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Die gruseligsten Seiten im Netz – Kathrein

Die gruseligsten Seiten im Netz - Kathrein

Das Grauen beim Besuch einer Website war wieder einmal so groß, dass ich mich heute gerne im Gegenzug mit dem Spooky-Award revanchieren möchte. Auf der Suche nach einer Zimmerantenne bin ich bei der Marke Kathrein gelandet. Kaum jemand kommt, wenn es um das Thema Radio- und Fernsehempfang geht, am “weltweit führenden Anbieter in der Antennensystemtechnik” vorbei. Umso gruseliger ist es, wie sich der Marktführer im Netz präsentiert. Das Erscheinungsbild und die technische Umsetzung der Website sind derart veraltet, dass sich einem als Besucher die Haare hochstellen. Offenbar besitzt der Branchenprimus keinerlei Empfangseigenschaften in Bezug auf die Bewegungen in den digitalen Medien.

Die gruseligsten Seiten im Netz - Kathrein

Während andernorts erheblicher Aufwand in Sachen Produktinszenierung betrieben wird – Stichwort Emotionalisierung – konfrontiert Kathrein seine Besucher unter anderem mit einer unattraktiven und unvorteilhaften Produktübersicht. Mühsam muss man im Dickicht der Textzeilen nach relevanten Informationen suchen, um etwa vom gewünschten Produkt ein Bedienungsanleitung herunterzuladen. Gut aufbereitete Produktinformationen bekommt man in jedem zweiten Onlineshop, aber Bedienungsanleitungen gibt es meist nur beim Hersteller, und so ist man auch als Privatkunde auf die Kathrein-Website angewiesen.

Die gruseligsten Seiten im Netz - Kathrein

Unterseiten wie die des Planungs-/Pegelberechnungstools legen die ganze Web-Misere frei. Auf „90 Jahre Innovation“ kann der Antennenhersteller zurückblicken. Seit mehr als 7 Jahren befindet sich das Unternehmen im Dornröschenschlaf, zumindest auf das Internet übertragen, denn so alt ist der Webauftritt. Technikprodukte und Design sind wohlgemerkt keine sich abstoßenden Pole. Produkte von Samsung, Siemens, Sennheiser oder auch Festo und vielen Anderen sind Beleg für die immer größer werdende Bedeutung von Design. Letztendlich fußt der Erfolg von Apple maßgeblich nicht auf Funktionalität, sondern auf Design. Zugegeben: Zimmerantennen sind keine Lifestyle-Produkte, schick aussehen dürfen sie natürlich trotzdem. Und was für die Produkte gilt, darf gerne auch auf den Webauftritt zutreffen. Dieser liegt jedoch schon lange brach. Stillstand bedeutet im Web allerdings Rückschritt. Die Präsenz Kathrein.de schadet in der jetzigen Form dem Unternehmen mehr, als dass sie einen Service bietet. Und Service findet heutzutage nun einmal auch, und vor allem, im Web statt.

Die gruseligsten Seiten im Netz - Kathrein

Der Designwert hat sich, bislang zumindest, noch nicht bis zu den KATHREIN-Werken in Rosenheim herumgesprochen. Die auf der Startseite mit einem üblen Relief-Effekt ausgestattete Weltkarte zeigt in erster Linie die Defizite in Sachen Gestaltung. Visuell formulierte Ansprüche eines global aufgestellten „big players“ kann die Grafik und der gesamte Auftritt nicht transportieren. Wer Know-how im Design beweist, hat es leichter Kompetenz in anderen Disziplinen zu vermitteln.

