Finnair erneuert visuelle Identität

Finnair Logo

Die Fluggesellschaft Finnair erneuert ihre visuelle Identität. Im Rahmen der im Frühjahr dieses Jahres vorgestellten „Vision 2020″, wird das komplette Corporate Design inklusive des Firmenlogos, das Design der Flugzeugflotte (Interior/Exterior) und auch die Uniformen der Mitarbeiter erneuert. Aus der offiziellen Pressemeldung heißt es zu dieser Maßnahme: „Finnair orientiert sich dabei an den Erwartungen der Kunden: Individualität und Design erhalten einen noch höheren Stellenwert. Das Reiseerlebnis soll zu einem angenehmen, einfachen und frischen Paket entwickelt werden.“ So lautet denn auch folgerichtig der neue Slogan der Fluggesellschaft: „Designed for you“.

Wortmarke / Schriftzug

Stärker als bislang erscheinen Wortmarke und Bildmarke getrennt von einander. Eine Kombination aus beiden, wie im Vorgänger der Fall, ist im neuen Design nicht mehr vorgesehen. Die Buchstaben „NN“ im Schriftzug wurden neu gesetzt. Alle anderen Lettern wurden bei Beibehaltung ihrer Grundform modifiziert. Die neue Wortmarke wirkt aufgrund der neu hinzugefügten Schrägen kantiger, und dabei ähnlich technisch wie ihr Vorgänger. Hier einmal im Vergleich das von Kyösti Varis gestaltete Firmenlogo von Finnair (Großansicht), wie es von 1970 bis 2000 im Einsatz war.

Bildmarke / F-Emblem

Die Bildmarke, ein zu einem F geformter Rumpf eines Flugzeugs, tritt zukünftig eigenständiger auf, allerdings auch weniger häufig. In der Geschäftsausstattung ist es nicht mehr in Gebrauch und in der Konzernliteratur nimmt es eher die Stelle eines Schmuckelementes ein. Fester Bestandteil des Firmenlogos ist das F-Emblem nun nicht mehr. Blau und Weiß (Nationalfarben Finnlands) bleiben auch zukünftig die Primärfarben. Der Anteil weißer Flächen wird hierbei erweitert.

So sind etwa die Düsen und die Heckflosse der Maschinen mit Einführung des neuen Erscheinungsbildes weiß statt blau. Der bislang hier dargestellte hellblaue Bogen entfällt komplett. Das F-Emblem steht jeweils einheitlich blau auf weißem Grund.

Zu den Hausschriften zählt nach wie vor die Amplitude sowie ab sofort die ITC Caslon224. Letztgenannte kommt als Akzent innerhalb Subheadlines zum Einsatz. Die Amplitude hingegen löst nun beim Copytext die Legacy Serif ab. Sie wird zudem für große Überschriften genutzt.

SEK & Grey zeichnet für das Rebranding und Redesign verantwortlich.

29 Kommentare zu “Finnair erneuert visuelle Identität

  1. Das flugzeugförmige „F“ als Bildmarke finde ich eine schöne Idee (auch wenn es das schon vorher gab), aber irgendwie stört mich, dass es nicht zum „F“ der Wortmarke passt.

  2. Mich stört auch das nicht-passende F-Emblem am meisten (auch wenn die Idee gut war und ist), und ich bin mir noch nicht sicher, ob ich den Schriftzug nicht zu sehr technisch finde – „Designed for you“ passt da nicht, „Designed for our planes“ schon eher ;-) Auf der anderen Seite verbinde ich mit Finnland nun mal eher Kälte und kantige Formen, etwas weicheres wäre da möglicherweise auch fehl am Platz.

    Die Lesbarkeit hat durch die Änderung der beiden „N“s auf jeden Fall zugelegt.

    Ich vermute, die Rückseite der Heckflosse weißt wie bisher das Symbol in gespiegelter Form auf (http://www.leckerbisschen.de/bilder-flug/finnair_A330_300.JPG). Und jo, die „Umrüstung“ einer Flugzeugflotte ist sicher kein billiges Vergnügen.

    Je länger ist draufschaue, desto mehr mag ich’s.

  3. In der finnischen Presse stand als Kostenpunkt rund 10 Millionen Euro. Mit dem Hinweis, dass darin enthalten das Lackieren der Flugzeuge und die Erneuerung der Flugzeuginterieurs und der Uniformen sei – was ohnehin bevorstand.

  4. Ich find das Design sehr hübsch! Wenn vielleicht auch etwas gar unfarbig. Der Trend setzt sich fort, dass Airline häufig (Kostengründe?) auf aufwändige Anstriche verzichten. Lufthansa, SWISS, Finnair… alles weisse Flugzeuge mit ein bisschen farbiger Text. Hier würde ich mir ab und an etwas mehr Mut wünschen.

    Aber in meinen Augen ein seriöses, schönes und starkes Design.

