Programmvorschau Das Erste On-Air-Design (2016)

Das Erste ändert erneut On-Air-Design

Programmvorschau Das Erste On-Air-Design (2016)

Das Erste sendet seit ein paar Wochen im neuen Design. Still und heimlich wurde zum Jahreswechsel auf ein On-Air-Design umgestellt. Für das vor nicht einmal einem Jahr eingeführte Konzept bedeutet dies ein abruptes Ende.

Als der Sender im März letzten Jahres sein neues audio-visuelles Konzept vorstellte (dt berichtete), war man stolz auf den neuen „Touchbutton“ und der damit verbundenen Impuls-Animation, mit dem der Sender sein, wie es hieß, modernes, offenes und interaktives Selbstverständnis unterstreichen wolle. Offensichtlich fiel das Konzept in der Praxis durch, denn auch der gleichzeitig eingeführte Slogan „Um die Ecke denken“ wie auch das zu diesem Zeitpunkt eingeführte Soundlogo, das aus einer G-C-Tonfolge besteht, haben einen 12-Monatszeitraum nicht überdauert.

Dass Design einen dynamischen Prozess beschreibt und nicht etwas Abgeschlossenes, sollte klar sein. Wenn jedoch nach nicht einmal einem Jahr ein weiteres Redesign erfolgt, wirft dies Fragen auf. Da auch auf mehrfache Anfrage hin sich niemand beim Ersten zum neuerlichen Wechsel beim On-Air-Design äußern wollte, kann man letztendlich nur spekulieren, was zur Abkehr von dem ursprünglich im März präsentierten Design geführt hat. Von Offenheit zeugt ein solches Vorgehen jedenfalls nicht eben. Gegenüber dem Medienmagazin DWDL wurde eine technische Umstellung auf ein Echtzeitgrafiksystem als ausschlaggebend für die neuerlichen Anpassungen genannt, was freilich nicht erklärt, weshalb auch das vor wenigen Monaten eingeführte Soundlogo wieder verschwinden musste.

Das neue Designkonzept sieht für Programmvorschauen eine zentrisch platzierte Eins im Kreis vor, darunter, ebenfalls zentriert, die Sendezeit sowie der Name der Sendung. Akustisch begleitet wird ein solcher Trailer von einem dezenten „Fffft“. Die „Welle“, dem seit 2008 von der ARD genutzten Corporate-Background, wird offenbar auch zukünftig als identitätsstiftendes Merkmal genutzt.

Programmvorschau Das Erste On-Air-Design (2016)

Das Erste – Programmvorschau im neuen On-Air-Design

36 Kommentare zu “Das Erste ändert erneut On-Air-Design

  1. Ungeachtet den gestalterischen Änderungen empfinde ich mehr und mehr Ekel wie mit öffentlichem Geld umgegangen wird. Was zahlt man für ein Soundlogo in diesem Bereich? 120.000 Euro?

    • @ Andreas
      Ich kann dir da voll und ganz zustimmen. Als ich heute morgen im Radio gehört habe, dass die öffentlich rechtlichen einen „Erhöhten Finanzbedarf“ von 2Mrd. Euro auf insgesamt 40Mrd. Euro in den nächsten vier Jahren haben, fehlten mir die Worte. So können sie heiter weiter ihr Design vierteljährig wechseln. Um nochmal zum Thema zurück zu kommen. Danke für die Verabschiedung dieses Web 2.0 Touchbuttons und zurück zum schlichten Design. Jetzt bin ich gespannt, ob sie den ganzen Kladderadatsch auch noch auf die anderen Formate adaptieren, z.B. Intro der Tagesschau wie oben im Video zu sehen.

