Design Tagebuch

Die gefühlte Lesbarkeit

SCHRIFTARTEN – IM URTEIL DER LESER

Was also folgern wir aus diesem ersten Datensatz? Ist es am Ende tatsächlich unerheblich, welche Schriftarten wir verwenden im Web? Durchaus nicht – wenn man als Maßstab nicht „physische” Textqualitäten anlegt, sondern die Subjektivität des Betrachter-Urteils. Und dies taten wir: Wir legten den Teilnehmern des Experiments, nachdem diese ihre acht Stolperwörter gefunden hatten, jeweils zwei identische Texte in unterschiedlichen Schriftarten vor, und fragten: Welche dieser beiden Schriftarten halten Sie für besser lesbar?

Jeder elfte hält zur “Times”

Und an dieser Stelle war’s vorbei mit den Minimal-Unterschieden aus der Geschwindigkeits-Messung. 91 % der Probanden entschieden beispielsweise: die “Verdana” ist im direkten Vergleich mit der “Times” die besser lesbare Type (die “Times” – Mathematiker ahnen es bereits – hielten nur 9 % für besser lesbar in diesem spezifischen Duell).

Insgesamt kombinierten wir im Experiment jede Schriftart mit jeder der elf anderen 57 Mal, schickten also jede Schriftart in insgesamt 627 Vergleiche und fragten immer nach der jeweils besseren der beiden dargebotenen Schriftarten (Empiriker nennen so etwas “Dominanzpaarvergleich”). Es würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen, jede einzelne diese Gegenüberstellungen im Detail nachzuzeichnen. Ich werde mich auf die Gesamt-Voten pro Schriftart beschränken – und allein diese Daten sind interessant genug. Zumal im übrigen keine Divergenzen festzustellen waren zwischen Frauen und Männern, Alten und Jungen: Was die Geschmacks-Fragen im Experiment anging, stellten wir weder einen Generationen- noch einen Geschlechterkonflikt fest. Vor der Typografie sind tatsächlich alle gleich, so scheint es.

Welche Schriftart ist besser lesbar?

Auf die Frage, welche Schriftart sie für die “besser lesbare” hielten, votierten 80 Prozent der Teilnehmer – egal, mit welcher anderen Schriftart gerade verglichen wurde – für die “Verdana”. In 74 Prozent der Fälle hatte die “Trebuchet” die Nase vorn und landete damit auf Platz zwei der “subjektiven” Lesbarkeits-Skala.

Schon auf den ersten Blick ist dieses Ergebnis interessant. Denn “Verdana”-dominierte Seiten finden sich im Web zwar wie Sand am Meer, die “Trebuchet” allerdings hat nach meiner Beobachtung erheblich an Präsenz verloren in den vergangenen Jahren im deutschsprachigen Web. Nur teilweise zutreffend scheint mithin die verbreitete These, dass Leser vor allem Gewohntes mögten, dass sie auch im Schriftbild Bewährtes vorzögen. Zumal auf Platz drei der vermeintlich “bestlesbaren” Schriftarten die “Segoe” landete, ein völlig neuer Font also, der im massenhaften Webgebrauch des Jahres 2009 so gut wie keine Rolle spielen und den meisten Teilnehmern unbekannt gewesen sein dürfte – angesichts der Marktdurchdringung von dünnen 4 %, die Windows Vista zum Zeitpunkt der Studie erreicht hatte.

Was schließen wir aus diesen Daten? Zunächst vor allem: die “objektive”, physisch messbare Lesbarkeit einer Schriftart muss keineswegs korrespondieren mit ihrer “subjektiven” Lesbarkeit, der Qualität also, die Leser dieser Schriftart zuerkennen. Im Gegenteil.

Die hochspannende Frage, die sich aus diesen Daten ergibt: Wieviele Sympathien, ja Vorschusslorbeeren ernten wir potenziell, wenn wir unsere Seiten gemäß dieser Erkenntnisse ausstatten? Oder, anders herum gefragt: Verlieren wir Leser, wenn wir eine – offenkundig – schlecht beleumundete “Georgia” verwenden, jene Schriftart also, die ja objektiv keineswegs schlechter lesbar ist als die elf anderen? Wieviel Wert sollten wir also der “gefühlten” Lesbarkeit zumessen?

Ich möchte empfehlen: sehr viel. Denn was wir kommunizieren auf einer Website, ist zuallererst das Bildmaterial – und dann das Schriftbild. Diese Ersteindrücke wirken in der Regel, bevor das erste Wort gelesen ist. Genauer gesagt: Die Schriftform ist ein Initial-Impuls jedes Mediums, sie formt das allererste Konzept entscheidend mit, das sich Betrachter von einer Gestaltung bilden – und damit potenziell von der Wertigkeit des Auftritts insgesamt. Wie wichtig dieser erste Impuls ist für Leseerfolg und Lesertreue, ist sicherlich schwer einzuschätzen und mindestens ebenso schwer empirisch greifbar – und deswegen in seiner Relevanz kaum einzustufen. Dass er aber Bedeutung besitzt, dieser Primär-Stimulus des Schriftbildes, steht für mich außer Frage. Er gehört auf die Agenda jedes Gestaltungsprozesses.

Welche Schriftart ist attraktiver?

Dem Paarvergleich zur Lesbarkeit schlossen sich noch elf weitere an im Experiment. Frage 2 lautete dabei: Welche Schriftart halten Sie für attraktiver?

Insgesamt fielen die Ergebnisse weniger eindeutig aus als die zur Ausgangsfrage. Ganz großzügig formuliert: es war in der Spitze ein totes Rennen. Denn im Urteil der Versuchsteilnehmer lagen fünf Schriftarten praktisch auf Augenhöhe, was das Werturteil über ihre “Attraktivität” anging: “Arial” vorneweg, “Cambria” knapp dahinter, “Verdana”, “Trebuchet” und “Segoe” wiederum um eine Maul-Länge zurück. Es ist bemerkenswert, dass unter diesen Top 5 zwei völlig neue, damit uneingeführte, und eine zwar ältere, aber aktuell wenig benutzte Schriftart landeten. Ein weiteres Argument gegen den Leser als visuelles Gewohnheitstier! Dass die “Times” wiederum ziemlich weit hinten landete, bestätigt ebenfalls die These: ordentliche objektive “Lesbarkeit” muss offenkundig keinen Einsatz rechtfertigen.

Welche Schriftart wirkt seriöser?

Auf diese Frage fielen die Urteile wieder erheblich eindeutiger aus. Und auch die Ergebnisse dieser Frage sprechen recht eindeutig gegen die “Gewohnheits-These”. Denn auf die etablierte Web-Type “Arial” (68 %) folgten in dieser Frage-Runde die Vista-Fonts “Cambria” (63 %) und “Segoe” (60 %).

Welche Schriftart wirkt moderner?

Diese Runde ging zum Teil an die Vista-Schöpfer: als “modernste” Schrift betrachteten unsere Teilnehmer die Vista-Systemschriftart “Segoe” (65 %). Ein später Erfolg für Adrian Frutiger, sollte man meinen, jenen genialen Schweizer Schriftschöpfer, der die “Frutiger” immerhin vor über 30 Jahren zeichnete! Es folgen allerdings vier sehr etablierte Web-Schriftarten – und die (vermeintlich moderne) “C-Reihe” bekleckerte sich in dieser Frage durchweg nicht mit Ruhm.

Welche Schriftart ist eleganter?

Bis auf den Spitzenreiter waren sich die Versuchsteilnehmer in dieser Frage recht uneins. Die Runde ging ziemlich eindeutig an die Serifenschriftart “Cambria” (63 %); dahinter waren allerdings keine klaren Favoriten auszumachen.

