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Inspiration fürs eigene Büroschild

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Web Site Design

Ich gehe seit Jahren mehrmals die Woche an diesem Schild vorbei. Kürzlich konnte ich nicht widerstehen auf den Auflöser zu drücken (Canon IXUS 100). Ich frage mich, kann man angesichts der sandfarbenen Patina, die mittlerweile das gesamte Plexiglas überzieht, noch von den “Neuen Medien” sprechen?

Die Domain ist übrigens nicht mehr in Händen des “Web Site Designers”. Ich hätte das Foto ansonsten nicht veröffentlicht.

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33 Kommentare

  1. Eines der gelungensten Firmenschilder überhaupt! Hebt sich von dem gewohnten pseudoprofessionellen, “typografisch korrekten” Gestaltungskonzept ab! Gewagte Abkehr vom Konventionellen – soweit es beabsichtigt ist! ;-)
    PS: ich versteh nicht, wie sich jemand auf dieser Site darüber aufregen kann, dass man sich über dieses Schild Gedanken macht!

  2. Meiner Meinung nach ist es doch so, das man sich eigtl über solch Relikte freuen sollte. Schließlich zeugen sie von einer Zeit in der wir alle gelebt haben. Sie zeigen uns was und wie es früher war. Egal ob die damals oder heute, als gut oder schlecht zu bewerten ist. Und mal Hand aufs Herz, werden wir nicht alle ein klein wenig melancholisch, wenn wir solche Dinge sehen und an “Damals” denken?

    Aber noch was anderes: Achim, kannst du den Ausschnitt der Tafel nicht als hochaufgelöste Textur zur Verfügung stellen?

  3. Oh, ich hatte gehofft, du verlinkst jetzt auf eine Anleitung, wie ich ein Firmenschild mit Patina überziehen kann.
    Ich will auch so ein Türschild! Unbedingt! :)

    @Sebastian: Bei medialoot.com gibt es ganz schicke Texturen die in die Richtung gehen ;)

  4. Mein erster Gedanke war
    “Wow, endlich mal ein unaufdringliches Werbeschild welches sich seiner Umgebung anpasst”
    Erst beim zweiten Blick hab ich gesehen das es einfach nur alt und vergammelt ist.

  5. @Johannes
    War ja klar, dass jemand mit dem Deppenleerzeichen wedeln wird. Das Ding hat mittlerweile einen Bart, der noch ungepflegter ist, als das hier gezeigte Schild. Es macht sich doch keiner lustig. Eine “Kritik” ist es schon überhaupt nicht. Wie FrankBee feststellt, fand es eher unter musealen Aspekten den Weg hier ins dt. Es ist gewissermaßen ein Zeitzeuge der ersten Web-Dekade.

  6. Es war nass in der Stadt. Patina senkte sich träge, aber unerbittlich über die Schilder und Wände. Da merkte der junge unterbezahlte IKEA-Gestalter, als er gedankenverloren und über seinen neuen Auftrag sinnierend durch die abendlichen Straßen schnürte: »Hey, die VERDANA! Mann! Dat isset«

    Er kehrte um, rannte in sein Designgelass in Hofheim-Wallau (oder wo auch immer), warf die Arbeitsmaschinen an und …

    Der Rest ist Geschichte.

    Eine schlimme Geschichte, denn auch Gestalter kaufen bisweilen bei IKEA und müssen sich an neu gestalteten Hinweisschilder im Möbellabyrinth orientieren, während ihnen das Blut, einem Sturzbach gleich, zwischen den Augenlidern hervorspritzt. Der Gestalter mit Geschmack und Ehrgeiz ist beinahe dankbar, dass er vor lauter Blut nur verschwommen sieht. Des Gestalters Gattin dagegen ist wieder angestrengt, weil der durch die Ehefessel an sie gebundene Gefährte wieder mal alles einsaut.

    Ein wenig Patina wäre da wünschenswert. :-)

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