Keyvisual AMI Leipzig 2012

Keyvisual der AMI 2012

Keyvisual AMI Leipzig 2012

Die von der Leipziger Messe durchgeführte „Auto Mobil International“ (AMI) wird zukünftig in einem neuen Erscheinungsbild auftreten. „Als Nummer 1 der deutschen Automessen und führender mitteleuropäischer Branchentreffpunkt in den geraden Jahren geht die AMI 2012 mit einem modifizierten Erscheinungsbild ins Rennen. Die selbstbewusste Optik zeigt sich auch auf der AMI-Website unter www.ami-leipzig.de“, so ein Auszug aus der offiziellen Pressemeldung.

Logo AMI Leipzig

Neben dem reichlich überladenen Keyvisual wird die Messe zukünftig von einem neuerdings chromefarbenen Logo repräsentiert werden. Im direkten Vergleich mit dem kürzlich vorgestellten Keyvisual zur IAA 2011 wird erst recht deutlich, welche Klasse das IAA-Plakat besitzt und wie zusammengewürfelt das neue Erscheinungsbild der AMI dagegen erscheint. Die oben gezeigte Collage ist dermaßen überfrachtet, dass die Idee, die Ziffer 1 in den Namenszug zu integrieren, um damit den eigenen Anspruch zu formulieren, gnadenlos untergeht.

Verantwortlich für die Kreation ist MinneMedia aus Leipzig.

88 Kommentare zu “Keyvisual der AMI 2012

  1. Also das Keyvisual geht mal gar nicht. Komplett zusammengewürfelt, überladen, usw.

    Das Logo hingegen spricht mich an. Insgesamt harmonisch, die Typo passt, die Bildmarke ebenfalls und der Chromlook sowieso. Kein Meisterwerk, aber der Zielgruppe entsprechend.

  2. Haha, tatsächlich hätte man wohl nur schwerlich noch mehr Information auf demselben Platz unterbringen können. Und auf der Website geht es gleich weiter … wobei auf der Website deutlich wird, wie krude man alles zusammenwürfelte: Auf dem Plakat fällt einem der willkürlich reinoperierte Fahrsitz nicht auf und der Tacho auf dem Plakat ist zumindest irgendwie … passend.

    Die Bildmarke nun in Chrom zu machen, halte ich für keine gute Idee, da es in dieser Form irgendwie aussieht wie verschütteter Nagellack in Silber. Bei der Wortmarke hingegen macht es fast schon Sinn, es ist gut umgesetzt und sähe ohne das ganze drumherum wahrscheinlich auch recht wertig und luxuriös aus.

  3. Oh mein Gott :-) wirkt sehr erschlagend das ganze.

    Was mir an dem Key-Visual am meisten gefällt ist, dass der vordere rechte Reifen des Autos einfach mal durch einen hinteren Reifen inklusive Auspuff überdeckt wird, ich finde auf den ersten Blick wirkt das fast schon wie ein komplettes Auto, nur auf den zweiten Blick habe ich mich gefragt, warum die Karre einen Auspuff vorne hat :-)

    Ebenfalls genial ist es natürlich, teilweise bis zu 3 Ebenen übereinander mit Transparenzen zu versehen, viel mehr Chaos anrichten wäre glaube ich eine schwierige Aufgabe.

    Das Logo glänzt natürlich im Vergleich zu dem Visual ganz schön, aber gut ist es wohl doch eher nicht.

    Grüße

  4. Das Keyvisual ist nicht nur übefrachtet, sondern erweckt für mich automatisch die Assoziation mit einem Autounfall von mindestens 3 Autos. Zusammen mit der sehr hellen Farbgebung könnte es eine Kampanie von Krankenhäusern für vorsichtiges Fahren sein. Den verwendeten Schriftzug dagegen finde ich gut.

    Das Logo ist jetzt nicht komplett misslungen. Nachdem aber bereits fast alle Fahrzeughersteller in diese Richtung gingen, war es wohl nur logisch, naheliegend, langweilig. Unterstreicht für mich so nicht den Anspruch der No.1. Diese sollte mit gutem Beispiel voran gehen und nicht dem Trend hinterher jagen.

  5. Könnte auch der Header eines billigen Tuningforums sein. Dazu passt auch das Bild von der Frau mit Finger im Mund. Das Logo ist ok, der Chromelook ist aber to much

  6. Die Meinung zum Keyvisual ist wohl eindeutig, aber wer weiß, manchmal wollen es die Kunden auch genau so. Das Logo ist nicht besonders neu (Gerade der Umriß eines Wagens, der ist nun echt im Auftritt eines jeden Betriebes, der nur in der Nähe eines Autos steht, vorhanden), aber wenn man sich dafür entscheidet, sollte man es auch in diversen Formaten, Größen usw testen.

    In der kleinen Darstellung finde ich nämlich, dass die untere Seite der Wölbung total wegbricht und gar nicht mehr wahrgenommen wird. Dadurch steht die Typo viel zu weit unten und wirkt sehr unausgewogen. Auch die krassen Kontraste in den Reliefs auf der Schrift und der Wagensilhouette sind in klein viel zu hart, so dass die Konturen tatsächlich flüssig anmuten. Auf dunklem Grund verschwimmen die hellen Töne u.U. nicht so sehr, aber besser macht es das nicht.

    Und die Schrift zur Ankündigung vom Datum und im Claim ist auch sehr abgegriffen, was den Automotive Sektor betrifft. Was mir hingegen gefällt, ist das Logo der Messe Leipzig an sich :)

  7. Man nehme einen Audi, einen Alfa, einen Mazda und einen billigen Grafiker und schon ist es passiert. Entschuldigt … jemand musste auch noch Konzept fürs Logo liefern … soll doch ein mißlungener Porsche Cayman sein, nicht? Das ist doch aber kein „Ami-Fahrzeug, oder?!?!? :-))). Und mit dem Chrom: Wenn´s neurdings die Automarken machen, macht es AMI einfach auch mit. Hinter dem AM1 & AMI steckt bestimmt auch ein Plan.

  8. – „Hey, Azubi, schon was vor?“
    – „Ne, gibt was zu machen?“
    – „Ja, hier, ein Keyvisual für die AMI. Wir haben da gerade keinen Nerv für“.
    – „Alles klar, ich mach es“.
    – „Sieh zu dass da irgendwas mit Autos, Menschen und Technik vorkommt. Ein Auto oder ein Tacho und ne hübsche Dame. Der AMI-Schriftzug darf natürlich auch nicht fehlen. Du machst das schon.“
    – „Okay, mal sehen ob ich mittlerweile etwas versierter in Photoshop bin“.
    – „Ach, spiel einfach ein bisschen mit Transparenz und Layer-Effekten rum und sorg dafür, dass die wesentlichen Elemente Platz finden!“
    – „Alles klar“
    – „Achja, der Kunde hat gesagt in den Schriftzug muss irgendwas pfiffiges. Denk dir mal was aus!“

    Und jetzt in Ernst: Wer um alles in der Welt kommt auf die Idee, das Keyvisual mit einem Tacho, zwei Personen, einem Auto, Autositzen + Schriftzug zu bestücken?

  9. Die Webseite ist ja noch viel schlimmer als das hier gezeigte Key Visual. Mal abgesehen davon, dass es tatsächlich mit Frames umgesetzt ist, obwohl man eine feststehende Navigation auch eleganter lösen kann. Die ganzen anderen Probleme im Auftritt müssen wir nicht auch noch im Detail ansprechen.

    Die Collage ist völlig überfrachtet. Sehr viel weniger wäre hier mehr gewesen. Zusammen mit dem darüberligenden AM1 geht es erst recht nicht mehr. Der Betrachter wird vollkommen verwirrt, das Auge sucht vergeblich nach Haltepunkten. Ein einziges starkes Bild wäre hier die wesentlich bessere Alternative gewesen.

    Ich mag mich auch nicht mit dem Logo anfreunden. Die Autosilhuette wird von jeder zweiten Werkstatt mal besser mal schlechter genutzt. Der Chromlook ist zwar technisch ganz ansprechend umgesetzt (wobei Auto Mobil International eher auf einem matten Hintergrund steht), doch scheint mir hier die Zielgruppe leicht verfehlt zu sein. Bei mir weckt dieses Erscheinungsbild eher die Assoziation Tuning und Autoschrauber.

    Im Vergleich zur IAA fällt dies hier ganz klar ab.

  10. Ich weiß auch nicht, was ich dazu sagen soll. Dieser komplette Auftritt inklusive Web ist mit das furchtbarste, was ich hier je gesehen habe. Komplett neben jeder ästhetische Proportion, ohne jegliches Auge montiert, fern des guten Geschmacks. Talentierte Quereinsteiger sind Gold wert, aber manchmal hilft einfach ein Studium des Kommunikationsdesigns.

    Die sind ja nur Deutschlands Auto-Messe Nummer 1, weil 2012 keine ernstzunehmende Messe stattfindet. Hihi.

  11. Also wenn man sich das ganze mal 5 Minuten wirklich im Ernst anschaut findet man die spektakulärsten und abstrusesten Details in dieser Mutations-Collage :) Die Webseite finde ich allerdings der Oberhammer! Heutzutage noch eine Webseite anno 1998 inklusive Frames zu verkaufen, Hut ab! Da gehört Mut dazu.
    Wenn man den gesamten Auftritt auf den ersten Blick betrachtet entsteht meiner Meinung nach eher das Bild einer billigen Tuning oder Autoteile Messe als das einer seriösen Automobilmesse der Klasse IAA. Von daher Thema verfehlt!

  12. Schade schade schade, dass in meiner Stadt so etwas abgegeben, abgesegnet und scheinbar auch noch gewünscht ist. Was soll ich sagen? Da ist ja nun alles falsch was falsch geht.

    Die ‚1‘ mit dem Wort ‚AMI‘ zu verknüpfen mag als Idee sehr gut sein und funktionieren. Aber was soll der Rest rundherum? Man sieht es ja überhaupt nicht. Bis ich erkannt habe, dass das die Front- und Heckansicht eines Autos ist, habe ich mich 10 Mal gefragt, warum das da vorn so auseinandergezogen ist und was das darstellen soll.