Auch der Blick in den Quellcode verheißt nichts Gutes. Produkte, die per veralteter Frameset-Technik präsentiert werden, haben es doppelt schwer, uns von ihrer ausgezeichneten Qualität zu überzeugen. Das ist in etwa so, als wollte ein ungepflegter, übellauniger und unmotivierter Fachverkäufer einen zum Kauf eines Highend-Plasma-Gerätes bewegen. Das funktioniert einfach nicht. CSS, PHP und SEO sind Bereiche, in denen der Anbieter von Kommunikationstechnik noch nicht vorgedrungen ist. Ebenso wenig sendet eine solche Fehlermeldung (Screenshot) positive Signale. Von der Qualität der Produkte von Kathrein, zeugen die zahlreichen Testsignets, die tatsächlich auch aktuell eingepflegt werden. Dieses Niveau kann der Unternehmensauftritt allerdings nicht ansatzweise halten.

„Qualität macht ihren Weg“ lautet der Slogan des Unternehmens. Die nicht vorhandene Qualität des Webauftritts verhilft Kathrein nun zum Spooky-Award des Monats November 2010. Dazu recht herzlichen Glückwunsch!

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48 Kommentare

  1. hehe, chapeau! ich vermute ja einen geschickten guerilla marketing schachzug dahinter, denn um diese satire zu produzieren, bedarf es schon willentlicher anstrengung und einer gehörigen portion schaffenskraft. die geschickte vermeidung jeglichen ästhetischen grundgespürs sowie technischer standards sind jedenfalls nicht per zufall zu erreichen, sondern ein meisterwerk der neuzeit, dessen kunsthistorischen wert vermutlich erst generationen nach uns erahnen können.

  2. Danke für diesen gelungenen Start in den Morgen! Ich kann es, ehrlich gesagt auch nicht glauben, wenn ich da ohne Vorkenntnisse gelandet wäre, hätte ich vermutet, es handelt sich vielleicht um den Bastler nebenan … Komplette Fassungslosigkeit!

  3. Hallo Achim,
    vielen Dank dafür ;-) wieder einmal mehr als verdient der Award. Was mich wirklich interessieren würde, ob Du Deine Bewertung auch dem entsprechenden Unternehmen zukommen lässt, damit diese – soweit das überhaupt gewollt ist – auch eine Möglichkeit haben etwas zu ändern?
    Danke, mach weiter so!

  4. Jaaa: der Spooky ist zurück! ;-)

    Ich hätte ja gedacht, dass die Ihre Seite einfach vergessen haben. Aber es tauchen ja immerhin Zahlen von 2009 auf …

    @ Metteo: Ich fand Satan auf dem Dach schon immer cool! ;-)

  5. hmm. Da hat der Tischler um die Ecke mittlerweile eine bessere Website.
    Ich frage mich immer, ob solche Unternehmen keine Werbeagentur beauftragen, denn Produktverpackungen machen sich ja auch nicht von allein. Und sollte das ein Werk einer Agentur sein, dann rate ich zu einer neuen.

    Laut Denic-Auskunft ist der technische Ansprechpartner ebenfalls bei Kathrein beschäftigt, was mich zu der Vermutung führt, dass der IT-ler wohl auch für die Website zuständig ist. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Zudem ist die Website über die Telekom registriert worden.

    @Matteo: Oha. Die Geschäftsführung sind wohl Gothics. ;)

  6. Yeah endlich wieder n Spooky. Das ist schon ne richtig üble Website. Die Seite ist wohl was für Hardcore-Funkstrecken-Ingenieure. Ich könnte mir aber einen durchaus schönen Webauftritt vorstellen wenn ich mir das Logo genauer anschaue, den es hat etwas. Hier war wirklich die IT-Abteilung am Werk und hat mal schnell was gemacht und sich wieder den wichtigeren Dingen zugewandt. Traurig, aber das ist wiedermal typisch für ein altes Unternehmen die in Ihren strukturen wieder so festgefahren sind und einfach den Bezug zur Realität verloren haben. Ich würde auch mal stark behaupten das die null Marketing machen. Wie hast du die eigentlich gefunden? Sicherlich nicht über Google oder?

