Buchrezension: Emotion gestalten

Emotionen gestalten

Seit letzter Woche läuft „Alles steht Kopf“ in unseren Kinos, Pixars neuer Animationsfilm, in dem die Emotionen der elfjährigen Riley sowie ihrer Familienmitglieder ein sehenswertes Eigenleben führen. In lustigen, glubschäugien Figuren verpackt erreicht ein Thema die breite Öffentlichkeit, das uns im Marketing schon seit Jahren begleitet. Höchste Zeit, sich mit der strategischen Gestaltung von Emotionen zu beschäftigen.

„Inside Out“ lautet der Originaltitel des Films, der im übrigen viel passender ist, einfach weil er besser beschreibt, was sich in unserer Schaltzentrale da oben abspielt. John-­Dylan Haynes vom Bernstein Center for Computational Neuroscience Berlin hatte im Rahmen seiner Forschung herausgefunden, dass unser Gehirn bereits sieben Sekunden vor einer bewussten Entscheidung aktiv ist. Sieben Sekunden, in denen wir nicht nur Informationen und Eindrücke sammeln, sondern auch Emotionen entstehen, die wiederum nach Ansicht vieler Experten ganz wesentlich die Grundlage für spätere Entscheidungen darstellen.

Genau darauf haben es Markenmacher in der ganzen Welt abgesehen. Den „Vorstoß ins limbische Zentrum“, wie ich es im Rahmen des Artikels „Emotionen pur! – Mit Marken mitten ins Herz“ geschrieben hatte, folgenden heutzutage immer mehr Marken und Unternehmen. Kaum eine Anzeige oder TV-Spot, in denen nicht der Versuch unternommen wird, den potentiellen Kunden, wie es so schön heißt, emotional abzuholen. Storytelling ist eine Ausprägung dieses Trends. Wir merken uns Geschichten einfach besser als pure Fakten, und so begegnen uns in der Werbung Filialleiter bei ihrer morgendlichen Laufrunde und jede Menge Baumarktkunden, die „ihr“ Projekt, ihre persönliche Erfolgsgeschichte präsentieren.

Mareike Roth und Oliver Saiz beschäftigen sich, ausgehend von ihrer Masterarbeit, seit vielen Jahren mit der Frage, ob sich die Emotionen und die Werte einer Marke erfassen und fokussiert gestalten lassen. In ihrem Buch „Emotion gestalten“ stellen sie Methoden und Strategien vor, die die Treffsicherheit des Designs erhöhen, wie sie selbst schreiben. Damit ist klar, dass sich „Emotion gestalten“ an diejenigen richtet, die Marken gestalten, sei es in Bezug auf Form, Farbe und Material wie auch aus strategischer Sicht.

Ich war beim Lesen zunächst skeptisch. Finden sich denn nicht bereits in der Farb- und Gestaltpsychologie ausreichend Erkenntnisse, die man – im wahrsten Sinne des Wortes – gewinnbringend in die Gestaltung eines Produktes einfließen lassen kann? Die gibt es sicherlich. Die beiden Autoren bauen auf diesem Wissen auf, strukturieren Emotionen, sodass die für das Design relevanten Aspekte erkennbar werden und ergänzen diese Grundlagen um Analysen und sogenannten Emotionsstrategie-Tools, dem Filetstück des Buches, wie es Roth und Saiz bezeichnen. Ergebnis ihrer langjährigen Untersuchungen ist ein „Emotion Grid“, einem Raster, mit dessen Hilfe sich innerhalb eines Designprozesses die emotionale Richtung eines Produktes definieren lässt.

Tatsächlich wird in dem Buch in erster Linie Produktdesign untersucht und abgebildet. Einmal mit dieser Sichtweise vertraut, ändert sich jedoch auch der Blick auf Kommunikationsdesign-Anwendungen, die nach Lesen des Buches fortan auf ihren emotionale Aussage hin durchleuchtet und bewertet werden. Zumindest mir erging es so. Aber das Buch leistet mehr als das Schulen/Trainieren des Auges. Wer sich als Designer auf die im Buch vorgestellten „Design Elements“ und den mittels Emotion Grid zusammengefassten Zonen stützt, unterfüttert damit seinen Entwurf mit starken Argumenten, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Farbe, Form und Beschaffenheit werden auf diese Weise legitimiert. Aufgrund der Komplexität des Themas geschieht dies freilich nicht nebenbei, sondern erfordert eine entsprechend intensive Einarbeitung.

Design orientiert sich bekanntlich am Menschen. Damit Design den Status des Begehrenswerten erlangt, müssen wir als Mensch emotional berührt werden. „Emotion gestalten“ liefert kein Patenrezept, ein solches begehrenswertes Design zu schaffen, aber es zeigt einen Weg auf, wie man diesem Ziel ein Stückchen näher kommen kann. Inhaltlich sehr gut strukturiert bietet es mit Hilfe der vorgestellten „Tools“ darüber hinaus eine, wie ich meine, überzeugende Argumentationsstrategie. Denn natürlich geht es innerhalb von Designprozessen auch immer darum, Entscheidungsträger zu überzeugen.

Etwas schade finde ich die vergleichsweise nüchterne respektive wenig emotionale Aufmachung. Gerade bei einem Thema wie diesem wäre in Sachen Haptik und Gestaltung mehr möglich gewesen. Positive Emotionen weckt der mit Klarlack überzogenen Einband jedenfalls keine. Ungeachtet dessen leisten die beiden Autoren mit „Emotion gestalten“ einen wertvollen Beitrag, die vielschichtige Verbindung von Design und Emotion zu ergründen.

Basisdaten

Verlag: Birkhäuser
Umfang: Ca. 224 Seiten + Plakat
Sprache: Deutsch
Ladenpreis: € [D] 39,95
ISBN: 978-3-03821-156-3

Verlosung

Auf dt-Leser wartet ein Gratis-Exemplar. Wer es frei Haus zugestellt bekommen möchte, hinterlässt bis zum 20.10.2015 einen Kommentar. Schreibt bitte, welches Erscheinungsbild oder Produkt euch emotional anspricht und auch warum es euch auf diese Weise anspricht.

Mediengalerie

105 Kommentare zu “Buchrezension: Emotion gestalten

  1. Ich arbeite seit ein paar Jahren in einer klassischen Werbeagentur als Art Director. Briefings werden immer komplexer und Timings immer knapper, dabei kommt leider Design und Gestaltung meist zu kurz. Der Fokus liegt primär auf Konzeption. Das Buch würde mir sicher neue Impulse geben, wie ich meine Arbeit verbessern kann.

  2. Das Produkt was mich in letzter Zeit am meisten angesprochen hat ist die Verpackung der Pille Medien. Der Silber Druck und der Fakt dass für einmal mal keine Blume abgebildet ist, hat mir einfach das Gefühl gegeben dass einer verstanden hat was die Pille ist. Ein Lifestyle-Produkt für Frauen die mitten im Leben stehen und nicht nur ein Medikament. Dass finde ich fehlt oft in Produkte der Gesundheit, das Gefühl dass ein Medikament das Leben anderer beeinflusst auf der eine oder andere Art und Weise.

  3. Klingt nach einem sehr interessanten Buch!

    Es gibt viele Produkte die mich emotional ansprechen, der Designer in mir wird z.B. von einem guten Bleistift angesprochen weil ich von klein auf gelernt habe meine Ideen mit Hilfe eines solch simplen Produktes visuell darzustellen.
    So gesehen bereitet mir ein Bleistift Freude, ich kann damit Dinge visualisieren die ich nicht in Worte fassen kann, Gedanken aufschreiben oder Musik notieren und wenn ich nicht zufrieden damit bin reicht schon ein Radiergummi!

    Für viele mag das zwar ein Alltagsgegenstand sein dessen Verwendung mittlerweile unbewusst abläuft – da ich aber durch einen Unfall mit 20 Jahren erneut lernen musste wie man einen Stift richtig hält, wie man die Hand bewegt beim Zeichnen und wie man die Linien der eigenen Unterschrift zieht ist mir sehr bewusst geworden wie auch groß der Einfluss solch kleiner Dinge ist.

