BACARDI – ALWAYS FREE

BACARDI mit neuem Markenauftritt

BACARDI – ALWAYS FREE

Bacardi, eine der meistverkauften Spirituosenmarken der Welt, legt sich einen neuen Markenauftritt zu. Anlässlich einer weltweiten Kampagne, die heute zunächst in den Vereinigten Staaten, Mexiko, Australien und Indien unter dem Titel „UNTAMEABLE“ (unzähmbar) Premiere feiert, erhält die Rum-Marke zudem ein neues Markenzeichen.

Ziel der Kampagne ist es, so die Pressemeldung, den Ursprung der Marke stärker als bislang in den Mittelpunkt zu stellen. „Diese Idee durchdringt die Marke BACARDÍ, die dank ihrer Geschichte Authentizität besitzt. Die Kampagne zelebriert die unglaubliche Qualität und Handwerkskunst, die eine universale, klangvolle Markenidentität verkörpern.“

So wurde etwa auch ein neues, handgezeichnetes Markenzeichen entwickelt, das sich an frühere Versionen aus den 1930er Jahren anlehnt. Die Fledermaus nimmt nun, inspiriert von kubanischem Art Deco, naturalistische Züge an.

Ein Redesign, das sowohl vor dem Hintergrund zunehmender Vereinfachung von Markenzeichen (siehe Starbucks u.v.a.), wie auch in Bezug auf die Evolution des Bacardi-Markenzeichens selbst überraschend kommt. Ein Marke, so der Eindruck, die offenbar den Trend hin zur vereinfachten Formgebung nicht mitgehen will. Der warme Goldton – eine Anspielung auf die Farbe des Rums – verschwindet, die Typographie hingegen spielt eine deutlich stärkere Rolle als bislang, fortan mittels serifenloser Schrift.

Verantwortlich für den neuen Markenauftritt zeichnet BETC London.
Herzlichen Dank an Flo für den Hinweis. Auch Horizont.net berichtet.

Das neue Markenlogo

BACARDI Logo

Evolution des Bacardi-Markenzeichens

BACARDI Evolution

Werbespot: Untameable

Anzeigen der Untameable-Kampagne

21 Kommentare zu “BACARDI mit neuem Markenauftritt

  1. Die Annäherung an das traditionellere Logo von 1931 ist angesichts des Fledermaus-Motivs offensichtlich. Schade eigentlich. Die stilisierte Form hat mir besser gefallen. Wirkte nicht nur moderner, sondern auch freundlicher.

  2. Hm, wenn die auf die Ursprünge verweisen wollen und das „since 1862“ groß hervorheben, wieso passen sie ihr Logo dann auf die 1930er Jahre und Art Deco an?

  3. Sehr mutig und sehr gut. Bacardi hat sich über die Jahre zu einer charakterlosen Spirituose entwickelt, die höchstens noch bei komasaufenden Jugendlichen angesagt war – und genau dafür stand das alte Logo. Der neue Auftritt suggeriert viel mehr Qualität, Genuss und vor allem Eier.

  4. Ich verfolge Bacardi seit wirklich vielen Jahren. Zum Ende meiner Pubertät war ich sogar richtiger Bacardi-„Fan“. Ich war schon immer Anhänger der Fledermaus (ja, der kleine Batman-Subtext ist durchaus gewollt) und habe damals wirklich alles gesammelt, was man so erstehen konnte (nicht nur die Produktzugaben der Flaschen): Gläser, alles mögliche an Cocktail-Zubehör, Eiskübel, etc pp. Und gerade deswegen habe ich auch leider mit ansehen müssen zu welch einer generischen Party-Marke Bacardi immer mehr verkam.

    Und nun dieser aussergewöhnliche und höchst mutige Schritt: Großartig! In Zeiten des Minimalismus in allen Riegen der Markenkommunikation, bin ich wirklich erstaunt, dass Bacardi diesen Weg einschlägt und zurück zu den Wurzeln gelangen möchte. Erwartet hätte ich in der heutigen Zeit eher einen solchen Schritt:

    Durch den modernen und typografisch sehr ansehnlichen weiteren Auftritt in der Kommunikation, schaffen sie es dem eher angestaubt wirkenden neue Logo gleich einen gewissen Charme zu verleihen. Dadurch glaube ich auch nicht, dass sie bei der jüngeren Zielgruppe an „Coolness“ einbüssen werden. Einzig mit der Wortmarke kann ich mich noch nicht ganz anfreunden. Der Verzicht auf Serifen sorgt in meinen Augen für den Verlust eines gewissen Stils. Bei Bacardi stand aber schon immer die Bildmarke äußerst im Vordergrund und sticht im Kontext gesehen nun noch einmal extra hervor. Darüber hinaus bin ich äußerst neugierig, wie die nun folgenden Flaschen aussehen werden.
    Ich ziehe meinen Hut vor soviel Furchtlosigkeit. Ob ich wieder anfangen sollte zu sammeln…?