  7. Wenn man genauer in den Quelltext der Webseite schaut, stammt das Layout aus dem Jahr 1999. Selbst dafür dass es 11 Jahre her ist, kann man sagen dass es schon damals nicht der Hit war. Wenn ich an meine Anfänge vor 12 Jahren erinnere.

  8. Aber beim Design des User Interface der Receiver (UFS922 in meinem Fall) gibt es an der Bedienbarkeit gar nichts zu meckern. Das ist beispiellos und perfekt. Das Aussehen ist sicher auch dort Geschmackssache. Das Aussehen des Gerätes und der Fernbedienung sagt mir auch zu. Ich hab mir aber trotz der Website ein Gerät von denen gekauft weil es gut durchdacht ist. Nur die Schüsseln würde ich wegen dem Name nicht kaufen.

    Besser die Website ist schlecht als die Geräte.

  9. Webseite hin oder her: die Produkte scheinen recht gut zu sein (meine DVBT-Zimmerantenne ist es auf jeden Fall) und wenn das Geschäft auch so brummt, warum soll man dann Geld in die Überarbeitung des Internet-Auftritts stecken? Für B2B ist es vermutlich nicht so wichtig und Konsumenten wählen Produkte heute eher nach Bewertungen auf den einschlägigen Shop- oder Community-Seiten aus. Die bekommen die Herstellerwebseite womöglich gar nicht zu sehen.

  10. Eben, hat das Produkt seinen Namen, ist es von guter Qualität und wird verkauft wie geschnitten Brot, kann es doch dem Marktführer (ist der das? Keine Ahnung) schnurzegal sein, wie es um seine Website bestellt ist. Die haben keinen Onlineshop und vertreiben Ihre Produkte über Amazon, Blödmarkt oder den Radiomann nebenan. »Och nö, lassma.« Das haben die sich sicher auch gedacht, als sie mal spaßeshalber die Angebote von Agenturen eingeholten. :-)

    Dass die Website gestalterisch wie programmiert eine Riesenshice ist, darüber brauchen wir nicht zu reden, das ist unbestritten, nur stellt sich die Frage: Braucht ein Laden wie Kathrein eine Over-the-Top-Gestaltung? Ich mein, wer, außer Radio- und Fernsehtechniker oder sonst ein Funknerd schaut sich das an? Da ist von uns Gestaltern gut kritisieren, wenn die Sinngebung keine nennenswerten Erschütterungen von sich gibt.

    Egal.

    Und: Bräuchte ich eine Satellitenschüssel, baute ich mir NUR eine aufs Dach, auf der der Name des Fürsten der Finsternis steht. Satan auf dem Dach hat ‘was. :-)

  11. Zieht der Geschäftsführer einen Anzug zum Geschäftstermin an? Müsste er sicher nicht. Die Produkte verkaufen sich doch bestimmt auch so … irgendwie. Wirklich? Komische Denke.

    Was denkt ein Besucher über die Website? Er ärgert sich, dass er nicht findet, was er sucht und kauft bei der Konkurrenz. Was noch? Er wird sich denken, dass da nur Nerds arbeiten, die sicher nicht in der Lage sind, ein Produkt zu entwickeln, dass sich nett bedienen lässt und das Wohnzimmer nicht verschandelt. Wir wissen doch, dass selbst bei solchen Produkten Emotionen einen großen Teil der Kaufentscheidung ausmachen. Warum vernachlässigen die das dann so? Bei solchen Anschaffungen kommen Kunden teilweise bis zu 10 mal auf die Website bevor sie letztendlich die Kaufentscheidung treffen. Wie wird die hier dann wohl ausfallen?

    Kann ja sein, dass da nur Nerds arbeiten, aber die Endkunden sind sicher nicht nur Nerds.

  12. Auch wenn Endkunde und Vertriebler diese Seite nie zusehen bekommen: ich meine trotzdem, dass sich ein sauberer, angemessener Auftritt zum guten Ton gehört. Auch wenn es keinen Absatz bringt – IRGENDWER unterhält sich nämlich darüber und womöglich kauft der das nächste Produkt intuitiv lieber von nem anderen Hersteller, der ihm seriöser und qualitativ anspruchsvoller erscheint.

