Du zeigst Flagge

Flagge zeigen

Auch wenn Du heute bei der EM gegen Portugal nur Außenseiter bist. Zeig Flagge! Biete dem Gegner die Stirn. Egal, wie der Schiri pfeift. Egal, ob mehr Portugiesen im Stadion sein werden und Ronaldo 25 Übersteiger nacheinander macht. Rag heraus. Stemm dich gegen die Masse. Lass Delling und Netzer die Phrasen dreschen und Kerner im Regen stehen. Bleib auf Kurs.

Bleib am Ball. Du bist der Ball. Gib dem Spiel die entscheidende Wendung. Schiebe es nicht auf widrige Platzverhältnisse, wenn eine Flanke mal nicht ihr Ziel findet. Setz nach. Gib hundertzehn Prozent. Nimm Dir ein Beispiel an der türkischen Mannschaft. Gib das Spiel niemals verloren. Mach Dir keinen Kopf, was Du mit der Siegesprämie anstellen könntest. Vergiss die Kohle. Vergiss auch die bohrenden Fragen der Reporter. Denk nicht zu viel nach. Sei denkwürdig.

Du bist Deutschland!

65 Kommentare zu “Du zeigst Flagge

  1. @Achim
    ich glaube du solltest die Kommentarfunktion sperren; das hier führt doch zu nichts!

  2. Wer immer noch nicht begriffen hat, dass wir verdammt froh darüber sein können in einem Multikultiland zu leben, der kann einem nur noch leid tun.

    Es hat noch nie jemandem gut getan zu lange nur im eigenen Saft zu schmoren. Auf Fremdleistung aus Vergangenheit stolz zu sein bringt niemanden voran. Geh raus und lass Dich von der ganzen Welt inspirieren.

    Zum Beispiel vom Holi… http://www.designtagebuch.de/hapy-holi/ :D

  3. Bei mir daheim sieht es tatsächlich fast so aus wie auf diesem Bild, nur dass man vier der türkischen durch kroatische Flaggen ersetzen müsste und die deutsche durch eine kleine österreichische. :-)

    Gelegentlich sieht man auf Autos auch zwei unterschiedliche, doch mehrheitlich zeigen Immigranten in der Tat die ursprüngliche (sic!) Flagge. Sollen sie sich nur an ihren Wurzeln festhalten, wenn ihnen das Sicherheit gibt. Das ganze Integrations-, Assimilations-und Überfremdungs-Geplapper ist halt Unfug, de facto haben wir meist friedliche Koexistenz. Oder aktiv gepflegte Ignoranz, um bei der Wahrheit zu bleiben.

    Und wen das Bild stört, der kann ja gerne in diese Umgebung ziehen, um das Verhältnis ein bisschen aufzubessern, nicht?

    Grüße aus Österreich (Weltmeister 2010, yeah!)

  4. @Bastian

    Ich definiere den Begriff „Stolz“ ähnlich der aktuellen Version des Wikipedia-Artikels: http://de.wikipedia.org/wiki/Stolz

    Stolz [von mnd..: stolt = prächtig, stattlich, lat.: sultitia: „Torheit“] ist das Gefühl einer großen Zufriedenheit mit sich selbst, einer Hochachtung seiner selbst – sei es der eigenen Person, sei es in ihrem Zusammenhang mit einem hoch geachteten bzw. verehrten „Ganzen“.

    Er entspringt der (subjektiven) Gewissheit, etwas Besonderes, Anerkennenswertes oder Zukunftsträchtiges geleistet zu haben oder daran mitzuwirken. Dabei kann der Maßstab, aus dem sich diese Gewissheit ableitet, sowohl innerhalb eines eigenen differenzierten Wertehorizonts herausgebildet als auch gesellschaftlich tradiert sein. Im ersten Fall fühlt man sich selbst bestätigt und in seiner Weltanschauung bestärkt („Ich bin stolz auf mich“), im anderen Fall sonnt man sich in der gesellschaftlichen Anerkennung („Ich bin stolz, etwas für meine Stadt geleistet zu haben“).

    @ph

    Holi ist wirklich eine schöne Idee.

  5. Mit dem schönen Hinweis von ph zum Holi-Fest schließe ich die Kommentarfunktion an dieser Stelle. Das bedauere ich sehr aber wie es Luise richtigerweise festgestellt hat führt die Diskussion leider nicht in die von mir gewünschte Richtung, sondern dient lediglich Unverbesserlichen Platz ihre kruden Ansichten zu verstreuen. Dafür steht dieser Blog nicht bereit.

    Ohne Toleranz geht es nicht.

    Ich bin wohl zu naiv, wenn ich mir das Foto anschauen kann OHNE irgend etwas Fremdenfeindliches dort zu sehen. Ich fands, wie viele andere, einfach nur witzig. Das Zitat zur Kampagne – visuell und textlich – drängte sich auf.

    Vielen Dank an alle, die sich konstruktiv eingebracht haben!

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