  4. Ich habe ein Kissen von unikatis. Es ist gefüllt mit Zirbenholz, was eine wohltuende Wirkung ausstrahlt. Es richt angenehm, erinnert an verschiedene Erlebnisse aus der Kindheit. Es wurde im Handsiebdruckverfahren mit einem wunderschönen grafischen Muster bedruckt. Als Designerin, die vor allem handwerkliches sehr schätzt, ist dieses Druckverfahren ideal gewählt und grafische Muster lassen mir das Herz aufgehen. Ich habe es in halb schwarz, halb türkis gewählt. Der Gegensatz der beiden Farben ist perfekt, wenn mir mehr nach frischem Türkis ist liegt diese Seite oben, wenn ich Neutralität möchte liegt die schwarze Seite oben. Man erkennt leicht: dieses Kissen spricht mich auf mehreren Kanälen emotional an! Und ich liebe es.

    • Ich finde Deinen Kommentar wirklich seht nachvollziehbar! Ich liebe ebenfalls den Duft von Zirbelholz und erinnert mich auch auf einen speziellen Hüttenaufenthalt in den Bergen! Wenn ich das Buch nicht selber wollen würde – ich würds Dir geben!

  5. Der neue Mini Clubman, das erste mal hab ich den Spot im Kino gesehen. Was mich anspricht, dass dieses Spot ohne grosse Worte auskommt und der Betrachter Zeit hat das Auto zu studieren und es sind deshalb auch genauer anschaut. Emotionen pur, Brandingwäsche hat voll funktioniert. „Schaaaatz, wir brauchen ein neues Auto.“ (und das Buch!)

  6. Ich studiere zur Zeit Design und organisiere nebenbei Veranstaltungen. Da spielt bei mir 7 Tage in der Woche das „Gestalten“ eine wichtige Rolle. Sei es bei Aufgaben über Flyer/Poster bis zur Website. Ich denke, dass Buch kann mir garantiert ein paar Hinweise geben! Es gibt für mich nichts schöneres bei einer Tasse Kaffee am morgen den Tag mit „Gestalten“ zu beginnen. Ich möchte noch so viel dazu lernen, was ich dann auch gut anwenden kann. Manchmal habe ich Tage, da wünsche ich mir einen Roten Faden.

  7. Hallo dt-Team!
    Seit Jahren beschäftige ich mich mit Film- und Kino-Marketing. Emotionen in einer Kampagne herauszuarbeiten ist hier besonders wichtig!
    Trotzdem faszinieren mich die Kampagnen von CocaCola immer wieder auf’s Neue…
    Die „Namenskampagne“ mit Vornamen auf den Flaschen war toll und hat emotional berührt, da sich die Menschen ein Stück persönlicher angesprochen fühlten!
    Ging doch jedem von uns so, oder?
    :-))))

  8. Es gab vor langer Zeit mal eine Printkampagne von Paul Mitchell. Diese hat mich so beeindruckt, dass dadurch der Wunsch reifte, Mediengestalter zu werden. Und das wurde ich auch. Kurz danach habe ich meine Ausbildung dazu in Angriff genommen!

  9. Apple hat es geschafft, ein einzigartiges Design am Markt zu etablieren. Jeder erkennt es und kann es eindeutig zuordnen. Wie erfolgreich das Unternehmen mit seinem Lifestyle-Design fährt, zeigen die zahlreichen und meist schlechten Kopien am Markt. Apple hat es geschafft durch sein leichtes, wertiges Produktdesign ein Gefühl von Stylebewusstsein in unseren Kopf zu pflanzen.

  10. Das Produkt, welches mich emotional am meisten anspricht ist das Polo-Hemd von Lacoste. Es gibt mir das Gefühl von einen weitestgehend gesellschaftlichen akzeptierten Protest gegen sinnlose Regeln.

    Da ich die Geschichte der Entstehung des Polohemdes kenne, hat diese mich wohl sehr in diesem Befinden beeinflusst. Aber vorher wirkte ein Polo mit dem kleinen Krokodil, wie die Eintrittskarte in eine geschlossene Gemeinschaft.

    Das Polo entstand ja, um einen pragmatischeren Ablauf beim Tennis zu gewährleisten, so dass man sich besser und flexibler bewegen kann, aber dennoch den Dresscode eher biegt, als bricht. Es entwickelte sich zu einem wichtigen Kleidungsstück in allen Gesellschaftsschichten und fast allen Szenen. Egal ob Businessman beim Golfen, ein Arbeiter beim Angeln, ein Rapper von der Straße oder ein rebellierender Punk. Alle tragen sie Polo Hemden aus einen Grund: Es ist ein lässiges Kleidungsstück, welches trotzdem Elitär (Zugehörigkeit ausstrahlt) aussieht und so gut wie fast keinen Dresscode bricht.

    Genau dieser Fakt und die lässig, nicht ganz Gradlinige Formen, das kleine aber feine, dezent platzierte Logo auf der Brust sind für mich ein emotionaler Begriff für friedlichen Protest gegen alle sinnlose Regeln. Pragmatisches Regeln biegen. Nicht brechen.

  11. Ich bin ein großer Fan der Coca Cola Werbungen – nirgends wird so aktiv mit Emotionen geworben und das auf der ganzen Welt. Ich studieren Design und letztes Semester haben wir Coca Cola Werbungen nach interkulturellen Faktoren analysiert – es ist wirklich Klasse was für Ideen und wie viel Arbeit dahinter steckt. Eine andere super Kampagne find ich ist Marlboro mit ihrer „Maybe“ Aktion. Ich liebe Werbungen die zum Denken anregen und hoffe wirklich auch eines Tages meine Werbung im Fernsehen zu sehen.

  12. Das Buch klingt sehr interessant. Ich bin seit einigen Jahren in der Werbung – und hier primär in der Gestaltung tätig – und sauge immer und überall gerne neue Ideen und Ansatzweisen auf. Das Buch wäre sicherlich ein toller Impulsgeber für die Zukunft :)

    Momentan spricht mich besonders schlichtes Design aus Beton oder Holz am meisten an. Ich richte mich neu ein und möchte es nicht zu überladen haben. Daher ist eine einfache Stiftebox aus Holz, die durch ihre schlichte Optik wirkt, die bessere Alternative. Da muss auch kein großer Designer dahinter stehen, wenn es einfach nur ansprechend gemacht ist.

  13. Im Rahmen meiner Master Thesis wird mir das Buch sicherlich wegweisend zur Seite stehen. Ich würde mich sehr freuen ein Gratis-Exemplar zu erhalten.

  14. Emotional berührt und zum Nachdenken gebracht wurde ich von der VW-Anzeige, die zum Tag der deutschen Einheit geschaltet wurde: „Eigentlich sollte hier das und das stehen, stattdessen wollen wir alles tun, um ihr Vertrauen zurück zu gewinnen.“ Auch wenn mir in dieser Botschaft das Wort „Entschuldigung“ fehlt, ist das aktuelle Fiasko von VW eine enorme Aufgabe, die nur mit emotionaler Werbung für die eigene Marke gewonnen werden kann. Reue zeigen und um Vertrauen werden ist Emotion pur.

  15. Ich tendiere dazu, Design und Produkte mit den Augen als Kreativer zu sehen, sehe eher die Konzepte dahinter oder denke „Aha, das wollen die damit sagen/an Emotionen auslösen“. Wirklich emotional angesprochen hat mich die Kampagne von Amnesty International zum Thema „Stop Folter“. Vielleicht eher wegen der Thematik, aber die sehr reduzierte und auf den Punkt gebrachte Gestaltung der Anzeigen/Plakate, welche ohne Bilder auskommt, ist für mich derzeit das emotional „ansprechendste“ Design.

  16. Da ich leidenschaftlicher Raucher bin, sprach mich die „dont be a maybe“-Kampagne von Marlboro emotional an. Sogar so sehr, dass ich meiner ehemaligen Marke den Rücken kehrte und mich fortan dem Genuss von Marlboro hingab. Gerade auf dem Zigarettenmarkt muss man an die Emotionen der Menschen gehen, da eine andere Differenzierung hier ziemlich schwer fällt. Umso schöner zu sehen, dass das Verbot dieser Kampagne diesen Monat gekippt werden konnte:

    http://www.wuv.de/marketing/gericht_kippt_werbeverbot_fuer_marlboro_kampagne

    Darauf ne Ziggi und kalten Kaffee. #sotrue

  17. Mit am meisten Emotion wecken bei mir immer noch „Produkte“ welche die Natur liefert. Wie genial ist eine Banane? Nicht zuletzt wegen ihrer in Haptik, Aussehen und Funktionalität genialen „Verpackung“ ist sie meine bevorzugte Obstsorte – die Verpackung wird ohne schlechtes Gewissen entsorgt. Zudem weckt sie Emotionen durch Kindheitserinnerungen. Schließlich war die Banane so ziemlich die erste feste Nahrung und seither nicht mehr wegzudenken.