    Aber leider hat die AMI noch nie ein schönes Erscheinungsbild gehabt. Glaubt mir, im Vergleich zum letzten Jahr ist das hier gut. Und das ist eigentlich noch mehr schade.

    Aber wie ich immer sage: Jeder Kunde bekommt das, was er verdient.

  13. Mal abgesehen von der überladnene Kollage, geht die Chromefarbenen Autokontur überhaubt nicht. Wie auch hier schon öfter zu lesen war: Weniger ist Mehr.“
    Ich glaube sooo viel Chrome funktioniert nicht mal mehr bei der Zielgruppe.

  14. Ich melde mich ja nicht oft zu Wort, aber das schlägt dem Fass den Boden aus. Bitte MinneMedia erfüllt eure Beratungspflicht. Das kann doch niemand, der Berufehre hat, so durchlaufen lassen. Ich finde es löblich, dass die Kreation lokal vergeben wurde, aber wenn das dabei rauskommt…

    Noch dazu eine Website aus dem letzten Jahrhundert. Ich habe schon seit Jahren keinen Internetauftritt gesehen, der mit Frames realisiert wurde. Und das hat auch seinen Grund. Von Barrierefreiheit, Struktur, Rastern, CSS etc. haben diejenigen, die das umgesetzt haben wohl noch nie gehört. Ein Frechheit ist das.

  15. Achim, hast du dich bei der Kategorie verklickt? Gehoert das nicht zu den Spooky Awards? Wenn der „Unfall“ nicht wie hier vom Schriftzug ueberlagert wird, wird er ja sogar noch schlimmer.

  16. Ich weiss, ich wiederhole nur bereits gesagtes, aber ich kann mich nicht stillhalten:
    Nr. 1 der Automessen? Vielleicht schaffen sie es ja mit dem Auftrit bald zur Nr. 1 der Tuningmessen und laufen irgendwann dem Wörthersee den Rang ab?

    Da ist ja alles fürchterlich, vom Schriftzug, dem Chrom, der Silhouette, der ungeklärten Frage ob es nun ne „1“ oder ein „i“ im Namen sein soll, dem Webauftritt und diesem Fremdschäm-Composing inkl. lechzender Hostess. Sag mal wie low-end kann man den wirklich gehen? Haben die mal in ein beliebieges Tunerforum geguckt um sich zu orientieren wo der Unterschied zwischen professionellem und amateurhaftem Tun liegen könnte?

    Fantastisch! Entweder hat die Agentur hier gaaaanz grob versagt (Wa sich nicht glaube, die anderen Projekte auf deren Webseite sehen ja alle völlig „normal“ aus), oder der Auftraggeber ist ein durchsetzungsfreudiger Selfmade Man, vom Gebraucht-Autohof (Kaufe alles! Bargeld!) zum PR-Manager der Nr1. der europäischen Automessen?

  17. @DerSiedler (#19): Um kurz „einzulenken“… Wenn man sich mal genauestens informiert: Alle Websites Leipziger Messen nutzen das gleiche Layout und nur Inhalte/Bilder werden angepasst. Kritik dahingehend ist also nicht der Agentur, sondern der Leipziger Messe zu schulden.

    Ach ja, @RAUM II Werbeagentur (#17): Nestbeschmutzer? Ernsthaft? Und „Ihre Stadt“?! WOW!

  18. ich verstehe schon die Absicht, so viel anschauliches wie möglich, dezent auf einem Medium darzubieten.

    Leider erkenne ich zuerst ein verzogenes, krummes Auto, was im Photoshop gefoltert wurde.
    Beim zweiten Anblick sehe ich.. ahh das ist ja alles zusammengesetzt, ein Hintenvorne-Auto quasi.

    Vielleicht wollte der „Kunde“ das so, allerdings muss und sollte man nicht immer das tun, was irgendwelche Marketingleute wollen. Auf mich wirkt das visuelle Konzept wie durch Ängstlichkeit motiviert nach dem Motto, „lass uns lieber mal ganz viel zeigen, damit alle Sparten und Aussteller abgedeckt sind.“

    Die Frau mit dem Finger im Mund geht garnicht (warscheinlich findet sie schnelle Sportwagen antörnend?!). Ich finde, jetzt schon von den eigentlichen Produkten durch „Messemäuschen“ abzulenken unklug.
    Das zielgruppenorientierte Werben sollte den einzelnen Ausstellern überlassen werden/bleiben, die Messe sollte dafür das Forum bieten.

  19. Dem Beitrag von Stefan kann ich nur zustimmen … Pixelkotze!

    Aber wie man sieht, (Blick über die bestehenden Referenzen), hält die Agentur wenigstens seinen Weg straight…

    Schön ist anders!

  20. Grausam.
    Eine Beleidigung für jeden Kreativen.
    Eigentlich ist alles dazu gesagt. Das Ding spricht für sich.
    Schlimm, dass irgendwer so etwas entwickelt.
    Schlimm, dass es Entscheidungsträger gibt, die so etwas abnicken.
    Das „Ergebnis“ spiegelt die „Qualität“ der Agentur sowie der Entscheider wieder. Job verfehlt!

    Hiermit möchte ich dieses Unglück offiziell für die Spooky Awards 2011 vorschlagen.
    So etwas wird schwer zu toppen sein.

    Da könnten sie wirklich mal die Nr. 1 werden!

  21. Zitat von der Website der Agentur:
    „Bei MinneMedia knallten wieder einmal die Sektkorken: Die Agentur gewinnt im hochkarätigen Pitch den Kommunikationsetat für die AMI, AMITEC, AMICOM und AMISTYLE ab 2012. Mit einer neuen Kampagne, die mit riesigen Lettern die Marke AMI noch bekannter machen will und aus der AMI typografisch geschickt eine AM1 – die Auto-Messe Nummer 1 – werden lässt, konnte sich MinneMedia gegen 5 Mitbewerber durchsetzen. Das gesamte Agenturteam freut sich auf diese automobile Aufgabe.“

    … na dann Prost!

    Über das Keyvisual wurde ja schon genug gelästert … ähm diskutiert. Aber, dass man sich damit gegen 5(!) Mitbewerber in einem „hochkarätigen“ Pitch behaupten kann? Unglaublich. Aber wer noch mit Frames programmiert (auch wenn’s so vorgesetzt wurde), scheint nen anderen Blickwinkel auf die Dinge zu haben.

    Vielleicht ist das ja DIE Geschäftsidee. Projekte die hier (Hamburg, München, Köln u..) abgelehnt wurden, einfach mal in Leipzig vorzustellen. Vielleicht kriegt man sie da ja leichter verkauft.
    … an dieser Stelle möchte ich mich lieber gleich bei den (meisten) Leipzigern entschuldigen ;)

  22. Um Gotteswillen ist absolut schrecklich, habe die keine Augen im Kopf. Im Grunde sollte man den Verantwortlichen von AMI den Link zu diesem Beitrag und seinen Kommentaren senden. Einfach unglaublich.

  23. Also mal ehrlich. Das ist m.E. keine seröse Arbeit. Sicher sehen das die Verantwortlichen nicht so, aber wenn man nicht blind ist, sollte man doch im nationalen sowie internationalen Vergleich sehen, dass das einfach unaussagekräftig, schlecht umgesetzt und trashig ist. Entschuldigt wenn das so hart klingt, aber diese Arbeit kann man einfach nicht ernst nehmen.

  24. Nö. Find ich gar nicht so schlecht. Gerade weil einem erst beim zweiten und dritten Blick auffällt, dass da nicht einfach nur ein Auto im Hinter- und Leute plus Sitz im Vordergrund übereinandergestapelt werden, sondern der Hintergrund selbst eine mit Übergängen und Transparenzen verschleierte Collage aus verschiedenen Blickwinkeln ist. Sorgt dann erstmal für Verwirrung, aber das ist doch gut. Sehr vielschichtig.

    Und die Wiedergeburt der Neunziger-Jahre-Eurostyle-Extended und ein zur Abwechslung mal gut gemachtes und passendes 3D-Chrome-und-Glanz-und-Effekte-Logo – hier geht es doch um Autos. (Denen ich persönlich ohnehin nichts abgewinnen kann.) Und so sieht es auch aus.

  25. Am besten finde ich immernoch, dass die es irgendwie geschafft haben, eine heiße Frau da reinzuquetschen. Sex sells!

    Sich anmaßend als Deutschlands Automesse Nummer Eins aufzuplustern, wenn alle Leute dabei sofort an die IAA denken und von der AMI noch nie was gehört haben … ich glaub das ist eher ein Schuss in den Ofen. Oh ja, cleverer Satzbau … 2012 sind die Automesse Nummer eins, weil keine IAA stattfindet, also nicht gelogen. … Das ist für mich genauso Effekthascherei wie dieses »Deutschlands große/s XYZ« anstelle von »Deutschlands größte/s XYZ«.

    Zum Photoshop Massaker wurde ja schon alles gesagt hier. Beim Chrom bin ich bedingt anderer Meinung. Nimmt man nur die drei Buchstaben AMI ohne Silhouette und Untertitel, fänd ich das gar nicht so schlecht. Dann hätte man noch die Jahreszahl 12 in rot hinter das AMI setzen können, wie man es von Sportwagen Typenkennzeichnungen her so kennt (wie z.B. das »R« oder »GT«) und man hätte ein schickes Logo, bei dem man ohne große Erklärung sofort an Autos denkt.

    P.S.: wenn ich mir die Auto Collage als Gesamtbild so anschaue, muss ich irgendwie an Sloth von den Goonies denken :)

  26. Floda Nashir: Nö. Find ich gar nicht so schlecht. Gerade weil einem erst beim zweiten und dritten Blick auffällt, dass da nicht einfach nur ein Auto im Hinter- und Leute plus Sitz im Vordergrund übereinandergestapelt werden, sondern der Hintergrund selbst eine mit Übergängen und Transparenzen verschleierte Collage aus verschiedenen Blickwinkeln ist. Sorgt dann erstmal für Verwirrung, aber das ist doch gut. Sehr vielschichtig.