    @Achim: Düsen = Triebwerke :)

  5. Die neue Wortmarke gefällt mir sehr gut. Schöne Arbeit. Wirkt aerodynamischer und moderner. Passend für eine Fluglinie. :) Die Anwendung auf dem Flugzeug ist schick. Allerdings weiß ich auch nicht so recht ob mir die dazugehörige Bildmarke gefallen soll oder nicht?!

  6. ist mir zu krüppelig und wirkt überhaupt nicht bequem oder angenehm. eher so, als würde man sich daran stoßen. das alte war besser, glatter, ruhiger… egal

  7. Wenn ich mir das A und das R (mit dem angeflanschten Füßchen) anschaue, bekomme ich – sorry – Brechreiz.Die Kantigkeit der übrigen Buchstaben wird hier ja schon fast grotesk überzeichnet. In Anbetracht der Tatsache, dass der Relaunch des Logos etc. ca. 10 Mio. Euro gekostet hat – incl. Folgekosten – frage ich mich, warum nicht mal eine optische Angleichung des sehr schönen „F-Logos“ mit der Wortmarke hinzubekommen war.

  8. Ich persoenlich finde den neuen Schriftzug von FINNAIR sehr gelungen.
    Vorbreite und Nachbreite, sprich die Dichte der Buchstaben geben dem Schriftzug im ersten Moment eine ausgewogene Anmut. Der Arm am F und die Balken im A und R sind vielleicht etwas zu schmal – die Punzen (Buchstabeninnenform) in A und R vielleicht etwas zu voll. Das Flattern der An und Abstriche, die Wellen, die nach einer längeren Betrachtung das Auge fesseln finde ich genial. Seht Ihr das? Aber was rede ich – Hut ab vorm Designer! Auch das Blau ist sehr seriös, 0,0 Prozent „Rot“, 20 Prozent Gelb, und 45,5 Prozent Blau. Man muss sich auch nicht unbedingt über die Trennung von F Emblem und dem neuen Schriftzug beschweren – es dient ja nur noch als Schmuckelement und ist kein fester Bestandteil des Firmenlogos.

  9. Der Schriftzug und die Flugzeuglackierung erscheinen etwas ungelenk. Da kommt weder Harmonie noch Spannung auf. Dass die Buchstaben sich nach oben hin teils dünne machen erschließt sich mir ästhetisch nicht.

  10. Losgelöst von der gesamten Wortmarke ist das R sicherlich keine Augenweide. Im Verbund mit den anderen Buchstaben finde ich es jedoch recht passend – und das ist die Hauptsache.
    Ich gehe davon aus, dass man bei dem Finnair-R versucht hatte, es an das Versal-R der Amplitude anzugleichen – einschließlich der »Tintenfalle« (ink trap).

  11. Die Tintenfalle beim R ist viel zu groß und deutlich geraten. Zum Ausgleich hätte man die obere linke Ecke des R mehr wie beim I daneben gestalten können, statt die Ansätze des A zu übernehmen.

    Die F-Bildmarke dagegen weist im Gegensatz zum alten Logo überhaupt keine sichtliche Verbindung zum Wort-Logo auf und trägt nicht zur Identifizierung der Marke bei. Man hätte sich mehr Courage gewünscht, einen Kompromiss zwischen Lesbarkeit der Wortmarke und Formgestaltung der Bildmarke zu finden, damit beides in Verbindung stehen kann. So ist es einfach nur ein unbequem anzuschauendes Stückwerk.

  12. Das R scheint ein Zusammenspiel aus dem A und einem horizontal gespiegelten I zu sein.
    Ergebnis: vermurkstes A und vermurkst gespiegeltes I ergeben hier das R.

    Warum sich die Anstriche zum Scheitel hin teils verjuengen erschließt sich mir auch nicht gaenzlich. Luft macht sich ja nach oben hin bekanntlich auch immer dünne.

    Die Gesamterscheinung finde ich trotzdem sehr interessant und gelungen.

  13. @Manfred: Das R als Einzelzeichen ist nicht besonders schön, aber innerhalb des Schriftzuges schon ok. Einen Schriftsatz bewertet man ja auch nicht an einzelen Buchstabendetails sondern an der Gesamtwirkung.

  14. Grauenhaft! Unglaublich verhunzte Schriftzeichen.
    Das alte Logo hatte wenigstens Charme. Eine altmodische ästhetische Qualität die an Fliegerei erinnert. Das neue Logo ist eine handgeschnitzelte, mundgeblasene, Formlosigkeit die vollkommen ins Schwimmen gerät wenn man sie länger als 1min ansieht. –

  15. Im Allgemeinen ist die Logoschrift schön und wirkt sehr dynamisch. Nur das „F“ von der Bildmarke sollte der Schrift des Logos angeglichen werden. Wirkt daher ein wenig konzeptlos.

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