Deutscher Volleyball Verband (DVV) mit neuem Logo

DVV Logo

Der Deutsche Volleyball Verband (DVV) hat ein neues Logo. Wer angesichts des hier abgebildeten Vorgängers die Augenbrauen hochzieht und schlüpfrige Assoziationen anstellt, dem sei gesagt, dass er damit nicht alleine ist. Das bisherige DVV-Logo hat einen festen Platz in der Liste des Phallic Logo Awards. Wenn schon nicht der Verband, genießt zumindest die zweideutige Bildmarke weit über die Landesgrenze hinaus große Bekanntheit.

Ein zweifelhafter Ruhm, der einem positiven Image wenig zuträglich ist. Das hat jetzt auch der Verband erkannt, der dank neuer Sponsoren und Ausrüster eine Aufbruchstimmung verspürt. Fraglos bietet das neue Logo weniger Angriffsfläche für „unbeabsichtigte Interpretationen“, es lässt jedoch auch jegliche gestalterische Raffinesse vermissen.

38 Kommentare zu “Deutscher Volleyball Verband (DVV) mit neuem Logo

  1. Was für eine unglaublich uninspirierte Typo! Hat man da irgendein 70er Jahre Logo reaktiviert? Unschön.

    Zum alten Logo: Ist der Ball da rechts etwas angeschnitten – und ist das so gewollt oder ein „Capture-Fehler“ von dir, Achim? Sieht ja echt fies aus!

  2. Ja so richtig rockt das neue Logo nicht.
    Im Signet sehe ich auch eher eine menschenähnliche Abbildung (Kopf-Arme-Assoziation) und über die Anordnung von Signet und Schrift brauchen wir hier wohl gar nicht erst zu sprechen…
    Würde Volleyball nicht drunter stehen, würde ich das Logo wohl nie eindeutig dem Sport zuordnen können.

    Je mehr ich mir das Signet ansehe, desto mehr Bilder ergeben sich mir im Kopf.
    1. Kopf und Arme
    2. Arme, die in der „Bagger-Stellung“ sind und der schwarze Ball kommt oder geht…
    3. Ein leicht geöffneter Mund, zwei Lippen, die eine Pille erwarten.
    4. …

  3. Ich habe jetzt lange überlegt, ob mir das neue besser gefällt oder nicht. Und das tut es nicht. Die Bildmarke ist unschön, hat wenig Aussagekraft und gefällt mir beim alten deutlich besser. Evtl. häte man beim alten die Striche in Schwarz-Rot-Gold darstellen können.

    Die neue Typo ist ebenfalls langweilig, da hatte die alte mehr „Pepp“, auch wenn das nicht viel ist. Einziger Pluspunkt ist der Zusatz „Deutscher Volleyball-Verband“. Ohne diesen hätte ich bei beiden Logos nicht gewusst um was es geht.

    Also beide nicht das gelbe vom Ei, das alte aber tendenziell ansprechender.

  4. Wer angesichts des hier abgebildeten Vorgängers die Augenbrauen hochzieht und schlüpfrige Assoziationen anstellt, sollte meiner Meinung nach zum Psychologen gehen. Bei diesem Bild musste ich – wie auf den meisten der verlinkten Website – schon vier Mal hinschauen, um zu erkennen, was daran vermeintlich lustig sein soll.

  5. @Achim: danke für die Info. Sowas war zu erwarten. Wirklich fies! Dazu kommt ja auch noch im Innenbogen eine Ecke. Versteh das, wer will. Aber ist ja eh das alte Logo…

  6. Hat eine Anmutung wie ein „Darmstätter Verkehrs Verbund“ oder so. Soll heißen: Ich sehe das Logo vom „Stil“ her eher auf Bussen mit fieser „Klamotten in Übergrößen in Erika’s Eck“-Beklebung denn auf Trikots. Sportiv geht m. E. anders. Warum die auf ihrer Seite (Link 2) ein anderes (tatsächlich noch fürchterlicheres) Logo als Siegerentwurf präsentieren, ist mir schleierhaft.

