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Ich twitter nicht

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[Update 06/2012: Rund drei Jahre nachdem ich diesen Artikel angelegt hatte, entschloss ich mich doch fürs Twittern (siehe: Jetzt twitter ich). Hier gehe ich auch im Detail auf die Gründe für den Sinneswandel ein. Weiter geht es mit dem ursprünglichen Artikel: ]

Und das ist auch gut so. Weder in den Diskussionen, die seit dem Erscheinen von Twitter geführt wurden, noch in den zahlreichen Meldungen, die auch Dank der Unzulänglichkeit einiger Politiker durch die Medien gingen, konnte ich einen Grund ausmachen, der mich dazu veranlasst hätte mitzuzwitschern. Beschleunigt durch den Erfolg des Obama-Kampagnenteams grassiert auch hierzulande eine Mitmachwelle, von der nicht nur Bundes- und Provinzpolitiker erfasst werden, sondern auch Verlage, Unternehmen, Agenturen sowie die Blogosphäre. Ich sehe zwar den Nutzen, die die schnelle Kommunikation für einige Wenige bietet aber ich habe mich bewusst gegen das Zwitschern entschieden. Ich will auch gerne die Gründe dafür nennen.

Ich twitter nicht, weil…

  • ich es es schon immer als schwierig empfand SMS-Nachrichten zu verfassen.
  • ich die Begrenzung auf 140 Zeichen eher als Einengung empfinde, denn als Chance “kreative Kurztexte” zu schreiben.
  • es mit dem RSS-Feed bereits ein Konzentrat des Blogs gibt.
  • ich die Kommunikation mit den Lesern per E-Mail und Kommentarfunktion bereits jetzt als ausgezeichnet erachte.
  • es mir schwer fällt in der Fülle der Tweets relevante und vor allem wahrheitsgemäße Informationen auszumachen Stichwort: Fake.
  • es einen guten Grund gibt, weshalb Banalitäten wenig Aufmerksamkeit zufällt. Wenn der Kaffee umkippt hole ich lieber einen Lappen und schreibe nicht darüber.
  • die Twitter-Absurditäten in letzter Zeit nicht abreißen wollen Stichwort: Pöbeljournalismus oder Bundespräsidentenwahl.
  • der Missbrauch u.a. auch zum Zwecke des Marketings – auch wenn gerade hier Einige den Nutzen sehen – zukünftig verstärkt ein Thema werden dürfte.
  • Twitter auf lange Sicht (hierzulande) nur von einer sehr kleinen Gruppe von Menschen genutzt werden wird Stichwort: hoch vernetzte Informationselite.
  • ein zusätzlicher Vertriebskanal für diesen Blog Zeit veranschlagen würde, die ich lieber mit der Recherche oder aber mit gänzlich anderen Dingen verbringe.
  • Bilder elementarer Bestandteil fast jedes dt-Artikels sind, das Hochladen zu twitpic aber mit zusätzlichem Mehraufwand verbunden wäre.
  • man TinyURLs nie ansieht, wohin die Reise geht. In Bezug auf die Nutzerführung ein echter Dorn im Auge.
  • twitter.com auch ohne einen einzigen eigenen Tweet bereits einige Hundert Zugriffe im dt generiert. Danke dafür!
  • wir heute, mehr denn je, in der Fülle der Informationen Angebote brauchen, bei denen eine Themenauswahl und eine Filterung erfolgt. Twitter ist das genaue Gegenteil.
  • ich nicht auf jeder Hochzeit tanzen möchte und weil es schlicht und ergreifend nicht meiner Natur entspricht.

Warum sollte ich dennoch twittern? Und weil mich interessiert, wie die dt-Leser zu diesem Thema stehen gleich noch eine kleine Umfrage.

Welche Rolle spielt Twitter bei Dir?

  • Kenn ich, nutz ich aber nicht. Ich benötige keinen weiteren Informationskanal bzw. kein weiteres Netzwerk (49%, 992 Stimmen)
  • Das Thema Twitter interessiert mich nicht (24%, 495 Stimmen)
  • Ich twitter selbst und halte es für eine echte Bereicherung (18%, 376 Stimmen)
  • Ich beginne mich dafür zu interessieren (9%, 177 Stimmen)

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99 Kommentare

  1. Ich stimme Dir 100% zu, obwohl ich selbst einen Twitter-Account habe und ihn auch nutze. Ich habe ca. 80 “Follower”, nur zwei davon kenne ich persönlich.

    Für mich ist Twitter eine kleine Ergänzung, um auf meine neuen Arbeiten aufmerksam zu machen. Immer, wenn ich etwas Neues publiziert habe, schreibe ich kurz einen Hinweis. Das ist keine Notwendigkeit, aber da ich keinen Blog betreibe (dafür habe ich nicht genug zu sagen) und nicht jeder RSS-Feeds liest, nutze ich Twitter als Kanal.

    Die Banalitäten (“Bin gerade ins Büro gekommen… Man habe ich viele E-Mails.”) empfinde ich ebenso als total nervig und auch sonst gibt es nur wenig Nutzen.

  2. Deine Gründe sind verständlich und nachvollziehbar. Ich twittere trotzdem, einfach aus Spaß. Ich blogge ja auch nur aus Spaß. Ich betrachte die Beschäftigung mit dem Web 2.0 als Hobby, deswegen ist die aufgewandte Zeit für mich auch nicht verloren.

    “Wenn der Kaffee umkippt hole ich lieber einen Lappen und schreibe nicht darüber.” — das könnte man als Zitat des Tages in einer .signature verwenden. :-) Wobei ich nach dem dritten umgekippten Kaffee des Tages vielleicht einen Frust-Tweet loslassen würde … ;-)

    PS.: Doofes Fernsehen gucken und live auf Twitter gemeinsam lästern ist übrigens sehr lustig.

