71 Kommentare zu “ffn untersagt gemeinnützigem Verein die Verwendung seines Logos

  1. Mal abgesehen von der Frage, ob nun tatsächlich Verwechslungsgefahr besteht (ich sehe die auch nicht wirklich): Es sagt viel über ein Unternehmen aus, wenn es einem gemeinnützigem Verein eine kostenpflichtige Abmahnung zukommen lässt, statt den Dialog zu suchen. Denn auch wenn man vermutlich über die Verwechslungsgefahr streiten kann, ein absichtliches Abkupfern durch den Verein kann ich beim besten Willen nicht erkennen. Da lobe ich mir das sympathische Vorgehen von Jack Daniels letztes Jahr.

  2. Stellt sich die Frage wieso Freifeld e.V. überhaupt unterschrieben hat… oO
    Da hätte man es doch auch auf einen Rechtsstreit ankommen lassen können (und souverän gesiegt)?!

  3. Traurig hervorzuheben ist vorallem die Art und Weise wie FFN hier agiert. kommentare auf deren facebookseite à la „keine Angst wir haben schon ganz andere plattgemacht“ und ein derartiges „ist uns doch egal was auf unserer Facebook-Seite für ein Shitstorm tobt wir ignorieren es einfach“ zeigen die Mentalität dieses Senders zu deutlich.
    Es ist schön, hier auch von Experten des Designtagebuchs eine derartige Einschätzung bezüglich der biederen FFN-Logogestaltung zu hören!

  4. Gewonnen hat das ganze gerechterweise das „Freifeld Festival“. Das hervorragend gestaltete Signet hat aber auch überhaupt nichts mit dem drittklassigen Logo von diesem Duddelrradiosender ffn (stand auf Wickipedia von ffn unter Kritik, sowie der Plagiatvorwurf) Einzige Gemeinsamkeit sind die zwei ff s und die sind in komplett anderen Schriften. Nee Der „Duddelsender“ hat sich hier selbst disqualifiziert und ich wünsche dem „Freifeld Festival e.v.“ allen Erfolg den es verdient hat.

  5. Da hat sich FFN aber ein schönes Eigentor geschossen… ob der Imageschaden die 50.000 Euro nicht eventuell überschreitet? Es wäre zu hoffen.

  6. Uiuiui, da haben die Provinz-Funker sich sicherlich viele Freunde gemacht.

    Hoffentlich haben sie wenigstens ein gutes Programm, denn ihr Logo erinnert eher an eine Jalousien-Firma aus den 80er-Jahren. :-(

    Liebes Freifeld-Festival-Team:
    Wir machen Euch gerne ein neues Logo!
    Ein richtig schönes.
    Die Radio-Menschen werden vor Neid erblassen.

  7. Ich befürchte, dass FFN uns alle lediglich von dem schlechten Logo des Freifeld Festivals schützen möchte. Diese komischen Farben und Flächen ohne irgendwelche 3D Effekte. Welcher Idiot hat das denn offensichtlich bei FFN gestohlen und dann so schlecht umgesetzt? Ich möchte das hier mal richtig stellen:

  8. Als Außenstehender für mich einfach nicht nachvollziehbar, warum der Verein die Unterlassungserklärung nicht einfach abgelehnt hat. Der Verein hatte ja anwaltliche Unterstützung, muss diese doch über die Möglichkeiten in einem solchen Fall wissen.
    Außerdem kann man Prozesskostenhilfe beantragen.
    Da müssen noch andere Gründe eine Rolle spielen, denn jeder Laie erkennt, wie unähnlich die beiden Logos sind. Nicht mal die Schriftart der verwendeten Buchstaben „f“ ist die gleiche.
    Der Radiosender hat sich wohl gedacht: Besser schlechte Werbung als gar keine. Jetzt reden alle über ffn.

  9. Naja, bei einem Sender, der Menschen damit beschäftigt, für kleine Robben passende Namen zu suchen, muss man wohl davon ausgehen, dass sie das Geld bitter nötig haben. Auch aus meiner Sicht ist die Reaktion völlig überzogen. Die angeführten Argumente sind haltlos, und eine Parallele nicht zu erkennen – von der Existenz zweier Buchstaben mal abgesehen. Aber anscheinend hat ffn das Doppel-F gekauft. Ein Dreckladen, der den auf Facebook anhaltenden Shitstorm verdient hat. Als nächstes werden Frauen und Lingerie-Hersteller abgemahnt, die Doppel-F BHs tragen oder anbieten.

  10. Na da hauen sich ja alle Kommentatoren hier unisono gegenseitig auf die Schulter, das nenne ich mal spontan „selbsttröstende Gruppeneuphorie“ …

    Ich sehe sehr wohl deutliche Parallelen zwischen beiden Logos. Und das liegt zu allererst an den beiden – leider nun mal sehr prominent in Erscheinung tretenden – ff-Minuskeln, die schlichtweg der Eye-Catcher im Logo sind. Hinzu kommt die quadratische Rahmung.

    Da ist es zweitrangig, welche Farben ins Spiel kommen, denn Logos werden heute immer auch invers angelegt.

    Ich sehe die Verwechslungsgefahr auch deshalb, weil zudem der Eindruck entstehen könnte, der Radiosender hätte womöglich einen Relaunch seines Logos entwickelt, bei dem der blaue Winkel im Freifeld-Logo dem abstrahierten „n“ von ffn entspräche.

    Es wird nun mal zuallererst der Sender mit diese Logoausgestaltung assoziiert – sein Glück eben, dass sein – wenn auch biederes – Logo eine solche Einprägekraft entfaltet hat. Wer zuerst kommt, mahlt eben auch zuerst. Logo.

    Und außerdem unterstelle ich den Kommentatoren hier eine durchsichtige, politisch motivierte und infolgedessen emotional einseitige Parteiigkeit. Frei nach dem Motto: „Ooooch, der pöse pöse Dudelfunk haut das liebe, gute, wahre, gemeinnützige hehre Wiesenblumengutmenschenfest“.

  11. ich muss da „andere_ansicht“ voll zustimmen. ich hab sofort gedacht: oh, ffn macht ein festival. ist doch klar, dass diese assoziation kommt, besonders wenn sich beide logos in der gleichen branche bewegen.

  12. Sicherlich gibt es verschiedene Meinungen und auch verschiedene Argumente. Ich finde die Ausarbeitung trotzdem unterschiedlich, selbst wenn sie schwarz/weiß, invers oder sonst wie genutzt werden. Interessant finde ich vor allen Dingen die Vermutung, „der Radiosender hätte womöglich einen Relaunch seines Logos entwickelt“. Muss sich eine Gestaltung nicht nur im Hier und Jetzt abgrenzen? Ist auch die mögliche Weiterentwicklung/Wandlung anderer Logos in der Zukunft zu berücksichtigen? Das ist absolut lächerlich. Ich gehe davon aus, dass hier eine Menge Leute vom Fach (Experten) sitzen und sich äußern – allein dadurch sollte schon bewiesen sein, dass der Schritt und die Behauptung von FFN sehr kontrovers ist.

  13. @ MadJ

    Es geht nicht darum, das Logo mit einer „Zukunftsweiterentwicklungsschutzsphäre“ zu versehen, sondern um die nun einmal vorhandene visuelle Alleinstellungskraft des Signets, egal wie bieder, hässlich oder altmodisch es sein könnte. Anscheinend ist es dem Radiosender gelungen, durch die pure Gestaltung das Logo als Identitätsmerkmal stark an sich gebunden zu haben, so dass selbst schon leichteste Abwandlungen dem Sender zugeortet werden, indem beispielsweise (durch mich) intuitiv vermutet wird, es könnte sich um eine Modernisierung seines Logos handeln oder aber, was @ Jan assoziiert, dass der Sender ein Festival mit angewandeltem Logo plant.

    Nichts besser als ein solch funktionierendes Identitätsmerkmal – Job well done, was will man mehr?

    Das Logo zwingt somit zu einem sehr weiten „Gestaltungsabstand“, will man in der Region mit dem Doppel-F werden. FreiFeld ist das leider nicht gelungen, die eingelegten Rechtsmittel sind daher nachvollziehbar, auch wenn sie „hart“ anmuten. Klare Marktregeln gelten für alle, egal ob „heiliges Kinderkrebskrankenhaus“ oder „garstiges Heuschreckenfinanzbanksterinstitut“.

  14. Sorry, aber das Argument, es gäbe eine Verwechslungsgefahr, weil beide Logos mit einer ff-Ligatur beginnen, ist doch einfach nur an den Haaren herbei gezogen. Es gibt in der Lateinischen Schrift nunmal nur 26 Minuskeln und vielleicht ein Dutzend möglicher Ligaturen (von denen ff eine ist). Man kann doch nicht ernsthaft davon ausgehen, dass der, der ein solches drei Kürzel das erstemal in einer Allerweltsgrotesk setzt, auf immer und ewig die Rechte daran hat?!

    Wenn es wirklich wahr ist, dass ffn sogar dieses völlig stilfremde Logo gerichtlich verbieten lassen konnte, fragt man sich echt, ob sich die zuständigen Gerichte überhaupt bewußt sind, was für einen Schaden sie mit dieser weitgefassten Schutzauslegung anrichten? Im Endeffekt führt das nämlich nur dazu, dass sich das finanzstärkere und rechtlich skrupelloserer Unternehmen gestalterisch durchsetzt und findige Anwälte ein neues Betätigungsfeld bekommen.