    Ich muss zum Beispiel gestehen, ich kaufe Weine nach Eitikett. Nicht nur. Aber wenn die Wahl zwischen zwei ähnlichen schwer wird, mangels Kostprobe, dann wähle ich nach dem äußeren Erscheinungsbild. Da hat sich jemand die Mühe gemacht und versucht, Werte und Stimmung zu diesem Produkt zu kommunizieren.

    Klar, nur die inneren Werte zählen. Aber wenn das Äußere wehtut lass ich das innere stehen.

    Meine Philosophie: Wenn ein Hersteller viel Liebe und Detail in seine Arbeit steckt, dann duldet er kein schlampiges Äußeres.

    Bei der Pearl-Webseite ist es zum Beispiel das selbe. Oder siehe Schlecker. Das sind lieblose, uninspirierte Webseiten die nur nach Geld stinken. Mich würde ja mal interessieren wie gut insbesondere der Schlecker-Shop verkauft.

  13. Wirtschaftlicher Erfolg und eine gute Internetpräsenz stehen bei so manchen Firmen im krassen Gegensatz.

    Das liegt entweder daran, dass weder Absatzwege noch Informationswege über das Internet laufen oder weil Markenbildung auf Grund stabiler Marktposition nicht notwendig wurden (oder für nicht notwendig erachtet wurden).

    Die Website von Oettinger verdient zwar keinen Spooky Award ist aber sicher kein leuchtendes Beispiel für ansprechenden Webauftritt und so manch einer würde “die Plörre” verächtlich wegschütten und dennoch ist Oettinger eines der am meistverkauften Biere in Deutschland.
    Um Herrn Oettinger selbst zu zitieren: Der Erfolg gibt uns Recht!
    Und das werden sich wohl auch die Herren und Damen von Kathrein denken.

  14. Bei einem Unternehmen was weltweit tätig ist und als Branchenprimus bezeichnet wird, grenzt das schon an Ignoranz.

    Ignorant insofern, das man dem Medium “Internet” überhaupt keine Beachtung schenkt. In der heutigen Zeit für ein weltweites Unternehmen undenkbar. Man verschenkt ungemein viel Potential, potentielle Käufer anzusprechen.

    Das gilt allerdings nicht nur für die deutsche Webseite, sondern auch für die Internationalen Ebenbilder.

  15. danke für spookie…

    andererseits, wenn es mir schnuppe ist wie meine internetpräsenz ausschaut, dann ist es doch in ordnung. manche tragen eine used jeans (eine hose mit starken gebrauchsspuren), manch einer trägt gern sportanzüge, der andere einen achttagebart, und keiner empfindet es als nicht angebracht, im gegenteil viele finden es aussergewöhnlich dufte, oder gestehen dem anderen es sich selbst überlassen zu dürfen.

    also, ich meine damit die wertigkeit. wo einer viel wert darauf legt, muss es nicht zwangsweise heissen es ist die allgemeine oder universelle wertlegung. es gibt unternehmen (man nehme beliebeges konzern oder ein größere firma) wo wir genau das gegenteil betrachten können: internetpräsenz stellt unternehmenswerte als überbewertet dar (übertreibung sagt man im volksmund). was größere übel ist kann ich nicht beantworten.

    schönes wochenende!
    (es schneit…)

  16. nice, aber die sind doch voll “up to date” , es gibt sogar ein Video auf der Homepage :)

    ganz ehrlich: ich glaube, dass die eher im Schnitt der mittelstaendischen Unternehmen in Deutschland liegen, wenn nicht sogar darueber. Es gibt immerhin auch eine englische Seite mit ziemlich viel Inhalt, bei den meisten erstreckt sich das ja nur auf eine einfache uebersetzte Seite. Ja, hier geht es mehr ums Design aber auch da ist fuer viele mittelstaendische Unternehmen zuerst der Markt zu schnell gewachsen (=keine Zeit die Seite zu aktualisieren*) und dann zu schnell geschrumpft (=keine Leute um die Seite zu aktualisieren). In diesem Fall kann ich den Spooky award zwar verstehen, sehe ihn aber eher stellvertretend fuer eine ganze Branche.

