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Keyvisual zum 82. Auto-Salon in Genf

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auto-salon-2012-keyvisual Auto Salon Genf 2012

Zeitgleich zur CeBIT versammelt sich auf dem Auto Salon in Genf die Automobilbranche. „Der Zukunft entgegen“ lautet das Motto der diesjährigen Veranstaltung, die morgen offiziell ihre Pforten öffnet. In dem Keyvisual zur Messe fährt ein Autofahrer einer aufgehenden Sonne entgegen. Dieses Mal setzte sich innerhalb eines Auswahlverfahrens die Agentur LineUp mit ihrem Entwurf durch.

In der Pressemeldung kommen die Kreativen wie folgt zu Wort: „Jährlich wird Genf zur Metropole von innovativen Technologien, bewährtem Spitzen-Handwerk und edlem Design – zur internationalen Galerie der automobilen Zukunft. Wie an einer Kunst-Vernissage präsentieren Etablierte und Newcomer der Automobilbranche ihr Schaffen: mit wachsendem Respekt gegenüber der Ökologie. Die immerwährende Freude am Fahren und das mit der Mobilität verbundene Freiheitsgefühl haben uns inspiriert. Zu einem Kunst-Sujet, das mit strahlender Sonne, frischem Wasser, naturbelassener Umgebung und viel Weissanteil dem Betrachter Raum für persönliche Emotionen lässt.“

28 Kommentare

  1. Als Laie finde ich das Keyvisiual mittelmäßig.
    Dieses bunte “Bildchen” kann ich partout nicht mit “immerwährender Freude am Fahren und dem mit der Mobilität verbundenem Freiheitsgefühl” verbinden. Es erinnert mich vielmehr an einen Malwettbewerb für Schüler der Verkehrspolizei hier in Hamburg.

    Die Typo hingegen sagt mir zu. In Verbindung mit der Farbwahl grün und rot sehr markant.

  2. Das war ja letztes Mal schon so fürchterlich. Dieses Mal wenigstens typografisch interessant (wobei man die Zeilenabstände harmonischer hätte setzen können), aber die Illustration … ein weiteres Mal deutlich überambitioniert, um es euphemistisch auszudrücken.

  3. Also die Illustration finde ich wirklich schlecht. diese hat keinen Charakter, keinen Stil. Es sieht aus wie mit einem Vektor-Abpaustool gemacht…

    Was finden die Illustratoren hier?

  4. Ich hege die Hoffnung, dass die Agentur LineUp Ihre Arbeit aus Nächstenliebe gemacht hat und kein Geld dafür bekam. Eher müsste sie Schmerzensgeld an nicht vorgewarnte Betrachter zahlen. Farbverläufe gepaart mit vollfarbigen Flächen, handkreierte Linien in Verbindung mit Schnurrgeraden, rote Berge und komische Objekte, Wasserfontänen? Der untere Teil des Bildes erinnert mich ein wenig an Seidenmalerei. Einzig gefällt mir die gute Anordnung des Schriftbildes, das recht harmonisch ausfällt. Dort hätte man anknüpfen sollen. Das Plakat eigent sich nicht mal in einem teuren Druckverfahren als Kunstobjekt…eindeutig aus künstlerischer und technischer Hinsicht mindestens eine Fünf. Allerdings konnten die Vorgänger auch nicht wirklich überzeugen. Bin gespannt auf das nächste Jahr!

  5. hehe, easy! das ist ja so schlecht, dass es schon wieder total gut ist. neue deutsche designwelle. mag technische auch unterirdisch sein, aber mir gefällt, dass es so unendlich unprätentiös ist. und das wiederum gibt dem plakat eine ganz neue qualität!

  6. ach, achim: wirst du eigentlich dafür bezahlt, dass du nur die pressemeldung veröffentlichst und es nicht in der luft zerreißt :) bei sowas kannst du doch normalerweise nicht tatenlos zusehen, oder etwa doch?

  7. @Nils: Ich glaub das sind keine roten Berge, sondern das ist das Auto.

    Vermutlich ist die Fontäne auch gar keine Fontaine, sondern eine Kühlerfigur. Und bei dem Illustrationsstil kann man da unter anderem die Emily von Rolls Royce hinein interpretieren. Oder jede andere Figur.

    Wie schon die Mehrheit hier gesagt hat, finde ich den unteren Teil gut gelungen. Wobei der obere Teil, sagen wir es einmal so “Man erkennt die Richtung in die es gehen sollte, aber der Illustrator ist irgendwo falsch abgebogen”.

  8. @ ulke:
    Du könntest Recht haben.
    Man könnte die Plakate (denn, die der vorangegangenen Jahre waren qualitativ gleich mäßig) als eine Art gewollten Kontrast zu den glattgeleckten Hochglanzaufnahmen der ausstellenden Automobilmarken sehen.