    Das ist aber nicht dein ernst oder? vielschichtig in photoshop ebenen muss nichts mit „vielschichtig“ zu tun haben. ich glaube es ist nicht gut, wenn etwas „erstmal für Verwirrung“ sorgt. Du wohl schon.

  27. @ Floda Nashir
    Sich auf den 2. und 3. Blick der Leute zu verlassen ist der Falsche weg. Ich meine, dass so etwas auf den 1. Blick überzeugen und funktionieren muss, sonst gehen Adressaten (eventuelle Messebesucher) verloren.

    Die Eurostile wird jedes Jahr durch irgendwelche Science Fiction Filme wiederbelebt. Ich finde ihren Einsatz an dieser Stelle (Autos, Tuning) genauso orginell, als würde man die Comic Sans in einem Comic verwenden.

    Mir fehlt hier bei dem ganzen die individualität, was dem Auftritt noch Esprit verleihen würde.
    die AMI nutzt in den Keyvisuals NUR Stereotypen. Vor 12/15 Jahren hätte das vielleicht eingeschlagen. Ich kan mir vorstellen, das solch eine Kommunikation die Leute von heute unterfordert und langweilt. Kurz gesagt: Unmutig, oberflächlich, schade!
    Ein paar Meetings zur Ideenfindung und -entwicklung hätten dem Projekt gut getan!

  28. Nun melden wir uns hier mal als die „betroffenen“ Grafiker von MinneMedia.
    Im Prinzip halten wir ja eine solche Plattform zur Diskussion und Schärfung von fachlicher Perfektion für sehr genial und unterstützenswert. Nur haben wir den Eindruck, dass in der bisherigen Diskussion jegliche Form des Respekts und der Sachlichkeit verlassen wird.

    Der wichtigste Vorwurf: Ohne die Kenntnis eines Briefings oder von ein paar wenigen Fakten kann man doch hier nicht solche Urteile zusammenstückeln. Den Wahrheitsgehalt einer Aussage erkennt man auch an der gewählten Ausdrucksform.

    Subjektiv finden wir das Motiv natürlich sehr genial. Aber objektive Kriterien sind das alleinig entscheidende. Und so verblüffend das auch hier nach der obigen Diskussion klingen mag: Den Betrachtern gefällts, wie die Marktforschung bestätigt. Und es steckt eine Menge Grips dahinter.

    Das Key teilt sich ganz simpel in zwei Betrachtungsebenen auf. Vordergründige Ebene ist die Typo AM1. Hier ist durch eine simple typografische Spielerei die Marke AMI und die Aussage „Auto-Messe Nr. 1“ sehr plakativ verwoben. Das war exakt die gebriefte Aufgabe: „Puschen Sie die Marke AMI, betonen sie die neue Pole Position“. Da wird hier doch sicher jeder zustimmen: Aufgabe gut erledigt.

    Die zweite Betrachtungsebene ist reine, hintergründige Atmosphäre. Die Collage ist also vorrangig atmosphärischer Schmuck und in der Hierarchie eben in zweiter Reihe. Daher so hell und pastellig und luftig. Die Aufgabe: „Vermitteln Sie, dass es auf der AMI um Autos geht, um kleine, große, um Außenformen, um Innenräume und um die Menschen, die damit fahren“. Nun mag man Collagen mögen oder nicht, aber eins steht fest und wurde ermittelt: Die Zielgruppe findet es gut. Das Motiv wurde bei der Marktforschung als Sieger ermittelt. Und auch die Autoindustrie hat sowohl Agentur als auch Motiv ausgewählt und hoch gelobt.

    Anders ausgedrückt: Der Wurm schmeckt dem Fisch. Hier gibt es aber sehr viele Angler, die selbst den Geschmack des Wurms beurteilen. Aber wir entwickeln unsere Entwürfe immer nach dem Decodier-Mechanismen bei der Zielgruppe. Und die findet die Collage (Zitat:) „Cool, stylisch und mit viel Spielraum für Interpretation“. Sind die denn jetzt alle dumm? Haben die keine Ahnung? Oder haben hier einige einfach vergessen, für wen man als Grafiker arbeitet?
    So sehr wir hier von der Professionalität der Mitdiskutanten ausgehen: Wurde hier nicht (Achtung! Metapher!) durch eine Anzahl klassischer Musikrezensenten ein Rockkonzert verrissen?

  29. Hallo Minnemartin!

    Vielen Dank für die Stellungnahme!
    Da ich hier ebenfalls derbe Kritik geäussert habe möchte ich zumindest einige Punkte näher beleuchten:

    1. Soll diese Messe nun AM1 oder AMI heissen? Ich finde es extrem verwirrend diese zwei Buchstabenkombinationen so nah beieinander zusehen. Wenn man eine (!) Marke kommunizieren will, ist es vielleicht doch nicht so gut zwei verschiedene Wortmarken oder Schreibweisen zu publizieren? Oder?

    2.
    Die Collage: Ohne die Alternativ-Vorschläge zu kennen, beeindruckt mich die Marktforschung recht wenig (und Btw: Das Dschungelcamp ist auch ein Quotenhit, mögen muss man des deswegen trotzdem nicht).
    Ich empfinde die Collage als irritierend weil sie suggeriert es handele sich um ein Auto, eine geschlossene Fahrzeugform welch sich aber gleich als Verhackstückelung verschiedener Fahrzeug-Teile entpuppt. Die Assoziation mit einem Unfallwagen liegt einfach nahe, die Erinnerung an die D&W Girls, und somit die Tuner-Ecke, ebenso.
    Diese Collage wirkt willkürlich, man erkennt nichts wirklich, weder was das alles sein soll, noch was der Gestalter damit bezwecken wollte (Im SInne einer Komposition oder Linienführung in Zusammenhang mit der Typo), sie rwirkt amateurhaft – nicht technisch, aber gestalterisch.

    3.
    Ich frage mich wer die Zielgruppe dieser Messe ist? Der Anspruch mit der Nr. 1 ist ja sowas von dreist an der Wahrnehmung von 90% aller autoaffinen Menschen in diesem Land vorbei geschrieben (IAA?), dass ich alleine deswegen eher auf eine Randgruppenveranstaltung schließen würde. Das noch kombiniert mit dem visuellen Auftritt und einschlägigen Charakteristika (Pin-Up, Chrom-Effekt) und ich würde Geld verwetten wollen das das hier eine Tunermesse oder ein GTI -Treffen ist. Sollte das die angestrebte Zielgruppe sein – wunderbar! Volltreffer
    Aber die Menschen die sich auf der IAA herumtreiben dürften m.M.n. zu erheblichen Teilen etwas anders gestrickt sein.

    Grüßle,
    jürgen

  30. Hallo Jürgen,

    schön, dass die sprachliche Vernunft hier zurückkehrt ;-)
    Gern gehe ich auf einige der Punkte ein.

    1. Natürlich heißt sie AMI. Das ist auch immer die erste Wahrnehmung – das liegt daran, dass unsere 1 bewusst so gestaltet wurde, dass sie auch als kleines i ohne Punkt gelesen werden könnte. Daher also auch kein schräger Strich wie bei einer normalen 1.
    Aber genau diese Dissonanz „soll das ein I oder eine 1 sein“ ist zu 100% beabsichtigt. Denn genau erst dann fängt man zu grübeln an, vorher würde das Plakat nur unreflektiert vorbeirauschen. Und wenn dann der eine oder andere auch eine 1 sieht, fragt er sich „Wieso 1?“ Dann bekommt er die Antwort „Auto-Messe Nr. 1“ in der Subline nachgereicht.

    2. Auch sehr gut erkannt! Kurze Vorgeschichte: Die erste präsentierte Collage hatte nicht die Wirkung, als handele es sich nur um ein Auto. Die sah schick aus, aber lief Gefahr, nicht entschlüsselt werden zu können. Daher der – sehr berechtigte – Korrekturwunsch des Kunden „Man sollte schneller erkennen, dass es sich um Autos handelt. Also ersannen wir den Trick, die Collage so zu gestalten, dass auf den ersten Blick scheinbar ein „Gesamtauto“ zu sehen ist, auf den zweiten Blick aber das große Stutzen einsetzt. Und genau das war wieder zu 100% beabsichtigt. Deshalb ist der Auspuff auch besonders markant. Und schließlich noch ein wichtiger Nebensatz: Unsere Aufgabe war es, unter keinen Umständen ein konkretes Auto erkennen zu lassen, da die Autoindustrie sehr genau darauf achtet, ob hier eine Marke oder ein Segment bevorzugt würde. Im Idealfalle sollte man in der Collage sozusagen „alle und kein Auto“ erkennen.

    3. Kauf Dir bitte mal eine Tuner-Zeitschrift: Das ist visuell eine völlig andere Schublade. Die AMI-Anzeige erschien schon in einer dieser Zeitschriften, und wirkte so brav nett gegen all das nackte Fleisch und das viele Lack-Leder, dass wir da ganz sicher nicht zu sehr in der Tuner-Ecke sind. Aber ganz nebenbei sind genau diese Tuner auch ein wichtiger Ausstellungsbereich auf der AMI. Also wenn es denn auch denen gefiele, hätten wir die nächste Zielgruppe eingesammelt ;-)
    Die IAA ist natürlich sehr stark von Presse-Vertretern besucht, der „gemeine“ Autokäufer ist da weniger zu finden. Ganz im Gegensatz zur AMI, die schon seit 20 Jahren eine starke Endkunden-Messe ist und diese Positionierung auch ausbauen will.

    Das Entscheider-Gremium, welches dieses Motiv ausgewählt hat, umfasste ca. 20 Personen, Messevertreter, Autoverbandsvertreter, mehrere Automarken, die sich einstimmig für diesen Entwurf entschieden hatten. Und die wissen sehr genau, was ihre Zielgruppen mögen.