    Ich find es eh problematisch, dass im Bereich des Corporate Designs das Urheberrecht mittlerweile fast vollständig durch das Geschmacksmuster- und Markenrecht verdrängt wurde und man bei der Erstellung eines neuen Zeichens eigentlich in juristische Tiefen vorstoßen müsste, die sich gerade viele kleine Unternehmen weder leisten wollen noch können.

  15. @ Martin:

    Noch diffuser geht deine Argumentation nicht? Das ffn-Logo arbeitet zwar mit lateinischen Minuskeln mit Inhaltsbezug über die Abkürzung „ffn“ als lesbares grafisches Element, aber das war es dann auch schon!

    Ein Logo lebt von kreierten Details, die Assoziationen auslösen, das geht deutlich über die schnöde Widergabe von Buchstaben hinaus! Und hier bildet die Doppel-F-Ligatur eine visuelle Einheit, die als zeichnerisches Element zusätzliche Wirkungsmechanismen bekommt. Das ist eine der Kernaufgaben eines zu entwerfenden Logos, das mit Buchstaben/Abkürzungen arbeitet. Da kommt es manchmal auf feinste Nuancen an, seien es ein Winkel, ein Bogen, ein proportionales Verhältnis usw. usf.

    Ich muss jetzt nicht noch weiter den Erklärbär geben, oder … denn das weißt du alles selbst hoffentlich auch, ich trau‘ dir das zu ;-)

  16. Könnte es sein, dass es bei Radio ffn auch hinsichtlich des „ff“ im Logo Unklarheiten gegeben hat? Es scheint mir fast so. Das Kürzel „ff“ wird heutzutage u.a. auf dem Microblogging-Dienst Twitter für den sog. „Follow Friday“ benutzt, ist also seit einiger Zeit recht poulär.

    Ich unterstelle mal pauschal, dass den Verantwortlichen bei ffn das nicht bewusst war und man dort alleine den Markenschutz im Auge hatte. Man ist ja – anders vielleicht als die Moderatoren – nicht im Tagesgeschäft. Und so kam das Eine zum Anderen, weil man noch dazu ein blaues Eckchen für ein „n“ gehalten hat.

    Fazit: Generation Print/Radio gegen Generation Internet. Hauptsache man verträgt sich.

  17. @Andere_Ansicht Deine Ansicht scheint Dir ja selbst nicht geheuer zu sein, denn sonst hättest Du dich nicht hinter der Anonymität versteckt. Wer gegen den Strom schwimmt – eine Haltung, für die ich viel Sympathie hege –, sollte gute Argumente haben, damit er dem Druck stand hält. Offen gesagt kann ich diese in Deinen Kommentaren nicht erkennen. Beispiel: „…zweitrangig, welche Farben ins Spiel kommen, denn Logos werden heute immer auch invers angelegt“. Für die Beurteilung der beiden Logos spielt es keinerlei Rolle, ob gemeinhin Logos auch invers gesetzt werden. Offenbar wird das Freifeld-Logo in erster Linie in weiß vor einem farbigen Hintergrund, das ffn-Logo jedoch in der Regel farbig auf weißem Hintergrund gesetzt. Bezogen auf den Markenschutz ist der Regelfall entscheidend, nicht die Ausnahme.

    Von „leichtesten Abwandlungen“ kann in diesem Fall zudem nicht die Rede sein. Die Unterschiede sind, wie schon ausgeführt, signifikant. Hier geht es nicht um irgendeine, Deine, meine Intuition, sondern um eindeutige Kriterien, nach denen beide Logos bewertet werden, in der Sache fair, möchte ich ergänzen. Wer diese Kriterien anwendet, wird mehr Unterschiede erkennen als Gemeinsamkeiten.

    Mit dem Begriff „Abwandlungen“ unterstellst Du überdies, bewusst oder unbewusst, dass das Freifeld-Logo sich auf die Form des Senderlogos bezieht oder, um es anders zu formulieren, direkt abgekupfert wurde, was eine ebenso dreiste Behauptung ist, wie die des Senders, die Ähnlichkeiten beider Logos seien zu groß.

    Größer könnte der von Dir genannte „Gestaltungsabstand“ nicht sein. Folgt man Deiner Argumentationslogik, müsste jedes Unternehmen, das ein „ff“ im Namen trägt, befürchten, von dem Sender abgemahnt zu werden.

    Der Sender war nicht gut beraten, die Unterlassungserklärung abzusenden. Der Image-Schaden ist mittlerweile weit aus größer als der bezifferte Streitwert. Und das war absehbar. Der Fall zeigt eindrücklich, dass man zuweilen den Wunsch nach Markenschutz unterdrücken sollte. Die Co-Existenz von Logos, selbst wenn diese ähnlich sind, wovon hier keine Rede sein kann, ist möglich!

    Schaut man sich an, wie ffn auf Facebook auf die Sache reagiert, muss man attestieren, dass es dem Sender nicht nur an Social-Media-Kompetenz mangelt, sondern auch an etwas völlig naheliegendem: gesundem Menschenverstand.

  18. Hallo allerseits,

    ich tue mich persönlich auch schwer, einem gemeinnützigen Verein, der zudem Kultur unters Volk bringt – mir also per se sympathisch ist – sein Logo nicht zu gönnen, falls es Markenrechte verletzt.

    Dann sehe ich die diversen Parallelen: ff und die obere rechte Ecke betont (also z.B. eben nicht wi freidfeed- oder facebook-Logos/Icons, die ich auch gerne mit etwas Polemik gewürzt in den Topf geworfen hätte)… ja, es gibt Parallelen, die deutlich sind, die Ecke oben rechts könnte zudem nach gewissen Sehgewohnheiten auch wie ein „n“ gelesen werden. Man schaue sich mal das MIT-Logo an, dessen mal von der Leibniz-Uni Hannover versehentlich übernommen wurde.

    Dann denke ich: ja, man könnte freifeld für ein Re-Design von ffn halten. Ich persönlich würde sogar sagen: ein sehr elegantes (weshalb es dann wiederum schlecht wäre, denn ffn ist ja kein Kulturkanal ;-) ).

    Dann kommt mein durchaus amateurhaftes juristisches Wissen ins Spiel, mit einem Anwalt, wie in freifeld konsultiert hat, kann ich sicherlich nicht mithalten. Wie meines Erachtens zurecht andere vor mir bereits bemerkten, gibt es durchaus große Unterschiede, also würden die typischen Sutzrechte für Kreaitvleistungen hier sicherlich auch nicht greifen: Urheberrecht ist ohnehin für Signets richtig schwer zu erreichen (sehr hohe Schöpfungshöhe) und das Geschmacksmuster griffe natürlich ganz und gar nicht, denn es schützt nur die eine konkrete Ausformulierung der Gestaltung.

    Markenrecht wird hier aber ins Feld geführt. Da rate ich ohnehin immer zu Fachanwälten zu gehen. Es wird schnell vertrackt. Zum Beispiel muss ein markenführendes Unternehmen doer ein Verein oder eine Person die eigene Marke auch aktiv schützen, um weiterhin markenrechtlich abgesichert zu sein. Nach Aussage von fff wählte ffn einen sehr kräftigen, juristschen Weg. Die Forderung einer Unterlassungserklärung + ein Streitwert klingt nach Abmahnung, die modifizierte Version könnte eine Unterlassungerklärung ohne Anerkennung der Zahlungspflicht gewesen sein. Hier ist fff leider diffus, denn so ist die Faktenlage: ffn forderte ein Ende der Logonutzung, fff stimmte zu – das ist nicht „verbieten“. Man darf allerdings davon ausgehen, dass ffns Vorgehen einschüchternd wirkte und wirken sollte. eigentlich schade, dass es geklappt hat, denn die Vereinsvorstände hätten ja nicht für einen möglichen negativen Ausgang des Verfahrens gehaftet, sondern schlimmstenfalls hätte der Verein liquidiert werden müssen und ein anderer hätte die gute Arbeit dann weiterführen müssen/können…

    Und hier kann mensch sich mal wieder ärgern, wie eine solche Abmahnung genutzt wird. Denn ffn war dann offenbar recht geschmeidig zu einer Einigung und gewissem Entgegenkommen bereit, auf gut Deutsch: das eigene Ziel erreicht um den Preis der Anwaltskosten für den initialen Schriftwechsel. Das ist günstig, falls es sehr strittig ist, ob die Marke hier wirklich verletzt wurde. Und wenn die mehrheitliche Wahrnehmung ist, dass es nicht mit dem jetzigen ffn-Logo verwechselbar ist, sondern wie eine mögliche Redesign-Version, dann scheint mir die Chance gegeben. TfN wiederum zeigt, dass selbst sehr abweichende Gestaltungen mit Verweis auf „Faxübertragung“ gerichtlich zugunsten von ffn ausgefallen sind. Dort war übrigens eine Modifikation möglich, die auch den urspünglichen Charakter des eigenen Logos erhielt: http://www.tfn-online.de/spielplan.html

    Vielleicht entsteht statt oder parallel zur Aufregung über das Goliath-Gebaren von ffn auch kreative Energie, um das jetzige fff-Signet zusammen mit Alexandre Jasionowski in noch höhere Sphären zu bringen…? Dass er meint, des Plagiats bezichtigt worden zu sein, ist ähnlich knapp vorbei, wie die Behauptung, dass ffn fff was verboten hätte.