Welche Schriftart ist dynamischer?

Hier hatten die eingeführten Web-Schriftarten klar die Nase vorn: “Arial” (62 %) vor “Verdana” (57 %) und “Trebuchet” (56 %). Allerdings fiel auch dieser Vergleich relativ knapp aus: Ein klares Publikumsvotum ist – abgesehen von Spitzenreiter “Arial” und den abgeschlagenen Serifenvertretern “Georgia”, “Times” und “Contantia” – nicht erkennbar.

Welche Schriftart passt besser zum Thema …

Abschließend fragten wir unsere Versuchsteilnehmer, welche Schriftarten besonders gut zu bestimmten klassischen Berichtsressorts passten. Ich will die Ergebnisse hier nicht in Gänze breit treten, zumal sich längst nicht in allen Vergleichen eindeutige Ressort-Favoriten herauskristallisierten.

Interessant aber ist durchaus, dass die “ernsten” Themenkomplexe “Politik” und “Kultur” anscheinend immer noch sehr stark mit klassisch geschnittener Typografie in Verbindung gebracht werden auf Konsumentenseite – bei keiner anderen Frage belegten serifentragende Schriftarten alle drei “Stockerl-Plätze”. Ich räume ein, dass diese Ergebnisse die Gewohnheits-Theorie durchaus stützen – Lesende erwarten in bestimmten Ressorts offenbar durchaus bestimmte Typen. Oder halten sie zumindest für themenadäquater.

Zwischenfazit Schriftarten, Teil 2

Vielleicht ist es geboten, dass ich mich bei den Serifen-Gegnern entschuldige. Zumindest teilweise. Denn, jawohl: Serifentragende Schriften sollte man im Web offenkundig wirklich zumindest mit ein wenig mehr Bedacht einsetzen als Groteske. Aber nicht, weil sie “schlechter lesbar” wären, wie die Ratgeber sagen. Oder, weil ihre Serifen so verkrüppelten am Monitor. Sondern schlicht und ergreifend, weil sie tendenziell eher unbeliebt sind in der Leserschaft. Weil die Konsumenten zumindest aufs Ganze betrachtet anscheinend eher Groteske vorziehen.

Dies freilich ändert nichts an meiner Ausgangsthese. Denn: Aus der Unbeliebtheits-Erkenntnis heraus doch wieder flächendeckend auf “Verdana” zu setzen, führt zu nichts. Beziehungsweise: zu nichts Gutem. Gerade im Bereich der schwereren Kost – Politik und Kultur – genießen Serifen augenscheinlich ungebrochene Akzeptanz, auch im Web, sie vermitteln Seriosität und Glaubwürdigkeit. Nehmen wir dann noch meinen Ausgangs-Appell hinzu, dass Web-Typografie endlich auch auf jene typografische Vielfalt hinstreben sollte, die gute Print-Typografie seit Jahrhunderten auszeichnet – so sind wir wieder bei meiner bescheidenen Start-Bitte angelangt: Schöpfen wir die dürre Vielfalt der Web-Schriftarten besser aus, als dies bislang geschieht! Und Vielfalt definiert sich über Kontrast. Zum Beispiel und vor allem: zwischen Groteske und Serife.

abgelegt in Typographie, erstellt von Martin Liebig am 27.08.2009 | 11:31
Stichwörter: , , , ,

89 Kommentare zu 'Die gefühlte Lesbarkeit'

Die Kommentare per RSS abonnieren oder TrackBack senden.

  1. till
    am 27. August 2009 um 11:54 Uhr

    beitrag des jahres? :) danke martin, dass du deine wissenschaftliche arbeit hier öffentlich zur verfügung stellst!!

  2. am 27. August 2009 um 12:03 Uhr

    Wow, das ist mal ein mehr als ausführlicher Artikel. Ich gestehe auch dass ich die erste der Drei Seiten jetzt nur zu einem drittel gelesen und den Rest überflogen habe. Werde mir bei Zeiten aber definitiv alles zu Gemüte führen. Gut geschrieben und das was ich flüchtig gelesen habe war bereits sehr informativ.
    Großartige Arbeit!

  3. am 27. August 2009 um 12:45 Uhr

    Respekt, klasse Arbeit! Das Angebot eines PDF-Downloads für diesen doch recht umfangreichen Artikel, wäre auch im Sinne der Augen der Leser, sicherlich eine gute Alternative ;o)

  4. am 27. August 2009 um 12:58 Uhr

    Das war jetzt fast ne gute Stunde Lesestoff und ich fand ihn sehr hilfreich. Allein schon der Punkt welche Schrift passt zu welchem Projekt. Bei der Zeilenbreite bin ich persönlich der Meinung, dass es leider viel zu viele Seiten mit zu großer Zeilenbreite gibt.
    Danke für diesen sehr aufschlussreichen Artikel. Der ist mal wieder ein festes Lesezeichen wert.

  5. Hendrik
    am 27. August 2009 um 13:05 Uhr

    Sehr schöner und ausführlicher Artikel!
    Vielen Dank!

  6. am 27. August 2009 um 13:09 Uhr

    Das Einzige was mich gestört hat war, dass das “>>weiterlesen” gefehlt hat und man mit dem Aufruf vom dt mit dieser Textwand überfallen wurde :p
    Außerdem habe ich nicht sofort mitbekommen, dass es noch eine Seite 2 und 3 gibt. Als ich den letzten Absatz von Seite 1 gelesen habe, wollte ich den Browser schon schließen und habe gerade noch rechtzeitig rechts unten |123| gesehen.

    Der Text ist gut, wenngleich sich ein paar Tipp- und Grammatikfehler eingeschlichen haben. Sollte nochmal jemand drüberfliegen.

    *edit:
    Okay, jetzt ist das “>>weiterlesen” drinnen ;) Dann kann man aber von der Übersicht das |123| wegnehmen, oder?

  7. Zusatz
    am 27. August 2009 um 13:27 Uhr

    Nur am Rande.
    Die Frakturschrift wurde offiziell 1941 in Nazi-Deutschland verboten.
    Siehe hier:
    http://www.schreibereien.de/fraktur-verbot.0.html

    Die Grotesk war in ganz Europa verbreitet und ist keine rein deutsche Erfindung.
    Die spätere Sonderstellung der Fraktur in Deutschland, ist der evangelischen Kirche geschuldet, da man sich mit der Schwabcher/ Fraktur, von der katholischen Kirche unterschied. (Luther Bibel)
    Die Nazis haben die Frakturschrift erst zu ihren Zwecken missbraucht und später mit der unwahren Bezeichnung „Schwabacher-Judenletter“ sogar verboten.
    Die Fraktur ist keine Nazischrift, sondern die Schrift der evangelischen Kirche.
    Leider ist den Menschen heute durch die anfängliche Propaganda der Nazis, dem zweiten Weltkrieg und den Dokumentationen darüber, die Fraktur nur als Nazischrift bekannt.
    Außeracht wird gelassen, dass die Kommunisten bis 1933, auch die Fraktur für ihre Wahlplakate verwendete, wie es heute die APPD auch wieder tut.
    Die arme Fraktur.
    Man tut ihr bis heute unrecht… zu einer Wiedergutmachung, oder Geschichtsberichtigung ist es in Deutschland bist heute nicht gekommen.
    Dadurch wird die die Fraktur zum zweiten Mal missbraucht.