    *und die Firma ist zu technisch als das sie sowas was nach draussen vergeben wuerde

  17. Hier wird umgekehrt, was Gang und Gäbe ist: Gutes Design und weniger dahinter. Oft wird das Kerngeschäft vernachlässigt und durch eine Fassade aus Design und Marketing ersetzt. Ob das unbedingt wünschenswert ist, naja ich weiß nicht.
    Es fällt natürlich leicht als Designer bzw. als Kenner von oben herab oberlehrerhaft mit dem Zeigefinger zu wedeln. Aber so einfach darf man es sich nicht machen. Es gibt mehr als nur gutes Design. Der Erfolg gibt der Firma recht. Das Geschäft der Firma ist Antennentechnik eine fluffige Website wäre wünscheswert aber im Grunde nur Beiwerk! Die Enkunden schauen sich die Website ohnehin nicht, trotzdem hat fast jeder den Satan auf dem Dach. Die Zielgruppe sind eher Fachleute bzw. Händler auf der Suche nach Fakten.
    Und die Kathrein Website mit ihren unverpacketen Fakten ist mir lieber als eine Website, bei der ich mich nach endlosem Warten durch endloses Flash-Geschwurbel klicken muss. Es geht um Informationen und nicht nur um Design. Die Informationen sind da, nur sind sie nicht Watte gepackt. Design ist nett, aber nicht alles.
    Ich kenne einige Betriebe, die Hitech bis zum Anschlag fabrizieren, einige kommen sogar ganz ohne Website aus.

    BTW: sucht mal nach der Website der Stararchitekten Herzog & de Meuron und Peter Zumthor …
    Eine tolle Website ist nicht alles!

  18. Was für ein schönes Beispiel. Hier handelt es sich um eine Seite die einen reinen B2B Anspruch hat und in erster Linie Inventionsgüter anbietet für einen sehr spezifischen technischen Bereich. Aus der Sicht von Menschen die Ausschreibungen vorbereiten und für Techniker und Planner eine perfekte Seite. Man ist mit wenigen Klicks an der Information die man sucht und bekommt Fakten. Eine klassische Navigation ist für einen Katalog von Technikteilen der schnellste Weg an die Information. Der Autor hätte die Produktbeschreibungen auch in einer gestalteten Form nicht verstanden da dieses nicht für Laien aufbereitet sind… Was der Seite wirklich fehlt ist der Hinweis das sie nicht für Endverbraucher aus dem Heimbereich gedacht ist.

  19. @Achim: Der Frage aus #7 möchte ich mich gern anschließen: informierst Du die Unternehmen über die ruhmreiche Auszeichnung, so dass sie eventuell bald auf den Pfad der Tugend gelangen?

    Ansonsten herzlichen Dank für eine weitere “Perle” aus den Tiefen des Web. Leider gibt es ja immer noch viel zu viele rudimentäre 90er-Jahre-Websites…

  20. ich weiss gar nicht was ihr alle habt. Die Seite scheint recht oft aktualisiert zu werden und das Design ist zwar altbacken – aber wenn man da an nur ein paar Schrauben was verstellen würde, wäre es schon deutlich besser. Also da hab ich schon schlimmeres gesehen. Außerdem ist Design nicht alles, und sagt schon gar nichts über die Qualität der Produkte aus.

