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dt-Umfrage: Gehälter von Designern und Designpraktikanten

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In Anlehnung an die jüngst durchgeführte Umfrage in Bezug auf die Gehälter von Hochschulabsolventen, würde ich gerne noch einmal in etwas allgemeinerer Form die Gehälter von Designern thematisieren. Ich möchte deshalb alle Designer* einladen, das folgende, sehr kurz gefasste Formular auszufüllen.

Zeit ist Geld, ich weiß. Wichtiger als jede Umfrage ist die eigene Arbeit, die eigene Kreation. Deshalb würde es mich besonders freuen, wenn sich auch diejenigen Kollegen angesprochen fühlten, die bereits seit einigen/vielen Jahren im Beruf stehen. Je mehr Designer/Designpraktikanten mitmachen, und je heterogener die Teilnehmergruppe, umso brauchbarer ist am Ende das Ergebnis, das ich gerne im Anschluss an die Befragung und Auswertung hier im Blog veröffentlichen möchte.

Diese Umfrage geht auch auf eine Anregung von dt-Leser andre zurück. Das Thema „Vergütung von Pitches“ – auch spannend – bleibt hier allerdings erst einmal außen vor. Dennoch ist dies eine Art Gemeinschaftswerk, so verstehe ich es jedenfalls. Das Formular ist mit zwei Fragen bewusst sehr knapp gehalten. Abgefragt werden die Monatsgehälter jeweils als Brutto-Wert. Die Daten werden anonymisiert erfasst.

* in Festanstellung oder als Praktikant in Deutschland, Österreich, Schweiz, Südtirol

Update 08.09.2010: 14:27
Die Umfrage ist nun beendet. 1.401 Leser haben an der Umfrage teilgenommen. Vielen Dank an alle! Ich werde das Ergebnis nun auswerten und für eine Veröffentlichung aufbereiten.

22 Kommentare

  1. Wäre vielleicht noch Interessant die Gehälter von Festangestellten mit dem Einkommen von Freelancern und Selbständigen zu vergleichen (auch wenn das natürlich schwer zu vergleichen ist). Schließlich ist diese Gruppe ja auch nicht klein.

  2. … auch wenn ein wenig schwieriger zu vergleichen, wäre es durchaus interessant, so etwas einmal in Hinsicht auf das freischaffende bzw. selbstständige Volk der Designer durchzuführen.

    EDIT: Zwei Dumme… ;-)

  3. Hallo Kacper, Hallo Jan, absolut! Das Einkommen von Selbstständigen will ich gerne später einmal in einer zweiten Umfrage angehen.

    Erste Statusmeldung: 70 Antworten nach 35 Minuten. Wenns in diesem Tempo weitergeht – was ich sehr hoffe – knacken wir am Abend die 1.000.

  4. anstelle des Monatsgehaltes wäre es evtl sinnvoll das Jahresgehalt abzufragen, denn es gibt Festeinstellungen mit mehr als 12 Gehältern. Jahresgehälter wären also transparenter.

  5. Kleiner Tip eines Sozialwissenschaftlers: du solltest überlegen, ob du die Umfrage hinter einem Link im Fließtext unterbringst. Möglichweise entgehen dir dadurch einige Teilnehmer; jedoch könntest du auch dem Risiko einer Verfälschung durch Spaß-Teilnehmer entgegenwirken. Während “offene” Buttons und Optionsfelder nämlich schnell zum draufklicken verleiten, hält ein Link doch mehr ab, als man glauben mag – ein Button klicke ich auch ohne Not, ein neues Tab öffne ich meist nur auf Grund einer Intention.

  6. Dem Kommentar von Nadine kann ich mich nur anschließen:

    In einer kleinen Druckerei in Sachsen-Anhalt kann ein Gestalter – selbst bei bester Ausbildung und mit den größten Fähigkeiten – vom Gehalt eines mittelmäßig begabten Düsseldorfers nur träumen.

    So wie die Umfrage aktuell läuft, gibt sie wirklich nur das durchschnittliche Gehalt wieder – eine Aussage, wo man besser verdienen kann, geht daraus leider nicht hervor. Und die wäre doch auch nicht uninteressant.

  7. Kann mich meinen beiden Vorrednern nur anschliessen. Der Ort bzw die Region ist äusserst wichtig. In Design-Hochburgen wie München oder Hamburg sieht es sicher anders aus, als in einer Kleinstadt in Sachsen. Allein was die Lebenshaltungskosten angeht.500 Euro mehr in München heisst nicht gleich, dass er nach Abzug von Miete und Lebenshaltungskosten auch wirklcih die 500 Euro mehr hat als ein Designer aus Niederbayern.
    Aber es gäbe sicher noch zehn weitere wichtige Punkte, die solche ein Umfrage auch wirklich brauchbar machen. Grösser der Agentur, durchschnittliche Arbeitszeit/Woche, 13. Gehalt, usw.

