Design Tagebuch

Enterprise Rent-A-Car mit neuem Logo

Der amerikanische Autovermieter Enterprise führt in Kürze ein modifiziertes Logo ein. Bildmarke und Wortmarke werden durch Wegfall des großen “E” im Firmennamen zu einer Einheit verschmolzen. Die Bildmarke ist nun Teil des Schriftzuges und muss “mitgelesen” werden. In vielen Fällen kann dies zu Irritationen führen, da unterschiedliche Farben und Schriftstile den Lesefluss des Firmennamens erschweren. Im Fall von Enterprise funktioniert es noch so gerade eben. Der Zusatz “rent-a-car” entfällt im Logo. Dadurch kann auf die weiße Fläche verzichtet werden, was dem Logo etwas mehr Ruhe verschafft. Auch die Verwendung ausschließlich von Minuskeln trägt dazu bei, dass das neue Zeichen etwas homogener erscheint, als das alte. 100%tig rund wirkt es auf mich allerdings nicht. Anscheinend wurde das Logo im eigenen Haus weiterentwickelt. Wie es heißt mit Unterstützung von Monigle Associates.

abgelegt in Logos, erstellt von Achim Schaffrinna am 19.12.2006 | 13:15
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Die Fußball-Bundesliga-Logo-Tabelle

Mit der Gestaltung des Logos für die Ligaexperten habe ich ja schon einmal meine Begeisterung für den Fußball zum Ausdruck gebracht. Schauen wir uns doch einmal die Vereine der 1.Bundesliga aus gestalterischer Perspektive an. Welche Mannschaft hat eigentlich das beste Logo? Ich hab’ sie mir mal etwas genauer angeschaut und muss feststellen: Das Niveau ist zuweilen erschreckend niedrig.

Kurzfazit

Die meisten Logos wirken sehr bieder, antiquiert, verstaubt und wenig zeitgemäß. Einige Clubs darunter Hertha BSC, Hannover 96 und 1.FC Nürnberg zeigen zwar in ihren Webauftritten modifizierte und mit Verläufen versehene Logos, die Grundform bleibt aber jeweils erhalten. Es gibt so gut wie kein Logo, in dem das eigentliche Thema “Sport” an sich visualisiert wird. Assoziationen wie Dynamik und Bewegung greifen bei keiner der Bildmarken. Die oft verwendete Kreisform transportiert Werte wie Einheit und Mannschaftsgeist und kommt auch gleich bei 12 der aktuell 18 Vereinen zum Einsatz. Außerdem sehr beliebt bei unseren Fußballvereinen ist die Rautenform. Dieses Symbol mit charakteristischer Betonung der Spitzen kommt bei drei Vereinen zum Einsatz. Wie man aktuell sieht, bedeutet dies jedoch nicht gleichzeitig ein Spitzenplatz aus sportlicher Sicht.

Die Logos werden tausendfach auf Trikots, Schals, Fahnen, Tassen, Schlüsselanhängern und vielem mehr eingesetzt. Umso ernüchternder, was sich die Fans so alles um den Hals wickeln und auf den Kopf setzen. Es ist ja nicht neu, dass man als Fußballfan zwar die Fouls der gegnerischen Mannschaft sieht, nicht aber die des eigenen Teams. Ein Fan besitzt quasi von Hause aus die Fähigkeit Dinge NICHT zu sehen. Wenn man sich die Logos der Bundesligavereine anschaut wird man schnell erkennen, dass die Merchandising-Abteilungen der Vereine genau auf diese Fähigkeit bei Ihren Fans setzen. Ich finde es faszinierend, dass Fans sich mit Signets und Logos schmücken, die aus gestalterischer Hinsicht fast alles Absteiger sind. Menschen, die Bettwäsche von Borussia Dortmund kaufen, scheint der Sehsinn in besonderer Weise ein Schnippchen zu schlagen.