    • Alles hat mehrere Seiten; vielleicht muss es kein Nachteil sein wenn es tatsächlich Leute gibt, die mit Sound-Design ein wenig Geld verdienen können. Daneben gibt es auch den Wunsch zeitgemäße Gestaltung geliefert zu bekommen, denn wenn die Öffentlich-rechtlichen nicht ständig anpassen sehen sie einfach schnell „alt“ aus (es gibt Konkurrenz).
      Es kann auch umgekehrt ein ganz ekelhaftes Gefühl sein, wenn man als Gestalter an einer Ausschreibung teilnimmt und das preislich niedrigste Angebot den Zuschlag erhält – unter irgend einem Stein findet sich immer jemand der es „umsonst, für die Ehre, für die Referenzen und aus Spaß“ macht.
      Eine auf reine Zahlenökonomie ausgerichtete Wirtschaftsweise (egal ob in Unternehmen oder Institutionen) fordert dann auch wieder Unmut und ergibt teilweise eingeschränkte Qualität:
      Es wird geschimpft über die Deutsche Bahn über den ÖPNV, die schlechten Autobahnen, die Straßenreinigung, die fehlende Polizeipräsenz, die Öffnungszeiten von Bürgerämtern, Wartezeiten bei der Auto-Zulassung, die Wartezeit bei Mc-Donalds, die schlechte Bezahlung im eigenen Beruf etc. etc.

      Besser als über die gute Bezahlung (wenn Beträge von 120T auch erst einmal aus der Luft gegriffen sind) anderer Leute zu schimpfen, wäre es doch sich für Verbesserungen im eigenen Beruf einzusetzen, oder?

      • @jzt: So ein Kommentar macht Freude! Gerade mit der Konklusion im letzten Satz, in dem nur der Hinweis auf die Berufsverbände wie zum Beispiel die AGD für alle Designer aller Sparten (inkl. Sound-Design!) fehlt.

      • Es würde sich niemand beschweren, wenn die beteiligten Agenturen einfach nur gute Honorare bei Ihren Auftraggebern durchsetzen würden. Darum geht es ja nun gerade nicht.

        Es geht bei der Vergabe dieser Unsummen um zwanghaft eingetriebenes Geld. Und diese Verwendung kann wirklich sehr wütend machen. Die meisten Kollegen haben eben gerade nicht das Glück von diesen Zwangsgebühren zu profitieren. In meinem Bekanntenkreis habe ich sogar ettliche Grafiker, die den Euro zweimal umdrehen müßen. Und gerade hier stösst diese Vetternwirtschaft übelst auf.

        Die meisten Leute die ich kenne interessieren sich noch nichtmal für die Programme der Öffentlich Rechtlichen. Zahlen müßen Sie trotzdem! Und das ist nicht genug. Der Finanzbedarf wird offensichtlich immer größer. Unabhängig von den Einschaltquoten oder Klickzahlen. Wann stopt jemand diesen Wahnsinn? Nach meinem subjektiven Empfinden werden es jährlich mehr und mehr Leute, die diesen Punkt sehr kritisch sehen.

  2. Lieber Johannes, über die Rechtschreibung davor sind sie nicht gestolpert? Liest sich wirklich gruselig, für jemanden, dem die Sprache etwas bedeutet. Wenn es wenigstens Tippfehler wären …
    Korrekturlesen ist wirklich das letzte, was man abschaffen sollte.

  3. Finde das neue Design etwas langweilig. Es passt zwar beim direkten Übergang zum tagesschau-Design, ist mir aber ein wenig zu minimalistisch. Nur das Logo und die Schrift während des Einspielers einzublenden ist nicht so der Brüller. Man hat sehr viel Wert auf den Überblend-Effekt gelegt. Ob mein Missfallen an der zentrierten Position liegt, oder an den Proportionen der verschiedenen Schriftgrößen, kann ich nicht so richtig sagen…

  4. Auch für den Fall, dass es schon zum 1000mal geschrieben wurde.

    Seht her! Unser (freiwilliger) Rundfunkbeitrag macht es möglich!

    Ich bin so stolz auf die öffentlich Rechtlichen!

    P.S.
    Das neue On-Air Design ist langweilig.

  5. Sieht schon ganz schick, jedoch kein Meisterwerk, das einen vom Hocker haut. Außerdem ähnelt das Konzept sehr stark dem von ProSieben.

    Schauen wir mal, wie lange dieses Design bestehen bleibt. Halbes Jahr? Ein Jahr? Egal, wir bezahlen es ja. Das Design ist schön, das Programm durchschnittlich.

  6. Oh, wie peinlich: Ein öffentlich-rechtlicher Sender kommt per Mittelachse daher.
    Wer es noch nicht weiß: Mittelachse ist das Design der Verzweiflung, des Nicht-Wissens, der Entscheidungsunfähigkeit, der Dilettanten und Stümper, ja, es ist der Gestaltungsstil der Fachisten!

