eines Logos anhand bestimmter Parameter messen zu können, ebenso Quatsch, wie Kurt Weidemanns bekanntes Zitat (es gibt eine ganze Menge sehr guter Logos, die man NICHT mit dem großen Zeh in den Sand kratzen kann). Zum Glück gibt es keine ISO-Norm für Markendesign, denn dann wären wir sehr schnell in der Nähe der Rassengesetze der Nazis. Auch die wollten schon durch Proportions-Messungen von Gesichtern einen Qualitätskatalog für den optimalen Menschen, den perfekten Arier schaffen.

    Oder ein aktuelleres Beispiel: Obwohl Jogi Löw während der letzten Monate mit einer ausgetüftelten und hochkomplizierten Computer-Software die Spielstrategien seiner Gegner analysieren ließ, gelang es der deutschen Mannschaft gestern nicht, gegen Frankreich zu gewinnen. Erfolg lässt sich weder messen, noch mathematisch berechnen oder vorhersagen. Der Faktor Mensch steht im Weg.

    Und überhaupt: Was genau soll denn der »Erfolg eines Logos« sein? Wenn das Unternehmen, das dieses Logo im Einsatz hat, seine Umsätze plötzlich verdoppelt? Finanzieller Erfolg ist die Summe aus optimalen Kriterien und bestimmten Entscheidungen in einem bestimmten Moment und auf einem bestimmten Markt unter Beteiligung bestimmter Protagonisten. Das Firmenlogo spielt dabei nur eine sehr kleine Rolle. Die Markenhistorie ist voll von Beispielen, bei denen Unternehmen TROTZ eines brillanten Logo- und Corporate Designs allein durch Managementfehler an die Wand gefahren wurden.

    Also: Ein gutes Logo zu haben ist gut. Aber sicher nicht der garantierte Weg zum Erfolg.

    • Ihrem Kommentar, Herr Karl, kann ich nur teilweise zustimmen. Sicher ist es unmöglich, die Qualität eines Logos vollständig anhand bestimmter Parameter messen – geschweige denn, dessen Erfolg verlässlich zu prognostizieren. Das heißt aber nicht, dass man ein Logo gar nicht nach bestimmten Maßstäben beurteilen kann.

      Es gibt recht harte Kriterien (u. a. erkennbar?, technisch reproduzierbar?, praktische einsetzbar?) und weichere (z. B. ästhetisch?, prägnant?, zum Unternehmen passend?). Über letztere kann man eher diskutieren und sie beruhen oft auf schwer begründbaren Erfahrungswerten. Wenn ein Logo allerdings in Hellstgrau auf Weiß angelegt ist oder nur aus einer nicht zuzuordnenden Bildmarke besteht, dann wird es mit ziemlicher Sicherheit seinen Zweck verfehlen.

      Was der Zweck eines Logos, also wann es erfolgreich ist? In meinen Augen ist ein Logo das Erkennungszeichen eines Unternehmens. Es (und das Corporate Design) sollte ein Unternehmen schnell als Absender identifizeren.

      Wenn Coca-Cola und MacDonald’s es mit ihren Schriftzügen schaffen, in unserem Unterbewusstsein positive/gewünschte Reaktionen auszulösen, dann liegt das natürlich nicht allein am Logo. Insoweit: Ja, es gehört mehr dazu als ein gutes Logo, um die Umsätze eines Unternehmens zu verdoppeln. Aber hier ging es doch um die Qualität des Logos an sich, nicht um dessen Zusammenspiel mit der Unternehmenspolitik.

      Und um die gestellte Gewinnfrage zu beantworten: Eine Logo ist dann gut, wenn es den Spagat schafft, eine schnelle Wiedererkennbarkeit zu ermöglichen und sich gleichzeitig „harmonisch“ – oder zumindest zum Unternehmen passend – in eine Vielzahl von Kontexten einzufügen.

    • Hallo Herr Karl,

      als Autorin des Buches stimme ich Ihnen in vielen Punkten zu. Ein gutes Logo kann niemals den (finanziellen) Erfolg eines Unternehmens garantieren und – wenn überhaupt – auch nur marginal beeinflussen. Trotzdem möchten die meisten Organisationen lieber eine gutes Logo als ein schlechtes, oder täusche ich mich? Darum geht es in meiner Arbeit aber überhaupt nicht.
      Ich habe mir die Frage gestellt, was „gut“ im Zusammenhang mit Logo-Design eigentlich heißt.

      Selbstverständlich kann die Qualität eines Logos nicht mit mathematischer Genauigkeit gemessen werden. Sie müssten doch aber zustimmen, dass es Kriterien gibt, ohne die ein Logo nicht funktionieren kann – allein schon im Hinblick auf seine Anwendbarkeit (Skalierbarkeit, s/w-Funktionalität usw.). Darüber hinaus gibt es natürlich noch andere Kriterien, die schwerer zu objektivieren sind, wie der Informationswert oder die Ästhetik eines Logos. Sind diese Kriterien aber klar definiert und besitzt ein Fachmann genügend Informationen über das Unternehmen, dessen Logo er untersucht, und – ganz wichtig – besitzt er auch den Willen zur Objektivität, muss er doch in der Lage sein, zu entscheiden, ob diese Kriterien erfüllt sind oder eben nicht.

      Eine vollständige und immer geltende Kriterienliste anzufertigen, ist natürlich auch nicht möglich. Denn bei jedem Auftrag können neue Kriterien hinzukommen, die eine mehr oder weniger große Rolle spielen. Der im Buch erarbeitete Kriterienkatalog will hier lediglich als Basis dienen.

      Dass man die Qualität von Design zu beurteilen versucht, hat meiner Meinung nach nichts mit Nazi-Gepflogenheiten zu tun – schließlich tun wir das jeden Tag. Nur geschieht das meistens auf einer sehr subjektiven Ebene (wie Kristina Mörsdorf im Kommentar unten geschrieben hat) im Stil von „Ich mag blau…/Ich mag keine Kreise…“. Genau hier setzt die Arbeit an und versucht, eine Art Checkliste bereitzustellen, die meiner Meinung nach bei der Logo-Entwicklung unterstützen und im Gespräch mit Auftraggebern von Nutzen sein kann.