    Wer hat Lust? Stöckchenwerfen oder ein Kreativ-tumblr für ff?

    Einen schönen Abend allen!
    Friederike

  19. @ Achim Schaffrinna:

    Nur weil hier über zwei Logos debattiert wird und ich nicht gleich komplett mit bürgerlichem Klarnamen auftrete, müssen Sie doch nicht sofort mit der klandestinen Verunglimpfungsmethode schlussfolgern, „Deine Ansicht scheint Dir ja selbst nicht geheuer zu sein, denn sonst hättest Du dich nicht hinter der Anonymität versteckt.“ Dass man anonym/synonym im Netz unterwegs sein möchte, ohne gleich ein ruchloser Versteckhansel sein zu müssen, ist doch nun hinreichend genug erörtert, als dass es – je nach Bedarf – nicht immer wieder aufs Neue als „faule Argumentationskeule“ aus dem Sack geholt werden muss. Sie mahnen Fairness an – bleiben Sie bitte auch fair!

    Und die mir unterschobene „dreiste Behauptung“, das Logo sei abgekupfert worden, ist gleich der nächste Versuch, mich mit subtilen moralischen Angriffen („dreist …“) zu diskreditieren. Geht der Ball auch flacher? Ihre emotional festgezurrte Parteiigkeit zugunsten des zugegebenermaßen moderneren Signets von FreiFeld dampft aus jeder Ihrer Zeilen. Wie wäre es mit Abwägungs-Denken statt unverhohlener Einseitigkeit, die hinter immergleichen Referatsschleifen versteckt wird?

    Was das „Abkupfern“ angeht, so unterstelle ich das dem Grafiker durchaus, nur eben in abgeschwächter Form, weil dieses signifikant einprägsame ffn-Logo in den Gehirnarchiven eines Grafikers eben nun mal bereits ewig herumliegt. Da ist eine Bezugnahme auf dieses Logo sehr wohl denkbar, egal ob bewusst oder unbewusst.

    Und gern wiederhole ich mich nochmal: Dass mir das FreiFeld-Logo gleich zuallererst „versehentlicherweise“ als aufgefrischter Relaunch des ffn-Senders erschien, ist das doch der beste Beweis für die enorme Wirkkraft und Einprägsamkeit dieses Logos, egal wie hässlich es sein mag. Glück und Pech zugleich! Da spielen Farben dann eben doch nur noch zweite Geige, weil die wichtigsten Elemente des Logos, die 3 Buchstaben „ffn“ – hier irrtümlicherweise – als grafisch abstrahiert wahrgenommen werden könnten als nun weißes Doppel-F und blauer Winkel – sehr wohl – für das „n“. Der Sender ist nun mal landesweit bekannt und FreiFeld nun mal weitestgehend unbekannt, auch dieses Ungleichgewicht muss bedacht werden.

    Hätten Sie die beiden Logos auf Ihrer Webseite in der klassischen Vorher-Nachher-Positionierung nebeneinander gestellt und hätte es sich bei dem FreiFeld-Logo (gedankenspielhalber) diesmal um ein Upfresh des angejahrten ffn-Logos gehandelt, ich hätte das als eine stimmige Weiterentwicklung komplett angenommen.

    Quod erat demonstrandum.

  20. Anscheinend hält sich FFN selbst für so identitätslos und uneinprägsam, dass sie ihren Zuhörern nicht zutrauen, dass diese sich den Namen des Senders merken können und diesen und das Logo auch wiedererkennen können.

  21. @Andere_Ansicht: Wissen Sie, wie lange es her ist, dass ich ein komplett anonymisiertes Facebook-Profil gesehen habe, ohne Bild und jegliche weitere Infos? Ich kann es Ihnen sagen: Noch nie. Nicht ein einziges Mal. Und da soll es ein Zufall sein, dass Sie gerade jetzt dieselben sehr scharf formulierten Beiträge sowohl anonym im Designtagebuch als auch auf Facebook posten? Mir kommt das nicht koscher vor. Ich stehe zu meiner Arbeit mit Namen und Gesicht und erst, wenn Sie in dieser Form auch zu Ihrer Kritik stehen, werde ich mich mit Ihnen und Ihren Einlassungen auseinandersetzen.

    @Achim Schaffrina: Vielen Dank für die sachkundige und ausführliche Replik auf die Einlassungen von Andere_Ansicht. Ich stimme vollkommen zu.

    @ Friederike: Eventuell sind Ihnen trotz offenbar guter Kenntnis der Faktenlage die ersten beiden Stellungnahmen seitens ffn auf Facebook entgangen: „(…) die Veranstalter werben mit diesem Logo auf dem Bild – nach was sieht denn das bitte aus, wenn nicht nach „ffn“? Natürlich gehen wir dagegen vor.“ sowie „(…) wenn jemand mit unseren Markenrechten hausieren geht, (…) Zur Beruhigung, ihr seid nicht die Ersten, auch „TfN“ hatte es mit einer Logo-Kopie versucht und den Rechtsstreit verloren (…)“. Erklären Sie mir gerne, was Sie darin lesen, wenn nicht den Vorwurf eines absichtlichen Plagiats. Davon abgesehen bin ich in meiner o.g. Stellungnahme durchaus auf mein Verständnis des konkreten juristischen Vorwurfs eingegangen. Allerdings hatte ich zu diesem Zeitpunkt bereits die obigen Facebook-Posts von ffn gelesen.

  22. @ Alexandre Jasionowski:

    1.) Es gibt unzählige anonyme Tot-Accounts bei Facebook, da ist absolut nichts Anrüchiges dabei. Und ich habe meines (übrigens seit Jahren schon) lediglich deswegen eingerichtet, weil ich die Möglichkeit haben muss, hin und wieder in Facebook Einsicht zu bekommen (z.B. aus beruflichen Gründen), wozu ich zwingend „angemeldet“ sein muss, auch das ist nichts Anrüchiges. Ansonsten habe ich persönlich mit Facebook nichts am Hut. Punkt. Wo ist also Ihr Problem, habe ich mich erschöpfend gerechtfertigt?

    2.) Ich bin öfter auf DesignTagebuch als auf Facebook. Dort bin ich auf die Auseinandersetzung um Ihr Logo gestoßen und habe mich spontan beteiligt, weil ich die „parteiisch-schluchzenden“ Lamentos der Thread-Kommentatoren als einseitig und unreflektiert wahrgenommen habe. Und da unentwegt auf Facebook verwiesen wurde, habe ich meine Kommentare von hier nachträglich eben auch dort gepostet, weil der ganz große Multiplikator heutzutage wohl immer mit im Spiel sein muss (wie gesagt, ich brauche Facebook persönlich nicht!).

    3. Sie haben eine Kampf verloren und lecken nun mit Hilfe anderer unentwegt Ihre Wunden. Ja ich weiß, wie ärgerlich, schmerzhaft und frustrierend es ist, eine solche Erfahrung machen zu müssen. Nehmen Sie es sportlich und lernen Sie daraus, anstatt andere Menschen persönlich in Misskredit zu ziehen, nur weil Ihnen deren private biometrische Daten nicht gleich zur Verfügung stehen. Dann werden Ihre nächsten Logos vielleicht sogar noch besser.

    4. Der Betreiber dieser Seite, Achim Schaffrina – der mich ja in diesem Thread ebenfalls der Heimlichtuerei zichtigt – hat übrigens sehr wohl Kenntnis von meiner persönlichen E-Mail-Adresse, denn die muss ich ja stets eingeben, um hier posten zu können. Und daher müsste er über meine Identität Bescheid wissen, denn ich hatte vor 2 Jahren persönlichen E-Mail-Verkehr mit ihm, die lief exakt über die selbe Mail-Adresse von mir. Mal einfach nachguggen.

    Sie sehen, Herr Jasionowski, Ihre Schmollerei läuft ins Leere.

  23. @ Alexandre:
    Lass gut sein, 99 % sind auf der Seite des Freifeld e.V. und Dir und halten diese Markenrechtsverletzung für völlig an den Haaren herbeigezogen.

    Und ja, die Menschen gehen mit unterschiedlichem Blick durch die Welt und manche sehen
    zwischen diesen beiden Logos auch eine große Ähnlichkeit – was mir auch völlig unklar ist – manche schauen aber auch einfach nicht genau hin, andere wiederum hören FFN … ;)
    Wenn die Typo des ff vom Frevelt-Logo analog des FFN Logos wäre, könnte ich das ja noch ansatzweise verstehen, aber vernünftig betrachtet ist diese Aussage völlig haltlos und hätte
    meiner Meinung nach vor keiner Gerichtsinstanz bestand – Schade, aber sehr verständlich,
    dass Freifeld e.V. diesen Kampf nicht annimmt und sich vllt. auch mit Hilfe von ein paar Spenden einen guten Fachanwalt besorgt – ich bin mir sicher dass FFN dann irgendwann von alleine zurückrudern würde – die Aussichten sind doch einfach zu klar. Man kämpft hier ja nicht gegen Apple, die runde Ecken patentiert haben =) Und die Juristen von FFN haben doch von Anfang an damit kalkuliert, dass der kleine Verein kalte Füße bekommt und darauf eingeht. Was es Ihnen außer viel negative Presse bringt ist eine andere Frage, vllt haben Sie Langeweile in der Abteilung, man weiß es nicht. Als oberste Instanz würde ich komplett ausrasten und die Verantwortlichen der Abteilung sofort rausschmeissen, es sei denn ich bin so blöd, und habe das Spiel von Anfang an mitgetragen.