  8. Bob
    am 27. August 2009 um 13:33 Uhr

    Interessante Studie, doch das Ergebnis ist für mich enttäuschend. Darüber hinaus bin ich nicht vollständig überzeugt, dass die meisten der genannten Faktoren keinen Einfluss auf die Lesbarkeit haben sollen. Das wiederspricht so vollständig meinen Erfahrungen.
    Bei der reinen zeitlichen sowie der subjektiven Analyse, wie sie hier durchgeführt wurden, sind also keine signifikanten Unterschiede zu erkennen. Wie wäre es dann mit einer ergänzenden Studie mit Blickbewegungsregistrierung (Eye-Tracking), vielleicht lässt sich damit Signifikanteres feststellen.

  9. da stefan
    am 27. August 2009 um 13:38 Uhr

    Die dynamische Arial, so, so… Guter Artikel, aber ich weiß nicht recht, ob ich die Umfrageergebnisse in meine zukünftigen Schriftwahlen einbeziehen soll – bei solchen Ergebnissen.

  10. da stefan
    am 27. August 2009 um 13:41 Uhr

    @Zusatz: danke für die Hinweise – das sollte endlich auch mal in der breiten Öffentlichkeit bemerkt werden!

  11. am 27. August 2009 um 14:12 Uhr

    Ein wirklich hervorragender Artikel, den ich mit großem Interesse gelesen habe, zumal mir während meiner Ausbildung hier angezweifelte Dogmen eingebleut wurden. Ich finde es auch nicht schlimm das die Ergebnisse nicht sehr eindeutig ausfielen (größtenteils).

    Auch die Art der Formulierungen und des leicht humoristischen Untertons, welcher bisweilen vorherrscht, hat mir sehr gefallen. Wenn die Qualität der zukünftigen Gastautoren auf diesem Niveau bleibt, freue ich mich darauf.

    Danke Martin für den Artikel und Danke Achim das du das “dt” für solche Artikel geöffnet hast!

  12. am 27. August 2009 um 14:28 Uhr

    Habe mehrfach versucht zu kommentieren, aber mit drei Links ist das anscheinend nicht möglich. Das ich damit in die Moderationswarteschlange war mir klar, aber dass ich gar nicht kommentieren kann ist echt ärgerlich.

    Die Live-Preview hat irgendeinen Bug und hat ständig einen Javascript-Fehler verursacht (“Soll das Skript gestoppt werden?”) und hat die Anführungszeichen typographisch umgewandelt, so dass der Link nicht mehr zu gebrauchen war. Irgendwann habe ich es dann endlich geschafft (indem ich einfach die Anführungszeichen weg gelassen habe, nicht unbedingt valide) und dann sagte mir das Blog, dass ich ein Spammer bin und mich wieder zurückgeschickt. Das Spiel habe ich jetzt dreimal gespielt und jetzt habe ich keine Lust mehr.

    Für die falschen Anführungszeichen im Text wollte dieses Plugin empfehlen:
    http://dossier.dunker.de/intypo
    und sonst den Text loben und ein paar weiterführende Links posten, die das Ganze bestätigen und mehr aus der Praxis kommen. Das versuche ich vielleicht als Trackback. Jetzt habe ich erst einmal keinen Bock mehr. :-(

  13. Peter Köller
    am 27. August 2009 um 14:31 Uhr

    Danke für diese sehr ausführliche Studie. Besonders Seite 3 fand ich sehr interessant und informativ. Irgendwie beschleicht mich das Gefühl zu den 3000 Probanden zu gehören (via Beitrag im http://www.flashforum.de).

    Mit der absehbaren Verbreitung der neuen Vista-Schriftenreihe werden die typografischen Potenziale im Web immens wachsen.

    Solange diese nicht auch standardmäßig auf dem Mac verfügbar sind wird zumindest der Großteil der Kreativbranche einen Bogen um diese Schriften machen.

    Denn die Typografie, vor allem die Web-Typografie, sie droht unter die Räder zu geraten von Technokraten, von selbsterkorenen Lesbarkeits-Optimierern, von halbinformierten Systemadministratoren, von lehrbuchtreuen Mediengestaltern, die uns seit Jahren eine Web-Welt voller ”Nur-Verdana”-Seiten bescheren.

    Ich kann dieser Aussage nicht ganz folgen. Der nach meiner Ansicht einzige Grund, weswegen das HTML-basierte Internet vorwiegend in Verdana umgesetzt ist liegt am Mangel an Alternativen. Verdana ist nun mal zusammen mit Arial die einzige websichere Grotesk-Schrift. Und daran werden auch die neuen Vista-Fonts nichts ändern (siehe oben). Man kann dieses Problem allerdings seit 10 Jahren umgehen, indem man Flash benutzt.

    Darüberhinaus allerdings muss man sich schon tüchtig ins Zeug legen, um es der Leserschaft so richtig schwer zu machen.

    Unlesbarkeit im Web geht ganz einfach. Man muss eine kleine Schrift einfach nur auf kursiv stellen. Besonders bei Antiquas wirkt das wahre »Wunder«. :o)

  14. am 27. August 2009 um 14:34 Uhr

    Klasse Arbeit, spricht mir aus der Seele. Es ist immer wieder beachtlich wie viele Leute zu wissen glauben, was lesbar ist und was nicht. Die Zeitschrift TYPO hat das Thema auch einmal sehr umfangreich behandelt, mit dem Ergebnis, dass im Bezug auf Lesbarkeit eben rein gar nichts sicher ist.
    Dasselbe gilt, meiner Meinung nach, auch für die immer wieder angestrebte platzsparende Schrift.
    Ich bin selbst Schriftentwerfer und für mich wandern die vermeintlich absoluten Regeln der Typografie immer mehr in den Hintergrund.
    Gestaltung ist immer ein konkreter Einzelfall und selbst dann schwer zu beurteilen.

  15. Chris
    am 27. August 2009 um 14:39 Uhr

    Ich habe bisher erst Seite 1 gelesen, werde aber im Laufe des Tages auch noch den Rest der Studie lesen. Bisher aber schon mal ein großes Lob! Viele unserer Meinungen treffen sich exakt. Ich arbeite in einer Webagentur und probiere gerne immer einmal wieder in neuen Screens, andere Schriftarten einzuführen, die leider immer wieder von meinem Chef mit deinen genannten Argumenten (Serifen = schlechte Lesbarkeit am Monitor etc.), verworfen werden.
    Bin sehr gespannt auf die nächsten 2 Seiten!

  16. ole
    am 27. August 2009 um 14:54 Uhr

    … in der Kürze liegt die Würze. Wissenschaftlich kann auch kurz und knackig sein. Mir sei der Zweifel gestattet, ob die Schriftwahl von Systemschriften für eine solche Untersuchung die Richtige ist und ob der Aufwand sich lohnt für Erkenntnisse die zugegeben in der Breite nicht so bekannt sind, aber offensichtlich. Insgesamt lobe ich aber die Beschäftigung mit dem Thema.

  17. am 27. August 2009 um 14:59 Uhr

    Sehr lesenswerter Artikel. Danke!

    Ich möchte zur Schriftgröße noch auf zwei Faktoren hinweisen, die sicher außerhalb des Testumfangs der Studie lagen:

    Objektive Größe ist etwas anderes als subjektive Größe.
    Wenn ich Bildschirmtext mit Brille lese – Sehstärke -4 dpt – so empfinde ich ihn als etwa 20% kleiner, als wenn ich Kontaktlinsen benutze. Ähnliche Wahrnehmungsunterschiede erleben sicher die meisten Brillenträger.

    Schriften mit hoher x-Höhe wie Verdana oder DejaVu Sans können auf Rechnern, wo sie nicht vorhanden sind (ja, die gibt es!), kaum ersetzt werden. Deshalb sollte man sich bei der Angabe der Schriftgröße an den Schriften orientieren, die als Ausweichvariante angegeben wurden und ein »üblicheres« Größenverhältnis aufweisen.

