zukunftszeichen ruhr

Ideenwettbewerb Zukunftszeichen Ruhr

zukunftszeichen ruhr

Gefördert von der Stiftung Mercator sucht der Regionalverband Ruhr (RVR) in einem Ideenwettbewerb nach der äußeren Form und dem gestalterischen Inhalt des Zukunftszeichens Ruhr, welches die Metropole Ruhr als Wissenschaftsregion sichtbar machen soll.

Der Wissenschaftsstandort Metropole Ruhr ist noch relativ jung, aber bereits breit aufgestellt: Mit fünf Universitäten, drei Kunsthochschulen, 17 Fachhochschulen und 60 außeruniversitären Instituten zählt er zu den größten und vielfältigsten Wissenschaftsregionen Europas.

Damit die Wissensmetropole Ruhr ihre volle Strahlkraft auch über die Region hinaus entfalten kann, soll sie jetzt ein eigenes Zeichen bekommen. Mit dem Wettbewerb „Zukunftszeichen Ruhr“ suchen der Regionalverband Ruhr (RVR) und die Stiftung Mercator ab sofort nach kreativen Ideen, wie eine solche Landmarke aussehen kann.
Ziel ist, ein ikonisches Zeichen mit Leuchtturmcharakter zu finden, das im öffentlichen Raum platziert wird. Es soll einen klaren Bezug zu Wissenschaft und Bildung aufweisen, Symbolkraft haben, für Aufmerksamkeit sorgen und Orientierung bieten – temporär oder dauerhaft.

Teilnehmen können Einzelpersonen ebenso wie Teams – was zählt ist eine durchschlagende Idee und ihre Umsetzbarkeit. Für die drei besten Vorschläge sind Preisgelder in Höhe von 10.000, 5.000 und 3.000 Euro ausgelobt.

Wie stets bei derlei Wettbewerben sollte jeder Teilnehmer vor Einreichen seiner Arbeiten die entsprechenden Teilnahmebedingungen durchlesen.

Alle Infos unter:

Update 23.08.2016: Die Einreichungsfrist wurde um zwei Wochen verlängert und auf den 15. September 2016 verschoben.

8 Kommentare zu “Ideenwettbewerb Zukunftszeichen Ruhr

  1. Lasst es Leute, verschenkt nicht mehr eure Ideen, es sollte endlich Schluss sein mit Beteiligungen an derartigen „Wettbewerben“, bei denen Unsereins bereitwillig kostenlos und für nur etwas „Ruhm und Ehre“ wertvolle Ideen und Impulse liefern.
    Das gibt es in keiner anderen Branche !
    Übertragt das mal auf andere Geschäftsbereiche, dann seht ihr selbst wie abstrus absurd es ist. Wer Ideen haben will, muss dafür genauso bezahlen wie für Brot und Pasta, basta !

    • Ich denke, dass man hier differenzieren sollte Steffen. Denn natürlich gibt es neben den durchaus vielen Marketing-Gags und Klamaukveranstaltungen, die in der Tat keinerlei Beachtung verdient haben, weil sie nur bedingt etwas mit Design zu tun haben, auch Wettbewerbe, die sich durch faire Teilnahmebedingungen auszeichnen, bei denen Leute auch vom Fach in der Jury sitzen und die mit einer angemessenen Preisbudgetierung aufwarten können.

      Hattest Du dir die Mühe gemacht, die Rahmen- und Teilnahmebedingungen des hier genannten Ideenwettbewerbs anzuschauen? Meines Erachtens sind diese nämlich tadellos. Denn nur deshalb erscheint ein entsprechender Beitrag im dt.

      • Hallo Achim, wie gehts ?

        Danke, ja ich habe mir auch diese Teilnahmebedingungen durchgelesen.
        Und trotz dem bleibe ich dabei und ich glaube, wir verstehen uns falsch:

        Ich habe generell etwas dagegen, dass wie auch in diesem Beispiel, man sich „bewerben“ und seine Idee einreichen kann und damit die Chance hat zu gewinnen.
        Schon das widerstrebt mir, weil wie ich es schon sagte, man kostenlos seine (guten) Ideen, die natürlich alle von den Veranstaltern ausge- und verwertet werden, einreicht.
        Nochmal: Ich persönlich habe diese Art der Anbiederung, die es nur in unserer Branche gibt, satt !
        Ich finde weiter die Bedingungen auch überhaupt nicht tadellos.
        Zum Beispiel erklärt sich jeder Teilnehmer damit einverstanden, dass im Falle des Sieges automatisch alle seine Rechte an der Gestaltung an den Ausschreiber gehen.
        Tut mir leid, aber ich würde heute nie wieder an solchen Wettbewerben teilnehmen.
        Aber das ist ja auch nur meine Meinung und Kommentar, wenn auch als wohlwollender Aufruf an alle in der Grafikgemeinde… ; )

        • Zum Beispiel erklärt sich jeder Teilnehmer damit einverstanden, dass im Falle des Sieges automatisch alle seine Rechte an der Gestaltung an den Ausschreiber gehen.