  21. @ Thomas @ Ansgar
    danke für die weiterführung von meinen gedanken.
    sehr enge sichtweise erlaubt manchen nicht das ganze zu sehen.
    man sieht etwas und urteilt ohne hintergrund zu wissen oder
    wenigsten zu hinterfragen.

    fazit: ein spookie ist nicht gleich (für alle) ein spookie!!!

    ein echter spookie versteckt sich bei dem kommentar 16 von kumi
    http://grafikpolizei.de/
    ob diese seite dem kumi gehört ist an dieser stelle nicht relevant,
    (also kimi bitte nicht persönlich nehmen, Sie sind bestimmt eine
    nette Person) aber ein gestalter (der ein wenig selbstachtung besitzt)
    und mit anspruch auf “designen” auftritt (unternehmen kathrein tut es z.b. nicht,
    was einige hier im blog übersehen haben), darf so was nicht in die
    welt setzen. fegefeuer!!!

  22. Ich finde es ganz amüsant wie hier manche argumentieren: “Eine tolle Website ist nicht alles!”, “… da hab ich schon schlimmeres gesehen”.

    Natürlich gibt es Webseiten die auf dem selben Stand sind, aber was ist das für eine Argumentation? Wo würden wir heute stehen, wenn die technische Entwicklung einfach stehen geblieben wäre? … damals hat es ja auch schließlich zum “überleben” gereicht.

    Produkte werden weiterentwickelt und verbessert warum also nicht auch die Webseite, kann ich nicht nachvollziehen. Ein Unternehmen sollte immer das bestreben haben sich gut in der Öffentlichkeit zu präsentieren und über den Stellenwert des Internets brauchen wir dabei sicher nicht zu diskutieren.

    Was ich auch noch sehr interessant finde ist, wie einige von dem “Erscheinungsbild und die technische Umsetzung der Website” auf die Qualität der Produkte schließen. Ziel verfehlt!

  23. Zur Verteidigung muss man aber sagen, dass es auch “gute”… nein, eher weniger schlechte Webseiten von Kathrein gibt. So zum Beispiel http://www.kathrein-gmbh.at/

    Trotzdem ist es mir unbegreiflich, wie man seinen Internetauftritt gerade als Unternehmen dermaßen außer Acht lassen kann. Gerade darauf kommt es doch in Zeiten von Onlineshopping an.

  24. @Dominik und Stefan, ich selbst schreibe die Preisträger/Firmen nicht an. In der Regel spricht sich die „Auszeichnung“ recht schnell herum. Natürlich freue ich mich über jede Rückmeldung seitens der Verantwortlichen wie zuletzt bei der Vorstellung von Trier.de. Nicht alle, aber doch die Meisten erkennen auch zwischen den Zeilen mein Augenzwinkern. Jeder Spooky-Award zeigt in erster Linie Chancen auf und ist als Anregung zu verstehen. Nicht selten wurde eine Spooky-Site ein halbes Jahr später relauncht (skoda.de, dmpa.de, axelspringer.de, rotring.de). Zufall oder nicht, mich freuts.

  25. @Ansgar (24) @tikkri (27)

    1) Die Seite von Kathrein hat mitnichten “reinen B2B-Anspruch”. Abgesehen davon, dass Achim sicherlich nicht Elektrotechniker ist und als Endkunde etwas auf der Website gesucht hat, zeigen ja schon einzelne Rubriken wie “Ausschreibungstexte für Planer und Architekten” oder “Fachhandelsportal” (mit internem Bereich), dass die Website insgesamt sich nicht nur an Fachleute richtet. Die Produktvideos – schaut euch mal bitte eins an -, das “SAT-Lexikon” sowie die Liste mit Testurteilen dienen sicherlich auch nicht vorrangig zur Information des Fachhändlers. Darüber hinaus kenne ich auch schon selbst viel zu viele Bastler, die keine Fachleute sind, aber durchaus selbst mal nach einer Parabolantenne gucken und die auch selbst aufhängen. Es handelt es sich auch keineswegs um einen “spezifisch technischen Bereich”, sondern um Technik, die mindestens jedes zweite Haus in meiner Nachbarschaft verwendet.

