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54 Kommentare

  1. Eine witzige Idee den ausgelaugten Standardspruch als Markenzeichen für die Kampagne mit einzubeziehen.
    Auch die Idee des Roten Fadens der zwar völlig wirr hin und her trudelt, letztlich aber ein Gesamtbild formt gefällt mir.

  2. Wenn man die Sache mit dem „gibts doch gar nicht“-Schmäh nicht kennt, ist der Slogan eher negativ und verwirrend. Müsste zwischen „gibt“ und „s“ eigentlich nicht ein Apostroph stehen, da es sich um eine Auslassung des Es und eine Zusammenführung von zwei Wörtern handelt?
    Außerdem wirkt die Typo ein wenig unruhig mit den verschiedenen Breiten und der Platzierung der Jahreszahlen. Die zwei minimal verschiedenen Rottöne finde ich jedoch spannend, vielleicht kommt das in der weiteren Umsetzung gut zur Geltung.

  3. Der (!) Apostroph fehlt nach der neuen Rechtschreibung NICHT. Duden, Regel K14, Punkt 4: “Bei umgangssprachlichen Verbindungen mit dem Pronomen “es” ist der Apostroph entbehrlich; er wird jedoch häufig verwendet.” Als Beispiel ist dort angegeben: “Wie gehts (auch: geht´s) dir?”

  4. Äußerst charmante Idee!

    Das Leben ist so ernst, da tut ein Augenzwinkern aus dem Bereich des Stadtmarketings einfach mal gut. Etwas mehr Farbe (eher: Kontrast) hätte dem Logo allerdings gut getan.

    @ Apostroph: Wer etwas über die urtypisch deutsche Mentalität lernen will, sollte sich einfach mal die Kommentare zu diesem “Problemchen” durchlesen. Herrlich! ;-)

  5. Schöne Idee, schlecht umgesetzt.

    Sieht das nur bei mir nach zwei unterschiedlichen Rot-Tönen aus, die aber so knapp beieinander liegen, dass es nach “Fehler” aussieht?

    Und wieviele Schriften werden denn da benutzt? “BIELEFELD” ist doch eine andere als die Unterzeile, und da müsste mal das Kerning überarbeitet werden. Und die Jahreszahlen? Wieder andere Schrift?

    Bitte überarbeiten!

  6. Geht es nur mir so oder findet Ihr nicht auch, dass der Faden etwas lieblos hingeklatscht wurde? Etwas mehr Plastizität/Textilartigeres wäre schon nicht schlecht gewesen – so sieht es aus, wie ein erster Entwurf…

  7. Ich als Bielefelder kann nur sagen:

    “gäääähn!”

    Wir können es nicht mehr hören, wir wollen es nicht mehr hören und keiner findet es lustig. Dafür können Außenstehende nichts. Aber dass die Stadt-Oberen sich hinreißen lassen, einen dermaßen alten und ausgelutschten “Slogan” zu nutzen, ist schon bedenklich.

    Anfänglich war es witzig. Dann war es nicht mehr witzig. Dann wurde es nervig. Und nun, endlich, wirds peinlich. Bielefeld hat soviel mehr zu bieten, als dieses Phänomen. Aber es zieht sich wie “roter Faden” durch die letzten Jahre, dass Bielefeld alles kann, nur nicht ankommen bei den Menschen, die in dieser Stadt leben. Unfassbar traurig …

    Umsetzung ist okay, aber nicht großartig, das Wort “Jahre” geht mir auch zu sehr unter und zum Slogan hab ich mich schon ausgelassen. Freuen wir uns auf Bielefelds 900sten Geburtstag.

