Uni Bozen T-Shirt

Freie Universität Bozen mit neuem Corporate Design

Uni Bozen Logo

Die Freie Universität Bozen, 1997 gegründet, hat sich erstmals ein neues visuelles Erscheinungsbild zugelegt. Das Corporate Design wurde im Rahmen eines fünfmonatigen Projektes universitätsintern konzeptioniert und realisiert und soll ein „authentisches Auftreten“ gewährleisten sowie die Sichtbarkeit der Universität verbessern.

Der Neugestaltung vorausgegangen war eine Online-Umfrage, bei der sich eine große Mehrheit der rund 700 Befragten für die in Minuskeln gesetzte Wortmarke „unibz“ aussprachen.

Zur Herleitung der Logoform heißt es: „Der Gedankenstrich vor und nach der Abkürzung unibz zeigt an, dass es etwas vorher gab und nachher geben wird. unibz ist ein Einschub, eine Zeitspanne im Leben unserer Studierenden, ProfessorInnen und MitarbeiterInnen. Weiters verdeutlicht der Gedankenstrich den Kontext, in welchem die Freie Universität Bozen agiert. Südtirol und insbesondere die Bildungseinrichtung Universität liegen an der Schnittstelle verschiedener Sprachen und Kulturen. Die beiden Querstriche ober- und unterhalb des Logos kreieren einen Rahmen, um die Abkürzung unibz und definieren so einen Weißraum, in dem die Wortmarke wirken kann.“ (nachzulesen im entsprechenden Corporate-Design-Handbuch).

Uni Bozen Logo – vorher und nachher

Das Siegel der Freien Universität Bozen tritt im Corporate Design in den Hintergrund, bleibt jedoch als wichtiges Element bestehen. Im Gegensatz zu früher wird das Siegel nicht mehr zusammen mit der dreisprachigen Universitätsbezeichnung kombiniert.

Im Zuge der Neugestaltung, für die eine Gruppe von Studierenden und Absolventen der Fakultät für Design und Künste unter der Leitung von Prof. Giorgio Camuffo verantwortlich zeichnen, wurden auch die Fakultätsfarben aktualisiert und aufgefrischt. Hausschrift der Freien Universität Bozen ist weiterhin die DIN; in ihr ist auch die neue Wortmarke gesetzt.

Uni Bozen Fakultäten

In einem Video werden Hintergründe zum Redesign erklärt.

Mediengalerie

9 Kommentare zu “Freie Universität Bozen mit neuem Corporate Design

  1. Das Redesign ist aus meiner Sicht ein bedauerlicher Schritt rückwärts. Die DIN Schrift ist viel zu verbraucht und entbehrt jenen humanistischen Geist, der eine Universität auszeichnen sollte. Besonders unglücklich wird das Ganze dann noch dadurch, dass die Gestalter nicht die ‚gute‘ FF Din verwendet haben sondern eine ältere bzw. primitivere Variante, die zu wenig Modulation in den Strichstärken aufweist. Das macht sich besonders bei der hier vorliegenden Buchstabenkombination (‚u‘, ’n‘ und ‚b‘) an den Verbindungen zum Stamm bemerkbar.
    Die Striche oben und unten, wirken auf mich wie eine grafische Persiflage auf das DIN Logo.

    Zu guter Letzt und deshalb finde ich es einen Schritt Rückwärts, ist das Siegel, was nun auf das Abstellgleis geleitet wird, ein sehr gutes Universitätslogo, da hat kein erkennbarer Handlungsbedarf bestanden. Es ist formal schön gestaltet und schafft eine gute Balance zwischen Tradition und Modernität, etwas was viele vergleichbaren Marken nicht gelingt. Lediglich die Kombination aus der OCR Schrift und der Typografie der Universitätsbezeichnung funktioniert noch nicht so recht.
    Der sprachliche Widerspruch „Das Siegel der Freien Universität Bozen tritt im Corporate Design in den Hintergrund, bleibt jedoch als wichtiges Element bestehen.“ macht eigentlich schon klar, dass das ein unbedachter und stiefmütterlicher Umgang damit ist.

  2. seehr blasse Angelegenheit … hier schwingt das aufregende Leben des durchschnittlichen Informatikstudenten mit. So gar nicht „young & fresh“ wie behauptet.

  3. Finde ich gar nicht mal schlecht – über die DIN könnte man natürlich diskutieren. Aber die Striche implizieren für mich auch etwas wie: „hier bist du als Student in einem geschützten Raum – in Bozen“ – es ist so eine Art Dach und ein Boden. Da habe ich schon Schlechteres gesehen. Zumal man das Logo ja variieren kann, je nach Fachbereich. Vielleicht hätte ich die „Gedankenstriche“ über das gesamte ‚unibz‘ gemacht, um wirklich auszudrücken, dass es nicht nur um die Stadt Bozen, sondern um die Stadt UND die Uni geht.

  4. Wieviel man (sich) in zwei belanglose Gedankenstriche einreden kann…

    Durch diesen Schritt fehlt der Uni etwas besonderes, etwas „instituionelles“.
    Das könnte ein Logo eines Colleges in den USA sein; nicht aber einer Universität in Europa.

    Und zudem: eine Universität mit einer Design-Fakultät macht mit ihren Logokreationen
    eine Onlineumfrage!? Da fehlt wohl das Selbstvertrauen, selber was gutes schaffen zu können.

  5. Ich sehe eine liegende Rakete (oder Pillermann, hihi). Aber das ist nur in meiner Phantasie.

    Tatsächlich ist das jedoch nur ein sehr langweiliges, austauschbares Logo, welches die meisten Leute höchstens „Sachlichkeit“ assoziieren lässt. Authentisch ist das Logo also nur, wenn die Uni langweilig und austauschbar ist.

    Und „Sichtbarkeit“ verbessern? Wie erreicht das dieses Logo? Ist ein solch typografisches Logo auffällig?

  6. Ein schönes Beispiel wie sich Design der Realität entzieht (verkopft). Sicherlich hat Design und was damit zusammenhängt, immer was mit der eigenen Interpretation zu tun. Bei diesem Beispiel hier ist der Ansatz richtig, nur das Ergebnis total belanglos. Wenn doch die Entscheider wenigstens den Mut gehabt hätten, die alte Bildmarke neu aufleben zu lassen und daraus eine Herleitung auszuarbeiten, dann hätte das ganze Projekt „Redesign“ eine glückliche Wendung bekommen. Das Ganze wird noch abgerundet, indem die alte Bildmarke aus Verlegenheit mit integriert wurde, weil es dem Ganzen doch was gefehlt hätte. Naja

  7. „Unter den Talaren der Muff von 1000 Jahren.“ Das assoziiere ich mit dem alten Siegel. Schade, dass sie es nicht ganz abgeschafft haben. Da wird wohl der Lord-Siegel-Verwalter interveniert haben.
    Oder mit anderen Worten, mir gefällt das neue Design. Kein Gekaspere um Tradition etc.., einfach der Hinweis, wir sind eine moderne Uni, bei uns wird gelehrt und geforscht, der Sache wegen, sei bei uns Student, lerne für’s Leben, du bist willkommen.
    Sehr angenehm.
    Die neutrale, dennoch freundliche Schrift transportiert dies. Dass, die Schrift nicht ganz neu ist und schon von anderen verwendet wurde, ist egal, da sie ja gerade sehr neutral ist, man sich also nicht schnell satt sieht. Evtl. passt es bei den anderen ja auch.

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