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EBU im neuem Corporate Design

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EBU Logo

Die European Broadcasting Union (EBU) hat seit kurzem ein neues Erscheinungsbild. Im Rahmen ihrer 68. Generalversammlung stellte die EBU ihr neues Corporate Design in Straßburg vor. Anstelle des bisherigen blau-gelben Bildmarke rückt nun mit dem Akronym „EBU“ eine Wortmarke in den Mittelpunkt des Designs. Gleichzeitig verschwindet die französische Entsprechung „UER“.
EBU Logo

Während das neue rot-blaue Farbschema aufgrund des ungewöhnlichen Farbkontrasts über eine gewisse Eigenständigkeit und Wiedererkennbarkeit verfügt, nimmt sich die Wortmarke vergleichsweise unauffällig aus. Auch bei diesem Redesign kommt die Schrift Gotham zum Einsatz. Erst kürzlich habe ich in einem Tweet auf die enorme Popularität hingewiesen, die die Gotham derzeit genießt.

Swiss Football League, Brand USA und Star TV und HHL – bei allen Redesigns fiel die Wahl auf die Gotham als Hausschrift. Innerhalb der EBU-Wortmarke wurde die Gotham allerdings abgewandelt. Das „B“ wurde kurzer Hand in seiner Breite gekürzt (Screencapture), beim „E“ wurde hingegen der mittlere Querstrich verlängert und bündig zum Deckstrich gesetzt.

Corporate Design

Interessant, dass sich ausgerechnet die EBU mit einem Rot-Blau-Kontrast präsentiert. Ganz sicher zählt dieser nicht zu den angenehmsten und für die Augen freundlichsten Farbschemata. In den Anwendungen funktioniert das Wechselspiel der Farben jedoch ausgezeichnet, auch dank Abschwächung roter Flächen mittels Verläufen.

EBU Design

Nicht so recht nachvollziehbar ist, weshalb die Wortmarke in einem schrillen Signalblau angelegt wurde, während in Anwendungen Ultramarin Verwendung findet. Auf der Website wiederum weicht der Ultramarinton einem Lila. Das hätte man durchaus zugunsten des dunkleren Wertes harmonisieren können, wenn nicht gar müssen.

Website

Die Website wurde bereits auf das neue Design umgestellt.
EBU Website

Intro | Motion-Design

Die European Broadcasting Union ist ein Zusammenschluss von derzeit 74 Rundfunkanstalten in 56 Staaten Europas, Nordafrikas und Vorderasiens mit Sitz in Genf. Die bekannteste Produktion der EBU dürfte der alljährlich stattfindende Eurovision Song Contest sein.

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16 Kommentare

  1. Zuerts das Gute:

    Die Anwendungen zeigen mit den Verläufen und der sicherlich prägnanten Gestaltung immerhin das ein Gestalter am Werk war, der offensichtlich – und da kommen wir schon zum Schlechten – gezwungen war eine unschöne Wortmarke zu verwenden … zwar niederkomplex aus lediglich 3 Buchstaben bestehend und doch einfallslos und ohne Willen typografische Finess einfliessen zu lassen umgesetzt, z.B Verhätnis der optischen Breite des U zu EB…

    Gut, der Kommentar ist jetzt rein auf das gesehene Ergebnis bezogen, die Schwierigkeiten bei einer EU Behörde politisch einen Entwurf durchzusetzen will ich hier mal ausklammern – sicher unverhältnismässig schwerer und langwieriger als beim Kleinkunden von nebenan …

  2. Das blau erinnert mich an das “Link-ohne-Styles”-blau in Browsern. So auf (meinem) Screen leuchtet es ganz eklig. Hoffentlich sieht es auf Druckerzeugnissen schöner aus ._.

  3. Das Redesign lässt mich Ratlos.
    Das RGB Blau von dem Logo macht kein Sinn denn im Print läst es sich selbst mit Schmuckfarben nur annähernd realirieren und on-line bzw on-air tut die Sättigung des Blau in den Augen weh.

    In der Anwendung mit den Roten Kreisen ist das ganz schon deutlich gefälliger. Aber auch hier flackert es im Auge, fast wie bei einem KomplementärKontrast und wirkt insgesamt unfertig.

    Was hat es mit dem pointillistischem Favicon aufsicht? Taucht das Element noch irgendwo auf?
    Sollen die Punkte die EU symbolisieren?

    Wie gesagt mehr Fragen als Orientirung.

  4. Ich finde, hier sieht man schön, wie wichtig optischer Ausgleich in der Typografie ist. Der Mittelstrich des E scheint weiter vorzustehen als die Striche oben und unten.

  5. @Dennis: die EBU hat mit der EU und einer Behörde nichts zu tun…

    Zum Schriftlogo: einfallslos. Wie soll denn das als Einblendung aussehen. Ist so viel Retro wirklich beabsichtigt?

  6. naja, besser als solche einfälle:

    R128 soll sich da irgendwo verstecken, sowas kommt dabei raus wenn sich EBU-Tontechniker als Logo-Gestalter versuchen :D

  7. die neue wortmarke gefällt mir gut. schlicht, zeitlos & es wurde auf jeglichen grafischen schnick schnack verzichtet.auch die gotham überzeugtmich immer wieder, auch wenn man sie zu zeit echt oft sieht.
    gerade die anwendungsbsp mit der eher ungewöhnlichen farbwahl finde ich sehr gelungen & auch der web auftritt wirkt jetzt viel “seriöser” und eigenständiger.schade allerdings das die reine wortmarke nicht im selben blauton gehalten wurde.

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