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32 Kommentare

  1. Design von 0 auf 100. Die abstrahierte Umsetzung der Wappenmotive als einfarbiges Logo gefällt mir sehr gut!

    Danke für den Hinweis. Ich denke Azley ist mal einen Wochenendbesuch wert ; )

  2. Völlig unverständlich…

    In finanziell schwierigen Zeiten sollte sich eine Verwaltung auf deren Hauptaufgaben beschränken – für den Bürger zu arbeiten, der Grundgedanke wird wohl immer weiter ad absurdum geführt.

    In der Jugendhilfe werden Stellen eingespart, weil diese angeblich nicht zu finanzieren sind, aber wenige Monate später werden Besoldungen von politischen Beamten erhöht und ein kostenspieliges Corporate Design eingeführt, dessen Sinn sehr wohl zweifelhaft ist.

    [...]

    Die Rechnung schließt auch nicht mit 100.000 € ab, hinzu kommen sicherlich noch Druckkosten und Beklebungkosten u.ä.

    Wieder ein Projekt, dass Alzeyer Bürger zumindest zweifeln lässt. Wenn man ewig nur “heimliche” Hauptstadt Rheinhessens bleiben will, dann muss man nur so weiter machen.

  3. Saubere grafische Arbeit – keine Frage. Aber m.E. furchtbar laaaaaaaaaangweilig, nüchtern und emotionslos. Das wird durch die reine s/w-Umsetzung noch verstärkt. Ob das so gewünscht war?

  4. Cool, hab das gar nicht mitbekommen, dass bei uns (=Mainz) um die Ecke ein so gelungenes CD für eine recht kleine Stadt wie Alzey geschaffen wurde. Bin mir nur nicht sicher, wie das bei den Alzeyer Bürgern ankommt…

    Im verlinkten Artikel ist von einer Arbeitsgruppe die Rede, die den CD-Entwurf der Siegeragentur wohl weiter verfeinert und umgesetzt hat – so klingt es jedenfalls. Schön zu sehen, dass eine AG auch mit entsprechenden unabhängigen Fachleuten besetzt wurde – neben den politischen Entscheidungsträgern sowie der Agentur. Hat ja offensichtlich gut geklappt. Weiß nicht, ob das immer so ist…

    Abgesehen davon ist mir aufgefallen, dass im verlinkten AZ-Artikel noch von der gelben Farbe die Rede ist: “Die integrierten Stadtfarben schwarz und gelb runden auf Briefbögen, Broschüren und anderen Werbeträgern das Erscheinungsbild ab. „Wichtig ist, dass wir die traditionell im Wappen vorhandene Symbolik übernommen haben und auch die Stadtfarben [...]“” – also doch nicht nur schwarz-weiß? Würde mich mal interessieren, wie das angedacht ist. Vor allem auf den Briefbögen.

  5. Sehr sehr schöne Typo. Und das Ganze in s/w bzw. ohne jegliche Effekte gefällt mir auch extrem gut. Ich weiß nur nicht, ob diese feinen Linien so glücklich gewählt sind. Diese Darstellung hier ist ja schon fast die kleinst mögliche. Auf der Vorstellungs-Website ist schon nichts mehr von den Illustrationen zu erkennen. Das ist dann wieder nicht mehr so professionell. Leider.

  6. @ Kommentar:
    Wer einen neuen Job anfängt, lässt sich die Haare schneiden. Wer eine neue Liebe beginnt, kleidet sich neu ein. Eine Kommune, die einen mutigen Impuls nach vorne gehen will, kommuniziert neu. Dass das Geld kostet, ist klar und dass die Chancen nicht schlecht stehen, dass Alzey als attraktiv und offen wahrgenommen wird, ebenso. Dann sind die 100.000 € sehr gut investiert und bald mehrfach durch Gewerbesteuern wieder eingenommen.

  7. @Ralf: naja, was ist “langweilig”? Ich find’s spannend gemacht, vor allem wenn man es mit dem “restlichen Design” hier in der Region vergleicht. Da setzt sich das schon deutlich ab und erzeugt eine Spannung (!) zu den üblichen Weinetiketten, Stadtlogos etc.

    “Nüchtern” ist das CD gewiss, aber ich bin auch der Meinung, dass das zu einer Stadt ganz gut passt. Immerhin tritt sie in erster Linie erstmal einfach als Verwaltungseinheit oder Staatsgewalt dem Bürger gegenüber auf. Das muss man nicht durch ein – überspitzt – besonders kuschliges CD übertünchen (für die Gäste gibt’s ja auch immer die entsprechende Touristik GmbH mit eigenem Design). Darüber hinaus finde ich, dass Design nur sehr begrenzt “Emotionen wecken” kann. Ein gerne, aber meistens unberechtigt benutztes Schlagwort.