  18. Ich erwische mich immer wieder, wie ich in der Getränkeabteilung vor dieser endlosen Vielfalt an Lifestyle-Dosen stehe. Jede möchte mir sagen: „Hey, ich sehe besonders edel, originell oder stylisch aus. Probier mich!“
    Darauf reinfallen? Ja, ab und zu, wenn das Limbische System gerade nicht von der puren Vernunft kontrolliert wird.
    Nun hatte ich gerade vor ein paar Wochen einen Kunden der nun auch seinen Honig in stylische Verpankungen bringen wollte. Es sollte ein mattes und edles schwarz mit goldenem Aufdruck werden. Wir haben es zum Glück nicht umgesetzt!

    Ich würde mich sehr über ein Exemplar freuen :D

  19. Die Aktion „Keine Wildtiere im Zirkus“ berührt und tritt Tierfreunde mitten in Herz. Da liegt ein Bär im Lichtkegel eines Scheiwerfers am Boden, neben ihm ein Kinderfahrrad. Dazu der Text „Zirkus für Sie, Folter für ihn“. Treffend und vorwurfsvoll. Das ist für mich eine sehr emotionale Werbekampagne.

  20. Hallo!

    Mein emotionalstes Produkt? Es sind Produkte aus Holz, oder besser noch: der Rohstoff Holz.
    Die Produkte verändern sich. Erhalten eine Patina. Sie werden sichtbar alt und sind so robust. Sie strahlen Wärme aus und sie geben mir ein wohliges Gefühl – sei es der Kochlöffel in der Küche, das Spielzeug meiner Kinder, die verwitterte Gartenbank, meine Deko-Birkenstämme im Wohnzimmer … oder – um in unserem Métier zu bleiben – die unterschiedlichsten Papiersorten, die neben dem Design so wichtig sind und die Werbebotschaft unterstützend transportieren, die so individuell sind wie unsere Gefühle.

    Das ist Emotion.

  21. Ich bin bald mit meinem Studium fertig und suche immer nach neuen Aspekten, neuen Ideen, neuen Inspirationen die ich in meine Arbeiten einbinden kann. Derzeit befindet sich der Informationsfluss der Medien in einem Umbruch, Social Networks bekommen eine immer größere Bedeutung in unserem Leben, Facebook wird allmählich verdrängt durch YouTube, Snapchat, Instagram, YouNow und wie sie nicht alle heißen. Das heisst widerum, dass noch mehr emotionaler Einfluß genommen wird, noch mehr Bilder die auf uns einprasseln. Um die Emotion besser grafisch Umsetzen zu können, ist es garantiert nicht verkehrt, dieses Buch in den Händen halten zu dürfen!

  22. Ich habe mir vor kurzem ein handgefertigtes Mousepad aus Echtholz gekauft und es ist wunderschön. Ich nutze es täglich und freue mich immer wieder aufs Neue darüber. Es ist schlicht und dennoch durch die Holzstruktur einmalig und voller Details, jede Kerbe ist anders als die nächste. Mich faszinieren diese Strukturen, die die Natur bietet. Fährt man mit der Hand über das Mousepad, dann fühlt es sich wunderbar weich an. Die Farbe ist in einem angenehm dunklen Cognac-Braun. Da macht das Arbeiten am Computer gerade im grauen Herbst gleich viel mehr Spaß ;-)

  23. Ich habe eine Lampe im Memphis-Stil, die ich dieses Jahr auf einem Flohmarkt gekauft habe. Immer wenn ich das Ding sehe, freue ich mich ein bisschen. Die Memphis Group hat sehr konsequent mit den Regeln der Funktionalität gebrochen, um den Spass an der Form selbst zurückzuholen. Finde ich immer noch sehr erfrischend in unser oft bis zur Unmenschlichkeit durchoptimierten Gesellschaft.

  24. Mich begeistert die Gestaltung und das „Feeling“ des Lifestyle-Getränks GLUMP Alkoholcola™. Für mich der Inbegriff eines Szenegetränks, die Claudia Roth unter den Energydrinks – immer gegen den Strom und vielleicht etwas zu extravagant. Das gesamte Werbekonzept spricht mich durch seine moderne, mit bunten Bubble-Referenzen bestückte Art auf eine jugendliche Weise an und verleitet zum Reflexkauf.

    Ich freue mich sehr über ein Exemplar von ‚Emotional gestalten‘.

  25. Neulich hatte ich eine Promo-Postkarte des Kochbuchs „Oma Heidi kocht“ in der Hand. Schöne Idee, schöne Bilder und gute Gespräche (www.omaheidi.de) – und ja, schon emotional. Wenn Produkte präsentiert werden finde ich immer die Bildsprache und Musik sehr wichtig um Emotionen auszudrücken. Pete Docter, der Regieseur von „Alles steht Kopf“ hat ja auch bei dem Film „Oben“ Regie geführt – ein geiler, sehr emotionaler Film!

  26. Dies ist tatsächlich eine schwierige Antwort.
    Ich glaub das Treffenste ist für mich die Kinder Bueno Werbung.
    Da ich leidenschaftlicher Schokoladenesser bin spricht mich diese Art von Werbung sehr an.
    Ich weiß wie das Produkt schmeckt, sich in den Händen anfühlt und wie ich es öffne und dessen Konsitenz sobald ich die Werbung sehe. Folglich kriege ich darauf hunger -das ist halt cleveres Konsummarketing :)

    Andere Arten von Werbung macht eher nachdenklich. Die Werbung mit den schwebenden Menschen mit dem Song „Die Gedanken sind frei“ erzeugen bei mir ein heimisches Gefühl..nicht wirklich erklärbar aber ich mag sie sehr. Hier wird mit Emotionen gespielt…..genauso mit der Vodaphone Werbereihe mit dem Enkel, der alle Lebenswünsche für seinen Opa erfüllt….
    Das erzeugt tiefste Emphatie…

    Bei Verpackungen ist es wieder anders….alles was anders ausschaut, praktisch verarbeitet ist und das Material bzw Weiterverarbeitung sich von den 0815 Verpackungen unterschiedet, ist für mich wieder interessant :) Quasi wie ein Geschenk, welches inspiziert und ausgepackt werden muss voller Neugierde :)

  27. Bekannt durch einen Rechtsstreit mit Apple, finde ich die Marke „Apfelkind“ mehr als nur ansprechend und liebevoll designt. Das Logo wurde mit einer detaoilverliebtheit gestaltet – besonders den Weißrraum, den das Mädchen durch ihr Erschienen im Apfel erzeugt, finde ich sehr harmonisch! Der Online-Auftritt und auch die Bildsprache sind wirklich super gut durchdacht und fügen sich nahtlos ins Gesamtkonzept des Markenauftritts ein :)
    Gott sei Dank haben sie den Markenrechtsstreit mit Apple gewonnen! (Obwohl ich auch de APlle Produkte als wirklich genial erachte!)

    Hier der Link zum schmökern ;)
    http://apfel-kind.de

  28. Super spannendes Thema!

    Optisch als auch emotional sprechen mich seit Jahren Produkte von Leica an, sicherlich auch weil mein Herz für Fotografie schlägt. Die Fazination dieser Marke ist für mich durch ihre Reduktion auf das Wesentliche geprägt. Nüchterne, funktionierende Technik, gepart mit nostalgisch wirkendem Design. <3

    Ich würde mich riesig über das Buch freuen!
    Paul

  29. Tatsächlich hat mich genau der Film „Inside out“ erfolgreich emotional berührt. ;)
    Im Gegensatz zu vielen anderen aktuellen Animationsfilmen, die oft schmerzhaft gezwungen versuchen, den Betrachter zum Heulen zu bringen, schafft Inside Out das auf völlig ungezwungene, natürliche Weise und geht dabei äußerst kreativ und sensibel mit der Visualisierung des Gehirns um, daher ist der Film nicht nur für Filminteressierte absolut sehenswert.

