El Salvador setzt sich als Marke in Szene

El Salvador, das kleinste Land Zentralamerikas, positioniert sich als Marke. Von der für das Design verantwortlichen Agentur Interbrand heißt es, man wolle El Salvador als eines der neuen Reiseziele und wachsenden Volkswirtschaften auf der ganzen Welt bekannt machen.

Das für El Salvador entwickelte Markenkonzept versteht sich als ganzheitliches Nation Branding und umfasst sowohl wirtschaftliche wie auch politische, kulturelle und sozialgesellschaftliche Aspekte, womit der Ansatz weit über eine reine Touristenmarke hinaus geht. Die Markenidentität, so zumindest die Intention, soll sowohl nach außen wie nach innen wirken. Ziel ist es, neben ausländischen Investoren und Touristen insbesondere auch die eigenen Bürger anzusprechen.

Auszug der Pressemeldung der Agentur:

The primary objective was to provide recognizable graphic elements relevant to the diverse audiences and communities that make up the Salvadorian identity. In its sum, the new brand aims to be a patriotic symbol that invites foreign and national investors to commit to El Salvador’s resources and entrepreneurship projects, but also importantly favors its citizens by communicating and remembering the reasons why they should take pride and leadership in the development of their country through their collective efforts as individuals.

Die Grundidee der visuellen Identität besteht in der Hervorhebung des Buchstabens „V“, der sich inmitten des Landesnamens El Salvador befindet. Ausgehend vom V entfalte sich ein „Kaleidoskop an Bildern, mit dem die unendliche Vielfalt an eindrücklichen Erfahrungen und Erlebnisse kommuniziert werden sollen, die dieses Land bietet“, so heißt es im Pressetext.

Für die Kreation wie auch für die strategische Markenpositionierung zeichnet die Agentur Interbrand (Mexico) verantwortlich. Interbrand hatte den von der Regierung von El Salvador ausgeschriebenen Wettbewerb für sich entscheiden können.

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12 Kommentare zu “El Salvador setzt sich als Marke in Szene

  1. Habe beim großen „Kaleidoskop“ das Gefühl, dass da irgendwas nicht richtig ausgemittelt wurde. Vielleicht nur visuell …

    • Ich hatte das gleiche Gefühl und habe es mal überprüft. Dein Gefühl täuscht dich nicht. Es liegt daran, dass das V nicht zu 100% in der mitte von »El Salvador« liegt, sondern ein Tick weiter rechts.

      Ansonsten gefällt mir das, was man bis jetzt sehen kann sehr gut.

      • Ich kann mir auch vorstellen, dass Axel Stern meinte, was ich sehe:
        zwischen Vulkan und Kirche ( ? ) nach oben hin ist alles ein wenig nach links gerutscht …

        Ansonsten gefällt mir der ganze Auftritt ganz gut, würde ich doch glatt mal dort hin gehen um Urlaub zu machen in dem Land, das fast so groß ist wie Hessen …

  2. Sieht ein bisschen nach Freizeitpark aus. Vor allem das mit dem großen Trichter. Kessel Buntes – von allem etwas. Bisschen zu kindlich und zu bunt. Zu viele Elemente in einem Logo.

  3. Kamelle \o/

    Finde das Logo eigentlich ganz gut, auch die Idee mit der Erweiterung, die mehr vom Land darstellt und das Logo als Grundlage nutzt.
    Dass das nicht 100% mittig ist, finde ich hier nicht so schlimm, es wirkt jedenfalls nicht „falsch“.

  4. > Ich hatte das gleiche Gefühl und habe es mal überprüft. Dein Gefühl täuscht dich nicht. Es liegt daran, dass das V nicht zu 100% in der mitte von »El Salvador« liegt, sondern ein Tick weiter rechts.

    Tja, wer das Staubkörnchen sucht, findet es auch: guter, visueller Auftritt. Diese „Staubkörnchen_Diskussion“ empfinde ich als höchts unprofessionell.

    • Interessant wie unterschiedlich die Auffassungen hier sein können.

      Wenn mehrere Personen ein Gefühl haben, das sie sich nicht so richtig erklären können und ich dann – aus beruflichem Interesse – überprüfe woran das liegen könnte, empfinde ich das eigentlich nicht als unprofessionell.

      Zumal habe ich die »Nicht-Zentriertheit« mit keiner Silbe kritisiert, sondern gesagt das mir die Marke gut gefällt.

    • @walter horcher

      Der Punkt ist, dass zuerst kein Staubkörnchen gesucht wurde. Die Tatsache, dass diese wenn auch kleine Imbalance mehreren Betrachtern aufgefallen ist, bewegt den neugierigen Geist dazu, diesem visuellen Rätsel auf den Grund zu gehen. Wer wären wir, täten wir dies nicht?

      Wenn ein Logo beim ersten Betrachten ein Gefühl von visuellem Ungleichgewicht hervorruft, kann dies ein Problem für jenes Logo darstellen. Vor allem, wenn die Imbalance, wie in diesem Fall, gerade noch sichtbar aber nicht groß genug ist, um als „gewollt“ angesehen werden zu können.

      Es ist meiner Meinung nach keineswegs „unprofessionell“ die Gewichtung einmal zu überprüfen. Es ist in keinem Fall „unprofessionell“, einmal mehr hinzugucken als einmal weniger und einfach „alle fünfe grade sein zu lasse“ –das Gegenteil ist der Fall. Ich weiß nicht, wie Sie es handhaben, ich jedoch lege Wert auf genaues Arbeiten. Dies halte ich für ein Zeichen von Professionalität.

  5. Normalerweise bin ich gegen ‚Vielfalt‘-Ansätze.
    Das ist weil sich der Tourismus-Manager nicht festlegen will und wird gern Design-Mischmasch, Tapete.

    Hier scheint es zu passen. Auch wenn ich den unschuldigen Buchstaben V jetzt nicht gerade als den wichtigsten im Schriftzug erkenne, so liegt er halt in der Mitte. Das ist sein formaler Vorzug.
    HerVorragend.

    Und wird je nach belesener oder unbelesener Lesart zu des Knaben Wunderhorn, zu dem Füllhorn der germanischen Frühlingsgöttin (die gibt es in El Salvador wohl nicht), guter Feen, Faune und sonstiger Götter. Vermutlich eher weniger wird das V zum strengen Nürnberger Pildungs-Trichter (der wäre auch anders herum – nach unten und trichtert unangenehm konvergent statt divergente Fülle zu verbreiten).

    Ich erkenne all so:
    Heraus- und hineinfliegende Fischlein, heraushüpfemde Blüten, Viecher, Vögel und Palmen. Wunderbar.

    Wenn die keine Vulkane haben, dann kann man da hin.
    ;-)

    El Salvador ist geprägt durch eine Kette von Vulkanen, …
    Oh, äh. Drum.

  6. Sehr schön. Schade ist es nur um den schon vor 3 Jahren von Studenten aus El Salvador entwickelten Auftritt, der von den Behörden abgelehnt wurde. Zu finden unter „Colectivo País“ bei Behance und Facebook. War nicht weniger schön, ähnlicher Ansatz, dazu for free.

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