      Im Übrigen finde ich es sehr schade, dass Jogis Jungs das Ergebnis der gestrigen Partie nicht besser kontrollieren konnten, aber Fußball ist eben ein Spiel. Ich hoffe jedoch sehr, dass ein Designer das Ergebnis seiner Logo-Entwürfe vollends in der Hand hat.

      • »Ich hoffe jedoch sehr, dass ein Designer das Ergebnis seiner Logo-Entwürfe vollends in der Hand hat.«

        Hallo Frau Knapp,
        das Ergebnis seiner Logo-Entwürfe mag ein guter und durchsetzungsfähiger Designer sicher in der Hand haben. Aber ganz sicher nicht die Wirkung des Logos auf andere Menschen oder auf den finanziellen Erfolg des Unternehmens. Dies hängt einerseits vom ästhetischen Empfinden der jeweiligen Zielgruppen ab, wie andererseits auch von den Gesetzen der Branche.

        Wenn Sie heute Leute auf der Straße fragen: »Welches Logo finden Sie gut?«, dann antworten die meisten »das von NIke« oder »das von Apple« oder »das von CocaCola«. Doch die Befragten sagen das nicht, weil sie diese Logos formal oder typographisch für hervorragend gemacht halten. Das können viele ja gar nicht beurteilen. Sie nennen diese Firmen, weil ihnen diese Logos bekannt sind. Weil es weltbekannte Logos sind.

        Und wieso sind diese Logos weltbekannt? –> Weil ein Unternehmen sein Logo auf jedes seiner Produkte setzt und diese Produkte dann mit Milliarden-Etats bewirbt. Für mich (selbst seit über 25 Jahren schwerpunktmäßig mit Logodesign beschäftigt) ist das ein gewaltiger Unterschied zur reinen formalen Qualität eines Logos. Den inhaltlichen Hintergrund des Nike-Swoosh können von 100 Befragten vielleicht nur einer oder zwei benennen. Die meisten aber wissen doch gar nicht, was dieser Haken darstellen soll. Sie kennen ihn nur, weil sie ihn fast täglich sehen.

        Also: Betrachter und Konsumenten werden manipuliert und über viele Jahre oder Jahrzehnte auf bestimmte Logos konditioniert. Und was noch »schlimmer« ist: Das würde auch mit einem grottenschlechten Logo funktionieren. Bewerben Sie es nur breit und lange genug, dann kennt es irgendwann die ganze Welt und es wird automatisch als »erfolgreiches Logo« empfunden ;-)

        • Hier gebe ich Ihnen in vollends Recht, das Logo allein kann ein Unternehmen selbstverständlich nicht erfolgreich machen, es ist schließlich „nur“ sein „Gesicht“. Und natürlich hängt die Bekanntheit eines Logos und des Unternehmens größtenteils von seiner Marktdurchdringung bzw. dem Werbe-Etats ab. Ganz klar. Dieses Thema ist jedoch wie gesagt nicht Gegenstand der Arbeit. Sie will lediglich dabei helfen, „gute“ Logos zu machen. Denn wenn wir schon täglich von all diesen Logos penetriert werden, wäre es doch schön, wenn wir sie einfach verstehen, zuordnen und vielleicht sogar optisch ansprechend finden könnten.
          Die Arbeit will also dabei unterstützen, den „schlimmen“ Fall des grottenschlechten, weltweit bekannten Logos zu vermeiden. :)

          • Hallo Frau Knapp,
            das mit dem weltbekannten aber grottenschlechten Logo war ja nur ein fiktiv angenommenes worst case-Szenario. Unternehmen, die über mehrere Dekaden Milliarden $$$ in ihre Marke investieren, haben meist auch ein ganz passables, zumindest aber gut funktionierendes Logo. Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass es rein theoretisch möglich WÄRE ;-)

        • »Denn dieses Buch will ich auf gar keinen Fall gewinnen. Es würde bei mir nur als ungelesener Staubfänger enden.«

          Halte ich für eine sehr engstirnige Sicht. Bücher sind dazu da um Diskussionen anzustoßen und um Wissen zu erzeugen. Letztgenanntes ist in der Design-Branche rar. Es gibt viele Mythen und Meinungen jedoch kaum gesichertes Wissen.

          »das Ergebnis seiner Logo-Entwürfe mag ein guter und durchsetzungsfähiger Designer sicher in der Hand haben. Aber ganz sicher nicht die Wirkung des Logos auf andere Menschen …«

          Entschuldigung aber wirkungsvoll gestalten und Wirkungen abwägen ist die Kernkompetenz eines Gestalters. Wer das nicht beherrscht sollte – um in der Fußballsprache zu bleiben – soll bitte gleich nach Hause fahren.

          »Dies hängt einerseits vom ästhetischen Empfinden der jeweiligen Zielgruppen ab.«

          Mir wird immer viel zu viel über technische- und ästhetische Funktionen geredet. Die kommunikative Ebene wird stets ausgeklammert. Es ist meiner Meinung die entscheidende Funktion. Im Übrigen ist es auch die Funktion, die es ermöglicht, Auftraggeber von Geschmacksurteilen zu befreien und qualitative Diskussionen über die Strategie zu führen, die das Unternehmen mit einem Erscheinungsbild verfolgt.

          »Wenn Sie heute Leute auf der Straße fragen: »Welches Logo finden Sie gut?«, dann antworten die meisten »das von NIke« oder »das von Apple« oder »das von CocaCola«.«

          Warum ist das so? Vielleicht weil es Designer bisher nicht geschafft haben Worte und Definitionen zu finden um diese der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen?

          Ich werde mir das Buch jedenfalls kaufen, falls ich es nicht gewinnen sollte.
          Das ist nämlich mein Kommentar dazu:

          Die Fragen nach einem gelungenen Signet kann pauschal nicht beantwortet werden. Zum einen verfolgen Unternehmen mit Signets unterschiedliche Strategien. Zum anderen fehlen Werkzeuge zur Analyse, die sich auf die visuellen Wirkungsabsichten und kommunikativen Überzeugungsmittel beziehen. Eine solche Betrachtung würde die Benennung der einzelnen Phänomene ermöglichen und sie somit für Außenstehende erklärbar machen.

