Keyvisual des Eurovision Song Contest 2017 in Kiew

Der 62. Eurovision Song Contest findet vom 9. bis 13. Mai 2017 in der ukrainischen Hauptstadt Kiew statt. Das Motto sowie das Keyvisual wurden vor wenigen Tagen bekanntgegeben.

Der ESC 2017 steht unter dem Motto „Celebrate Diversity“. Vielfalt und Verschiedenheit, wie sie Europa ausmachten, seien seit jeher als Herzstück im Eurovision Song Contest verankert, so Executive Supervisor des Eurovision Song Contest, Jon Ola Sand. In Kiew werde beides gefeiert, die Gemeinsamkeiten wie auch die besonderen Unterschieden zwischen Ländern und Menschen.

Das visuelle Erkennungszeichen des ESC basiert auf der traditionellen Halskette „Namysto“. Das typisch ukrainische Schmuckstück verkörpere nach Ansicht des Veranstalters schon immer die Schönheit, wie sie in der Vielfalt und der Individualität liege und symbolisiere somit auf beste Weise auch die Werte des ESC.

Über das Keyvisual heißt es von Seiten des Veranstalters:

Using Namysto as the basis of their logo, the design agencies took a traditional piece and gave it a modern twist with the help of bright colours and vivid patterns. Each bead on this necklace has its own unique design and shape to symbolise a message that resonates throughout the Eurovision Song Contest; all of us are truly unique, and entwined by the common connection of our love for music.

Für die Kreation verantwortlich zeichnen die beiden ukrainischen Agenturen Republique und Banda.

Kommentar

Warum einfarbig rot? Das monochrome Farbspektrum innerhalb der Perlen/Kugeln reflektiert eher Konformismus statt Diversität. Man darf allerdings davon ausgehen, dass bei der TV-Show, die in Sachen Stage Design mittlerweile zum hoch-digitalisierten Showcase avanciert ist, an Farben nicht gegeizt wird.

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7 Kommentare zu “Keyvisual des Eurovision Song Contest 2017 in Kiew

  1. Ich werte die Farbwahl als schmeichelnde Geste gegenüber der EBU, die selbst bzw. für die Eurovision im Allgemeinen auf die Farbkombination rot und blau setzt. Die Abstimmungen zwischen ihnen und dem ukrainischen Sender erfolgten dem Vernehmen nach anfangs hakelig, was sogar Gerüchte über den kurzfristigen Weggang von der Ukraine beschwört hatte. Inzwischen zeigt man sich senderseitig deutlich engagierter.

    Zum Keyvisual selbst: Die Abkehr vom generisch Glamourösen hin zur Vermittlung der kulturellen Identität des Gastgeberlandes halte ich für eine charmante, eigentlich naheliegende und doch viel zu selten genutzte Idee. Wie immer lässt sich bei ESC-Keyvisuals kein fundiertes Urteil fällen, ehe zumindest das erste Semifinale auf Sendung gegangen ist. (Der Malmöer Schmetterling von 2013 sah etwa als Vorschaugrafik unterwältigend aus, on-air war es ein berauschend umgesetztes Motiv.) Bis dahin bleibe ich dem Motiv offen und vertraue darauf, dass es farblich dynamischer, vielfältiger zugehen wird.

  2. Warum einfarbig rot? Weil die traditionelle Kette rot ist. Die unterschiedlichen Muster deuten auf die Diversität hin – jede Perle ist anders, individuell gestaltet. Doch kommen alle Perlen zusammen zu einer harmonischen Einheit. Das ist doch das Prinzip der Eurovision. Sicherlich wird in der Show mit Farben gespielt – bietet sich doch an, bei den unterschiedlichen Ländern.

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