Die Logos im Einzelnen

Platz 1. HSV – Eine Kombination aus Rechteck und Rauten bilden ein tolles Zeichen. Einfach, klar und mit starker Wiedererkennung. So sehen jedenfalls keine Absteiger aus.
Platz 2. Hannover 96 – Die Form der “96″ verströmt im Vergleich zu allen anderen Signets zumindest einen kleinen Hauch von Dynamik. Eine Variante mit Verläufen zeigt, dass man versucht mit der Zeit zu gehen. (Anmerkung: sollte bei der Platzierung eventuell ein Heimvorteil zum Tragen gekommen sein ;)
Platz 3. Werder Bremen – Nicht grandios aber gut. Etwas seltsam sind die einander zugewandten Spitzen im “W”. Könnte auch ein Boxverein sein.
Platz 4. Eintracht Frankfurt – Also Adler hin oder her… am stilisierten Vogel mit Krone ist wenig zu Mäkeln. Die Form und Abstände stimmen. Einfarbig und klassisch.
Platz 5. FC Schalke – Interessant ist sicherlich, die auffällige Nähe zu Gazprom, dem neuen Hauptsponsor. Das “G” für Gelsenkirchen sieht man erst, wenn man’s weiß. Insgesamt leicht schrullig aber irgendwie auch ein wenig kultig.
Platz 6. FC Bayern – Die Bayern schaffen es als einziges Logo, dass der Vereinsname auch in Visitenkartengröße lesbar ist. Das muss belohnt werden.
Platz 7. Borussia Mönchengladbach – Schöne Raute mit Zebrastreifen. Würde auch gut zu Duisburg passen. Das “B” suppt allerdings ein bisschen weg vor dem gestreiften Hintergrund.
Platz 8. VFL Bochum – Die schönste Wappenform bringt dem Verein aus dem Revier einen guten Platz im Mittelfeld ein.
Platz 9. VFL Wolfsburg – Das einzige halbwegs modern anmutende Logo. Im Gegensatz zu allen anderen Logos eine offene Form. Dennoch irgendwie künstlich.
Platz 10. Bayer 04 Leverkusen – Sieht so ein “Plastik-Club” aus? Also wirklich nicht. Das symmetrisch angeordnete Logo mit Löwen zu beiden Seiten verströmt eine Historie wie Real Madrid, die sie 2002 im Endspiel der Championsleague fast geschlagen hätten. Aber auch nur fast.
Platz 11. Arminia Bielefeld – Fähnchen im Wind und Lorbeerkranz wirken, wie das Signet eines Pfadfinderbundes. Ziemlich brav und extrem altbacken.
Platz 12. FSV Mainz – Ein höchst eigenwilliges Buchstabenkonstrukt irgendwo zwischen Zwille(Steinschleuder) und Adlerschwingen. Das zur Kreisform gekrümmte “M” sieht eher, wie ein “Y” aus. Kurzzeitig auf einem Abstiegsplatz und nur durch Skurrilität vor dem Abstieg gerettet.
Platz 13. Hertha BSC – Ein Kreis, im Kreis, im Kreis. Zweimal ist der Vereinsname bis zu Unkenntlichkeit integriert. Da benötigt man schon ein ganz besonders großes Transparent, um die Schriftzüge lesen zu können.
Platz 14. VFB Stuttgart – Auch wenn Tradition durchaus eine wichtige Rolle spielt, halte ich die Fraktur-Schrift für völlig Fehl am Platz. Die Wappenform ist wenig originär. (Historie des VFB-Stuttgart-Wappens).
Platz 15. 1.FC Nürnberg – Wohl das langweiligste Logo überhaupt der 18 Teams. Selbst in der “3D-Variante” hochgradig abstiegsgefährdet.
Platz 16. Energie Cottbus – Rotes Wappen im roten Kreis, dazu gelber Lorbeerkranz auf weißem Grund! In dieser Form immer nur zweite Liga.
Platz 17. Alemannia Aachen – Was bitte ist das denn? Die abgerundete Dreiecksform, lässt eher auf ein Vogelschutzgebiet in der Eifel schließen, denn auf einen Fußballverein. Leider nur Kreisklassenniveau.
Platz 18. Borussia Dortmund – Ich bin sicher, würde man heutzutage so eine Form einem Auftraggeber vorlegen, würde man die Präsentationsmappe links und rechts um die Ohren kriegen. Liebloser kann Formsprache nicht sein und können Buchstaben nicht angeordnet werden. So etwas halten nur echte Fans aus.

