Kraxeln statt bloggen

Pico del Teide

Ich bin mal wieder mit Rucksack, Wanderstiefeln und Kamera unterwegs und nehme eine kurze Woche Auszeit. Diesmal werde ich in Alexander Humboldts Spuren auf den Pico der Teide steigen, mit 3.718 Metern immerhin der höchste Berg der Kanaren und Spaniens. Um dies tun zu können, habe ich vorab eine Genehmigung bei der hiesigen Parkverwaltung einholen müssen. Das geht mittlerweile auch per E-Mail. Mit zugeteilter Permit-Nummer und Personalausweis bin ich noch nie auf einen Berg geklettert. Ich finde es sehr skurril, dass dieser bürokratische Aufwand betrieben wird, bevor man einen Vulkan besteigen darf.

Nach ein paar Wandertouren tausche ich die Wanderstiefel dann gegen Maske und Flossen, um ein paar Tauchgänge an der Südküste Teneriffas zu unternehmen. Fernweh ist neben dem Bloggen nun einmal die zweite (Sehn)Sucht, die mich treibt und die gestillt werden will.

Wetter Teneriffa

Auch wenn ich kurzfristig offline bin, heißt dies nicht, dass hier tote Hose herrscht. Einige spannende Themen warten nur darauf freigeschaltet zu werden. Schon morgen gibt es einen Beitrag aus dem Bereich Corporate Design. Darin wird es eher kritisch zugehen, denn das aufgeführte Beispiel zeigt, wie man offenbar aus purem Aktionismus heraus eine gestalterisch anspruchsvolle CD-Linie verlassen hat, um sich zukünftig als Markenhersteller eher in den Niederungen der Beliebigkeit rumzutreiben.

Sonnige Grüße von den Kanaren!
Achim Schaffrinna

Update 19.04:
Schreibe mal aus einem Cafe von der Insel. Die Geschichte mit den Permits finde ich dann doch nicht so seltsam, wie im Vorfeld angenommen. Aufgrund der Tatsache, dass die Seilbahn 150m unterhalb des Gipfels endet und am Tag mehrere Hundert Touris den Teide bevoelkern, macht es durchaus sehr viel Sinn die Anzahl derjenigen, die dann auf den Gipfel „duerfen“ zu begrenzen. Den Job des Rangers moechte ich allerdings nicht haben. 500mal am Tag sagen:“Nein, hier kommen sie nur mit einer Genehmigung der Parkverwaltung weiter“ wird sicherlich nicht so viel Spass machen. Ich durfte jedenfalls passieren. Nach insgesamt 4 Std. Aufstieg wurde ich mit einem atemberaubenden Rundumblick belohnt. Nach meiner Tour auf den Etna im letzten Jahr sicherlich noch einmal eine Steigerung in jeglicher Hinsicht. Sehr zu empfehlen.

Ebenfalls sehr beeindruckend war die Begegnung mit einem 2,5m grossen Rochen vor gut einer Stunde. Vor Las Galettas, an der Suedkueste, werde ich morgen zwei weitere Tauchgaenge unternehmen. Montag gehts dann wieder zurueck. Soweit zum Thema Wandern auf Teneriffa.

Sonnige Gruesse und Kreative Momente!
Achim Schaffrinna

18 Kommentare zu “Kraxeln statt bloggen

  1. Auch ich finde es sinnvoll einen permits zu beantragen, so hat man wenigstens mehr kontrolle.
    ich wünsche dir einen schönen urlaub über und unter den meeresspielgel
    lg
    sabine

  2. …aus purem Aktionismus heraus eine gestalterisch anspruchsvolle CD-Linie verlassen…

    Ich tippe auf: Marlboro :-) (Und jetzt steinigt den Spielverderber ;-)

    Auch ich wünsche einen schönen und erholsamen Urlaub!

  3. Dieser «skurille bürokratische Aufwand» ist notwendig, um den stark angestiegenen Tourismus etwas kontrollieren zu können und dient nicht zuletzt auch deiner Sicherheit. …und du verschweigst, dass nur für die letzten 150 Höhenmeter eine Erlaubnis notwendig ist. :)

    Einen schönen Urlaub!

  4. Auf die Spitze des Vulkans zu kraxeln, ist auch für normale Touristen in Turnschuhen möglich. Das erfordert weder besondere Ausrüstung noch besondere Fitness. Und damit deshalb nicht unkontrolliert die Massen zum Gipfel stürmen (gerade im Sommer), wird das über die Permits begrenzt. Auch wenn in der Caldera alles so tot und nach Mondlandschaft aussieht, so ist das doch ein recht empfindliches Ökosystem.

    Wenn Du noch eine Herausforderung suchst, die ein gewisses Maß an Fitness erfordert, dann sei Dir die Masca-Schlucht auf Teneriffa empfohlen. Man braucht zum Runterkraxeln bis ans Meer etwa 3 Stunden, kann unten in einer Bucht baden und braucht für das Hochkraxeln dann wieder etwa 3 Stunden. Weicheier ersparen sich Letzteres und lassen sich in der Bucht von einem Schiff abholen :)

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