    Und so sehr ich auch das Frankfurter Motiv 2011 gelungen finde: Eine derart brutale Reduzierung auf das Wasserstoff-Auto (O2-Look), das kann sich die IAA vielleicht erlauben, die AMI aber nicht.

    Herzlich grüßt der MinneMartin

  31. Das ist zwar schön und gut, wie das hier alles von den Verantwortlichen erklärt wird. Trotz allem ist es wenig überzeugend.

    Natürlich ist das Motiv der IAA sehr reduziert und vielleicht braucht eine Messe wie die AMI, die zwar international besetzt ist, aber trotzdem mehr den regionalen Endverbraucher anspricht, eine etwas lautere Gesatltung. Aber man kann auch gut laut gestalten. Diese Collage ist (auch nach all den schönen Erklärungen) ein grober Unfall. Hier stimmt einfach nichts. Wenn man Entscheidern so etwas vorlegt und nichts besseres hat, dann entschaieden sie sich vielleicht auch dafür. Aber auch mit all den Kundenwünschen hätte man es professionell angehen können.

    Diese Arbeit hat wirklich sehr wenig mit Professionalität zu tun – außer vielleicht die Hörigkeit vor dem großen kunden, der viel Geld bringt.

    Ich sage nichts gegen AMI oder AM1 … wirklich nichts. Das fällt ins Auge und das bleibt hängen. Aber das wäre es auch, wenn ein Motiv mit etwas mehr Klasse im Hintergrund wäre. WARUM HAT DIE FRAU IHREN FINGER IM MUND? Das kann man doch nicht wollen. Soweit ich weiß, gehen hier auch viel Familien hin und keine notgeilen Affen.

    Natürlich gehen die Besucher hin. Das Plakat fällt ja auf. Aber man kann auffällige Plakate, bei denen auf den ersten Blick zu erkennen ist, dass es sich um Autos handelt, auch anders gestalten und dem Kunden verkaufen (wenn er nicht vollkommen beratungsressistent ist). Ich denke aber auch, dass dieses Plakat viele Leute abschreckt und anekelt – mich zum Beispiel – und da stehe ich nicht alleine da. Und diese Leute gehen dann bewusst nicht auf diese Messe.

    Da werden neue hochklassige Wagen präsentiert. Kann man dann keine hochklassige Werbung dafür machen. Das Publikum, dass sich ein neues Auto kaufen will, kennt doch die hochklassigen Broschüren der Hersteller. Die Messestände sind auch hochklassig. Und das schreckt den mitteldeutschen Kunden auch nicht ab. ALSO WIESO diese unterirdische 90er-Gestaltung, die nichts damit zu tun hat, was man im inneren der Messe sieht?

    Ich bin entsetzt1

  32. Die Aufgabe: “Vermitteln Sie, dass es auf der AMI um Autos geht, um kleine, große, um Außenformen, um Innenräume und um die Menschen, die damit fahren”.

    Na gute Nacht auch! Mit anderen Worten: Packen Sie mir bitte alles in ein Motiv, was nur geht. Am besten wäre es, wenn man all dies noch im Logo erkennt.

    Es handelt sich um eine Automesse. Die Leute hier sind nicht dumm. Man muss ihnen nicht erklären, was man auf einer Automesse findet. JAAAAAAA: Autos! Und die sind nun mal groß und klein. Die haben auch einen Innenraum und eine Karosserie. Und ja, Menschen fahren diese Autos. Hurra! Für uns in Leipzig ist das keine neue Erkenntnis. Also muss man es uns auch nicht in einem einzigen Bild erklären. Man muss es uns gar nicht erklären.

    Und wenn es die Zuständigen von der Messe nicht begriffen haben, dann sollte man es ihnen als Agentur erklären. Dazu sind wir schließlich da. Wir haben die Erfahrung und sollen den Kunden deshlab beraten. Er engagiert uns nicht, weil wir nur das umsetzen sollen, was er will. Dann kann er sich auch irgend jemanden nehmen, der sich mit Grafik auskennt. Die Agenturen sollten genau das tun: beraten, empfehlen, überzeugen! Das sieht mir hier nicht so aus.

    Schön übrigens, dass ich genau die Anforderungen, die der kunde gestellt hat, nicht finde und nicht sehen kann. Sie sind unstriitig in diesem Bild vereint. Aber genau das ist es ja: Dadurch sieht man gar nichts und nimmt nichts war.

    WIRF EINEM TENNISSPIELER EINEN TENNISBALL ZU. ER WIRD IHN FANGEN. WIRF IHM FÜNF BÄLLE ZU UND ER FÄNGT KEINEN EINZIGEN.

  33. Naja jetzt muss ich schon lachen wie sich die „Macher von Minnemartin“ hier versuchen zu erklären, die Erklärung ist genauso schlecht wie das Design. Leute Ihr habt doch eine Verantwortung eurem Kunden gegenüber! Ihr habt eurem Kunden damit absolut geschadet.

    Das ist schlicht weg einfach nur schlecht gemacht. Zudem schrecklichen Design kommt als Ergänzung auch eine dementsprechende Programmierung, mit 20 HTML Fehlern, 94 Spaghetti-Elemente und als Krönung werden auch noch Frames genützt. Und das aller Beste kommt wenn man auf Impressum geht, da öffnet sich tatsachlich eine externe Seite die komplett leer ohne Grafik ist mit dem Impressum :), das müsst Ihr euch anschauen das ist so schlecht das es schon wieder cool ist :)

    Aber absolute Hochachtung! Ihr habt es tatsächlich geschafft es dem Kunden trotzdem zu verkaufen und das ist alle Ehren wert.
    Ihr macht echt gutes Printdesign aber das Webdesign ist keine Stärke von euch aber das muss nicht schlimm sein, nimmt euch doch bei eurem nächsten Projekt einen Freelancer der es für euch macht.

  34. Naja die „Verantwortlichen“ müssen ja irgendetwas sagen, so etwas würde ich auch nicht auf mir sitzen lassen. Fakt ist aber, dass das aus Designersicht,
    >DESIGNERsicht< nichts ist.

    Minne: Das Meeting ist egal, am schluss seid ihr dafür verantwortlich was dabei herauskommt. Dieser "Fan"-Gemeinde gefällt das verständlicherweise nicht. Wenn es einem Tuning-Junge besser gefällt (die Betonung liegt auf einem), dann muss ich mir nur sein Auto ansehen. Leute, das ist einfach nix!

  35. @ MinneMartin

    Erstmal find es sehr gut das Ihr an dieser Diskussion teilnehmt. Egal ob ich eure Argumente verstehe, ist es auf jeden Fall mal interessant wie Ihr zu eurem Ergebnis gekommen seid.

    Allerdings glaube ich einfach nicht daran das beim betrachten und nicht verstehen irgendjemand ins grübeln kommt. Also zumindest geht es mir so. Vor Plakaten sitz man ja in der Regel nicht stundenlang, sondern fährt eher mit 50 km/h vorbei. Wenn die Stadt nicht gerade total zu gepflaster ist, mach ich mir ganz sicher nicht die Mühe das ganze Zeugs zu entschlüsseln. Ich glaube deswegen einfach grundsätzlich nicht daran das es gut ist ein Plakat auf diese Art und Weise komplex zu gestalten.

  36. Ganz ganz ganz schlimm…
    Freunde, sowas macht mich echt stinkig, da fühle ich mich fast schon persönlich beleidigt…

    1. Viel zu viel, keine Chance irgendwas aufzunehmen. Wie soll die Marke AMI gepusht werden, wenn man nicht mal weiß, ob es AMI, oder AM1 oder wie auch immer heißt…

    2. Auf einer Automesse geht es um neue, innovative Fahrzeugdesigns – entschuldigt die drastische Ausdrucksweise, aber jeder Automotive-Designer wird euch die Photoshop-Vergewaltigung die sich in der Mitte abspielt dermaßen um die Ohren hauen. Das hat weder was mit Design, noch mit richtiger Perspektive oder sonst was zu tun. No Way…

    3. Was macht die Frau aus den Sexy Sport Clips da?

    4. Warum schaut der Sunnyboy (der für mich ebenso wenig Berechtigung hat), in die Vergangenheit? Mal ganz abgesehen davon, dass bei den zwei Gesichtern alleine vom Bildstil überhaupt nichts zusammen passt… Das schreit nach wahlloser Stockphoto-Auswahl.

    5. Mit welcher Berechtigung ist der völlig beliebige Innnenraum da drin?

    6. Warum ist nur die 1 und das halbe M nicht aber das A mit irgendwelchen Sachen gefüllt? Wenn dann konsequent… Richtig komisch sieht dass auf der Webseite aus, wenn der Schriftzug nicht vor irgendwas anderem steht. Zumal dann noch mehr auffällt, dass die Füllung aber mal gar nichts mit dem Thema zu tun hat.

    7. Das LOGO! Chrome, meinetwegen – machen mittlerweile alle, passt auch. OK. Aber von welchem Gefährt oder was auch immer soll das sie Silhouette sein? Das ist zum einen, eine viel zu komplizierte Form, zum Anderen ùberhaupt nicht archetypisch… Und es fährt wieder in die Vergangenheit (glaube ich, man erkennt es ja nicht richtig)

    Man!

  37. Seit einiger Zeit habe ich den Eindruck, dass sich hier immer mehr Leute zu Wort melden, denen es Spaß macht, einfach mal kräftig mit „draufzuhauen“. Vor allem wenn man mal die Diskrepanz zwischen dem hier Geschriebenem und der Qualität der eigenen Arbeiten betrachtet. Sorry, aber hier großspurig zu schreiben „Webdesign ist keine Stärke von euch aber das muss nicht schlimm sein, nimmt euch doch bei eurem nächsten Projekt einen Freelancer der es für euch macht“ und dann selbst auf der eigenen Website das hier als Logo-Design zu präsentieren finde ich schon grotesk. Wirklich konstruktive Kommentare kommen anscheinend auch nur von Leuten, die ihr Handwerk offensichtlich verstehen, wie z.B. von Wolle (vgl. Referenzen). Er macht zwar auch deutlich, dass ihm das Design nicht wirklich gefällt, begründet es aber nachvollziehbar und äußert sich auch dahingehend, was er verändern würde.