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abgelegt in Logos, erstellt von Achim Schaffrinna am 14.12.2006 | 11:27
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Aus Firstgate wird ClickandBuy

Gleich drei Logos weichen dem neuen ClickAndBuy-Logo. Internetnutzer, die Premium-Inhalte wie z.B. Testberichte online bezahlen, werden zukünftig auf ein neues Signet klicken. Sowohl der alte “Bezahl-Button”, als auch die Firmenlogos von Firstgate und Webpay International werden abgelöst. Die runde Button-Form bleibt zwar erhalten aber der Schriftzug wurde herausgezogen und zur eigenständigen Wortmarke. Wenn jemand den Namen der Schrift kennt… her damit. » weiterlesen

abgelegt in Logos, Relaunch, erstellt von Achim Schaffrinna am 12.12.2006 | 13:01
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Idealo.de leicht modifiziert

Zugegeben, eine Meldung über einen großen Relaunch sieht anders aus. Man muss schon genau hinschauen, damit man es bemerkt. Ein neues Logo (ist es wirklich ein Logo?), veränderte Farben in Tabellen und Listen und ein neues Favicon wurden dem Portal für Preisrecherchen geschenkt – das war’s. Man könnte jetzt natürlich sagen, da es hier eh nur um den Vergleich von Preisen geht und der Schnäppchenjäger alles andere ausblendet, kann einem das Logo egal sein. Dann frage ich mich aber wieso man es überhaupt ändert? Der in der Eurostile gesetzte Name wirkt eher lieblos. Die Spationierung links und rechts vom Punkt ist zudem zu groß. Gut, erwähnen sollte man natürlich auch, dass das alte Logo auch keine Glanzstück war. Der neue Schriftzug wirkt dagegen sauberer und die Position über den Linien macht den Header-Bereich etwas aufgeräumter. Wie dem auch sei. Ich werde auch weiterhin bei idealo.de nach Schnäppchen suchen.

abgelegt in Logos, Relaunch, erstellt von Achim Schaffrinna am 03.12.2006 | 21:46
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Peinlich, peinlich – Das Grünen-Logo wird vorerst zurückgenommen

Oje, die Basis hat sich vehement auf dem Bundesparteitag gegen das Logo ausgesprochen. Noch vor einer offiziellen Abstimmung hat die Parteispitze das Logo zurückgenommen, um so eine weitere Peinlichkeit zu vermeiden. Die Parteispitze hat mit ihrem Alleingang den großen Fehler gemacht etwas visuell zum Ausdruck bringen zu wollen, was faktisch nicht vollzogen ist. Bütikhofer und Roth haben sich etwas geleistet, dass man vielleicht in einem Unternehmen machen kann, wo die Strukturen etwas anders sind. Aber doch nicht in einer Partei ohne vorher die Basis mit einzubeziehen. Es geht tatsächlich so gut wie nicht um das Design. Ich gehe davon aus, dass auch das überarbeitete neue Logo, auf das man nun gespannt sein darf die DIN regular mit den abgehakten “e”s und die so bezeichnete “expressionistische” Sonnenblume enthalten wird und auch von der Anordnung her gleich sein wird. Man wird sicherlich noch einmal die Schriftgrößen anpacken. Wetten, dass “Bündnis 90″ und “Die Grünen” dann gleich groß geschrieben sind. Vielleicht nimmt man sich auch zu Herzen, dass das blassere Grün sowohl von den Grünen-Deligierten, als auch in den verschiedenen Blogs fast einstimmig als Schwächung interpretiert wird. Auch über den blauen “Basis”-Balken wird man noch einmal die Köpfe zusammenstecken. In jedem Fall können sich die Hirschen auf weitere Schleifen freuen. An diese gerichtet: Bitte gebt der Sonnenblume etwas mehr Kontrast. Im Moment strahlt nämlich nur die Presse, die über den Fauxpas der Grünen berichten darf.

abgelegt in Logos, erstellt von Achim Schaffrinna am 02.12.2006 | 21:24
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Alcatel-Lucent präsentiert neues Erscheinungsbild

Heute wurde das neue Erscheinungsbild des durch die Fusion geschaffenen Unternehmens Alcatel-Lucent vorgestellt. Folgende Meldung kann man der Pressemappe entnehmen:“Alcatel-Lucent stellt heute das neue Logo vor, das für den größten Kommunikationsausrüster der Welt steht. Das Logo versinnbildlicht das vereinigte Unternehmen und schließt die beiden Kulturen ein. Es steht als Symbol für die Vision, das Leben der Menschen durch Veränderung der weltweiten Kommunikationswege zu bereichern. “Unser neues Logo steht für grenzenlose Möglichkeiten in der Zukunft und dafür, dass wir weltweit für unsere Kunden ein starker und verlässlicher Partner sind,” sagt Patricia Russo, Chief Executive Officer von Alcatel-Lucent. Das neue Logo von Alcatel-Lucent ist wie ein von Hand gezeichnetes Unendlichkeitssymbol, worin ein “A” und ein “L” eingebettet sind. Es ist einerseits fließend und andererseits unendlich. Das Violett des Firmenlogos symbolisiert Ehrgeiz, aber auch Kreativität, Weisheit und Würde.” Quelle

