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Keyvisual der IAA 2013

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Nach dem Auto Salon in Genf ist bekanntermaßen vor der IAA in Frankfurt, die in diesem Jahr unter dem Motto: „Die automobilste Show der Welt“ steht. Elektromobilität wird auch in diesem Jahr wieder eine Rolle spielen, ebenso das „vernetzte Fahren“, wie der VDA internetbasierte Technologien im Umfeld von Fahrzeugen bezeichnet.

Zum Keyvisuals der diesjährigen IAA heißt es in der Pressemeldung: „Das Key Visual der IAA Pkw trägt der Positionierung der Messe als Event Rechnung. Dazu wurde das Automobil – wie auf vielen IAA-Ständen der Aussteller üblich – auf einer angedeuteten „Drehbühne“ positioniert, um es in seiner Charakteristik dynamisch seinem Publikum zu präsentieren. Die Transparenz des Modells unterstreicht die Innovations-Themen wie Leichtbau, Effizienz, neue Materialien, Vernetzung und IT im Automobil. Die Farbe Blau steht in der Tradition der Internationalen Automobil-Ausstellungen der letzten Jahre und symbolisiert Nachhaltigkeit, Technik und Zukunft.“

Wie es den Anschein hat, fand das bis Februar propagierte Keyvisual, eine Fahrzeug-Silhouette in Form eines Blitzes, wenig Anklang. Zweifellos ist die nun in allen Medien implementierte Gestaltung anspruchsvoller, ästhetischer und in seiner Aussage weniger aggressiv.

Wie vor zwei Jahren ist auch in diesem Fall die Agentur DANGEROUS aus Berlin für die Kreation verantwortlich.

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20 Kommentare

  1. Gefällt mir gut. Die Typo hätte ich noch etwas größer gemacht. Die “Light” als Subheadline find ich ich ein wenig schwach gegen die “Black” und schlecht lesbar. Hm. nach genaueren überlegen – vllt. ist mir der “Eis-Blauton” ein wenig zu kühl für das Thema Auto.

  2. Ahh, schön! Die Illustration selbst empfinde ich als sehr gelungen, insbesondere als dass hier die aktuellen Themen Vernetzung, Leichtbau, Elektrifizierung deutlich anklingen. Die Typo ist angenehm klar und steht prägnant auf dem Plakat.

    Grundsätzlich möchte ich mein Urteil freilich relativieren: Für eine Veranstaltung dieser Branche und Größenordnung ist das wohl ein sehr gelungenes Plakat, legt man den Maßstab einer freien Plakatgestaltung an, kommen mir eher Attribute wie “bieder”, “langweilig” und “brav” in den Sinn. Um nicht zu sagen, das Plakat ist so reibungs- und schmerzfrei, es ist fast gar nicht da ;-).

  3. @The Riddler: Den Gedanken bzgl. der Subheadline hatte ich auch gleich, aber ich glaube dass dieses eine, aus der Mittelachse herausgerückte Element wichtig ist und dem Plakat als ganzem hilft (nicht wie eine Powerpoint-folie auszusehen)

  4. Ja, Jürgen das kann natürlich sein. Ich dachte, bezugnehmend auf Powerpoint, dass der Gestalter, dass durch die Verwendung von sieben(!) Schriftgrößen geschafft hat :).

  5. Ein schönes Visual, wie ich finde. Es lässt den Trend zum modernen Fahrzeug (umweltschonend wird nur ein Schlagwort sein) erkennen.

    Was mir persönlich am Poster missfällt: Was soll das Facebook-Icon unten rechts in der Ecke sagen? Eine Unart, die mir schon mehrfach in der Werbung aufgefallen ist: Es soll zeigen, dass man mit einer Seite auch auf Facebook vertreten ist.

    Aber wie man direkt dort hinkommt, erfährt man nicht. Man muss umständlich die Suchfunktion bedienen, die bisweilen die ulkigsten Suchergebnisse auswirft. Gut, hier ist die IAA direkt der erste Treffer, aber das funktioniert nicht immer so gut.

  6. Im Gesamten wirklich sehr gelungen. Dachte nur, ob nun begründet oder nicht, im ersten Drittel stark an Samsung, wenn man das Bild von oben nach unten betrachtet. Speziell wegen den Sternen/Sparks und der Typo.
    Aber das tut dem Ganzen keinen wirklichen Abbruch.

  7. Auf den ersten Blick spricht mich das Design an, allerdings finde ich den Look bzw. die “Idee” wenig innovativ (gläsernes Gehäuse, Drehbühne). Diese Darstellung habe ich sehr ähnlich schon in anderen Auto-Kampagnen gesehen, deswegen finde ich etwas Eigenständigeres stärker für eine Messe, in der es viel um Innovationen geht. Generell gefällt mir der Aufbau jedoch recht gut. Ich schließe mich meinem Vorredner Jürgen Gawron also an (“Um nicht zu sagen, das Plakat ist so reibungs- und schmerzfrei, es ist fast gar nicht da ;-)”).