  7. Warum die auf ihrer Seite (Link 2) ein anderes (tatsächlich noch fürchterlicheres) Logo als Siegerentwurf präsentieren, ist mir schleierhaft.

    Im hier verlinkten Artikel heißt es dazu: „Dennoch wird keines der drei eingereichten Logos als neues DVV-Emblem verwendet, dies hatte sich der DVV in der Ausschreibung vorbehalten. Zeitgleich zu den Studenten haben auch professionelle Agenturen Logo-Vorschläge eingereicht, eine Entscheidung steht jedoch noch aus.“ Das oben abgebildete neue Logo ist demnach der Entwurf einer „professionellen Agentur“.

  8. was habe ich gelacht und geweint… wunder oh wunder: ganz klare verbesserung zum vorgänger, schon allein durch die beseitigung der penis-assoziation. farblich ist man auch einen schritt weitergekommen. schwarz-rot-gelb ist zwar nicht sonderlich kreativ, aber schafft immerhin eine verbindung zum „deutschen“ volleyball-verband. was zur hölle hatten die blautöne überhaupt in dem alten logo zu suchen? die neue bildmarke kommuniziert eine gewisse emotionalität und lebendigkeit. der ansatz ist wunderbar. leider sehe ich auf dem ersten blick wassertropfen und soviel ich weiß, haben die herzlich wenig mit wasserball zu tun. der riesige schwarze ball wirkt auch ein wenig wie ein schwarzes loch, dass den betrachter einfach mal einsaugt. die typo war vorher individueller und lebendiger, sogar das kerning (falls durchgeführt) besser. die beiden Vs ergeben einen recht großen zwischenraum, woraufhin das D etwas mehr platz benötigt.

    nichts desto trotz ist das logo eine verbesserung. die bildmarke sieht nicht mehr aus wie ein geschlechtsteil und die sinnlosen, kalten blau und türkistöne sind verschwunden. das logo ist durch den höheren kontrast zum grund viel auffälliger. mühe hat sich dennoch niemand mit dem logo gegeben, der teufel steckt im detail, die anordnung der einzelnen elemente will nicht ganz gefallen, die bildmarke nicht besonders kreativ noch durchdacht und mit der typo wurde nicht liebevoll umgegangen.

  9. @ Achim: Ach du je, da habe ich das doch glatt überlesen. Was aber auch schlicht und einfach daran gelegen haben könnte, dass mich dieser kreative Erguss wohl schlicht und einfach abgelenkt hat in seiner bestechenden Schlichtheit (in beiderlei Wortsinn). :-)

    Ich will an dieser Stelle aber noch einmal auf meinen Vor“redner“ Bezug nehmen: Dass das neue „Logo“ keine Phallus-Assoziationen mehr zulässt ist eine lediglich leidliche Verbesserung. Dass das Machwerk allerdings eine „gewisse emotionalität und lebendigkeit“ aufweist, halte ich genauso für ein Gerücht wie den „wunderbaren Ansatz“. Ich hoffe, die Ausführungen durchflort eine gehörige Portion Ironie!?! Auf die zumindest lässt die Wasserball-Anmerkung schließen.

    Wie ich weiter oben bereits schrieb: Sportiv sieht anders aus. Es wird sich wohl nur schwerlich eine sportliche Institution finden, deren „Logo“ (wobei sich gerade über thematisch sportliche Logos vortrefflich streiten lässt, wie wir im „Ryder Cup“-Threat beobachten durften) noch weniger statisch daherkommt. Der Versuch, durch die sich zu einer Seite hin verjüngende Tropfenform eine gewisse Bewegung zu erzeugen, krepiert noch im Rohr, scheitert dann an dem schwarzen Loch und negiert sich komplett in einer der langweiligsten Typografien, die ich seit langem „bewundern“ durfte.

