Hausschriften im Web – Webfonts kommen

FSI FontShop International startet eine neue Kollektion digitaler Schriften, die ausschließlich für den Einsatz im Internet angefertigt sind. Webdesigner sind nicht mehr allein auf die wenigen Systemschriften angewiesen, die bei allen Website-Besuchern installiert sind. Die neuen Web-FontFonts werden so mit den Elementen einer Website verknüpft, dass erstmals HTML-Texte für alle Besucher die gleiche, individuelle Typografie aufweisen können.
Anatomie der Buchstaben – Plakat jetzt im Handel

Was mit einer Typo-Sammlung im Netz begann und seine Fortsetzung in einem PDF-Poster fand, kommt nun zu einem, wie ich finde, gelungenen Schlussakt. Das Plakat „Anatomie der Buchstaben“ gibt es jetzt auf bestem Papier und im Format 100 x 70 cm zum Preis von 30,90 Euro frei Haus.
Das Papier ist ein Römerturm Feinstpapier, genau gesagt, ein 135 Gramm schweres Phoenix Motion Xenon. Gedruckt wurde auf einer 5-Farb Speedmaster von Heidelberg, die in diesem Fall u.a. auch Joop-Kataloge produziert. Erschienen ist das Plakat beim Lernplakate Verlag (EAN 4260179090073).
dt-Leser erhalten einen 5-Euro-Gutschein-Code, wenn sie eine Mail an postercode [ät] designtagebuch.de schicken. Die Anzahl der Gutscheine ist allerdings auf 100 Stück limitiert.
Update: Hier noch einmal als Detailansicht ein Ausschnitt des Plakats als PDF.
Typetester – schnell mal Schriften vergleichen

Nicht wirklich neu dafür wirklich hilfreich. Im Zusammenhang mit der Umfrage: beliebte und unbeliebte Schriften hatte ich schon einmal auf Typetester hingewiesen. Wer sich in der Entwurfsphase einer Website fragt, welche Systemschrift am besten passt, dem hilft dieser Schriftenvergleich vielleicht auf die Sprünge. Im Ordner Typografie/Systemschriften hat Typetester jedenfalls einen festen Platz in meiner Favoritensammlung.
Typofrage zum Wochenendenstart
Von dt-Leser Markus kommt die folgende Frage, die ich gerne in die Runde geben möchte: „Wie heißen eigentlich diese kleinen Lücken, die zur Verbesserung der Lesbarkeit in manchen Schriften an die Innenseiten spitzer Winkel gesetzt werden? Wie beim Z im neuen GEZ-Logo“. Wer weiß es?
Anatomie der Buchstaben – Das Poster

Auf vielfachen Wunsch gibt es von der Sammlung Anatomie der Buchstaben nun ein formschönes PDF. Die Datei ist im A1-Format (CMYK / Vektoren) angelegt und steht jedem kostenlos zum Download zur Verfügung. Wer gerade keinen A1-Drucker in der Nähe hat, lässt das Poster vielleicht bei der Druckerei seines Vertrauens ausdrucken.
Anatomie der Buchstaben

Zu Studienzeiten bin ich an den Setzkästen in der Druckerei unserer FH lediglich vorbeigegangen, voller Demut für das Handwerk, aber auch mit großer Erleichterung, da mein Schwerpunkt im Studium die Arbeit am Computer sein sollte. Mit DTP wurde der Schriftsatz revolutioniert und vereinfacht. Beim Entwerfen von und beim Arbeiten mit Schriften bedienen wir uns aber immer noch der ursprünglichen Begriffe.
Dieser Artikel ist losgelöst von den tagesaktuellen Themen. Er ist als Typografie-Basiswissen gedacht und vor allem auch als Mitmachwerk, denn vollständig wird die Liste erst, nachdem die aufgeführten Begriffe und ihre grafische Aufbereitung kritisch von allen Seiten beäugt werden. Sicherlich gibt es noch den ein oder anderen Begriff, der in diese Liste gut hineinpasst.
Die gefühlte Lesbarkeit

Beitrag von Martin Liebig
Serife gegen Groteske: die Lehrbuch-Meinung unterstellt beharrlich Qualitätsunterschiede, die offenkundig nicht existieren. Eine neue Studie zeigt: Viel wichtiger als die oft beschworene “objektive” Lesbarkeit ist, was eine Schriftart ausstrahlt – ihr „Look and Feel”.
Starten wir banal: Schrift muss gut lesbar sein. Höre ich Widerspruch? Fehlanzeige, selbstredend.
Schrift darf natürlich gerne auch ein bisschen gut aussehen. Den thematischen Kontext betonen. In ihrer visuellen Tonalität Wertigkeit ausstrahlen. Freundlichst zum Lesen einladen. Aber: Sie muss immer noch und zuallererst gut lesbar sein. Unbedingt gut lesbar sein. Gute Lesbarkeit ist das Wichtigste überhaupt. Höre ich Widerspruch?
Wahrscheinlich nicht. Und das ist schade. Denn die Typografie, vor allem die Web-Typografie, sie droht unter die Räder zu geraten von Technokraten, von selbsterkorenen Lesbarkeits-Optimierern, von halbinformierten Systemadministratoren, von lehrbuchtreuen Mediengestaltern, die uns seit Jahren eine Web-Welt voller ”Nur-Verdana”-Seiten bescheren. Sachbearbeiter mit Zuständigkeitsrandgebiet Optik sind dies oft, die den Reiz guter Typografie auf den Faktor “Lesegeschwindigkeit” reduzieren, weil man Ästhetik und Themenadäquatheit leider nicht in Sekunden messen kann. Jene Menschen sind es, die uns gerne sagen: Serifen sind schlecht lesbar auf dem Monitor, das weiß doch inzwischen jeder, nimm lieber “Verdana”. Gerne folgt der Zusatz: Macht Spiegel Online doch auch. Spiegel Online kommt irgendwann immer.