  24. Vielleicht sollte man klarstellen, dass für eine Verwechslungsgefahr im markenrechtlichen Sinne nicht alleine die Identität oder Ähnlichkeit des fraglichen Zeichens maßgeblich ist.

    Im Wesentlichen sind dabei nämlich drei Faktoren zu berücksichtigen.

    1) die Identität bzw. Ähnlichkeit der Waren und Dienstleistungen, für welche die fraglichen Zeichen eingetragen bzw. benutzt werden.

    2) die Ähnlichkeit der in Rede stehenden Zeichen

    Und

    3) die sogenannte Kennzeichnungskraft des älteren Zeichens, worunter im Wesentlichen die Bekanntheit des Zeichens zu verstehen ist.

    Dabei ist keine schematische Betrachtung vorzunehmen, sondern eine Gesamtabwägung anzustellen, wobei beispielsweise eine geringe Ähnlichkeit der Zeichen durch eine größere Ähnlichkeit oder gar Identität der Waren bzw. Dienstleistungen ausgeglichen werden kann oder beispielsweise von überragend bekannten Zeichen (bspw. Apfellogo von Apple) im Hinblick auf die Kriterien zu 1) und 2) ein möglichst großer Abstand gehalten werden muss.

    Dies zu Grunde gelegt, hat man vorliegend – je nachdem für was ffn seine Marke eingetragen hat (die Recherche des dpma funktioniert gerade nicht) – identische bzw. jedenfalls sehr ähnliche Dienstleistungen.

    Im Hinblick auf die Zeichenähnlichkeit ist der Gesamteindruck maßgeblich und zwar so, wie er bei dem gewöhnlichen Adressaten (mit anderem Worten dem Radiohörer/Festivalbesucher) entsteht. Nicht maßgeblich ist insofern der typografisch geschulte Experte. Auch ist zu berücksichtigen, dass man sich normalerweise eher Ähnlichkeiten als Unterschiede merkt.

    Insofern würde ich in Bezug auf die beiden Zeichen sagen, dass durchaus Ähnlichkeiten bestehen, denn das doppelte ff ist in dem Logo schon sehr markant und auch der Rahmen mit einem grafischen Element in der rechten oberen Ecke ist bei beiden Zeichen ähnlich.

    Hinzukommt, dass mindestens 2/3 der dargestellten Buchstaben identisch sind, mit ein bisschen Fantasie sogar zweimal ffn gelesen werden kann.

    Wenn man jetzt noch eine zumindest durchschnittliche Bekanntheit von ffn zu Grunde legt, dann halte ich das Bestehen eines markenrechtlichen Unterlassungsanspruchs jedenfalls nicht für völlig ausgeschlossen.

    Und ich glaube kaum, dass es ein Unternehmen hinnehmen muss, dass ein bestimmtes Produkt bzw. eine bestimmte Veranstaltung mit ihm in Verbindung gebracht wird (genau das soll durch das Markenrecht nämlich verhindert werden), nur weil es sich bei dieser um irgendwas hippes und cooles handelt.

    Aussagen wie, dann müsste „jedes Unternehmen, das ein „ff“ im Namen trägt, befürchten, von dem Sender abgemahnt zu werden“ sind – mit Verlaub – dann doch etwas populistisch, denn – selbst identische oder ähnliche Waren/Dienstleistungen angenommen – gibt es doch Tausende von Möglichkeiten Logos mit „ff“ zu gestalten, ohne dass diese Buchstabenkombination derart markant das Gesamtzeichen prägt.

    Schade eigentlich, dass hier in der kreativen Szene so wenig Bewusstsein für markenrechtliche Probleme vorhanden ist. Zumal würde ich wetten, dass spätestens der dritte Beitrag im Thema „Freifeld Festival stellt neues Logo vor“, gelautet hätte: „Erinnert mich irgendwie an ….“. ;-)

  25. @Matze: vielen Dank für die Aufklärung. Ich persönlich habe das noch nicht gewusst und erneut etwas dazu gelernt :)

    Aus rein gestalterischer Sicht gebe ich dem Großteil der Kommentare hier recht, auch wenn ich die Ähnlichkeit der beiden Logos – zumindest bei den ff und dem „n“, bzw. Winkel – sehe.

    Aus deiner zusätzlichen Information bin ich dann doch der Meinung, dass es zwar rechtens war dieser Schritt, jedoch aus menschlicher Sicht – jedenfalls so wie es kommuniziert wurde/wird – nicht angemessen, denn ein Gespräch hätte für bessere PR gesorgt :)

  26. @ matze

    Danke, dass es noch andere gibt, die meine Sichtweise ähnlich sehen. Ich kam mir schon wie ein diabolischer Aussätziger vor.

    Jeder sog. Hausfrauentest würde bestätigen, dass das FreiFeld-Logo zumeist versehentlich dem Sender ffn zugeordnet werden würde, da kann man sich zwar endlos drüber ärgern – oder die Realität respektieren und irgendwann einsehen, dass das Logo zwar hübsch, hip, modern, cool, zeitgemäß, gelungen, ausgewogen, sauber durchkomponiert, stimmig umgesetzt und einprägsam ist … aber leider leider leider schon mal in der Welt ist (eben Pech gehabt). Zwar nicht ganz so schick, aber in der Grundkonstruktion bereits erfunden.

    Also gilt: „Werr hatt’s ärrfundn?“ (frei nach Ricola ;-)

  27. Nachtrag:

    Ich glaube, dieser Thread wäre womöglich mit weniger emotionaler Schärfe geführt worden, wenn der Artikel selbst nicht bereits tendenziös und parteinehmend zugunsten Freifeld geschrieben worden wäre. Da hat es m.E. schlicht an lauterer journalistischer Neutralität gefehlt. Aber diese Website darf natürlich auch primär meinungsorientiert geführt werden, nur ist es dann eben bedingt glaubwürdig, wenn diese Meinungsmache hinter aufgeblähter fachlicher Argumentation versteckt wird. Einen solchen Stil finde ich bedauerlich.

    In der Folge entwickelte sich dann nämlich unvermeidlich der Effekt aus der Weisheit „Wer Wind sät, wird Sturm ernten“: Fast nur kollektiv geballte Empörung bei den Kommentatoren flankiert mit beleidigten und diffamierenden Repliken auf Kommentatoren mit gegenteilige Ansichten.

    Subtile Parteinahme hat eben eine polarisierende Wirkung, diesen Lerneffekt könnte man daraus ziehen. Und ich habe mich leider auch hineinziehen lassen und womöglich etwas zu scharf geschossen. Mittlerweile hat sich der Pulvernebel gelegt und das Thema wird deutlich sachlicher angegangen.

    Und siehe da: So falsch liegen auf einmal die, die die im Artikel vorgegebene Meinungs-Marschroute nicht eingehalten haben, doch nicht. Da können ja alle nur von lernen und der vergnatzte Logo-Grafiker wieder besser schlafen.

    Friede, Freude, Eierkuchen ;-)))

  28. Hier noch ein „Spaß“ in Sachen Recht+ffn: http://www.medienfloh.de/?p=144 – offenbar unklare bis unzulässige Nutzung des Niedersächsischen Landeswappens durch den Sender. Der Zeitpunkt könnte nicht ungünstiger sein.

    @Alexandre (#31) – ich habe in der Tat die zitierten Beiträge von ffn auf facebook nicht vorgefunden/entdeckt. Nun verstehe ich, wie sich Achim Schaffrina zu seinem Statement der mangelhaften/fehlenden Social-Media-Kompetenz hinreißen lassen konnte. Hatte mich schon gewundert. ;-)

  29. @Andere_Ansicht „emotionale Schärfe“ … „aufgebläht“ … „Sturm ernten“ … „diffamierenden“ …
    Sie verschießen Ihr Pulver im Rahmen dieser Diskussionen leider in erster Linie für Wortböller und Wutsalven. Ich bin sehr für kontroverse Diskussionen, nur, in der Sache selbst kommt von Ihnen bis zuletzt leider mehr Polemik, denn Fundiertes. Sie verlieren sich in aller Ausführlichkeit in Rechtfertigungen, die nun wirklich nichts zum Thema beitragen. Dass ausgerechnet Sie sich nun zur Instanz in Sachen Stil erheben wollen, ist schon, sagen wir, etwas bizarr.

    In der Tat kann man bei der Gegenüberstellung der beiden Logos zu unterschiedlichen Ansichten gelangen. Herzlichen Dank Matze, für Deinen Kommentar. Ich denke, es mangelt nicht am Bewusstsein für markenrechtliche Probleme, es ist nur so, dass Markenrecht in der Lehre leider allzu oft zu kurz kommt, wenn es denn überhaupt im Studium eine Rolle spielt. Mit der „erforderlichen Schöpfungshöhe“ etwa kann/muss/darf man sich erst später in der Praxis auseinandersetzen.