  8. Erinnert mich an den unseligen James-Bond-Film, in dem ein unsichtbares Auto auf einer Eisfläche rumfuhr.

    Die Schriftart passt aber gut zum Motiv: Klare Linien und Rundungen, wo es um die Ecke geht.
    Insgesamt gelungen, auch wenn es leider zu sehr an die unangenehmen Außentemperaturen erinnert. :-)

  9. Ich würde @Jürgen Gawron zustimmen. Ein sehr schönes, Innovations basierendes Keyvisual, das zu den Themen in diesem Jahr ganz gut passt.

    Die automobilste Show der Welt” – Hier evtl. noch die Schrift offensichtlicher machen. Die Fontgröße ist OK.

  10. “Die automobilste Show der Welt” ist unglaublich bieder und anbiedernd und schlimm, wird der Zielgruppe aber genau deshalb gefallen.

    Wenn’s ums Auto geht, dann sind eben Größenwahn, Technikfetisch und Modernismus Trumpf. Von dieser Branche und ihren Jüngern intelligente Denkanstöße, womöglich noch in Sachen Umwelt zu erwarten, das wäre wohl zu viel erwartet.

  11. @Kasuppke: “Von dieser Branche und ihren Jüngern intelligente Denkanstöße, womöglich noch in Sachen Umwelt zu erwarten, das wäre wohl zu viel erwartet.”

    Sicher richtig, aber wäre es nicht auch zuviel verlangt? Wieso sollte die Branche in das Horn ihrer Kritiker stoßen, und wenn, würden es der Branche verzeihen wenn sie nach aussen hin Dinge kommuniziert die im Alltagsgeschäft so gut wie keine Rolle spielen? Wäre das nicht unehrlich?

    Ich kann damit leben dass die Branche sich hier so darstellt wie sie sich sieht, bzw. heikle Themen und unbequeme Entwicklungen, einfach ausklammert – immerhin ist das ihre Party, da haben Sie quasi Heimrecht.

  12. @Jürgen

    Wie es den Herstellern dann geht, wenn in ~ 10 Jahren sich der normale Arbeitnehmer das Autofahren endlich nicht mehr leisten kann, werden wir wohl alle noch erleben. Ich freu mich drauf.

    Die reiten auf einem siechen Gaul, und das Laufen haben sie nicht gelernt.

  13. Jetzt wird die Diskussion interessant, wir bewegen uns von der äußeren Gestaltung (ansprechende, anspruchsvoll und modern) zur kommunizierten Haltung. Und die geht Richtung Grip Automagazin. Tempo, Dynamik und Technik stehen im Focus. “..Nachhaltigkeit, Technik und Zukunft.” steht in der Presseerklärung Nachhaltigkeit? Zukunft? Müsste dann nicht irgendetwas grün, praktisch, vernünftig und ökologisches mitschwingen – nicht nur Speed und Power? Das finde ich schade, denn es ist a) nicht zeitgemäß und wird b) der Branche auch nicht gerecht. So wirds die Nostalgie-Party der alten Auto-Ideologie.
    Deshalb gefällt mir der Blitz besser, er lässt mehr offen. Das hier ist schön + innovativ gestaltet, aber die Aussage ist – drastisch formuliert – ein alter Hut.

  14. ” Tempo, Dynamik und Technik stehen im Focus.”

    Eben dieser Subtext stört mich. Mensch, das Klima kippt, und die fossilen Brennstoffe gehen zur Neige, aber was stört uns das denn? Klar, wir machen auch ein bisschen Öko, weil sich das gut anhört, aber letztenendes zeigen wir geile schnelle Autos, weil unsere Kunden mit den kurzen Schwänzen das so wollen.

    Diese Botschaft steckt in diesem “KeyVisual”. Erstaunlich, wie bereitwillig die ihre Maske fallen lassen.

  15. Also ich persönlich sehe die Haltung hinter dem Key-Visual nicht so kritisch: Nach mienem subjektiven Eindruck sehe ich in dem Motiv nicht Power, Geschwindigkeit o.Ä. im Vordergrund, ich sehe da SienceFiction Klischees, Blau als das unverfänglichere Grün (irgendwie sauber, dabei aber auch cool) und virtuelle Welten. Wie oben schon beschrieben, wenn ich raten müsste würde ich die Themen Elektrifizierung und Vernetzung als Kernthema der Darstellungen angeben.
    Und genau diese beiden Themen sind ein aktuelles und großes Ding für die Branche.

    Dieser Ausblick in die “Weiten des Alls” ist doch sehr gut gelungen, immerhin steht die Branche auf der Schwelle in ein gänzlich neues automobiles Zeitalter – auch wenn die Dinosaurier der Branche sich nicht wirklich schnell bewegen, den Zeitenwechsel spüren sie alle!

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