Douglas Logo

Douglas im neuen Look

Douglas Logo

Die Parfümerie-Filialkette Douglas modernisiert derzeit ihren Markenauftritt. Im Zuge einer strategischen Neuausrichtung möchte man bei der Douglas-Holding die Parfümerien-Marke, wie es heißt, als Taktgeber im europäischen Beauty-Markt etablieren.

Das Rebranding erfolgt vor dem Hintergrund der Ende letzten Jahres eingeleiteten Übernahme der Douglas-Holding durch den US-Investor Advent International. Ziel sei eine „klare Fokussierung auf den gehobenen Beauty-Markt mit einem „Hauch von Luxus“ und innovativen Einkaufs- und Service-Erlebnissen“, wie es in der im Juli veröffentlichten Pressemeldung heißt, in der die Maßnahmen angekündigt worden sind.

Der Wechsel von dem zwar frischen, aber doch stets ein wenig billig wirkendem Türkis hin zu „Vintage Mint“ und Schwarz, ist unter den genannten Zielvorgaben nachvollziehbar. Mehr als einen Hauch von Luxus erzeugt das neue Farbkonzept allerdings nicht, wenn überhaupt. Vor allem das in der Form weiterhin unveränderte Douglas-Logo, eine reine Wortmarke, wirkt vergleichsweise fett, neigt der Schriftzug doch tendenziell dazu, „zuzulaufen“. Anders formuliert: die Wortmarke trägt zu dick auf. Rein optisch hat sie mehr mit Hertie gemein, denn mit den Guccis und Pradas dieser Welt. Bei rund 1.200 Filialen, über die Douglas verfügt, wäre eine Anpassung der Logoform selbst sicherlich noch einmal mit höheren Kosten verbunden.

Interessant ist der Spagat, den die Marke derzeit im Online- und im Filialgeschäft vollzieht, vor allem visuell. Offenbar fungieren die digitalen Medien und die eCommerce-Sparte als Motor und werden dementsprechend priorisiert. „Nach und nach“ werde man die Filialen auf das neue Design umstellen, heißt es auf der Facebook-Fanpage von Douglas. Bis dahin werden Kunden mit den zwei Gesichtern der Marke zurecht kommen müssen. Konsistent ist der Markenauftritt auch in der Onlinewelt noch nicht, wie ein aktuelles Weihnachten-Visual zeigt.

Update 15.11.2013: Gestern veröffentlichte Douglas ein erstes Video im neuen Look.

Der Webauftritt wurde zum 22. Oktober relauncht. So sah Douglas.de bislang aus (Screenshot).

Douglas Webauftritt

34 Kommentare zu “Douglas im neuen Look

  1. Puh also dieser „Vintage Mint“ Hintergrund ist echt gewöhnungsbedürftig. Wertiger sieht die Marke damit für mich nicht aus, jetzt wirkt es halt wie „After Eight“.

  2. Schade, die Website wirkt, als ob man in ein mit 50ger-Jahre-Fliesen ausgelegtes Badzimmer eintritt, so schwer und düster, mit Beerdigungsschleifenband. Dabei ist Duft doch etwas leichtes, subtiles, edles.

  3. Ich musste spontan an Tiffany denken, wo jedoch wesentlich besser und eleganter mit einem Mint / Türkis Farbton umgegangen wird: http://www.tiffany.de/

    Vorher war Douglas auch keine Pracht, aber ob Sie sich mit dem Design sich im angestrebten Luxus-Bereich positionieren können scheint auch mir fraglich.

  4. Ziel sei eine „klare Fokussierung auf den gehobenen Beauty-Markt mit einem „Hauch von Luxus“ und innovativen Einkaufs- und Service-Erlebnissen“, wie es in der im Juli veröffentlichten Pressemeldung heißt, in der die Maßnahmen angekündigt worden sind.

    Haha, ich glaube viel mehr kann man das Ziel nicht verfehlen.

  5. „Innovative Einkaufs- und Service-Erlebnisse“. Wenn ich was erleben will, gehe ich lieber zu Globetrotter und nicht zu einem Parfumeristen, der sich und seiner Kundschaft die blasierte Langweiligkeit eines Luxuslebens schönreden muss.