    Trotz dieser kleinen Hoffnung, befürchte ich doch, dass die Keyvisuals ernst gemeint sind.
    Ich kann in den Visuals der letzten Jahre leider kein Konzept, keine Idee und schon gar keinen gestalterischen Anspruch finden.

  9. Irgendwie fehl mir das, womit Automobilausstellungen immer werben: Zukunftssicher, innovativ, technisch, stylisch, sportlich, schnell, spannend, faszinierend,…das einzigste wa ich sehe ist Umweltschonend, aber keine Faszination oder Spannung.

    Die Fontäne könnte mit viel Fantasie auch das Französische Wappentier sein: Der Hahn ;-)

  10. Kennt noch jemand die Donald-Geschichten in denen sein roter Wagen mit einem lauten Zischen das überhitzte Kühlwasser dampfend ausspeit?
    Genau daran musste ich denken.
    Und die Erklärung der Urheber bestätigt, dass es Wasser ist und keine (übergroße) Kühlerfigur.
    Und ja, sie ist gestaucht. Wetten: sie war im ersten Entwurf zu breit, statt sie neu zu zeichnen wurde sie dann einfach horizontal gestaucht.

  11. Mmmh… ich hätte wohl die folgende Zeile der PM nicht weglassen dürfen: „Die Agentur LineUp zelebriert mit ihrem Plakat nicht nur das Auto, sondern ehrt gleichzeitig auch die Rhonestadt.“

    Was also nach einem Geysir in bergiger Landschaft ausschaut, soll, und das wissen die Schweizer natürlich ebenso wie viele der Messebesucher, der Jet d’eau sein, eines der Wahrzeichen der Stadt.

    Die Themen zu verknüpfen, war in diesem Fall ein Fehler. Die Fontäne erweckt den Eindruck, als würde Kühlflüssigkeit aus einem roten Fahrzeug emporschießen. Auf der Website salon-auto.ch bekam die rote Fläche eine andere Form, die in Bezug auf ihre Aussage allerdings ebenso nebulös bleibt wie auf dem Plakat. Soll das eine Straße sein? Wenn ja, wieso ist sie rot?

    Hier wiederum nimmt die rote Fläche eindeutig die Form eines mit ausgeprägten Kotflügeln ausgestatteten Oldtimers an. Ob ein Oldtimer nun eine adäquate Metapher darstellt, um als Ausblick in die Zukunft wahrgenommen zu werden – ich unterstelle mal, dass dies eines der Ziele der Palexpo ist –, wage ich zu bezweifeln.

  12. Mit der Idee und seiner Umsetzung haben wir uns beschäftigt. Erst so wird ja deutlich, dass es auch konzeptionell etwas knirscht. Hier ein Fahrzeug, dort eine Straße, hier ein Berg…
    Sonne, Typo und Farbgebung sind schöne Eyecatcher, im Detail wirds jedoch holprig.

  13. Ich bin ganz deiner Meinung.

    Wir reden doch hier nicht von einem Lilalu-Kinderfest im Stadtpark.
    Das ist der Genfer Autosalon. Einer der weltweit renommiertesten Bühnen für die auf Perfektion bedachten Automobilhersteller.
    Ich finde es höchstschwierig mit dem Gezeigten Aussteller wie Rolls Royce, Aston Martin oder sogar nur Hyundai zu assoziieren.

    Hier nochmal ein Auszug aus der Pressemitteilung zur Erinnerung:
    „Jährlich wird Genf zur Metropole von innovativen Technologien, bewährtem Spitzen-Handwerk und edlem Design – zur internationalen Galerie der automobilen Zukunft…”

    Den gewollten und sicherlich auch gewünschten Anspruch und das entstandene Keyvisual bringe ich beim besten Willen nicht zusammen. Weder im Großen und Ganzen, noch im Detail.

  14. Den Jet d’eau auf die Kühlerspitze zu setzen, ist absolut befremdlich. Das verwirrt in einem Maße, dass ich zum Rest der Illustration gar nichts zu sagen vermag.

    Die Typo finde ich dagegen ganz prima gelöst mit diesen zwei Textblöcken.

  15. Eigentlich ist es recht egal ob man nun Details oder das große Ganze unter die Lupe nimmt. Aber mal von Groß nach klein:

    Die Gesamtwirkung des Plakats will bei mir keinerlei Assoziation zu einer Veranstaltung dieser Größenordnung aufkommen lassen, das es sich hierbei um Automobile dreht schon dreimal nicht. Selbst aber wenn es das paradoxe Ziel gewesen wäre das unpopuläre Thema Auto bei einer Automesse möglichst klein zu halten – ich finde es funktioniert nicht. Keine Ebene wird hier dem Anspruch dieser Messe gerecht, weder inhaltlich, noch künstlerisch. Im Detail ist die Komposition aus Bild und vor allem der Anordnung der Typo schön gelöst, aber das Farbkonzept will irgendwie nirgendwo hin, weder künstlerisch, noch öko und auch ja nicht zu kräftig – sieht nach Kindergarten aus.