    :(

  8. @ Horst:
    Sieht auch für mich aus, wie ein schneller Entwurf. Die Rottöne unterscheiden sich wirklich. Die 800 wirkt auch für mich einfach mal dahingekritzelt. Darin könnte ja gerade der Charme liegen, aber das wird hier meiner Meinung nach verfehlt.
    An der Typografie störe ich mich allerdings am meisten: Die Anordnung wirkt sehr lieblos, die Jahreszahlen stehen unmotiviert irgendwo rum, das “Jahre” kommt auch irgendwie alleingelassen daher. Und dann der Schriftmix: Man könnte meinen, da hat jemand ein wenig in Word herumprobiert. Ach ne, kann ja nicht sein: Da kann man die Typo gar nicht stauchen oder stretchen …

    Alles in allem: Der Eindruck der bei mir hinterlassen wird ist der einer Serviette auf der in der Mittagspause eine schnelle Idee festgehalten werden sollte … Mehr nicht. Und was soll mir als Nicht-Bielefelder der Slogan “Das gibts doch gar nicht” sagen?

  9. Wenn man sich mal eben nicht an die (ja nun nicht sooo bekannte) Verschwörungstheorie erinnert, bleibt nur ein oberdämlicher Spruch übrig. Ich hätte wenigstens das »Das«, am besten auch das »gar nicht« weggelassen. Zudem sieht die Zahl nicht wie ein Faden aus, sondern wie gelangweiltes Gekritzel. Und die Buchstaben der nicht gerade schönen Schrift baumeln alle ein wenig haltlos herum. Und könnte man nicht auf die Jahreszahlen verzichten? Oder sie irgendwie an den Faden anpassen, von wegen Schreibschrift oder so?

  10. Also ich find’s ganz furchtbar. Das Visual vielleicht noch ganz nett, wenn sich die Bedeutung für mich auch nicht ohne die Hintergrundinfos erschließt, aber der Claim an sich und seine Umsetzung gehen meine Meinung nach gar nicht. Diese “Verschwörungstheorie” allein ist schon so abgedroschen und lächerlich, die dann auch noch zum Hauptmerkmal der Stadt bzw. des Jubiläums zu machen, lässt tief blicken.

    Gegen Humor und Selbstironie hab ich grundsätzlich nichts, aber doch bitte nicht in so einer Form und auch nicht als Hauptaussage. Maximal als ein Motiv von vielen einer Kampagne für das Jubiläum.

  11. Ich finds irgendwie bedenklich, dass eine Stadt mit einer FH für Gestaltung so einen Typomüll auf die Fahne schreiben will… Aber typographisches Gespür scheint rund um den Teutoburger Wald sowieso eine aussterbende Eigenschaft zu sein…

    Allerdings macht die Beschränkung auf die Farbe Rot schwer Sinn (wenn es denn ein Rot währ) – ausserdem kann man dann besser die Sparkasse und e-on als Sponsor ins Boot holen *augenverdreh*

    Wie gut, dass ich nicht da wech komme sondern etwas weiter nördlich :-)

  12. Hallo,
    als neuer (Erstsemester-)Student in Bielefeld muss ich einfach auf Olaf B.s Kommentar reagieren: An der Fachhochschule sind in den letzten Jahren viele gute Arbeiten entstanden! Auch wenn sich über sowas streiten lässt, erwähne ich hier der Einfachheit halber mal die diversen red dots, Schönsten deutschen Bücher, Output Awards, Fotobuchpreise, TDC Awards, die die FH-Studenten gewonnen haben. Im letzten Jahr wurden z.B. 4 studentische Plakate bei den 100 besten Plakaten ausgewählt und 5 ADC-Auszeichnungen vergeben. Warum dies niemand von außerhalb mitbekommt, weiß ich allerdings auch nicht … ;)

    Und Tobias (18): Ich gebe Dir vollkommen Recht!!

  13. @Georg:

    Genau das meine ich doch!

    Eine Stadt die sehr respektable Gestalter hervorbringt sollte sich auch damit schmücken. Stattdessen wird wieder einmal irgendwas beliebiges und halbgares unters Volk geschmissen… wie soll den Da die Welt erfahren das OWL noch was anderes zu bieten hat als eigenbrötlerische Eingeborene :-) Es fehlt hier einfach allzuoft das Gespür für gute Kommunikation – kein Wunder das es die Guten in andere große Städte treibt und auch in dem Bereich irgendwie der Eindruck entsteht das es BI eigentlich garnicht gibt…

  14. Ich als Bielefelder ….

    bin enttäuscht, die Bildmarke gefällt aber die Schrift dazu mag mir gar nicht gefallen. Auch die Website finde ich schlimm – daraus hätte man sehr viel mehr herausholen können.