    Bei Deiner rein vom Markenrecht ausgehenden Betrachtung – und hier liegt auch der Denkfehler auf Seiten des Radiosenders respektive des vom Sender beauftragten Anwaltsbüros – bleibt ein Punkt außen vor. Warum nur wird ausschließlich die von dem anderen, mutmaßlich ähnlichen Logo ausgehende Gefahr, nicht aber die damit verbundene Chance erkannt!?

    Ich befürchte, das ist leider etwas typisch Deutsches: Risiken meiden, Gefahren heraufbeschwören und Chancen verstreichen lassen. Wenn es denn so ist, dass das Festival aufgrund der Formgebung des Logos von Einigen mit dem Radiosender ffn assoziiert wird, obwohl ffn weder als Veranstalter noch aus Sponsor in Erscheinung tritt, dann, liebe ffnler, freut Euch doch Kringel in den Bauch! Etwas besseres kann einem Sender, einem Markenverantwortlichen doch gar nicht passieren. „Geile Veranstaltung. Finde ich ja klasse, dass ffn (auch) hier die Strippen zieht. Respekt. Ich dachte, die spielen nur die Charts rauf und runter.“ Image-Transfer frei Haus.

    Dass dem Sender aufgrund des Festivals irgendwelche Hörer, Einnahmen oder – ja was eigentlich? – verloren gingen, daran glaubt doch wohl nicht ernsthaft jemand. Wer die Unterlassungserklärung für die einzige Möglichkeit hält, dem vermeintlichen „Problem“ Herr zu werden, und damit meine ich in erste Linie die Verantwortlichen im Sender, der sollte anstelle der Augen einmal den Verstand nutzen. Dass man mit der Holzhammermethode nicht neue Kunden gewinnt, davon kann unter anderem Jack Wolfskin berichten. Für ffn ist dies, so stellt sich nun heraus, alles Neuland.

    Und Matze, natürlich sind „Erinnert mich an…“-Phrasen kein Beleg für Übereinstimmung, und insofern auch als Nachweis für die offensichtliche Ähnlichkeit wenig überzeugend ;-)

    Bewertet man die reine Formgebung – mit diesem Fokus wurde der Artikel verfasst –, dann wird deutlich, dass die Grundkonstruktion eben unterschiedlich ist und das ffn-Logo hier keineswegs eine Art Basiskonzept darstellt, dessen sich der Gestalter des ff-Logos bemächtigt hätte.
    Die wichtigsten Unterschiede:
    ffn = Wortmarke und Rahmen getrennt
    ff = Wortmarke und Rahmen vereint.

  30. @ Achim Schaffrinna

    Ob Ihre Behauptung, ich würde mich mehr in Polemik ergehen, denn in sachlicher Betrachtung des Sujets, so habe ich mir nochmals meine Beiträge durchgelesen und komme vielmehr zu dem Ergebnis, dass ich mich sehr wohl (und das wiederholt aus verschiedenen Betrachtungswinkeln) nahe am Logo-Vergleich abgearbeitet habe. Nie bin ich dabei den Logo-Urheber persönlich angegangen (der sich furchtbar angegriffen und beleidigt fühlt … warum bloß?), noch habe ich mich an den Beschimpfungstiraden beteiligt, die sich hier von vielen Kommentatoren – von Ihnen übrigens „ungestraft“ – über den Radiosender ffn erlaubt haben.

    Was also werfen Sie mir vor? Ich bin ja nun auch einsichtig gewesen und erkannte, mich von der unnötigen Emotionalität einfangen lassen zu haben, deren Ursachen ich ebenfalls erörterte. Diesen selbstkritischen Blick vermisse ich wiederum in diesem Forum … auch etwas „typisch Deutsches“, um mit Ihren Stereotypen zu spielen ;-)

    Und ob der Sender sich nun ein Eigentor geschossen haben könnte, nur weil er sich gegen die Freifeld-Festival-Macher (unnötigerweise?) abgrenzen wollte, kann letztlich schwer bewiesen werden. Gewiss spielen da viele Befindlichkeiten, Rivalitäten, Geschmäcker und andere Animositäten eine Rolle, die sich im „Haifischbecken“ des Musik- und Konzerte-Business tummeln, von denen wir Außenstehende gar keine Ahnung haben. Da erscheint mir Ihr gutmeinender Hinweis auf vorgebliche „kulturelle Synergieeffekte“ doch recht illusorisch.

    Nun zu Ihrer Aussage:
    »Die wichtigsten Unterschiede:
    ffn = Wortmarke und Rahmen getrennt
    ff = Wortmarke und Rahmen vereint.«

    Dem muss ich nach wie vor deutlich widersprechen. Die beiden augenscheinlichsten GEMEINSAMKEITEN beider Logos sind
    – ihre QUADRATISCHE Form (allein die magische Wirkung des Quadrats an sich wird hier überhaupt nicht ausreichend gewürdigt!),
    – die kraftvolle Rahmung beider Logos (egal, ob zwei kleine Unterberechungen vorhanden sind),
    – die Ligaturverwendung des Doppel-F (als grafisch verschmolzene, „eye-catchende“ Einheit) und
    – die farbig abgegrenzte obere rechte Ecke (egal ob blau oder rot, ob grün oder gelb).

    Nach wie vor würde ich das Freifeld-Logo eher als eine zeitgemäße, sorgfältig fortgeschriebene und grafisch gelungene Aktualisierung des angestaubten ffn-Logos betrachten, denn als ein komplett neues, eigenständiges Logo für eine andere Einrichtung – zumal im selben kulturellen Umfeld (Musik / Konzert / Social Media).

    Ihre erkannten Unterscheidungsmerkmale betrachte ich als marginal und „fachidiotisch“ (ich wähle jetzt bewusst diesen geläufigen Ausdruck, bitte nicht gleich wieder einschnappen :-). Sie vergleichen beide Logos permanent aus Ihrem „Elfenbeinturm“ des visuell Gelehrten. Damit eröffnen Sie dankenswerterweise den Ungeschulten einen zweiten Blick auf die Logos – aber eben nur eine Zweiten! Jedoch: Der intuitiv erste, unterbewusste und naive Blick aller „unaufgeklärt Gebliebenen“ wird leider immer wieder in die Irre geleitet und führt zwangsläufig zu versehentlichen Verwechslungen – da kann man sich nun ewig drüber ärgern, aber das ist müßig und realitätsfremd.

    Das Freifeld-Logo nur mal beispielsweise in runder Form gedacht: Die ganze Diskussion wäre auf eine Schlag obsolet.

    Ich bin schon erstaunt, wie die vergleichsweise wenigen sekundären optischen Unterschiede den förmlich ins Auge springenden zahlreicheren primären Gemeinsamkeiten vorgezogen werden, nur um seine eigene fachliche Kompetenz zu Markte zu tragen. (Oder will man nur den Wald vor lauter Bäumen – aus reiner Gesichtswahrung – einfach nicht sehen wollen?)

    Das erinnert mich an den besserwisserischen Biologielehrer, der jedem vorlaut über den Mund fährt, der nicht sofort erkennt, dass eine Blindschleiche keine Schlange sondern eine Eidechse ist. („Das erkennt man doch sofort an ihren abweichenden Bewegungen, Menschenskind!“)

    Jaja, die Blindschleiche …

  31. Hallo Matze (#35).

    Fand den Beitrag erfrischend sachlich, gut strukturiert und hilfreich. Bleibe persönlich auch danach immer noch an dem Punkt hängen, den „Markenrechtsdreisatz“ — (eingetragene Klassen + Bildmarke) x Bekanntheit = Verwechslungsgefahr — im ganz konkreten Fall aufzulösen. Die Telekom hat es zwar nicht geschafft, Magenta markenrechtlich schützen zu lassen, aber meines Wissens das T in recht weitgefasster Form. (Korrekturen immer gerne, ich mach hier kein Journalisten-Recherche&Schreib-Training ;) ) Dass halte ich persönlich bei Weitem nicht auf dass „ff“ von „ffn“ übertragbar. Das Festival hat sich ja nicht „freifeld neuland eV“ o.ä. – abgekürzt ffn – genannt. ff ist, da wiederhole ich auch nur bereits ins Feld geführte Argumente, für viele andere Aussagen gebräuchlich: Follow Fridays auf Twitter, Friends Feed, „und folgende“, Frauenfußball (gibt es ffnews.de eigtl. noch?)…

    So sehr mich die juristische Betrachtung und eine belastbare Bewertung der Abwägung auch interessiert. Als Gestalterin interessiert mich – da das Verfahren ohnehin durch das Entgegenkommen/Unterzeichnen des Vereins beendet ist – wie ff sein Logo modifizieren kann, um die kleine Verwechslungsgefahr zu eliminieren und den eigenen Charakter und die Aussage/Idee (siehe Hintergrundinfos des Designers auf FB) beizubehalten? Wenn’s mal sinnvoll ist, einen echten crowdsourcing-Designprozess für lau mitzumachen, dann vielleicht jetzt? Und damit meine ich nicht eine Logoparade von hunderten Entwürfen (wie bei Billigangebotsportalen), sondern eine gemeinsame Diskussion und Entwicklung.