          • »…Bücher sind dazu da um Diskussionen anzustoßen und um Wissen zu erzeugen. Letztgenanntes ist in der Design-Branche rar. Es gibt viele Mythen und Meinungen jedoch kaum gesichertes Wissen…«

            WISSEN …was für ein breiter und dehnbarer Begriff. WISSEN gehört für mich eher in die Ecke Wissenschaft. Muss ich als Designer WISSEN was eine »Dickte« oder eine »Minuskel« ist oder wer die Schriftart Futura entworfen hat, um Typografie gut einsetzen zu können? Muss ich WISSEN, was Leo Burnett über Werbung geschrieben hat, um eine super Headline zu texten? Muss ich WISSEN, ob Kurt Weidemann seine Logos jemals mit dem großen Zeh in den Sand gekratzt hat, um selbst gute Logos zu entwerfen?

            Für mich, lieber Herr Helmann, hat mein Beruf Grafikdesign sehr viel mehr mit Kreativität, Talent, Bauchgefühl, Intuition, Gespür, Geschmack, Spielerei und Erfahrung zu tun als mit WISSEN. Hier zusätzlich einiges zu WISSEN hilft vielleicht, ist aber nicht die Grundvoraussetzung für kreatives Arbeiten. Ich habe sicher einige Hundert Bücher über Grafikdesign im Regal. Fragen Sie mich doch mal, wie oft ich jedes einzelne davon im Jahr herausnehme, um darin zu lesen! Ich sage es Ihnen: So gut wie nie. Das WISSEN darüber, was andere über Design gesagt, geschrieben oder herum-theoretisiert haben, hilft mir in meiner täglichen Arbeit nicht die Bohne.

            • Wissen ein breiter und dehnbarer Begriff? Kurz überlegen, ähm nein! Verknüpfen von zwei Informationen = Wissen. Kreativität, Talent Bauchgefühl, das sind dehnbare Begriffe, die sich im übrigen alle von Wissen ernähren. Vielleicht wäre es doch ab und an angesagt die Bücher öfter mal aus dem Regal zu holen. Würde zumindest ihre Kritikfähigkeit steigern.

    • […]dann wären wir sehr schnell in der Nähe der Rassengesetze der Nazis.

      well, that escalated quickly

      Ist schon eine weitere Ausgabe geplant? Bspw. „Qualitätsgarantie für Buchcover-Design?“

  10. Ein Logo ist ein Zeichen, ein Symbol es sollte daher vor allem funktionieren und Kurt Weidemann trifft es schon richtig, man sollte es in den Sand „gekratzt“ wiedererkennen können. Es sollte als einfarbiger Stempel, Fax oder Fotokopie funktionieren, flat und durchaus dreidimensional (also richtig zum Anfassen). Das es bei der Entwicklung nicht an Kreativität fehlen sollte versteht sich wohl von selbst!

  11. EIn Logo funktioniert, wenn es Hand in Hand mit dem gesamten Erscheinungsbild geht.
    Ein Logo alleine wird niemals ein Unternehmen adäquat darstellen können und sollte daher auch nie alleine betrachtet werden.

    Dies ist letztendlich auch mein Kritikpunkt bei diesem „Bewertungstool“. Die Bewertung eines Logos ist unsinnig wenn ich den Kontext (Corporate Design) in dem es eingebettet ist nicht kenne.
    Ähnlich verhält es sich zum Beispiel bei Kleidung. Ich kann anhand Hemdes auch nicht beurteilen ob jemand gut angezogen ist. Ich kann beurteilen ob es handwerklich gut gemachtes und äthetisch ansprechendes Stück Stoff ist. Aber wem nützt dies alleine?

  12. Logo-Qualität ist nicht gleich zu setzen mit dem wirtschaftlichem Erfolg eines Unternehmens. Das verspricht das Buch ja auch nicht. Es bietet – zumindest dem Titel nach – eine Werkzeugsammlung zur Objektivierung des Erstellungsprozesses. Der Hauptvorteil des Buches liegt wohl eher darin, sich gegen rein geschmäcklerische Diskussionen mit dem Kunden („Also, ich mag Blau…“) zu wappnen.

  13. es ist oft schwierig simplizität und alleinstellung unter ein Hut zu bringen.
    Ein Viereck kann man gut mit dem Zeh in Sand zeichnen aber nur deshalb ist es jetzt nit gleich ein gutes Logo. Ein gutes Logo für mich verbindet aber genau diese zwei Sachen.
    Bsp deutsche bank (viereck mit strich nach oben von links nach rechts…) oder eben Nike.

  14. Ein Logo ist in meinen Augen dann gelungen, wenn ich noch drei Tage später sagen kann, welche Form, Farbe, Text es hat und für welches Produkt/Firma es steht.

  15. Ein Logo soll wiedererkennbar sein, dem Betrachter seine Einzigartigkeit und das Konzept das dahinter steht präsentieren.

  16. Ich schließe mich der Meinung von Kurt Weidemann an. Ein Logo ist vor allem dann gut, wenn man es mit dem großen Zeh in den Sand kratzen kann. Alle weiteren Kriterien finden sich vermutlich im Buch …

  17. Ein gutes Logo muss meiner Ansicht nach schlicht und wiedererkennbar sein und dennoch den Bezug zum eigentlichen Thema behalten. Abstraktion ja, aber nur bis zu einem gewissen Grad.

  18. Es sollte einen hohen Wiedererkennungswert haben, in alle Größen funktionieren, in der Erstellung so angelegt worden sein, dass es den verschiedenen Medien gerecht wird, die gewünschte Assoziation hervorrufen, zeitlos sein und dem Unternehmen gefallen.

  19. Wann ist deiner Meinung nach ein Logo gut?
    Ein Logo ist dann gut, wenn man es auch ohne den Firmennamen zuordnen kann. BSP: Automarken

    Was braucht es, damit es funktioniert?
    Damit ein Logo funktioniert sollte man es auch leicht abgewandelt erkennen. Dazu gibt es ja auch Handyapps in denen man an Bruchstücken von Logos den Firmennamen erraten muss.
    Dazu sollte das Logo natürlich auch noch zum Produkt/Firma passen.