  3. “wir heute, mehr denn je, in der Fülle der Informationen Angebote brauchen, bei denen eine Themenauswahl und eine Filterung erfolgt. Twitter ist das genaue Gegenteil.”

    Naja, rudimentär funktioniert ein Aggregieren und Filtern der Tweets ja wohl auch, aber dennoch ist das der Hauptgrund, warum auch ich mich der Twitter-Nutzung verweigere. Wer Twitter einem Feedreader vorzieht – bitte sehr! ;-)
    Als mobiler Push-Dienst im privaten Bereich sehe ich allerdings Potenzial. Dazu fehlt zumindest mir aber die kritische Masse in meinem Bekanntenkreis.

  4. > wir heute, mehr denn je, in der Fülle der Informationen Angebote brauchen,
    > bei denen eine Themenauswahl und eine Filterung erfolgt.

    Das sagen Papierjournalisten auch über Blogs ;-)

  5. Die Möglichkeit, Twitter als persönlichere Informationsquelle als RSS-Reader zu benutzen, schätze ich sehr, da ich durch die Auswahl wem ich followe (Bekannte und Menschen mit ähnlichen Interessen) interessante Neuigkeiten in meinen Interessengebieten schneller und gezielter mitbekomme, als wenn ich mich durch den Wust im RSS-Reader durchklicke.

  6. Ich finde Deine Gründe allesamt verständlich und sie erscheinen mir irgendwie sympatisch. Ich habe selbst null Erfahrung mit Twitter, aber mich reizt es auch einfach nicht. Ich hab bisher noch fast alles im Web ausprobiert was so daher kam, aber Twitter… Näh. Der Grund liegt sicherlich darin, dass ich auch SMS nicht mag. Hab auch nur ein Prepaid-Handy (seit 2000) und schreibe damit SMS oder telefoniere damit nur wenn’s nicht anders geht.
    Verstehe auch eh nicht, warum jetzt SMS plötzlich wieder so toll sein soll. In 5 Jahren kann eh jedes Handy Webseiten darstellen. Dann kan nich auch gleich den Blog lesen.

  7. Twitter ist online gaming und hat nichts mit Nachrichten zu tun. Nichts kann gut recherchierte, aufbereitete Nachrichten im Print oder online ersetzen. Der Rest ist Trash und verstopft die geistigen Arterien. Twitter ist ein weiteres Suchtmittel für Zapper.

  8. Ich twittere auch noch nicht sehr lange, bin aber schon nach recht kurzer Zeit auf den Geschmack gekommen.

    Ein Ersatz für RSS-Feeds möchte Twitter nicht sein und ist es auch nicht. Für mich liegt der Nutzen viel eher in der spontanen Kommunikation. Gerade eben, die Anhörung zu den KiPo-Sperren. Tim Pritlove und Johnny Häusler lieferten nützliche Nebeninformationen direkt vom Geschehen, die eine schöne Ergänzung zum Video-Stream waren.

    Außerdem ist es extrem praktisch, wenn man mal eben eine kleine Problemlösung sucht und dafür aber keinen Blogpost veröffentlichen möchte, weil das einfach Overkill wäre.

    Jemanden, der nichts damit anzufangen weiß, zum Twittern zu überreden, halte ich für nicht optimal. Twitter braucht die Menschheit nicht, aber wenn es so ein Angebot gibt, dann nutzt man es eben und hat Spaß dabei.

  9. Ich halte Twitter für ein mögliches (aber nicht notwendiges) Zusatzmerkmal eines Blogs: Kurze Sachen, die keinen eigenen Blogbeitrag rechtfertigen, kann man darüber absetzen und einen echten Mehrwert für den Leser schaffen. Durch die Möglichkeit, auf Nachrichten zu antworten, ergeben sich sogar ganz nützliche Dinge, um mit Leuten in Kontakt zu treten.

    Man muß natürlich immer abwägen: Sogenannten “Attention Whores” oder irgendwelche Werbe-Nervensägen wird es immer geben. Aber die gibt es auch über andere Kanäle – man sollte Twitter deshalb nicht nur auf diese Gruppen reduzieren.

    Ich könnte es mir bei dt sogar ganz gut vorstellen: Eine interessante Website gesehen und nur kurz darüber berichtet. Quasi zu den normalen Beiträgen als Zuckerli oben drauf.

  10. ich twitter auch nicht. erstens will ich nicht wissen wer jetzt gerade was wie macht und ich halte es auch nicht für notwendig solche infos von mir preiszugeben. schon jetzt kann jeder normal-user unter umständen im netz über eine person mehr informationen ziehen als es der stasi gelungen ist. desweiteren raubt jedes weitere soziale netzwerk zeit. zeit die ich lieber im realen leben in reale beziehungen investiere.

  11. Für mich noch ein wichtiger Punkt ist das bis heute nicht vorhandene Geschäftsmodell von Twitter. Bisher lebt das ganze nur von Sponsoren und damit nicht unwesentlich auch vom darum gemachten Hype. Wie man damit mittel- bis langfristig mal Geld verdienen will (2008 hat man keinerlei Einnahmen erwirtschaftet) steht völlig in den Sternen. Wenn die anfängliche Begeisterung nachlässt wird man sehen ob sich Mikroblogging allgemein und Twitter speziell halten werden. Es gab schon andere angebliche Internet Trends die nach kurzer Zeit wieder größtenteils in der Versenkung verschwanden wie z. B. Podcasting vor ein paar Jahren.