    In meiner eigenen Praxis arbeite ich nur mit der Schriftgröße, die sich der Leser eingestellt hat. Wer 40px braucht, ist willkommen; das Layout paßt sich an. Davon sähe ich gerne mehr.

  18. phil
    am 27. August 2009 um 15:03 Uhr

    Ganz wunderbar, sehr lehrreich, das Niveau ist super und ich freue mich auf mehr davon in der Zukunft! Vielen Dank!

  19. Eric
    am 27. August 2009 um 15:14 Uhr

    gibt es diese ausführlichen informationen vielleicht in einer .pdf datei, damit man sie sich ordentlich ausdrucken kann?

    mfg eric

  20. am 27. August 2009 um 15:16 Uhr

    Zu den Monitorfonts könnte man auch noch den Krieg OSX vs. Windows-Darstellung nennen. Beim PC werden gerade kleine Schriftgrößen oft leicht verzerrt, weil mit Cleartype die Linien ans Monitor-Raster angepasst werden, um scharf auszusehen. Bei OSX wirds dagegen typografisch korrekt dargestellt, wirkt aber oft unscharf, weil die Linien oft interpoliert werden. Zum Teil wirken die Zeichen aufm Mac auch ganz anders.

    http://www.mnn.ch/blog/wp-content/uploads/2007/12/schriften.png

    Gibt da auch wieder Leute, die meinen dass ne scharfe Schrift besser lesbar ist und Leute, die meinen dass ne unverzerrte Schrift besser lesbar ist…

  21. am 27. August 2009 um 15:40 Uhr

    Danke für die Veröffentlichung dieser Studie. Dirk Wendt beobachtete in seinen Untersuchungen in den frühen 1990ern bereits eine leichte Überlegenheit einer Grotesk gegenüber einer Serifenschrift. Was er auf den vermehrten Gebrauch der Groteskschriften zurückführte. Das erklärt auch, warum in obigen Tests die Leser in vielen Bereichen Arial und Verdana bevorzugten. Jedenfalls ein weiterer Beleg, der mit der Mär der besseren Lesbarkeit von Serifenschriften aufräumt. Anmutung und Lesekomfort sind eher die entscheidenden Faktoren.

  22. am 27. August 2009 um 16:08 Uhr

    Hallo,

    besonders den Abschnitt über die beste Schrift korrespondierend mit dem Inhalt finde ich hochinteressant. Times steht für Politik… wenn das nicht gelernt ist :)
    Da ich das intuitiv einfach geahnt habe, hab ich meinen Blog (Magazin…) deswegen auch mit der Times gestaltet. (Achtung Werbung: http://weltreiselustblog.wordpress.com/).

    Grüße
    Weltreiselust

  23. Max
    am 27. August 2009 um 16:19 Uhr

    Endlich schreibts mal jemand :-)! Guter Beitrag!

  24. Michael
    am 27. August 2009 um 18:03 Uhr

    Solange noch mehr als 10 % der Nutzer einen IE 6 als Browser verwenden, glaube ich nicht an die Schrift-Revolution der Vista-Schriften. Ansonsten jedoch ein interessanter Artikel.

  25. am 27. August 2009 um 20:06 Uhr

    Die Lesbarkeit der Texte hat für Menschen mit Legasthenie oder Lernschwierigkeiten einen viel größeren Wert, als für andere Leser. Damit steigen die Ansprüche an die Typografie.
    Leider hat die Untersuchung die Chance verpasst, die gut lesbaren Typo für diese Gruppe im Vergleich zu “normalen” Schriften zu untersuchen.
    Beispiele: FS Me, New Helvetica 55 oder Read Regular.
    Vielleicht würden ja nach dieser Untersuchung auch Microsoft und andere Hersteller eher bereit gewesen, diese Schriften in der Zukunft als Standart einzusetzen?
    Vorausgesetzt natürlich, die Typos würden das Rennen um den besten Lesefluss für sich entscheiden.
    Trotzdem finde ich die Untersuchung sehr gut – bitte mehr davon! :-)

  26. am 27. August 2009 um 21:52 Uhr

    Der Artikel liegt nun auch als PDF zum Download bereit: Die gefühlte Lesbarkeit | Martin Liebig | PDF 750KB

  27. Timo
    am 28. August 2009 um 00:28 Uhr

    Super Artikel! Danke für die tolle Studie.

    In der C-Reihe von Windows fehlt aber die Comic Sans :-)

  28. am 28. August 2009 um 08:06 Uhr

    [...] Die gefühlte Lesbarkeit | Design Tagebuch Serife gegen Groteske: die Lehrbuch-Meinung unterstellt beharrlich Qualitätsunterschiede, die offenkundig nicht existieren. Eine neue Studie zeigt: Viel wichtiger als die oft beschworene “objektive” Lesbarkeit ist, was eine Schriftart ausstrahlt – ihr „Look and Feel”. (tags: fonts lesbarkeit web 08/2009 2009 schriften) [...]

  29. Ich!
    am 28. August 2009 um 09:17 Uhr

    Ich danke Herrn Liebig für diesen Artikel aber im selben Maße auch “Zusatz” für seinen wichtigen Zusatz.

  30. StefanB
    am 28. August 2009 um 09:45 Uhr

    Vielen herzlichen Dank für den Beitrag. Wirklich kurzweilig und verständlich aufbereitet.
    Was mich jedoch noch interessieren würde, ist, wie dieses Experiment umgesetzt wurde. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wurde das Experiment nicht zentral durchgeführt?! D.h. das solche Störgrößen wie die Umgebung und deren Geräusche (Schreibtisch/Café/auf der Straße/…) durchaus eine Rolle gespielt haben könnten? Und wer hat an dem Experiment teilgenommen? (Lesegewohnheiten/Bildungsstand/…)
    Es wäre toll, wenn man noch etwas über den Versuchsaufbau erfahren könnte. Besten Dank.

  31. Antje
    am 28. August 2009 um 11:13 Uhr

    Ein sehr interessanter Artikel. Als Gestalterin mit Liebe zu Printbereich stehe ich heutzutage oft vor der Herausforderung, mich doch als Webdesignerin behaupten zu müssen. Da ist man schon versucht, immer wieder auf das gleiche, bewährte Pferd zu setzen, auch, weil einem die bekannten Sprüche (siehe Text) noch in den Ohren klingeln. Da ermutigt mich dieser Text, beim nächsten Mal vielleicht etwas anderes zu probieren.

    Als OSX-Benutzerin habe auch ich zunächst die Lucida Grande in den Aufstellungen vermisst. Auch wenn Apple erst einmal “die” Computermarke für Gestalter bleibt, gewinnt sie doch auch in der breiten Bevölkerung immer weiter an Marktanteilen (Sogar mein 60 jähriger Vermieter besitzt einen!). Als Standard-Bildschirmschrift dieser Rechner hätte die Lucida entsprechend Berücksichtigung finden müssen – naja, vielleicht beim nächsten Mal. Im Übrigen finde ich diese Schrift sehr angenehm…

    Interessant finde ich auch, dass einige Urteile schon auch von Gewohnheiten geprägt sein müssen. Ich persönlich kann mir anders nicht erklären, warum die Arial sowohl in puncto Eleganz als auch Dynamik so weit vorne liegt. Allein das wäre mal eine tiefergehende psyhologisch-neurologische Studie wert…

  32. am 28. August 2009 um 11:13 Uhr

    Hallo Martin,
    ein sehr spannender Beitrag, den ich im übrigen gerne auf unserer Website http://www.evoq.ch zitieren werde. Das Thema liegt wohl allen Gestaltern am Herzen. Oft ist man ja frustriert beim Webdesign, da es nicht nur sehr viele funktionale und technische Einschränkungen gibt, sondern ebenfalls auch über die Verarmung der Typografie.
    Aber es gibt auch andere Tendenzen: Bei den Zeitungsportalen gibt es eindeutig den Trend zur Angleichung des digitalen an das physische Medium. Will heissen: die heutigen Portale grosser Zeitungen sind nicht mehr Arial-Friedhöfe, sondern sehen auch online zunehmend aus wie die physische Verwandte auf Papier. Und strafen damit an vorderster Front die Behauptung Lügen, ein Mengensatz lasse sich am Bildschirm nur in Arial oder Verdana liegen. Ebenfalls sind die technischen Einschränkungen der Webtypografie immer weniger gegeben. In dem Zusammenhang möchte ich besonders auf die Arbeiten unserer Kollegen http://informationarchitects.jp/ in Tokio hinweisen, die in jüngster Zeit einige Zeitungs-Websiten überarbeitet haben, so zum Beispiel den Zürcher Tagesanzeiger: http://www.tagesanzeiger.ch.
    Besserung ist also in Sicht, und wir Gestalter sollten nicht zögern, Typografie im Web neu zu denken.