  20. Abgesehen von den oben bereits angesprochenen Logokriterien (Kurt Weidemanns Zitat, Wiedererkennungswert, usw.) ist für mich ein Logo dann gut, wenn das Gefühl stimmt. Also wenn man das Logo sieht, dann das Produkt/Unternehmen dahinter betrachtet und sich denkt: „Das passt zusammen.“ – das allerdings ergänzend zu den Logokriterien.

  21. Ein Logo sollte keinem Trend folgen, sondern das Unternehmen, das Produkt oder die Dienstleistung widerspiegeln. Und mit je weniger Form und Farbe man das schafft, desto besser ist das Logo. Die Reproduzierbarkeit ist damit automatisch gegeben.

  22. Ein Logo ist gut wenn es auch noch nach Jahrzehnten mit der Marke verbunden werden kann und es in jedem Medium, ohne Verlust des Wiedererkennungseffektes eingesetzt werden kann (Web, Print, Streuartikel, etc)

  23. Ein gutes Logo für mich darf niemals perfekt bzw. formvollendet sein, es muss immer eine Reibungsfläche geben – etwas das Spannung erzeugt. Ich denke dieser Aspekt geht einher mit dem Wiedererkennungswert eines Logos.

    • So ein Quatsch! Entschuldige bitte, aber wirklich! Wenn ich alle möglichen Logos unter diesem Aspekt betrachte, komm ich doch nicht weiter. Authentisch heißt echt (passend) und wenn man so will, soll das Logo den (echten) Idealzustand der Marke unterstreichen. Also nicht so optimale Aspekte werden ausgeblendet. Man gestaltet das Ziel, wie man gesehen werden möchte, nicht unbedingt den Istzustand.
      Zum Thema Wiedererkennungswert: Das hör ich jedes Mal als (wichtigsten) Kundenwunsch. Das ist aber kein Qualitätskriterium. Verkehrsschilder (oder was auch immer) erkenne ich auch wieder, selbst wenn sie nicht gut gestaltet sind, wenn ich sie oft genug gesehen habe.

      „Logisch“ ist für mich die perfekte Antwort (Robin) – in Bezug auf alle Fragen. Wenn auf jedes WARUM eine plausible Antwort kommt, muss es logischerweise gut sein – rational und emotional betrachtet.

  24. Reduziert – Skalierbar – hoher Wiedererkennungswert – Funktioniert in s/w – lässt dich mit dem dicken Zeh in den Wand zeichnen…

  25. Ein Logo ist dann wirklich gut, wenn es für den Emfpänger wie auch für den Absender einen gemeinsamen Sinn ergibt und sie beide eine Beziehung daraus erwachsen lassen können; daraus folgt, dass gute Logos meist genial einfach, aber einfache Logos keinesfalls auch immer erfolgreich sind…

  26. Design ist nicht messbar. Das steht doch schon im Buch »The Value of Design«, haha. Es ist möglich, den Wert, den Unternehmen mittels Design generieren, zu bemessen, d.h. der Erfolg mit Design ist messbar. Ein kleiner, aber feiner Unterschied.

    Zwecks Logo wurde ja schon vieles eindrucksvoll aufgezählt – für mich muss ein (neues) Logo heutzutage zusätzlich auch flexibel/modular und skalierbar (Stichwort: Generative Gestaltung) sein.

  27. Der erste Eindruck zählt, wie man so schön sagt. Oder ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
    Daher wird sich der Betrachter nur mit einem Logo auseinandersetzen und es als gelungen erachten, wenn dieser Eindruck stimmt. Eine Idee, die gut ist, lässt sich innerhalb kürzester Zeit vermitteln, weil sie logisch und zugleich intelligent ist. So sollte es auch mit einem guten Logo-Design sein.

  28. Ein gutes Logo basiert für mich, bis auf die Einhaltung der obligatorischen Regeln wie die der Skalierbarkeit etc., vorallem auf eine gut erzählte Geschichte. Ob mit Humor oder gänzlich sachlich. Der Sinn muss ersichtlich sein. Und die Moral von der Geschicht – Logos erzählt man und baut sie nicht.

  29. Ein Logo sollte eine Eigenständigkeit zeigen. Aber das ist in der heutigen Zeichenflut ein hoher Anspruch, wenn es gleichzeitig reduziert und mit dem Zeh malbar sein soll. Mir ist immer wichtig, dass es ein durchdachtes Konzept als Basis hat, auch wenn der Betrachter dieses Konzept nicht von alleine erkennt.

  30. Wiedererkennung ist das eine. Und unbestritten (oder?). Ich persönlich mag es aber auch sehr, wenn der Anblick eines Logos in mir eine Emotion auslöst (im besten Fall ne gute).

  31. Ein Logo ist für mich gut, wenn man sich denkt, dass die Logo-Idee so simpel, treffend und gut umgesetzt ist, dass man sich leicht ärgert, dass man selbst wahrscheinlich nie darauf gekommen wäre.

  32. Das mit dem dicken Zeh stimmt nach wie vor.
    Ich finde auch: Es muss den Glanz edler Einfachheit darstellen (Stilvoll „wenig“) und vor allem emotionale Qualität darstellen, wecken, provozieren, produzieren. Sonst ist ein Logo nur eine Beschriftung (Es sei denn, es soll emotional nur eine Beschriftung sein, das ist dann natürlich auch okay, also im Sinne von „nüchtern“ als emotionale Qualität).

  33. Wann ist deiner Meinung nach ein Logo gut? Was braucht es, damit es funktioniert?

    Es funktioniert indem es mehrere Parameter erfüllt.
    Indem das Logo sich in der Gesellschaft etabliert, eingeprägt und identifiziert wird. Dies dient einer Basis. Darauf muss dann die Kommunikation der Marke aufbauen um eine Geschichte zu entwickeln und diese mit dem Logo in Verbindung setzen. Ein Logo muss für die jeweilige Zielgruppe einfach zu merken sein, von der Konkurrenz unterscheidbar und von weitem Wiedererkennbar sein.