    Mittelachse gibt dem Angst- und Zwangsneurotiker Halt. Mehr nicht!

  7. Hängt der abrupte Austausch des On-Air-Designs nicht in erster Linie damit zusammen, dass seit kurzem Luxlotusliner anstelle der dmcgroup für den Sender zuständig ist? Wenn ich mich recht entsinne, wurde das erste Touch-Button-Design von langer Hand geplant, entwickelt und ausgerollt – peu à peu, erst online, dann on air. Tatsächlich wurde die Homepage viel früher mit dem neuen Logo versehen.

    Als neue Agentur wollte das Luxlotusliner-Team natürlich schnell eigene Akzente setzen; es kratzt an der Eitelkeit, wenn man schnell keine Duftmarke setzt. Dass die Umstellung auf das neue On-Air-Design dabei so schnell erfolgt ist, kommt bei den Gebührenzahlern™ natürlich nicht super an. Man muss sich tatsächlich vorwerfen lassen, dass man gerade bei dem Publikum nicht sensibler war – gerade in Zeiten der AfD-Parolen gegen die gebührenfinanzierten Sender.

    Insgesamt sehe ich hier jedoch keine Kritik an der alten Gestaltung. Es wurde relativ viel vom dmc-Design übernommen, was ich als Indiz dafür sehe, dass die grundsätzliche Richtung als richtig erachtet wurde.

    • Ingesamt möchte ich dir gerne zustimmen, muss jedoch eine kurze Berichtigung hinzufügen. Zwar ist Luxlotusliner die zur Zeit betreuende Agentur der ARD Design, zuvor hat sich jedoch Perfect Accident als Lead Agentur versucht und die dmcgroup abgelöst. Diese Zusammenarbeit wurde aber schon wieder beendet.

      • Interessant, das wusste ich tatsächlich noch nicht – im Nachhinein wirkten zumindest die gefilmten Sequenzen verhältnismäßig eigenwillig; die gestalterischen Elemente fand ich hingegen gewohnt unaufregend und hätte sie für eine dmc-Arbeit gehalten. Danke für den Hinweis!

  8. Als cord-cutter wird einem nebenbei nochmal bestätigt, was für eine richtige Entscheidung es war voll auf Netflix und Amazon VOD umzusteigen.

    Lärm und Schnitte der Werbung, seien es nur Vorschauen, machen mich inzwischen ebenso aggressiv, wie die gestelzte Sprechweise der deutschen Schauspielzunft. Da doch lieber englische OV ohne Untertitel per Streaming (ich bin nicht anglophil, aber die gestelzte Sprechweise deutscher Produktionen oder auch Synchros ist unerträglich).

    Sorry für den offtopic rant.

    Zwangsgebühr muss ich natürlich auch als cord-cutter abdrücken, „schön“ zu sehen für welche Spielereien man mein Gebührengeld ausgibt. Kommerzielle Anbieter haben kein Geld um ihr Design so häufig überarbeiten zu lassen. Aber den ÖR plagen Geldprobleme auf hohem Niveau.

    Das nächste Mal wenn wieder einer der millionenschweren „Intendanten“ (als ob’s Oper wäre!) über Mittelknappheit janmert sollte man ihm das hier vor den Latz knallen.

  9. Ich fand das Design von 2015 trotz interessanter Ansätze nicht gelungen und das Sounddesign ging schon nach paar Wochen extrem auf die Nerven. Und jetzt ist es mit den unterschiedlichen Logos für das Erste und die ARD ziemlich unharmonisch, hatte man doch 2003 so ein stimmiges Gesamtkonzept hervorgebracht.
    Wenn man dann noch sieht, dass es die ARD-Eins (Dachmarke) nach 13 Jahren nur in den Sendungen des Ersten und in paar von ARD-Alpha gibt, fragt man sich auch irgendwie wozu es diese noch braucht? Will ja anscheinend keiner benutzen..