    2) Natürlich ist es sicher erstmal wichtig, dass die Qualität des Produktes stimmt. Das sollte im Zentrum jeden Unternehmens stehen. Um diese Qualität auch zu kommunizieren und um die Produktinformationen so einfach wie möglich erreichbar zu machen, sollte eine Website des Unternehmens inkl. Präsentation seiner Produkte gut gestaltet sein. Das heißt nicht, dass unbedingt irgendwelches “Flash-Geschwurbel” eingesetzt werden müsste. Es geht auch ohne, gerade in diesem Bereich ist es sicherlich nicht falsch, auf eine klassische Navigation zu setzen. Leider ist die verwendete Navigation aber nicht klassisch: auf der Startseite raffe ich erst nach einer Minute, dass ich auf das nette Bildchen links klicken muss, um zum eigentlichen Inhalt zu gelangen. Dann sehe ich auch die für eine üblichen Navigationspunkte. Leider bricht die Navigationskette jedoch beim Anklicken einer Rubrik, um von “Wir über uns” zu “Produkten” zu gelangen, muss ich über den “Zurück-Button” gehen – nicht leicht, wenn ich länger in einer Rubrik unterwegs war. Wenn ich Glück habe, habe ich den grauen “Home”-Link rechts oben gesehen und kann mir das sparen.
    Warum sind Produktvideos vorhanden, finde sie aber nur unter “News” nicht unter dem jeweiligen Produkt (z.B. CAB 910)? Warum gibt es manchmal Bedienungsanleitungen und Montageanleitungen unter denen aber dasselbe PDF zu finden ist? Warum ist ein- und dieselbe Seite unter verschiedenen Rubriken zu finden? Von der technischen Umsetzung will jetzt gar nicht sprechen.

    Gute Gestaltung ist zuerst (!) einmal nicht Kreativität, sondern sauberes Handwerk. Mit ein wenig Aufräumen, mehr Konsistenz in der Navigation, einer “Entframeung” und großzügiger Seitengestaltung (mehr Raum, größere Typografie) könnte man schon viel erreichen. Nebenbei könnte man das ganze noch zeitgemäß einkleiden ohne in Effekthascherei zu verfallen. Es werden ja schon viele Informationen angeboten, man müsste sie nur besser präsentieren. Ein bessere Vernetzung der (ja vorhandenen) internationalen Seiten (etwa durch ein ständig präsentes Auswahlmenü oben o.ä.) sowie vielleicht der Einsatz einer einheitlichen Optik wäre vielleicht auch zu überlegen, denn die Firma erwirtschaftet immerhin 2/3 ihres Umsatzes im Ausland. Bei einer so renommierten Firma mit einem Jahresumsatz von über 1 Milliarde Euro (2009) wäre eine passable Website sicherlich keine schlechte Investition.

  26. @ Stefan

    keiner spricht hier von der ungerechtigkeit von spookie-award für kathrein-internetseite.
    im gegenteil er ist total zutreffend und verdient. aber man darf nicht einseitig denken und
    über internetpräsenz eines unternehmens urteilen ohne zu hinterfragen warum
    die internetpräsenz so dargeboten wird, wie sie dargeboten wird. und Achim hat (weiter oben)
    geschrieben, dass er mit spookie-anwärtern nicht korrespondiert, was dazu führt, dass
    die beurteilung über eine internetpräsenz ohne das wort des “angeklagten” statt findet.
    mir persönlich wäre es interessant, warum die präsenz so ist, dass sie schlecht oder
    gut ist, das sehe ich meistens selber.

    dass Achim nicht elektrotechniker ist war mir bisher nicht bekannt. danke für die aufklärung ;)

  27. An alle, die denken: “Weltmarktführer – da kann es doch egal sein, wie die Website aussieht.”. Das Dumme nur: die Website spiegelt die Qualität der Produkte nicht wieder. Und: wie schnell wird man vom Weltmarktführer zu ehemaligen Weltmarktführer? Fragt mal bei Quark nach, oder bei AOL, oder bei Netscape, oder bei… Gerade als Weltmarktführer sollte es bei brummendem Geschäft doch selbstverständlich sein, alle Kommunikationswege zu optimieren – um in Zeiten der Krise besser gewappnet zu sein.