  12. Ich twittere, weil ich nicht blogge. Trotzdem sehe ich es nicht als “echte Bereicherung” an, weil ich es eigentlich auch nur aus Spaß mache.

    Außerdem muss man ja auch selbst unterscheiden, was man twittert. Sicherlich kann man zwitschrn, dass man sich jetzt einen Kaffee macht, aber man muss es nicht. Und das hat ja auch einen gewissen Reiz, weil jeder sich seine eigenen Grenzen setzt (oder auch nicht) und man nicht immer sofort weiß, was letztendlich gezwitschrt wird.

    Wie NewsShit! vorher schon geschrieben hat, fände ich so einen kleinen Gerade-entdeckt-und-schnell-getwittert-Stream vom dt auch sehr interessant. So könnte man sich während des Tages auch einfach mal kurz Inspirationen einholen, die ja nicht unbedingt neu sein müssen. Ein kleiner, feiner Zusatzdienst halt – aber keineswegs ein Ersatz des Blogs selbst.

    (Und wenn ich ganz kurz einen auf Streber machen darf: Man kann bei Linkverkürzern auch angeben, dass eine “Vorschaltseite” aufgerufen wird, wo der Link zu der Seite steht. Zum Beispiel: http://is.gd/GQXs-)

    Gruß
    Markus

  13. “Wenn der Kaffee umkippt hole ich lieber einen Lappen und schreibe nicht darüber.”

    DANKE!!!
    So schön hat das noch keiner gesagt. Spricht mir aus dem Herzen.

  14. Kann das sehr gut verstehen! Habe mich auch lange dagegen “gewehrt” … und tue es eigentlich jetzt immer noch, obwohl ich auch twittere.
    Vor allem so Nachrichten, wie “füttere gerade meine Katze” regen mich jedes mal auf. Aber oft werden einem auch wirklich gute Beiträge oder Artikel vorgeschlagen und daher muss ich sagen, lohnt es sich, für mich jetzt, schon, immer mal wieder in Twitter rein zu gucken ;)

  15. Wie immer bei Ich-twittere-nicht-weil-XYZ-Debatten grassiert auch hier ein Irrtum: man ist als Twitter-Nutzer nämlich nicht per AGB verpflichtet, jede Stunde 170 Banalitäten zu verbreiten. Und man ist auch nicht verpflichtet, den Ergüssen eines jeden Dummschwätzers zu folgen. Das kann man zwar machen (und viele tun es auch), aber deswegen gleich Twitter in Bausch und Bogen zu verdammen ist so, als würde man seinen Fernseher aus Fenster werfen, nur weil dort Anti-Intelligenz-Sender wie 9Live existieren. Mein Tipp: Nur weil Schrott vorhanden ist, muss man ihn nicht auch konsumieren!

    Alle anderen Gründe (Informations-Overflow, Spam usw.) sind völlig legitim, aber dieses Argument ist schon reichlich schwach.

  16. twitter.com sollte eher wayne.com heissen. ich verstehe null warum man das macht. und den hype darum verstehe ich auch nicht. statusmeldungen sind auf jeden fall nicht gerade was neues. und es interessiert mich einfach nicht was irgendwer gerade macht. und für so einen mist habe ich echt keine zeit. genauso wenig wie für facebook.

  17. DANKE! Endlich jemand, der nicht auch noch auf diesen Hype aufspringt und sich stattdessen lieber auf das Wichtige konzentriert: Inhalt. Es gibt, meiner Meinung nach, in letzter Zeit viel zu viele Blogs, die nur noch am “networken” sind und deshalb kaum mehr was wirklich interessantes Zustande bekommen.

  18. @Tobi:
    Stimmt das war mir neu, ließt sich aber alles noch sehr wage:
    “In einer ersten Phase hat die Plattform laut Stone daher Informationen darüber gesammelt, wie die Leute Twitter konkret nutzen. In einer zweiten Phase sollen dann die Geschäfts-Werkzeuge und -Dienste ans Netz gehen. Dabei soll es sich um möglichst simple Anwendungen – wie beispielsweise zur Analyse – handeln, oder eben kostenpflichtige Zugänge, die garantieren sollen, dass sich hinter einem Firmennamen auch tatsächlich das betreffende Unternehmen verbirgt. ”
    Nur selbst wenn man in einem halben Jahr mal eine Idee hat wie man gerne Geld verdienen möchte, heißt das noch lange nicht das man damit dann auch real kostendeckend Geld verdient. Amazon und Co. waren auch lange ein Verlustgeschäft und da war von Anfang an ein super Geschäftskonzept da.

  19. Ich twitter selbst und halte es für eine echte Bereicherung (weder regelmäßig, noch themenbezogen) und halte eigentlich trotzdem nicht viel davon.. mal sehen wie sichs entwickelt.

  20. Anders als bei Achims Blogbeitrag spricht aus einigen Kommentaren die ziemlich engstirnige Haltung heraus: “Ich verstehe nicht, wozu das sein soll, und brauche es auch nicht, also sind alle, die es verstehen und einen Sinn darin sehen, doof.” Wenn Ihr’s nicht versteht, dann laßt Ihr es halt.

    Selbst bei @Peter liest sich das noch so: Wieso ist es “Schrott”, wenn jemand twittert, daß er sich jetzt einen Kaffee macht? Dich interessiert es nicht, und mich auch nicht, aber jemand anderen vielleicht schon. Für den ist es kein Schrott. Kann man nicht einfach akzeptieren, daß andere Leute andere Bedürfnisse und Vorlieben haben und an Dingen Spaß haben und/oder sie nützlich finden, mit denen man selber nichts anfangen kann.