    Dass hier ein „Einkaufs- und Service-Erlebnis“ verkauft wird, spricht nicht gerade für die Qualität der Produkte.

  6. Der Vergleich mit Tiffany ist hervorragend. Einen „Hauch von Luxus“ erreicht man halt nicht mit klobiger Typografie und großen %-Störern in jedem zweiten Teaser. Beim Screendesign der Tiffany setzte man auf Ruhe, Harmonie und Eleganz mit edler Serifenschrift, großen und guten Produktbildern und vor allem viel Luft im Layout. Bei Douglas spricht der Preis. Und so nehme ich die Marke Douglas eigentlich auch wahr. Ich meine, Douglas ist doch kein Premium-Anbieter. Klar, sie haben natürlich Parfums von Gucci, Prada und Hèrmes im Sortiment, aber auch die 20-Euro-Eau-de-Toilettes von Puma, Adidas oder Bruno Banani. Douglas ist Massenmarkt. Ich wohne in Düsseldorf und kann hier spontan 8 verschiedene Filialen nennen. So gesehen ist Douglas ein wenig das, was beispielsweise Esprit im Modemarkt ist: Ein Händler, den es an jeder Ecke gibt, den jeder mal besucht und der für jedes Portemonnaie was auf Lager hat. Luxus ist das sicher nicht. Insofern denke ich, Douglas ist mit der neuen Ausrichtung eher schlecht beraten.

  7. Der Schriftzug wirkt durch den größeren Kontrast in der Tat noch mal fetter. Schade, dass man die Chance nicht ergriffen hat, ihn ein wenig zu entschlacken.

    Das Mint ist Geschmackssache. Mich erinnert es an die grünen Umschläge von alten Schulheften bzw. Heftern. Wäre das Mint ein wenig heller, wäre die Gesamtwirkung möglicherweise weniger drückend.

    Die Inhalte der weißen Boxen auf der Webseite wirken arg eingequetscht. Dadurch fehlt es an Großzügigkeit. Das Durcheinander an Schriften/Größen etc. macht die Startseite auch nicht ruhiger.

  8. So. Dann kontere ich mal als erstes. Ich finde es voll gut.

    Der Schriftzug wirkt zwar tatsächlich etwas klobig, er hält aber natürlich auch den Wiedererkennungswert aufrecht. Trotzdem sollte man einfach eine echte Negativversion erstellen, die dann eben etwas feiner ist.

    Ansonsten wirkt der Webauftritt modern und zeitgeistig. Sicher nicht so zeitlos wie der vorherige, aber Websites werden ja eh alle 5 Jahre neu gemacht.

    Für mich eine große Überraschung mit viel Potential.

  9. Also das Logo würde jetzt aber mal merklich dünner gehören.
    Das schmiert nämlich ordentlich zu.

    Wir hatten Anfang der 80er Löschblätter in den Schulheften,
    die waren auch „Vintage Mint“ – und wir Banausen sagten
    „Gagerl-Grün“ dazu … ;-)

  10. Ich schließe mich Fred an: Mir gefällt das neue Grün auch besser! Empfinde es tatsächlich als frischer – insofern, als dass das alte mir zu „90er“ war. Aber ich finde auch, dass der Schriftzug hätte verschlankt werden müssen. Und über das Webdesign lässt sich natürlich streiten – ich mag’s.

  11. Wenn man statt Schwarz auf Weiß gesetzt hätte, dann würde das bei dem Mintton wohl noch viel besser rüberkommen. So wirkt alles irgendwie dreckig und düster. Oder halt ein hellers Mint nehmen, wie eben bei Tiffanys, das sind schon fast Welten von dem Eindruck, den man da im Vergleich erhält.

  12. Ich find das ganze nicht sooo übel wie hier manche (übertriebender Weise) rumposaunen.
    Für mich wirkt das ganze nicht mehr ganz so extrem billig und das ganze kommt schon etwas wertiger rüber. Ich kann mir das auch gut in den Stores vorstellen. Vielleicht hätte man anstatt dem Schwarz einen dunklen Braunton verwenden sollen, dann wärs nicht ganz so hart.
    Aber von einem „völligem Fail“oder sogar „Markenzerstörung“ ist hier nicht wirklich zu sprechen.