    Zum Thema „was zur hölle hatten die blautöne überhaupt in dem alten logo zu suchen“: Ach ja, immer schön naheliegend denken, nicht wahr. So mag es der ach so komplizierte Kunde total gerne! Wenn schon Deutschland im Vereinsnamen steht – warum nicht gleich ein schwarzrotgoldenes Emblem hernehmen? Der Weg des geringsten Widerstandes. Der Weg der Bequemlichkeit. Ich will hier, um Gottes Willen!, das alte Logo nicht verteidigen. Wohl aber das Prinzip, auch mal Dinge tun zu können, die weitergehen als ein Fußball zur Fußball-WM. Also: Warum keine Blautöne? Vielen Dank an dieser Stelle auch an nik: Triviallogos in Landesfarben sind und bleiben … nun ja … trivial!

    Der Teufel steckt in diesem Falle nicht im Detail, sondern direkt am Anfang. Nämlich da, wo es schon ohne Idee losgeht. Da kann ja nichts Gutes bei rauskommen.

  10. @ Wolle (16) Zum neuen Logo ist eigentlich alles gesagt, da schließe ich mich deiner Meinung voll inhaltlich an, abver vor allem Danke für den Link des Pokal-Logos. In der Tat ein frappierender qualitativer Unterschied zum Logo des Verbandes. Selbst die (scheinbar) unvermeidlichen schwarz-rot-gold Elemente sind hier in einer angenehm unaufdringlichen Weise eingebunden.

  11. Bei einer derartigen Würdigung von Designleistungen, gönnt man Ihnen das schlechte Logo richtig!

    „Platz eins ging an den Vorschlag von David Scheitz aus Erfurt, der dafür 500 Euro erhält. Platz zwei sicherte sich Sebastian Schmidt aus Neu-Isenburg (300 Euro), und den dritten Platz belegte der Entwurf von Mahmoud El-Zein aus Duisburg (100 Euro).“

  12. Würde man sich jedes Mal über die „Prämierung“ aufregen, man hätte ein lebenslanges Exklusivabonnement auf Magengeschwüre und Gallencholiken. Ich kann Andi nur beipflichten: Man erntet was man sät. Mich würde interessieren, wieviel die „professionelle Agentur“ für den Quatsch gekriegt hat. Oder ist es genug der Belohnung, dass man stolz darauf sein kann, eine der wohl eher unwichtigeren Ligen ein Stückweit „schöner“ gemacht zu haben. Das neue Logo soll, wie ich es verstanden habe, schließlich auf alle Trikots und so. Das ist doch mal was. Wozu da noch schnöden Mammon? Bei der Summe ist der eh nicht der Rede wert!

    Wobei – 500 Tacken für diesen Entwurf wären bestimmt ein annehmbarer Stundenlohn, nämlich schätzungsweise 3.000 Euro in Anbetracht der Tatsache, dass wohl jeder hier dasselbe in etwa zehn Minuten hätte erreichen können.

    Quo vadis, Designlandschaft Deutschland? Memento mori!

  13. Auch wenn einige den DVV für sein Vorgehen mit Pech und Schwefel übergießen, muss man doch sagen, dass der „notorisch klamme“ Verband, wie die Frankfurter Rundschau den DVV tituliert, immerhin davon abgesehen hat, einen Auftrag auf den einschlägigen Crowdsourcing-Plattformen (designenlassen.de, jovoto.de, etc.) einzustellen, wo man etwas Vergleichbares sicherlich für die Hälfte der Kosten bekommen hätte! Natürlich ist das Gesamtergebnis ausbaufähig, aber heutzutage muss man ja fast schon froh sein, dass an einem Auftrag mehrere Gestalter finanziell partizipieren. Aber natürlich ist das Preisgeld zu gering.

    Mit einem Budget von 3.000 – 5.000 Euro und einer Jury, in der auch Design-Know-How vertreten ist, hätte man insgesamt mehr rausholen können. Offensichtlich ist, dass auf Seiten des Verbandes seit geraumer Zeit Bedarf bezüglich einer Designberatung besteht. Und der wird nicht dadurch gedeckt, dass man sich alle paar Jahre lang ein neues Logo zulegt.

  14. Lieber Achim,

    da muss ich Dir zugleich Recht geben und widersprechen. Mal ganz davon abgesehen, dass die Tatsache, dass man sich den „Designer“ nicht über die üblichen Plattformen besorgt hat, wohl schlichtweg dem Unwissen des Verbandes die Existenz dieser Dinge betreffend geschuldet ist, halte ich das Preisgeld nach wie vor für ein lächerliches Unterfangen.