  33. am 28. August 2009 um 11:57 Uhr

    Richtig klasse. Ich bin begeistert!

  34. am 28. August 2009 um 12:17 Uhr

    Kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen, super super Artikel.
    Fettes Danke

  35. Evel Bosso
    am 28. August 2009 um 12:47 Uhr

    Ich muss gestehen, dass ich auch so eine VERDANA Schlampe bin, habe gestern Abend noch, nachdem ich diesen Appell gelesen habe, direkt bei einem aktuellen Projekt die Verdana verdammt… und gegen die TREBUCHET getauscht. Heute morgen gefiel sie mir aber nicht mehr und ich habe es mit der ARIAL versucht, bis 12 Uhr war diese auch drin im Lead-Layout, bis ich vor wenigen Minuten wieder auf die Verdana umgestiegen bin… . Es ist nicht so einfach von der Verdana wegzukommen, aber eine stupide STANDARD NUTZUNG ist auf Dauer auch keine Lösung, wobei die Alternativen die uns zu Verfügung stehen auch verdammt bescheiden sind… .

  36. am 28. August 2009 um 12:56 Uhr

    Ich hab noch etwas vergessen.. mich würde interessieren, ob die Probanten bei der Beurteilung der Schriftarten wussten um welche es sich handelt! Also wurde der Name der Schriftart dabei genannt oder sollte man lediglich einer Inkognito-Schriftarten beurteilen. Die teilweise starke Tendenz zu Arial verwundert nämlich auch mich. Hätte man in dem einen oder anderen Fall auch die Arial als bsp. eleganteste Schrifart gewählt, wenn man nicht gewusst hätte, dass es die Arial ist sondern Schriftart XY?

  37. am 28. August 2009 um 13:32 Uhr

    @Antje: Lucida Grande hat keinen Kursivschnitt. Für den Lauftext eigent sie sich daher nicht so gut. Denn dann muß man entweder auf Kursive verzichten oder seinen Lesern eine vom Browser schräggestellte Schrift (Stichwort: »Slanting«) zumuten. Und wer will das schon?

  38. am 28. August 2009 um 14:09 Uhr

    Wer hat denn da die Anführungszeichen verwechſelt …? Noch mal zur Erinnerung, deutſche Anführungszeichen gehen ſo: „ “, oder auch » «. “ ” iſt die engliſche Variante.

    Außerdem hätte SCHRIFTGRÖẞEN ein Verſal-ß vertragen können, bzw. wenn das nicht geht gezwungenermaßen SS, aber klein Buchſtaben in Verſalien ſehen nicht gut aus.

    Ja, mir iſt bewuſſt, daſs ich mit langem ſ ſchreibe :-). Die Paſſage über die Fraktur :-( habe ich einfach mal überleſen.

  39. Pascal
    am 28. August 2009 um 14:21 Uhr

    Schade, dass das Thema „Lesbarkeit“ derart einseitig beachtet wird:

    • Verschiedene Varianten der Anführungszeichen (ASCII: ”" deutsch: „“ englisch: “”) werden (gerne auch innerhalb eines Satzes) gemischt gebraucht.
    • Das zur besseren Lesbarkeit mehr und mehr Verbreitung findende Versal‑ß wird nicht verwendet.

    Ferner im pdf:
    • Mehrfach ist die letzte Zeile einer Seite eine neue Überschrift.
    • Bilder/Graphiken werden uneinheitlich linksbündig oder zentriert eingefügt; mal mit einer Leerzeile davor oder dahinter, mal gänzlich ohne.

    Sicher sieht man solche Fehler häufig. Wenn das Fazit des Text aber lautet: „gute Typografie schmeichelt dem Inhalt wie dem Auge“, dann werden sie besonders auffällig und befremdend.

    Aufgrund der Fülle der typographischen Fehler könnte man gar Absicht vermuten…

  40. am 28. August 2009 um 15:14 Uhr

    Danke für den wirklich guten Artikel. Eine Anmerkung habe ich jedoch: Wenn du schreibst “Lesbarkeit” meinst du eigentlich (wenn ich die Erbsen zählen darf) “Leserlichkeit”, jedenfalls verstehe ich den Artikel so.
    Ich denke, dass man sich durch trennscharfe Nutzung der Terminologie sehr gut von der Masse der “halbinformierten Systemadministratoren” und “Spiegel-Lesern” abheben kann ;-)

  41. silverdream
    am 28. August 2009 um 15:22 Uhr

    eine unzahl von faktoren beeinflusst die lesbarkeit, diese messbar (abtesten) zu machen ist mutig. daraus schlüsse zu ziehen ist auch mutig. zumindest (so lese ich diesen artikel) ist es ein versuch ordnung in das chaos zu bringen – dazu danke.

    einfach zum lesen: “lesetypografie” von willberg und forssmann – oder wie ich die kunst der lesbarkeit verlernen musste – weil die technik es nicht erlaubt.

  42. am 28. August 2009 um 15:35 Uhr

    [...] Mehr dazu hier. [...]

  43. Tilmann
    am 28. August 2009 um 15:36 Uhr

    Die Idee, Autoren gastieren zu lassen, finde ich sehr symphatisch. Danke für die Downloadmöglichkeit. Schon nach der ersten Seite der Longversion finde aber, dass das DT-Summary irgendwie etwas unglücklich kurz ist. Was schließlich heißt Lesbarkeit, drängt sich als Frage in den Vordergrund, noch bevor man das Versuchsdesign kennt.

    In der Summary hätte ich auch gerne etwas zum Thema Zugänglichkeit erfahren. Gibt die Studie darüber repräsentativ Auskunft?

    Jedenfalls bleibt DT wirklich spannend.

  44. Martin Liebig
    am 28. August 2009 um 15:40 Uhr

    @Stephan: Der Begriff “Leserlichkeit” ist ein ziemlich “akademisch-linguistischer” und in der Gestaltungswelt zumindest ausgesprochen unüblich. Eines der Standardwerke heißt denn ja auch “Typografie: Wege zur besseren Lesbarkeit” (Rehe 1981) ;-)

    @all: danke für die tollen Rückmeldungen (und Anregungen). Ich komme seit gestern aus dem Rot-Werden gar nicht mehr heraus. Werde mal einige Statements sammeln und dann, wenn gewünscht, gebündelt antworten.

  45. am 28. August 2009 um 16:33 Uhr

    @Martin Liebig
    Wieder mal eine Bestätigung des alten Sprichworts “Frosch, bleib in deinem Teich!” Wenn es bei den Gestaltern “Lesbarkeit” heißt, dann will ich nichts gesagt haben.