    Derweil können sich einige Herren ja weiterhin über Stil, Gemeintes und Geschriebenes auseinandersetzen. Oder die Abwägung nochmal abwägen.

    Ist nur so eine Idee. Nochmal angehängt… Wünsche jedenfalls den freifeldern in Oldenburg alles Gute bei der Nachbearbeitung des ganzen juristischen Kladeradatsches und der Designweiterentwicklung.

    Friederike

  32. Mal ein ganz anderer Aspekt: Ich halte diese Abkürzung ff für das Freifeld-Festival eh für ein bischen unglücklich. Da gibt es diesen wirklich schönen Namen „Freifeld“ und dann reduziert man diesen auf diese 2fs und gestaltet daraus ein Logo, dass auch einer Immobilienfirma gut anstehen würde. Kaum einer wird wohl sagen: „Ich geh aufs ff“, sondern eher „ich geh aufs Freifeld“.
    Vielleicht nützt man ja die Chance und versucht sich an einer Wortmarke, die auch stärker den Charakter eines Festivals widerspiegelt.

  33. @ zinnober

    Der Aspekt für den Namen „Freifeld“ endlich ein noch besser passendes Logo zu widmen, gefällt mir ausgesprochen gut.

    Was nützt es gegen Anwaltskamarillas und rotzlöffelige Abmahner anzuschreiben, die machen doch was sie wollen.

    Besser ist, nach vorne zu schauen, die Publicity zu nützen, die doch emotional mehr auf ihrer Seite steht, und da wünsche ich dem Verein Freifeld e. V. ordentlich öffentlichen Rückenwind und alles Gute!

  34. Danke Peter, Marco hatte bereits auf den Fall hingewiesen.

    Hier einmal das besagte Logo, um es gleich vor Augen zu haben.

    Auf Drängen des Senders wurden das T und das n verändert

    Wer das freifeld-Logo mit dem Theaterlogo vergleicht, wird feststellen, dass zwischen beiden Zeichen nicht die geringste Ähnlichkeit besteht (mal abgesehen davon, dass beide den Buchstaben „f“ beinhalten), was ffn allerdings nicht davon abhalten konnte, beide Logos durch Anwaltsschreiben verbieten zu lassen. Es ist eben nicht so, wie „Andere_Ansicht“ zu wissen meint, dass sich mit einem kreisrunden Logo die Diskussion erübrigt hätte. Die quadratische Form ist es nicht, die der Sender beanstandet. Es scheint dem Sender in erster Linie um die Lesart des Namens zu gehen.

    Dennoch halte ich das Vorgehen der Senderverantwortlichen für Willkür. Dass solch eine Willkür gegenüber anderen Kultur- und Kreativschaffenden, zumal von branchen-eigenen Vertretern, hingenommen und sogar gutiert wird, zumindest in Ausnahmen, muss man wohl unter „irrational“ ablegen.

    Es fehlt jegliche Nachvollziehbarkeit, sowohl in Bezug auf die Formgebung, die Markenführung wie auch gesamtstrategisch, wozu ich auch menschlich-moralische Aspekte einschließen möchte (Art und Weise sowie Zeitpunkt des Vorgehens, Verhältnismäßigkeit, Fairness, etc.).

    Ein insgesamt beschämendes gleichsam entlarvendes Bild, dass ffn hier abgibt.

  35. @Achim:
    Laut Musicalzentrale war es nicht nur ein Anwaltsschreiben, sondern:
    „[…]das niedersächsische Patent- und Markengericht in Braunschweig entschieden. Die Richter teilten die Ansicht des Privatsenders, dass man vor allem auf Kopien, Faxen und Schwarzweißdrucken die Logos „tfn“ und „ffn“ leicht verwechseln könne.“

    Hier ging es also auch schon vor Gericht.
    Im Falle von TfN weiß ich nun nicht was trauriger ist: die Reaktion von ffn oder das Gerichtsurteil.

  36. ffn war mal cool. Da gab es Fruehstyxradio, die Grenzwellen etc. Irgendwann wurde dann das Management gewechselt und man hat jede Identitaet verloren. Ich hoer das schon seit Jahren nicht mehr…

  37. @ Achim Schaffrinna

    Ich stimme Ihnen unumwunden darin zu, dass das Kreis-Signet des Theaters deutlich weniger bis gar keine Verwechslungsmöglichkeit mit dem Logo des Senders ffn bietet. Dass der Sender dennoch dagegen vorging, halte ich ebenfalls für komplett überzogen. Und ich habe diesen Sender bislang mit keiner Silbe verteidigt, in Schutz genommen oder sonstwann für sein Verhalten plädiert. Somit trifft doch meine Aussage zu, dass ein rundes Logo von vorn herein einen deutlich großen Gestaltungsabstand zu einem quadratischen mitbringt. Meine Beiträge haben sich stets ausschließlich am Logo-Vergleich orientiert.

    Dennoch versuche ich die Absichten des Senders noch weiter nachvollziehen zu wollen, als ihn nur noch der böswilligen Willkür zu bezichtigen. Und da fällt eben das Augenmerk auf die einander ähnelnden Buchstaben-Kombinationen „ffn“ (Sender) versus „ff“ (Freifeld) versus „tfn“ (Theater für Niedersachsen). Und da ziehe ich ganz bewusst mit in Betracht, dass sich a) alle drei Institutionen im kulturellen Bereich ansiedeln, b) sie sich regional „in die Quere kommen“ (Raum Niedersachsen) und c) durch Öffentlichkeitsarbeit ein großes Publikum ansprechen müssen.

    Da ahne ich sehr wohl potenzielle Konkurrenzfelder, womöglich ungewollte Überschneidungen, Profilabgrenzungswünsche o.ä., egal ob das in diesem Fall für den Sender zum Eigentor werden könnte oder nicht. Darüber lässt sich gern vortrefflich streiten, nur mich ärgert immer diese vorschnelle, „abwägungsfreie“ und reflexartige Positionsfestlegung gegen den angeblich unlauter agierenden Sender. Genau das halte ich für sehr typisch deutsch! Sind wir alle automatisch „gesalbte“ Experten und versierte Markenrechtler, neutrale Richter und unvoreingenommene Verkünder? Wohl eher nicht. Wir haben bestenfalls Bildung, Ahnungen, Geschmäcker und Gefühle, weil wir manipulierbare Menschen sind.

    Ein Gedanke noch: Wäre mir das formschöne Freifeld-Logo beispielsweise auf einem Schild begegnet, das an einem Hauseingang auf ein Architekturbüro hinweist, hätte ich das Logo komplett anders rezipiert und eingeordnet. Vielleicht wäre mir durchaus der Gedanke an den ffn-Sender gekommen, aber der klare Bezug zu einem (weitestgehend unbekannten) Architekturbüro, das sein Logo nicht öffentlich streut, sowie der deutliche Branchenabstand hätte bei mir den Gedanken eines Logo-Replikats kaum aufkommen lassen. Tja … hätte, hätte, Ankerkette …

  38. Jetzt hat FFN zwar sein Logo „geschützt“ obwohl es gar keinen Grund dazu gab. Und bei einem Radiosender ist das sowieso zweitrangig. Dafür ist deren Image aber jetzt komplett im Arsch. Man hat Prioritäten gesetzt ;)
    Hätte man lieber paar Personen im Team, die für ein gutes Image bzw. für den Schutz des Images arbeiten würden..

    PS: Übrigens, so ähnlich können die Logos gar nicht sein, das eine Logo ist schön, das andere – das von FFN – ist pottenhässlich.

  39. @ Andere_Ansicht zum Kommentar 41

    Sie nennen als eine augenscheinliche Gemeinsamamkeit der beiden Logos das Quadrat?

    Die beiden augenscheinlichsten GEMEINSAMKEITEN beider Logos sind
    – ihre QUADRATISCHE Form (allein die magische Wirkung des Quadrats an sich wird hier überhaupt nicht ausreichend gewürdigt!),

    Das ffn Logo ist aber kein Quadrat, sondern ein Rechteck!

    Anscheinend braucht es doch eine gewisse Fachkompetenz um sich ein Urteil zu erlauben?
    Ihr Kommentar läßt tief blicken. Anscheinend gibt es da einen Minderwertigkeitskomplex?
    Zur Veranschaulichung hier nocheinmal ein Auszug aus ihrem Kommentar 41:

    Ihre erkannten Unterscheidungsmerkmale betrachte ich als marginal und “fachidiotisch” (ich wähle jetzt bewusst diesen geläufigen Ausdruck, bitte nicht gleich wieder einschnappen :-). Sie vergleichen beide Logos permanent aus Ihrem “Elfenbeinturm” des visuell Gelehrten. Damit eröffnen Sie dankenswerterweise den Ungeschulten einen zweiten Blick auf die Logos – aber eben nur eine Zweiten! Jedoch: Der intuitiv erste, unterbewusste und naive Blick aller “unaufgeklärt Gebliebenen” wird leider immer wieder in die Irre geleitet und führt zwangsläufig zu versehentlichen Verwechslungen – da kann man sich nun ewig drüber ärgern, aber das ist müßig und realitätsfremd.