    Über Kommentare wie „Pixelkotze“ brauchen wir nicht ernsthaft zu sprechen. Schließlich handelt es sich immer noch um Kollegen, die in ein Projekt viel Zeit und vielleicht auch Herzblut investiert haben und nun hier kritisiert werden. Eine sachlichere Diskussion mit konstruktiver Kritik würde zumindest mir sehr viel besser gefallen als die bloßen Versuche, sich gegenseitig in Form und Härte der Beleidigung zu übertreffen… dieser Wunsch steht ja auch schon in den Richtlinien: „Floskeln wie sieht aus, als wärs vom Praktikanten oder Griff ins Klo sollten allerdings im Sinne einer sachlich geführten Diskussion vermieden werden“.

    Zum AMI Keyvisual:
    Mein erster (flüchtiger) Eindruck war durchaus positiv. Insbesondere Farbgebung und Typo (AMI / AM1) finde ich gelungen und passend zum Thema.
    Auch mir hätte es besser gefallen, wenn der Hintergrund nur aus einem einzigen Auto bestehen würde, dieses aber noch dezenter in Erscheinung tritt und man so versucht das Problem zu umgehen, eine bestimmte Marke zu bevorteilen. Interessant finde ich den Ansatz, im Hintergrund die Karosserie abzubilden und innerhalb der Schrift das Interieur. Leider wurde dieser Ansatz nur halbherzig verfolgt und verliert durch zu viele Details an Wirkung.
    Problematisch wird es natürlich auch, wenn der Betrachter dem Plakat Informationen entnehmen soll. Der in der Eurostyle gesetzte Text geht leider komplett unter und kann mit der Schwere des Composings nicht mithalten.

  38. @ MinneMartin

    sobald jemand anfängt sein produkt zu erklären oder noch schlimmer zu verteidigen,…
    … der hat etwas falsch gemacht.

    ich finde nicht gut was Ihr geleistet habt, es ist einfach grauenvoll, vor allem für mich,
    da ich oft mit ami leipzig beschäftigt bin.

    möge der nächste redesign so schnell wie möglich kommen!

  39. hallo, schaut man sich den blog zu dieser automesse an „http://www.ami-blog.de/“, wird doch ganz schnell klar welche zielgruppe hier angesprochen wird. auch ich finde das design so nicht ansprechend. allerdings scheint es die zielgruppe zu treffen. so wie es sich hier liest, sind wir offensichtlich alle profis und können es viel besser, ob es dann noch die zielgruppe anlockt ist leider fraglich.

    ich meine, dass hier ein ganz anderes problem vorliegt. ohne der werbeagentur zu nahe zu treten, möchte ich meinen, dass sich das designtagebuch hier mit einem design befasst, welche nicht vergleichbar mit den anderen ist. es spielt in einer anderen, etwas „regionaleren“ liga, und ich möchte meinen, dass es fast schon unfair ist, wenn man sich auf so einer plattform über ein design einer automesse in leipzig unterhält.

    seid ein bisschen einsichtiger, wenn ich mir hier zum teil die websites mancher kommentatoren anschaue, wundern mich die schnell gebildeten meinungen umso mehr.

  40. Ich pflichte meinen Vorrednern bei, das Rumhacken auf der Agentur ist nicht professionell und auch nicht in Ordnung. Ich finde es klasse, dass die Agentur sich zu Wort gemeldet hat, es hat die Freunde der „pixelkotze“-Fraktion offensichtlich ganz gut ausgebremst.

    Es wurde auch schon fast alles gesagt, eine Sache muss ich aber noch aufnehmen von MinneMartin: Es soll also um Autos gehen und „um die Menschen, die damit fahren“? Das habt ihr so nicht umgesetzt. Bei euch geht um die Männer, die damit fahren, und das Klischee, das zu scharfen Autos dümmliche Miezen mit Finger im Mund gehören.
    War das Absicht? Dann sagt das doch, wenn ihr schon dabei seid, das Konzept zu erklären. Z.B.: Der Kunde wollte auch, dass Sex dabei ist, denn die Hälfte der Besucher kommt wegen der Messemiezen (oder sowas). Das ist einfach ehrlicher. Mit sinnlos eingesetztem Sex sollte man in der Werbung nämlich vorsichtig sein, da er im allgemeinen das Niveau senkt und auch kontraproduktiv sein kann. (Ist die Messe auch für Familien gedacht? Fühlen die sich noch angesprochen? Etc…)

  41. Servus an alle,

    hier meldet sich einer zu Wort, der als Partner (meist im Bereich Text) an der AMI mitwirkt. Ich freue mich, dass die Diskussion weitestgehend das Stammtischniveau verlassen und das Agenturtischniveau erreicht hat. Es ist einiges gesagt worden, und so langsam pendelt es sich ein in den Bereichen „Geschmack oder Objektivität eines Designers“ und „Zielgruppenaffinität und Kundenwunsch“. Das sind immer 2 Bereiche, bei denen es Reibungen geben kann, das wissen wir alle.

    Mir ist das zeitweise ausufernde „Kollegenbashing“ in diesem Thread aufgestoßen, da ein Forum immer dazu verleitet, anonym die Keule auszupacken und man zugleich oftmals nicht den Mut hat, via Angabe der eigenen Website o.ä. die eigene Identität preiszugeben. Denn damit kann man entweder sein Qualitätsurteil untermauern – oder eher nicht. (siehe Michaels Posting #47). Anonymes Bashing hat immer ein „G’schmäckle“, wie der Schwabe gern sagt.

    Ich frage mich (wäre auch eine interessante Diskussion), ob es auf „nationaler Ebene“ einen bestimmten Design-Codex gibt, den es zu erfüllen gilt, der von anerkannten Hochschulen als State of the Art verstanden wird, und der als Maßstab an alle Arbeiten angelegt wird. Möglicherweise ist das ja ein Codex aus dem Elfenbeinturm, mit dem sich die Macher gefallen, mit dem man den Verbraucher „erziehen“ will (da sag ich nur: Obacht!), der aber dem Endverbraucher eines bestimmten Angebots gar nicht unbedingt mundet. In diesem Spannungsfeld bewegt man sich als Agentur täglich, das gibt auch immer Stoff für – möglichst fair gehaltene – Diskussionen.

    Weshalb ich diese Kategorie „nationale Ebene“ aufmache? Aus Sarkasmus. Weil es ich es ein wenig anmaßend finde, von „regionaler Liga“ zu sprechen – auch wenn Martin in #48 da nicht zu nahe treten möchte. In dem Pitch traten mehrere Agenturen gegeneinander an, meines Wissens waren außer MinneMedia alle anderen aus der Kategorie „Westagentur“ bzw. „nationale Kunden im Portfolio.“ Wenn sich dann ein 20-köpfiges Gremium – unter anderem bestehend aus Marketingleitern international relevanter Automarken – für eine Leipziger Agentur entscheidet, hat das mit „Regionalität“ eigentlich wenig zu tun. Eher damit, welche Agentur sich am besten auf den Auftraggeber, den avisierten Endkunden und die Aufgabe einstellen konnte (=wichtigste Aufgabe einer Agentur).

    Ich denke, man lernt aus diesem Thread auch etwas. Ich frage mich bei mancher konstruktiver Kritik, ob da etwas dran ist (–> Lerneffekt für mich). Außenstehende können sich aber auch fragen: Warum hat dieses Design gewonnen und kein anderes? (—> Lerneffekt für andere).

    Und bitte – man kann jetzt wieder nörgeln und sagen „Von solch einem Ansatz WILL ich gar nichts lernen!“ Es gibt auch in meinem Posting Punkte, die man zurechtstutzen könnte, klar. Ich diskutiere gerne über solche Themen, aber bitte bewusst auf Augenhöhe und mit Stil – den mancher für sich im Design beansprucht, ansonsten aber vermissen lässt.

    Grüße aus der Texterkolonie

  42. @Michael: nicht aus dem Bauch heraus kommentieren, sondern ehrlich bei der Sache bleiben. Das Keyvisual ist einfach nicht gut, die WebSite schon zwei mal nicht. Es ist klar, dass bei so einer Arbeit natürlich „draufgehauen“ wird, wie du es sagst. Das muss man einfach aushalten.

  43. ich find es mutig! echt!
    eine carambolage als visual key für „nummer 1 der deutschen automessen“ zu darstellen,
    da gehört echt viel mut dazu!

  44. @ ‚Noch ein Martin‘:

    Ganz richtig ist deine Vermutung nicht. Die AMI ist nun nicht gerade eine Dorfmesse. Sie ist sicher kein Genfer Autosalon und auch keine IAA. Aber auch die AMI ist eine internationale Automobilmesse. Auch hier gibt es Deutschland- und Weltpremieren. Und auch hier werden hochklassige Autos an hochklassigen Ständen in einem hochmodernen Messekomplex präsentiert. Leipzig ist nicht umsonst eine Messestadt.

    Und auch wenn hier das Publikum (wie aber sicher bei jeder Automesse) teilweise regional ist und teilweise auch aus dem Umland kommt, muss man eine internationale Messe nicht so präsentieren. Auch diese Besucher kennen die Werbung der jeweiligen Automobilhersteller. Auch diese Besucher kennen die hochwertigen Präsentationen auf der Messe selbst. Und das passt einfach Null mit der AMI-Werbung selbst zusammen. Wer Messemiezen sehen will, der weiß auch so, dass es diese dort gibt.

    Die Werbung wird sicher wenige Leute stören, die sich nicht mit Werbung befassen. Aber diese Werbung trägt dazu bei, dass Leipzig von internationalen Betrachtern oder Besuchern belächelt wird. Selbst hier sieht man das ja. Da taucht plötzlich die Meinung auf, dass hier alles so aussieht und dass man das hier so sehen möchte.