    Aber es ist extrem merkwürdig, dass ein Sender, der vorher nur alle 5 Jahre sein Design geändert hat, jetzt plötzlich nach paar Monaten fast alles über Bord wirft.. Da fragt man sich, was da hinter den Kulissen los ist. Und wieso überhaupt so spät ein neues Design von einer Firma kam, mit der die ARD eigentlich schon Jahre vorher einen Pitch hatte und lange zusammenarbeitete.. Trailer

    Das neue Design oder besser Design*chen vom Dezember 2015 ist stimmiger und passender zur Marke Das Erste, ist aber auch nichts besonderes, weiße schrift auf blauem Grund. Hm sowas gab es schon in der Kinderzeit des Farbfernsehens.
    Aber das schlimmste, die ARD ist designtechnisch wieder in die Kleinstaaterei zerfallen.. Schade. Und schließlich hier und da noch paar Überbleibsel eines gut durchdachten Gesamtkonzepts.

    Der NDR ist sowieso die Höhe was Verschwendungen angeht, die haben sich unzählige Idents produzieren lassen.. Und als normaler Zuschauer hat man diese schließlich nicht oder nur selten zu Gesicht bekommen.

  10. Hallo Achim,

    in dem Artikel sind leider zwei gröbere Fehler, die zwei Monate nach Einführung vielleicht vermeidbar gewesen wären. Zum einen wird das im letzten Jahr eingeführte Soundlogo auch im neuen Design noch verwendet, nur eben nicht mehr so häufig. In den (derzeit zugegeben eher raren) Station-IDs ist der Ton nach wie vor vorhanden; auch in die winterlichen Werbetrenner ist er ja mit eingearbeitet; nach Ende der dortigen Winterkampagne dürfte er entsprechend auch wieder in der „reinen“ Fassung genutzt werden. Wäre es tatsächlich verschwunden, hätte ich für den DWDL-Artikel natürlich auch in dem Punkt nachgehakt. Es existiert aber ja nach wie vor und wird gerade in der Mediathek am Ende eines Videos ja auch gerne genutzt. Was weggefallen ist, ist einzig, dass die Trailer nicht mehr von dem Soundlogo bzw. der kurzen ID eingeleitet werden, was sich aber mit der flotten Dynamik recht gut erklären lässt.

    Und dann wären da noch die Wellen: Die ARD nutzt die Wellen natürlich noch, dort hat sich ja nichts verändert. Die Das-Erste-Wellen mit dem weißen Bereich unten wurden allerdings schon letztes Jahr abgeschafft (siehe Artikel vom Februar 2015 http://www.dwdl.de/nachrichten/49878/mit_touchbutton_so_sieht_das_erste_ab_samstag_aus/ ). Dass sie in den von dir eingebundenen Videos noch drin ist, verwundert beim Blick auf das Copyright kaum: Die sind ja fest am Ende einer Sendung eingebunden und werden nicht jedes Mal neu im Sendeablauf erstellt. Deshalb gibt es sie zum Beispiel ja auch bei Netflix zu sehen – oder im TV bei deutlich älteren Formaten auch noch Design-Stücke aus längst vergessenen Zeiten.

    Liebe Grüße,
    Marcel

    • Dank Dir für den Kommentar Marcel.
      Während die G-C-Tonfolge in der Tat am Ende einiger Videos innerhalb der Mediathek noch verwendet wird, was mir tatsächlich entgangen ist, spielt dieser im laufenden Sendebetrieb nahezu keine Rolle mehr. So zumindest meine Wahrnehmung nach Sichtung von gut 8 Stunden Sendematerial.

      Aber gut … mag sein, dass sich bei mir irgendwo zwischen „Um Himmels Willen“, „Rote Rosen“ und „Sturm der Liebe“ etc. ein veritables Aufmerksamkeitsdefizit eingestellt hat. Beim nächsten Artikel höre und schaue ich wieder genauer hin.

      Der entscheidende Punkt ist: Wozu lässt man ein Soundlogo kreieren, wenn es denn seine Aufgabe, Identität zu stiften, nicht wie geplant nachkommen kann, eben weil es nicht mehr über alle Medienkanäle hinweg zur Anwendung kommt? Sohiel Partoshoar liefert eine in sich schlüssige Erklärung für den neuerlichen Wechsel, wie ich meine. So wird deutlich, dass die „Gründe“, die Du in dem auf DWDL veröffentlichten Artikel aufführst, offenkundig vorgeschoben sind. Da wurde nicht „nochmals für den Zuschauer optimiert“, sondern ein über viele Monate hinweg entwickeltes Designkonzept in wenigen Wochen über den Haufen geworfen. Ist doch schön, dass auch Ihr bei DWDL Leser habt, die das ein oder andere präzisierend auf den Punkt bringen.

