Johnny Express

JohnnyExpress

Großes Kino in Kleinformat. Johnny, ein träger Weltraumbote.

12 Kommentare zu “JohnnyExpress

  1. …bin ich zu sensibel, wenn ich hier unterscheide zwischen Herstellung (wirklich gut) und Story (nicht wirklich lustig – ich lache auch nicht bei diesen nur sehr selten lustigen Sturzvideos).

    Wobei ich eigentlich zum Lachen nicht in den Keller gehe.

  2. Schön gemacht; auch die Story finde ich amüsant; wenngleich mir die kleinen Aliens leid tun (aber ok, es sind ja nur animierte Pixel).
    Einzige Kritik: [Achtung! Spoiler!] Der zu Asche verbrannte Planet fällt „nach unten“. Im Weltraum/Schwerelosigkeit gibt es kein „unten“ … So, damit bekomme ich jetzt den Klugscheißer-des-Monats-Verdienstorden-am-roten-Band. ;-)

  3. Da will ich mal meinem Vorredner beipflichten: gelacht hab ich auch nicht, worüber auch, da ist einer zu faul zum gucken und denken, schadet dabei aber ausschließlich unbeteiligten Dritten, Fallhöhe gleich Null, Dramaturgie nicht vorhanden.

  4. „gelacht hab ich auch nicht“ … Es muss ja nicht alles lustig sein – vielleicht soll der Film gar nicht (nur) „amüsant“ sein? Sondern nachdenklich machen, was so passiert, wenn man/mensch unaufmerksam z.B. über eine Blumenwiese latscht?
    „Dramaturgie nicht vorhanden?“ Meine Herren, das reicht für drei Kinofilme, was da abgeht – wie kommt man denn auf sowas? Völlig bummbummballerübersättigt oder was?
    Und die Umsetzung? Die Liebe zu den Details? Zählt auch nicht, oder was?
    Boarh nee, lieber Klugshicer als Nörgeltrolle.

  5. Hat er nicht. Und Du auch nicht, wenn Du behauptest, das sei großes Kino:

    Ich stelle ja die grafischen und technischen Qualitäten gar nicht in Abrede, weiß aber schon mal nicht, was für Details da mit der Liebe gemeint sind. Mühe geben alleine reicht nicht.

    Und inhaltlich passiert da einfach nichts, schon gar nichts, was für mehrere komplette Filme reichen täte. Höchstens für Ballerfilme, aber mit denen kenne ich mich im Gegensatz zu Flo nicht aus.

    Und komisch ist er eben auch nicht, muss er auch nicht, aber alle Welt erzählt einem dieser Tage, wie furchtbar lustig dieser Film wäre, und dem kann ich halt nicht beipflichten, das wird man ja wohl noch sagen dürfen. (Höchstens der Schluss, wo die Asche nach unten fällt, den find ich tatsächlich zum Schmunzeln …)

    Selbstverständlich regt der Film aber zum kurzen Nachdenken an über anthropozentrische Ignoranz, das wollte ich in meinem ersten Kommentar auch schon schreiben, kam mir aber zu oberschülerhaft vor. Und echte Impulse zum Thema gibt der Film in seiner Eindimensionalität auch nicht. Dafür ist er aber vielleicht auch einfach zu kurz.

    So, und jetzt ist aber Schluss mit dem Genörgel über abweichende Meinungen. Bitte. Danke.

    • Es ist ganz bestimmt nicht die abweichende Meinung, die von Florian, wie ich finde, vollkommen zurecht kritisiert wurde, sondern, lieber Floda, die Art und Weise, wie Kritik geübt wurde. In einer solch verkürzten Form, ohne jegliche Argumentation, tendiert Negativkritik halt immer in Richtung Nörgelei. Selbst im zweiten, durchaus ausführlicheren Kommentar bleibst Du stellenweise oberflächlich. Denn wieso vergleichst Du die Animation mit „Ballerfilmen“, wenn Du, wie Du selbst schreibst, keine Ahnung davon hast? Abgesehen davon: Ballerfilme haben mittlerweile oftmals ein größeres Budget als Kinofilme und sind dementsprechend aufwendig, insbesondere auch in Bezug auf die narrative Komponente.

      • Hm. Okay. Hast ja recht. Aber das ist ja hier auch mein Troll-Alias.

        Mit den Ballerfilmen hab ich ja nicht angefangen, das war die pampige und völlig danebene Unterstellung von Florian, der mir merkwürdigerweise auf meine bildungsbürgerliche Kritikandeutung hin mit bummbummballerballer kommt. Ist das auch verkürzt und oberflächlich? Kam mir jedenfalls ganz schön beleidigt vor, weil die wohlige Nestwärme des Gutfind-Konsens gestört wurde.