    Das Freifeld-Logo nur mal beispielsweise in runder Form gedacht: Die ganze Diskussion wäre auf eine Schlag obsolet.

    Ich bin schon erstaunt, wie die vergleichsweise wenigen sekundären optischen Unterschiede den förmlich ins Auge springenden zahlreicheren primären Gemeinsamkeiten vorgezogen werden, nur um seine eigene fachliche Kompetenz zu Markte zu tragen. (Oder will man nur den Wald vor lauter Bäumen – aus reiner Gesichtswahrung – einfach nicht sehen wollen?)

    Das erinnert mich an den besserwisserischen Biologielehrer, der jedem vorlaut über den Mund fährt, der nicht sofort erkennt, dass eine Blindschleiche keine Schlange sondern eine Eidechse ist. (“Das erkennt man doch sofort an ihren abweichenden Bewegungen, Menschenskind!”)

    Jaja, die Blindschleiche …

  40. @ margit

    Auweia, da haben Sie mich aber auf die nicht zu übersehende Kleinigkeit gestoßen, dass das Rechteck fast einem Quadrat gleichkommt! Ich schäme mich jetzt! Und nun fällt mir auch erst auf, dass samt und sonders alles, aber auch alles, was ich geschrieben habe, ratzfatz in die Tonne gehört, nur weil das Rechteck fast wie ein Quadrat aussieht. Ich Blindschleiche ich! Darf eigentlich ein Parallelogramm rechte Winkel beinhalten oder stellen solche Fragen nur Leute mit Mindestwerterhaltungskomplexen?

  41. @Achim (47):

    „Es scheint dem Sender in erster Linie um die Lesart des Namens zu gehen.“

    Das stimmt. Gerade im Zusammenhang mit dem „Theater für Niedersachsen“ ist es nämlich nicht unwesentlich zu wissen, dass nicht nur das gestaltete Logo als sog. Wort-/Bildmarke geschützt ist, sondern auch die simple Buchstabenkombination „ffn“ als sog. Wortmarke (also ohne irgendeine Gestaltung). Letzteres ist dann wohl auch der eigentliche Grund für das Gerichtsurteil bezüglich „TfN“.

    Siehe auch https://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/399428577/DE

  42. @ Andere_Ansicht

    Sie nennen es eine Kleinigkeit, daß das von ihnen identifizierte Quadrat eigentlich ein Rechteck ist? Dabei schreiben sie in ihrem Kommentar 41 über die QUADRATISCHE Form, daß allein die magische Wirkung des Quadrats an sich hier überhaupt nicht ausreichend gewürdigt würde! Also doch keine Kleinigkeit?

    Ansonsten kann ich ihren Einsichten nur zustimmen.

  43. @ margit

    Ich behaupte allen Ernstes, dass das Sender-Logo eine nahezu quadratische Form hat, denn ein echtes Quadrat würde vom gewöhnlichen Betrachter aufgrund einer optischen Illusion – nach der der Mensch Vertikale besser und bevorzugter erkennt als Horizontale – falsch (!) als hochkant stehendes Rechteck wahrgenommen! Erst ein Quadrat, das leicht „zusammengequetscht“ wurde, bei dem also die Höhe geringfügig kürzer als die Breite ist, wird optisch als perfektes Quadrat gesehen, obwohl es eigentlich ein querformatiges Rechteck ist! Probieren Sie’s aus, Sie werden staaaaaunen …… (Expertenwissen, übrigens, nicht meine Privatansicht!!!)

    So viel Nachhilfe bitte schön zu Ihrer vorlauten „Belehrung“ »Quadrat vs. Rechteck«! Noch Fragen?

    Worin ich Ihnen aber gern zustimme, ist der durchaus wahrzunehmende leichte Unterschied, wonach das ffn-Logo eher querformatig und das Freifeld-Logo eher hochkantig wirkt, mehr aber auch nicht!

    Ich nehme also Ihre kleine Störung sportlich und komme wieder zurück auf meine unterstellte magische Wirkung des Quadrats an sich, die beiden Logos eine signifikante, unverwechselbar verwechselbare und ……………………. naja, noch mal wiederhole ich mich jetzt nicht, keine Lust.

  44. @ Andere_Ansicht

    Es tut mir ja sehr leid, aber ich muß sie wieder einmal belehren. Ihr Zitat:

    Erst ein Quadrat, das leicht “zusammengequetscht” wurde, bei dem also die Höhe geringfügig kürzer als die Breite ist, wird optisch als perfektes Quadrat gesehen

    Ein optisches Quadrat ist aber nicht in der Höhe geringfügig kürzer sondern höher. Es ist also umgekehrt als beim ffn Logo das in die Breite gezogen wurde.

    http://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Abbildung_optisches_quadrat.gif

  45. >@Andere_Ansicht Deine Ansicht scheint Dir ja selbst nicht geheuer zu sein,
    >denn sonst hättest Du dich nicht hinter der Anonymität versteck

    Ein Argument steht für sich ganz unabhängig von wem es kommt. Anonymitätsvorwürfe werden erfahrungsgemäß immer dann eingesetzt wenn die eigenen Sachargumente knapp werden.

    Ich bin jedenfalls etwas verwundert daß hier die Offensichtlichkeiten geleugnet werden. Der Radiosender hat berechtigten Anlaß: In beiden Fällen Musik und man kann es als Redesign mißverstehen.

    Da kann man bis ins Unendliche über Farben und Minuskel philosophieren, das ändert alles nichts.

    Am bezeichnendsten eigentlich die Reaktion des Vereins. Selbstverständlich war der sich dieser Ähnlichkeit und des Interessenkonfliktes genauestens bewußt. Die Leute sind ja schließlich nicht blöd.

  46. Klaus, selbstverständlich steht ein Argument, ein Kommentar nicht bezugslos im Raum. Wenn wir sachlich und fair miteinander diskutieren wollen, denn dafür setze ich mich ein, dann spielt natürlich auch eine Rolle, WER etwas sagt und WIE er es sagt. Stichwort Augenhöhe. Wer von Anfang an sich lieber in der Polemik verstrickt („…der pöse pöse Dudelfunk…“) statt ECHTE Argumente vorzubringen – denn, wie ich schon sagte, konnte ich bei dem entsprechenden Absender kein solches erkennen, wie übrignes auch die jüngsten Beiträge zeigen (Quadrat/Rechteck), zudem pauschal den hier Kommentierenden eine „politisch motivierte Parteiigkeit“ unterstellt, wird nicht umhin kommen, dass ich ihn eben auch auf das WER und WIE hinweise. Der Ton macht umso mehr die Musik, wenn die Anonymität, für die es sehr wohl auch gut Gründe gibt, als Deckmantel dafür missbraucht wird, sich mehr auf andere Diskutanten einzuschießen, anstatt sachlich seine Argumente vorzubringen.

    Nochmals, um zu verdeutlichen, worum es geht: Nur weil Ähnlichkeiten in der Schreibweise vorliegen – in der Gestaltung selbst gibt es mehr Unterschiede, denn Gemeinsamkeiten –, die im EINZELFALL die Möglichkeit der Misinterpretation ermöglichen, sollte man nicht als ERSTE aller möglichen Optionen den Weg über ein Anwaltsbüro gehen.

    Nicht die Reaktion des Vereins ist das Bezeichnende, sondern, dass diejenigen, die das Vorgehen von ffn gutieren, nicht erkennen, wie UNWICHTIG Markenschutz in diesem Fall eigentlich ist. Hier geht es doch um weit mehr als um den Schutz eines Logos! Wer, wie ffn in diesem Fall, derart offensiv auf den Markenschutz pocht, dem muss man die Fähigkeit zum Dialog absprechen. Dass dies ausgerechnet einen Radiosender trifft, dem per se eigentlich viel am Dialog gelegen sein sollte, weil dies nun einmal sein Geschäft ist, macht die Sache delikat. Meines Erachtens offenbart der Sender in der Art des Vorgehens eine seltsam gestrige Unternehmenskultur, wenn man in diesem Fall noch von Kultur sprechen kann.

  47. Ich bin was das eigentliche Thema angeht ganz auf der Linie des Beitrags…

    Aber die hier von Achim vertretene Einstellung halte ich für fatal (sich seiner Implikationen nicht bewusst) und geradezu kindisch. „Eine anonyme Meinung ist die Bytes nicht wert mit denen sie gespeichert wurde.“ Wo ist denn bitte das Problem, sich inhaltlich mit den Aussagen von Andere_Ansicht zu beschäftigen? Wenn sie murks seien sollten würde man dies doch auch so mitbekommen – und das unabhängig davon ob sich dahinter jetzt ein erfahrener Markenrechtsanwalt ist oder BWL-Student im ersten Semester…

    Geradezu paradox ist doch auch der Umgang gegenüber Andere_Ansicht, dem Achim einerseits Polemik vorwirft, aber sich dann wie folgt äußert „Deine Ansicht scheint Dir ja selbst nicht geheuer zu sein, denn sonst hättest Du dich nicht hinter der Anonymität versteckt.“ – was nun mal nichts weiteres ist als ein persönlicher Angriff, der nichts mit dem Thema zu tun hat (die Grätchenfrage ist natürlich, ob das bei einem Anonymen möglich ist ;-) ).