  46. jimi
    am 28. August 2009 um 21:28 Uhr

    interessanter artikel. aber jetzt nichts wesentliches neues für mich

  47. Stephan535
    am 28. August 2009 um 23:41 Uhr

    Ein sehr interessanter Beitrag! Ich habe mit dem Thema Desin nichts zu tun (außer als “Anwender”) und habe mir den Text dennoch komplett durchgelesen. Weil’s interessant ist und weil’ gut geschrieben ist.
    Ich hätte nicht gedacht, dass die Typographie so wenig Einfluss auf die Lesbarkeit hat.

  48. am 29. August 2009 um 00:41 Uhr

    [...] sowieso mehr leidet als die von Sans-Schriftarten? Diesen Fragen nimmt sich Martin Liebig beim Designtagebuch an, wo er in einem dreiseitigen Artikel die Ergebnisse einer Studie mit mehr als 3000 Teilnehmern [...]

  49. Daniel
    am 29. August 2009 um 19:20 Uhr

    Der Artikel ist spitze, ich bin aber über ein ähnliches Problem gestolpert wie pico. Ich hätte die Seiten 2 und 3 ohne seinen Kommentar nie gelesen, da ich das dt als rss-feed (Outlook 2007) lese und mir nur die erste Seite angezeigt wurde.

    Trotzdem Danke für den täglichen Lesestoff.

  50. am 31. August 2009 um 09:51 Uhr

    [...] Martin Liebig stellt im Designtagebuch seine Studie über die Lesbarkeit von Webschriften vor und sich gleichzeitig gegen den Verdana-Einheitsbrei. [...]

  51. am 31. August 2009 um 10:19 Uhr

    Der Artikel ist spitze. Ich hab mir oft überlegt ob meine LaTeX Dokumente mit einer anderen Schrift noch besser aussehen könnten. Ausprobieren wollte ich es nicht weil die meisten Menschen an den Standard gewöhnt sind und diesen auch schnell vermissen.

    Aber nun werde ich mal mein glück versuchen und ein wenig experimentieren.

  52. am 31. August 2009 um 10:44 Uhr

    Ein flammendes Dossier für die Serifen – ohne Serifen.

    Aber egal, danke sehr interessante Kost!

  53. Gero
    am 31. August 2009 um 12:17 Uhr

    Toller Aritkel – zu den „C-Schriften“ habe ich aber noch eine Anmerkung. Zwar mag die Prognose über ihren zukünftigen Verbreitungsgrad richtig sein und auch an der Bildschirm-Lesbarkeit scheint es wenig zu bemängeln zu geben – aber auch das reicht für eine Verwendung in HTML-Dokumenten nicht. Vielmehr gibt es doch ein KO-Kriterium für ihre Verwendung auf Webseiten: Die neuen Schriften sind aus unerfindlichem Grunde völlig anders vermaßt als die etablierten (wie auch der Schriftgrößen-Tabelle zu entnehmen ist) sodass ein „abwärtskompatible“ Deklarierung mit Ersatzschriften nicht möglich ist.

    Während soetwas wie „Verdana,Helvetica,Arial,Geneva“ problemlos funktioniert, da das Nichtvorhandensein von Schriften und der Rückgriff auf eine weiter rechts stehende Schrift wenig an der x-Höhe ändert, sollte man „Calibri,Verdana,Helvetica,…“ unbedingt meiden, da man es hier mit stark schwankenden Schriftgrößen zu tun hat. Um etwa die Calibri so groß wie eine Verdana 11px darzustellen, müsste man sie mit 13px deklarieren, was für eine Verdana natürlich wiederum viel zu groß wäre.

    Mit dem Vorhandensein und Nicht-Vorhandensein von Schriften würde der Webdesigner bei der Verwendung eine „C-Schrift“ also auch Schriftgrößen-Lotto spielen, was in den wenigsten Fällen akzeptabel sein dürfte. Und da es in CSS keine „bedingten“, also mit bestimmten Schriftarten verknüpfte Schriftgrößen gibt, wird man auf die „C-Schriften“ verzichten müssen, solange man nicht sicher sein kann, dass sie installiert sind. Also: leider immer.

    Microsoft hat den „C-Schriften“ also einen ziemlich dicken Kotz ans Bein gebunden, was ihre Verbreitung im Webdesign angeht. Und wer sich fragt, wieso die nach mehr Auswahl lechzenden Webdesigner weiterhin Verdana einsetzen, dürfte jetzt wissen, warum: Sie müssen leider.

  54. Florian Schmitt
    am 31. August 2009 um 13:22 Uhr

    Großartig! Danke.

  55. am 31. August 2009 um 17:54 Uhr

    [...] vollständige Artikel ist im Weblog designtagebuch oder als pdf-Datei [...]

  56. am 31. August 2009 um 18:30 Uhr

    @Gero

    Es gibt in CSS eine Eigenschaft, die sich »font-size-adjust« nennt, damit kannst du genau dieses Problem beheben. Zwar ist die Browser-Unterstützung noch nicht weit fortgeschritten, wird aber mit Sicherheit besser. Mehr Infos dazu siehe hier

    Ansonsten:
    Sehr guter Artikel auf den ich sicher noch öfter schauen werde. Wünschenswert wäre eine genauere Beschreibung der Testbedingungen gewesen. Ich kann mir bei einem Test, der nicht für alle Teilnehmer am selben Ort unter gleichen Bedingungen stattfindet, schwer vorstellen, dass man momentane persönliche Verfassung, Beschaffenheit des Ausgabegeräts (groß/klein, gut/schlecht, neu/alt, Helligkeit, Kontrast) oder äußere Einflüsse (Dunkelkammer oder Sonnenschein, Lärm oder Ruhe) außer Acht lassen kann.

    Oder kann man sagen, dass man diese Faktoren vernachlässigen kann?

  57. StefanB
    am 31. August 2009 um 20:01 Uhr

    @ Christoph

    Sicherlich kann man diese Faktoren nicht vernachlässigen, da sie auf das Lesen/die Lesegeschwindigkeit mitunter einen erheblichen Einfluss haben. Meine Fragen weiter oben zielten in die gleiche Richtung.

  58. Gero
    am 31. August 2009 um 20:11 Uhr

    @Christoph
    Ich weiß, aber die Browserunterstützung für diese Eigenschaft fehlt ja auf absehbare Zeit genau dort, wo man sie gerade braucht. Ich würde „font-size-adjust“ allenfalls zum Finetuning, niemals aber für eine so grundlegende Aufgabe wie das Angleichen einer häufig verwendeten Schriftgröße verwenden.

  59. am 31. August 2009 um 21:36 Uhr

    Denke ebenfalls, das gleichbleibende Testbedingungen für eine wissenschaftliche Auswertung unerlässlich sind. Allerdings ist das im Rahmen einer FH-Untersuchung mit so vielen Probanden kaum umzusetzen. Deshalb trotzdem ein guter Beitrag und ich denke der zeigt die tendenzielle Richtung an – schließlich sitzt der User ja auch nicht in einem sterilen Raum. Also nah am Leben und keine akademische Theoriebetrachtung ;-)

    Greetz
    Till

  60. am 01. September 2009 um 00:46 Uhr

    Danke Bob!!!

    Eintrag 8!!!!…

    Mehr möchte ich auch nicht dazu sagen!

  61. am 01. September 2009 um 06:13 Uhr

    [...] Die gefühlte Lesbarkeit [...]

