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54 Kommentare

  1. Also ich als Künstler muss es mal sagen: Das Logo ist eine gestalterische Meisterleistung. Wenn man es sich genauer anschaut, ist nichts ohne Grund so angeordnet worden. Die Jahreszahlen sind dezent vorhanden, damit man weiß, in welchem Jahr das Jubiläum ist. Sie geben die passende Info ohne den Fokus zu stören.
    Der Fokus ist natürlich die wunderbare Zahl 800 aus dem Faden. Soviel Spiel & Spaß mit einer Mischung von ungebremster Freude an der Form der Zahl ist eine visuell unverkrampfte Befreiung von Bielefelds drögem Image.

    Das “Jahre” soll dort schlecht stehen? Ganz im Gegenteil. Dort ist es perfekt. Weiter weg wäre es verloren, näher dran wäre es zu stark geclustert. Das Wort “Bielefeld” ist in einer soliden Typo mit passender Laufweite gesetzt. Gut lesbar und durch ihre steifen Linien ist sie ein toller Kontrast zu der “800″.
    Die Wahl des Claims finde ich passend und mehr als doppel- oder dreideutig. Ich sehe schon viele Wortspiele auf den Bielefelder Plakaten. Auch den roten Faden kann ich quasi schon in ganz Bielefeld in der Innenstadt an den Schaufenstern sehen. Das ganze Konzept mit dem Faden wird eine tolle Kampagne werden.

  2. Würde man “Jahre” (und die beiden Jahreszahlen) weglassen, bliebe das Logo weiterhin schlüssig. Gerade für “Jahre” drängt sich auch keine zwingende Position auf.
    Auf der dazugehörigen Jubiläumshomepage deutet sich übrigens schon an, dass der sprichwörtliche “rote Faden” wohl ein wichtiges Stilmittel der Kampagne werden soll. Auch der Claim lässt sich sicherlich noch mit Inhalt füllen. Eine Wortbildmarke ist die eine Sache, wie sie sich in ein Gesamtkonzept einfügt eine andere.
    Interessant fänd ich die Frage, ob BIELEFELD in dieser Typographie künftig zur dauerhaften Wortemarke der Stadt wird. Das bisherige Logo der Stadt ist ja sicherlich nicht der Grund, wieso die Homepage es beim Test von Designtagebuch immerhin ins Mittelfeld geschafft hat.

  3. Auweh, ist das ein Logo oder eine 08/15 Anzeige? Soviele unterschiedliche Schriftgrößen und noch das horizontal skalierte (+gefette) “gibts doch” … schwer peinich! Frag mich immer, wie Kunden so etwas amateurhaftes kaufen? …

  4. Also eins muss man wohl sagen. Dieses Logo hat ein Verfallsdatum! Das dürfte in ca. einem Jahr sein und zwar ganz automatisch. Deswegen muss es ja auch nicht in “Stein gemeisselt” werden können.

    Und der Claim? Fällt in einem Jahr sicher auch mit hinten runter. Insofern ist der kurzweilige Bezug auf den Internetwitz auch okay.

    Wenn das ganze die nächsten 10 Jahre durchhalten müsste hätte ich auch ein paar Anmerkungen. so finde ich es aber wenigstens ambitioniert.

  5. Erscheinungsbilder für Stadtjubiläen sind ja generell zeitlich limitiert. Daher können auch mal Dinge gewagt werden, die dann eher ungewöhnlich erscheinen.

    Aus eigener Erfahrung (http://www.designbote.com/7607/100-jahre-wyk-auf-foehr) kann ich allerdings sagen, dass es einem die Gremien, in denen auf kommunaler Eben über Gestaltung gesprochen und entschieden wird, nicht gerade leicht machen. Kompromisse sind an der Tagesordnung. Konzepte oder Strategien sind oft nur schwer zu vermitteln. Da sich solche Gremien in aller Regel aus kreativen Laien zusammensetzen, ist es ganz besonders schwer. Da werden Fragen nach Kosten oder Eigennutz sehr viel wichtiger als das eigentliche Thema.

    Insofern kann man in dem vorliegenden Entwurf für das Bielefelder Jubiläum einige Kompromisse entdecken und das gestalterische Ungleichgewicht bekommt eine andere inhaltliche Dimension.

    Viele Grüße aus der Nordsee!

  6. Nachdem ich schon in einigen Städten gelebt habe und wirklich JEDES MAL dieser Spruch kam, wenn ich sagte ich käme aus der Nähe von Bielefeld muss ich sagen: Ja, diese Bielefeld-Verschwörung ist sehr bekannt!
    Ich finds (oder heisst es find´s?) gut.

  7. Ich finde die Idee mit dem roten Faden sehr gelungen und auf den Punkt gebracht! Jede Geschichte hat einen roten Faden – auch eine Stadtgeschichte! Die 800 ist auch sehr schön umgesetzt, dennoch hat das meiner Meinung nach für ein einprägsames Signet zu viele Ecken und Kanten. Die Gesamtform ist undefinierbar und wirkt mit seiner Mischung aus Rechtsbündigkeit und Mittelachsensatz etwas unharmonisch. Zu viel Kleinteiligkeit nehmen dieser Gestaltung den Logocharakter. Könnte eher ein Plakat sein.
    Eine “bold extended” in eine “regular” zu setzen grenzt für mich auch schon an ein typographisches Verbrechen… “aber die Idee ist gut” ; )

  8. Da der Stadt Bielefeld sich in Sachen Sozialen Medien auf die gleiche Entwicklungsstufe befindet wie einen dritte Welt land, habe ich es eigentlich nicht anderes erwartet, man hätte auch mal mit die soziale Medien fragen was die Bielefelder davon halten, weil auch ich den Bielefeld gibt es gar nicht müll wirklich nicht mehr hören kann, das die Stadt das jetzt auch noch mit im Kampagne integriert ist nicht sehr hilfreich

  9. Bei dieser “Logogestaltung” sollte man nicht vergessen, dass es sehr stark historisierende Entscheider in Bielefelder Gremien gibt. Bielefeld hat wie so viele Städte das Problem, dass einflussreiche Mitbürger sich im Vergangenen am wohlsten fühlen. Daher die Fäden-Assoziation.
    Darüber hinaus sind viele Bielefelder auch eher untrainiert in kommunikativen Belangen. (Selbstverständlich würden sie diese Unterstellung weit von sich weisen.)
    Unterm Strich kommt dann eben so etwas kleinteiliges dabei raus. (Der wesentlich deprimierendere Aspekt an der Geschichte ist, dass nahezu sämtliche “Werbemaßnahmen” sich wiederum nach innen richten. Auch das hat allerdings Tradition.)

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