Aspria Logo

Aspria verliert Ursprungslogo, und damit auch an Wiedererkennung

Aspria Logo
Aspria wurde 2000 als exklusiver Spa- und Sport-Club gegründet und ist in Deutschland in Hannover, Hamburg und Berlin sowie in Belgien und Italien mit entsprechenden Fitness- und Wellness-Angeboten vertreten. Die mit Firmengründung eingeführte durchaus prägnante Wortbildmarke wurde gegen einen unauffälligeren Schriftzug ausgetauscht.

Beim Vergleich zwischen vorher und nachher könnte man meinen, die Logos seien vertauscht. Wiedererkennungswert, Prägnanz, Eigenständigkeit – das Ursprungslogo (Abb. unten links) hatte eigentlich alles, und es transportierte die Themen Fitness und Wellness. Das neue Zeichen, seit gut einem Jahr im Einsatz, ist hingegen schwülstig, spießig und altbacken. Die Tagline „Be More“ will zudem so gar nicht mit dem uninspiriert ausufernden Schweif zusammengehen. „More“ war in jedem Fall früher.

Die Holding-Führung bei Aspria trennt sich von einem einprägsamen Zeichen, um Platz für eine Wortmarke zu machen, die zwar das Attribut Exklusivität bedient, dies aber auf eine so plumpe, klischeehafte Art, dass jegliche Frische und Modernität auf der Strecke bleibt. Zumindest gegenüber einer jüngeren, dabei zahlungskräftigen Zielgruppe (LOHAS) dürfte das neue Erkennungszeichen kaum die Attraktivität gesteigert haben.

Aspria Logo - vorher und nachher

Aspria Website

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16 Kommentare zu “Aspria verliert Ursprungslogo, und damit auch an Wiedererkennung

  1. Das neue Logo ist hässlich und wirkt billig. Mit der Ritter Sport-Ähnlichkeit hat Trenkel natürlich recht, aber dem hätte man auch ganz einfach entgegenwirken können, wenn man den goldenen Rahmen entfernt. Das wäre eine behutsame Weiterentwicklung (und Verbesserung) gewesen… Aber das neue Logo sieht nicht sehr viel besser aus, als die Logos vieler Nagelstudios!

  2. Mich erinnert das alte Logo neben dem bereits erwähnten Ritter Sport irgendwie auch an Nivea. So oder so, finde ich den Wechsel jetzt nicht verkehrt, denn das erste Logo wirkt – trotz der Beliebigkeit des Neuen – nicht so exklusiv oder hochwertig, wie man es als Betreiber oder Besucher wohl gerne hätte.

  3. Ich finde den Kringel am A eigentlich gar nicht so übel, aber wie die Spitze des R so knapp an der Serife des I vorbei schrammt – das ist einfach handwerklich mangelhaft. Außerdem kann man den Claim auf weißem Untergrund sehr schlecht lesen.

  4. Ich muss gestehen, dass ich bei beiden Logos auf dem Schlauch stehe, was sie sein wollen und wofür sie stehen. Das ist ein gravierender Nachteil dieses Phantasienamens. Die nichts sagende Tagline „Be more“ erklärt leider auch nichts sondern setzt dem nur die Krone auf. Ohne Einbettung in den Kontext der Website oder einer Anzeige sagt das Logo nichts. „Fitness First“ oder „Mc Fit“ sind sicher keine edlen Namen, sprechen aber deutlicher für sich.

    Das neue Design sieht sehr nach Kosmetik oder Pharma aus, was nicht per se schlecht ist. Aber gerade die düsteren Website mit ihren Duplex-Fotos vermittelt für mich nicht das Gefühl von Sport, Gesundheit oder den Anspruch auf Exklusivität. Sie erinnert mich an meine Ausbildungszeit in den späten 90ern, als Vierfarbdruck noch so teuer war, dass man noch so etwas wie Duplex-Fotos in Photoshop gezaubert hat ;) Die für heutige Maßstäbe langweilige und leblose Standard-Typografie in Helvetica unterstreicht die dröge Anmutung.

    • Ich wusste erst gar nicht, was Aspria sein soll. Dieser beliebige neo-moderne Name, der auch hinter einem Kaufhaus-Konzern (s. Arcandor – auch so ein Fall von Beliebigkeit) stehen könnte. Von daher ist es eigentlich wurscht, wie das Logo aussieht – kein Mensch versteht das Produkt, das dahinter steht, wenn man es ihm nicht explizit klar macht.

      Aber na gut, wieder so ein Wellness-Bullshit-Kram, den man sofort vergisst… (meine Meinung)

      • Danke. Mir krümmen sich die Nägel, wenn ich lese, dass Menschen das nicht mal vertauschen, sondern oftmals nicht den Unterschied kennen.

        Corporate Design (kurz CD) ist Teil der Corporate Identity (CI) – Bei einem Unternehmen bedeutet ersteres, wie die die Werte etc. visuell vereinheitlich nach außen transportiert werden.

        Zweiteres umfasst weitaus mehr – Wie sind die Mitarbeiter bspw. gekleidet, wie wird der Kunde begrüßt. Bei einer Airline z.B. sehr auffällig, wenn man sich ansieht, wie die Stewards gekleidet sind und einen bspw. begrüßen.

      • @Markus: da brauchen sich Deine Nägel nicht zu krümmen – viele wissen es einfach nicht, incl. mir, der soeben auch etwas dazu gelernt hat. Ich danke Dir – abgesehen von den Nägeln – übrigens für Deine kurze und prägnante Definition, die mich als Nicht-Designer enorm aufgeklärt hat :-)

  5. Wenn das Schwänzchen am R nicht weiß, wohin es soll, muss man sich eben auf eine ordentliche auslaufende Serife beschränken. Dann stimmt auch das Kerning. Und die Guilloche im A darf bleiben, die ist gar nicht so schlecht.

    Trotzdem hab ich den Eindruck, dass es sich hier um ein Me-Too-Produkt zu ASPIRIN handelt.

  6. Im Zusammenhang mit elitären Oberklasse fitness-klubs habe ich den Begriff lohas bisher nicht gesehen. Dass diese auch noch die Hauptzielgruppe sein sollen erstaunt mich. Das ursprüngliche Logo hat in meinen Augen immer den charme eines kleinstadt-hallenbads verbreitet, da wird schon der richtige weg beschritten. Bis auf das teaserbild ist die Webseite jedoch visuell wirklich sehr ältlich – könnte sehr beabsichtigt sein. Nicht immer ist hip und jung die richtige Stoßrichtung. Hätte mit dem alten Logo aber auch nicht die passende grafische Entsprechung gehabt.

  7. Habe mit beiden Marken meine Probleme. Das Alte ist eine Kombination aus Ritter Sport und Nivea, erinnert mich stilistisch eher an ein Hotel. Das Neue könnte eine Wassermarke sein.

    Demnach denke ich bei beidem nicht im Geringsten an Sport / Spa.

  8. Mal abgesehen vom Logo finde ich die neue Website auch eher dürftig. Allein die in blau/weiß gehaltenen Teaser und der Schlagschatten erinnern ganz stark an die 90er..

    Und warum wird im Footer nicht das eigentliche Logo sondern “myAspria” geführt?

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