  62. dim
    am 01. September 2009 um 13:42 Uhr

    ein sehr umfangreicher artikel. herzlichen dank für dessen veröffentlichung!

    einen klitzekleinen aspekt vermisse ich, der zwar nur indirekt mit typografie, dafür aber umso mehr mit lesbarkeit zutun hat. mir begegnen jeden tag seiten, die nicht nur wegen ihrer zu kleinen schrift schlecht zu lesen sind, sondern vor allem aufgrund ihrer farbwahl (kontrast typo/hintergrund). mich würde in der hinsicht besonders interessieren, ob schwarz auf weiß wirklich das nonplusultra in sachen lesbarkeit ist.

  63. Fritz Brett
    am 01. September 2009 um 16:16 Uhr

    Danke sehr interessant. Kommt den Gestaltern sicherlich sehr gelegen, dass sie die Grauwerte quasi als graphische Fläche gestalten können.
    Allerdings hätte ich einige Anwendungen aus meiner eigenen Leserfahrung.
    1. Bei 100 Worten wird das Auge natürlich kaum müde. So weit kann man sich immer plagen. Aber 25 Sekunden ist natürlich nichts im Vergleich zur Belastung ünber längere Lesestrecken.
    2. Dass die Textbreite und der Zeilenabstand keine Beudeutung haben, ist schlicht Kappes. Empfehle jedem Graphiker mal von Peter Weiss “Ästhetik des Widerstands” zu lesen, wenigstens 10 Seiten. Danach weiß man: Breite Zeilen sind auf die Dauer enorm anstrengend, zumal wenn es keine Absätze gibt.
    3. Die Ermüdung beim Lesen hängt eng davon ab, wie die verschiedenen Parameter aufeinander eingestellt sind, also das gesamte typografische Bild: Schriftgröße, Zeilenbreite, Zelenabstand und Absätze können es dem Leser schwer machen (=zusätzliche Konzentration abverlangen, in der Zeile zu bleiben) oder eben leichter. Wenn man mal die Extremfälle auf wenisgtens zwei, drei Seiten untersuchen würde, würde das sehr klar werden (z.B. kleine Schrift + breite Zeilen + wenig Durchschuss + geringer Wortabstand + wenig Absätze = total anstrengend zu lesen und die Lesegeschwindigkeit würde mit Sicherheit mit der Zeit drastisch sinken, bis der Leser schließlich eilig davonhüpft).
    4. Mich hat die Lektüre des Artikels übrigens angestrengte, weil ich die Zeilen zu breit fand. Leider war die Zeilenbreite nicht veränderbar. Buchstaben wurden durch Ctrl+ nur größer – Zeilen dadurch noch unübersichtlicher. Sorry, das ist keine gute Typografie.
    Wie gesagt, Hauptkritikpunkt ist die Irrelevanz der kurzen Texte. Bei langen Fließtexten wird Lesbarkeit weiterhin ein Krterioum bleiben, auch wenn Gestalter nur auf die Flächen gucken.

  64. Martin Liebig
    am 01. September 2009 um 18:21 Uhr

    Hallo Bob und Hnas,

    Empirie ist immer der wissenschaftliche Versuch, subjektive Empfindungen auf ihre objektive Stichhaltigkeit zu prüfen. In diesem Sinne ist es natürlich euer gutes Recht, unsere Ergebnisse anzuzweifeln mit der Feststellung, diese widersprächen eurer typografischen Alltagserfahrung. Allerdings waren es ja gerade Alltagserfahrungen wie Eure, die wir einem Test unterziehen wollten. Von daher dreht sich die Argumentation ein bisschen im Kreis. ;-)

    Was ich da schon eher verstehen kann, ist, dass Fritz Brett die Methodik meiner Untersuchung anzweifelt. Ich stimme Dir sogar zu, Fritz, dass 110-Wort-Texte vielleicht eine konzentrierte Lese-Session am Bildschirm nur bedingt simulieren können. Mit der Textlänge hatten wir auch lange zu kämpfen, denn

    a) wollten wir den Zeitverzögerer “Scrolling” ausschalten, so dass alle Texte auf einen Normal-Screen (1024×768) passen mussten.

    b) wollten wir die Abbrecherquote (online sehr hoch nach aller Erfahrung) möglichst klein halten, also eher viele kleinere Impulse als einen mächtigen Textblock anbieten.

    Ich nehme also Deinen Einwand durchaus Ernst. Erwidern möchte ich mit folgender These: Echtes “Streckenlesen” spielt im Web meines Erachtens (außer bei meinem Beitrag *g*) eher eine untergeordnete Rolle gegenüber dem Phänomen des “Immer-wieder-Ansetzens”, des stetigen Neu-Beginnens von Texten. Und dieses “skimmende” Lesen haben wir, so meine ich, mit dem Experiment gut simuliert.

    Ferner möchte ich Dir nahelegen, auch die von mir angeführten älteren Studien zur Lesbarkeit am Bildschirm mal etwas genauer anzuschauen. Dort waren die Textumfänge oft größer, die Resultate allerdings entsprachen den unseren sehr.

    Schönen Abend @ all

  65. am 01. September 2009 um 22:36 Uhr

    [...] Design Tagebuch gibt es einen sehr interessanten und auch sehr umfangreichen Artikel zum Thema Lesbarkeit von Web-Typographie. – Haupterkenntnis: Serife und Groteske haben allgemein keine  Qualitätsunterschiede. Im [...]

  66. am 04. September 2009 um 13:52 Uhr

    [...] Liebig beschäftigt sich in diesem Artikel mit dem Thema Schriftarten und gefühlte Lesbarkeit. [...]

  67. am 05. September 2009 um 13:07 Uhr

    [...] Die gefühlte Lesbarkeit: Lang, aber lesenswert: Martin Liebig schreibt im Designtagebuch über seine wissenschaftliche Arbeit zur Lesbarkeit von Schriften im Web. Mit einigen überraschenden und wichtigen Erkenntnissen. Designerfreundliche These: Die ästhetische Anmutung einer Schrift ist wichtiger als ihre Lesbarkeit. [...]

  68. Felix
    am 06. September 2009 um 10:42 Uhr

    Ich denke, Fließtext muss rein praktischen Gesichtspunkten folgen. Eine Schrift muss in erster Linie gelesen werden können. Dafür ist eine gute Darstellung am Bildschirm nötig, nicht theoretisch gutes Aussehen einer Schrift.

    In der Praxis haben die Leser keine Adleraugen, sind die Bildschirme nicht optimal etc. Verdana und Georgia sind die zwei am weitesten verbreiteten Schriften die zugleich ursprünglich für Bildschirmdarstellung entwickelt worden sind. Diese werden überall am besten dargestellt.

    Erst dann, wenn Bildschirme eine Auflösung von 200dpi haben kann man sich über Schönheit von Schriften für den Fließtext befassen. Das ist bislang nur bei einigen Handys der Fall.

    Die Schriftgrößen in Pixel anzugeben ist grundsätzlich falsch. Manche Leser wollen größere Schrift, manche kleinere Schrift. Unter MacOS gibt es bekanntlich eine andere Basis-Auflösung und daher bei selber Pixel-Angabe erhebliche Größenunterschiede zu Windows.

    Dem Standard entsprechend dürfte eine Schrift mit Angabe in Pixel über den Browser nicht veränderbar sein, wenngleich das nur IE macht.

    Es darf nicht unberücksichtigt bleiben, dass jede Website nur eine von vielen ist, auf der der Besucher lesen will. Ein guter Wert meiner Erfahrung nach ist es demnach, die Schrift auf 76% der Größe einzustellen mit 1.4em Zeilenabstand und einer Zeilenlänge von 60 bis 80 Zeichen für Fließtext.

    Typografisch austoben mit Schönschriften kann man sich bei Überschriften oder sonstwo, aber nicht im Fließtext.