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abgelegt in Corporate Design, Logos, Relaunch, erstellt von Achim Schaffrinna am 02.12.2006 | 21:10
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Marken, die es nicht mehr gibt

Ein wenig Wehmut kommt schon auf, wenn man sich die kleine Sammlung toter Marken anschaut. Mein erster Plattenspieler war von Dual. Ich hatte ihn in den 80igern sogar zum “Scratchen” als DJ missbraucht und dass obwohl die Modelle von Technics damals viel besser und angesagter waren. Aber das nur am Rande. Die bereits im Jahre 1906 von den Gebrüdern Steidinger gegründete Firma Dual, zuletzt ein Tochterunternehmen von Nordmende, musste schließlich 1982 hervorgerufen durch die Einführung der Compact Disc (CD) in die Insolvenz. Jede hier dargestellte Marke erzählt eine Geschichte. Oftmals sogar in den Anfängen eine sehr erfolgreiche. Doch Firmenübernahmen, Insolvenzen oder Änderungen in der Konzernstrategie besiegelten allesamt ihr Ende.

Consors war mit dabei, als 1996 mit der Emission der T-Aktie eine gänzlich neue Aktienkultur in Deutschland entstand. Im Freundes- und Bekanntenkreis, selbst an Stammtischen wurde plötzlich über Charts, Emissionspreise und Dividenden genauso selbstverständlich diskutiert, wie über Fußball. Viele die damals ihr erstes Depot eröffneten, taten dies bei der ehemaligen Tochter der Schmidtbank. Aber die Konkurrenz schlief nicht. Um sich gegenüber der Comdirect, der DAB und anderen Anbietern abzuheben wurden für Fernsehspots sogar einige Schauspieler engagiert. Consors war crossmedial überall präsent. Es sollte alles nicht helfen. Die Muttergesellschaft kam 2002 ins Schlingern. Von der Marke existiert nur noch der Name als Teil der Cortal Consors Bank, welche wiederum ein Unternehmen der französischen BNP Paribas ist.

2002 entschied man in der Führungsetage des Group-3D-Konsortiums die furios gestartete Mobilfunkmarke Quam aufzugeben. Mit einem Schlag gingen alle Lampen aus. Übrigens auch bei seinem damaligen Testimonial Sven Hannawald (sollte es da einen Zusammenhang geben?). Im November 2005 gab es schließlich Pressemeldungen, in denen zu lesen war, dass Quam eventuell neu belebt werden soll. Telefonica könne das O2-Netz nutzen und die Marke wieder auferstehen lassen.

Vielleicht ist alles eine Frage der Zeit, wie zuletzt mit der Automarke Bugatti, die mehr als 50 Jahre nur in Museen zu finden war und der seit 2001 vom Volkswagen Konzern neues Leben eingehaucht wird. Lange Zeit “tot geglaubte” Marken wie Afri Cola oder Tri Top zeigen, dass die Wiederbelebung in Form von Retro- oder Revivialmarken durchaus sinnvoll ist und erfolgversprechend sein kann. Stefan Fuhrken vom MarkenBlog.de sieht den Reiz solcher Marken vor allem im Bekanntheitsgrad, die sie sehr wertvoll auch für einen Weiterverkauf macht. Deshalb werden “tote” Marken grundsätzlich auch im Markenregister weitergeführt, auch wenn sie nicht in Verwendung sind.

Ob Einkaufenstouren bei Hertie, erste Computererlebnisse mit Nixdorf oder Aktienkäufe mit Consors, alles sind nur noch Erinnerungen. Manchmal vermisse ich den freundlich kitschigen Gesang: “Hier ist Dea, hier tanken sie auf!” aus der Fernseh- und Radiowerbung. Wer weiß, vielleicht kann ich ja in ein paar Jahren wieder bei Dea tanken und mit Quam telefonieren.

abgelegt in Logos, Trend & Wissen, erstellt von Achim Schaffrinna am 01.12.2006 | 20:59
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Flyerpilot 5.0 ist da!