  5. So furchtbar mutig finde ich das ganze jetzt auch nicht. Neben der Simplifizierung ist ein weiterer Trend, den mittlerweile viele Marken aufgegriffen haben, Retro. Oftmals zwar nur für einen begrenzten Zeitraum (z.B. Beck’s oder Raider). Meiner Meinung nach ist Bacardí lediglich diesem gefolgt, weder innovativ noch mutig sondern eher ‚hip‘. Persönlich gefallen tut es mit jedoch schon ;-)

  6. Hallo Alex, diese Retro-Anspielungen waren – wie du schon selbst schreibst – zeitlich begrenzte Kampagnen. Mir fällt aus dem Stand keine Marke ein, die mit ihrer Wortmarke langfristig so weit in die Vergangenheit gereist ist. Dir?

  7. Die Fledermaus gefällt mir sehr gut, das hat was von „Liebe zum Detail“, nicht so wie die ganzen „platten“ (minimalistischen) Logos, die seit neustem von allen angestrebt werden.
    Den Schriftzug hingegen finde ich nicht sonderlich gelungen, der sieht um das mittlere A herum zerfleddert aus. Die Assoziation mit dem í als Zigarette hingegen ist wieder niedlich. ;)

  8. Die Bleistiftzeichnung mag vielleicht etwas wertiger und vor allem traditionsreicher daherkommen, aber in Hinblick auf die Wirksamkeit finde ich das neue Zeichen deutlich schlechter. Die Skalierbarkeit war vorher besser, und gerade die Einfachheit zeichnet die Funktionstüchtigkeit eines Logos doch aus. Ich hätte so einen Stil eher für eine Kampagne o.ä. aufgehoben – als permanentes Signet finde ich es zu fragil und wenig präsent. Meine fünf Cent hierzu …

  9. Da wollte man gerne wieder back to the roots. Der Trend ist sicher da, nur was man auf dem Hinweg noch an Zwischenstufen hatte ist auf dem Rückweg ein tiefer Einschnitt. Die intuitive Wiedererkennung ist abgerissen. Das Markensymbol ist verschwunden. Nicht nur die filigrane Grafik auch das fehlende Gold macht es den Betrachter schwer, die Marke wieder zufinden.
    Na ja, nix was man mit ein paar Extra-Millionen im Werbeetat nicht wieder grade ziehen könnte….

  10. Dass es sich bei dem hinteren i um ein í handelte, war mir noch nie aufgefallen. Ich dachte immer, der dreieckige I-Punkt wäre ein typografischer Gag.
    Durch die neue Schriftart fällt dieses kleine Detail dem internationalen Kunden vermutlich erstmalig auf.

  11. @Timo
    Also wenn man, und das tue ich zumindest, das neue Lucky Strike Design als Hommage an alte Zeiten ansieht, dann ja, fällt mir eben Lucky Strike ein:
    http://www.designtagebuch.de/lucky-strike-startet-neue-kampagne/packungsevolution-lucky-strike/

    Daher ist der Gegentrend zur neuen Einfachheit, die Besinnung auf alte Tage. Dass es dazwischen noch mannigfaltige Lösungen gäbe, zählt aktuell wohl selten …

    Zurück zu BACARDÍ – das Vorhaben geht dahingehend auf, dass man ja wieder präsenter, „wilder“ eben ungezähmter werden möchte. Der visuelle Auftritt und vor allem der Spot vermitteln das ganz gut, daher passt auch diese Rückbesinnung. Der Schriftzug ist nunmehr auch weniger Deko sondern klares Statement. Einzig das „Fledermäuschen“ ist mir persönlich ein wenig zu niedlich. Klar – ein schmaler Grat zwischen Tradition und Vampirgeschichten, aber die dürfte ruhig ein wenig mehr „Untameable“ sein …

  12. Ich finde es passt. Als ich die Anzeige und das Logo gesehen hab kam es mir sofort vertraut vor. Und das ist ja das Ziel hinter der ganzen Geschichte.

  13. Was solls. Der Zeitlinie nach zu urteilen kommt das nächste Redesign in 3-5 Jahren, während die Logos zuvor 10 bis 40 Jahre überstanden haben.

    Irrsinn.

  14. Am bisherigen Logo fande ich die Abstraktion schön und es wirkte insgesamt freundlicher.
    Die neue Fledermaus im Logo wirkt auf mich dagegen eher eingestaubt.
    Im bisherigen Logo wirkt die Fledermaus aufstrebend, selbstsicher (Stolz geschwellte Brust z.B.), die neue Fledermaus sieht aus, als hätte ein Forscher sie wie einen Schmetterling mit zwei Nägeln an der Wand befestigt…
    Schaut jetzt aus wie eine Anatomiezeichnung aus Grays Anatomy (ja, Gray mit „a“).

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