    Wie man mir bestimmt anmerken kann, bin ich ein Mensch/Kommunikationsdesigner mit gewissen Idealen. Eines dieser Ideale ist die unbedingt adäquate Entlohnung des Designers. Jedoch muss die Entlohnung nicht zwingend monetär erfolgen. Gerade in dem Jahr direkt nach meinem Studium habe ich mich solchen Institutionen angedient, und zwar unter folgenden Bedingungen: Entweder ihr bezahlt mich korrekt oder ihr bezahlt mich gar nicht – in welchem Falle ich aber vollkommene Freiheit für mich und meine Arbeit beanspruche.

    Tatsächlich haben sich so manche auf diesen Deal eingelassen. Und heraus kamen rundweg gelungene Arbeiten, mit denen ich angeben konnte (was mehr wert ist als läppische fünfhundert Tacken) und mit denen die Kunden stets vollends zufrieden waren und immer noch sind.

    Und auch jetzt noch, wo ich beruflich fast schon gespenstischen Erfolg habe, mache ich solche Arbeiten immer mal wieder gerne.

    Worauf ich mit diesem kleinen Exkurs hinaus wollte? Nun, der Verband hätte es besser und sogar billiger haben können: Sich an eine Uni wenden, das Projekt unter der Ägide der absoluten Freiheit den Studenten als (Abschluss-) Arbeit andienen und sich im Nachhinein über ein fantastisches Redesign inklusive solider Designberatung freuen können. Und die Studenten über praxisnahe Vorzeigearbeiten. Wer „notorisch klamm“ ist, muss halt ein wenig kreativ werden – dann geht alles.

    Aber in einem Laden, dessen Führung sich des von Dir genannten „Alle paar Jahre ein neues Logo reicht vollkommen aus“-Prinzips großzügig bedient, so unterstelle ich einfach mal, ist der Anspruch (so überhaupt vorhanden) auch ein vollkommen anderer, weswegen es auch so müßig ist, sich an einem Wolleball-Logo abzuarbeiten.

  15. So wie es aussieht war der Logo-Relaunch ein Schnellschuß.
    Ich hoffe da kommt noch etwas. Wie meine Vorredner schon gesagt haben: „Es fehlt an Raffinesse und einer besseren Typo“
    Für mich sieht es so aus als durfte es nicht kosten.

  16. letztlich ist gutes Design nicht nur eine Frage guter Designer, sondern guter Entscheider und Entscheidungswege.

    Und da scheitern letztlich alle guten Vorschläge angefangen von höheren Preisgeldern bis zur Ausschreibung als Studienprojekt.

    Wer ein bisschen Einblick in manch große Verbände oder Unternehmen oder dergleichen bekommen hat, weiß nur zu gut, dass da vom Mitarbeiter über den Vorstand einfach alle befriedigt sein wollen und dementsprechend auch mitreden werden, wenn sie Gelegenheit dazu haben.

    Die Kunst ist da nicht mehr, noch mehr Feinschliff in die Typo zu bringen sondern den Kunden im Designprozess zu führen schlechte Ideen abzuwehren ohne dass er sich vor den Kopf gestoßen fühlt. Auf der anderen Seite Ideen halbwegs durchzusetzen oder Kunden davon abzuhalten hü und hott im Dreieck zuspringen: gestern war grün hipp, heute ist rot super, ach lass es uns doch lila machen, soll ja die Trendfarbe des Jahres sein hab ich gehört^^

    Das Ergebnis ist ein Kompromiss aus allen diesen Wünschen und Vorstellungen und in so manchen Fällen eine Katastrophe aus der Sicht guter Designer.

    In meiner Studienzeit wurde ebenfalls mal ein Projekt ausgeschrieben. Eine ehemalige Kaserne sollte in ein Freizeit und Businesspark umgewandelt werden. Das Konzept sollte neben der Aufteilung verschiedener Nutzungsbereiche, vor allem sämtliche sichtbaren Kommunikations- und Werbemittel von Logo über Leitsystem einfach alles beschreiben.
    Teilnehmen konnten alle die mindestens im Hauptstudium waren. Die Ergebnisse waren gut bis fantastisch, zumal sie auch noch von zwei Professoren betreut wurden.