    Aber dem ist nicht so. :)

  45. Hallo MinneMartin,

    Danke für die Replik, deine Argumente überzeugen mich allerdings nicht, ganz im Gegenteil:

    1. Zur Marke:
    Du schreibst: „Natürlich heißt sie AMI“ warum steht dann im Key-Visual was anders? Ich denke diese Messe ist nicht wirklich bekannt genug um mit dem Namen herumzualbern. Über die Tatsache, das Betrachter angesichts der verschiedenen Schreibweisen verwirrt sind würde ich mich nicht wirklich freuen – es bleibt dabei das das keinesfalls gute Markenkommunikation ist. (und übrigens: ein kleines „i“ ohne Punkt ist ein großes „I“…)

    2.
    Das große Stutzen , die Rätsel, das Stirnrunzeln ist also alles beabsichtigt? Tut mir leid, das ist ein erbärmliche Rechtfertigung. Die Not mit dem neutralen, nicht erkennbaren Autotyp kann ich nachvollziehen, aber selbst das ist nicht wirklich gelungen, da dort ein paar Elemente verwendet wurde die selbst nicht Autoaffine Menschen erkennen (Mazda Rücklicht). Aber du sagt es selbst: Die Collage sollte eine eierlegende Wollmilchsau werden, und wir alle wissen das das mit 99%er Wahrscheinlichkeit zu wenig schönen Ergebnissen führt – so leider auch hier.

    3.
    Wenn du als Gestalter in die Verlegenheit kommst andere erst aufklären zu müssen,dass ihr Eindruck ein falscher ist hast du schon verloren. Ich (und andere) hatten spontan die Assoziation mit der Tuner-Ecke – da hilft es wenig wenn du fest überzeugt bist das die in Wirklichkeit ganz anders aussieht.
    Letztlich ist es egal wo die Unterschiede in den Zielgruppen liegen: Der Anspruch steht ja im Key-Visual: Die Nr. 1 zu sein. Diese vollmundige, übertriebene, und zum fremd-schämen-peinliche Aussage zementiert in Meinen Augen, besonders in Verbindung mit der amateurhaften Optik des Ganzen, das genaue Gegenteil: Das es sich hier um eine provinzielle Mini Veranstaltung handelt, die zu unwichtig ist als das sich jemand über die Angeberei mit der Nr.1 aufregen könnte.

    4.
    Egal wieviele Vertreter diesen Entwurf gut fanden. In diesem Gestalterforum dürfen wir mal die Zwänge des Alltags aussen vor lassen und so tun als gäbe es sie nicht.
    Letztlich diskutieren wir hier Wolkenkuckucksheime – wenn euer Kunde zufrieden ist und ihr dafür euer Geld bekommen habt, dann ist ja alles grundsätzliche erstmal in Ordnung. Aber in jedem noch so kleinen Job schlummerte das Potential die Welt ein klein wenig schöner zu machen – und das wurde hier leider verpasst! (Aber Kopf hoch, das geht uns ja allen so, ständig!)

    Nix für Ungut!
    Jürgen

  46. Ich bin wirklich kein Motzer. Aber dieser Entwurf ist einfach nur schlecht. Ob Minnemedia was dafür kann, sei mal dahingestellt. Ich hatte keinen Bock mir die Rechtfertigungen oben durchzulesen. Allerdings hilft dieser Auftritt garantiert nicht, die eh schon gebeutelte ostdeutsche Agenturszene dem Verdacht der Kompetenz auszusetzen. Es ist einfach nur krud. Schleche Photoshop-Arbeit mit handwerklich versautem Brandbuilding der optischen Natur. Der Verzicht auf jegliche Positionierung tut das Übrige. Null Wiedererkennung. Null Alleinstellung. Null alles.

  47. Auch von mir eine Antwort, ich hab mich mit Kritik ja auch nicht gerade zurück gehalten.

    Aber ich bleibe bei meiner Meinung und – nicht persönlich gemeint – bei meinen harschen Worten. Was Du/Ihr als Begründung anbringst, sehe ich genau als das Problem und ungenügend. Erst verteidigst Du den Entwurf, dass er der Testzielgruppe gefallen hat. Die Zielgruppe hat recht. Soweit die allgemeine Zustimmung. Nur hast Du kein weiteres Wort über den Field-Test verloren, geschweige denn, wer die Zielgruppe überhaupt war. Weiter unten lese ich dann, was ich – und mit Sicherheit viele andere hier – dann auch schon vermutet haben:
    »Das Entscheider-Gremium, welches dieses Motiv ausgewählt hat, umfasste ca. 20 Personen, Messevertreter, Autoverbandsvertreter, mehrere Automarken, die sich einstimmig für diesen Entwurf entschieden hatten. Und die wissen sehr genau, was ihre Zielgruppen mögen.«.

    Und das ist genau das Ding. Das ist nicht die Zielgruppe. Und bei den Leuten, die zwar zur Zielgruppe gehören, heißt das noch lange nicht, dass man denen Entscheidungsgewalt einräumen darf. Das ist genauso, als wenn ein Autohersteller der Zielgruppe erlaubt, ihr Traumauto zu entwerfen.

    Es verhält sich doch ähnlich wie mit dem Chef im Mittelständischen Betrieb, der alles weiß und überall mitmischt – und vorallem mit äußerst kompetenten Feedback daherkommt. Und was dabei rauskommt, wenn der Chef bei der Werbung mitreden darf, haben wir hier schon öfters durchgekaut. Ich glaube jüngstes Beispiel hier im Designtagebuch war irgendeine Solarpanel Firma contra RWE.
    Diese Leute haben ein gutes Händchen für Geschäfte und können gut mit Zahlen umherschubsen, aber genau diese Leute leiden oft unter verblüffend fataler Geschmacksverirrung, die sie geschickt unter den Tisch kehren in dem sie mit ihrer extrovertierten Art einfach laut genug behaupten, sie wissen, was gut und richtig ist.

    Und wenn ich mir vor Augen halte, dass ein Gremium aus Handelsvertretern die Entscheidungskraft hat, ergibt es für mich traurigen Sinn, dass die Anzeige die angesprochenen Makel aufweist. Das deformierte Auto, Erotik, einen sehr anmaßenden Slogan, 90er Jahre Logo … vom erhabenen Understatement, was wir von Automobilkonzernen gewohnt sind, keine Spur. Nur AM1 statt AMI ohne den Slogan wäre für mich eine dezente Neckerei, die ich charmant gefunden hätte.

    Auch bei Deiner Verteidigung der Collage kann ich nur mit den Schultern zucken. Tut mir leid, aber das stetige »wir finden das irgendwie ganz ausgefallen, flippig und man kann so viel reininterpretieren« höre ich immer genau dann, wenn etwas ganz arg schief gelaufen ist.

  48. Ich kann mich Jürgen und lolwut und so manch anderem Vorschreiber nur anschließen: Was MinneMartin da von sich gegeben hat klingt eher wie eine lahme Ausrede, argumentativ ausgebreitet auf dem breiten Rücken der „Zielgruppe“, auf dem man sich ja immer hervorragend ausruhen kann.

    Hier entlarvt sich die Agentur jedoch komplett: Indem man der „Zielgruppe“ (wobei dieser Begriff an sich schon eine dumme Unterstellung in sich birgt) nach dem Mund gestaltet, erweist man seinem Kunden in jedem Falle einen Bärendienst. Dass der Kunde von so etwas keine Ahnung hat und es toll findet, wenn sich die „Zielgruppe“ damit total gut identifizieren kann, liegt auf der Hand. Hier ist es die Aufgabe der Agentur, nicht nur ausführend, sondern auch beratend zur Seite zu stehen. Das hat MinneMedia ganz offensichtlich sträflich vernachlässigt und darf sich nicht wundern, wenn sie für diese Verantwortungslosigkeit kritisiert wird.

    Ein gutes Stück weiter ins Aus stellt sie sich dann noch mit Aussagen à la „Subjektiv finden wir das Motiv natürlich sehr genial“. Wieso nicht objektiv? Und wieso eigentlich „natürlich“? Und dass man dann zwecks Rechtfertigung auch noch die Marktforschung herzitieren muss, die, wenn man sich mal ein bisschen mit dem Thema befasst hat, nun wirklich alles und nichts beweisen kann, ist ziemlich schwachbrüstig.

    Die Redewendung mit dem Wurm und dem Fisch geht komplett übrigens so: Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Nachtigall, ich hör dir trapsen!

  49. Hatte ich überlesen gehabt.

    MinneMartin schreibt: „Und so sehr ich auch das Frankfurter Motiv 2011 gelungen finde: Eine derart brutale Reduzierung auf das Wasserstoff-Auto (O2-Look), das kann sich die IAA vielleicht erlauben, die AMI aber nicht.“

    Aha. Die AMI kann sich jedes Photoshopmassaker leisten – alle Achtung. Stimmt, die IAA bbenötigt da ein wenig mehr Qualität, vielleicht deshalb, weil die IAA die einzig wahre Nummer 1 ist.

    Der O2-Look kommt um Milliarden Lichtjahre besser.

  50. @ Alex: Fantastisch, das war mir gar nicht aufgefallen. Eine Automesse, die sich selbst zur Nummer 1 macht, kann es sich nicht erlauben …

    Entlarvt! :-)

  51. ich weiss gar nicht, was es da noch zu diskutieren gibt.

    die gestaltung ist genau wie die technische umsetzung der webseite unterirdisch. egal, wie sehr die verantwortlichen jetzt versuchen es auf den kunden abzuschieben. punkt.

  52. Nein, noch nicht ganz!

    Echt erbärmlich wie die „Macher“ noch ihre Leute animieren hier zu retten was nicht zu retten ist mit Kommentaren die lächerlich sind.