  21. @buntklicker.de: Du hast natürlich absolut Recht! Pauschale Verdammungen sind böse, nur hatte ich aus der individuellen Nutzerperspektive heraus argumentieren wollen – für den durchschnittlichen Twitterer ist der durchschnittliche Kaffee-Tweet ja nur interessant, wenn ein Bezug zur Person dahinter besteht. Insofern bin ich auch absolut für ich-füttere-gerade-meine-Katze-Meldungen, auch wenn die meisten dieser Meldungen die meisten Twitterer nicht interessieren dürften.

    Aber die Damen und Herrn hier sind ja grundsätzlich der Meinung, dass Twitter unabhängig vom Inhalt Müll ist. Und zeitgleich lachen sie vermutlich über Politiker, die das ganze Internet pauschal für einen austrockungswürdigen Sumpf halten.Wer Ironie findet, möge sie behalten.

  22. @designtagebuch

    Trotz meines frühen Beitritts zur Twittersphäre (Joined: Thu 14 Jun 2007 09:08) habe ich zwischenzeitlich gedacht tweeten ist was für Nerds. Seit etwa einem halben Jahr bin ich wieder aktiv dabei – und nein, ich schließe mich o.G. nicht an.
    Twitter ersetzt nach und nach den InstantMessenger, ermöglicht das Kontakte- und Netzwerkpflegen ungemein und hilft wie ein Forum unheimlich schnell aus den Problemen des Alltags. Twitter – ein Allheilmittel? Nein. Sicher nicht, doch ich denke nach dem ersten Hype wird es sich beruhigen, und wie alle anderen Medien dieser Art auch seine Berechtigung und Nutzer finden. Ich glaube nicht dass es sich um ein »Nerd-Elitenphänomen« handeln wird…

    Dass manche Nutzer Schrott verbreiten ist ein Phänomen des gesamten www – nicht des Mediums twitter. Filtern muss überall sein. Und – by the way – ich finde es auch interessant dass Menschen hinter »Web2.0« stehen, Menschen die Kaffee verschütten, einen Kater haben, keine Lust auf etwas oder einfach Menschen, die Informationen und Anschluss suchen.

    Grüße aus Bremen,
    @silberpuls

  23. hey,

    es fehlt der abstimmungspunkt
    “ich twittere weil ich neugierig bin wohin die reise geht”. ich persönlich – als werber und designer – nutze twitter um zu erkennen was “drin” steckt. warum die leute es so toll finden… aber irgendwie ist es schwierig, zumal es von vielen sites nur dazu genutzt wird ihre rss-feeds darüber in die öffentlichkeit zu ballern.

    es ist witzig für “kurzgedanken” … es lohnt nicht für jeden ein eigener blog, wenn man nur einen kurzen satz loswerden will kann man schon mal zwitschern… aber auch die sache wer einem folgt und wem man folgt… wer mir alles folgt den ich nicht kenne, und was wollen die mit meinen infos!?

  24. >schlicht und ergreifend nicht meiner Natur entspricht.
    Das ist denke ich der Hauptgrund wieso du es nicht tun solltest. Für viele Details gibt es in der weiten Twitterlandschaft Lösungen. Aber es muss einem schon passen, sonst kommt dabei auch nichts rum.
    Was ich aber empfehlen kann ist das Tracken von bestimmten Begriffen wie z.B. “Designtagebuch”. Das geht auch ganz easy per Feed … in diesem Fall http://search.twitter.com/search.atom?q=designtagebuch

  25. Jetzt muss man sich schon entschuldigen, wenn man nicht twittert! :)

    Ich zwitscher, da es zu meinem Job gehört immer technisch auf dem neuesten Stand zu sein. Die Technik hinter Twitter ist sehr interessant und wird das Web noch stärker prägen, als es das eh schon hat (z.B. im Bereich der Echtzeitsuche, offenerer Kommunikation im Staat, schnellere Verbreitung von Nachrichten).

  26. Auch wenn Argumente wie schnelle Suche, die Aktualität oder einfach die technische Veränderung sicherlich interessant sind, halte ich Twitter dennoch nur für eines: Die reinste Zeitverschwendung! Aber ganz klar, wer Methoden wie “get things done” beherrscht, kann die wertvoll gewonnene Zeit ja sinnlos verschwenden…

    Bitte Herr Schaffrinna, twittern sie auch in Zukunft nicht. Gerade dieser Artikel macht Sie mir nämlich sympatisch!

  27. Ich habe nicht alle Kommentare gelesen. Also sei nicht böse, wenn meine Punkte schon genannt wurden.

    Erst mal kann ich deine Argumentation nachvollziehen. Auch ich habe so gedacht. Tatsächlich verschlingt die Nutzung von Twitter viel Zeit, wenn man jede zwei Minuten zwitschert, was aber keinesfalls der Fall sein muss. Du musst auch nicht alle Nachrichten im Eingang lesen. Wenn jemand etwas von dir möchte, bekommst du es auf jeden Fall mit. Dafür gibt es extra Bereiche.

    Warum ich doch angefangen habe zu Twittern: Ich habe mir natürlich ein paar neue Leser für mein Blog erhofft. Das hat auch geklappt. Außerdem läuft die Kommunikation über Twitter mit seinen Lesern ganz anders als über E-Mail. Fast wie ein Chat. Ich kann Leser auch einfach mal fragen, was sie morgen für einen Beitrag sehen möchten oder was sie von dem heutigen halten. Das ist ein schöner Vorteil denn nicht jeder hat Lust zu kommentieren. Außerdem hat Twitter gegenüber dem RSS Reader einen großen Vorteil: Mit dem RSS Reader bekommst du die Artikel von einer Seite zwar gebündelt, aber das Weiterempfehlen oder direkte Kommentieren oder sogar der direkte Kontakt mit dem Autor ist nicht möglich.

