International Herald Tribune übernimmt Design der New York Times

IHT Herald Tribune Relaunch

Die globale Ausgabe der New York Times, die International Herald Tribune, übernimmt den Aufbau und das Design der Mutter. Eines der weltweit besten (sage ich) Designs für Nachrichtenangebote im Netz, gehört damit der Vergangenheit an. Abgelöst wird der, zuletzt 2007 relaunchte Auftritt, von dem ebenso bemerkenswerten, weil eigenständigen und unverkennbaren Aufbau der New York Times.

Schade, schade, schade. IHT.com wird nun also auf global.nytimes.com umgeleitet. Technik, Inhalt, Design und Aufbau sind nun nahezu deckungsgleich. Das schwächt die eigene Marke und stärkt die der New York Times. Deren redaktionellen Inhalte werden nun 1:1 im globalen Auftritt gespielt. Das nennt man dann Synergie. Die Unterschiede sind marginal. Eine rechts angeschlagene Karussell-Lösung stellt ebenso die globalen Themen in den Fokus wie das links angedockte Menü.

Die Angleichung der Auftritte ist offensichtlich der Wirtschaftskrise geschuldet. Dirk Manthey, Herausgeber von MEEDIA, befürchtet, dass die 122-jährige Geschichte der Marke International Herald Tribune in Kürze beendet sein könnte. Tatsächlich wirkt der neue Aufttritt – ist es ein neuer Auftritt? – wie ein Abgesang eines großen Nachrichtenformates. Für alle Liebhaber des bisherigen IHT-Designs, sei der Link zum Auftritt der Rising Kashmir Newspaper aufgeführt. Header und einige Module sind allerdings bei weitem nicht so ellegant gelöst.

Auch die Zeitungsausgabe wurde in ein neues Design überführt.

6 Kommentare zu “International Herald Tribune übernimmt Design der New York Times

  1. Ich fand den Tribune Auftritt bisher nicht so dolle. Mir waren da zu wenige Inhalte auf der ersten Seite. Das NYT-Layout finde ich optimal, von mir aus könnte SPON auch gleich wechseln ;)

  2. @Freddy: Da würde ich das SpOn-Layout dem NYTimes-Layout aber vorziehen. Das Markenzeichen von NYtimes.com war schon immer, auszusehen wie eine Zeitung. Bis vor wenigen Jahren noch mit Times Roman Schrift. Zugegeben: Aussehen tut das hübsch, aber benutzen macht wenig Spaß (finde ich). Die Teaser sind nicht nur in bis zu vier Spalten ohne intuitiv ersichtliche Hierarchie über die gesamte Breite verstreut, sondern es geht auch viele Scrollseiten weit nach unten. Ich kann mich immer nicht entscheiden, ob der Einstiegspunkt der Artikel oben links oder die Headline unter dem Top-Bild ist.
    Die IHT hatte das sehr gut gelöst: Klarer Point of Entry, zweispaltige Aufteilung der Teaser und rechts eine klar abgegrenzte Spalte mit weiteren Inhalten. SpOn ist ähnlich klar strukturiert, hat sogar nur 1 Hauptspalte mit Teasern und ist damit so leicht lesbar wie ein Weblog.

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