    Sieht für mich ein wenig so aus wie: “Hups nächstes Jahr haben wir ja unser 800 jähriges Jubiläum, mist ganz vergessen. Lass mal schnell was kreieren.”

  15. Ich wundere mich etwas über die harsche Kritik! Ich finde dieses 800 Jahre Zeichen wunderbar, im Detail muss man natürlich die Rottöne und die noch etwas unausgegorene Platzierung der Typo (Besonders das “Jahre”) anmerken, aber insgesamt ist das doch mal ein echtes Highlight.

    Den zur 800 aufgeringelten Bindfaden finde ich konzeptionell und optisch perfekt, auch in der Reduktion (Hat hier jemand ernsthaft gefordert den Faden “plastischer” darzustellen?) – auf der Webseite hätte man daraus sicher mehr machen können, aber das steht hier ja nicht zur Debatte. Und als nicht-Bielefelder störe ich mich nicht im geringsten an dem Claim, die Netz-Legende kenne ich zwar, aber trotzdem denke ich der Spruch funktioniert auch ohne diese ganz gut – freilich liest sich das alberner als man es von der Aussendarstellung von Städten gewohnt ist, aber muss es denn immer bierernst und dröge zugehen? Insbesondere wo es sich hier doch um eine zeitlich begrenzte und grundsätzlich eher “unwichtige” Kampagne handelt?

    Von mir bekommt Bielefeld dafür beide Daumen hoch! :-)!

  16. Es tut mir leid, aber für mich siehts “dahingeklatsch” aus.

    Verschiedene Rottöne, eine Vielzahl an Schriftschnitten und -größen, und einen Claim,
    den auch der Roller Einrichtungsmarkt in seiner Radiowerbung wirkt auf mich nicht wirklich
    souverän. Hier gehts ja nicht um irgendeine WItzveranstaltung.

    Dass einem in einem “Ideenlabor” nichts anderes eingefallen ist, außer sich selbst mit einer abgedroschenen Geschichte auf den Arm zu nehmen, ist schon ein bissel traurig.

    Mich würden mal die anderen Entwürfe interessieren und wer dieses “Logo” abgesegnet hat.

  17. Aber was ist an einem 800 Geburtstag einer deutschen Stadt soooo wichtig? Ist das letztendlich nicht nur ein ganz klein wenig mehr als ein “Witzveranstaltung”? Ein Fest für die Bürger dieser Stadt mit doch eher mässiger Aussenwirkung auf Tourismus und Industrie.

    Vielleicht muss man sich mal von dem Netz-Witz lösen – das kleine Bielefeld – 800 Jahre alt! – gibts doch gar nicht! Ich finde das sympathisch!
    Was wäre hier losgewesen wenn sich irgendeine Marketingagentur einen Claim ausgedacht hätte der wieder einmal niemanden wehtut und nichts aussagt?

  18. Um es vorsichtig zu sagen: Das Logo wirkt noch nicht fertig:

    1.
    Der Lesefluss stockt, ist zu optimieren:
    800, Bielefeld, und erst dann: Jahre?

    Liegt wohl daran, dass „Jahre” zu klein typografiert und dazu in diesem „Bielefeld“-Font ist. Es müsste aber größer sein und formal in irgendeiner Form den weicheren Duktus der Fadenschrift von „800“ aufnehmen, damit man liest: 800, Jahre.

    2.
    Der gewählte Font für „Bielefeld“ et al. ist zu dröge, altmodisch und entspricht nicht dem insgesamt frechen bis albernen Approach.

    3.
    Gute Claims sind rar. Bei Stadtmarketinglogos sind sie noch rarer.
    Abhilfe kann nur ein sehr guter Texter schafffen, der noch nicht komplett weder von den Stadtmarketing-Typen des Auftraggebers noch von den eigenen Leuten der Agentur vereinnahmt wurde, sondern sich etwas traut.
    Solche Texter sind noch rarer.

