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Forum Mediendesign 2013 – #Heading

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Unter dem Motto „Heading“ sprechen dieses Jahr renommierte und ausgezeichnete Designer und Gestalter beim 7. Forum Mediendesign im Filmforum des Museum Ludwig. Veranstalter ist der Studiengang Mediendesign der Rheinischen Fachhochschule Köln (RFH), Termin ist Samstag, der 9. November 2013 von 14-22 Uhr. Die Veranstaltung ist für alle Interessierten offen, der Eintritt ist frei. Sprecher und Programm unter: forum-mediendesign.de

Prof. Martin Teschner, dessen Studenten für die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung verantwortlich sind, schildert mir gegenüber die Entstehungsgeschichte hinter dem Veranstaltungsmotto. Weil seine Schilderungen einen wunderbaren Einblick in das Werden einer Kampagnenidee geben, möchte ich sie gerne an dieser Stelle öffentlich machen.

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„Die Studierenden (4. Sem. Mediendesign) erhielten im Sommersemester die Aufgabe, Thema, Konzept und crossmediale Umsetzungen zum diesjährigen Forum Mediendesign zu entwickeln. Dazu schlüpften sie in einem Projektkurs unter der Leitung von Prof. Stefan Ludwigs in die Rolle einer Agentur, wobei jedes Gruppenmitglied einen spezifischen Agenturjob übernahm, z.B. als Projektleiter, Creative Director, Account Manager etc.
Auftraggeber und Kunde war Prof. Martin Teschner, der das Forum Mediendesign seit sieben Jahren organisiert und gestaltet.

Eins war klar: es ist ein reales Projekt mit allem Drum und Dran, das am Ende umgesetzt wird. Das erzeugte gehörigen Druck. Den elf beteiligten Studenten fiel zunächst – trotz erheblicher Anstrengungen –  auch prompt nichts Brauchbares ein. Und so machten sie aus der vermeintlichen Not eine Tugend, in dem sie diesen Ideen-Notstand bewusst betrachteten und zu folgendem Schluss kamen: Für einen Designer oder Kreativen gibt es nichts Schlimmeres als eine Kreativblockade. Die Studenten nannten diesen Zustand „Heading“ und definierten ihn folgendermaßen:

Hea|ding [‚hε:dıŋ], das; -s <engl.> (spaß. eine statische Körperposition, bei der der Kopf der Kontaktpunkt vor einem offensichtlichen Hindernis ist; diese behindert ihn in seiner Funktion als Denkorgan: Vgl. „head“ (engl.) für Kopf + „-ing“ (Present Progressive) für eine Handlung, die im Moment geschieht); Jugendbewegung aus dem Jahr 2013, welche das Internetphänomen Planking (2010) weiterentwickelt durch Hinzufügen einer weiteren Bedeutungsebene: Kreativer hat Blockade entspr. Rda. „Brett vorm Kopf“; lehnt sich mit dem Kopf steif wie ein Brett z.B. an Wand an.

„Heading“ symbolisiert eine Kreativblockade und stellt diese auf eine metaphorische Weise dar. Der Kreative steht bildlich gesprochen mit dem Kopf vor der Wand. Ihm fehlen die Ideen und damit verfällt er in eine kreative Schockstarre, das Heading.

Das Forum Mediendesign greift dieses Thema auf, um die Angst vor der Kreativ-Blockade zu nehmen. Die Studierenden haben nach umfangreichen Beobachtungen bei Kreativen und sich selbst festgestellt, dass sich Menschen an den Kopf fassen, ihn an Schultern anlehnen oder auch komplett auf dem Tisch ablegen, wenn sie nicht weiterkommen. Das Problem war also erkannt. Die Lösung lag danach recht schnell auf dem Tisch: Das Forum Mediendesign 2013 bietet allen Interessierten eine Plattform zur Inspiration und damit die Basis für neue Ideen. Danach ist „Heading“ (hoffentlich) kein Thema mehr.

Dazwischen lagen lange Tage und noch längere Nächte, in denen die Kampagne entwickelt, gestaltet und umgesetzt wurde: es wurde entworfen, verworfen, gestritten, neu angefangen, präsentiert, gestaltet, optimiert, weiter optimiert, fotografiert, präsentiert, alles abgeschossen (von den Profs), ein ganzes Wochenende besser fotografiert, retuschiert, ins Reine gestaltet, wieder präsentiert, weiter optimiert, realisiert, gefilmt, animiert, geschnitten, vertont, programmiert, getestet und so lange an allen Details geschraubt, bis es passte.

Das Ergebnis ist eine crossmediale Kampagne, bei der die Studierenden ihr gesamtes Know how praxisnah und unter realen Bedingungen gewinnbringend einsetzen konnten und außerdem eine Menge dazugelernt haben. Der Auftritt wurde für die Disziplinen Print (Plakate, CityCard, Programm), Video („Heading-Lehrfilm“ auf der Website), Web (Website und Social Media) umgesetzt. Dabei ging es neben Kreation und Realisation auch um Projektmanagement, Kostenkalkulation, strategische Konzeption, Kommunikationsmanagement, Medienplanung und -produktion.
Zu sehen sind die Ergebnisse zur Zeit in und um Köln, im Internet und natürlich am 9. November 2013  im Museum Ludwig beim Forum Mediendesign.“ (Prof. Martin Teschner, Rheinische Fachhochschule Köln, FB Mediendesign)

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