      • Ich sage ja selbst: Die Station-ID wird im Moment ja wirklich selten verwendet, was womöglich auch an den langen Sport-Livestrecken liegt, die ja schon immer im Sportschau-Design laufen. Das finde ich tatsächlich auch etwas schade, weil die neuen IDs mit den im blauen Licht aufgenommenen Landschaften auch gar nicht so hässlich sind. Aber der Ton ist halt auch on-air alles andere als gestorben. In eben dieser ID kommt er vor, genauso wie in den aktuellen Werbetrennern, die ja am Vorabend zuhauf gesendet werden. Auf Nachfrage hieß es im November auch, dass der „Touchbutton“ nach der für Das Erste eher ungewöhnlichen Winterkampagne wieder häufiger zum Einsatz kommen wird, was ich denen jetzt einfach mal glaube. Die zu Jahresbeginn eingeführten Station-IDs belegen das ja zumindest etwas, die funktionieren ja wie die bisherige Station-ID, nur dass sie halt nicht mehr auf neutralem blauen Grund stattfindet, sondern auf Landschaftsaufnahmen. Dass es die IDs beim Ersten (wie auch beim ZDF) eher selten zu sehen gibt, liegt eigentlich auch schlicht am System. Bei den Privaten sieht man sie ja eigentlich auch nur am Ende eines Werbeblocks, davon gibt es dort aber halt bedeutend mehr.

        Ich kann gerade leider keinen Mitschnitt anfertigen, aber das hier ist u.a. eine der neuen Station-IDs, die unverändert mit dem Ton und dem von der Frau gesprochenen „Das Erste“ auskommen. Morgens vor der 9-Uhr-Tagesschau läuft er zB manchmal:
        http://kaleika.dwdl.de/images/1454750129_das-erste-januar-2016.jpg

  11. Nicht gut und schön – in vielerlei Hinsicht :

    Ob es nun ARD oder wie auch erst kürzlich der abermals umgestellte REWE Auftritt ist, habe ich zunehmend den Eindruck, was erst vor kurzer Zeit neu eingeführt wurde,
    hat schon nach einem Wimpernschlag keinen Bestand mehr. Besonders seit den letzten Jahren ist diese Entwicklung bedenklich häufig überall zu beobachten.
    Dabei ist doch ein etabliertes Logo und Slogan – siehe Coca Cola und egal wie „schön und gut“ – so wertvoll, weil es dauert bis es der Kunde automatisch mit einem Unternehmen verbindet. Und es ist total dumm, wenn alle ein- zwei Jahre gerade mal Etabliertes schon wieder durch etwas völlig Neues ersetzt wird.
    Glaubwürdigkeit, Nachhaltigkeit und Tradition gehen damit komplett ab. Ich glaube, die Unternehmen machen einen großen Fehler und Design hat am Ende gar keinen Wert mehr.

  12. Sorry, liebe Sendeanstalten, ob nun privat oder öffentlich-rechtlich, es gibt viele Menschen ohne große HD-Geräte, ohne HD-Empfang, die gerne alles gut lesen können wollen. Manchmal wünscht man sich den Designern und Entscheidern sie würden in der Haut der vielen Betroffenen stecken und z.B. Probleme mit den selbst eingesetzten Kontrasten zu haben.

    • Lieber MK,
      Ich arbeite selbst als On Air Designer und eines darf ich dir zusichern. Wir machen uns Gedanken genau um die Punkte, die du ansprichst. Leider ist es nicht so ganz einfache ALLE Aspekte über alle Verbreitungswege hinweg gleich gut zu berücksichtigen. Erst recht wenn die Bedingungen letztendlich durch die Fernsehgeräte, Computermonitore, Handydisplays usw. bei jedem Zuschauer komplett unterschiedlich sind. Es müssen, wie so oft im Leben, Prioritäten gesetzt werden. Und so leid es mir da für dich tut, ist eine Technik, die die letzte Überarbeitung vor etwas mehr als 30 Jahren erfahren hat, nicht auf Platz eins dieser Prioritätenliste. Meist wird dann eben HD-Fernsehen, dass die öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten (erst sehr spät im Vergleich zur Privaten Konkurrenz) vor ca. 6 Jahren eingeführt haben, bevorzugt.

