Start Corporate Design

Asian Art Museum mit neuem Corporate Design

16

Asian Art Museum Logo

Das in San Francisco beheimatete und 1966 eröffnete Asian Art Museum enthält eine der bedeutendsten Sammlungen Asiatischer Kunst. Dieser Tage hat das Museum ein neues Erscheinungsbild erhalten und man darf sagen, das erste Mal ein echtes Corporate Design. Im Mittelpunkt des Designs steht der auf dem Kopf stehende Buchstabe A, der im mathematischen Kontext als ∀ zudem für „alle“ bzw. „jedes“ steht. Ein Museum für alle also.
Asian Art Museum Logo

Das umgekehrte A wird in inverser Form mit unterschiedlichen Farben kombiniert und soll den anderen, den überraschenden Blickwinkel zum Ausdruck bringen, dem sich die Museumsleitung verschrieben sieht. “Unseren Besuchern wird eine neue Perspektive vermittelt, die ungewöhnliche Blickwinkel auf eine 6.000 Jahre umfassende Sammlung gewährt“, so Museumschef Dori Sera Bailey gegenüber The Examiner.

Asian Art Museum

Neben der monochromen Farbgebung lässt sich die Bildmarke ∀ zudem mit illustrativen Elementen füllen, um auf diese Weise als Schmuckgrafik eingesetzt zu werden. Interessant in diesem Zusammenhang: Der Buchstabe A als Bildmarke wurde zuletzt beim Redesign der Telekom Austria in ähnlicher Form in Szene gesetzt.
Asian Art Museum

Die Kosten für das Rebranding, für das Wolff Olins verantwortlich zeichnet, liegen bei 400.000 US$ und werden laut „The Examiner“ allein mittels Spendengeldern des Museums beglichen.

Asian Art Museum

16 Kommentare

  1. Lustig, ich musste bei dem umgedrehten A gleich an eine alte Vase denken (die natürlich einmal selbst Kunstgegenstand ist und auch als Behältnis für Kunst stehen könnte). Fände ich auch passender als Herleitung ;-)

    Mir gefällt das Design auf jeden Fall sehr gut. Erfrischend anders als das was ich bei „Asian Art“ erwartet habe. Irgendwie war ich da gedanklich sehr Klischeebelastet.

  2. Da kann man nur hoffen, dass das Büro von Wolff Olins die 400.000 US-Dollar aus Spendengelder von Kunstförderern nicht vollends ausgeschöpft hat. Am Ende ist das Museum pleite, die Räume leer – aber wenigstens ein schickes Corporate Design.

  3. Grundsätzlich gefällt’s – allerdings: Wo ist das “Art Museum” abgeblieben? In der Variante des Logos an der Eingangstür ist es ja abgebildet und würde generell sicherlich Sinn machen. Ansonsten könnte ich auf den ersten Blick mit “∀ Asian” herzlich wenig anfangen…

  4. Weiß jemand, welche Typo zur Anwendung kam? Das sieht mir doch sehr nach FF Bau aus. Gefällt mir!
    (@ Achim: So wie Du die neue Bildmarke mit vorher vergleichst, funktioniert sie natürlich nicht. Die Anordnung bei den Farbvariationen spricht da schon eher für das Redesign.)

  5. Jan #4
    Das wäre ärgerlich, wenn Freunde und Besucher des Museums vielleicht jahrelang spenden und die Agentur dann keine Gnade kennt und alles abräumt.
    Andererseits hätten die sich auch ein frisches CD für weniger Geld machen lassen können.

  6. @R::bert Die oben gezeigte Schwarzweiß-Version ist ebenso zulässig wie die farbigen Versionen. Ganz offenbar sind unterschiedliche Proportionen von Bildmarke und Wortmarke zulässig. Zu sehen unter anderem auch in diesem Video:

  7. Ich mag weder die sechs Farbvarianten, noch die schlicht schwarze Version. An der Tür und unten mit integriertem Bild finde ich das Logo aber sehr schön!

  8. Trichtersymbolik.
    Es mag täuschen. Aber ich empfinde, dass die Realisierung andere Proportionen verwendet, als im Entwurf vorgegeben.

Kommentieren


8 − = 6

Folgende HTML-Elemente können verwendet werden: <b> <i> <img src> <a> <blockquote>