    Als Beispiel fällt mir nur eines ein: die Religionen und Staaten!
    Ich denke die besten Logos bisher haben die Religionen und manche Staaten dieser Welt entwickelt und propagiert. Bei den Religionen: über Jahrtausende haben sich diese Zeichen in unseren Köpfen, mithilfe einer fantastischen Geschichte, eingebrannt. Damit sich aber diese Geschichte über die Zeit nicht zu langweilig wird, wurden die Symbole dazu immer minimalistischer. Ähnlich wurde dies bei den Staaten entwickelt, dabei wurde die nationalistische Zugehörigkeit einer Gruppe von Menschen gefestigt. Nach meiner Kenntnis ist so gut wie kein anderes Logo so „erfolgreich“ gewesen wie diese.

    Interessant ist es, dass sind Menschen, welche für ihr Land/Staat oder Religion morden oder „sich selbst opfern“ (ich will diesen Teil nicht verherrlichen oder gut heißen). Diese Identifikation zwischen Individuum und Logo einer Organisation/Marke/Institution so weit zu treiben, dass Menschen seinen eigenen Selbsterhaltungstrieb „ausschalten“, ist in meinen Augen eine sehr spannende und beeindruckende „Leistung“. Ein solches Logo ist in meinen Augen nahezu perfekt gestaltet, auch wenn ich den Gedankengut dieser Organisationen/Marken/Institutionen nicht gut heiße.

  34. Ein Logo sollte das richtige Feeling, die Kernidentität und Produktbotschaft auf den Punkt gebracht vermitteln, dabei aber stets eigenartig und ungesehen bleiben. Und wenn dann noch jeglicher unnötige Schnick-Schnack und optische Verzierungen weggenommen werden, wird das was…

  35. Ein gutes Logo schafft den Spagat, das Unternehmen prägnant zu charakterisieren und dabei so simpel wie möglich zu bleiben. Ausnahmen (besonders zum ersten Kriterium) gibt es, wie schon oben erwähnt, viele: Was z.B. hat ein Apfel mit Software zu tun :-)

    Grundsätzlich macht für mich dieses Auwertungstool Sinn, wenn man es nach der eigentlichen Designarbeit einsetzt, um es hinsichtlich grundsätzlicher Kriterien der Anwendbarkeit zu checken, die schon in den vorherigen Kommentaren erwähnt wurden (Skalierbarkeit etc.). Auf diese Weise würden sicher viele Menschen aus Marketing-Abteilungen sehr glücklich. Ich denke da z.B. an Unitymedia. Immer wenn ich Post von denen bekomme, stelle ich mir vor wie genervt die Person sein muss, die Werbemittel für das Unternehmen gestaltet mit diesem komplexen, vielfarbigen Logo-Gebilde.
    Kurz: Es wird sich oft für tolle Logos entschieden und dann später versucht irgendwelche Wege zu finden, das Logo anders darzustellen, um höhere Kosten oder Probleme bei verschiedenen Anwendungsfällen zu umgehen, sodass am Ende die Prägnanz und Konsistenz fehlen.

  36. Ui, ich auch:
    Ein Logo fungiert als Zeichen für die Organisation oder Firma die es repräsentiert. Können Betrachter diese Zeichen schnell und einfach erlernen und damit decodieren, sei es aufgrund der öffentlichen Präsenz oder naheliegender Assoziation, ist es ein im Sinne der Funktion „gutes“ Logo. Wenn das Zeichen dann über diese referentielle Funktion hinaus noch auf ästhetischer Ebene zu überzeugen weiss, sind alle glücklich.

  37. Ein gutes Logo ist logisch!
    Das trifft sowohl auf die simple als auch abstrakte Gestaltung,
    seine verständlich transportierte Botschaft
    und – technisch gesehen – auf die Möglichkeit es in vers. Medien zu reproduzieren zu.

  38. Einfach und klar, wiedererkennbar und passend zur Marke.

    Im Design-Studium (als letzter Jahrgang bei Prof. Klaus Grözinger an der HBK Braunschweig) haben wir es so gelernt, daß wir in der Lage sind, Logos zu entwickeln, die praktisch auch noch auf der Fläche einer Stiftkappe bestehen würden. Auch wenn das Studium einige Zeit her ist und sich Hilfsmaterialien/techniken weiterentwickeln, diese Grundlagen wirken nach.

  39. Ein gutes Logo muss für mich eine klare Linie aufweisen, auf das wesentliche reduziert sein, nicht nur in Farbe, sondern auch in negativ und einfarbig funktionieren. Es sollte mit dem Produkt oder der Firma harmonisieren und eine hohe Wiedererkennung besitzen :)

  40. Ich finde die Idee eine Bachelor-Arbeit über die mögliche Objektivierbarkeit von Logo-Design zu schreiben eine gute Entscheidung. Denn es übt sowohl den Blick auf die Sache als auch den Blick auf den Kontext in dem sich der Designer bewegt.
    Ich halte es allerdings nicht für eine gute Idee daraus ein Buch zu machen, denn dafür gibt es eindeutig schon zu viele Abhandlungen zu diesem Thema und zu viele Meister, die sich dazu geäußert haben. Am Schluss bleibt eine idealistische überhöhte Diskussion, die nur zeigt, dass jeder recht hat und eine generische Liste an Kriterien, die dieses beweisen.

    Es gibt wirklich genügend Beispiele, die zeigen, dass erfolgreiche Marken mit ihren Logos die genannten Kriterien nicht erfüllen. Sei es weil die Logos nur einen Name illustrieren (Shell), obwohl der Name mit dem Geschäftszweck oder-Modell nichts (mehr) zu tun haben.
    Das gleich gilt wohl auch für Adidas, das ähnlich generisch ist wie K-Swiss, aber immerhin um zwei Streifen reduzierter ist. Nur das Thema der Marke wird bei beiden nicht besonders klar
    transportiert.
    Die Einfachheit die Weidemann – sehr plakativ mit seinem Zeh-Zitat – einfordert ist meines Erachtens nach auf die Logo-Idee beschränkt, nicht auf die grafische Ausführung, denn dann würden sich viele sehr gute Logos verbieten, z.B. die Schlüssel der UBS oder Nestle. Und auch Coca-Cola schneidet da nicht besonders gut ab.
    Lässt man allerdings die genaue Ausführung einer Schreibschrift außer Acht und würde es nur auf die Idee reduzieren wäre Milka und Coca-Cola schnell sehr gleich. Also kommt es wohl doch auf die grafische Details und Ausführungen an. Und diese sind dann mit den genannten Kriterien wieder nicht greifbar.
    Das ein Logo keine Verläufe (weil nicht praktikabel, nicht reduziert etc.) enthalten darf ist der nächste Wahnsinn, der die Vergangenheit glorifiziert denn z.B. leben rein digitale Marken gerade von der Möglichkeit durch eher (Screen)Design artige Logos sich von der Old-Ecomy zu differenzieren.