  30. Ganz klar: „Weniger ist leer.“(Brot für die Welt). Diese Form der Werbung ist nicht nur intelligent umgesetzt, sondern spricht mich emotional direkt an. Die Plakate schaffen es innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde, die Situation zu erklären und bewegen zum Nachdenken. Zudem liebe ich Wortspiele, weil sie so eingängig sein – sie bleiben kleben wie ein alter Kaugummi unter dem Tisch (schlechte Vergleiche liebe ich ebenso).

    Da ich am Anfang meiner beruflichen Karriere stehe, würde ich mich über literarische Unterstützung sehr freuen.

  31. Hej,
    Es geht nichts über die Dinge, die einen von klein auf begleiten.
    Und so schleicht sich in all meinem Sein und Neukaufen ein gewisses altes Gefühl ein.
    Sei es in den Farben, Formen, beim Geruch, das Geräusch.
    Die Illustrationen der alten Kinderbücher, einfach und klar, ziehen sich bis heute durch mein Leben. Sobald etwas zu verschnörkelt ist bin ich oft raus, dafür darf es auch mal bunt sein.
    Farben, Schriften, Stoffe mit denen ich aufgewachsen bin, geben mir ein vertrauteres Gefühl, ab dem Moment hat man eher meine Aufmerksamkeit, als wenn mir jemand laut und knallig um die Ecke kommt. Wenn ich einkaufen gehe, lasse ich meist die Hände durch die Klamotten gleiten, und das Teil was sich schön anfühlt, wird erst ernsthaft beguckt. Ein Bäcker der nicht von weitem schon schön duftet, wird mich nicht zum kaufen bewegen.
    Ich glaube, alles was einem ein Stück Heimatgefühl/Zuhausegefühl geben kann, hat ein gutes Design und da kann sich jeder hinsetzen und in alten Fotos blättern und sich erinnern was einem selbst damals wichtig war, was man toll fand, vielleicht haben die Eltern noch alte Zeichnungen von einem und man sieht was einem für Formen und Farben wichtig waren.
    Ich glaube, wenn man sich da wach hält, sein eigenes Wohlfühlgefühl, ist man ein authentischer Designer.
    Und weil all diese Dinge so unterschiedlich sind, sind auch die Menschen dazu so unterschiedlich. Zum Glück!

    Fotos, Geplapper und Monatsfilmchen
    Marion Brasch

    In Wörtern
    Truman Capote

    In Bildern
    Oliver Rath
    Tim Trzoska
    Ines Rehberger
    Lena Reiner

    Gemaltes
    DotstoLines
    paperfashion

    Klamotten
    Bonnie-and-Buttermilk

    Stehrümchen
    Mister Finch

    Und soviel mehr.
    Menschen mit Herzdesign.

    Ich danke.
    Anika

  32. Ich finde die Redbull Spots sehr schön. Sie sind ein gutes Beispiel für eine Umsetzung mit geringen Ausgaben. Trotz der geringen Ausgaben, sind die Spots einfach klasse. Dieses simple, leicht gekritzelte ist ein gestalterisches Mittel, dass die meisten kennen, die schonmal einen Bleistift in der Hand hatten und mal drauf los skizziert haben. Die Spots sehen einfach für jeden Laien vertraut aus, ich finde es total mutig, sympathisch!

  33. Meine Freundin spricht mich jeden Tag emotional. Sehr sogar.
    Warum? Das möchte ich Euch nicht sagen ;)

    Apfel (Ja, das ist ein Spitzname)

  34. Mein Highlight im momentanen Straßenbild ist die swiss life Kampagne „Wendesatz“. Reine Typo die Aufmerksamkeitsstark ist und Spaß macht. Ich als AD vermisse oft Emotionalität, welche subtil entsteht und nicht aufgesetzt und oberflächlich daher kommt.

  35. Nea Machina – ein wundervolles Werk. Alleine das Cover!
    Ich saß in der Agentur und kam auf keine Idee. Ich blättere in dem Buch und wurde durch sovielen kleinen Tricks angeregt und inspiriert, dass ich auf Ideen kam, so schnell konnte ich nicht schauen.
    In meinen Augen, eines der Meisterstücke im Bereich Design und Gestaltung. Man merkt auch wie viel Arbeit und Herz in dem Buch verankert ist. Ich liebe es <3

  36. Was spricht mich emotional an?

    Fotografie: Duane Michals, Colin Gray
    Gemälde: René Magritte
    Film: LIFE
    Gegenstand: Canon AE-1
    Grafik/Design: Ich finde das Design von „fritz kola“ gelungen.

    Und warum?

    Mir gefallen „geradlinige“ Dinge ohne viel „schnickschnack“. Es vermittelt mir Authentizität.

  37. Super tolles Cover, dass ist schon mal dass erste was mich anspricht, sowie auch die Farbkombi.
    Einfach mein Geschmack :) wäre super so ein tolles Exemplar in meiner Sammlung zu haben und wieder Neues und Interessantes für den täglichen Alltag aufzunehmen.

  38. Das „Fiji“ Wasser kaufe ich immer wieder weil es mir eine kleine pause mit „karibik feeling“ gibt. Viele sagen „Wasser ist Wasser“ aber ich liebe es! Ich mag es einfach anschauen den entspannt mich.

  39. Toll toll toll, ein muss für jeden Designstudenten!

    Was in mir pure Freude und faszination weckt sind die Papiere von Gmund. Auch wenn alles immer mehr digitalisiert wird, freue nicht nur ich mich sondern auch jeder andere wenn er ein tolles Papier in der Hand hält und fühlt. Für mich werden besondere Papiere immer wichtiger denn alleine das Papier kann viele Emotionen wecken.

  40. Hallo liebes dt-Team,

    das Buch ist wirklich klasse. Ich selbst bin Mediengestalter und versuche bei jedem Design eine gewisse emotionale Komponente miteinzubauen. In letzter Zeit gefällt mir das Erscheinungsbild des „Lohn- und Einkommensteuer Hilfe-Rings“ wirklich sehr gut. Das klassische „Steuerimage“ wurde durch eine ansprechende Bilderwelt sehr emotional gestaltet. Man versteht vom ersten Blick an, dass Steuern mehr sind als nur „trockener Papierkram“ und erreicht ein „Erleichterungsgefühl“ wenn man Sie dann macht – genau das bringt das neue Erscheinungsbild sehr schön rüber.

  41. Mercedes-Benz Federungssystem – Kampagne
    Das intgerierte Federungssystem in dem Auto, „extra“ für Babys finde ich sehr spannend. Die Autofahrt wird damit so sanft, dass kaum mehr Erschütterungen zu spüren sind. Wer möchte schon als kleiner Beifahrer in seinem Schlaf gestört werden. Niemand. Man wünscht sich einfach wieder ein Baby zu sein… Klasse!

  42. Also ich finde ja das Erscheinungsbild (v.a. die Einfachheit der Website von dogbuddy ziemlich gut gelungn, die Aufmachung mit dem Comic-Style finde ich sehr passend, emotional passt es auch, dass man für seinen Liebling eine liebevolle und einfach „nette“ Betreuung sucht, da passt das ganze Erscheinungsbild einfach super zu und spricht mich auf jeden Fall emotional an.
    Ich hätte das Design wahrscheinlich selbst anders gemacht, aber es funktioniert so auf jeden Fall.

  43. Als Brand Consultant beschäftige ich mich ausgiebig mit der Motivbasierten Positionierung von Marken bzw. dem „Vorstoß ins limbische Zentrum“. :)

    Im Kontakt mit Kunden lässt sich diese Thematik mittels praktischer Beispiele aus der Automobilindustrie verständlich erklären. Persönlich finde ich die Produkte von Audi sehr ansprechend, da sie gemäß der Autonomie-Positionierung im limbischen Zentrum ihre Marke sehr authentisch widerspiegeln. In der Praxis stelle jedoch fest, dass Führungskräfte ihre oftmals erklärungsbedürftigen Produkte meist anhand der rationalen Fakten beschreiben. Da das limbische System unsere Emotionen und Gefühle kontrolliert, nicht aber unsere Sprache, ist es schwer die Gefühle die geweckt werden sollen in Worte zu fassen. Aus diesem Grund muss stark visuell gearbeitet werden. Um hier anzusetzen, bin ich überzeugt, kann dieses Buch weitere praktische Ansätze und Impulse liefern. Ich würde mich demnach sehr über ein Exemplar freuen.