    Freuen wir uns dann, dass sie nicht „Innovation aus Tradition“ oder ähnlichen Dröge-Schmarrn genommen haben, sondern wenigstens einen halb-lustigen Schmarrn.

    (Auch wenn man ihn nicht mehr hören kann. Die Schwaben reiten ja auch darauf herum, dass sie kein Deutsch können, das hat einen ähnlichen Bart …)

    Ansonsten: Scheint nur ein Aktionslogo zu sein, welches von Anfang an nicht als in Stein gemeißelt gedacht sein kann. Würde von daher den Ball flach halten.

  19. Zu Olaf (28) kann ich nur traurig zustimmend annehmen, dass es zwar eine Menge guter Gestalter in Bielefeld gibt, die aber natürlich nicht alle in diversen Marketing Clubs mit den Entscheidern verbändelt sind. Die “alten Bekannten” sind nicht so frisch und gut, aber eben alteingesessen und per Du mit allen anderen. So werden da ja Entscheidungen eher getroffen .. wie meist überall anders auch.

    Die Idee ist gut, qualitativ finde ich es aber schlecht umgesetzt, wäre an der FH locker durch die Prüfung gerasselt, denn die Typo ist ein Graus!

  20. Axel,
    das angesprochene Verbandelungs-Problem gibt es in jeder Stadt, nicht nur in Bielefeld. Würde z.B. München auch darunter einreihen.

    Die guten Gestalter sollten sich dann eben mehr aus ihrem Atelier hinaus bewegen, wenn sie etwas bewegen wollen.

    Was aber auch sein kann:
    Um das Kreieren von Stadtmarketinglogos prügelt sich mancher nicht so gern. Denn das bedeutet: endlose Gespräche mit Gremien, Befriedigung von Seilschaften, endlose Geduld und Diplomatie bis zum Stehkragen.

    Scharfdenker, Ungeduldige, Leute, die etwas bewegen wollen, haben das oft nicht so im Übermaß.
    :-)

  21. @Olaf B. :

    Das Problem ist nicht, dass wir in Bielefeld nicht gute Agenturen und Designer hätten. Ok, wir sind vielleicht nicht dafür bekannt, aber es ist so. Wer sich ein wenig mit Bielefeld auskennt oder hier her kommt, der weiß, wie sich hier alles hin- und zugeschoben wird … ARMinia lässt grüßen!

    “Bei dem Slogan „800 Jahre Bielefeld – Das gibts doch gar nicht” wird das „gibts doch” gestalterisch hervorgehoben.” (Auszug aus der Pressemitteilung)
    Gestalterisch hervorgehoben? Ahja?!

    800 Jahre Geschichte und Tradition werden nun durch einen lächerlichen Scherz aus den Anfängen des Internets vertreten. Imposant!

  22. Leute, Leute, Leute…

    «Das gibt’s doch gar nicht» soll eine Doppeldeutigkeit sein, ein Wortspiel. In erster Linie soll es Unfassbarkeit ausdrücken, im Sinne von: «Was? Bielefeld schon 800 Jahre alt? Das gibt’s doch gar nicht!». Und in zweiter Linie soll auf den Bielefeld-Gag aufmerksam gemacht werden. Von daher finde ich die Idee sehr gut! Denn auch die, die den Gag nicht kennen, werden es nach erster Linie verstehen.

    Satztechnik und Bildmarke finde ich auch nicht gut und sollte überarbeitet werden (evtl. auch mehr Kontraste).

    Edit: Würden sie nur auf den Gag anspielen, dann hätten sie «Das» gestrichen.

  23. Generell finde ich das Logo recht gut und die Verbindung von Leinen-Faden mit der Jahreszahl (entspricht der Entstehungsgeschichte) mit dem Bielefeld-Phänomen ganz witzig. Allerdings wenn die Bielefelder das selbst schon nicht mehr hören oder sehen können, ist die Frage, ob das dann so gut gewählt ist.

