Den Haag Brand

Eine neue typographische Dachmarke für Den Haag

Den Haag Brand

Den Haag, Hauptstadt der Provinz Südholland und mit über 500.000 Einwohnern drittgrößte Stadt der Niederlande, erneuert seine Dachmarke. Vor dem Hintergrund eines Marketing-Zukunftsplans namens „Den Haag City Branding 2020“ wurde eine typographische Wortmarke entwickelt, die dazu beitragen soll, die Identität der Stadt zu stärken.

Wie die Stadtverwaltung Den Haags anlässlich der Vorstellung des neuen Signets betont, sei die grundlegend erneuerte Dachmarke mehr als nur ein Logo. Vielmehr ginge es darum, mit einem konsistenten Erscheinungsbild eine markante, relevante und glaubwürdige Stadtidentität zu entwickeln. Im sogenannten „Den Haag Brandbook“, das vor kurzem ins Netz gestellt wurde, werden alle wesentlichen die Stadtmarke betreffenden Aspekte definiert, so unter anderem die fünf Markenkernwerte: „City of Peace and Justice, Seat of Government , City by the Sea, Royal residence and regal allure, Leading Businesses and institutions“.

Für die Kreation verantwortlich zeichnet ein Designkollektiv, das aus Absolventen der „Royal Academy of Art in The Hague“ besteht und speziell für diesen Anlass zusammengestellt wurde. Ähnlich ging man in Eindhoven vor, als im Sommer 2013 das Erscheinungsbild der Stadt erneuert worden ist. Auch in Den Haag weiß man, dass Design ohne jeglichen Pitch möglich ist. Eine gute Entscheidung! Die aus zwei Schriftarten bestehende Wortmarke dürfte hingegen polarisieren. In jedem Fall haben die Kreativen ein Zeichen entwickelt, an dem das Auge unweigerlich hängen bleibt.

Zur Info: das im Sommer 2014 eingeführte Stadtlogo Den Haags bleibt von den Neuerungen wohlgemerkt unberührt und wird auch zukünftig als hoheitliches Zeichen zum Einsatz kommen.

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7 Kommentare zu “Eine neue typographische Dachmarke für Den Haag

  1. Mir gefällt´s!
    Das einzige was etwas komisch wirkt ist das H, ich denk mir einfach die ganze zeit das das doch andersrum gehört, aber das macht das Signet ja erst interessant.
    Schön wäre es noch gewesen wenn die Farben gelb/grün von der Flagge Den Haags verwendet worden wären.

  2. Mir als Laien erschließt sich das mit dem „konsistenten Erscheinungsbild“ nicht so ganz.
    Ein Signet mit zwei Schriftarten schön und gut, aber eine dritte im Stadtlogo? Unabhängig von künstlerischen Entscheidungen wirkt das nicht sehr konsistent. Da ist eigentlich mindestens eine über.
    Für mich sieht es so aus, als ob die Schrift aus dem Logo nicht für das neue Signet passte. Es sollte trotzdem diese Idee umgesetzt werden und ein neues Logo war nach eineinhalb Jahren nicht vermittelbar.
    Oder gibt es Sachgründe für die gestalterischen Unterschiede die ich nicht sehe?

  3. Irgendwie ist es bei unseren niederländischen Nachbarn möglich, Erscheinungsbilder für Städte zu entwerfen, ohne bierernst oder gebrauchsgraphisch zu werden. Und wie immer sind sie auch etwas entspannter im Umgang mit Typo und Farben ;-) Dabei hilft es natürlich, wenn die Teilnehmer vorher nicht durch endlose Pitchrunden gejagt wurden. Meiner Meinung nach nicht ganz so toll wie das von Eindhoven, aber heel mooi :-)

  4. Vor allem die farbigen Varianten überzeugen. In der stark verkleinerten Anwendung zeigen sich allerdings Probleme bei dem geteilten H. Der Teil mit Serifen wirkt im Vergleich zum serifenlosen Teil zu dominant.

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