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Hamburgs neues Stadtportal

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Das offizielle Stadtportal der Freien und Hansestadt Hamburg wurde relauncht. Seit gut einer Woche kann es nun mit Responsive Design aufwarten. Damit ist es das erste Portal einer deutschen Großstadt, das mit Hilfe einer reaktionsfähigen Oberfläche zugleich Desktop-PCs wie auch alle mobilen Endgeräte gleichermaßen umfangreich bedient.

„Wir verschaffen dem offiziellen Stadtportal für Hamburg einen modernen Auftritt und machen das Portal fit für die Zukunft im mobilen Internet.“, so Axel Konjack, Geschäftsführer von hamburg.de.

Im größtmöglichen Format erreicht der Webauftritt nun satte 1.360 Pixel in der Breite. Einher mit dem großen Format geht eine Vielspaltigkeit, die der Übersichtlichkeit nicht unbedingt förderlich ist. Hierzu muss man sagen, dass Hamburg.de seit je her über eine äußerst üppiges Angebot verfügt. Bis zu 7 Spalten und eine Banner-Dichte, die im Umfeld deutschsprachiger Stadtportale ihres Gleichen sucht, kennzeichnen das Stadtportal, das in weiten Teilen von einer massiven Reizüberflutung geprägt ist. Das vermag auch die bessere Technologie nicht ändern.

Ob man den Zugang zu den Behörden im Stile eines Magazins anlegen muss, erscheint fraglich. Mehr klassischer Führer, weniger redaktioneller, aus dem Hause Axel Springer getriebener Schnick-Schnack wäre hier vermutlich zweckdienlicher. Auch die Lesbarkeit und Erfassbarkeit der Hauptnavigation im aufgeklappten Zustand lässt ob der Zeilensprünge doch zu Wünschen übrig.

Rein visuell wäre der weitestgehende Verzicht der bisherigen Corporate-Farbe Blau zu bemängeln, was auch ein Nutzer auf Hamburgs Fanpage tut. Dem schließe ich mich an, weniger aus formal-ästhetischen Gründen, sondern vielmehr, da Hamburg.de sich auf diese Weise vom Erscheinungsbild von Hamburg Tourismus wegbewegt, der gesamte Markenauftritt der Stadt somit uneinheitlicher wird.

Auf der Fanpage erntet der neue Auftritt durchweg positives Echo. Wäre interessant zu erfahren, wie Nutzer urteilen, die eine weniger ausgeprägte Affinität zur Stadt mitbringen und mal schnell und einfach einen Behördengang online erledigen möchten. Hier sehe ich mehr Hürden als Hilfen.

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