  28. Twitter ist eine Pest und man kann leicht Missbrauch damit betreiben, wo man sich einfach unter einer fremden Identität anmeldet und Sachen postet, die den Missbrauchten dann in Teufels Küche bringen kann.

  29. Um während unserer Australienreise die Lieben daheim auf dem Laufenden zu halten, war Twitter perfekt. Einfach mit dem australischen Prepaid-Handy gelegentlich eine SMS an Twitter geschickt – kein Internet, kein Laptop, kein Smartphone notwendig. Freunde und Familie haben unseren Microblog gespannt verfolgt.

  30. Dankeschön Christian für den Tipp!
    Vielen Dank auch für alle Pros und Cons, für die Einblicke und die Ansichten, die einen das ein oder andere auch mal schmunzeln lassen.

    Mir ist vollkommen klar, dass Twitter, im Gegensatz etwa zum SecondLifeRohrkrepierer fortbestehen wird. Ebenso sollte es bei all dem Hype klar sein, dass dieser weitere Kurznachrichtendienst sicherlich nicht in der Lage ist bestehende Nachrichtenquellen (Zeitungen, Radio, TV, Nachrichenportale, Blogs) den Rang abzulaufen.

    Ergänzung, ja. Schnell, ja. Schnelligkeit alleine reicht aber nicht. Wenn es um “echte” Nachrichten geht, ist für uns Konsumenten von ganz entscheidender Rolle, wie vertrauenswürdig die Quelle ist. Wir suchen uns die Magazine, die Fernsehsender und die Nachrichtenportale aus, von denen wir uns gerne informieren lassen möchten. Für eine Meldung ist es nicht nur von Bedeutung, welchen Informationsgehalt sie beinhalte, sondern auch wer sie verkündet. Im Fall der Tweets, bei denen nicht mit Gewissheit die Echtheit sowohl der Kurznachricht, als auch des Absenders bestimmt werden kann, darf Jeder Alles schreiben. Kritisch wirds, wenn Alle Alles glauben und sich keiner mehr um Quellen, Ursprung und Autoren schert.

    Ich denke eine kritische Auseinandersetzung mit Twitter, bringt den Dienst vielleicht weiter voran, als wenn gleich jeder mitmacht und meint er müsse nun auch der vorwiegend englischsprachigen Welt da draußen seine privaten Erlebnisse mitteilen. Ich bleibe stiller Beobachter.

  31. Aus Neugier hab ich mich vor kuzem bei Twitter angemeldet. Ohne Login kann man ja kein richtiges Gefühl dafür kriegen und ich will ja zumindest wissen, wovon die Leute und Medien sprechen …
    Wirklich nutzen tu ich es nicht, auch wenn es ein Twidget für den Mac gibt.
    Warum? Es kostet einfach zuviel Zeit. Ich bin nicht der Typ, der sich hinsetzen und stundenlang nachdenken will, welche sinnlose Phrase er der Welt mitteilen sollte. Obwohl ich ein Mensch weniger Worte bin.
    In diesem Sinne Armin: der Mut zum Nicht-jeden-Trend-mitmachen steht dir gut, die Konzentration auf diesen tollen Blog ist sicherlich die bessere Entscheidung. Wer wissen will was los ist, der surft so wie ich täglich hier freiwillig / aktiv vorbei – auch ohne Twitter.

  32. Wenn in einem Meeting drei Personen sitzen die sich nicht unterhalten weil sie miteinander und übereinander twittern zeigt mir, das nicht zu twittern eine gute Idee ist.

    Kein Scherz, das kommt öfters vor!

  33. Als Designer könnte Sie ja auch die Vilelfalt der Twitter Backgrounds interessieren, Design wird wohl zukünftig von jedem Nutzer individuell diesem oder jenem Stream zugeteilt. Ich würde zum Beispiel liebend gern das Design meines Onlinebankings ein wenig aufmischen wollen ;-))

    Um Twitter zu verstehen kann man sich auch andere Anwendungen anschauen, die auf Twitter aufsetzen. Ein Schlüsselerlebnis für mich war PicFog http://picfog.com/ 10 Minuten auf mich einwirken zu lassen, da war klar, dass muss ich kennenlernen. Beste Grüße, Hans

    http://twitter.com/grijsz
    aka
    http://twitter.com/artclubcaucasus

  34. Feine Aufstellung von Gründen, die einen veranlassen eben NICHT zu twittern. Ich schließe mich da an und gestehe hier der Öffentlichkeit: Ja, ich twittere nicht und das ist gut so! Warum muss ich alles und warum muss ich alles gleich wissen? Mich interessiert nicht, wenn irgendwo jemand besagten Kaffee (tolles Beispiel) umschmeißt und darüber “berichtet”.

    Mir genügen die Möglichkeiten, die mir mein Feed-Reader bietet: Ich kann selektieren, welche Nachrichten oder Infos ich wann und wie erhalten möchte. Eine gewisse Seriosität in der Verbreitung des Weltgeschehens oder neuester Informationen aus welchen Bereichen auch immer kann ich einfach unterstellen – ich wähle die Quelle!

    Früher stöhnten erwachsene Menschen über den Hype der Tamagodschies. Heute nähern selbige sich beachtlich eben den Kindern, die sie damals nicht verstanden haben. Warum jeden Zug nehmen, der nur laut genug ausgerufen wird?