  44. Die schlichten Energy-Drinks der Marke ok.- (okpunktstrich), vorallem in Negativ und Positiv. Sie wirken auf mich einfach einladend, den Inhalt nicht nur mit Genuss zu trinken, sondern die Dose als Deko-Objekt in der Wohnung zu verwenden. Dazu zählen auch die Flaschen von Lemonaid und Charitea :)

  45. Ganz klar: die Minions!
    Wer die kleinen Dinger kennt und ihre absolut geniale „Fantasie-Sprache“ gehört hat, wird unwillkürlich zu einem „Oooooooch“ und „haaaaaaaach“ hingerissen, sobald er auch nur eine Chiquita-Banane mit Minions-Kleber, Bierdeckel von Karamalz, Kühlscharnkmagnete von Caprisonne, Verpackungen vonTick Tack und seeeeeehhhhr viel mehr im Regal sieht! Die Folge: absoluter Kaufzwang – auch wenn man all das gar nicht gerne mag…! ;-)

    Ich freue mich natürlich auch über ein Exemplar des Buches!
    Vielen Dank.

  46. Es gibt wirklich einige gut gemachte Werbekampagnen, manche bringen einen zum Lachen, andere zum Nachdenken. Mein persönliches Highlight dieses Jahr war allerdings die Ausstrahlung der alten Allianz-Werbespots aus den 70er 80er Jahren. Den Text kannte man noch – sowie die Melodie! Ich wurde zurückversetzt in die Kindheit, auf das Sofa meiner Großeltern, wie wir abends bei Gummibärchen „Wetten-dass?“ geschaut haben. Für mich sehr emotional! Meine Oma ist leider letztes Jahr gestorben.
    Des Weiteren ein sehr cleverer Schachzug des Versicherers, die Altersmässig perfekte Zielgruppe anzusprechen.

  47. Googles neues Logo und die umfassenden konzeptionellen Arbeiten im Zuge des Material Designs sind für mich emotionalisierende Gestaltung. Fühlt sich jedes mal an wie ein kleiner Schubs von hinten, der mich zur Interaktion bewegt und sofort belohnt, weil sich etwas tut. Man hat nie das Gefühl allein gelassen zu werden und kann nachvollziehen was die Maschine vor einem gerade tut. Ich finde Google hat es damit geschafft, die Mensch-Maschine-Interaktion um ein Vielfaches zu verbessern. Google macht digitales menschlich und ist darum emotional.

  48. Das Buch klingt sehr interessant.

    Emotional sprechen mich klare Linien und Formen an. Kein großer „Schnick-Schnack“. Wenn das Produkt gut ist, kann es auch „pur“ überzeugen.
    Überladene Dinge finde ich eher nicht ansprechend! Viel zu viel was von Wesentlichen ablenkt.

  49. Wo das Gute liegt so nah: Das Erscheinungsbild des Designtagebuchs gefällt mir. Das Signet ist einfach und klar: sehr schön. Das Gelb strahlt von innen nach außen. Es sagt mir: Es gibt Neues aus der Design-Branche. Ein ganz anderes Beispiel: Der „Nimm 2 Apfellinge Webespot“ hat mich so begeistert, dass ich mir eine Packung gekauft habe – obwohl ich normalerweise kein Zucker esse! Dieser Werbung konnte ich nichts entgegensetzen. :-)

  50. Im Rahmen meiner Masterarbeit beschäftige ich mich der Fragestellung, wie durch ein partizipatives Produktverständnis eine emotionale Produktbindung hervorgerufen werden kann, denn Emotionen durch Gestaltung sind nur teilweise und im wesentlichen über die User bzw Product Experience steuerbar – Markenversprechen hin oder her.
    Das Buch würde die Arbeit sehr unterstützen.

  51. Hallo Liebes Team, ich würde mich ebenfalls über das Buch freuen, euer Beitrag dazu klingt sehr Interessant :) sicher könnte ich mir da auch Tipps und Tricks für meine Bachelor Arbeit nächstes Semester aneignen :))

    Eine Werbung die mich derzeit emotional angesprochen hat war definitiv der Fernsehspot von Vodafone in dem sie für Ihre klare Stinmübertragung werben. In dem Spot geht es um ein Mädchen dass Liebeskummer hat und mit Ihrer Mum telefoniert und sagt das es Ihr gut ginge, Ihre Mutter sich dann sofort auf den Weg macht um sie zu trösten da sie im Klaren Klang (dank Vodafone – natürlich ;D) der Stimme ihrer Tochter rausgehört hat dass dies doch nicht der Fall ist :) <3 Vollgestopft mit Emotionen, wie kann man davon nicht be-(ge)rührt sein!? :)

  52. Die Apple Fernbedienung aus Aluminium ist ein Produkt, dass mich weit über seine Funktion hinaus anspricht: die perfekten handschmeichler-Qualitäten, die Mischung aus dem seidenweichen eloxiertem Aluminium und dem exakt richtigen Schärfegrad der Kanten sorgen dafür, dass ich das Teil kaum mehr aus der Hand lege.
    Hätte ich so ein interessantes Buch, würde ichs mir nochmal überlegen…

  53. Ich finde gerade „Three sixty vodka Black 42 „, weil ich durch den Werbespot ( https://www.youtube.com/watch?v=Uu034cUo7ec ) für ein Produkt begeistert wurde für was ich mich eigentlich überhaupt nicht interessiere. Die Emotion des Werbespots durch die verschiedenen Elemente fesseln mich zum Beispiel die Blicke der beiden Menschen, so wie des zerspringende kühle Eis und durch die Aktion der Musiker. Der ganze Spot gibt mir ein Gefühl von Coolness und von es ist etwas besonderes. Was mich noch beeindruckt finde, das erst einmal gar nicht das Produkt im Vordergrund, doch durch die Aufzählung der Zahlen prägt sich der Name ein, so ist auch die Verpackung der Flasche auf schickmicki gemacht, was das Gefühl von es ist etwas besonderes (ihn zu trinken) verstärkt, aber es ist durch den Kauf jeder Zeit verfügbar und „abrufbar“.
    Ein gelunder emtional verkauftes Produkt, wo mehr die Emtionen als das Produkt im Vordergrund steht.

  54. Es ist zwar kein Produkt im eigentlichen Sinne, aber ich möchte die Werbekampagnen der Caritas an dieser Stelle erwähnen. Diese schaffen es nämlich regelmäßig, mich auf eine Weise emotional zu berühren, wie ich es von anderen Werbespots nicht kenne.

    Ganz besonders ist mir der Werbespot für alte Menschen im Gedächtnis geblieben, der es mit kleinen Details wie der angeklebten Fernbedienung (die ich von meiner eigenen Großmutter kenne und da bin ich sicherlich nicht der einzige), Empathie zu erzeugen und das für gute Zwecke bzw. wichtige Themen.

    Hier der Youtube-Link zum Spot:
    https://www.youtube.com/watch?v=6jzx3Ovu5zs

  55. Einer meiner Lieblingsgegenstände ist meine gelbe Emailteekanne. Gekauft auf dem Flohmarkt für drei Euro. Sie ist für mich ein Readymade. Die Proportionen sind freundlich, das Design unaufdringlich, die Farbe ein Statement und wärmend wie der Tee, den ich aus ihr trinke.

  56. Hallo dt-Team,
    mich sprechen die Kosmetikprodukte von Lush an. Ich weiß, dass keine Tierversuche durchgeführt werden, die Produkte vorort erstellt werden und die Benutzung dieser Produkte Wohltuend und Befriedigend (im Sinne, dass das schlechte Gewissen gegenüber Tieren und der Natur reduziert wird) wirken. Ebenso liebe ich den Duft, die Haptik und die Handhabung der einzelnen Produkte, die so unterschiedlich und individuell sind sodass es nie langweilig werden kann.
    Liebe Grüße
    Sarah

  57. Das TUI Logo!
    Für mich ein emotionales Highlight. Im Bereich Touristik geht es leider auch immer weniger um Emotionen. Der Endpreis (viel Urlaub für wenig €) bestimmt die Buchungsentscheidung des Kunden. Smile – spricht weltweit & jeder Urlauber kennt das Gefühl …

  58. Oha, da mußte ich mal in mich reinhorchen. Also, eine meiner Lieblingsmarken ist die des Gitarrenbauers Gibson. Die Begehrlichkeit zu deren Produkten kommt bei mir vom Erlebnis mit den Instrumenten in der frühen Jugend und hält bis heute. Musikalische Vorbilder haben dabei eine wichtige Rolle gespielt, auch wenn man mit 13 Jahren keine Ahnung davon hat, was ein Imagetransfer ist. So kam für mich die Identifikation mit der Marke über jene zu den Musikern, denen ich nacheiferte. Nennt mich Markenopfer aber um mir eine echte Gibson Les Paul kaufen zu können habe ich wochenlang von Tütensuppe gelebt.