    Auch das für Luxus generell eine dünne Serifenschrift verwendet werden muss sehe ich auch nicht. Das Mint von http://www.tiffany.de/ find ich im übrigen persönlich teilweise viel fürchterlicher und auch billiger – da hilft auch keine „edle Serifenschrift“.

  13. Meiner Meinung nach eine deutliche Verbesserung: Rein visuell und vor allem „nutzbarer“ – und das auch im Vergleich zu Tiffanys. Bekanntermaßen sind Serifen am Bildschirm nicht die beste Wahl hinsichtlich Lesbarkeit.
    Der vorherige Look war für mich definitiv immer etwas billiges, grelles, kaltes, ramschiges, …. Der neue dunklere Stil ist dafür eben wärmer, sinnlicher und intimer, was wesendlich besser passt.

  14. Wird ja auch mal Zeit! Dieses Türkis war ja wirklich nicht mehr zeitgemäß! Viel wertiger! Nicht mehr so plastic fantastic! Dass am Logo selbst nicht Hand angelegt wurde, verwundert mich auch ein wenig. Es wirkt wenig wertig, fett, aufgeblasen, nicht fein und fashionable. Das Dropdown-Menü hätte noch besser gestaltet werden können. Doch das Wichtigste: Warum ist die Seite bei einem solch umfassenden Redesign nicht auch gleich responsive angelegt worden?!?! Absolut unverständlich! Aber so wie ich das sehe ist lediglich das Design etwas angefasst worden – mehr nicht.

  15. Aus Douglas bin ich nie schlau geworden. Für mich war das immer einfach nur die Marke, die halt irgendwas mit Parfum zu tun hat… Dazu noch der alte Spruch „Come in and find out“, der mehr verwirrt als zur Marke passt. Von dem her kann ich nur zustimmen: Im Zuge der Farbänderung hätte man ruhig auch mal an Schriftzug und der Identity an sich schrauben können… ;)

  16. Das „Vintage Mint“ ist genau die Farbe der Körperpflege-Marke Fenjal und verkörpert eben deren angestaubtes Image. Dieses, und teilweise auch von die Farbe, versucht man dort seit Jahren zu überholen…
    Schon deshalb eine sehr unglückliche Wahl, die mehr den Charme von „Oma-Düften“ wie 4711 oder Tosca versprüht… Ich denke das wird sich auch in der Kundenstruktur bemerkbar machen.

  17. Ein Relaunch des Logos bzw. der Farben war hier definitiv nicht nötig. Das Türkis war frisch. Douglas hat hier wirklich einen Rückschritt gemacht! Das Mintgrün erinnert wirklich an altmodische Parfums.

  18. Ich schließe mich Martin an. Das ganze als völligen Fail abzustempeln halte ich für überzogen. Wenn das Ziel war die Wertigkeit zu steigern, so hat das m.M. nach funktioniert, auch mit Störern und Prozentzeichen. Ob das im Einklang steht mit der Marke und ob die Positionierung richtig ist, steht auf einem anderen Blatt.
    Die Farbe hätte allerdings durchaus etwas einladender ausfallen dürfen. Was die Wortmarke angeht sollte ausser Frage stehen, dass diese hätte abspecken sollen.

    Wer hat denn das ganze gemacht?

  19. Grau-en-voll. Die neue Hausfarbe katapultiert die Marke m.E. gnadenlos an den Anfang der »Neunziger« zurück, die vertane Chance, den Schriftzug behutsam zu modernisieren, wurde vertan. Das schwere Schwarz lässt die ohnehin saftigen Wortmarke für mein Empfinden noch weiter zusumpfen. Da spüre ich keinen Hauch von Luxus, sondern wähne mich auf einer rückwärtsgewandten Zeitreise in die Ära »Mit Tosca kam die Zärtlichkeit«. Ich assoziiere damit, ebenso wie einige Vorredner, schwere, ranzige Oma-Parfums, nach Mottenkugeln riechende Pelzkragen und konservative »Trutschigkeit«. Feingefühl und eine nachhaltige Belebung/Neuausrichtung bei einem Marken-Relaunch sähen für mich definitiv anders aus.