    Ich sehe in der Art der Übermittlung gewisse (na ja) Probleme. Die Möglichkeit der Platzierung von Fakes ist doch schon enorm. Als Beispiel für diese These weise ich vorsichtig auf die damalige “Schweinegrippe” in Mexiko hin. Plötzlich tauchten “News” auf, die davon berichteten, dass “alles außer Kontrolle” sei… Ich glaube, das spricht für sich und zeigt das Potential das sich eröffnet und für derartigen Kram Tür und Tor öffnet.

    Möge also jeder für sich entscheiden, was er braucht und was er nicht benötigt. Ich persönlich fühle mich auch ohne Twitter gut informiert und “auf der Höhe der Zeit”.

    Gruß und Danke für Deine unterstützenden Argumente.

    signumpixel

  35. PS

    Ich kann aber gut verstehen, wenn einem bestimmte Services “nicht liegen”. Als Uraltblogger mochte ich weder MySpace noch Facebook je besonders, dafür heute um so mehr: FriendFeed, Tumblr und Posterous

  36. ich twitter auch nicht!
    ich will auch nicht, es ist nur eines: absolut sinnfreie Zeitverschwendung, kein Mensch braucht das – aber wer zuviel Zeit hat, bitteschön!
    aber, liebe Twitterer, versucht doch nicht immer Eure Sucht zu verdrängen und zu verharmlosen, indem Ihr anderen die Sache als lebenswichtig, unumgänglich, mega-trendy, oder was auch immer anpreist, dieses pauschale “überall-dabei-sein-müssen” ist gar schröcklich…redet doch lieber mal wieder offline miteinander, das würde uns allen nicht schaden…

    PS: zum Thema “überall-dabei-sein-müssen” fällt mir grade noch dieser kultige IBM-Werbespot aus den 90ern ein!

  37. Erstaunlich das sich hier – und nicht nur hier – massenhaft Leute über twitter auslassen und es miesmachen, aus deren Beiträgen man vor allem eines liest: sie haben twitter nicht verstanden.

    Es liegt mir fern jemanden zu missionieren, und ob die Leute nun twittern oder nicht ist mir auch schnurz, ABER: ich selbst entscheide wem ich folge, wessen Beiträge mich interessieren und muß mir nicht jeden Schrott antun. An derartigen Kommentaren – »interessiert mich nicht ob jemand Kaffee kocht« – sieht man wie blind irgendwelche faktisch falschen Annahmen und Behauptungen übernommen werden.
    Da gab es hier einige – wenige – Stimmen zu, ob das jetzt der 9live-Kommentar oder der Verweis auf die AGB war. Dort wird klar: die Leute wissen wirklich wovon sie reden und fällen keine Urteile basierend auf irgendwelchem Halbwissen, wie ganz offensichtlich bei den meisten hier.

    Ich z.B. folge einigen ausgewählten twitterern, von denen zu 90% potentiell relevante und informative »Nachrichten« kommen. Ob das jetzt vom Fontblog ist, vom Webstandardsmag, Webzeugkoffer Björn Seibert oder Gerrit van Aaken.
    Von Ausnahmen die Richtung Smalltalk gehen und zu ertragen bzw. sogar unterhaltsam sind abgesehen finden sich da interessante Linktipps, Hinweise und Infos, und ergeben sich oft genug interessante »Gespräche«, und Informationen werden gefiltert und sparen mir sogar noch Zeit – da ich nicht selbst jeden Blog abgrasen muß etc. da die Interessen in groben Zügen übereinstimmen und man die Informationsflut sozusagen im Kollektiv filtert.

    Da schreibt keiner darüber, daß er gerade seine Katze kocht oder den Kaffee füttert – ob ich twitterern die solche Infos absondern folgen will, entscheide ich ja selbst. So wie ich selbst entscheide ob ich die SZ oder die BILD lese, wie ich selbst entscheide ob ich 9live oder arte gucke, so wie ich selbst entscheide mit wem ich mich abends auf ein Bier treffe, so wie ich selbst entscheide ob ich das dt oder den katzenblog lese.

    Von daher: ob man twittert oder nicht, das muß jeder selbst wissen. Aber man sollte nicht auf Basis dürftiger Infos und Vorurteile aus zweiter oder dritter Hand (ver)urteilen, nur weil es gerade »in« ist pro oder contra zu sein.

  38. Ich glaub ich war noch nie auf der Website von Twitter :-))…juckt mich eigentlich auch nicht, weil “nicht schon wieder irgendein Webdienst” ich schaffe es kaum irgendwelche andere Portale zu pflegen und da soll ich noch nen Vogel bekommen? Nein danke!

  39. @ Daniel

    Ich gehöre mit Sicherheit zu denjenigen, die vorschnell urteilen, also genau der kritischen Masse, die du angesprochen hast. Auch wenn deine Argumentation nachvollziehbar ist, stellt sich mir die Frage, ob es wirklich zeitsparender ist, sich mühselig die guten “Twitter-Streams” rauszusuchen, um anschließend davon profitieren zu können, oder ob dazu nicht auch einfach ein Feed-Reader reicht. Denn das nächste Problem ist ja die Dezentralisierung und die Zunahme von Redundanz: Wenn ein Webmaster über seinen neuen Artikel auch noch twittert, wird entweder RSS oder Twitter überfällig. Und da ist mir dann RSS doch lieber.

  40. Am Anfang dacht ich auch: was für ein Sch…
    Aber wenn man sich an die richtigen Leute hängt und selbst gute Fundstücke preis gibt, ist es eine unterhaltsame und sehr lehrreiche Sache – das Twittern ;-)
    Ich persönlich konnte schon sehr von den Linktipps profitieren

  41. Ein Hoch auf die Reduzierung zwischenmenschlicher Kommunikation auf 140 Zeichen.

    Twitter.com ist für mich nur eine weitere, zudem ziemlich belanglose, Kommunikationsplattform, die nicht wirklich hält, was sie verspricht. Wer möchte sich schon gern auf eine Stufe mit Demi Moore und Ashton Kutscher stellen???