    Zuletzt fehlt in der Diskussion der Aspekt der Gewöhnung und des Kontextes. Würde jemand vier gleichmäßig in einander verschobene Ringe als kreativ, prägnant, verständlich und mit hohem Informationswert beschreiben? Nein? Und wenn Audi als Name drunter steht? Immer noch nicht?
    Eben erst wenn man weiß was Audi macht und die vier Ringe ohne Vorwissen z.B. als vier Reifen oder als ein Kreis in Bewegung assoziiert werden kann.

    Also ich finde ein Logo ist dann gut, wenn es am Ende eines Prozesses für die Beteiligten richtig ist, ob es sich gut anfühlt, das richtige sagt, das richtige meint, das richtige möchte ist doch jedes mal anders. Und ob es dann irgendwann ein erfolgreiches (im Sinne bekanntes) Logo wird, zeigt die Zeit, die Güte des Produkts und das entsprechende Budget. Das führt dann vielleicht auch zu den von der Autorin genannten Neutralität, das zu einem lernbaren Symbol werden kann. Das Beispiel Leverkusen ist allerdings seht albern gewählt, nur nebenbei.

    In diesem Sinne: geht raus, es ist schönes Wetter

  41. WANN IST EIN LOGO GUT?
    Ein Logo ist gut, wenn es auf den ersten Blick – einprägsam, unverwechselbar und dadurch unvergesslich – die dazugehörende Firma erklärt. Mit einem einprägsames Firmenlogo werden leichter lukrative, bleibende Geschäftsbeziehungen erschaffen. Ziel eines guten Logos, einer guten Marke, ist die Positionierung am Markt. Durch strategisches, einprägsames Grafikdesign – Branding.

    WAS BRAUCHT ES, DAMIT ES FUNKTIONIERT?
    Zuerst ist die Idee. Schrittweise wird entwickelt, indem Farbe, Typographie und frische, lebendige Bilder sich zum neuen Gestaltungs-Konzept, der Corporate Identity verbinden. Resultat ist eine innovative Synergie, die einen glaubwürdigen, Vertrauen erweckenden und immer individuellen Auftritt in der Öffentlichkeit gewährleistet.

  42. Ein gutes Logo sollte zum Unternehmen passen. Wenn ich es sehe, sollte ich gleich wissen, mit was oder wem ich es zu tun habe – vielleicht das Produkt, aber auf jeden Fall Werte und Philosophie erkennen: Rational oder Romantisch. Konzeptionell oder Spontan. Objektiv oder Empatisch. Ein Logo kann durch Schrift, Farbe und Form so einiges ganz simpel visualisieren. Wenn die Botschaft beim unbedarften Betrachter ankommt, ist es gut.

  43. Ich staune über die sehr angeregte und teils aufgeheizte Diskussion.
    Ich hätte zunächst gern mal ein paar Seitenansichten gesehen.
    Das was ich auf den verlinkten Seiten (Aufbau Tabelle, verwendete Schrift, Gestaltung etc.) sehen konnte, hat mich überhaupt nicht angesprochen und ist mit Verlaub für ein Buch über Design obsolet !
    So wenig wie es die Anleitung für einen Hit gibt, gibt es auch keine non-plus-ultra Bauanleitung für ein Logo. : )

  44. Einzigartigkeit, Eyecatcher, KISS-Prinzip, bringt die gewünschte Message auf den Punkt, folgt keinem aktuellen Trend um entsprechend langlebig zu sein! :D LG

  45. Ich bin dann doch etwas verwundert, hier wird über alles diskutiert: Skalierbarkeit, Sinn, Form, Originalität und und und. Haben wir nicht vergessen welchen Beruf wir ausüben? Den Beruf des KOMMUNIKATIONsdesigners – ich jedenfalls schon. Ein Logo muss doch nicht nur wiedererkennbar sein, was ein Logo muss ist doch: die KERNWERTE des Unternehmens nach außen zu KOMMUNIZIEREN.

    Das trifft es für mich auf den Punkt. :-)

  46. Ein Logo ist gut, wenn es einen großen Wiedererkennungswert hat, sowie meiner Meinung nach reduziert und schlicht ist. Ebenso wenn die Leute direkt erkennen für welche Marke das Logo steht und sie auch noch genügend Freiraum haben selbst zu interpretieren.

  47. ein gutes Logo sollte groß und ganz klein funktionieren, schwarz-weiß und farbig nutzbar sein. Wiedererkennbar, einfach und schön/passend sein, und und und …

  48. Ein Logo muss in meinen Augen gut Wiedererkennbarkeit sein. Außerdem sollte es skalierbare sein und auch in schwarz weiß gut aussehen und wiedererkennungswert haben.

  49. Ein Logo muss für mich zur Firma und deren Produkten passen. Es muss einen hohen wiedererkennungswert haben. Gerne auch mal anders aussehen.

  50. Ein Logo muss funktionieren — in verschiedenen Größen, Wiedererkennungswert haben, auf verschiedenen Materialien wirken, blicke auf sich ziehen und vor allem neugierig machen. Im optimalsten Fall lässt es die Branche für die es steht erahnen.

  51. Ein gutes Logo: einfach / reduziert, unterstützt dadurch eine schnelle Wiedererkennung, ist einzigartig, regt zum Nachdenken an, vermittelt Werte, ist langlebig, stiftet Wertsteigerung… Ein gutes und oft zitiertes Beispiel wäre dann das „Apple“Logo

  52. Das wichtigste ist natürlich die einfache Zuordnung und Wiedererkennung zum Unternehmen. Aber ein Logo ist auch ein Teil der Identität, also es muss mit der Geschichte, den Werten und dem Selbstverständnis des Unternehmens vereinbar sein.