  59. „ServusTV“ ist ein Nischen-Medienkanal aus dem Hause Red Bull. Ein jeder Berührungspunkt, ob Print oder TV, weckt in mir Wohlbefinden und Abenteuerlust. Das liegt ganz bestimmt nicht an der grafischen Ausgestaltung der Bildmarke, vielmehr auf den Säulen Heimat, Natur und Dynamik, auf denen sämtliche Inhalte aufgebaut werden. Naturschönheiten wie unsere Alpen zum Beispiel werden mit innovativer Technik einzigartig präsentiert und zusammen mit tief recherchierten Inhalten und einer guten Portion Storytelling in spannende Formate gegossen. Das schafft Identität. Und inspiriert. Mich.

  60. Einen bleibenden Eindruck hat bei mir neue Auftritt der Marke Davert hinterlassen. Produkte sind Reis, Hülsenfrüchte, Saaten, Trockfrüchte, etc, die man in den einschlägigen Biomärkten findet. Besonders gut gefällt mir das Verpackungsdesign, das das Davert-Signet umgeben vom jeweiligen Produkt inszeniert. Jedes Produkt hat eine eigene Farbwelt. Das Design ist ansprechend, schlicht und modern und weckt bei mir die Lust, jede einzelne dieser Verpackungen ins eigene Küchenregal zu stellen.

  61. Auffällig ist, wie sich vor allem die TV-Werbung von großen Unternehmen in den letzten Jahren verändert hat. Die Werbung wird immer emotionaler, der Mensch wird in den Mittelpunkt gestellt, selbst bei technikorientierten Unternehmen. Als erstes fallen mir da die Kampagnen von Apple und Google ein. Auch vodafone und die Telekom haben verstanden, dass es bei Telefonie und Internet vor allem um das Verbinden von Menschen geht. Die Telekom versucht es auf die lustige Tour („big-dislike“-Oma). Vodafone zeigt Liebeskummer, lachende Menschen und Umarmungen.
    Das Ziel ist klar: Stärkung der Marke durch emotionale Bindung. Liebe macht bekanntlich blind und wenn man in eine Marke verliebt ist, sieht man eben nicht so sehr auf den Preis oder die Vertragsbedingungen ;)
    Bestes Beispiel für emotionale Werbung ist aber immernoch Coca-Cola. Seien es die Weihnachtsspots oder die Kampagnen zur Fußball-WM. Slogan („Mach dir Freude auf“), Musik, Jingle und Design sind einfach immer stimmig und machen tatsächlich Freude.

  62. Ich finde die aktuelle Entwicklung von Microsoft von einem langweiligen Softwarehaus hin zu einem Anbieter von Lifestyle Produkten sehr interessant und bin gespannt ob es das schafft.

  63. Hallöchen,
    mich hat ein leicht schlüpfriges Buch beeindruckt. 50 Pages of Grey (hat nix mit dem Film/Buch zu tun) ist ein Typografie-Lernbuch mit visuellen Anreizen. http://www.schundgrube.ch/
    Bei diesem Buch sind typografische Regeln/Begriffe erklärt, die zusätzlich mit einer Illustration aufgewertet werden. Dabei sind die Illus selbstverständlich mal mehr, mal weniger nahliegend mit dem erklärten Begriff verbunden.

    Es ist knallig, liebevoll gestaltet, augenzwinkernd und genau an der Grenze zwischen Guten Geschmack und Trash. Dadurch natürlich auch an der Grenze dazu, ob man es seinen weiblichen Kollegen überhaupt zeigen sollte. Es macht einfach Spaß, dass Buch durchzublättern. Ich habs noch nicht getestet, aber der Lerneffekt bei Azubis wäre mit diesem Buch sicherlich besser, als bei normalen Lernbüchern.

  64. Mich spricht immer mehr Papier an, zum Beispiel von Arjowiggins. Die haben ein Papier, welches sich nass oder auch nach Leder anfühlt.
    Vieles wird nur noch Digital dargestellt, wobei da einfach die Haptik fehlt.
    Die meisten können nur noch auf dem Display etwas erscheinen lassen, aber die wenigsten wissen oder können noch die alte Schule.

  65. In einer Nische entdeckt und – wie ich finde – mit ansprechendem Äußeren: ein christliches Männermagazin. Movo (http://www.movo.net)
    Männerthemen im „Männerlayout“ abseits nackter Brüste. Fand ich einen interessanten Versuch. Und graphisch spricht es mich an. Weil: klare Magazin-Struktur, passende (große) Bilder, Weniges im Fokus. Inhalt und Äußeres harmonieren. Zudem: viele Bilder von Männern – Identifikation möglich :-)
    Gefunden schon vor einer Weile über die SZ (http://bit.ly/1GIvBJL).

  66. Die moderne Neurobiologie stellt fest, dass wir vor allem emotional gesteuert werden. Das Zentrum der emotionalen Steuerung sitzt im Limbischen System, in unserem Gehirn. Dort entscheidet sich, ob wir etwas als angenehm, nett oder kompetent empfinden. Das Limbische System liegt im Inneren des Großhirns und kann als „Gefühlshirn“ bezeichnet werden. Es hat auch eine zentrale Bedeutung für unser Gedächtnis und unser Lernvermögen. Und genau damit hängt der Erfolg eines Werbespotts – wie z.B. Paul Potts Gesang in dem Telekomspot – einer Werbekampagne oder auch eines Logos zusammen: wir lernen seine Bedeutung und speichern es in unserem Gedächtnis.

  67. Mich spricht der Markenauftritt von MALOJA auf deren Internetseite sehr an, weil dort das Gefühl in mir geweckt wird, dass dort Outdoorbekleidung hergestellt wird, die nicht irgendwelche Studenten in der City tragen, sondern Funktionsjacken, -hosen, -schuhe… mit denen man richtige Abenteuer erleben kann. Großformatige, monochrome Bilder, ein weißer Hintergrund, schlichte, sehr zurückhaltende Schriftgestaltung – und das Produkt im Mittelpunkt. Durch eine vermeintliche Weite, Ferne wird Sehnsucht in mir geweckt.
    Herrlich :-D

  68. Also emotional berührt hat mich dieses Jahr der Werbespot von Coca-Cola Life (First Kiss). Ein Produkt mit den Erinnerungen des ersten Kusses zu verbinden ist hier ziemlich gut gelungen. Die ruhige und fröhliche Musik im Hintergrund und die sanfte Frauenstimme, die das Erlebnis des ersten Kusses beschreibt ist perfekt gewählt. Und die verschiedenen Videoausschnitte dazu runden das Bild ab. Da verbindet man das Produkt gleich mit sehr schönen und romantischen Bildern.

  69. Mich hat eine Werbung von vor einigen Jahren für Hausgemacht-TV emotional extrem angesprochen. (https://www.youtube.com/watch?v=AnYi5m4aj2U). Die Schauspieler haben den Witz wirklich auf den Punkt rübergebracht und ich musste wirklich total lachen, als ich sie das erste Mal gesehen habe. Auch heute schau ich mir das Video hin und wieder an und muss jedes Mal mindestens grinsen. :-)

  70. Ich weiß zwar nicht genau ob mein Eintrag unter Produkt/Erscheinungsbild fällt, aber es ist mir bei dem Stichwort „emotional angesprochen“ direkt in den Sinn gekommen:

    Doug Aitken. Ein multimedia Künstler, dessen Werke im Sommer in der Schirn Frankfurt zu sehen waren. Was mich direkt mit der ersten Sekunde gefangen hat war sein „Song 1“. Ich betrat den Raum, in welchem sich eine 360° Leinwand befand. Das Zusammenspiel aus der Musik, seinen Filmen und dieser besonderen Leinwand war wirklich überwältigend. Ich denke, es ist schwer zu beschreiben bzw. nachzuempfinden wenn man nicht wirklich „in“ dieser Leinwand steht. Hier mal ein Link, damit man vielleicht eher versteht was ich versuche ich Worte zu fassen (https://www.youtube.com/watch?v=qoUi7RM3Qac).