    Ich nicht. Gott bewahre.

  42. @Philipeit

    Man muß sich diese ja nicht mühevoll raussuchen. Wenn man z.B. den Blog von XYZ regelmäßig liest, bei XING mit ihm/ihr in Kontakt steht oder die Person privat kennt, und sieht der/die twittert, dann folgt man ihm einfach mal.
    Aus dessen ReTweets ergeben sich dann wieder neue interessante Kontakte, denen man dann ggf. folgt.
    Das ist dann auch alles andere als eine »Flut«, man stellt sich ja seine »Flut« selbst zusammen, beginnt nur mit 2-3 denen man folgt, die 5-10mal am tag was twittern, und mit der Zeit werden es vielleicht 10 oder 20. Alles darüber hinaus geht dann in die Regionen die hier offenbar von vielen irrtümlichweise als MUSS beim twittern angesehen werden: Masse statt Klasse. DANN macht das in der Tat weder Sinn noch Spaß.

    Wenn ich z.B. ALLES was die paar denen ich folge von sich geben abends erst lesen kann, weil ich den ganzen Tag nicht dazu kam, dauert das 5Min. mehr nicht. Nicht länger als zu schauen was im DT an Einträgen und Kommentaren vorhanden ist.

    Was mich so aufregt sind all die Aussagen hier, die auf komplett falschen Annahmen basieren. Vorurteile, totale Unkenntnis und Ignoranz. Man ist dagegen, auch wenn man es gar nicht verstanden hat.

  43. [...] 28. Mai 2009 von Julia Ganz unzweifelhaft beschäftigt mich Twitter ziemlich (manchmal verblüfft mich das ja selbst), weswegen ich dem Thema schon ein paar Bekenntnisse (Twitter-Hilfe als Selbsthilfe?, Bekenntnis-Gezwitscher und Wozu Twitter?) gewidmet habe. Bei Text de luxe habe ich soeben einen lesenswerten Beitrag gefunden, in dem sich Tina ziemlich darüber wundert, weswegen das Zwitscher-Tool so viele Also-ich-twitter-ja-nicht-Bekenntnisse [...]

  44. Die Essenz des Artikels hätte gut in einen “Tweet” gepasst, und wäre da auch besser aufgehoben gewesen ;)

    “Ich twittere nicht, weil es einen guten Grund gibt, weshalb Banalitäten wenig Aufmerksamkeit zufällt. Wenn der Kaffee umkippt hole ich lieber einen Lappen und schreibe nicht darüber.”
    Genau das hast du gerade gemacht. Der schwarze Twitter.com-Kaffe kann eben doch nicht ganz ignoriert werden – schade.

    Ich lese lieber deine Artikel und die Kommentare. Meist ist die Länge sogar ein Qualitätsmerkmal. Twitter ist da nix. Ein DT-Buch würde mir eher gefallen (Artikel + Kommentare + roten Faden). #qualität+ #tiefe+ #entschleunigen+

  45. Twitter ist nichts für mich. Ich brauche meist zwei oder drei SM um meine Nachricht unterzubringen. Glücklicherweise gibt es bei den SM so gesehen längst keine Begrenzung mehr auf eine bestimmte Zeichenanzahl. Das ist ähnlich wie beim Telefon in erster Linie eine Kostenfrage.

  46. Naja. Die Gründe mögen sinnvoll erscheinen. Aber wer ist schon ein Nicht-Twitterer, um da eine kompetente Liste von Gründen dagegen aufzulisten? [da hält man doch einfach lieber die Klappe, sorry] Twitter ist definitiv nicht für alle – das ist OK so. Aber wenn man Gründe gegen Twitter lesen soll, dann lieber von Leuten, die was davon verstehen.

  47. Aber wenn man Gründe gegen Twitter lesen soll, dann lieber von Leuten, die was davon verstehen.

    Das Unterstellen von Inkompetenz ist natürlich ein probates Mittel. Auf der Skala der Widerspruchshierarchie nimmt solch ein Kommentar allerdings einen der unteren Plätze ein. Interessant wäre es ja gewesen, wenn die aufgeführten Argumente in irgendeiner Weise widerlegt worden wären oder aber zumindest – wie von einigen Kommentatoren – eine Gegenposition eingenommen würde, um mögliche Vorteile aufzuzeigen. So aber verpasst Du, lieber Sam, die Chance mich und die Leser davon zu überzeugen, dass Du mehr Ahnung hast als ich.

  48. Ich muss sagen, einen weiteren Kanal zu nutzen wäre mich auch zuviel. Erfreulich ist, dass ich per twitter, yammer (firmenintern) und social network sites meine emails mehr und mehr vernachässigen kann – hoffe bald meinen email client vom rechner löschen zu können.
    Also für als Vision keine weiterer Kanal sondern Ersatz.

  49. Achim Schaffrinna,

    ich habe null Interesse daran, dich davon zu überzeugen, Twitter zu nutzen. Auch keine Lust auf eine Diskussion darüber. Wie ich geschrieben habe, ist Twitter definitiv nicht für alle – was soll ich da versuchen, einen Twittergegner davon zu überzeugen? Niemand hat was davon. Auf diese “Chance” verzichte ich gerne.

    Mein Punkt ist: zu diesem Thema soll man lieber schweigen als grosse Argumente auflisten, wenn man das Medium nicht kennt. Mein Punkt hat wenig damit zu tun, ob Twitter nun für dich wirklich geeignet oder hilfreich wäre.