    Umgesetzt wurde am Ende nichts davon, obwohl die Vergütung niedriger als bei einer herkömmlichen Agentur gewesen wäre.

    Tatsächlich hat am Ende die Unternehmergesellschaft auf eigene Faust ein Logo und eine Website zusammengestellt, die jeder Beschreibung spottet.

    Mangel an gutem Design konnte es nicht sein. Eingereicht wurden mindestens 10 komplette Konzepte. Mangel an Geld konnte es auch nicht sein, um ein solches Bauvorhaben bewältigen zu können, muss man ganz andere Summen zur Verfügung haben, da ist der Betrag für das Konzept marginal.

  17. Bei vorher/nachher sollte man erkennen können, daß ein paar Jahre ins Land gegangen sind.
    Hier wirkt es so, als hätte der Auftraggeber den Gestalter des ersten Logos gebeten, seine damals abgelehnten Entwürfe aufzuwärmen. Prost Mahlzeit.

  18. P.S. Ich finde das Logo auch nicht besonders einfallsreich, ist aber immer noch besser als das davor. Das liegt aber vor allem mit an den Farben.
    Schwarz Rot Gold hat einfach einen hohen Markenwert und davon profitiert das neue Logo.

    Grüße aus Nürnberg und schönen Abend
    Andreas Wünsche

  19. @wolle (14)

    natürlich bringt die bildmarke (wenn auch nur geringfügig) etwas lebendigkeit in dieses steife gesamtbild. die idee ist nicht verkehrt. was daraus gemacht wurde ist etwas anderes, daher die ironie. aber über die umsetzung und motivation ist bereits genug gesagt worden.

    Gegen Blautöne habe ich grundsätzlich nichts, solange man sie in irgendeiner weise begründen kann. ich hätte mich an der stelle etwas genauer ausdrücken müssen: „was zur kichernden hyäne haben diese eiskalten und wasser assoziierenden blau und türkistöne im alten logo verloren?“

    vielleicht war das steife gesamtbild ja auch absicht („das alte sah so schlaff aus, wir brauchen mehr von den blauen pillen“)

  20. @ wünschedesign #25: Schwarz-Rot-Gold hat einen hohen Markenwert? Weil so viele Marken es verwenden oder warum?

    @ wünschedesign #23: Ich habe feststellen müssen, dass je höher der Preis, den der Kunde zahlen muss, sein gewünschter Einfluss auf das Endergebnis sinkt. Beispiel: Während meiner Studienzeit habe ich mir mit Designjobs das Geld zum Leben beschaffen müssen. Da fällt es einem schon leicht, ein Logo mal für fünfhundert bis tausend Euro zu machen. Und ich musste feststellen, dass immer wieder reingeredet wurde: Geht das nicht in Grün? Die Schrift ist mir zu verspielt! Das ist mir zu wenig „gebunden“. DIe Bildmarke muss mehr Emotionalität vermitteln. Und so weiter, dieses ganze Blabla.

    Inzwischen nehme ich das Zehnfache für ein Logo und was passiert? Wenn (WENN!!!) ein Kunde Änderungswünsche hat, formuliert er diese auch als Wünsche: Ginge es vielleicht auch mit einer anderen Farbe, zum Beispiel Grün? Es wäre schön, wenn die Schriftart nichtz so verspielt wäre. Kriegen wir das ein bisschen „gebundener“ hin? Könnte die Bildmarke etwas mehr Emotionalität vermitteln?

    Wie gesagt: Wenn überhaupt. Wenn jemand fünfhundert Tacken für sien Logo raustut, ist die Wertschätzung da eine vollkommen andere, als wenn er fünftausend Tacken raustut. Es ist wohl eine Art Psychologie dahinter, die den Kunden mutmaßen lässt, wer so viel Geld für seine Arbeit bekommt, weiß wohl was er tut.