          Lieber Steffen, genau das jedoch zeichnet einen fairen Ideenwettbewerb aus, eben der Umstand, dass nur die Sieger sich mit der Abtretung der Nutzungsrechte einverstanden erklären, während dies bei unfairen Wettbewerben von ALLEN Teilnehmern verlangt wird; eine solche Bedingung allerdings sollte man nicht akzeptieren.

          Wenn Du die Teilnahmebedingungen zu diesem Wettbewerb aufmerksam gelesen hast, wird Dir auch der folgende Passus aufgefallen sein:

          Sobald der RVR eine weitergehende Nutzung plant, teilt er dies dem Teilnehmenden / dem vertretungsberechtigten Mitglied des Teams mit, um über die Vergütung für die weiteren Nutzungsarten und
          Nutzungszeiträume zu verhandeln.

          Auch dies ist ein Merkmal eines fairen Wettbewerbs, wie er von Designverbänden und auch seinerzeit vom Fidius Faire Designwettbewerbe e.V. empfohlen wird. Besser und fairer geht es schlichtweg nicht.

          Die Entscheidung, an einem Wettbewerb teilzunehmen und damit Kreativleistungen erst einmal honorarfrei zur Verfügung zustellen, muss natürlich jeder mit sich selbst ausmachen. Diesbezüglich kann ich Deine Haltung schon verstehen Steffen. Klar ist aber auch: wer nirgends mitmacht, wird auch nichts gewinnen. Ein gewonnener Wettbewerb kann ja durchaus schmücken – und damit meine ich keine „Auszeichnungen“ kommerzieller Designaward-Anbieter. Von daher würde ich die Teilnahme an einem fairen Wettbewerb als eine Investition einstufen, sowohl finanziell wie zeitlich. Abgesehen davon ist der Markt nun einmal Wettbewerb pur. Sich mit Anderen zu messen, ist Teil des Betriebs, gehört zum Alltag.

          Ein letzter Satz, auch um diesbezüglich noch einmal zu differenzieren: das, was auf 99designs, designenlassen und den meisten anderen Crowdsourcing-Plattformen stattfindet, ist freilich kein Wettbewerb, kein Messen unter Kollegen zu fairen Bedingungen, sondern Ausbeutung und Preisdumping.

    • @ steffen
      Im Falle eines Gewinns ist das in der Tat so bei diesem „Ideenwettbewerb“ mit den Nutzungsrechten. Dass man sie im Falle eines Gewinns komplett überträgt. Ja. Und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Hab das eben gelesen.

      Eine Art interessanter Pitch eben für den Ausrichter – das Interessanteste daran: die am Ende überschaubaren Ausführungs- und Nutzungskosten, wenn das Projekt umgesetzt wird. Clever. Für den Ausrichter und die Ruhr.

      Da ich glaube, dass da (leider) schon ein gefuchstes Juristentier drüber geschaut hat:
      Kamma nix machen.

      Aber es ist immer besser, am richtigeren Ende der Nahrunskette zu sitzen: Besser in der Jury als der Einreicher zu sein! Besser der Wal als das Plankton.

      Übrigens: Ideen per se sind nicht sonderlich geschützt, deren Visualisierung schon etwas mehr – die Ausführung ist der Bringer, sie machts!

      DSDS
      Ich würde da nicht mitmachen an solchen Designer-DSDS-Veranstaltungen. Wo viele und endlose Arbeit lauert Mit der Visualisierung fängt es ja schon an, die ist bereits schon eine Execution-Schlacht – hängt natürlich auch von der Idee ab – und der Rechts- und der Linksweg sind ausgeschlossen. Aua! Aber die Grafikbande zockt ja gerne.

  2. Es wird im schönsten Marketingsprech geblubbert: „… Ziel ist, ein ikonisches Zeichen mit Leuchtturmcharakter zu finden, “

    Ich kann bei so was das Wort ‚Leuchtturm‘ echt nicht mehr hören! Das sit sooo abgenutzt und hohl, da werd ich käsig von.

  3. Hallo AR,

    wenn sie es könnten, dann würden sie ja nicht uns fragen, oder?
    Abgesen davon ist ein „Prozentstrich“ kein Alleinstellungsmerkmal, sonst könnte
    man bei einem Herz-Logo hier hunderte Beispiele zeigen.
    Manchmal möchte ich echt gerne die tollen Werke hinter den
    „lauten“ Kommentaren sehen. Ich glaube, dann käme man vor
    lachen nicht mehr in den Schlaf!

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