      Es ist also nicht so, dass man nicht Rücksicht auf die verschiedenen Übertragungswagen nehmen würde, nur versuchen sowohl Sendeanstalten wie auch Designer möglichst alle Parameter die ein gutes On Air Design beinhalten, unter einen Hut zu bringen. Dazu zählen sowohl die technischen wie auch gestalterschen Aspekte, die ja hier vorallem diskutiert werden. Dass die Fülle der Anforderungen zu Entscheidungen führen, die nicht von jedem Zuschauer nachvollziehbar sind, ist dabei etwas, dass jeder, dessen Arbeit öffentlich zu sehen ist, kennt. Nur heißt das keinesfalls, dass man schlechte Arbeit geleitetet hat oder sich keinen Kopf um seine Arbeit macht.

  13. Schön. Mir gefällts nicht. Es interessiert mich noch nichtmal. Wieso kann man das Geld der Allgemeinheit einfach so für irgendwas ohne konkreten Nutzen ausgeben? Ich dachte immer das sei, den Politikern vorbehalten oder ist das ein und dasselbe?

    • Sehr verworren der Kommentar, Friehelm:
      Mir ist es egal aber ich find´s doof.
      Aber ich bin ganz glücklich, das Leute wie Sie keine Verantwortung übernehmen können und wollen und daher nicht in die Politik gehen, das würde sicherlich kein gutes Ende nehmen.

      • Schön, dass ich sie so einfach glücklich machen konnte. Mir ist nicht klar, was meine Persönlichkeit nun mit der Kritik am ÖR zu tun haben sollte? Vielleicht stimmt es ja, dass getroffene Hunde gleich bellen müßen.

        Es ging nur darum die Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen zu lassen und meinen Unmut zur ungerechte Auftragsvergabe durch die ÖR -Sender zu dieser Diskussion beizutragen. Darrüberhinaus habe ich keinerlei Interesse irgendein Thema im Internet auf persönlicher Basis auszutragen. Wofür? Verantwortung trage ich für meine kleine Familie. Das ist mehr als genug. Deshalb wünsche ich Ihnen noch einen schönen Abend. MFG

        Friehelm

  14. Thema Angststarre in Filmbranche und Sendern und Umgang mit öffentlichen Geldern.
    Hier ein Fundstück über die gefährdete Gilde der Drehbuchautoren (ebenfalls Kreative in gewissem Sinne), aus der FAZ:

    Betrifft die Filmbranche generell und darin eingebettet die öffentlichen Fernseh-Produktionen natürlich auch.

    „Viel verdruckster als früher

    Eine Branche mit angeblichen Talenten im Überfluss dünnt sich selbst aus, kastriert sich, arbeitet sich vor allem an den Drehbüchern ab bis zur Untotheit. TV-Intendanten bauen derweil ihre Sender für die „Zukunft“ um und geben dabei Geld aus, das den Kreativen, den Produktionen vorenthalten wird. Jedes Fiction-Projekt, abgesehen von „Tatort“ und „Polizeiruf“, ist bedroht, könnte stets kippen, weil das Geld anderswo in der Bürokratie gebraucht wird. Eine Branche in Angststarre.“
    [Auszug aus http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/berlinale/drehbuchautoren-und-regisseure-branche-in-angst-14056194.html%5D

  15. War mal wieder für ein paar Monate in Canada und musste staunen, wie perfekt dort Sender- Advertising umgesetzt wird. Die Deutschen Gremien kopieren jeden Dreck aus Nordamerika (USA inklusive), warum sehen sie sich nicht mal an, wie Werbung und Werbung für Sendungen/ Channels cool umgesetzt werden könnten. Aber was solls, Geld spielt ja keine Rolle bei den ÖR. Zahlt ja eh der bescheuerte Steuerzahler…Also „freuen“ wir uns auf den nächsten Relaunch.

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