Staatstheater Wiesbaden – Logo

Hessisches Staatstheater Wiesbaden mit neuem Erscheinungsbild

Staatstheater Wiesbaden – Logo

Mit der Spielzeit 2014/2015 erhält das Hessische Staatstheater Wiesbaden ein neues Erscheinungsbild. Hintergrund für die Veränderung des Corporate Designs ist der Wechsel innerhalb der Intendanz.

Für Uwe Eric Laufenberg, der fortan neuer künstlerischer Leiter des Hauses ist, ist es die dritte Intendanz nach dem Hans-Otto-Theater Potsdam (2004–2009) und der Kölner Oper (2009–2012). Dieser Tage stellte er sein Leitungsteam und das ebenfalls überwiegend neue Ensemble vor. Gleichzeitig wurde ein neues Corporate Design samt Logo für das Staatstheater Wiesbaden präsentiert, das diesen Neuanfang reflektieren soll.

„Natürlich haben wir Sehnsucht nach einer Heimat. Wenn nichts beständig erscheint, möchten wir doch einen Ort, wo wir uns aufgehoben fühlen, wo wir weinen und lachen können, wo wir willkommen geheißen werden, egal woher wir kommen, wer wir sind, was wir verdienen oder zählen. Unser Theater in Wiesbaden möchte ein solcher Ort sein.“, so Laufenbergs einleitende Begrüßung im Spielzeitheft 2014/2015.

Hessisches Staatstheater Wiesbaden – Logo vorher und nachher

Generell werden ja gerne unter einer neuen Intendanz allerlei Dinge auf den Kopf gestellt. In Wiesbaden greift man die Redensart visuell auf und setzt das neue Logo stets Hochkant in Szene. Unkonventionell war bereits die bisherige, an Bögen ausgerichtete Wortmarke, die nun ebenso ausgedient hat wie Rot als Hausfarbe. Stattdessen basiert das Farbkonzept auf einem Zusammenspiel aus mint-grünen Tönen, die mit schwarzweißen Fotografien kombiniert werden. Als Hausschriften kommen nun die Tungsten und die Abril zum Einsatz.

Für die Kreation zeichnet die Agentur Formdusche verantwortlich.

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16 Kommentare zu “Hessisches Staatstheater Wiesbaden mit neuem Erscheinungsbild

  1. Ich denke es macht Sinn, dass Logos normalerweise unser Lesegewohnheit folgen. Durch die vertikale Ausrichtung wird das Logo schwer lesbar und sperrig in der Einsetzbarkeit. Merkt man z.B. im Einsatz des Logos im Website-Entwurf. Weil es nicht in den Header passt, wird es in den Footer verbannt. Und ob nun diese vertikale Ausrichtung unsere „Sehnsucht nach einer Heimat“ bedient – uns ein Ort verspricht, „wo wir uns aufgehoben fühlen“, wage ich zu bezweifeln.
    Typografisch ist die Zusammenstellung der schmalen geometrischen Grotesk und der dynamischen Antiqua auch nicht unbedingt ein Leckerbissen.
    Auf dem Plakat „Dürfen wir Ihnen den Kopf verdrehen?“ mag die Mechanik eventuell funktionieren – innovativ ist sie aber nicht mehr.

    • Aufgabe der Kunst ist es Gewohnheiten in Frage zu stellen, aufzubrechen und generell unbequem zu sein. Dieser Anspruch* wurde auf die Typo übertragen. Manchmal muss man sich eben bewegen – geistig oder körperlich – um Dinge zu verstehen.

      *ob das Programm des Theaters diese Ansprüchen erfüllt kann ich nicht beurteilen

    • Durch die Drehung des Logos wird es zum Zeichen. Man muss es nicht mehr lesen, wenn man es einmal mit dem Staatstheater verknüpft hat. Durch die prägnante Form und den Strickstärkenkontrast hat es ausreichend Charakter um sich von anderen Zeichen abzuheben.
      Das Farbkonzept und die Schriftmischung gefallen mir sehr gut.

  2. Der Hinweis mit dem Zeichen ist sehr gut! Es wirkt sehr eigenständig durch diese Drehung, ich war auf den ersten Blick begeistert!

    Die begleitende Grafik ist zeitgemäß und stimmig – also nicht außerordentlich mutig aber dennoch gut gemacht.

  3. antiseptisch & steril, schläfrig & debil, teuer & sinnfrei – als ob diese seilschaften im abo freihändiger vergabe nicht merkwürdig genug seihen, produktiv sind sie jedenfalls nicht…

    • Kommt gut hin. ;- )
      „Verkopft “ haben Sie noch vergessen. Verkopft wie bei vielen Sachen mit „Kunst“ ist das Logo-Ergebnis und verkopft ist die schräge Beweihräucherung ähm positive Argumentation drumherum.

      Kunst und Provokation = ergibt meist ein sehr schlechtes, verkopftes Logo.
      Einzig das neue Logo der Kunsthalle Wien könnte da in diesem quälend langweiligen Reigen eine etwas bessere, lebendige Ausnahme machen.

      • ja, verkopft kann man bei Formdusche immer gut – mit der halbwertszeit einer saison und dem durchgebrachten erbe für dann dazu eingekaufte design-preise. – fragt sich, wie Laufenberg dem steuerzahler von Döhlens adoption erklärt – gibt´s in Hessen keine Heimat-Agenturen ???

    • Offenbar hat man nicht nur in Mainz, sondern auch in der Nachbarstadt Wiesbaden ein Faible für Berliner Agenturen … wenn’s von da kommt, muss es ja wohl gut sein, oder? Die Rhein-Main-Agenturen scheinen nicht sonderlich beliebt bei den hiesigen Theatermachern zu sein …

  4. Man kennt sich halt: Formdusche hat nicht nur Laufenbergs persönliches CD gestaltet, sondern zu seinem Spielzeitantritt auch das Erscheinungsbild der Kölner Oper – wie ich finde, übrigens wirklich genial.

    Die neue Arbeit für Wiesbaden fällt im Vergleich m.E. ab.

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