        Budget und Aufwand sind keine Indikatoren für einen qualitativ hochwertigen Film. Das zeigt nur, dass viele Leute lange Zeit mit teurer Technik am Werk waren und der Film deswegen möglicherweise gut gemacht ist. Aber das ist ja nur die Oberfläche, ob da dann unter der Haube auch schöpferische Ideen, Gehirnschmalz und ethischer Anspruch drinstecken, kann man davon nicht ablesen. Ich tendiere eher zur Vermutung, dass genau das Gegenteil der Fall ist, da teure Filme immer auf den Massengeschmack (bzw. die Schnittmenge einer heterogenen Masse an unterschiedlichen Geschmäckern) konzipiert sein müssen, um als Blockbuster das Geld wieder einspielen zu können, und da müssen zuviele vorauseilende Kompromisse geschlossen werden, um noch Gehalt zu bewahren.

        Und auch Narration schafft keine Haltung, sondern lenkt im Zweifelsfall von inhaltlicher Leere ab. Was ich von Ballerfilmen mitbekomme, ist Sexismus, Pathos, Gewaltverherrlichung, Militarismus und Patriotismus, oft begleitet von Chauvinismus und einer merkwürdigen Frömmigkeit. Das ist halt alles nicht meins.

        Aber darum gehts ja hier gar nicht. Sondern um einen netten kleinen Film, der ein paar gute Momente hat, schick aussieht und Ansätze einer Messitsch hat, für meinen Geschmack aber das viele Lob, mit dem er allerorten überschüttet wird, in der Höhe nicht verdient. Mehr wollte ich gar nicht zum Ausdruck bringen, und dafür war das hier vielleicht die falsche Adresse, aber »großes Kino« und »unglaublich gut umgesetzt« und »Tränen gelacht« haben mich offenbar getriggert.

  6. „Amüsant“ heißt ja auch nicht immer nur „plump oberflächlich belustigend“ sondern kann, wie in diesem Fall, auch „auf amüsante Art auch ein bisschen zum Nachdenken anregen“ bedeuten … wollte ich nur mal nachschieben …

    Ansonsten ist es ja auch Geschmacksache / pränatale Prägung / etc. … was man nun als tiefgründig und/oder amüsant (in welcher Hinsicht auch immer) empfindet; wir lachen halt nicht alle über das selbe.

    Amüsant finde ich so eine Art von Humor aber schon, wenn der kleine Alien fast von einer weggeworfenen Riesen-Dose überrollt wird weil er über eine weggeworfene Flasche stolpert. :-)

  7. Nach den vorangegangenen Kommentaren erkenne auch ich die ‒ vermutliche ‒ (Zeit-)Kritik in diesem Werk („anthropozentrische Ignoranz“, Gleichgültigkeit, Leben nur im Hier und Jetzt, Hedonismus, Übersättigung, Verfügbarkeitswahn, Lieferverkehr-Auswüchse, Wegwerfgesellschaft usw., usw.).

    Vielleicht habe ich im Handlungsablauf etwas übersehen, was darauf hindeutet (z. T. sind es ja viele Details in schnellen Einstellungswechseln), aber mich würde interessieren, was in dem (letztlich doch korrekt zugestellten) Mikro-Paket steckt. Dies hätte als weiterer Überraschungseffekt dienen können (einfaches Beispiel: offensichtlich vertauschte Ware).

  8. Also finde den Film durchaus gelungen, da er eine sehr direkte Gesellschafts- bzw. Arbeitsumfeldkritik beeinhaltet. Der Paketbote (den ich hier nur als Symbol für viele Arbeitsbereiche sehe) ist mittlerweile so abgestumpft von seiner immergleichen, eintönigen Arbeit, dass er noch nicht mal bei der Größe des Pakets auf die Idee kommt Rückschlüsse auf die Größe der Bewohner zu ziehen. Dabei geht es nicht um den Inhalt des Pakets, denn das Paket an sich ist die Message.

    Frei nach dem Motto: „Was nicht ins Schema F passt überfordert mich!“ Genau dieses Verhalten erlebe ich sehr oft in der heutigen Zeit. Und Paketboten sind da leider ein sehr gutes Beispiel dafür.

    Dass der Film an der eine oder anderen Stelle ein Schmunzeln verursacht ist doch prima. Aber zum Tränen lachen finde ich ihn auch nicht. Ist er schließlich ja auch nicht…

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