    Einen Text mit 100 Zeichen kann ich fast in jeder Schriftart und Schriftgröße problemlos lesen. Das ist ja nicht das Problem. Bei längeren Texten zeigen sich dann die Unterschiede.

    Im übrigen wäre Liquid design wesentlich wichtiger als die Schriftart. Das sind keine Papierseiten mit einer fixen Größe, sondern beim Besucher höchst unterschiedlich große Bildschirme resp. Browserfenster. Das sollte man vorerst einmal realisieren.

    Das Design dieser Seite ist leider sehr wenig vorbildlich. Es konnte mir noch niemand erklären, welchen Sinn es überhaupt haben soll einen Text auf mehrere Seiten aufzuteilen, wenn davon jede Seite sowieso länger als eine typische Bildschirmhöhe ist.

  69. Zuschauer
    am 06. September 2009 um 21:54 Uhr

    Vielen Dank für das Material, um gegen bornierte Haltungen ICHWEISSWIEDASGEHT zu bestehen…

  70. am 08. September 2009 um 17:02 Uhr

    [...] Design Tagebuch in einem ausführlichen Artikel zu und über das Thema “Lesbarkeit von Schriften”. Serif? Non-Serif? Bildschirm vs. [...]

  71. am 09. September 2009 um 22:35 Uhr

    Puhh, war ja wirklich viel zu lesen. Aber Respekt, tolle Arbeit.

  72. Clemens Gramespacher
    am 10. September 2009 um 22:25 Uhr

    Respekt für diese Grundlagenforschung. Einen Hinweis habe ich aber doch: Das was wir heute als »Antiqua« bezeichnen, geht eigentlich nur im Hinblick auf die Versalien auf die römische Capitalis zurück; die Kleinbuchstaben hingegen entstammen der karolingischen Minuskel. Erst in der Renaissance wurden die beiden Schriftgenerationen zu dem Gemisch, das wir heute als Antiqua bezeichnen. Diese eher zufällig entstandene Kreuzung erklärt m.E. auch die ästhetisch oft stimmigere Anmutung von typografischen Lösungen aus reinen Groß- oder reinen Kleinbuchstaben – nicht umsonst entscheiden sich Gestalter bei der Gestaltung von Logos (intuitiv?) überwiegend für die Verwendung von »typo« oder »TYPO« und weitaus seltener für die Mischung. Allerdings ist bei dieser Art von Anwendungen die Lesbarkeit im oben beschriebenen Sinn natürlich zweitrangig … ;-)

  73. am 14. September 2009 um 16:35 Uhr

    Interessant für mich wäre noch die Information ob die Testpersonen die
    Schriftnamen ebenfalls wußten und dadurch eventuell mit beeinflusst wurden.
    Nach dem Stil: „Oh die Arial nehme ich im Word auch immer, die ist gut“
    Damit wären natürlich doch recht signifikante Verzerrungen möglich obwohl das
    wahrscheinlich nicht der Fall war da die doch recht unbegante Segoe doch
    recht gute Werte bekam.

    :

  74. am 15. September 2009 um 06:23 Uhr

    [...] habe vor kurzem einen interessanten Gastartikel im Designtagebuch gelesen, wo die Lesegeschwindigkeit häufig verwendeter  Schriftarten am Bildschirm, in einem [...]

  75. am 21. September 2009 um 13:48 Uhr

    [...] Simon Garfield im Guardian (englisch) Die Meinung von Gerry McGovern Ausführliche Beschreibung der Studie zur Lesbarkeit von Schrift im Web Eintrag merken [...]

  76. Btosh
    am 22. September 2009 um 16:31 Uhr

    Dieser Artikel ist ein wahres Gedicht :) Sehr schöne Arbeit!
    Vielen Dank. Der Beitrag ist eine wirkliche Bereicherung.

  77. am 28. September 2009 um 10:16 Uhr

    ich sag auch Danke für die Mühe

    bei der “Zeilenbreite” bin ich irritiert, denn wenn ich für kürzere Zeilen plädiere mein ich all diejenigen, die ein 100% Layout haben, da hat man bei einem 1440px breiten Bildschirm schon mal eine Zeile mit locker 850px Breite – da gehts nicht um 90 Anschläge oder nur 45 – das sind völlig andere Dimensionen –

    diese 90 Anschläge orientieren sich für mich zu sehr am PrintDesign – das ist fürs Web noch nicht *breit*

    solang die Browser und Betriebssysteme kaum ein mehr an Schriften anbieten ist dies aber alles Zukunftsmusik, –leider

    lg

  78. am 01. Oktober 2009 um 15:52 Uhr

    [...] Beschreibung der Studie zur Lesbarkeit von Schrift im Web benutzerfreun.de-Blogeintrag Ikea und die neue Schrift im Katalog Welche Schriften haben die [...]

  79. am 04. Oktober 2009 um 20:16 Uhr

    Naja kein Ergebnis ist auch ein Ergebnis!

  80. am 19. Oktober 2009 um 16:59 Uhr

    Super Artikel, danke dafür. Und das Totschlagargument bzgl. Verdana kann ich auch nicht mehr hören. Gut, dass es anderen auch so geht.

  81. am 14. November 2009 um 02:33 Uhr

    Vielen Dank für diesen exzellenten Artikel und die Masse an Arbeit die darin steckt! Man möchte eigentlich noch weiter lesen…

  82. am 15. November 2009 um 15:51 Uhr

    Dieser Artikel ist definitiv ein Standardwerk über die Grundlagen der Web-Typographie

    Begeisterung!

  83. am 20. November 2009 um 11:50 Uhr

    [...] Tagebuch: Die gefühlte Lesbarkeit Das Webseiten gut lesbar sein sollen, darüber müssen wir wohl nicht streiten. Eine weit [...]

  84. am 07. Januar 2010 um 22:23 Uhr

    [...] das Lesen im Internet widerspricht Martin Liebig in seinem Gastbeitrag »Die gefühlte Lesbarkeit« im [...]

  85. am 19. Januar 2010 um 22:37 Uhr

    [...] Die gefühlte Lesbarkeit | Martin Liebig Design Tagebuch erstellt von Achim Schaffrinna am 27.08.2009 | 11:30 Tags: dt, Gastautoren 1 Kommentar [...]

  86. am 22. Januar 2010 um 00:29 Uhr

    [...] gefühlte Lesbarkeit Hier sei auf den sehr schönen Artikel im designtagebuch von Martin Liebig verwiesen. Sein Fazit: look&feel geht vor [...]

  87. am 28. Februar 2010 um 08:37 Uhr

    [...] sie nach wie vor ihr Stärken und auch ihre Schwächen ausspielen dürfen. Martin Liebig hatte ihre Lesbarkeit untersucht und hier im dt darüber ausführlich [...]

  88. am 28. September 2010 um 15:13 Uhr

    [...] innlegget er basert på artikkelen “Die gefühlte Lesbarkeit” fra Design [...]

  89. am 13. Oktober 2010 um 10:52 Uhr

    Danke, sehr gute Tipps. Genau sowas hatte ich gesucht. Jetzt kann ich richtig loslegen.


Konstruktive Kommentare bevorzugt

Nichts gegen kurze Einschätzungen. Floskeln wie "sieht aus, als wärs vom Praktikanten" oder "Griff ins Klo" sollten allerdings im Sinne einer sachlich geführten Diskussion vermieden werden. Auch beim Kommentieren darf jeder gerne kreativ werden. Das wird in diesem Blog sogar ausgezeichnet.

Unterstützend können die folgenden HTML-Schnipsel verwendet werden.

fett <b>Text</b>
Link integrieren <a href="http://www.beispieldomain.de">Beispieltext</a>
Bild/Grafik einfügen <img src="http://www.beispieldomain.de/grafik.gif">

Anzeige