Aus „Hogeschool voor de Kunsten Utrecht“ wird „HKU“

Die Kunsthochschule Utrecht, Hogeschool voor de Kunsten Utrecht (HKU), führt zum 01. Januar 2013 eine neue visuelle Identität ein. Die Kunsthochschule Utrecht zählt mit ca. 3.900 Studenten zu den größten Einrichtungen ihrer Art, nicht nur in den Niederlanden, sondern in ganz Europa. Das Redesign geht einher mit einer neuen Namensgebung. Zukünftig wird das Akronym „HKU“ stärker noch als bislang in den Mittelpunkt rücken.

Erstmals nach 25 Jahren bekommt die Hochschule ein neues Logo. Grundlage für das neue Hochschullogo liefert ein Raster, der sinnbildlich auch für die von der Hochschule verfolgte Vernetzung unterschiedlicher Kunst- und Gestaltungsdisziplinen stehe, so ist dem Video zu entnehmen, in dem das neue Logo vorgestellt wird (siehe unten). Mit Hilfe des Rasters lassen sich nahezu unendlich viele Variationen für die neue Wortmarke gestalten.

Verantwortlich für das Redesign zeichnet die Agentur thonik aus Amsterdam.

Neues HKU-Logo

Thonik for HKU von thonik auf Vimeo.

19 Kommentare zu “Aus „Hogeschool voor de Kunsten Utrecht“ wird „HKU“

  1. Mutig!

    Im Grunde genommen haben die sich ja gar nicht EIN neues Logo zugelegt, sondern „nur“ ein Raster. (…mit dem sie aber einen Baukasten für nahezu unendlich viele Logoversionen bekommen haben!).

    Man kann nur hoffen, dass sie sich bei so vielen Variationsmöglichkeiten nicht verzetteln…

    Auf jeden Fall erzeugt das Raster eine außergewöhnliche Optik und damit sehr hohen Wiedererkennunsgwert! Wie gesagt: anders, flexibel, mutig!

  2. Erinnert in seinem Raster und seiner Rohheit an Fischertechnik oder den Metallbaukasten von Märklin. http://www.metallbaukasten.de/
    Unfertig und simpel, man möchte direkt damit spielen. Eine einzige große Aufforderung zur Gestaltung.

    Gut getroffen für eine Designhochschule, wie ich finde!

  3. Aus Holland bin ich in der Regel innovativeres gewohnt, dieser Entwurf ist vergleichsweise bieder aber nicht uninteressant. In manchen Szenen des Trailers blitzen hervorragende Kompositionen auf, darum kann man durchaus auf das Erscheinungsbild gespannt sein. Holländisches Design mag in manchen Fällen ein wenig „roh“ wirken, dadurch bekommt es aber oft im selben Zuge etwas sehr warmes und ehrliches. Ich habe bei holländischem Design das Gefühl das eher etwas freigelegt als kaschiert wird, das schmeckt mir. In Fall der HKU ist das, denke ich, im Prinzip auch gut gelungen.

  4. Im Grunde begrüße ich Logos auf Basis eines Rasters, das ist aber rein subjektiv und geht auf meinen eigenen Geschmack zurück. Eine so technisch anmutende Wort-/Bildmarke für eine Kunst-/Gestaltungshochschule? Das lässt sich mMn. schwer begründen. Die Forme erinnern zu sehr an Schrauben oder Muttern. Die Farben sind stark konservativ behaftet. Industrielle Anmutung für eine Schule die kreative Menschen formt? Ob das der richtige Schritt in die Zukunft ist?

    Gestalterisch fragwürdige Arbeit, absolut.

    – n

  5. Marc, was die technische Anmutung betrifft, stimme ich Dir zu. Anders als Du würde ich dies allerdings nicht negativ bewerten. Ist denn nicht gerade eine Gestaltungseinrichtung wie diese, ein Ort, an dem auch und vor allem experimentiert wird? Eine Art Gestaltungswerkstatt? Wo, wenn nicht an einer Gestaltungshochschule ist das hemmungslose Auseinandernehmen jeglicher Konvention erlaubt, um diese zu etwas Neuem wieder zusammenzusetzen? Ich halte sowohl das generelle auf einem Raster beruhende Konzept wie auch die bislang entstandenen Lösungen für sehr passend. Auch aus ästhetischen Gesichtspunkten könnte das gut ausgehen. Warten wir doch mal ab. Bislang ist außer dem Logo und dem Video ja noch nicht viel zu sehen. Der Qualitätsunterschied zwischen vorher und nachher ist allerdings jetzt schon sichtbar.

  6. also ich finds spannend. die variablen möglichkeiten in dem gegebenen raster können meiner meinung nach wirklich interessante ergebnisse hervorbringen… mich stört bloß, dass die typo in der verkleinerung mit den 45° winkeln an den enden eher als unschöne rundungen wirken. ist aber wohl auch geschmackssache.

  7. Lieber Achim,

    ich denke es sind momentan nur die Formen, die mit exakt diesem Raster entstehen können und auch in den ersten Anwendungsbeispielen gezeigt werden, die Assoziationen zu metallverarbeitenden Bereichen hervorrufen. Kreise die zentriert in 6 oder 8 Ecken auftauchen sind eben 2-dimensional abgebildet die piktogrammhafte Erscheinung von Muttern. Die Idee, der „Gestaltungswerkstatt“ und die damit verbundene forcierung der handwerklichen Seite unseres Berufes finde ich ebenso wie du super – zumal ich selber mehr oder weniger ein „Systemgestalter“ bin.

    Vielleicht kann man aus dem Raster ja noch mehr raus holen als bisher gezeigt, vielseitig ist es ja in jedem Fall. Trotzdem hätte der gute Gedanke des Raster mMn. auch grundsätzlich anderst umgesetzt werden können, nämlich indem durch die entstehenden Formen auch noch Andere Aspekte unseres Fachbereiches kommuniziert werden.

    In diesem Sinne,
    frohes Fest.

    – n

  8. das Logo, besonders in seiner bewegten Form inspiriert mich – ein offener Gestaltungsraum…
    Peter Köller sagt es so: Ein »konstruiertes« Logo für die, die lernen, wie man Gestaltung »konstruiert«.

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