    Konstruktive Kommentare bevorzugt und die Auszeichnung von besonders wertvollen Kommentaren fand ich bis jetzt bei diesem Blog immer sehr erfolgreich und gelungen. Aber ein konstruktiveren Umgang auch von Seite des Hausherren würde ich mir manchmal doch wünschen.

  48. Auch wenn es nicht zum eigentlichen Thema gehört, gehe ich nochmals auf folgende Punkte ein:

    Eine anonyme Meinung ist die Bytes nicht wert mit denen sie gespeichert wurde.

    Lieber Anon, Du bist der einzige, der dies behauptet. Natürlich können auch anonym verfasste Kommentare sehr wertvoll sein. Das ist nicht der springende Punkt und auch nicht der Grund, weshalb ich besagten anonymen Kommentierer in die Pflicht genommen habe.
    Es ist halt so, dass es auch, und gerade in diesem Fall, da viele Mitkommentierer in den Generalverdacht genommen wurden, entscheidend ist, WIE und WER etwas sagt (siehe auch Kommentar vom 14.09). Dass mir Kommentare von Menschen, die ihre Identität preisgeben, lieber sind, daraus habe ich noch nie einen Hehl gemacht. Beschimpfungen aus dunklen Ecken gibt es auf YouTube und andernorts zuhauf. Unter Diskussionskultur verstehe ich einen Dialog auf Augenhöhe.

    Wo ist denn bitte das Problem, sich inhaltlich mit den Aussagen von Andere_Ansicht zu beschäftigen?

    Wenn Du die Diskussion in Gänze verfolgst, dann wirst Du sehen, dass sich ausführlichst inhaltlich mit den von dem entsprechenden Kommentierer aufgestellten Thesen und Ansichten beschäftigt wurde.

    …was nun mal nichts weiteres ist als ein persönlicher Angriff…

    Natürlich steht es Dir frei, meinen Moderationsstil zu kritisieren. Fair wäre es allerdings, wenn Du auch die dem „persönlichen Angriff“ vorausgehenden Vorwürfe (siehe Kommentar vom 14.09) hierbei berücksichtigtest.

    Es ist einfach schade, dass insbesondere die anonym Kommentierenden, zu denen auch Du zählst, Anon, enorm hohen Aufwand betreiben, Nebenschauplätze zu erörtern, anstatt sich mit dem eigentlichen Thema zu beschäftigen. Ein Satz zum Thema, drei Absätze offtopic. Ich kann Alexandre Jasionowskis Unmut in diesem Punkt sehr gut nachvollziehen. Das Thema selbst gewinnt dadurch sicherlich nicht.

    Als Betreiber sehe ich mich vor der Herausforderung: unterbinde ich Randdiskussionen wie diese, wird mir, wie von Dir Anon, ein zu rigides Vorgehen vorgehalten. Schenke ich ihnen zu viel Raum, leidet das Niveau der eigentlichen Diskussion und genau das möchte ich vermeiden.

    Wofür ich werbe, ist Offenheit, der respektvolle Umgang miteinander und die Ausrichtung auf das jeweilige Sachthema. Und nur, um es klar zu stellen: Was ich NICHT möchte ist, dass im dt nur unter Echtnamen kommentiert werden kann. So wie es ist, hat es in der Vergangenheit gut funktioniert. Ich hoffe, das klappt auch weiterhin. Wer kommentiert, muss seinen Echtnamen nicht preisgeben. Ein fairer Umgang mit Mitdiskutanten sollte selbstredend sein, egal ob man seine Identität preisgibt oder nicht.

  49. Da viele angestellt bei Agenturen arbeiten, verstehe ich gut, dass sie bevorzugen, ihren Echtnamen eben nicht preiszugeben.

    Allerdings (das ist dann der Kollateralschaden = der leicht ungute Beifang) gibt es immer wieder Leute, die gern anonym und inkongruent herumpolemisieren. Eine gute Debatte muss das in meinen Augen aushalten können. Unschön wird es halt dann, wenn einer mit offenem Visier argumentiert und dann von hinten aus den Büschen zerpflückt wird. Ich würde das asynchrone Kommunikation nennen, die es leider immer mal gibt. Und schön, dass es einen Blog-Hausherrn/Hausdame gibt, der sich dazu ausführlich äußert. Das kenne ich nicht so oft und gefällt mir gut.

  50. Und schön, dass es einen Blog-Hausherrn/Hausdame gibt, der sich dazu ausführlich äußert. Das kenne ich nicht so oft und gefällt mir gut.

    Damit kein falscher Eindruck ensteht: Das sehe ich ähnlich und finde ich genauso löblich. Die Probleme (und gleichzeitig Vorzüge: Es senkt ja unter anderem die Hemmschwelle seine Meinung kundzutun) bei anonymen Kommentatoren sind mir duchaus bewusst, ich hatte aber nie das Gefühl, dass die Diskussionskultur im dt darunter gelitten hätte bzw. die Probleme hier besonders zu Tage treten und fand gerade deswegen die Kritik an Andere_Ansicht ob seiner (fehlenden) Identität vollkommen unberechtigt.

    entscheidend ist, WIE und WER etwas sagt

    Nope, meistens nicht. Und die Gründe dafür wurden denke ich schon zu Genüge erläutert.

  51. Achim, bezugnehmend auf Deine Antwort #60 auf meine #59:

    Da stimme ich zu, der Radiosender hätte ersteinmal anders ankommen können, das ist in der Tat bedauerlich. Da sind wir auf einer Wellenlänge.

    Und ich fand den Ton von Andere Ansicht in #17, also das Ende und wohl auf den Anfag, schon etwas störend. Vor allem jetzt im Nachhinein kann ich Dich da besser verstehen. Mein „Ansprungspunkt“ war mehr die Anonymität weil ich ja selbst ein Anonymer bin

    Beste Grüße

  52. Im übrigen Achim finde ich daß was Du in Deiner Antwort #60 schreibst, im letzten Absatz, das kommt so in Deinem Startpost nicht rüber, gerade den Teil finde ich aber sehr wichtig weil das wirklich stimmt, fände ich sogar so wichtig es in das Startpost mit aufzunehmen weil damit wird es unmißverständlich. Also nicht nur Markenschutz sondern die Art des Vorgehens. Sorry wenn das jetzt nicht super ausformuliert ist aber Du verstehst was ich meine.

  53. Zum Off Topic „Diskussionsstil“ in diesem Thread:

    Der Betreiber dieser Seite design tagebuch, Achim Schaffrinna, den ich für sein Online-Produkt schätze, das ich auch gern und oft goutiere, drängt mich leider in die Ecke als jemanden, der mehr polemisieren würde denn argumentieren. Das wundert mich doch sehr, denn wenn man meine Posts liest, arbeite ich mich in großem Umfang konkret am Logo-Vergleich ab. Die Polemik, die mir von ihm vorgeworfen wurde („… der pöse pöse Dudelfunk“), bezog sich ausschließlich auf die parteiischen Wuttiraden gegen den ffn-Sender meiner Vorkommentatoren, die mit ihrem unsachlichen und argumentationsfreien Stil seltsamerweise nach wie vor komplett ungeschoren davon kommen.

    Jedoch wird sich auf mich gestürzt, weil ich mich als erster Kommentator (Post # 17) nicht in den unisono klingenden Parteilichkeitstenor eingereiht habe und – zugegebenerweise provokant polemisierend – die Vorkommentatoren ob ihres „jammernden Beschwerdestils“ angegangen bin, unter anderem auch den Betreiber der Seite. Dass das nicht folgenlos bleiben würde, war abzusehen. Ich habe mich sogar in Post #38 selbstkritisch zu meinem durchaus kantigen Stil geäußert, so viel Selbstreflexion habe ich bei den anderen emotional überschäumenden Threadteilnehmern bislang nicht wahrgenommen.

    Anschließend widmete ich mich mit unzähligen und detailreichen Argumenten in mehreren Posts dem Hauptthema (Posts #29, 41, 50 + 57). Dennoch wird unablässig versucht, mich zu diskreditieren, indem nach wie vor behauptet wird, ich brächte keine Argumente hervor, sondern würde nur polemisieren. Werden meine Sachargumente überhaupt gelesen?

    Ich hege den Verdacht, dass die von mir vorgetragene „andere Ansicht“, wonach sich die beiden Logos – zumindest auf den ersten Blick – zu sehr ähneln, schlichtweg Verärgerung hervor gerufen hat. Denn die hier vorgebrachten angeblich deutlicheren Unterschiede (die ich für detailverliebt halte), die eine Logo-Verwechslung scheinbar unmöglich machen, kaschieren m.E. die eigentliche, latent emotionale ablehnende Haltung gegen den Radio-Sender, hauptsächlich wegen seiner Vorgehensweise gegen das Freifeld-Logo, auch, weil das inhaltliche Angebot des Senders abgelehnt wird.

    Mein klarer Hinweis auf genau diese versteckten Absichten (Goethes Torquato Tasso: „Man spürt die Absicht und ist verstimmt“) haben mich zur Zielscheibe gemacht, aber wer gibt seine wahren Absichten schon freimütig zu …

    Im Übrigen – auch wenn ich mich wiederhole – ist Herrn Schaffrinna meine Identität bekannt, so sie ihm ohnehin irgend weiter hülfe.

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