Es gibt immer was zu erzählen

Habe eben den neuen Hornbach-Spot aus dem Hause Heimat im Fernsehen gesehen. Das Grinsen hält jetzt noch an.

Es soll Menschen geben, die beglücken Gott und die Welt stets mit ein und demselben Thema. Ob man will oder nicht. Junge Mamas erzählen vom süßen Wonneproppen, Autotüftler vom neu verbauten Subwoofer und Häuslebauer eben vom…

35 Kommentare zu “Es gibt immer was zu erzählen

  1. @ Janni

    „[…] positive Art und Weise […]“

    Du scheinst noch nicht verstanden zu haben, dass Emotionen in einem Spot das wichtigste sind. Welche Art von Emotionen ist völlig gleichgültig. Der Spot bleibt in Erinnerung und fügt sich meiner Meinung nach stilistisch in die Reihe der anderen.

    Und du glaubst doch nicht wirklich, dass auf diesem hohen Niveau, das „Kunden-Anliegen“ hinter der „Agentur-Idee“ tritt. Weder bei Hornbach noch bei Heimat-Berlin sitzen Leute, die davon keine Ahnung haben.

    Ich wiederhole mich eigentlich ungern, aber hier noch mal der „Hornnbach-Stau-Spot“:

    http://www.youtube.com/watch?v=rpv4CJVPVAU

    Was bitte schön assoziierst du denn hier?

    Bei der heutigen Flut an Werbeideen gilt es aufzufallen. Wenn man dann hier einen solchen Spot beurteilt, sollte man sein persönliches Empfinden ein wenig zurückschrauben und die Sache ein wenig objektiver betrachten.

    Viel mehr würde ich hier: Idee, Kreativität, Umsetzung und Design sowie die Corporate Identity beurteilen. Ob man dann „kotzen“ nicht mag, kann man ja beiläufig anmerken aber nicht den ganzen Spot dadurch ins negative ziehen.

    Lieben Gruß

  2. @Pacman:

    Ich will Dir gar nicht widersprechen, was Idee, Kreativität, Umsetzung, Design und CI angeht. Worum es mir aber ging, ist die Frage, ob der Spot wirklich die Werte der Marke transportiert oder nicht doch recht austauschbar ist. Auffallen ist sicher sehr wichtig, aber dass „Auffallen um jeden Preis“ nicht der richtige Weg sein kann, ist eigentlich seit der Toscani-Kampagne für Benetton geklärt. Und gerade in den letzten Jahren hat sich da auch nochmal einiges auf Seiten des Verbrauchers bewegt, der tendenziell etwas mehr auf Substanz achtet – vergleiche auch die aktuelle Diskussion beim ADC zum Thema Relevanz, diese Woche Thema in der Horizont. Das gehts in eine ähnliche Richtung.

    Grundsätzlich macht Heimat eine sehr gute Arbeit für Hornbach, keine Frage. Visuell sehr opulent, von der Tonalität her witzig-originell bis hemdsärmelig-bissig. Das passt, auch wenn die Linie manchmal etwas aus den Augen verloren wird. So zum Beispiel im hier diskutierten Spot. Der hinterlässt bei den einen einfach nur ein ungutes Gefühl und bei den anderen kommt vielleicht noch an: „Hey, hast Du diesen coolen Spot gesehen, bei dem der Typ Baustoffe kotzt?“ – aber was hat das mit Hornbach zu tun?

    Es reicht heutzutage nicht mehr aus, am Ende Claim, Audiologo und Bildmarke zu bringen. Die Marke muss sich auch inhaltlich wiederfinden – und das selbstverständlich in einer positiven Art und Weise. Wie denn sonst?

    Und deshalb bin ich nach wie vor der Meinung, dass der Agentur hier die Gäule etwas durchgegangen sind und man sich zu sehr in eine Idee verliebt hat. Und ja, sowas passiert ab und an auch auf „diesem hohen Niveau“…

  3. „aber was hat das mit Hornbach zu tun?“

    Ich denke den Inhalt hat hier jeder verstanden.
    Jemand erzählt in seinem Büro von seinem heimatlichen Workout.
    Und damit das auch jeder versteht, wurde es natürlich überzeichnet.

    Übersetzt bedeutet das:

    Jemand erzählt seinen Mitarbeitern wie er sein Bad renoviert.
    Und natürlich besorgt er sich das nötige Equipment bei Hornbach.
    Ich sehe hier schon einen Zusammenhang.

    Sicherlich ist dieser Art eine Geschichte zu erzählen grenzwertig.
    Aber das hat Hornbach schon immer getan.
    Deshalb finde ich nicht, dass dieser Spot sich so sehr von den anderen abhebt.

    Aber ich akzeptiere deine und die Meinung der anderen.
    Du wirst mir aber sicherlich zustimmen, dass dieser Spot Erfolg haben wird.
    Das merkt man doch schon an diesen Meinungsverschiedenheiten.

    Auch dass du dein Augenmerk auf die Substanz legst, finde ich gut.
    Nur bin ich der Meinung, dass die meisten Bürger gar nicht darauf achten,
    ob dieser Spot Substanz hat.

    In dem Fall weiß man aber, wer oder was Hornbach ist.
    Anders wäre es, wenn man ein Produkt/Marke neu bewirbt.
    Dann sollte man auf die Substanz achten.

    Lieben Gruß

  4. „Sicherlich ist dieser Art eine Geschichte zu erzählen grenzwertig.
    Aber das hat Hornbach schon immer getan.“

    Da geb ich Pacman recht – insofern passt der Spot schon noch in die Kampagnenlinie.

    Mit dem Satz “aber was hat das mit Hornbach zu tun?” meinte ich aber eher, woran erkenne ich hier, dass es um den Baumarkt der Marke HORNBACH geht und nicht um irgendeinen anderen Baumarkt? Gerade weil der „durchschnittliche“ Werbezuschauer nicht sonderlich aufmerksam hinschaut, sollte – im Optimalfall – auf allen Ebenen der Kommunikation glasklar sein, welche Marke hier wirbt: Im hart umkämpften Markt der Baumärkte versucht ja jede Marke, sich irgendwie zu positionieren – Obi spielt das Thema Beratung, Praktiker machts über den Preis, Max Bahr über die Tradition. Das sind die Markenwerte, die die jeweilige kreative Idee dann mit Leben füllen muss.

    Die Marke Hornbach setzt eher auf das Emotionale im Heimwerker: ein bisschen verrückt, ein wenig besessen, aber immer sympathisch (Großartig: Du kannst es Dir vorstellen, also kannst Du es auch bauen). Das setzt dieser Spot hier meiner Meinung nach nicht mehr gut um, weil das sympathische Element einfach fehlt. Aber auch bei einer Spitzenkampagne gibts gute und weniger gute Spots.

  5. „Das setzt dieser Spot hier meiner Meinung nach nicht mehr gut um…“

    Da gebe ich Dir widerum recht.
    Wenn man alle Spots über Hornbach betrachtet, steht dieser nicht an erster Stelle.

    Meiner Meinung nach sind die Spots von:

    – Mach es fertig! Bevor es Dich fertig macht und
    – Du kannst es Dir vorstellen, also kannst Du es auch bauen

    besser als der aktuelle (Werde eins mit deinem Projekt).

    Nichtsdestotrotz mag ich auch den aktuellen.

    Lieben Gruß

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