    Das Ding mit dem Vergnügungs- und Freizeitpark kenne ich auch aus einem anderen Fall, in den ein Freund von mir involviert war. Er hat sich den Arsch aufgerissen für das Projekt (wir beide waren mit einem der zukünftigen Betreiber auch noch gut befreundet), das Ergebnis war ausnehmend gut und auch preiswert – nicht biollig, nicht teuer, einfach angemessen. Letztenendes bekam er den Zuschlag nicht, sondern eine „Agentur“, die Scheiße gemacht hat, aber ein Vielfaches des Preises verlangte. Ob die Arbeit besser war als die von meinem Kumpel, konnte der Kunde nicht ermessen – es ist ja auch nicht Aufgabe des Kunden, sich in solchen DIngen auszukennen. Aber sie fühlte sich für ihn einfach besser an, weil sie teurer war.

    Ein trauriges Dilemma, in dem sich vor allem Designer, die es noch nicht geschafft haben, sich einen Namen zu erarbeiten, befinden.

    Aber ich merke, dass es besser wird. Durch die zunehmende Arbeit von designaffinen Unternehmensberatern, für die ich teilweise auch arbeite, wächst bei den Firmenkunden ein neues Bewusstsein für das, was Design leisten kann und auch können muss. Das hat sich noch nicht zu einem Volleyballverband herumgesprochen, aber eines Tages, eines wunderschönen Tages … :-)

  21. Hmmm, ich finde das neue Logo gar nicht sooo schlecht. Insbesondere in Bezug auf die Farben auf jeden Fall ein Gewinn. Weshalb das alte Logo bei den Phallic Logo Awards gepunktet hat wurde mir erst auf den zweiten (oder dritten) Blick klar. Ich musste zuerst eher an eine Qualle denken. Obwohl das ja auch in die eher schlüpfrige Ecke geht …

  22. @ marty: Fantastisch! Wahrscheinlich war es ursprünglich auch mal so gedacht, den Verantwortlichen dann aber wieder zuuuu emotional!

  23. Wenn jemand im alten Logo einen Penis erkennen will, erkennt ihn auch – das sagt dann aber mehr über diejenigen Personen als über das Logo aus! Die meisten der Logos der phalliclogoawards sind doch wirklich nur für 14 Jahre alte Pubertierende (bzw. die auf diesem Niveau stehen gebliebenen) witzig…

  24. Danke Albert P. ich schäme mich jetzt beispielhaft!!!
    Doppelt weil ich Ü30 bin…

    *schäm*
    *schäm*
    *schäm*

    Da fällt mir ein: Warum kennst Du sowas wie „phalliclogoawards“ und ich kenne das nicht? Wenn Du so einen scheiß doch kindisch findest?

    Und noch was: Steht das P. in Albert P. für Phallus oder für Penis? Ach nee, für Prince stehts. denn Albert P. verweist doch sicherlich auf den sog. „Prince Albert“, oder? Also das klassische Eichelpiercing. Du kleiner Schelm!

    Oh je… ich schäme mich lieber noch ein bisschen…
    Der arme Albert P. – wenn der nun wirklich so heißt.

    *schäm*
    *schäm*
    *schäm*

  25. @Hardyhase:
    Warum Albert P. die Phallic Logo Awards kennt und Du nicht? Ich würde mal sagen, weil er den Blogeintrag gelesen hat, zu dem hier kommentiert wird – Du aber offenbar nicht.
    Also schäm Dich gleich mal weiter! ;-)

  26. @Treml

    Verdammt! Du hast recht!
    Ich wieder… achte nur auf die Bildchen… mea ganz schön culpa!

    *schäm*
    *schäm*
    *schäm*
    *schäm*
    *schäm*

    Ändert aber nix am Albert und am P. ;-)

  27. Erst denke ich: ein fliegender Ball mit Schweif – naja
    dann aber sehe ich den Kopf mit 2 baggernden Armen.
    Das wiederum gefällt mir sehr gut!

    Die lange Unterzeile macht es häßlich. Aber dafür klarer.

    Und danke Achim für den Link zu den Phallic Awards – ich lach mich schlapp.

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