  28. @ tikkri,

    ich weiß, dass es ganz furchtbar ist und ich nehme es dir wirklich nicht übel. Ich komme nur einfach nicht dazu, diese verdammte Baustelle zu erneuern. Ist mir schon fast peinlich :-)

  29. Ich kenne die Produkte dieses Herstellers und hatte bislang einige gute und immerhin noch keine negativen Erfahrungen damit. Aber ich erkenne in dieser Seite nicht einmal einen Shop, zumindest das was ich mir unter einem Internetshop vorstelle.
    Kann man irgendwo ablesen oder schätzen, wie viele Besucher diese Seite im Schnitt aufweist?

  30. @ Angelika: “Aber ich erkenne in dieser Seite nicht einmal einen Shop, zumindest das was ich mir unter einem Internetshop vorstelle.

    Ja das liegt nun wieder daran, dass Kathrein nicht bei MediaMarkt & Co. rausfliegen will, das würde nämlich passieren, wenn die Ihre Produkte per WebShop direkt an den Endverbraucher bringen …

  31. Dass Kathrein keinen Online-Shop für Endverbraucher anbietet liegt daran, dass für die seriöse Inbetriebnahme vieler Produkte neben Fachkenntnissen und einer Signalpegelberechnung auch Messtechnik erforderlich ist. Halbwegs geeignete Messtechnik zum Einmessen einer Antennenanlage ist nicht gerade billig. Ein Endkunden-Onlineshop macht daher nur bedingt Sinn. Weiterhin dürften nicht MediaMarkt & Co. das Problem sein, sondern die vielen Großhandels- und Fachhandelskunden die ein Direktgeschäft mit dem Endverbraucher abstrafen würden.

  32. …nur mal so:

    http:www.kathrein-scala.com
    http:www.kathrein.com.br
    http:www.kathrein.fr/index.php?lang=en
    http:www.kathrein.gr
    http:www.kathrein.pl
    http:www.kathrein.ch
    http:www.kathreinchina.com/index_main.htm
    http:www.kathrein.co.in
    http:www.kathreinindochina.com/home.php
    http:www.kathrein.co.kr
    http:kathrein.ae

    Ein buntes Sammelsurium verschiedenster Design-/Qualitätsstile! Wo will man da anfangen?
    Vielleicht investiert Kathrein auch so wenig in die deutsche Seite, weil das eigentliche (große) Geschäft ganz woanders gemacht wird?

    C

    (Edit: Mein Kommentar wurde als Spam angemeckert, daher die Unterstriche in den URLs…)

    **************************
    dt-Anmerkung
    Danke Dir für die Mühe, Christian. Ich habe die URLs wieder klickbar gemacht.
    **************************

  33. Das ist wirklich furchtbar. Nur gut, dass es hier ein offenes Bewerberforum oder eine Ausschreibung gibt, wie man die Seite besser macht ;)

    Seiten wie die von Kathrein wirken wie ein trotteliges dickes Kind auf dem Schulhof.
    Man kann jetzt selbst drüber nachdenken, ob man es aus “Spaß” schubst oder einfach in Ruhe lässt.

  34. Auweh, das sieht wirklich schlimm aus, aber es wundert mich nicht wirklich, dass die Kathrein-Seite so aussieht. Warst du schon mal in Rosenheim und hast das Werk gesehen? Das sieht genauso aus.

    Kathrein scheint nicht mehr so erfolgreich zu sein wie früher einmal…

  35. Offensichtlich hat Kathrein bis dato immer noch nichts gelernt… Sieht unverändert aus! Übrigens wären ein paar neue Grusel Seiten hier mal wieder “nett” ;)

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