    Frage: Brutto- oder Nettogehalt?

  8. @ Andreas: Das ist ja wohl klar, dass man das monatl. Durchschnittsgehalt angibt, damit 13. Monatsgehälter, Jahresboni etc. berücksichtigt werden.

    @ Achim Schaffrinna: Ich befürchte, dass die meisten hier nicht an 13. Monatsgehälter, Jahresboni etc. denken und somit das Ergebnis nicht ganz korrekt sein wird.

  9. > Frage: Brutto- oder Nettogehalt?
    “brutto” – steht auch im Artikel

    Richtig, eine Unterscheidung per Region wäre möglich und durchaus auch sinnvoll gewesen. Ich behalte es im Hinterkopf. Ein Anpassen der aktuellen Umfrage kommt nicht mehr in Frage. Wichtig war es mir, dass in dieser Umfrage alle Bundesländer erfasst werden, und das ist hier der Fall. Das schöne ist zudem, dass hier die Designer selbst befragt werden und nicht ihre Arbeitgeber.

    Kleiner Zwischenstand: 385

  10. Huhu Achim beim Praktikantengehalt gibts n Problem:

    300-400,
    400-500
    … wenn ich 400 bekomme wo soll ich klicken?

    //Edit
    300-400 angeklickt weils beim praktikum davor 300 gab.

  11. Danke Norman. Du hast recht und es betrifft auch die anderen Zahlen, wenn auch vermutlich nicht in solch einer Häufigkeit. Sauberer wäre es, wenn es „301€ – 400€“ und „401€ – 500€“ hieße. In der laufenden Umfrage lässt sich das nicht mehr ändern, da sonst das Ergebnis verfälscht würde. Beim einer möglichen zweiten Umfrage werde ich dies direkt mitberücksichtigen.

    Zwischenstand: 873

  12. Kann mich nur Kacper und meinem Namensvetter anschließen.

    Würde Dir gerne helfen und teilnehmen, da aber ‘Freiberufler/Selbstständige/Freelancer’ nicht zur Auswahl stehen, falle ich – so wie eine wahrscheinlich große Anzahl anderer – direkt bei der ersten Frage aus dem Raster. Schade …

  13. ich staune sehr wieviele umfragen zum thema gehälter, jobchancen, überstunden etc. es in letzter zeit überall gibt. und ich hoffe, dass es nicht nur an der momentanen schieflage der branche liegt, sondern auch zukünftig mehr austausch stattfindet. nochmehr hoffe ich auf einen nächsten schritt. wenn nun bekannt ist wie es allerorts aussieht, würde ich mir wünschen, dass wir gemeinsam daran arbeiten die missstände zu beheben. das erfordert in erster linie zusammenhalt und auch gewisse absprachen, z.b. das bestimmte preise nicht unterschritten werden dürfen oder bestimmte plattformen einfach geschnitten werden. auch eine entlohnung von überstunden oder, dass man diese abbummeln darf sollte normal sein.

    hier könnten auch die berufsverbände etwas beitragen. zum beispiel gab es an meiner hochschule nie eine veranstaltung zum thema stundensatz. da ist es kein wunder wenn der ein oder andere seine arbeit viel zu günstig anbietet und damit die preisspirale weiter und weiter abwärts führt. wieso gibt es das kalkulationsapp nur für mitglieder und warum findet man den vergütungstarifvertrag für designleistungen in keiner bibliothek?
    schade ist auch das es nicht mehr staffelungen bei den mitgliedsbeiträgen gibt. ich wette viel mehr designer würden sich den verbänden anschliessen, wenn dies anders wäre.

    ich fände eine diskusion über “was können wir tun um etwas zu verändern?” sehr gut. ich für meinen teil wäre bereit mich einzubringen und auch zeit zu investieren, um etwas in gang zu bringen, dass unser aller situation nachhaltig verbessert.
    denn bei allen problemen ist unser beruf noch immer ein eigentlich schöner.

  14. “…wieso gibt es das kalkulationsapp nur für mitglieder und warum findet man den vergütungstarifvertrag für designleistungen in keiner bibliothek?… ”

    > deutschland!

    Aber auch ich stimme dir in allen Punkten zu… Grundkurs BWL/(Selbst)Marketing sollte bereits Pflichtprogramm im Grundstudium sein und nicht nur zubuchbare Option…

  15. Auch wenn mein Praktikum schon vorbei ist, hab ich mal dafür abgestimmt. Ich hab deutlich weniger bekommen,als in Frankfurt für Praktikanten der Schnitt ist, jedoch hatte ich auch kein Studium gehabt.
    Was ich auch interessant fände, wäre zu wissen, was Auszubildene die in der Designbranche tätig sind bekommen (da ich nun auch eine bin =)).

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