  53. Für mich hat das Logo die selbe Funktion wie ein Wappen: Identifikation.

    Ein stilisiertes/minimalistisches Logo hilft bei der Wiedererkennung. Dennoch halte ich ein minimalistisches Logo nicht für ein Muss. Siehe zum Beispiel das Redesign von Guiness.

    Ausserdem halte ich Logos in heutiger Zeig für überwertet. Es braucht nicht jede Firma, jedes Unternehmen ein Logo. Meist reicht ein Schriftzug. Braucht ein Arzt oder ein Anwalt wirklich ein Logo? Ich denke, Logos sind vor allem dort wichtig, wo Produkte verkauft werden. Kanzleien, Agenturen und Praxen benötigen kein Logo.

    Dass Logos ist ausserdem immer die Visitenkarte eines Unternehmens. Wenn das Logo schon verhunzt ist, wie unseriös/unqualitativ arbeitet dann erst das Unternehmen?

  54. Für mich ist ein Logo dann gut, wenn man es direkt beim ersten Gedanken mit dem Unternehemen/der Marke verbindet und es nicht mit anderen verwechselbar ist. Das Logo sollte das Unternehmen wieder spiegeln, da das Logo den ersten Eindruck über ein Unternehmen ausmacht und der erste Eindruck zählt bekanntlich.

  55. Ein gutes Logo muss einfach sein, das Unternehmen in ihrem Image repräsentieren können und vor allem einzigartig sein. Das Logo kann noch so gut passen und funktionieren wenn es sich nicht gegenüber anderen abhebt.

  56. Ein Logo ist dann gut sofern es sich nahtlos ins Layout einfügt und über einen gewissen positiven Wiedererkennungswert verfügt. Es sollte clean und nicht zu verspielt sein.

  57. Ein gutes Logo, muss absolut die Wiedererkennung für die Marke bieten. Dem Designer, dem Kunden und der Zielgruppe zudem gefallen. Es muss sich auch ebenso entwickeln und über die Jahre reifen. Man erkennt das an Firmen wie Apple und Microsoft, selten wird dort das Logo geändert, aber wenn dann vereinfacht, klarer strukturiert.

    Für mich ist zudem wichtig: Es muss auch ohne Farbe funktionieren. Es sollte keine Kopie von etwas anderem sein (was heute sehr schwer ist, etwas neues zu machen) und es darf nicht zu verspielt sein.

    Und zuletzt, es sollte nicht aus Schriftart Arial in Hellgrün auf einem hellgelben Hintergrund stehen. ;-)

  58. Nein, nein, nein, nein, nein! Wir dürfen hier nicht zu sehr verkopfen. Alle kennen die Zitate, Richtlinien, Hilfestellungen berühmter Gestalter, Designer etc. und wir nehmen sie auch alle ernst. Doch in dem Moment, wo etwas messbar wird [werden soll] verliert die Kunst. Hier wirkt der Wunsch von ausführenden Abteilungsleitern durch, gutes Design einfach zu einem Festpreis kaufen, anstatt sich inhaltlich mit der Aufgabe auseinanderzusetzen. Ich habe das Buch noch nicht gelesen, doch kann man die Qualität von künstlerischem Tun per se nicht quantifizieren. Jeder Komponist ginge sonst jeden Tag ins Studio, um den allerneuesten Nummer-Eins-Hit zu schreiben; nach Schema F.

    • “ …Hier wirkt der Wunsch von ausführenden Abteilungsleitern durch, …“

      Kann durchaus sein.

      Es kann auch sein, dass der Wunsch vieler Kreativer, auch derjenigen mit sicherem Bauchgefühl ;-), durchwirkt, etwas Greifbares zur Hand zu haben.

      Welches den gar zu geschmäcklerischen „Gefällt – gefällt nicht“-Auftraggeber mit guten Argumenten behutsam ausbremst. Bevor komische Sachen passieren (hässliche, geschmacklose, banale, überladene, am Thema vorbei gehende).

      Verständlich. Hätt ich auch gern.

      Allzuoft ist man heute dem Auftraggeber trotz Stilgefühls, Bauchgefühls, Wissen und guter Argumente zu sehr ausgeliefert. Er lässt gerne die Puppen tanzen – und schon wieder kann man eine ursprünglich gute Referenzarbeit verärgert in die Tonne kloppen.

  59. Unglaublich, wieviel Kohle hier für das Phrasenschwein zusammenkommt.

    Spannender ist da doch die Diskussion zum Buch. Ich hab auch erst gedacht, dass es komisch ist, eine ultimative Formel für ein „gutes“ Logo anzufertigen aber so wie ich das nach dem lesen der Diskussion verstanden habe, geht es mehr um sinnvolle Bewertungskriterien für ein funktionierendes Logo.

    Darüber hinaus macht für mich ein gutes Logo aus, dass es vereinbar mit dem Image und dem Gefühl ist, dass man für ein Unternehmen empfindet.
    BP zum Beispiel hat technisch gesehen sicher nicht das schlechteste Logo, aber wenn sie die Ozeane mit ihren explodierenden Ölplattformen verschmutzen passt die Blume nicht mehr wirklich zum Unternehmen (oder soll das Logo eine Explosion darstellen?)
    Positives Beispiel ist für mich dazu der Apple Apfel. Der hat auf den ersten Blick wenig mit dem Unternehmen zu tun, verbindet aber genau wie viele Produkte des Unternehmens eine gewisse Art von Einfachheit mit einer guten Idee.

    In Bezug auf das Buch könnte man also sagen, es hilft einem, gute Logos zu entwickeln, aber ob die dann noch perfekt zum Unternehmen passen, steht dort wohl nicht geschrieben und ist eher Sache des Gespürs für das, was der Kunde am Ende mit dem Logo verbindet und ob es zu dem passt, was er mit dem Unternehmen verbindet/verbinden soll.