    Das Kernelement dieses Visuals, die Illustration ist leider ein schlechter Witz. Freilich lässt sich mit dem Totschlagargument der künstlerischen Absicht so einiges schönreden, aber fachlich hätte ich an fast allem etwas auszusetzen:

    Die Komposition ist mindestens langweilig, eine klare Gewichtung ist nicht erkennbar, Überschneidungen unglücklich platziert (z.B. Finger um Lenkrad).

    Die Strichführung wechselt zwischen Dick und Dünn, zwischen technisch und manuell, ohne Grund und völlig willkürlich, sie hilft weder die Darstellung interessanter zu machen noch gibt sie Orientierung um die Inhalte besser entschlüsseln zu können.

    Die Darstellung des Inhalts findet in meinen Augen keinen überzeugenden Mittelweg zwischen gegenständlcher Abbildung und Abstraktion, eine zugegebenermaßen schwere Aufgabe, hier wirkt das Ergebnis aber leider dilettantisch (besonders Motorhaube & Cockpit).

    Auch inhaltlich wird hier ein Motiv der 60er Jahre beschworen, ein, offensichtlich, sehr altes Cabriolet in freier Fahrt – ich dachte selbst die Automobilindustrie wäre inzwischen diesen naiven feuchten Träumen ihrer Sturm und Drang Zeit entwachsen?

    Zu guter Letzt der Todesstoß des Ganzen: die gestauchte Fontäne der man ihre Illustrator-Herkunft aus 100metern Entfernung ansieht und die das Oldtimer-klischee Bild erst perfekt macht.

    Es tut mir wirklich weh zu sehen das sowohl in den Agenturen wie auch in den Entscheidergremien so wenig Verständnis für bildnerisches Gestalten exisitiert. Man könnte ohne Zweifel auch aus diesem Motiv mit ein paar kleinen Änderungen im Detail ein solides und ordentliches Stück Illustration herbeikorrigieren. Es fehlt aber ganz offensichtlich an der Befähigung Schwächen überhaupt zu erkennen und sie darüberhinaus noch zu benennen.

    etwas konsternierte Grüße,
    Jürgen

  16. Ohne die Hintergründe zu kennen, mich erinnert es daran daß vielleicht ganz bewußt ein Anfänger rangelassen wurde damit der am Ende als Erfolgserlebnis sein Resultat sieht. Gibt ein paar sehr gute Leute die das so ermöglichen. Deswegen geht die Welt ja nicht gleich unter. Prinzipiell spielen Grafik und Typo gut zusammen auch wenn es klobig, skizzenhaft und unfertig wirkt und auch das Konzept unausgegoren ist. Aber die Grundidee ist rein von der Flächenwirkung vertretbar. Da hat jemand einen Anfänger machen lassen.

  17. Meine Meinung: Mehr als gelungen! Wer die Plakate in Zürich bereits auf der Strasse gesehen hat, weiss: Endlich eine Arbeit, die die plakativen Anfoderungen innerhalb der klassichen Strassenwerbung total verstanden hat und den Raum für sich auch in Anpsruch nimmt. Minimalistisch, klar und auffallend. Würde mir wünschen, es gäbe in der heutigen Zeit mehr solche mutige Plakatdesigner, die dem Mainstream bewusst trotzen. Meine Hochachtung!

  18. Im folgendem Link kann man alle vorangegangenen Plakate des Genfer Autosalons sehen. Beim Vergleich der Plakate fällt einem dann auch unweigerlich auf das in allen Plakaten ein Bezug zu mystischen Symbolen besteht unter anderem sind ständig vertreten: Sonnen/Augen/Sterne und vor allem Pyramiden Abstraktionen vertäten. http://noiconexodus.blogspot.com/2012/03/automobilsalon-genf-1924-2012.html

    Ich finde die vorangegangenen Plakate kann man Handwerklich auch den Plakaten der Kieler Woche zuordnen, aber mir persönlich ist es schleierhaft was es mit der Symbolik auf sich hat die sich ja scheinbar irgendwie ständig zu wiederholen scheint. Hat der Designer die Plakate nach seinen Willen entworfen oder wurde dem Designer gesagt wie er die Plakate zu gestalten hat?

    Nun ich weiß selbst das der link zu solch einer Seite eher zweifelhaft ist, aber das Hinterfragen hale ich an dieser Stelle für durchaus begründet.

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