  8. @Stefan
    Das Design Emotionen, sogar große Emotionen weckt, stelle ich gerade hier in diesem Blog tagtäglich fest! Auch ansonsten kann ich das bestätigen – wäre auch schlimm, wenn es nicht so wäre! Mit einem Design werden Ansichten, Meinungen, Aussagen und sogar “Welten” transportiert, mit denen sich Menschen identifizieren. – So wie es auch bei einem Logo sein sollte. Deshalb sehe ich es kritisch, wenn ein Stadtlogo so nüchtern und – im wahrsten Sinne des Wortes – farblos rüberkommt.

  9. Durchaus mutig. Die Ästhetik der aus dem Wappen entnommenen Symbole erinnern etwas an Tangram oder an Computerspiele (Pixelkunst).

    Lt. Wikipedia hat Alzey überigens nicht 55.000 sondern auch inkl. Eingemeindungen knapp 18.000 Einwohner.

  10. ich bin mir noch unschlüssig, ob ich das design für laien als besonders zugänglich einschätzen würde – aber möchte gern etwas zu dieser kosten-nutzen-diskussion sagen:

    100.000 euro sind sehr viel geld. allerdings sollte man sich mal als privatperson vor augen führen, dass die kostendimensionen bei unternehmen und städten eine andere sind als im eigenen geldbeutel.

    hier kann man einige summen zum vergleich sehen, 500m rad- und gehwege für 150.000 euro zum beispiel: http://www.stbaro.bayern.de/strassenbau/projekte/

    welches restaurant hat mehr besucher, in welchem restaurant würde man mehr für speisen zahlen: in einer heruntergekommenen, verhangenen dorfschänke oder in einem offen einsehbaren, frischen, einladendem, markanten restaurant?

    schafft eine stadt es durch kommunikationsmaßnahmen nur ein einziges unternehmen dazu zu bringen, nach alzey statt ins nächste kaff zu ziehen, und schafft dieses unternehmen nur 10 arbeitsplätze, so fließt _jährlich_ ein vielfaches der investierten summe zurück in die stadt.

    soviel zu “ins eigene erscheinungsbild zu investieren ist überflüssig”.

  11. Also ob ne Stadt attraktiv ist für Unternehmen oder nicht, dass wird sicherlich nicht durchs Logo entschieden… Diese Werber-Blender-Mentalität ist echt überholt. Ich finde, dass eine CI so ziemlich das unwichtigste für eine Stadt ist.
    Ich erinnere mich noch an die Situation am Bahnhof, wo kein Quadratmeter Dach wasserdicht war und die Planken mit Netzen vorm Herabfallen gesichert waren. Wurde es repariert? Nein, aber die komplette alte Beschilderung wurde durch die neue, blaue Bahn-CI ersetzt. Ärgerlich sowas.

  12. Die Ulmer Schule kann man halt überall draufrastern! Lang lebe Otl! Un-»heimlich« kreativ! Wohnst Du noch in Alzey oder schon in Stuttgart oder Schwäbisch Gmünd oder…?

    Das eine Stadt wie Alzey – wie alle anderen Städte auch – ein gutes Design verdient hat ist unumstritten, aber muß immer hinten das selbe rausfallen. Wissen die Alzeyer eigentlich, was sie da gekauft haben. Ist das das Ergebnis einer Arbeitsgruppe?

  13. @bashar: ohne substanz natürlich kein interesse. und ein corporate design (achim: wie wärs mit einem kleinen “CD ungleich CI” schild? :) ) ist sicherlich eins der unwichtigsten dinge in einer stadt – aber dennoch kann es hilfreich sein! es ist ein eindruck unter vielen.

    ein bahnhof ist sicher einer der wichtigsten kontaktpunkte in einer stadt,** aber schließt das aus, dass eine _IM VERHÄLTNIS_ kleinere summe* in einen vernünftigen medialen auftritt investiert wird?

    ich will nicht auf teufel komm raus die entscheidungen des stadtmarketings verteidigen und ich halte kritik an öffentlichen entscheidungen für essentiell in einer demokratie, aber das pauschale “was das wieder gekostet hat”-gebashe gegenüber gestaltung von immateriellen dingen (aka kommunikation) stört mich doch etwas.

    *http://www.welt.de/hamburg/article2605996/Bahnhof-Barmbek-soll-wie-Bayern-Arena-leuchten.html

    **einen halbwegs gepflegten bahnhof hat alzey schon: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Alzeyer_Bahnhof-_von_Bahnhofstra%C3%9Fe_aus_22.7.2009.jpg&filetimestamp=20091009190837

  14. Ich glaube Beispiele sind für diese Diskussion müssig.
    Mal ein Beispiel :) Bad Mergentheim
    Ganz nett, »modern«, austauschbar, ein bißchen steril und auf einem anderen Komposthaufen gewachsen. Warum ist das alles immer so uninspiriert? Da gibt es doch noch mehr!
    Wieviel steckt in dem Entwurf? Was ist daran so mutig? Was ist Kompromiss?

  15. Mir gefällt die Lösung gut, vielleicht gibt es ja noch Farb-Varianten.
    Das l im Stadtnamen wirkt ohne untere Serifen etwas beschnitten, steht m.E. auch zu weit vom A entfernt.