  20. Es ist schon überraschend, wie sehr sich manche Kommentare anscheinend mit absoluter Sicherheit über die vermeintliche Fehlentwicklung in Sachen Farbgebung bzw. Typografiewahl äußern können.

    Was ihnen entgeht ist, dass sich eine Gestaltung in welcher Form auch immer, nicht absolut – aus sicher heraus – erklären lässt, sondern immer nur in Relationen zu anderen Marken, kulturellen und gesellschaftlichen Vorstellungen.

    Wenn also die neue Farbe die dem Namen nach schon auf Vintage rekurriert, die Marke vermeintlich in die Vergangenheit zurückkatapultiert, kann man das gleichzeitig als eine Konstruktion von Authentizität verstehen. Indem man auf die Vergangenheit mit ihren „geordneten, strukturierten“ Modellen verweist, möchte man sich als authentisch, weil bewährt ausweisen. – Der Vergleich mit Tiffany ist hier wohl sehr sinnvoll. Aber da Douglas wie erwähnt kein „wirklicher“ Luxusanbieter ist, vollziehen sie auch nicht den Schritt zu einer Serifenschrift – auch um die bisherige und zukünftige Zielgruppe nicht zu „verunsichern“. Dennoch verwenden sie eine feineren Schriftvariante als zuvor. Insgesamt wirkt die neue Darstellung kompakter, weil der farbige Hintergrund die entsprechenden Angebotselemente deutlicher präsentiert.

  21. Also, im Gegensatz zum alten Webauftritt wirklich deutlich besser. Aber deswegen trotzdem immer noch nicht wirklich gut. Der alte Webauftritt wirkte wie eine Schlecker-Filiale in der Provinz. Sonderangebote und Rabatte groß auf die Homepage zu klatschen halte ich für einen Denkfehler und Widerspruch zu dem, was man erreichen möchte. Das Logo wirkt etwas fett. Hätte man schlanker machen können. Naja.

  22. Edel… sollte es wohl werden.

    Leider suppt das Logo total weg und der Footer ist furchtbar mit seinen Social Media Icons die einfach schlecht gemacht sind.. schlimm alles in das schwarz tauchen zu wollen. :/

  23. Ich fand das alte Design keineswegs „billig“ (ich habe mir jetzt nur die Gestaltung angesehen, nicht die Rabattwerbung; der Vergleich mit Schlecker ist ja wohl ein schlechter Scherz? Man kann das Blau von Schlecker doch nicht mit dem alten Türkis von Douglas vergleichen..). Es war leicht, ich habe es in jeder Stadt wieder erkannt. Und dennoch ging ich nie in den Laden, weil für mich Douglas trotzdem „Luxus“ ist. Makeup zum Beispiel kann dort sehr hochpreisig werden, weshalb ich nie dort einkaufen wollte. Billig wirkt das helle Türkis erst in Kombination mit anderen Farben in der selben Sättigung, zum Beispiel das Gelb der Sonne in der Navi. Ansonsten, zusammen mit dem vielen Weiß, war es durchaus gelungen. Das neue Design wirkt auf mich altbacken, das Grün ist zu schwer. Der starke Weißeinsatz von vorher gab dem ganzen einen lockeren Look, jetzt wirkt es zugeklatscht, obwohl die Elemente Platz haben. Der Footer ist ganz schlimm. Die Farbe plus Schwarz.. ich wusste gar nicht, wo ich hingucken sollte. Für den eleganten Goldton, der in einigen Überschriften Anwendung fand, gibt es keinen gleichwertigen Ersatz. Für mich ergibt sich auch kein Wohlfühl-Gefühl mehr, das Ding (die Seite) sieht aus wie mit random Templates zusammengeworfen. Das schwarze Logo erinnert mich spontant eher an Kaffee. Wenn ich die Website jetzt ansehe, muss ich ständig an Kölnisch Wasser denken. ^^

  24. Wow, da von Rebranding zu sprechen ist mutig. Ich wechsel ein paar Farben – großes Kino. Diese Änderungen haben meiner Meinung nach keine Daseinsberechtigung. „Hauptsache irgendwas verändern“ drängt sich mir als Motto auf. In einer perfekten Welt wären wir alle arbeitslos…halt, in einer perfekten Welt würden wir was anständiges arbeiten, etwas mit Mehrwert….

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