    Wenn sie professionell wären würden sie sich Gedanken über die Kritik machen und keine scheinheiligen Ausreden suchen. Hier geht es um einen 1st Class Kunden den sie lächerlich gemacht haben! Es ist nicht der Metzger um die Ecke sondern dem Anspruch nach die Auto Messe NR 1.

    Na dann prost beim Sektkorken knallen.

  53. Ich muss noch was loswerden,

    Hier geht es nicht um Geschmack, sondern um die objektive Wahrnehmung des Handwerks!

    Punkt 1. Pixel genaues Arbeiten ist wohl ein Fremdwort (siehe Grafik)

    Punkt 2. Die Reiter AMITEC und AMICOM waren wohl zu schmal und dann hat man sie einfach breit gezogen, das sieht ein Blinder! Die Rundungen unformig.

    Punkt 3. Das Logo wurde in 300 DPI groß erstellt und dann einfach so wie es ist fürs Web auf 72 Dpi runter reduziert ohne für die Größe neu angepasst zu werden, und sieht dementsprechend auch so aus.

    Punkt 4. Katastrophale Umsetzung der Webseite!!! Schlimm einfach nur schlimm und betrug am Kunden!!! Unzählige Fehler und Impressum etc. eine Katastrophe.

    Punkt 5. Photoshop Unfall.

  54. @Mika: Ja, die WebSeite ist sowas von katastrophal. Da müssen wohl Leute sitzen, die von nichts eine Ahnung haben. Aber von nichts. Eine Schande so etwas!

  55. @Mika:

    Bevor man hier weiter auf die Werbeagentur eindrischt à la „Betrug am Kunden“, bitte mal beachten, dass die Agentur die Website wahrscheinlich gar nicht gemacht hat:
    1) Auf der Website der Agentur ist nur vom „Keyvisual“ die Rede und das auch noch nur unter der Rubrik „Werbung“.
    2) Die Agentur hat den Kommunikationsetat ab 2012 gewonnen, d.h. wenn – und nur wenn – darin die Website eingeschlossen ist, dann wird die erst nächstes Jahr von der Agentur gestaltet.
    3) Im Impressum ist unter Grafik, Programmierung, Konzept nicht die Agentur aufgeführt, anscheinend wurde die Website hausintern (d.h. von der Messe Leipzig) umgesetzt.
    4) Die auf minnemedia.net aufgeführten Websites unterscheiden sich von Stil und eingesetzter Technik auch stark von ami-leipzig.de.

    Ich finde es gut und respektabel, dass sich minnemedia hier zu Wort gemeldet hat. Mir gefällt das Keyvisual – aufgrund der von anderen schon aufgeführten Gründe – auch nicht so gut, aber das ist kein Grund, nicht eine sachliche Diskussion zu suchen. Die Kommentare von minnemedia waren nicht lächerlich, sondern sachlich und auf die Diskussion eingehend. Im Gegensatz zu manch anderen „kritischen“ Kommentaren hier, die sich jenseits jeglicher sachlicher Auseinandersetzung befanden.

  56. Hier macht aber jemand ein Fass auf, Wahnsinn. Da wird sich auch extra Zeit genommen und ein Screenshot mit Pfeilen versehen. Ich fasse es nicht…

    Wenn man dann allerdings (anscheinend) eine website betreibt, die nur so vor Rechtschreibfehlern strotzt, wird es ziemlich schnell peinlich. Ich fasse es wirklich nicht…

    Wo ist denn der Anstand geblieben?

  57. Werbeagentur? So sieht es aus, wenn man seine Werbung am Küchentisch machen lässt.
    Reste der alten Gestaltung, vermurksen. Einen Photoshop Anfänger nehmen, der mal ein wenig mit Transparenzen spielt… Das ganze dann auch noch wortreich verteidigen zu wollen….
    Für eine echte Illustration, wie in den Jahren zuvor, war wohl kein Geld mehr vorhanden.
    Einiges war zuvor auch mal in 3-D erstellt worden. Dafür fehlte wohl komplett das Geld.
    Die von MinneMartin erhoffte Wirkung wird nicht ansatzweise erreicht. Es sieht einfach nur nach Kraut und Rüben aus.
    Es stimmen keine Proportionen mehr – das ganze sieht eben nicht mehr wie ein Auto aus, sondern wie ein verkehrt zusammengesetztes Puzzle.
    Das AMI-Chrom-Logo funktioniert nur in groß. Schon die große Version hat eher Quecksilberlook. Die kleine ist nur noch matschig.
    Hat sich das denn niemand in klein mal angesehen?
    Dann die Mischung diverser Looks.
    Gestaltung der letzten 5 Jahre völlig zusammenhangslos auf die Homepage zusammengewürfelt.
    Mag der Kunde sicherlich auch Schuld dran haben, wenn er nur einzelne Teile neu gestalten lässt, aber das Ergebnis ist dann doch… man kann es nicht aussprechen.

  58. Verrissen! Damit meine ich vor allem den Großteil der Kommentare, die hier vor diesem verfasst worden sind. Der Kommentar von WieWarDasMitDerEigenenNase (nach 10 Tagen stellt das erst jemand fest!!!) macht doch zuerst eins deutlich: die Fähigkeiten der größten Kritiker scheinen wohl eher profan als profund zu sein. Viele hier leiden unter dem JvM-Syndrom, indem sie glauben, hier qualifizierte Kommentare abgeben zu können, aber nicht in der Lage sind, vorher eine vernünftige Recherche durchzuführen. Auch die verschiedenen Hinweise einiger auf die z.T. mangelhafte Qualität der Internetpräsenzen mancher Kritiker machen dies deutlich. Ist das vielleicht eine wachsende Tendenz, die sich zunehmend auch in unserer Grafiklandschaft niederschlägt? Ist das vielleicht auch ein Grund, weshalb sich immer mehr Grafiker, die noch vor zwei, drei Jahren sehr hochwertige Kommentare abgaben, aus dem Designtagebuch zurückgezogen haben? Als Quereinsteiger habe ich viel profitiert von dem Wissen und den Meinungen der Profis.

    Auch profitiert habe ich übrigens von einem Praktikum, welches ich vor Jahren bei der Dresdener Niederlassung von MinneMedia absolviert habe. Von Amateuren war dort keine Spur zu sehen. Die Aufträge wurden dort sehr professionell bearbeitet. Mit den Kunden und deren Themen hat man sich sehr ausführlich auseinander gesetzt.

    Nun, über diese meine Einschätzung kann man sicherlich geteilter Meinung sein, aber eins muss hier auch noch gesagt werden: Bei dem Pitch gab es 5 Mitbewerber, deren Ergebnisse möglicherweise den Meisten hier besser gefallen hätten. Doch gewonnen hat nun einmal MinneMedia mit seinem „schlechten“ Entwurf. Hätte die Agentur nun nach seinem Sieg seiner Beratungspflicht nachkommen sollen: „Sorry, der Entwurf ist eigentlich doch nicht so gut, wir hätten da noch was anderes …?“

    Auch mich überzeugt der vorliegende Entwurf nicht. Mängel sehe ich vor allem an der überladenen Gestaltung und der nagelkauenden Frau, die wohl eher die niederen Triebe anspricht, als als von Wertigkeit zeugt. Da MinneMedia aber einen Folge-Etat für 2012 gewonnen hat, bleibt nun zu hoffen übrig, dass die Gestaltung im nächsten Jahr sich zum Positiven deutlich von der diesjährigen abheben wird. MinneMedia sollte nun gelernt haben, dass es sich mit seinen Entwürfen auch einem deutlich anderen Publikum zu stellen hat als nur dem Kunden. Ich hoffe, das Designtagebuch bleibt an dieser Sache dran.

    (Gelungen sind dafür in meinen Augen übrigens die Plakate für Amicom und Amitec)

  59. @snenk Mich würde interessieren, woran Du folgende Aussage fest machst: „Ist das vielleicht auch ein Grund, weshalb sich immer mehr Grafiker, die noch vor zwei, drei Jahren sehr hochwertige Kommentare abgaben, aus dem Designtagebuch zurückgezogen haben?“
    Ich bemerke, auf den Gehalt der Kommentare in diesem Blog bezogen, weder einen Rückzug an Eloquenz, noch an Kompetenz. Je mehr ein Thema polarisiert – und Themen aus Leipzig bieten hier offenbar stets guten Anlass, ich denke da an die dicken Autofahrer bei der LVB –, desto stärker neigen die Kommentare dazu, zu überdrehen. Das ist dann auch wie mit Design im allgemeinen – nicht Alles kann überzeugen. Trotz einigen verbalen Plattheiten, die sich hier zugegebenermaßen finden, haben sich auch in dieser Diskussion viele Beteiligte, unter anderem auch die verantwortlichen Kreativen selbst, darum bemüht, sich konstruktiv einzubringen. Plattheiten gab es aber auch schon vor einigen Jahren hier im dt, wie auch überall sonst, wo diskutiert, gestritten und Meinungen ausgetauscht werden. Da sehe ich keinen Trend. Richtig ist, dass in Kommentaren mehrheitlich Negativkritik geäußert wird. Aber auch das war und das wird vermutlich auch in nächster Zeit sich nicht groß ändern. Man könnte jetzt viel darüber schreiben, warum das so ist. Es liegt in der Natur der Sache, dass Designer, zu deren Tätigkeitsbereich es gehört, „Dinge zu optimieren“, auch die Arbeit von Kollegen als verbesserungswürdig einstufen. Das ist auch vollkommen in Ordnung. Wie auch sonst im Leben macht der Ton die Musik.

