IAAF Logos

Die immer gleichen Logos der IAAF

IAAF Logos

Ob die WM-Logos des Weltleichtathletikverbandes IAAF mit dafür verantwortlich sind, dass immer weniger Menschen die Veranstaltungen im Stadion sehen wollen? Die WM in Moskau war diesbezüglich ziemlich eindrücklich. Leere Ränge, wohin das Auge schaute. Die alljährlich präsentierten WM-Logos – gestern war es wieder einmal so weit – sind das beste Beispiel für zu eng gefasste Gestaltungsvorgaben.

In ihrem immer gleichen Stil sind sie in etwa so abwechslungsreich wie ein Hundertmeterlauf, an dem Usain Bolt teilnimmt. Es ist jedes Mal vorhersehbar, was dabei herauskommt. Nur etwa die Hälfte eines vorgegebenen Signet-Korpus‘ steht zur Verfügung, um den jeweiligen Veranstaltungsort visuell in Szene zu setzen. Das Ergebnis: Doha (Katar) schaut aus, wie Sopot (Polen) und Sopot wie Beijing. Das IOC beispielsweis ist diesbezüglich weniger rigide (siehe Schlagwort Olympia). Selbst die FIFA-Markenlogos, die ebenfalls über solch einen Grundkorpus verfügen, sind, zumindest im Vergleich zu den Logos der IAAF, unterscheidbarer.

Die IAAF müsste das Gestaltungskonzept grundlegend erneuern. Ziel sollte es dabei  sein, eine stärkere Eigenständigkeit der jeweiligen Veranstaltungen zu erreichen. Die Zugehörigkeit zur IAAF-Familie gehörte natürlich weiterhin, aber doch eindeutig nachrangig kommuniziert. In der aktuellen Form entzieht eine zu vordergründig dargestellte Dachmarke IAAF jedem Veranstaltungsort jegliche Daseinsberechtigung.

9 Kommentare zu “Die immer gleichen Logos der IAAF

  1. Besser macht es in meinen Augen die UEFA mit ihren Logos für die Europameisterschaften. Das dortige Konzept mit Bild (immer anders) und Schrift (immer gleich) funktioniert in meinen Augen sehr gut.

  2. Bis eben wusste ich noch nicht einmal wofür diese krude Abkürzung stehen soll. Das ist vermutlich so geläufig wie Isofix. „I-AA-F“ klingt nach Kindersprech für „ich muss mal groß“.

    Die Gestaltung ist gelinde gesagt traurig. Diese immer gleichen Vektor-Läufer/Springer/usw. kann ich nicht mehr sehen. Silhouetten schön und gut, aber ein wenig körperlicher könnte es doch sein. Das beengte Gestaltungsfeld ist für keinen Designer einfach zu füllen, wie von dir schon richtig gesagt tritt die linke Fläche zu stark in den Vordergrund. Generell ist diese Button-Optik überholt. Statt solider nachhaltiger Gestaltung zu sehr auf einen Trend gesetzt. Seit wann nutzt denn die IAAF diese Optik?

  3. @ DerSiedler
    Diese Form der Logos nutzt die IAAF seit der Hallen-WM 2010 in Doha. Die Form wird seit dem für wirklich alle Events genutzt.

    Ich finde den Kommentar von DJ passend. Die UEFA macht das wirlich gut! Auch die EAA (European Athletics) macht das aus meiner Sicht super mit den Logos für die Leichtathletik Europameisterschaften. Der untere Teil ist immer gleich gestaltet mit Logo der EAA und dem immer gleichen Schriftbild „European Athletics Championships“. Im oberen Teil wird dann immer eine Bildmarke und ein entsprechende Schriftzug des Austragungsortes grafisch dargestellt. Passt!

  4. Ich glaube auch, dass es nicht reichen wird, die Logos abzuändern. Die Leichtathletik ist glaube ich generell unter den Deutschen nicht so beliebt, wie z.B. andere Sportarten (Fußball, Tennis).

    Vielleicht liegt das auch an der Solitär-Stellung der Sportart. Bei der Leichtathletik gibt es so viele Disziplinen und Sportler, dass man da schonmal schnell den Überblick verlieren kann.

    Würde man die Leichtathletik auf eine Sportart reduzieren, könnte man diese glaube ich besser „vermarkten“, um mehr Zuschauer dafür zu begeistern. Dies würde dann natürlich den Grundgedanken der Leichtathletik zerstören.

  5. „Würde man die Leichtathletik auf eine Sportart reduzieren“
    Wie bitte soll das ausehen? Ist es denn so arg viel zu viel verlangt, wenigtens ein klitzekleinwenig nachgedacht zu haben, bevor man einen Kommentar losschickt.

  6. Otl Aicher hätte wahrscheinlich nur weggeguckt! Sie wollen eine „Art“ CD widerspiegeln, schaffen es leider aufgrund der inkonsistenten Darstellungen der einzelnen Disziplinen nicht. Einmal durfte sie, dann er und dann ich auch noch mal. So sieht das aus.

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