Das neue Webmotto des ZDF: minimalistisch, mobil und vom Bewegtbild getrieben

ZDF Relaunch 2012

Das ZDF plant für dieses Wochenende einen umfassenden Relaunch, „umfassend“ ist dabei leicht untertrieben. Die zugehörige Pressemeldung dürfte die längste sein, die mir bisher im Zusammenhang mit einem Relaunch untergekommen ist. Dieser Artikel hier soll lediglich einen Vorgeschmack auf das geben, was dann ab Sonntag in Netz zu sehen wird. Die Auftritte ZDF.de, heute.de und ZDFsport.de werden dann in völlig neuer Form erscheinen. Nach ausführlicher Sichtung der neuen Umgebung wird es nächste Woche im dt auch einen Bericht samt Bewertung und Vorher-Nachher-Ansichten geben.

Die komplette Pressemeldung hier abzubilden, würde den Rahmen sprengen. Für Interessierte habe ich sie hier abgelegt. Eine Passage der PM hat es mir besonders angetan. Es betrifft die generelle Frage, wie sich das ZDF im Bereich digitaler Medien zukünftig aufstellt.

„Der Relaunch markiert für den ZDF-Onlineauftritt eine Wende: von einer Philosophie der „Themenfülle auf den ersten Blick“ zu einem Konzept der „minimalistischen Ästhetik“. […]

Multigerätefähig – Die neuen Seiten sind für den Gebrauch mit PC, Tablets und Smartphones ausgelegt. Alles ist frei über den Browser und die Eingabe der Adresse nutzbar – ganz ohne App-Store. Für Smartphones hält das ZDF eine speziell angepasste Variante unter m.zdf.de und m.heute.de bereit. Die mobile Sportseite ist ab Juni unter m.zdfsport.de erreichbar.“

Wenn der ZDF-Relaunch hält, was die PM und die bisherigen Screenshots versprechen, dann ist „bahnbrechend“ wohl das richtige Adjektiv. Ich traue dem Relaunch/Redesign zu, dass von ihm in vielerlei Hinsicht Impulse ausgehen werden. Dementsprechend dürfte der Relaunch seine Wirkung auf Seiten von „Webmachern“ (Konzepter, Designer, Entwickler…) nicht verfehlen. Ich bin jedenfalls seeeehr gespannt.

19 Kommentare zu “Das neue Webmotto des ZDF: minimalistisch, mobil und vom Bewegtbild getrieben

  1. Das sieht alles zweifellos grafisch sehr schön aus.
    Jedoch finde ich diesen Tablet-Hype echt ätzend. Wie 90 oder 95% der restlichen Welt auch habe ich einen richtigen PC mit einem großen Bildschirm ohne Touch. Und zur Eingabe und Navigation eine Mouse und Tastatur. Und auch in den nächsten Jahren wird das nicht viel anders aussehen.

    Es ist unsinnig aller Welt die Tablet-Beschränkungen und -Eigenheiten aufdrücken zu wollen.

  2. „Und wenn der Relaunch nur bedeuten würde, dass sie endlich von ihren Flashwüsten los kommen wäre das ein riesiger Schritt nach vorne.“

    Einfach mal ein gescheites Smartphone nutzen und nichts von Apple.

  3. Die haben also für jeden der fünf Gesichtsausdrücke ein Porträt von Obama, und wenn die Arbeitslosenzahl in den USA steigt, füllen sie die Bildbreite mit dem Schmollbild. Geht es um den Iran, nehmen sie das mit den zusammenkniffenden Augen. Bin auch restlos begeistert. Mehr noch! Mehr als begeistert bin ich sogar.

  4. Die neue heute.de-Webseite ist nun online. Darf ich meine persönliche Meinung los werden? Grausam. Habe ein 24″-Monitor und sehe nicht einmal die oberste Nachricht komplett. Überall große Bilder, wenig bis gar kein Text auf der Startseite. Bin ich bei der Bild-Zeitung? Mein Ort ist beim Wetter nicht dabei, das Schließen der Schlagzeilen wird nicht (in einem Cookie) gespeichert und das Heinzelmännchen oben rechts hat die Grafikqualität einer Anfängerseite. Meiner Meinung nach zu viel Foto, zu wenig Information und diese Balken sind ein Gewusel… Ich mach mich jetzt auf die Suche nach einer neuen Startseite.

  5. wer neue Wege geht, muss immer auch Kritik einstecken können – aber ich finde es gut! endlich mal weg vom 0815 -> ZDF kann auch „modern“! ;)

  6. Für mich hat das alles weniger mit Usability zutun, sondern viel mehr mit oberflächlichem Design. Diesen Stil kann man mögen, tue ich im Prinzip auch, doch das ganze unter den Deckmantel einer Innovation zu stecken, halte ich für falsch.

    Die Seite läuft alles andere als flüssig. Sehr sperrig. Bis wir im HTML5-Zeitalter angekommen sind, wird noch einiges an Zeit vergehen. Und bis eine Website dieser Art und Komplexität im Browser so flüssig läuft wie eine native App, ebenso.

  7. @ Jan: wie Du auch, als Designer war ich froh, dass endlich breitere Websites möglich waren.

    aber fast jeder den ich kenne – und ich nun auch zunehmend selbst – nutzt APPs und mobile Endgeräte intensiv. Und da stört es mich sehr, wenn ich dauern vergrößern muss um klicken zu können.

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