    Grüße,
    Marius

  60. Wenn jemand, der mit der Firma oder der Institution, um deren Logo es sich handelt, morgens um 5 Uhr geweckt wird und das Logo «fast im Schlaf» kurz beschreiben oder ein wichtiges Merkmal nennen kann, dann hat das Logo sein Ziel erreicht und ist gut.

  61. Kurz gesagt: Ein Logo muss funktionieren.
    Es muss zur Marke passen und diese beschreiben.
    Die Marke sollte sofort anhand des Logos wiedererkannt werden.

  62. Ein gutes Logo ist in sich stimmig aufgebaut, klar verständlich, auf das Wesentliche reduziert, einprägsam und hat somit einen hohen Wiedererkennungswert. Außerdem sollte es zur jeweiligen Marke / Thematik / Organisation, etc. passen und in verschiedenen Medien und Größen anwendbar sein. Es sollte auch nicht unbedingt nach einem gegenwärtigen Trend gestaltet sein, da dies die »Halbwertszeit« verkürzt und bei einem Redesign die Gefahr besteht, dass der Wiedererkennungswert verloren geht.

  63. Das schönste Logo nützt keinem etwas, wenn es nicht funktioniert. Ein Logo muss den Geist den Unternehmens, der Dienstleistung oder des Produkts visuell auf den Punkt bringen.

  64. Nach meinen ersten Scribbles (minimalistisch, ausgelegt auf Mehrzwecktauglichkeit a.ka. Fax, LKW-Plane, Web, …) siebe ich erst mal alles aus, was auf „Everything that can be penis shaped, will be penis shaped!“ zutrifft. Dann bleiben von 100 scribbles manchmal sogar zwei übrig…und dann bin ich eigentlich fast schon fertig. Abgesehen von den 68 Korrekturschleifen, die natürlich inklusive sind. Laut Kunden. Ich schweife ab. Das Buch klingt super und würde sich hier sehr wohl fühlen.

  65. Ein Logo stellt immer die Firma nach außen dar und schafft eine Identifikation. Ob mit oder ohne Schnörkel und Gedöns. Es kann abstrakt sein, muss es nicht… kommt es nicht immer auf das an, was die Firma ausmacht ?
    Ist der Designer hier nicht ein Berater, der zeichnen kann?
    (Wenn ja, sollter er dann auch das Gehalt eines Beraters bekommen, oder? Und sich nicht auf „lustigen“ Internetseiten für ein lächerlichen Betrag ausnutzen lassen? )

  66. … ein kleiner 5-Zeiler zu diesem Thema meinerseits:

    Kurzum, es sollte alles haben, jeder Prise nicht zu viel!
    Am wichtigsten jedoch ist das, was hinterm Logo steht!
    Die Schönheit strahlt, doch Arbeit zählt –
    Ein Logo ist schön anzusehen.

    Doch mehr auch nicht.

  67. L.O.G.O.

    Der Sinn und Zweck, der tiefe Sinn
    besteht bei Logos stets darin,
    der Firma ein Gesicht zu geben.
    Doch ist Gesicht gleich Absatzmarkt?
    Und wer bestimmt, was jeder mag?

    Der Eine findet Klarheit gut,
    dass Reduzierung Wunder tut
    in Sachen Kundengenerierung.
    Doch ganz allein ein großer Zeh
    soll hier des Rätsels Lösung sein?

    Potential „sich einzubrennen“,
    um ein Weiteres zu nennen,
    macht ein Logo nennenswert.
    Doch auch hier stellt sich die Frage:
    Ist dies denn wirklich schon genug?

    Müsste es nicht mehr aufweisen,
    um den Gipfel zu erklimmen,
    wäre nicht ein Blickfang gut?
    Und Ideen soll’s vertreten,
    Stichwort CD Marketing –

    – „I d e n t i f i k a t i o n s potenzial“!

    Letztlich kann man gar nichts sagen, ein Rezept, das gibt es nicht.
    Nicht für Schönheit, nicht für Umsatz.

    Der Eindruck macht’s. Nichts mehr, nichts minder.

  68. Ein gutes Logo muss für mich das Gefühl der „Marke“ widerspiegeln und schön ist es wenn man eine kleine Geschichte dazu erzählen kann, was ist der Hintergrund etc. Dann können sich auch die Menschen der „Marke“ besser mit dem Logo identifizieren was das A und O ist.

  69. Ein Logo ist dann gut, wenn es in visueller Form veranschaulicht, wofür ein Unternehmen (und dessen Markenwert) steht und was es tut. Es soll sowohl simpel als auch vorzugsweise einzigartig und unverwechselbar sein, damit man es sich leicht merken, wiedererkennen und richtig zuordnen kann.

    Natürlich gibt es viele Logos, bei denen oben Genanntes nicht der Fall ist. Diese verbergen meist eine besondere Geschichte.

  70. Zusätzlich zum schon genannten Zitat von Kurt Weidemann, gibt es für mich eine Aussage von Michael Bierut, welche die Beurteilung eines Logos auf eine andere Ebene hebt: Die Logogestaltung sei keine „diving competition“, sondern eine „swimming competition“. Es geht nicht darum wie groß der „splash“ ist, den man erzeugt, sondern wie lange man sich über Wasser halten kann!

  71. – Alleinstellungsmerkmal
    – Elemente, die Bezug zum Thema haben
    – Wiedererkennungswert
    – Simpel
    – Auch in s/w funktionieren
    – Skalierbarkeit, vor allem Dingen in klein trotzdem erkennbar sein

  72. Ein Logo muss natürlich viele technische und inhaltliche Komponenten erfüllen, die sehr ausführlich hier aufgelistet wurden.

    Für mich muss es – und das ist mir mittlerweile eigentlich schon das allerwichtigste geworden – vor allem authentisch sein!

  73. ***************************************

    Großartig! Toller Input zum Thema „Was sollte ein Logo mitbringen?“, der hier zusammengekommen ist. Vielen Dank für die erhellenden und zum Teil wirklich ausführlichen Reaktionen! Danke auch an Felicitas Knapp, die sich der Kritik des dt-Lesers Karl stellt.

    Der Gewinner des Buchs wurde soeben ermittelt.
    Über ein Gratisexemplar freuen darf sich:
    Alexandra

    Herzlichen Glückwunsch!

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