    Da ich momentan eine Ausbildung zu Mediengestalterin absolviere, würde mir das Buch sicherlich auch Beruflich viele neue Ideen und Erkenntnisse bringen.

  71. Moin Moin!

    Ich nenne hier DIE Werbekampagne von Opel. Umparken im Kopf. Noch bevor bekannt war, wer hinter der Kampagne stand, war sie schon in aller Munde. Opel (bzw. Scholz & Friends) hat es nicht nur geschafft das zerfahrene Bild (ein Opel hält höchstens 100.000 km) in der Bevölkerung umzukrempeln, sondern auch gesellschaftliche Vorurteile aufzubrechen.
    Auch die Vielzahl der Gefühle sind bemerkenswert: z.B. Erstaunen, Motivation (Hummel), Komik (Teppich), Ärger (Fußballer).
    Natürlich bewegen wir uns in der Werbung und Opel möchte an erster Stelle viele Autos verkaufen, um den Umsatz zu verbessern. Ich finde jedoch den Weg bemerkenswert, da er erstens auf Opel zugeschnitten war, zweitens nicht selbstverständlich und drittens da er soweit ging, dass Opel z.B. eine Kooperation mit der Organisation Jugend gegen Aids gestartet hat.

    Das Buch wäre eine schöne Lektüre, um den gestalterischen Horizont zu erweitern. Momentan mache ich eine Ausbildung zum Mediengestalter mit wissenshungrigem Kopf und bescheidenem Gehalt.

    Beste Grüße
    Yannik

  72. Mein Klavier „Hoffmann & Kühne Dresden“ ist über 100 Jahre alt. Kein besonders wertvolles Holz, die Filze schon etwas heruntergekommen, aber es spielt sich immer noch sehr schön. Die Stimmschrauben für die heutigen Stimmschlüssel ein wenig zu klein, so dass es manchmal Schwierigkeiten bereitet, die Saiten richtig zu stimmen. Die Tasten zeigen die Spuren der Zeit: Keine hochglanz, weiß polierte Kunststoffoberfläche, sondern vergilbte Patina mit Altersflecken und leicht von Kerben geschlagene aber sanft abgerundete Ecken. Das weckt sehr starke Emotionen bei mir. Zugegebenermaßen eine sehr persönliche Beziehung zu einem Gegenstand. Es erinnert mich immer wieder daran, aus der Schnelligkeit des Alltags auszusteigen, einen Moment innezuhalten und nicht zu vergessen wer ich bin: ein Mensch.
    Wenn ich an gute Kommunikation denke die den Verstand und das Gefühl trifft, fällt mir gerne die Kampagne ein: Weniger ist leer.

  73. Seit etwas mehr als einem Jahr studiere ich Design Strategy am California College of the Arts in San Francisco. Ich sitze gerade in meiner „Experience Studio“ Vorlesung – es fühlt sich ein wenig an, als wäre ich in einer anderen Welt. Und ja, Tatsache, ich bin in der San Francisco „Blase“. Ich zitiere den Gründer meines Studiengangs, Dozent und Pionier der Designtheorie Nathan Shedroff: »As a designer, it’s my job to make choices that trigger the right responses.« – Meaning, Value Proportion, Experience, Emotion – Ich glaube kein Tag vergeht an dem wir diese Begriffe nicht in Relation stellen. Ich bin unglaublich NEUGIERIG und würde mich riesig freuen, die Chance zu haben »Emotionen gestalten« zu lesen um zu sehen, wo Deutschland gerade steht in diesem Feld. Mareike Roth und Oliver Salz, ich würde gerne in Kontakt bleiben! Herzliche Grüße, Franzi

  74. Ich denke viel über Werbung, deren Wirkung und zugrunde liegende Überlegungen nach. Dabei gibt es aber immer wieder Fälle, bei denen mir der Zugang verwehrt blieb. Schon lange suche ich daher nach einem Buch, das fundiert und übergreifend die Mechanismen beschreibt, die vor allem im emotionalen Bereich schwer zu klassifizieren sind. Kurz: muss ich haben.

  75. Es gibt eigentlich nur ein Produkt, welches mich immer und immer wieder in den Bann zieht. Dabei handelt es sich um ein Notiz-/Skizzenbuch mit schwarzem Einband. Mittlerweile stehen schon einige hier im Regal, alle bereits gefüllt mir Ideen, Skizzen, Konzepten und Inspirationsmaterial. Dieses schlichte Schwarze passt eigentlich zu jedem Inhalt, der in diesem Buch verewigt werden soll. So ist fast jeden Seite emotional gefüllt und wenn man auf der Suche nach einer alten Idee wieder durchblättert, kommen jeden Menge Erinnerungen wieder, die eine Basis für neue Projekte bieten. Sie zeigen eine Entwicklung, die jeder durchgemacht hat, wie sich Stile und Arbeitsweisen geändert haben und was man seit jeher auf eine bestimmte Art un Weise so betreibt. Von daher ziehen mich diese kleinen schwarzen Bücher magisch an, auch, wenn sie noch komplett leer sind, die Seiten warten nur darauf gefüllt zu werden.

    Ich denke, dieses Buch bietet jede Menge Möglichkeiten sich nicht nur weiter zu bilden, sondern auch sich selbst zu entwickeln. Von daher würde ich mich über ein Buch sehr freuen.

  76. Mir fallen spontan zwei Produkte ein:
    – mein handgefertigtes Lederetui von bindewerk, das ich seit zwei Jahren täglich benutze und eine Wertigkeit hat, die ich in der heutigen schnelllebigen Zeit oft vermisse
    – die Energieriegel von Roo’Bar, die mit ihrer Typo, Illsutartion und den netten Augen immer wieder im Supermarkt ein Lächeln in mein Gesicht zaubern

  77. Kurz & knapp:
    Hat mich schon immer emotional angesprochen:
    Die Bildmarke von Petit Bateau (Die ersten Versionen).
    Dieses kleine unschuldige Schiffchen.
    In einem schönen tiefen Blau.

  78. Mich hat das letzte Mal das Plakat zur Sonderaustellung ‚Gehorsam‘ im Jüdischen Museum Berlin richtig tief emotional angesprochen. Auf dem Plakat springt einem der große farbige Schriftzug entgegen, er wirkt modern und auffällig. Als Kontrast dazu wirkte das Hintergrundbild, das Gemälde von Caravaggio „Die Opferung Isaaks“, jedoch nicht als ganzes, sondern nur ein Ausschnitt. Dieser Ausschnitt zeigte ausgerechnet das schmerzverzogene Gesicht Isaaks und die Hand des Vaters, welche Isaak hinunterdrückt.
    Jedes Mal, wenn ich mit der Tram an solch einem Plakat vorbeigefahren bin musste ich es betrachten und in mich aufsaugen. Der große Schriftzug ‚Gehorsam‘ und der stumme Schrei Isaaks haben mich tief emotional berührt, so dass ich mir natürlich auch die Sonderausstellung ansehen musste und davon begeistert war.
    Hier noch ein Link: http://www.jmberlin.de/main/DE/01-Ausstellungen/02-Sonderaustellungen/2015/akeda.php

  79. Welches Produkt mich im Moment gerade besonders anspricht, ist die Römerquelle-Glasmineralflasche, welche in einigen Gastronomiebetrieben auf Mineralwasser-Bestellung in Österreich serviert wird.

    – Es handelt sich dabei um eine Formgebung, die an Karaffen erinnern soll, eine geschwungene hellgrüne beinahe durchsichtige 0,5l-Glasflasche. Sie soll dabei einen gewissen Luxus ausstrahlen und dem Mineralwasser somit eine Wertsteigerung und ein Gefühl der Erholung und Verwöhnung bei der Anwesenheit und dem Genuss des Mineralwassers herbeirufen.

    – Die Farbgebung resultiert aus dem Römerquelle-Dunkelgrün, welches im Corporate Design die Primärfarbe darstellt. Jedoch hat dieses Dunkelgrün in den Glas- und Plastikflasches ein falsches Bild von reinem Wasser vermittelt, vielmehr unreines Wasser aus einem Teich oder See assoziiert.

    – Weiters wird die Stimmungswelt von Römerquelle an die breite Masse auch via TV-Spots transportiert. Mit dem Slogan „belebt die Sinne“ werden in einer ländlichen Umgebung oder einem Garten verführerische junge Menschen gezeigt, die den Betrachter in eine Stimmung der Begierde, Nähe und Freiheit eintauchen lässt. Mit Früchten und dem Mineralwasser umschmiegen sich diese jungen; eine erotische Stimme unterstreicht auf angenehme Weise diesen Zustand.