  60. @Achim Zu deiner Frage: „Mich würde interessieren, woran Du folgende Aussage festmachst: ‚Ist das vielleicht auch ein Grund, weshalb sich immer mehr Grafiker, die noch vor zwei, drei Jahren sehr hochwertige Kommentare abgaben, aus dem Designtagebuch zurückgezogen haben?’“

    Es sind schlicht manche Namen, die ich seit geraumer Zeit unter den Kommentaren nicht mehr wiederfinde. Die unter den damals sicherlich auch häufigen Plattitüden wie Leuchttürme hervorstachen. Deren Kommentare mit Sachlichkeit und Sachverstand zu überzeugen wussten. Die nicht versuchten, mit Bildern, die sie irgendwann mal gegoogelt haben, den anderen ins Lächerliche zu ziehen. Bilder waren meist konstruktiver Art, da wurde versucht, Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Auch wenn ich den Grundtenor der Kritiker hier durchaus nachvollziehen kann, fehlt mir hier einfach auch die Bereitschaft, sich mit den nicht in allen Punkten schlechten Argumenten von MinneMartin auseinanderzusetzen. Da ist von „lahmer Ausrede“ die Rede, was aber so nicht stimmt.

    Allerdings muss ich auch feststellen, dass hier eben keine Polarisierung in der Diskussion stattgefunden hat. Vielmehr besteht hier auf breiter Front Einigkeit darüber, dass die gestalterische Leistung hier nicht überzeugt. Das scheint aber hier genau das Problem zu sein, dass viele sich der allgemeinen Rückendeckung bewusst sind. Und genau darauf zielt auch meine Kritik. Aufgabe vieler Agenturen ist doch auch das Kommunikationsdesign. Warum geht das nicht auch im dt?

  61. Und nein, ich will nicht mit der alten Früher-war-alles-besser-Leier daher kommen. Vielmehr will ich mich zu den Stimmen hier gesellen, die zu mehr Gelassenheit aufrufen, wie #47, #50, #51, #69 oder #70. (Die letzten beiden hatte ich übrigens gestern in meinem Post miteinander verwechselt.) Schließlich machen sich außer den Kritikern auch die meisten der betroffenen Agenturen vorher Gedanken über die Umsetzung, wenn auch manchmal aus einer andern Perspektive.

  62. @ snenk: „Vielmehr besteht hier auf breiter Front Einigkeit darüber, dass die gestalterische Leistung hier nicht überzeugt.“

    Yeah, genauso isses: Es herrscht Einigkeit darüber, dass die gestalterische (und nicht nur die!) Leistung hier nicht überzeugt. Mag vielleicht daran liegen, dass man sich mit, wie Du vielleicht ganz richtig vermutest, einem Haufen Befürworter im Rücken stärker fühlt und gerne mal lauter auf den Busch trommelt. Mag aber vielleicht auch daran liegen, dass die gestalterische (und nicht nur die!) Leistung tatsächlich einfach hundsmiserabel ist. Ich vermute Letzteres, wirkliche Argumente, warum dem nicht so sein sollte, kannst Du ja auch nicht liefern. Außer, dass Du von einem Praktikum bei MinneMedia profitiert hast, was Du aber a) nicht näher erläuterst und b) man auch nicht zum Beispiel anhand Deines Portfolios überprüfen könnte.

    Du schreibst an anderer Stelle „Da ist von ‚lahmer Ausrede‘ die Rede, was aber so nicht stimmt“. Das Zitat stammt von mir, magst Du mir erklären, warum ich damit nicht richtig liege?

  63. @ snenk: „Da MinneMedia aber einen Folge-Etat für 2012 gewonnen hat, bleibt nun zu hoffen übrig, dass die Gestaltung im nächsten Jahr sich zum Positiven deutlich von der diesjährigen abheben wird.“

    Nur zur Info: Das hier ist die Werbung für 2012. 2011 findet keine AMI statt. Das Key Visual wurde nur bereits jetzt für das nächste Jahr präsentiert. Und die AMICOM + AMITEC sind leider ähnlich überladen.

  64. @wolle: Mit „lahmer Ausrede“ lässt sich jede Argumentation tot reden. Auch jede konstruktive Kritik kann man als Motzerei abtun. Das hilft nicht weiter und hinterlässt nur verbrannte Erde.

    @Raum II Werbeagentur: Du hast recht. Das ist mir durch die Lappen gegangen. Da ist wohl nichts mehr zu retten :-(

  65. @snenk Mit der „allgemeinen Rückendeckung“ hast Du Recht, auch damit, dass das Thema eben nicht polarisiert, wie ich schrieb. Es mag (dieses Mal) auch so sein, dass meine persönliche Einschätzung, die im Artikel ja zum Ausdruck kommt, Wind auf die Flügeln so mancher Kommentierer gewesen sein mag. Ich kann nur immer wieder dafür werben, dass man sich beim Verfassen von Negativkritik mit dem nötigen Respekt gegenüber anderen Gestaltern nähert. Ich bin JEDEM dankbar, der hier im dt den Finger auf die Wunde legt, um sich für eine faire und sachliche Streit- und Diskussionskultur einzusetzen. Insofern ganz herzlichen Dank für Deinen Impuls!

  66. @ snenk: Sicher, dass Dein Praktikum bei MinneMedia schon beendet ist?

    Würdest Du Deine Scheuklappen abnehmen, würdest Du erkennen, dass es in diesem Threat bislang nicht ausschließlich nicht-konstruktive Kritik und nicht nur böses MinneBashing gab, sondern durchaus objektiv, ausführlich und fundiert beschrieben wurde, warum das Design (schön ergänzt um Deine beispielhaften Bushaltestellen-Plakate) aus der Hölle kommt. Oh, hab ich mich da jetzt im Ton vergriffen? Damit kommen Profis zurecht.

    Wenn ich Dich recht verstehe, beklagst Du Dich auch weniger über die Tatsache, dass die Arbeit (meines Erachtens nach vollkommen zu recht) verrissen wird, als vielmehr über den Stil, in dem das stattfindet, sehe ich das richtig?

  67. @wolle: Lieber Wolle, ich möchte mich hier mit dir durchaus nicht in die „Wolle“ (ich hoffe, das klingt jetzt nicht zu sarkastisch, aber ich mag das Wortspiel) kriegen. Konstruktive Kritik gab es ohne Zweifel auch, teilweise auch von dir. Jedoch scheinst du noch nicht begriffen zu haben, dass zumindest von deiner Seite bereits alles gesagt ist, was wir wissen wollen.

  68. @ snenk: Eine Diskussion rein inhaltlich oder stilistisch zu kritisieren ist eine Sache und meinetwegen auch vollkommen legitim. Dein letztes Posting empfinde ich allerdings als – freundlich ausgedrückt – äußerst respektlos, um in Deinem Sprech zu bleiben. Sowohl mir als auch der Tatsache einer offenen (und auch gerne hitzigen) Diskussionskultur gegenüber.

    Anstatt Dich hier als Heilsbringer aufzubrezeln und die Diskussion zu verwässern könntest Du vielleicht zur Abwechslung mal mit Argumenten das Thema dieses Threads betreffend kommen, die ich bei Dir vermisse. Und die der Diskussion vielleicht ihre Einseitigkeit nehmen!?!

    P.S.: Wer ist eigentlich „wir“?

  69. @ snenk …. Nur mal ganz kurz. Aus meiner Sicht steht hier Minnemedia nicht sooo sehr am Pranger. Die haben einen Entwurf abgeliefert, der Ihrer Leistungsfähigkeit entspricht. Vielmehr sollte endlich mal darüber diskutiert werden was für Deppen diesen Schwachsinn eigentlich als Siegerentwurf einer Vergleichspräsentation ausgewählt haben. Scheinbar liegt denen nicht so sonderlich viel am Erfolg Ihres Arbeitgebers. Oder sie sind hoffnungslos inkompetent. Oder die anderen Entwürfe waren noch schlechter. Kann man die irgendwo sehen??

  70. @OBI: Ob man die andern Entwürfe irgendwo einsehen kann, weiß ich leider nicht. Das wäre sicherlich auch mal interessant. Ansonsten weist dein Kommentar schon in die richtige Richtung des Problems, wobei ich eher den Eindruck habe, dass bereits das Briefing totaler Schwachsinn ist: “Vermitteln Sie, dass es auf der AMI um Autos geht, um kleine, große, um Außenformen, um Innenräume und um die Menschen, die damit fahren”. Das klingt für mich nach eierlegender Wollmilchsau und führt doch zwangsläufig zu einer Überfrachtung des Motives. Dass man als Agentur zunächst versucht, irgendwie der Aufgabe gerecht zu werden, halte ich für nicht verwerflich. Dass die Entscheider am Ende der Präsentation nicht ihren Fehler erkennen und das hier zum Siegerentwurf küren, darüber kann man nur noch den Kopf schütteln.

  71. Um noch einmal abschließend auf die von snenk vorgebrachte Kritik hinsichtlich der Qualität von Kommentaren einzugehen: Die Diskussion im Rahmen des Artikels Welches Zeichen symbolisiert am besten die Menschenrechte? nur wenige Tage später ist doch ein schönes Beispiel dafür, dass hier im dt kein Negativtrend auszumachen ist, zumindest ich kann ihn nicht feststellen. Diskussion verlaufen unterschiedlich. Während die AMI-2012-Diskussion ziemlich einseitig verläuft und einige Kommentierer auch schon einmal „wild drauf los schießen“, wird das Thema Menschenrechte-Symbolik ganz anders angegangen. Das liegt am Thema und an der in Summe wesentlich ausgefeilteren Gestaltung und weniger an einem Schwund an kompetenten Lesern respektive Kommentierern.

  72. Schön das MinneMartin hier eine Erklärung abgeliefert hat.
    Wenn dem so ist das das alles Hand-in-Hand mit einem Marktforschungsinstitut erarbeitet worden ist ist die Gestaltung vollkommen in Ordnung.

    Ich komme auch aus der Grafikbranche (nein, kein Quereinsteiger, erst Azubi Mediengestalter dann FH Kommunikationsdesign) und mir ist aufgefallen das es zuviele „Spezialisten“ gibt die meinen die geilsten supertrendigen Designs zu machen die einem selber gefallen aber an der Zielgruppe vorbeischießen.

    Mir persönlich gefällt mir das Logo und die Key-Visuals nicht, kann mir aber vorstellen das die Zielgruppe(n) darauf ansprechen.

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