  16. Also ich finde, dass GERADE die kleinere Variante des neuen Stadtzeichens NICHT wirkt. Die Linienstärke für die Konturen der zwei Symbole wurden schlicht zu dünn angelegt. Für mich ein klares “no go”. Auf der klassischen Visitenkarte (oder auf dem Webauftritt etc….) werden die Zeichen nur noch flimmern. Ich verstehe nicht, wie ein Kommunikationsdesigner mit solchen Fitzellinien arbeiten kann. Da fehlt offensichtlich der Bezug zur Praxis und zur Umsetzung vor Ort (btw. am Bildschirm oder auf Papier)….

    Die Variabilität durch den Aufbau macht das Zeichen allerdings sehr alltagstauglich. Ansonsten: “nett”.

  17. @der Heinz: sorry, ik meinte positivbeispiele von realisierten “städte-erscheinungsbildern” :)

    @antwort: das von amsterdam find ich in seiner systematik und auch einzelnen piktogrammen der städtischen betrieben sehr schön.

    wobei der vorwurf des (formalen) modernismus in der gestaltung hier auch zählen könnte – andererseits ist praktikabilität in einem städtischen erscheinungsbild womöglich auch viel stärker ausschlaggebend als wir es gerne auf einer philosophischen/politischen/ideologischen ebene hätten – (der reduktionsansatz der moderne ist nunmal sehr gut reproduzierbar)

  18. muhuhuahhhhh… ich lach mir nen wolf. was soll das denn bitte. worms wie es singt und lacht macht logos für die 70er. das wird in kleinen größen alles zusuppen. oder wie stellen sich die designer eine kleinere darstellung vor?! fettere linien, so dass vom shape nix mehr übrig bleibt.

    ok für ne studienarbeit, aber professionell fehlt hier jede grundlage. und ” wo ist die idee” hinter diesem sogenannten logo!

    argggg…

  19. Hallo liebe “jungen & wilden” Designstudenten, die ihr die Welt revolutioniert und den Marken 3D-Effekte mit Glow und swooch und generatives Verpasst. Nein, eine Stadt ist kein Turnschuh, kein Handyanbieter, kein Designerdingelingtestlabor. Städte haben Traditionen, Geschichte, einen Charakter der nicht mit einem Punkt zur Marke erhoben darzustellen ist. Danke an alle die den Mut haben Stadtkommunikation als das zu sehen was es ist. Danke für Alzey!

  20. Weiss zufällig jemand, wieviel von den 100.000 Euro auf
    - Honorare, Nutzungsrechte
    - Produktionskosten (Briefpapier, Umstellung auf neues Corporate)
    entfallen?

    Kann drüber im Netz nichts finden.

  21. Mir gefallen diese eckigen Illus nicht… der Löwe sieht aus, als ob ihm gleich ein Arm abbricht – und diese abgehackte Zunge… wahrscheinlich ist alles historisch belegbar, weil irgendwo ein 45° gewebter Wandteppich aus dem Mittelalter rumhängt… oder aber sowas kommt dabei raus, wenn Typographen illustrativ arbeiten wollen und sich erstmal ein Schema zurecht legen müssen. Hat natürlich so den Vorteil, daß auch der Fliesenleger bei der Neugestaltung des Rathauses seine Chance bekommt. Die 70er lassen jedenfalls grüßen – wie auch oben schon erwähnt.
    Die Typo hingegen finde ich gut.

  22. @A+:

    Stadtkommunikation kann auch schön sein, da gibt es genügend beispiele.
    hier geht es aber nicht um die erhebung zu einer marke, nur weil man ein logo gestaltet, das etwas mehr aussagt als ein schlechtes redesign eines wappens. eckige formen, zu dünne linien und schwarze trauerfarbe machen bestimmt kein gutes redesign einer stadt/region aus! /wenn es um tradition geht: wo ist die farbherleitung?!?!?) auch wenn hier von tradition die rede ist, davon ist nichts mehr zu sehen ausser ein name und zwei kryptisch aneinandergereihte bilder. zu wenig um in erinnerung zu beleiben, von der wort-bild-schere gar nicht zu sprechen. heimliche hauptstadt: einen solchen satz sollten man in einer idee auflösen um eine möglichst große wiedererkennung zu generieren. hier geht es eigentlich um eine haltung, die nur über text, aber nicht über bild kommuniziert wird. wenn wir den satz “man kann nicht nicht kommunizieren” nehmen, dann trägt alzey trauer und weint den vergangenen jahren nach, in der es von bedeutung war, oder auch nicht.

    das hat dann auch nichts mehr mit “designstudent oder nicht” zu tun, sondern verlangt etwas mehr denksport bei den profis die es umgesetzt haben! es geht ja nicht um modische belange sondern um modernität. 2 verschiedene dinge.

    modern ist hier fehlgeschlagen und jetzt schon altmodisch, wie die meisten weinetiketten aus dieser region auch!

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