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Dow Jones legt leicht zu

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Dow Jones Logo

In den durch die drohende Zahlungsunfähigkeit Griechenlands ausgelösten Turbulenzen an den Börsen geht das Redesign bei der Dow Jones & Company vollkommen unter. Nahezu unbemerkt hielt dieser Tage ein modifiziertes Logo Einzug in den Webauftritt des Unternehmens. Eine offizielle Pressemeldung zum Redesign fehlt bislang. So lässt sich nur mutmaßen, was mit dem Redesign bezweckt werden soll.

Dow Jones Logos

Das modifizierte Logo ist kompakter, nimmt weniger Raum in Anspruch, zumindest bei Darstellung mit Namenszusatz, und wurde in einer neuen Typo gesetzt. Die Schriftstärke legt dabei leicht zu. Ein evolutionärer Schritt, der von Laien mehrheitlich unbemerkt bleiben dürfte.

Wozu ein Redesign, wenn es nicht kommuniziert wird? Im Sommer dieses Jahres zog Dow Jones-Chef Les Hinton die Konsequenzen aus dem Abhörskandal in Großbritannien und trat zurück. Soweit bekannt ist der Posten seitdem vakant. In der Regel werden Änderungen am Corporate Design gerne mit Neubesetzung des Chefpostens durchgeführt. Offenbar wurde dem von Aufsichtsratsvorsitzenden Rupert Murdoch angeführten Unternehmen aber auch ohne neuen CEO eine dezente, visuelle Kur verordnet, um die Marke zu stärken.

Zulässige Varianten von Dow Jones

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6 Kommentare

  1. Die Abwärtstendenz der Kurve scheint mir im neuen Logo deutlich abgemildert. Da war wohl die Hoffnung auf Besserung der Marktlage Anlass der Neugestaltung!? So als eine Art selbsterfüllende Prophezeiung vielleicht. Mir gefällt das neue Logo (bis auf den Verlauf) auch besser als der alte Entwurf. :)

    PS: Wenngleich die Varianten in weiß auf Blau einen klitzekleinen Hauch von Zahnpastaanmutung haben.

  2. Der Zusatz “a News Corporation Company” wurde ja erst dazugeklatscht, als man von eben jenem Konzern übernommen wurde. Lässt man den Zusatz jeweils weg, so ist der Unterschied zwischen als und neu marginal. Merkwürdig ist die prominente Hervorhebung des Heimatkonzerns im neuen Logo aber schon.

  3. Ich finde den Fade im Schweif absolut unnötig. Vorher hatte man hier wunderbaren Kontrast; der geht nun an dieser Stelle verloren. Als Gestalter sollte man sich entsprechend festsetzen: ganz klassisch flächig oder modern/stylish mit Effekten – aber dann muss auch die handwerkliche Umsetzung stimmen. Das war mir damals auch bei Skoda aufgefallen: http://www.designtagebuch.de/skoda-markenzeichen-erneut-modifiziert/
    Hier wird versucht, die Großen (Mercedes, Audi, VW, …) zu kopieren, aber authentische Plastizität entsteht dabei einfach nicht.

  4. Ich finde die Buchstabenkombo von W und J macht die Sache gut kompakt, bringt aber eine optische Schiefe rein.

    Alles in allem meine ICH, das diese Lösung gelungen ist, wenn man sich die Ausgangselemente ansieht, die zur Verfügung standen

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