    Vielleicht würde der Slogan bei einem Tourismus-Logo für Bielefeld besser passen, denn da ist der Slogan nicht ausgelutscht und der es nicht kennt, denkt drüber nach oder recherchiert. Das mit den 2 verschiedenen Rottönen finde ich schlecht, da man den Eindruck hat, es handle sich um einen Fehler. Der Unterschied ist so gering, dass es weder motiviert noch gewollt – sondern mehr als “aus Versehen” wirkt.

    Hier meine Verbesserungsvorschläge:
    • 2. Farbe im Logo verwenden, das würde mehr Kontrast erzeugen (z.B. Bielefeld in Schwarz oder Dunkelgrau) – oder wenn alles rot sein muss, dann ein einheitliches Rot

    • “Jahre” näher an 800 und “Bielefeld” heranrücken, dass das mehr eine Einheit wird

    • einheitlichere Typografie verwenden (Jahre, gibt’s, etc.…), Spationierung verbessern

    • gibt’s würde ich schon mit Apostroph schreiben, auch wenn es so richtig ist, die Lesbarkeit fände ich so besser

    • Verneinungen wie “Nicht” verwende in Headlines NICHT” ☺ Warum kann der Slogan nicht “BIELEFELD … gibt’s doch!” heißen? Das wäre 1.) weit positiver 2.) auch witzig, weil es auch auf die Verschwörungstheorie anspielt und 3.) die Leute, die das Bielefeld-Phänomen nicht kennen, wundern sich vielleicht auch ein bisschen weniger.

    JA – DANN fände ich es (aus meiner Sicht) perfekt!!! ☺

  24. Also ich als Künstler muss es mal sagen: Das Logo ist eine gestalterische Meisterleistung. Wenn man es sich genauer anschaut, ist nichts ohne Grund so angeordnet worden. Die Jahreszahlen sind dezent vorhanden, damit man weiß, in welchem Jahr das Jubiläum ist. Sie geben die passende Info ohne den Fokus zu stören.
    Der Fokus ist natürlich die wunderbare Zahl 800 aus dem Faden. Soviel Spiel & Spaß mit einer Mischung von ungebremster Freude an der Form der Zahl ist eine visuell unverkrampfte Befreiung von Bielefelds drögem Image.

    Das “Jahre” soll dort schlecht stehen? Ganz im Gegenteil. Dort ist es perfekt. Weiter weg wäre es verloren, näher dran wäre es zu stark geclustert. Das Wort “Bielefeld” ist in einer soliden Typo mit passender Laufweite gesetzt. Gut lesbar und durch ihre steifen Linien ist sie ein toller Kontrast zu der “800”.
    Die Wahl des Claims finde ich passend und mehr als doppel- oder dreideutig. Ich sehe schon viele Wortspiele auf den Bielefelder Plakaten. Auch den roten Faden kann ich quasi schon in ganz Bielefeld in der Innenstadt an den Schaufenstern sehen. Das ganze Konzept mit dem Faden wird eine tolle Kampagne werden.

  25. Würde man “Jahre” (und die beiden Jahreszahlen) weglassen, bliebe das Logo weiterhin schlüssig. Gerade für “Jahre” drängt sich auch keine zwingende Position auf.
    Auf der dazugehörigen Jubiläumshomepage deutet sich übrigens schon an, dass der sprichwörtliche “rote Faden” wohl ein wichtiges Stilmittel der Kampagne werden soll. Auch der Claim lässt sich sicherlich noch mit Inhalt füllen. Eine Wortbildmarke ist die eine Sache, wie sie sich in ein Gesamtkonzept einfügt eine andere.
    Interessant fänd ich die Frage, ob BIELEFELD in dieser Typographie künftig zur dauerhaften Wortemarke der Stadt wird. Das bisherige Logo der Stadt ist ja sicherlich nicht der Grund, wieso die Homepage es beim Test von Designtagebuch immerhin ins Mittelfeld geschafft hat.

  26. Auweh, ist das ein Logo oder eine 08/15 Anzeige? Soviele unterschiedliche Schriftgrößen und noch das horizontal skalierte (+gefette) “gibts doch” … schwer peinich! Frag mich immer, wie Kunden so etwas amateurhaftes kaufen? …

  27. Also eins muss man wohl sagen. Dieses Logo hat ein Verfallsdatum! Das dürfte in ca. einem Jahr sein und zwar ganz automatisch. Deswegen muss es ja auch nicht in “Stein gemeisselt” werden können.