  50. Dieses Schwarz und Weiß – Twitteranhänger und Twittergegner – ist reichlich eindimensional, führt auch zu nichts außer zu Mauern in den Köpfen. Nur weil man keine Kurzmeldungen schreibt, wird man nicht automatisch zum Gegner. Ich halte nichts davon Fronten aufzubauen. Ich erkenne sehr wohl die Vorteile, die Twitter für einige Wenige bietet, habe jedoch Bedenken, ob der Hype um Twitter gerechtfertigt ist. Derzeit arbeitet Google an Wave. Vielleicht wird es Twitter in 5 Jahren nicht mehr geben.

    Die aufgeführten Argumente sollen lediglich belegen, weshalb ich stiller Beobachter bleibe. Andere Kollegen bloggen, dass sie nun mitzwitschern. Ich schreib halt, dass mir daran nichts liegt. Sicher ist das für Einige belanglos, hat aber etwas mit meiner Vorstellung von Transparenz zu tun.

  51. Ich kann mit Twitter irgendwie nichts anfangen. Habe wirklich versucht diesen Hype nachzuvollziehen und festgestellt, dass ich nicht jeden Trend mitmachen muss. Ich halte es schlichtweg für unnötig die ganze Welt über meinen Tagesablauf zu informieren, was mir auch zu zeitaufwändig wäre. Für interessantere Statements nutze ich andere Plattformen. Aber naja, wer’s mag.

  52. Ich twittere auch nicht, und mir fehlt nix! Ich finde auch, man muss nicht auf jeden fahrenden Zug aufspringen. Wenn ich den jetzt nicht nehme kommt bald der nächste. Ich habe eh das Gefühl, das mir das Bloggen und Posten mehr Zeit raubt, den eine Bereicherung ist.

  53. ich twitter nicht

    ich könnte mir zwar vorstellen den ganzen tag über jede belanglosigeit zu twittern, aber anderen zu folgen ist die wohl die größte zeitverschwendung, für mich jedenfalls.

    schön dass das umfrageergbenis auf meiner welle liegt, bisher hatte ich immer das gefühl mich entschuldigen zu müssen nicht zu twittern obwohl ich im webbusiness tätig bin

  54. Ich befinde mich gerade im Twitter-Versuchsstadium: twitter.com/blickpunkt

    Mein bisheriges Zwischenergebnis: Während des Surfens bin ich geneigt, fast inflationär Posts rauszuwerfen. Allerdings bleibt – im Gegensatz zum bloggen – die Qualität auf der Strecke. Obwohl ich schon Tweets à la “trinke Kaffee” zu vermeiden.

    Zum lesen anderer Tweets komme ich momentan gar nicht.

    Mal sehen, wie das Ganze in zwei Wochen aussieht.

  55. “Das Thema Twitter interessiert mich nicht.”

    ich muß ja auch nicht von der brücke springen
    nur weil es einer vor macht und andere es toll finden…

    überspitzt dargestellt…

  56. Da fehlt für mich noch eine Auswahlmöglichkeit bei der Umfrage:

    Ich nutze Twitter. Allerdings nur im geringen Maße, mit geschütztem Tweet und nur zu minimalen, kurzen Kommunikation mit ein paar Leuten, mit den es aus Zeit- und Entfernungsgründen schwer fällt Kontakt zu halten, aber wichtig ist, diese nicht aus den Augen zu verlieren, sei es privat oder beruflich.

  57. soweitstimmt das schon, aber man muss ja nicht unbedingt den leuten folgen die über einen umgekippten kaffe twittern, oder die anscheinend fakes verbreiten
    leute die unwichtige dinge twittern finde ich selber sehr nervig
    habe aber durch twitter schon viele neue seiten und leute kennengelernt

    André

  58. Ein zusätzlicher Grund nicht zu zwitschern ist der „Fluch der ständigen Erreichbarkeit“. Ich lebe auch ohne Mobiltelefon recht gut …

    Eine Anmerkung nebenbei: Seltsam, wenn hier in einem Blog, das sich u. a. mit Typografie beschäftigt, andauernd englische Anführungszeichen benutzt werden. Ich als Schriftsetzer und Mediengestalter halte das geradezu für eine Sünde.

  59. In meinen Augen das Hauptargument Twitter zu nutzen:

    Um z.B. einen Website-Relaunch zu kommunizieren, reichen 140 Zeichen allemal (selbst ohne URL-Shortener). Man braucht für solche Informationen meistens keine komplette Coverage (Screenshots, Infos, Kommentare usw). Man will einfach die schnelle Info.

    Ich sehe Tweets als eine Instant-Message von vielen interessanten Leuten.

  60. Eines wird bei den Kommentaren deutlich: Wer twitter nicht nutzt, versteht es nicht. Man muss sich über einen längeren Zeitraum damit auseinandersetzen, dann versteht man, dass twitter völlig unvergleichlich ist. Eine echte Bereicherung. dt auf twitter wär super.

  61. twitter kann dann Sinn machen, wenn das Medium auf der Webseite oder dem Blog eingebunden wird. So kann kurzfristig auf Ereignisse reagiert werden, es kann eine schnelle Meldung veröffentlicht werden und der ausführliche Bericht folgt, …

  62. Ich verstehe deine Gründe und hatte lange auch Vorbehalte. Inzwischen habe ich auch mit twittern begonnen, weil ich einfach erfahren wollte was die Leute daran finden und ob es etwas für mich ist.
    Ich muss zugeben ich habe nur bedingt Spaß daran gefunden, nutze es aber dennoch sporadisch, da es schnell und kompakt Informationen aus vielen verschiedenen Quellen bietet. So ganz werde ich mich aber vermutlich nie daran gewöhnen können.

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