  80. Was gibt es schöneres, wenn das bestellte Apple-Produkt geliefert wird…? Nie war auspacken schöner! Die Schachteln, rein und klar bedruckt, mit partiellen Lackierungen – auf eine feine, angenehme Oberfläche. Mit jedem Handgriff, der von Apple klar vorgegeben ist, tastet man sich näher an das Produkt heran, lernt es kennen – durch geschickt angebrachte Folien bekommt man schon beim Auspacken wichtige Informationen geliefert. Man fasst es an und bekommt ein Gefühl für das Produkt, das Gewicht, die Materialien. Also wenn es um perfektes Produkte-Design geht, welches soviel Emotionen weckt – und wenn die Verpackung schon Beifall erntet – da hat Apple schon die Nase vorn… Von der Funktionalität und der umweltschonenden Einstellung mal noch abgesehn…

    Ich versuche gerade bei Printprodukten Materialien zu verwenden, die Emotionen wecken. Sei es das Material selbst, dass sich so einzigartig anfühlt und so dem Produkt gleich mehr Aufmerksamkeit schenkt. Oder aber die Optik – eine spezielle Oberfläche. Dazu eine ansprechende, reduzierte Gestaltung. Damit die Oberfläche auch immer noch wahrgenommen wird.

    Ich bin sehr gespannt auf dieses Buch…!

  81. Ich fühle mich emotional berührt vom Brand Mutterland.de. Das Branding ist einfühlsam, edel und berührt mich. Ich fühle mich angesprochen und lasse mich gerne von neuen Produkten inspirieren. Die Läden in Hamburg sind sehr stilvoll und schön gestaltet. Auch die Bildwelten der Kataloge, lassen mich in eine Genusswelt eintauchen.

  82. ganz aktuell finde ich das Produkt Olivenöl „Oliveira da Serra“ wundertoll.
    Gekauft habe ich es im Vorbeigehen wegen dem illustrativ ansprechenden Etikett, überzeugt hat es im Geschmack :) Ein rundum gelungenes Produkt, das in der Küche auch noch schön aussieht !

  83. Als Grafikerin weiß ich: Gutes, ansprechendes und durchdachtes Design ist heute seltener geworden.

    Aber die Produkte von Pfeffersack und Soehne sprechen mich derzeit emotional sehr an.
    Allein beim schlichten und doch verspielten Packungsdesign werde ich neugierig auf die Inhalte.
    Und dabei werde ich nicht enttäuscht: Die ungemahlenen Gewürze eröffnen zu Hause beim Kochen eine neue Welt.

    Über ein Gratis-Exemplar würde ich mich sehr freuen, da ich im Rahmen meines Kunsttherapie-Studiums gerne einen Vergleich zwischen Werbung „emotional gestalten“ zu Kunst „emotional gestalten“ herstellen möchte und daher gerne auf diese Literatur zurückgreifen würde.

  84. Hallo,
    ich bin Studentin der visuellen Kommunikation und habe mir eben die Beispielseiten des Buches angeschaut. Von diesem Buch kann man sicherlich noch eine Menge (für die Zukunft) lernen.

    Ich selbst erinnere mich vor Allem an eine Storck Werbung im TV, welche vor einigen Jahren im Fernsehen lief (zum Jubiläum…?). Diese empfand ich als sehr emotional, da sie das Produkt im Leben eines Jeden von uns zeigte. Und wer hat nicht schon mal eine Packung Merci verschenkt oder ein Werters Original von Oma bekommen?
    https://www.youtube.com/watch?v=sa9xQYDo2m8

    Ähnlich ergeht es mir jedes Jahr mit den Weihnachtsspots von Coca Cola. Ich finde, sie machen die Marke ungeheuer Sympathisch und man fühlt sich irgendwie in einem Spot wie zu Hause (geht sowas?)
    Ich denke, am einfachsten ist es Menschen im TV anzusprechen denn es werden gleich mehrere Sinne gleichzeitig gereizt (hören, sehen)

    Doch auch eine Plakat Kampagne hat mich in letzter Zeit emotional sehr angesprochen.
    Die Swiss life Kampagne mit den Sätzen, die sich selbst umkehren. http://www.swisslife.de/ueber-uns/wendesatz.html
    Da ich es selbst schon oft erlebt habe, auf einer Ansicht oder Meinung zu beharren und dann doch alles anders gekommen ist…Das passiert doch jedem mal. oder?
    Das regt mich (auch jetzt wieder) richtig zum Nachdenken an und macht die Marke für mich dadurch sehr sympathisch obwohl ich mich vorher noch nie mit ihr beschäftigt habe…

    So, genug geschrieben… Über das Buch würde ich mich jedenfalls sehr freuen, da ich es liebe mit den Emotionen anderer zu „arbeiten“ und darüber gern noch eine Menge mehr wissen möchte um auch später im Job selbst emotionale Kampagnen erarbeiten zu können.

  85. Ich bin gespannt wie der Bogen von der sehr nüchternen Gestaltung zum emotionalen Themenkomplex geschaffen wird. Da spiegelt das Buch vielleicht genau den Spagat ab, den Marken heute bereits in Ihrem CD versuchen? Wie gesagt – ich bin gespannt.

  86. Hallo ihr Experten!

    Ich bin noch relativ neu in der Branche bezüglich Design und Gestaltung. Ich habe mein Kunstabitur gemacht und jetzt eine Ausbildung als Mediengestalter begonnen. Im letzten Jahr verbesserte sich mein Blick für Design enorm. Es ist unheimlich schwer meine Unmengen an Gedanken auf einen Punkt zu bringen.

    Dan Perjovschi ist wohl einer der Künstler, der mich seither inspiriert und lehrt.
    Seine Bilder verbinde ich mit Kritik, Emotionen, Politik und Gesellschaft. Er bringt komplexe Themen auf einen grafischen Höhepunkt. Mal machen sie mich wütend, mal kann ich darüber lachen. Seine Zeichnungen sind mehr als simpel und dennoch stecken dahinter lange Geschichten.

    Ich stehe noch am Anfang – einen „Inspirations-Schubs“ kann ich also immer gut gebrauchen. :)

  87. Ich habe einen Satz Tassen aus dem Weltladen. Die Gestaltung ist geradlinig und schlicht, die Tassen sind außen einfarbig mit kräftigen Farben gestaltet, innen weiß, einzige Verzierung ist ein erhabenes kleines Blatt auf der Außenseite.
    Diese Tassen sind groß genug für einen ordentlichen Tee. Emotional sprechen sie mich aus zwei Gründen an: Zum einen vermittelt die fair produzierte und gehandelte Keramik das gute Gefühl, etwas richtiges getan zu haben, zum anderen machen die klare Form und Farbe Freude.

    Ich würde mich über das Buch freuen, aber die Liste ist echt schon lang.

  88. ich muss dazusagen, dass ich absolut kein Müsliriegelfan bin. Aber ich war auf der Suche nach einen Müsliriegel im Supermarkt, weil ich die ganzen Gummitiere nicht mehr sehen kann und Snickers auch nicht mehr so schmeckt wie es mal wahr und siehe da, was lacht mich da an? der neue Corny Flakes Riegel. Ich muss dazu sagen dass ich als Designerin wirklich, nach der Aufmachung gesucht habe, nach einem Riegel der mich „anmacht“. Ich finde insgesamt die Verpackung und die Gestaltung der neuen Corny Flakes Riegel (Schoko, Caramel, Erdbeer) echt gut gemacht und sie haben bei auf mir jeden Fall emotional voll funktioniert ;) und sie schmecken auch noch! Warum ich gezielt diese Riegel gekauft haben? Weil die Verpackung in einem Retro-Vintage-Stil gemacht ist und nicht diese Bio-Gesundheits-Aufmachung hat und versprechen dass sie unglaublich gesund sind. Sehr charmant!

  89. **************************

    Die Aktion ist nun beendet. Herzlichen Dank für rege Teilnahme. Wie man sieht, sind tatsächlich je Menge Emotionen im Spiel, wenns um Design geht.

    Der Zufallsgenerator meinte es gut mit Jürgen, der sich nun über ein Gratisexemplar „Emotion gestalten“ freuen darf.

    Wünsche ein kurzweiliges Lesevergnügen!

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