    Und der Claim? Fällt in einem Jahr sicher auch mit hinten runter. Insofern ist der kurzweilige Bezug auf den Internetwitz auch okay.

    Wenn das ganze die nächsten 10 Jahre durchhalten müsste hätte ich auch ein paar Anmerkungen. so finde ich es aber wenigstens ambitioniert.

  28. Erscheinungsbilder für Stadtjubiläen sind ja generell zeitlich limitiert. Daher können auch mal Dinge gewagt werden, die dann eher ungewöhnlich erscheinen.

    Aus eigener Erfahrung (http://www.designbote.com/7607/100-jahre-wyk-auf-foehr) kann ich allerdings sagen, dass es einem die Gremien, in denen auf kommunaler Eben über Gestaltung gesprochen und entschieden wird, nicht gerade leicht machen. Kompromisse sind an der Tagesordnung. Konzepte oder Strategien sind oft nur schwer zu vermitteln. Da sich solche Gremien in aller Regel aus kreativen Laien zusammensetzen, ist es ganz besonders schwer. Da werden Fragen nach Kosten oder Eigennutz sehr viel wichtiger als das eigentliche Thema.

    Insofern kann man in dem vorliegenden Entwurf für das Bielefelder Jubiläum einige Kompromisse entdecken und das gestalterische Ungleichgewicht bekommt eine andere inhaltliche Dimension.

    Viele Grüße aus der Nordsee!

  29. Nachdem ich schon in einigen Städten gelebt habe und wirklich JEDES MAL dieser Spruch kam, wenn ich sagte ich käme aus der Nähe von Bielefeld muss ich sagen: Ja, diese Bielefeld-Verschwörung ist sehr bekannt!
    Ich finds (oder heisst es find´s?) gut.

  30. Ich finde die Idee mit dem roten Faden sehr gelungen und auf den Punkt gebracht! Jede Geschichte hat einen roten Faden – auch eine Stadtgeschichte! Die 800 ist auch sehr schön umgesetzt, dennoch hat das meiner Meinung nach für ein einprägsames Signet zu viele Ecken und Kanten. Die Gesamtform ist undefinierbar und wirkt mit seiner Mischung aus Rechtsbündigkeit und Mittelachsensatz etwas unharmonisch. Zu viel Kleinteiligkeit nehmen dieser Gestaltung den Logocharakter. Könnte eher ein Plakat sein.
    Eine “bold extended” in eine “regular” zu setzen grenzt für mich auch schon an ein typographisches Verbrechen… “aber die Idee ist gut” ; )

  31. Da der Stadt Bielefeld sich in Sachen Sozialen Medien auf die gleiche Entwicklungsstufe befindet wie einen dritte Welt land, habe ich es eigentlich nicht anderes erwartet, man hätte auch mal mit die soziale Medien fragen was die Bielefelder davon halten, weil auch ich den Bielefeld gibt es gar nicht müll wirklich nicht mehr hören kann, das die Stadt das jetzt auch noch mit im Kampagne integriert ist nicht sehr hilfreich

  32. Bei dieser “Logogestaltung” sollte man nicht vergessen, dass es sehr stark historisierende Entscheider in Bielefelder Gremien gibt. Bielefeld hat wie so viele Städte das Problem, dass einflussreiche Mitbürger sich im Vergangenen am wohlsten fühlen. Daher die Fäden-Assoziation.
    Darüber hinaus sind viele Bielefelder auch eher untrainiert in kommunikativen Belangen. (Selbstverständlich würden sie diese Unterstellung weit von sich weisen.)
    Unterm Strich kommt dann eben so etwas kleinteiliges dabei raus. (Der wesentlich deprimierendere Aspekt an der Geschichte ist, dass nahezu sämtliche “Werbemaßnahmen” sich wiederum nach innen richten. Auch das hat allerdings Tradition.)

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